Zu viel Action?

wudwudwudwud

2,744

bearbeitet 28. 03. 2005, 18:03 in Plauderecke
Hallo

Ich habe mir mal so Gedanken gemacht was ich so mit meiner Tochter anfangen könnte.
Dazu hab ich etwas gegoogelt und auch tatsächlich zwei Sachen gefunden die wir machen könnten.
Das eine ist eine Musikgruppe. Da wird gesungen und getanzt, mit Musikinstrumenten gespielt und den Kindern so Musik, Rhythmus und Bewegung näher gebracht.
Das andere ist eine Eltern-Kind-Turngruppe.

Die Musikgruppe wäre momentan noch Donnerstag morgens 30 Min. und da für uns nur alle 14 Tage weil ich ja ansonsten arbeite. Und nach den Sommerferien entweder Freitag früh oder Samstag früh weil wir dann wechseln müssten in die nächst höhere Gruppe.
Die Turngruppe wäre Freitag morgens 55 Min.

Nun gehen wir ja schon Montag nachmittags für 1,5 Std. in eine Krabbelgruppe.

Heute haben wir uns die Musikgruppe angeschaut und Cecilia hat es Spaß gemacht. Deshalb möchte ich das schon gerne machen.

Die Turngruppe schauen wir uns Ende April an weil da jetzt Ferien sind. Ich bin mir aber sicher das auch dies meinem Kind gefallen wird denn ihr gefällt alles wo Kinder sind und wo man sich bewegen darf. Sie hat ein ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis und deshalb halte ich es auch für wichtig dem gerecht zu werden mit solchen Gruppen.
Nur wenn ich jetzt so drüber nachdenke hieße das wir hätten drei Termine die Woche für sie. Mir macht das nichts denn es ist ja nicht lange und ich genieße dann auch den Austausch mit anderen Müttern und mit gefällt es auch wenn ich sehe das es meinem Kind Spaß macht. Außerdem halte ich es für sehr wichtig das sie so früh wie möglich so viel Kontakt mit anderen Kindern hat wie es irgendwie geht.
Nur ich habe eben Bedenken das es für sie zu viel Programm ist.

Natürlich liegt das dann alles in der Zeit die sie ansonsten mit mir verbringen würde. Das ist ja momentan auch nicht mehr so viel seitdem ich arbeiten gehe. Aber mir ist es lieber sie hat Spaß mit anderen Kindern als daheim rumzusitzen und sich eventuell zu langweilen weil Mama eben dann doch keine Zeit hat weil irgendwas im Haushalt gemacht werden muß während ich mir ansonsten die Zeit nehmen müsste um mit ihr zusammen zu einer dieser Gruppen zu gehen.

Und nun die Frage: Was meint Ihr? Sind drei Gruppen zu viel? Ist das noch im Rahmen? Was macht Ihr so?
Oder was würdet Ihr so machen?

Ich hoffe man konnte mir irgendwie folgen und ich hab nicht gar so wirr geschrieben.

Gruß

Martina

Kommentare

  • Sina1972Sina1972

    948

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Martina,
    Julchen ist jetzt fast ein Jahr, und wir gehen 3 x die Woche für 1,5 Stunden in die Krabbelgruppe.
    Ich habe das Gefühl, daß es ihr die zwei Tage vormittags zu Hause zu langweilig wird,
    soll heißen sie quengelt leichter und muß mehr "bespaßt" (ich find das Wort so toll) werden.
    Natürlich gibts auch anstrengendere Zeiten wie im Augenblick die Zähne, dann schläft sie nach der Krabbelgruppe um 11.30 sofort im Auto ein, und dann auch fast 1,5h durch...
    Ich denke also, 3 Tage sind durchaus machbar :-)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Vergeßt aber bei diesen ganzen Aktivitäten nicht, eueren Zwergen Freispiel und die Fähigkeit, sich allein zu beschäftigen beizubringen, um eben die schon von Sina beschriebene Langeweile zu vermeiden.

    Gerade wenn ich daran denke @Martina, dass du ein zweites Kind im Hinterkopf hast, sollte der (Sina schrieb es so gut :lol:) "Bespaßfaktor" nicht zu sehr ausarten. Nicht, dass du irgendwann das Problem hast, dass Cecilia sich tatsächlich zurückgesetzt fühlt, weil du mit zweitem Kind zumindest in der Anfangszeit nur noch einen geringen Teil der Aktivitäten machen kannst wie jetzt.

    :byebye01:

    Gisela
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe letztens gelesen, dass irgend so ein Psychologe ganz massiv empfahl, Kinder im Grundschulalter sollten höchstens einen festen Termin in der Woche haben (Musikschule, Turnen, Malkurse, Kinder-Englisch - da gibt es ja tausend Sachen für besorgte, ehrgeizige Eltern :roll:). Dann müsste das doch erstrecht für Babys gelten, oder? Hm, aber was wirklich Fundiertes kann ich dir dazu leider nicht sagen. ;-)
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gisela schrieb:
    Vergeßt aber bei diesen ganzen Aktivitäten nicht, eueren Zwergen Freispiel und die Fähigkeit, sich allein zu beschäftigen beizubringen,

    wie genau macht man das ?

    Caius kann meistens nicht allein spielen, sondern schleicht immer um mich rum. Nur an Tagen, an denen wirklich alles stimmt, also ausgeschlafen, kein schub und sonst auch nichts, was stört, dann kann er mal was alleine machen. ;-)
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Lenchen schrieb:
    Ich habe letztens gelesen, dass irgend so ein Psychologe ganz massiv empfahl, Kinder im Grundschulalter sollten höchstens einen festen Termin in der Woche haben

    Da gibt es ganz verschiedene Meinungen zu ... andere sagen z.B., dass es nicht auf die Anzahl der Termine ankommt, sondern auf die Gesamtzeit ... dass ein 6jähriges Grundschulkind z.B. nicht mehr als 2 Stunden die Woche bei irgendwas sein soll ... wieder andere beschwören, wie wichtig gerade Musik und körperliche Tätigkeiten für ein Kind sind, und dass man da fast nicht zu viel machen kann ... also, auch unter "Fachleuten" recht umstritten ;-)

    Ich denke, man muss es einfach von dem Kind selber abhängig machen ... Kinder zeigen glaube ich ganz deutlich, wenn ihnen etwas zu viel wird ... man muss nur drauf achten!
  • wudwudwudwud

    2,744

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Danke für die vielen Antworten.
    Also Cecilia kann alleine spielen. Das konnte sie schon recht früh. Natürlich hat sie Zeiten an denen sie mir nur am bein klebt, das passiert aber vor allem vor dem Essen bzw. wenn sie müde ist. Da ist aber generell nix mit spielen, da soll dann eher gekuschelt werden.

    Sie ist sehr gerne unter Kindern, das merkt man schon recht deutlich.
    Wenn irgendwoe Kinder sind ist sonst alles abgemeldet von daher denke ich mir es würde ihr schon sehr Spaß machen mehr mit anderen Kindern zu unternehmen.

    Natürlich wird das alles etwas schwieriger wenn wir wirklich ein zweites Kind haben. Aber soweit ist es ja nun noch nicht, so daß ich mich momentan allein an den Bedürfnissen meiner Tochter orientieren muß bzw. kann.

    Wir werden uns das Turnen auf jeden Fall mal anschauen und dann ggf. entscheiden ob alles machbar ist bzw. sinnvoll ist.
    Die Musikgeschichte ist ja eh nur alle 2 Wochen für 30 Minuten von daher fällt das momentan nicht ins Gewicht. Akut wird das dann erst wenn wir die Gruppe wechseln müssen und dann wirklich jede Woche dieser Termin ansteht.

    Aber genau aus dem Grund hab ich das Topic eröffnet. Hier sind ja noch mehr Mütter mit mehr Kindern, da ist sowas doch sicher auch ein Thema.
    Gisela z.B. wie machst Du das bei Euch? Ihr seid doch auch mehr als drei.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Du fragst mich, wie ich das gemacht habe/mache? Okay, aber bitte :fies101: mich nachher nicht. :lol:

    Ich war nie in einem derartigen Kurs, egal, ob Pekip, Babyschwimmen oder sonst etwas. Ganz einfach, weil mich diese teilweise exzessiv betriebene Mütterselbstdarstellung so etwas von angewidert hat, dass ich meine knapp bemessene Freizeit lieber mit dem Kind/den Kindern auf Abenteuerspielplätzen, in Wäldern oder bei teilweise stundenlangen Spaziergängen verbracht habe. Ich habe diese Kurse einfach nicht "gebraucht", ich musste meine Kinder einfach nicht dieser frühzeitigen Erwartungshaltung aussetzen. Alle kamen/kommen mit 3+ Jahren in den Kindergarten, da reicht es meiner Meinung nach einfach aus, den Horizont der Kinder zu verlagern.
    Wollte ich andere Mütter außerhalb meines Bekanntenkreises kennenlernen, war ich auf dem Spielplatz - also war auch für mich dieser Aspekt kein Grund, in irgend eine Gruppe zu gehen. Als meine Große noch ein Baby war und im Wagen lag, bin ich mit einem Buch auf den Spielplatz und hab den größeren Kindern zugeschaut - und entweder nebenbei gelesen oder Kontakte geknüpft. Aber dann, wenn ich das wollte und nicht das Gruppenrudel.
    Wem aber derartige Gruppen gefallen oder er/sie diese braucht, weil man z. B. aufgrund von Schüchternheit o. ä. anders keine Kontakte knüpfen kann, für diejenigen ist das doch ideal. Für mich war es aber definitiv nichts. :traurig08:

    Beim zweiten und weiteren Kind/-ern wird übrigens vieles anders, da ziehen die Großen die Kleinen einfach mit. Ab drei Kindern aufwärts ist es fast schon so etwas wie eine kleine eigene Kindergruppe. :lol: Anstrengend, aber wunderschön... ;-)

    Ich hoffe, du oder andere Gruppenbegeisterte ziehen mir jetzt nicht das Fell über die Ohren. :lol: :eek02:

    :byebye01:

    Gisela
  • wudwudwudwud

    2,744

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    So Osterstress wird langsam weniger, so daß ich endlich mal antworten kann.

    Ok das ist natürlich auch eine Sichtweise. Ich gehöre aber wohl eher zu denen die sich mit ihren Kindern in einer solchen Gruppe wohlfühlen.

    Ich muß mir das alles nochmal genau überlegen und vor allem erstmal die andere Gruppe sehen. Vielleicht gefällt mir das ja auch gar nicht bzw. gefällt es Cecilia gar nicht.

    Vielleicht noch andere mit Erfahrungsberichten?
  • LydiaLydia

    1,098

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich weiß zwar (noch) nicht, wie das bei meinem Zwerg ist, wenn er mal ein Jahr oder älter ist, aber zur Zeit (8,5 Monate), ist er immer vollkommen durch den Wind, wenn wir zuviele Aktivitäten mit einem dadurch vielleicht sogar noch unterschiedlichen Tagesablauf haben.

    Der Babyschwimmkurs lag z.B. zeitlich so, daß Max sein Mittagessen später bekam als an den anderen Tagen. Er war zusätzlich vom Schwimmen müde und das Essen war mehr ein rumweinen und Augenreiben als tatsächlich essen, er war einfach über der Zeit und hätte das Mittagessen nun auch ausfallen lassen können. Wenn ich nach dem Mittagessen (da schläft Max etwa 2 Stunden) etwas unternehme, ist er nach einiger Zeit extrem quängelig und schläft irgendwann später völlig KO und unter Tränen ein und meistens abends auch schlechter.

    Mache ich allerdings etwas ohne vorgegebene Kurszeit (z.B. schwimmen, spazieren gehen), sondern zeitlich nach Max´ Zeiten orientiert, funktioniert alles reibungslos und am allerbesten drauf ist er an den Tagen, an denen alles gleich abläuft (nach dem Frühstück auf der Krabbeldecke spielen, dann spazieren, danach Mittagessen und Mittagsschlaf, nach dem Wachwerden eine Milch usw.).

    Aber wie gesagt, keine Ahnung, ob so ein gleichmäßiger Tages-Rythmus Max nur momentan besser gefällt und mit zunehmendem Alter unwichtiger wird oder ob das bei jedem Kind anders ist, denke, das muß man halt einfach testen und rausfinden.
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