Wir waren gestern mit Schwiemu, Schwager und restlichem Anhang unterwegs :twisted: ( Gott sei dank siend sie wieder gaaaaanz weit wech )
Was mir da für Jugendliche entgegegnkamen, da wurde einem ja ganz anders. Kippe links, Pulle rechts, größere Klappe als ich 8 und das will was heißen ) Hose auf halb drei u.s.w Mir wurde ganz anders. Wenn ich mir vorstelle, wie unser Zwerg in dem Alter sein wird :shock:
Oh bitte nicht. Ich hab richtige Alpträume gehabt heute Nacht.
Ist die Angst normal , oder steigere ich mich da in was rein?
Natürlich häbgt es von der Erziehung ab, aber Angst bekommt man da schon , oder?
Diana
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Sicher ist die Kindheit einer der prägendsten Phasen. Selbst wenn man, so wie Lena schon schrieb, gerade in der pubertären Trotzphase einen Bockmist nach dem nächsten veranstaltet, hat man, mit dem entsprechenden familiären Background, gute Chancen, wieder auf die Füße zu fallen. Leider ist die Mehrheit der sozial Minderbemittelten (ich rede jetzt nicht von den nicht vorhandenen materiellen Dingen!) nicht in der Lage, im Erwachsenenalter ein "besseres" Leben zu führen als ihre Eltern. Woher sollen sie es denn auch besser wissen? :traurig04:
Wie die meisten von euch wissen, habe ich vier Kids im Alter von 16 bis knapp 3 Jahren. Drei von ihnen entwickeln sich, so man es denn abschätzen kann, absolut normal und unauffällig. Einer allerdings ist mein Sorgenkind im wahrsten Sinn des Wortes. Er ist jetzt 13 und die Probleme nehmen zu, je älter er wird. Er klaut (bisher zum "Glück" nur innerhalb unserer Familie), lügt, ist aufsässig ohne Ende und raucht seit kurzem. :sad: Jegliche Versuche, von außen Hilfe zu bekommen, scheiterten. Egal, ob private Initiativen wie Caritas/Diakonie oder die Schule. Nirgends findet sich ein Therapeut, der auf den speziellen Verdacht (Hochbegabung in Verbindung mit ADHS) eingeht. Freie Therapeuten hier im Großraum sind, wenn überhaupt, nur auf ADHS spezialisiert, Hochbegabung hat keiner in seinem "Programm". An das Jugendamt werde ich mich als Gegnerin dieser Institution aber mit Sicherheit nicht wenden. Es sieht nun so aus, dass der Junge im Sommer zu seinem Vater nach Bayern ziehen wird, wo er ganz andere Voraussetzungen hat. Allein schon die schulische Unterstützung ist eine ganz andere als hier in der "Diaspora" (sage ich mittlerweile schon ganz gehässig - unsere Schule hat z. B. nicht mal eine halbe Therapeutenstelle).
Von außen betrachtet habe ich als Mutter "versagt". Die meisten sehen vier Kinder und man hat den Stempel "asozial" ab. Dass aber drei Kinder sich zu ganz normalen, liebenswürtigen und hilfsbereiten Menschen entwickeln, wird gern übersehen. Wir haben den Stempel abbekommen und mittlerweile ist mir das fast egal, weil ich weiß, dass ich nicht versagt habe...
:byebye01:
Gisela
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@ Lenchen: ich stimme dir voll zu. Ich hab selber zwar nciht geklaut, aber geraucht hab ich auch schon seit in 15 bin. Ich war auch immer mit älteren Leuten zusammen, auf die sich meine Eltern verlassen konnten. Ich habe manchmal richtig Alpträume, daß unser Zwerg so ein richtiges Buja Kid wird. Dann denke ich manchmal, ob das alles so richtig war.
Die wildesten Gedanken sag ich euch.
Gestern hab ich dann die passenden Mädels dazu gesehen, mein Mann hat sich an seinem Eis mächtig verschluckt. Also der Gürtel ( Rock ) wäre gar nicht mehr nötig gewesen. Man hat eh alles gesehen. Ich knuffte ihn nur in die Seite und fragte ich vorsichtig, ob er nach seinem Sohn noch eine Tochter haben möchte?!
Oh Mädels, was uns da wohl noch erwartet.......
Diana
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Manche Mädels könnten auch ein Schild auf der Stirn tragen... :twisted:
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Ich finde eine gewisse Rebellion gegen Eltern etc. absolut ok und manchmal sogar sehr notwendig. Klar besteht die GEfahr des Abrutschens, aber die besteht auch bei unscheinbaren Mauerblümchen und da ist es noch gefährlicher, weil man es da nach aussen oft nicht so mitbekommt. Ich zB hatte eine sehr sehr exzessive Jugend, hab gegen jeden und alles rebelliert ... klar das war auch schon wieder etwas zuuu extrem vielleicht, aber ich habe mich wenigstens mit mir auseinandergesetzt. Ich kenne auch viele Leute, die sich NIE gegen irgendwas aufgelehnt haben. Die haben mit 17 ne Ausbildung begonnen und mussten ja dadurch quasi selbstständig sein und haben sich trotzdem von Mama und Papa sagen lassen, dass sie um 10 im Bett zu liegen haben.
Was ich damit sagen will: nicht alles was "laut" (im übertagenen Sinne) zu geht muss schlecht sein und im Chaos enden. ;-)
Manchmal sehen wir aber auch Jugendliche und denken uns so:
Werden wir die nötige Toleranz aufweisen können?
Werden wir unsere Kinder so erzogen haben, dass wir ihnen vertrauen können, auch wenn sie mal komische Phasen haben?
Denn ichg laube darauf läuft es hinaus. Und natürlich den Blick dafür zu behalten, wann Dinge zuu sehr aus dem ufer laufen. Aber in den meisten Fällen ist vertrauen und abwarten die beste Lösung denke ich. Spannend wirds aber allemal. :biggrin:
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Klar ist eine gewisse Rebellion normal, das muss sogar sein, aber was mich bei vielen heutzutage erschreckt, ist diese Rücksichtslosigkeit und fehlender Respekt von vielen ... allein schon, wenn ich bei uns durch den Wildpark spaziere, an den Bänken liegen eigentlich immer zig zerbrochene Flaschen von diesen Alko-Pops ... klar haben wir uns früher auch abends getroffen und auch das ein oder andere Bier zusammen getrunken, aber wir haben die Flaschen anschließend in Tüten gepackt und mitgenommen ... nicht auf dem Boden zerbrochen und liegen lassen ... das ist der kleine, aber wichtige Unterschied ...
Viel hängt sicherlich auch damit zusammen, wie die Kinder erzogen werden, aber ich bin mir sicher, nicht alle, die nachts Mülleimer aus der Halterung treten, weil sie sich vor ihren Freunden profilieren wollen, kommen aus asozialen Familien ... :roll: ...
Was man tun kann, ist einfach, den Kindern diese Dinge wie Respekt, Höflichkeit, Benehmen etc. vorzuleben, und ihnen von Anfang an ganz klare Grenzen zu zeigen, so dass es für sie selbstverständlich wird! Zumindest möchte ich das so versuchen ;-)
Außerdem denke ich, dass die Schule, auf die die Kinder gehen, ganz wichtig ist ... es gibt einfach Unterschiede zwischen den meisten (nicht allen!) städtischen Schulen und den meisten privaten Schulen ...
59,500
Diese alptraumartigen Ängste kenne ich sehr gut - eher noch in Bezug auf meine eigenen Probleme und die von Ben´s Papa und unsere miteinander und die mit unseren Eltern und denen, die die selber udn miteinander haben...
Letztlich wählt ein Kind seine frühen Vorbilder eben nicht - es lebt das nach, was ihm vorgelebt wird, ohne sich das bewußt auszusuchen. Und genauso, wie z.B. ich und Ben´s Papa die kranken Beziehungsstrukturen unserer Eltern übernommen und gelernt haben, daß Familie "so" funktioniert, wird Ben auch von uns lernen, wie soziale Strukturen funktionieren, wie man mit anderen Menschen oder fremdem Eigentum umgeht oder wie man Probleme löst. Sich mit sich selber auseinanderzusetzen und da für sein igenes Leben rauszukommen ist schon ein verdammt hartes Brot... aber seinen Kindern dann auch noch ein "gutes" Vorbild abzugeben, wenn man selber vieles nicht auf die Reihe kriegt, das finde ich eine sehr schwere Aufgabe.
Ich mache mir, seit ich wußte, daß ich schwanger bin, sehr viele Gedanken darüber...welche Werte will ich Ben vermitteln und wie mache ich das richtig. Natürlich weiß ich, daß das nur durch Vorleben geht, aber allein die Tatsache, daß sein Vater und ich getrennt leben und auch, wie wir "sind" macht mir dabei eigentlich schon wieder einen Strich durch die Rechnung. Sein Vater geht zum Beispiel wochenlang auf Tauchstation und meldet sich nicht, er interessiert sich auch nicht für Alltägliches, was mit Ben zu tun hat, bringt ihm nie etwas mit... sagt aber, er würde ihn trotzdem lieben. Er raucht Kette und trinkt im Lauf des Tages bis zu 10 (heute alkoholfreie) Bier. Ich mache mir oft Gedanken darüber, wie das für Ben sein wird, wenn er größer ist und Fragen stellt, wenn er mich dann frägt, warum ihn sein Papa nicht anruft, oder nicht mit ihm zum Fußballspielen geht, warum er die ganze Nacht vor dem Rechner sitzt und warum er 10 Bier trinkt... Davor hab ich wirklich richtig Schiß.
Davon mal abgesehen, daß ich sicher genauso viele Dinge "falsch" mache wie sein Papa....und daß die Ehen seiner Großeltern von Mißachtung, Desinteresse, Machtkampf und emotionaler Erpressung bestimmt sind.
Kann ich das besser machen?
Das hat bei mir schon in der Schwangerschaft Panik ausgelöst.
Seinen Sohn gehen zu lassen, gerade in so einer schwierigen Phase wie der Pubertät und dann noch zu seinem Vater, das finde ich einen furchtbar Angst einflößenden Schritt. Ich hab deinen Lebensbericht im Club gelesen udn weiß nicht, wie dein Exmann heute lebt... aber da nicht Hass zurückzubehalten und zum Wohle des Kindes zu entscheiden, finde ich eine große Leistung.
Ich frag mich auch manchmal, ob mein Wunsch nach einem zweiten Kind nicht ganz stark von der Angst getrieben ist, Ben könnte irgendwann lieber bei seinem Papa sein wollen als bei mir - denn ich würde ihm keine Steine in den Weg legen, sofern ihm das nicht schaden würde, das wäre seine Entscheidung.
Ben´s Papa wollte übrigens lieber einen Sohn, weil er irgendwann meinte, daß die Sorge um ein kleines Mädchen und sexuelle Übergriffe (in der Pubertät aber auch schon früher) ihn in den Wahnsinn getrieben hätte...
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@Lorelei: es geht nicht dabei ums rauchen, sondern um das allgemeine auftreten mancher Kids. ich will auch nicht sagen, das die Kids, die die Hose auf halb zwei hängen haben , nen schlechten Charakter haben, aber wenn ich die gröhlend und durch die Gegend " rotzend" ( sorry )durch die Stadt laufen sehe, kann ich manchmal nur den Kopf schütteln.
Wenn ich daran denke, was ich in der Pupsität für eine Oberzicke war, na dann Bravo. Fazit - ich besorge mir ne Laufleine und nen Keuschheitsgürtel?
Also Mädels-beten-hoffe,-Käfig bauen........
Diana
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Jeder möchte sein Kind zu einem eigenständigen und selbstwußten Menschen machen. Aaaaaaber wenn Ihr das schafft seid Ihr die Testpersonen. Seine Meinung sagen, sich nicht zu ducken usw. Jeder findet das toll, aber wenn man selber die Meinung gegeigt bekommt, ist es schwer auszuhalten. Ich habe ein Mädchen, und ihre Pubertät war wie ein Spiegel für mich. Nur hat sie mir an den Kopf geworfen, was ich früher höchstens denken oder ins Tagbuch schreiben konnte. Du siehst Deine Kinder ins "Unglück" laufen, weißt was passieren wird, aber manchmal muss man sie laufen lassen. Als Eltern hat man keine Ahnung. Das ist schwieriger, als sie vor einer Beule zu schützen.
Eine Kollegin von mir, war sehr aktiv in der Friedensbewegung, ihr Sohn hat kurz vor dem Abi die Schule geschmissen und wurde Berufssoldat :shock: Da machste nix!
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Was hat mich meine Mutter gewarnt vo meinem Ex-Freund... (Das Messer in das ich hinein lief)
Davon wollte ich nichts wissen, war auch blind vor dem was andere ganz klar sahen...
:fies101:
Tja, er hat mir weh getan (nicht zu knapp), aber es hat geheilt und daraus ist das beste was mir je geschehen ist resultiert - Mein Mann und meine Familie. Denn nach der Trennung zog ich bei meinem Ex-Freund aus und mein jetztiger Mann bot mir an eine Weile bei Ihm zu wohnen... ;-)
:applause:
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Allerdings, lehne ich es dann auch ab, als Mutter für alles verantwortlich gemacht zu werden, was im späteren Leben schief läuft. Ganz egal von wem. Als Erwachsener hat man viele Dinge selber in der Hand, es ist sehr bequem zu sagen..."ja in meiner Jugend..."
Ganz sicher übernimmt man gewisse Muster, aber wer hindert einen daran das zu ändern wenn sie einen stören?
Als Eltern kann man nur versuchen, seine eigenen Werte zu vermitteln. Ob das dann auch die der Kinder werden, ist eine ganz andere Frage.
Ich bin viel älter als Ihr alle hier. Und in meiner Jugend gab es ganz andere Schwerpunkte als heute. In der Schule und zu Hause wurde noch geschlagen, es gab wirkliche Strafen (wie in der Ecke stehen)
:shock: ...na das braucht wirklich kein Mensch. Wir wurden nicht gebogen, sondern verbogen, und das erklärt vielleicht auch die Verhaltensweisen Eurer Eltern.
Manche zerbrachen daran, ohne es zu merken und sagen heute immer noch es hätte ihnen nicht geschadet.
Trotzdem gab es gewisse Grundlagen, die ich immer noch wichtig finde. Und merkwürdig ist, dass hier die Gleichen genannt werden....Respekt vor anderen Menschen z.B. (obwohl vor mir keiner Respekt hatte)..das galt eher für "Autoritäten" ;-) )
Die Ziele haben sich kaum verändert, aber der Weg dahin. Ich glaube nicht, dass mein Vater je gezweifelt hat. Es gab eben gewisse Vorgaben und Punkt. Insofern war es "leicht", weil nichts oder wenig angezweifelt wurde.