Söhne sind besser fürs Hirn

bearbeitet 13. 05. 2005, 20:36 in Plauderecke
Söhne sind besser fürs Hirn

Während und nach der Schwangerschaft klagen viele Frauen über Gedächtnisschwächen. Kanadische Forscher haben nun Hinweise dafür gefunden, dass der Grad der Vergesslichkeit vom Geschlecht des Kindes abhängt.



DDP
Stillende Mutter: Weniger Gedächtnislücken bei einem Sohn
Dass viele Frauen nach der Geburt vergesslich werden, hält manch altgediente Hebamme für eine sinnvolle Einrichtung der Natur. Wer sich kaum noch etwas merkt, kann nicht arbeiten gehen und sich deshalb voll und ganz ums Baby kümmern, lautet die krude Küchenpsychologie. Aus biologischen Müttern würden so zügig richtige Mütter.

Das Phänomen vergesslicher Mütter ist bislang nur wenig erforscht. Die Gedächtnislücken treten häufig schon während der Schwangerschaft auf. Forscher der kanadischen Simon Fraser University in Burnaby konnten jetzt zeigen, dass dieser Effekt vom Geschlecht des Kindes abhängt. Mit einem Jungen schwangere Frauen sind demnach weniger vergesslich als Frauen, die ein Mädchen erwarten.

Claire Vanston und ihr Kollege Neil Watson hatten in einer Studie 39 Frauen während und nach der Schwangerschaft immer wieder zu Gedächtnistests gebeten. Bei den drei schwierigsten der insgesamt acht Tests schnitten Frauen, die einen Jungen erwarteten, deutlich besser ab als Frauen, die eine Tochter bekamen. Dabei hatten andere Faktoren wie die Schulbildung, die Anzahl und das Geschlecht älterer Kinder keinen Einfluss auf das Gedächtnis, schreiben die Forscher im Fachblatt "NeuroReport" (Bd. 16, S. 779). Auch die Händigkeit, die Übelkeit während der Schwangerschaft oder Stimmungsveränderungen und Schlafstörungen spielten keine Rolle.

Vanston und Watson vermuten, dass ein bislang unbekannter Stoff das Gedächtnis bei Schwangeren beeinflusst. Dieser werde vom Kind oder der Plazenta abgegeben, seine Art oder Konzentration unterscheide sich bei Mädchen und Jungen. Bei dem Stoff könnte es sich um das sogenannte humane Choriongonadotropin (hCG) handeln. Er ist je nach Geschlecht des Fötus in unterschiedlicher Konzentration vorhanden: Frauen, die mit einer Tochter schwanger sind, haben deutlich höhere hCG-Werte als Frauen, die einen Sohn erwarten. Da dieser Stoff leicht ins Hirn eindringen kann und dort mit Arealen interagiert, die für das Gedächtnis zuständig sind, könnten Veränderungen des hCG-Spiegels zu den unterschiedlichen Gedächtnisleistungen führen, vermuten die Forscher. quelle: spiegel.de

Kommentare

  • HerzjeHerzje

    1,048

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich leide ja eh schon unter Stilldemenz, aber dann darf ich nie eine Tochter bekommen, vielleicht vergesse ich ja dann noch meinen eigenen Namen. :shock: Mein Alter habe ich schon vergessen.....
    Liebe Grüße
    Annette
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hi,

    Naja ich weiss nicht... ob 39 Frauen repräsentativ sind?
  • LoreleiLorelei

    4,536

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Was ich aber bestätigen aknn, ist die Vergesslichkeit WÄHREND der SS. Jetzt hinterher hat sich langsam alles normalisiert, aber die 9 Monate SS waren diesbezüglich gaaanz schlimm. Als ich noch arbeitete bin ich teilweise durchs Haus gelaufen und hab eine Etage tiefer schon wieder vergessen, was ich da wollte. Ich bin nur noch mit Zettel und Stift rumgerannt. :biggrin:
    Ausserdem hatte sich meine Humorgrenze stark verschoben. Ich konnte über die blödesten Witze stundenlang lachen, mit Tränen in den Augen und allem was dazu gehört. Kennt ihr sows auch? Meine Family hat mich damals imer arg veräppelt und aufgezogen und mir immer mal wieder blöde Witze erzählt, um mich dann auszulachen wie ich mich über derartige Stumpfsinnigkeiten auslassen konnte.

    Wir können jamal eine eigene Selbsteinschätzungsstatistik dazu starten. Auf einer Skala von 1-10, wobei 1 "alles wie immer" und 10 "ich weiss den Namen meines Mannes nicht mehr" bedeutet.
    Also bei mir wäre es:
    SS: 8
    Stillzeit: 2

    Was ist eigentlich mit nicht stillenden Jung- und - Jungs - Mamas??? :biggrin:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also während der Schwangerschaft würde ich mich mit 1-2 bewerten. Kann dem also nicht zustimmen, wenn ich mich richtig erinnere ;-) . Aber genau da beginnt mein Problem: anhaltende Stilldemenz der schlimmeren Sorte: vielleicht 8-9!!!
    Da ich gerade abgestillt habe, glaube ich, daß es wieder besser wird. Jedenfalls laufe ich nicht mehr ganz so Kopflos ´rum.... :biggrin:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nicht nur die Vergesslichkeit ist höher auch das REaktionsvermögen ist wesentlich runtergeschraubt, ich hab mittlerweile angst längere Strecken mit dem Auto zu fahren, weil ich viele sachen zu spät erst mitbekomme :cool:
  • LeahLeah

    409

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    DAS kenne ich auch. Ich habe manchmal das Gefühl, die letzten Kilometer völlig mechanisch gefahren zu sein und gerade erst aufzuwachen ... extreme Konzentrationsschwächen.
    Und ich krieg' einen Jungen ...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    bei mir ist es das vierte Mädchen hab manchmal das GEfühl, die raubten mir alle einbisschen Verstand.

    Meinte vor kurzem mal zu meinem Sohn, dass die Intelligenz von der Mutter auf die Kinder vererbt wird, Antwort meines Sohnes war: " ...na dann weiss ich ja wo deine hin ist ...."

    Isser nicht süss der kleine 12jährige Drecksack :knutsch01:
  • LeahLeah

    409

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :lachen04: nicht gerade auf den Mund gefallen, der Kleine.
  • KirstenKirsten

    3,493

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe einen Jungen und ein Mädel. Zuerst nur den Jungen gestillt... und leicht vergesslich und unkonzentriert geworden. Bei dem Mädel nicht anders. Und in der SS war ich ausser launisch nicht gross anders. Hoff ich zumindest.
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