"Flaschenmamas" gesucht

fabufabu

144

bearbeitet 9. 06. 2005, 22:14 in Bekanntschaften
Hallo,
bin auf der Suche nach Flaschenmamas in diesem Forum zum Austausch von Problemen etc.

Ich bin eine mit furchtbar schlechtem Gewissen meinem Kind nicht das Beste zu geben. HAbe mit 4 Wochen abgestillt - das ist eine lange Geschichte.

Möchte gerne wissen, warum ihr nicht stillt, nicht mehr stillt und wie es Euch dabei geht. Man fühlt sich ja doch unter all den glücklich stillenden etwas allein.

Liebe Grüße
Gabriela mit Ava

Kommentare

  • wudwudwudwud

    2,744

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Hallo

    Ich habe Cecilia mit knapp vier Monaten abgestillt weil ich Medikamente nehmen musste die cih ihr ersparen wollte. Die Abstilldauer war 12 Tage und das war eine Erfahrung die ich nicht gebraucht hätte.

    Allerdings war für uns die Umstellung auf Flaschennahrung im Nachhinein sehr entspannend. Unser überaus unruhiges und motziges Kind war auf einmal lammfromm. Kein Hungergebrüll mehr den ganzen Tag, keine Gefühl mehr gefangen zu sein, die Spontanität kehrte zurück in meinen Alltag. Das soll jetzt nicht die Flasche verherrlichen, aber für unsere Tochter war es wohl tatsächlich das Beste. Wobei man nicht sagen kann ob das wirklich die Umstellung auch Pre alles bewirkt hat. Vielleicht hätte es sich sowieso gegeben mit dem ganzen Stress, aber das werden wir nun nicht mehr herausfinden.
    Außerdem hat sie dann relativ schnell angefangen durchzuschlafen.
    Probleme mit der Flasche hatten wir keine. Cecilia hatte von Anfang an einen guten Zug drauf und war auch immer ratzfatz fertig mit der Milch.

    Was natürlich nicht so schön war, war die ganze zusätzliche Arbeit mit Flaschen desinfizieren, Milch zubereiten usw. Und natürlich fehlt einem die intensive Verbindung zum Kind die man als stillende Mutter hat.

    Auch heute noch fehlt es mir manchmal. Da denke ich mir es wäre schön wenn ich sie länger gestillt hätte,aber das war ja nun nicht.

    Aber da sie sehr bereitwillig auf die Flasche umgestiegen ist denke ich mir es war vielleicht doch das Beste.

    Gruß
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Hallo,

    ich hatte vor 10 Jahren eine Brustverkleinerung. Damals wurde mir gesagt, theoretisch kann es später mit dem Stillen klappen, es könnte aber auch Probleme geben. Letztendlich hat dann garnichts geklappt. Erst wollte Aaron nicht an die Brust, dann kam keine Milch (ab 5. Tag so ca. 3g pro Mahlzeit). Mit der Stillberatung im KH war ich auch nicht zufrieden, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen. Habe mich lange unter Druck gesetzt und dann gesheen, dass meinem Kind eine Mutter, die wie das heulende Elend dahergeht, auch nicht gut tut.
    Man fühlt sich ja doch unter all den glücklich stillenden etwas allein.

    Geht mir auch immer noch so. Es ist zwar schön, wenn der Papa mal die "Nachtschicht" übernehmen kann, lieber hätte ich aber gestillt.
  • SorciereSorciere

    717

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich bin eigentlich ganz unbedarft an die SAche rangegangen, also mit der Einstellung : ich werde stillen !

    Felix ist nicht satt geworden, ich sollte pumpen, es kam nix, er hatte immer noch Hunger, es wurde zugefüttert. Am 3. Tag nach der Geburt habe ich dann im Krankenhaus das Handtuch geworfen. Schlussendlich bekam ich die Krise mit Heulattacke und Co. und er die Flasche. :nuckel:

    Und seither klappte alles zwischen uns prima, die Fläschchenzeiten wurden als Schmusezeiten ausgenutzt. Ich konnte auch mal stundenweise weg und der Papa übernahm das Füttern, alles in allem sah ich nur noch die Vorteile.

    Wahrscheinlich hätte es mit dem Stillen geklappt, wenn ich mich mehr darum bemüht hätte und mehr Unterstützung bekommen hätte. Aber egal, es war nie ein Problem für mich, nicht zu stillen.

    Ihr dürft Euch von der Still-Liga nicht so ins Gewissen reden lassen. OK, stillen ist das natürlichste und somit das Beste fürs Kind, aber dafür sind wir keine schlechteren Mütter !

    Wir kümmern uns genauso mit LIebe um unsere Kids und das ist das wichtigste, egal ob das Futter aus Flasche oder Brust kommt. Konkurrenzdenken ist hier fehl am Platz.
  • fabufabu

    144

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    bei mir war es ähnlich. die stillberatung im Krankenhaus war grausam. Die haben sofort zugefüttert. Zu hause habe ich aber gestillt, was das zeug hielt. 1 h stillen 1/2 h pause 1h stillen, das den ganzen tag. und nachts schlief sie nur wenn sie stundenlang an der Brust nuckeln durfte. nach 2 wochen habe ich nachts eine flasche zugefüttert. eine weitere woche später wollte ich damit wieder aufhören und fing mit zusätzlichem pumpen an. mit 4 wochen kam meine kleine mit schweren durchfällen ins krankenhaus an den tropf. sie war zu schwach zum trinken. meine milchmenge reichte inzwischen eigentlich. also pumpte ich ab und die menge wurde immer weniger. ich slbst bekam fieber und musste antibiotika nehmen - also pumpte ich noch länger ab - doch nach insgesamt 6 tagen stillpause kamen noch ganze 5 gramm beim abpumpen. Statt mich gut zu beraten, meinte meine Hebamme: wenn die Milch einmal weg ist kommt sie auch nicht mehr - und ich hörte einfach auf zu stillen & zu pumpen - leider - könnte heulen, jeden Tag.

    Naja mit etwas mehr Glück, Willen und kompetenter Hilfe hätten wir sicher relaktieren können.

    Liebevolle Mütter - natürlich sind wir das trotzdem. Ava bekommt jede Zuwendung die man sich nur vorstellen kann und das ohne stillen, tragetuch und ohne Familienbett (außer wenn es ihr nicht gut geht)

    liebe Grüße
    Gabriela & ava
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    fabu schrieb:
    Statt mich gut zu beraten, meinte meine Hebamme: wenn die Milch einmal weg ist kommt sie auch nicht mehr -
    :flaming01: :flaming01: :flaming01: :flaming01: :flaming01: :flaming01: :flaming01:
    Solche Frauen haben den Beruf verfehlt, da könnte ich mich echt immer wieder aufregen.


    In den allermeisten Fällen liegt es doch an mangelnder Unterstützung, wenn es mit dem Stillen nicht richtig klappt. Das macht mich immer wieder traurig :sad:
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Also

    bei uns ist auch einiges schief gelaufen.

    Felix kam direkt nach der GEburt ins Wärembettchen und 24h später wegen Neugeborenen Infekt in dei Kinderklinik am anderen Ende der Stadt.

    Also mußte ich am Anfang erstmal abpumpen. Das hat auch super funktioniert. Mein kleienr wurde in der ZEit noch mit Sonde ernährt.

    Tja dann ahb ich versucht in der Kinderklinik den kleinen an die Brust zu bekommen.
    Aussage der Kinderschwestern dort: sie haben Schlupfwarzen, das geht nur mit Hütchen.

    also haben wir dann angefangen mit Stillhütchen zu stillen und den rest mit der Flasche hinterher, da er immer noch sehr schwach war.

    Zu Hause hab ich dann nur noch mit Stillhütchen gestillt.

    Was ich nicht wußte, mein kleiner hatte eine Kieferfehlstellung die es ihm unmöglich machte genug Milch aus der Brust zu bekommen.
    Das ist erst bei der U3 aufgefallen, als er nur 100g seit Geburt zugenommen hatte.( nicht viel bei 2700g Geburtsgewicht).
    Tja ich hab dann wieder abgepumpt und mit der Flasche gefüttert. Allerdings war Felix ein Schreikind, und ich konnte nicht alle 3 Stunden abpumpen, so das die Milch immer weniger wurde, und er bald PRE brauchte.

    NA ja und nach 6 Wochen kam dann gar keien Milch mehr.
    Also bekam er nur noch PRE.

    Sauer bin ich trotzdem. Ich denke mit La Leche Lige oder einer fundierten Stillberatung hätten wir es noch gepackt.
    Schade. :sad:
  • kerstinjkerstinj

    2,322

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich blöde Nuss hab mich auf dem letzten Drücker um eine Nachsorgehebi gekümmert (am Entlassungstag aus dem KH).
    Im KH lief das Stillen ganz gut. Die ersten 5 Tage zu Hause auch noch, aber dann hab ich fast dauergestillt. Nur mal ne halbe Stunde Pause...
    Ich hab meine Hebi angerufen, die dann meinte "Dauerstillen bringt nix, füttern Sie zu" und das hab ich dann auch gemacht.
    Dann kam die Zeit, als Lukas sich weggeschrieen hat, wenn er nur in Stillposition gebracht wurde und kategorisch die Brust verweigerte :cry:
    Also hab ich nur noch gepumpt, aber da kam nie soviel zustande, so dass ich den ganzen Tag! gepumpt hatte für eine ! Mahlzeit.
    Ich versuchte immer wieder ihn anzulegen und wenn er wollte, war ich glücklich, wenn er verweigerte, wurde ich immer depressiver und fing an, Lukas abzulehnen :oops:
    Nach 4 Monaten konnte ich nicht mehr. Ich hatte einen Termin beim FA, heulte auf die Frage, wie es mir geht direkt los und konnte gar nicht mehr aufhören.
    Er verschrieb mir dann die Pille, so dass eh nix mehr mit Stillen war.
    Das Abstillen selbst war völlig problemlos, ein paar Tassen Salbeitee (würg) und gut wars, was mich bestärkte, dass ich zu wenig Milch hatte:roll:
    Es tut mir in der Seele weh, nicht mehr zu stillen und ich habe heute noch Probleme, stillende Mütter zu beobachten. Deswegen hatte ich eine Krabbelgruppe verlassen, okay, auch weil Lukas noch zu jung war (damals knapp 4 Monate).
    Falls ich jemals ein zweites Kind bekommen darf, werde ich mir auf jeden Fall in der SS eine vernünftige Hebi zulegen und versuchen, voll zu stillen.
  • fabufabu

    144

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Hallo Ihr Lieben,

    ich denke, bei uns allen kommt es irgendwie auf dasselbe raus: superschlechte Beratung und Betreuun. Sicher, man hätte sich ja auch vorher besser übers Stillen informieren können, mit dem Stillbuch oder ähnliches: aber ich dachte: "Stillen, ist doch das Natürlichste der Welt; was soll da schon schiefgehen?" Ich denke wenn Ava nicht ins KH gemusst hätte (es war 1. Januar - sonst wären wir erst mal zum KIA - eventuell hätte ja auch schon Elektrolyte aus der Flasche einen Tag was gebracht) würden wir noch stillen, da ich nie wegen der schmerzenden Brust aufgehört hätte. Aber der STress und sein Kind so im KH zu sehen - scheinbar blieb da einfach die Milch weg, ich hatte ja nicht mal Probleme beim ersten Abpumpen im KH (elektr. Pumpe kamen über 240ml) Gut Ava hatte schon 12h nicht gestillt - aber trotzdem.

    Ich bin so traurig andere Mütter stillen zu sehen oder wenn sie davon erzählen. Ava ist bei einer Tagesmutti bei mir auf dem Campus nur 1 Haus weiter seit ca. 2 Wochen und dort ist ein Kind genauso alt wie sie. Die mutter kommt alle 2 h zum Stillen - zum Flasche geben darf man natürlich nicht kommen.

    Nun hatte Ava von der Flaschenmilch auch noch gute 3 Monate Verstopfung und furchtbare Blähungen - bis wir auf Anraten eines Prof. mit Brei angefangen haben, was glücklicherweise wirklich geholfen hat und nun einen Infekt nachdem anderen. Ich rede mir natürlich ein - mit Mumi wäre das alles nicht passiert. Sie war die ersten Wochen überhaupt kein Schreikind auch wenn sie sich nicht ablegen lies - so schlief sie doch zumindest auf dem Arm. Danach war sie eins.

    Und zuguterletzt die paar Stunden die sie am Tage schläft würde ich mich gern zu ihr legen - aber da müssen ja Flaschen sterilisiert werden. Ad libidum füttern mit Flasche finde ich auch sehr schwierig. Wie macht ihr das bzw. habt ihr das gemacht?

    Und werden Flaschenkinder trotzdem gesund und glücklich mit genug Urvertrauen und Bindung zur Mama? Bin durch die ganzen Pro-Stillen Texte natürlich mehr als verunsichert. Auch wenn ich denke Ava bekommt sehr viel Zuwendung. Z.B. sicher auch mehr als das Stillkind bei der Tagesmutter. Denn ich gebe ihr jede Sekunde aufmerksamkeit. Lasse sie nie schreien und trage sie stunden herum (auf der Hüfte - ohne Tuch das mag sie nicht)

    Liebe Grüße

    Gabriela & Ava
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Es ist nicht zu glauben, wie schnell Fachkräfte! mit irgendwelchen falschen oder unpassenden Sprüchen dabei sind. Denen ist nicht klar, was sie damit anrichten können :flaming01: !

    Ich habe Aaron ca. 1 Stunde nach der Geburt (KS mit PDA) inden Arm bekommen, wollte ihn dann (auf eigenen Wunsch) anlegen. Die Hebamme half dabei, aber als er nicht sofort, also innerhalb 1/2 Minute "anbiß", sagte sie in etwa, dass das jetzt nicht klappt, später versuchen. Ich war dermaßen kaputt und hatte ja auch keine Ahnung, dass ich mich zufrieden gegeben habe. Der Schwester, die Aaron dann 2 Std. später zum Waschen etc. abholte, sagte ich, dass ich ihn heute nochmal anlegen möchte. Antwort: Sie wissen doch garnicht, ob ihr Kind das überhaupt möchte. Am Ende war der erste offizielle Versuch, Aaron anzulegen, ungefähr 15 Std. nach seiner Geburt.

    Aussage der Stillberaterin im KH: Frauen mit Brustverkleinerung können in den meisten Fällen nicht stillen. Vor der Entlassung hat dieselbe dann noch zum Thema Zufüttern gesagt, wichtig wäre HA, Pre ist nicht so wichtig.

    Mein Kind schlief nur und wollte nie an die Brust. Nach 3 Tagen hatte er ca. 300 g abgenommen (geburtsgewicht 3720). Lt. Kinderärztin war die Situation bedenklich, weil wir bei 10% wären. Ich habe ihr dann vorgerechnet, dass das so nicht stimmt, daraufhin glaubte sie, mich nur noch mit "ABER LIEBE MAMA" anreden zu müssen. Es war ja nicht so, dass ich nicht eingesehen hätte, dass das Kind was zu essen braucht, schließlich hatte ich nachts heulend mit den schlafenden Aaron vor der Brust im Stillzimmer gesessen, aber so muß man doch nicht mit Wöchnerinnen umspringen.

    Sorry, lang geworden, aber durch eure Berichte kommt das alles wieder hoch.
  • jumpyjumpy

    1,630

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    ich habe auch nur 3 wochen gestillt, leider!
    shane musste gleich ein paar stunden nach der geburt in die kinderklinik,wegen neugeboreneninfektion. da habe ich erstmal abgepumt, und die milch wurde per bote ruebergeschickt. wenn ich da war, habe ich versucht, ihn anzulegen, aber er war zu schwach. :cry:
    also wieder abpumpen. ausserdem hatte ich rechts schlupfwarzen, und die schwester meinte, da kann man nur mit huetchen stillen, damit ist er aber ueberhaupt nicht klar gekommen.
    als wir dann zuhause waren, habe ich immer wieder versucht, ihn anzulegen, aber er hat die warze einfach nicht zu fassen bekommen.
    als er immer duenner, und duenner wurde (2,5kg er hatte einen magenpfoertnerkrampf und musste ins kh) habe ich die panik gekriegt, und angefangen pre zu fuettern. da hat er angefangen, zuzunehmen.
    ich finde es auch heute noch sehr traurig, aber manchmal gibt es halt situationen, da geht es nicht anders.
    ich beineide auch immer die fauen, die ihr kind schwubsdiwubs anlegen. das haette ich mir auch gewuenscht. :roll:
  • fabufabu

    144

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    an uns alle mal: Kopf hoch.

    Gibt es hier eigentlich schon eine Liste mit stillunfreundlichen Krankenhäusern. Die Anlegearie, die Mimmi beschreibt, kenne ich nämlich auch!

    Furchtbar - wäre ich mal in ein Geburtshaus gegangen. Nach 26 h Entbindung glaubt man den sorry oftmals blöden Hebamme ja auch alles - man ist ja noch völlig im Taumel. Klar dachte man vorher man legt sein Kind gleich an - aber in dem Moment ist eh alles wie im Traum...
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    jumpy schrieb:
    ich beineide auch immer die fauen, die ihr kind schwubsdiwubs anlegen. das haette ich mir auch gewuenscht. :roll:

    Mit mir lag eine Frau auf dem Zimmer, die nicht stillen wollte. Sie mußte Tabletten zum Abstillen nehmen, die nichts genützt haben, sie lief ständig mit nassem T-Shirt rum. Ich habe sie so beneidet, und sie mich wahrscheinlich auch... :roll:

    @fabu
    Bei uns klappt das ad libitum Füttern gut. Wir haben immer ein Fläschchen mit Wasser bzw. während der Bauchwehzeiten Fencheltee im Fläschchenwärmer. Das Milchpulver haben wir (meistens) vorportioniert. Wenn der große Hunger kommt, schütten wir dann alles zusammen.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Hallo,

    hier ist keine Flaschen-Mama, sondern ein Flaschen-Papa. Wir haben seit drei Wochen versucht unseren kleinen Noah die Brust ans Herz zu legen, aber er ist viel zu ungeduldig und schreit nur. Es kommt auch nicht gleich genug Milch. Nach einer Hausgeburt kam das Krankenhaus ...

    Nach zwei Stillberaterinnen und vielen Tränen sind wir jetzt am Abpumpen so lange es geht und füttern mit der Flasche etwa die Hälfte Muttermilch und die Hälfte Pre-Nahrung. Wie es weitergeht werden wir erst noch sehen.

    Seit der Entscheidung meiner Frau die Stillversuche an der Brust aufzugeben, ist das Familienleben in unser Wände eingekehrt. Kein schreiendes Kind, eine verzweifelte Mutter. Die Müdigkeit bleibt, weil das Abpumpen alle zwei bis drei Stunde sehr anstrengende ist ...

    Väter kommen beim Still-Thema nicht sehr zum Wort. Deshalb möchte ich Dir meine allerdings sehr persönliche Seite der Medallie schreiben.

    Das Thema Stillen hat für mich sehr viel mit Authenzität zu tun. Es ist ein sehr persönlicher Weg und er hat drei Teile. Die Mutter, das Kind und den Vater. Für mich war der Still-Kampf den wir drei Wochen geführt haben sehr bedrückend. Immer wieder durch Bücher und das Forum, aber frustiert durch unsere Inkonsequenz den Kleinen nun mal nicht schreiben zu lassen und ihm eben doch was mit der Flasche oder mit der Spritze zu geben. Da kommt dann leicht die Frage auf, was ist richtig und was ist falsch. Meiner Meinung gibt es gibt kein richtig und kein Falsch. Es gibt nur den persönlichen Weg und der ist von Unsicherheit gepflastert. Sollen wir jetzt aufgeben oder weitermachen, was sind wir dann, was passiert mit unserem Kind ... Wann ist es genug, oder hätte es vielleicht doch noch geklappt ...

    Nach dem wir an unserem persönlichen Abgrund gestanden sind, stehen wir dazu, daß wir es unserem Kind und uns etwas leichert machen. Als Vater steht man in der zweiten Reihe und sieht oft hilflos zu. Es gab bei uns oft doppelte Botschaften, wie "wir machen weiter", "wir sind stark" und auf der anderen Seite "es ist so anstrengend", "das Kind ist so frustriert". Nach der Entscheidung für die Flasche sind wir beide wieder einem Stück unserer eigenen Persönlichkeit entgegengekommen. Authentischer geworden. Tja. Wir sind eben keine Öko-Stiller, auch wenn wir es gerne gewesen wären. Wir sind Öko-Flaschen geber. Was aber viel wichtiger ist, wir haben die Ruhe und die Gelassenheit unser Kind mit Liebe zu nähren die beim Kampf irgendwo kurz verloren ging.

    Vielleicht hilft es Dir als Trost. Sicher ein Ideal zu verlieren ist immer schlimm. Die eigene Persönlichkeit zu finden ist dafür ein Geschenk, dass wir erfahren haben.
  • FeeFee

    467

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Hallo,

    ich habe nicht gestillt, weil ich schon während der SS starke Medikamente nehmen mußte, und das wollte ich der Kleinen nach der Geburt nicht noch weiter antun.

    Im Nachhinein bin ich immer neidisch auf Mütter, die Ihre Kinder stillen. Ich hätte sehr gerne gestillt, und jetzt denke ich, daß ich meinem Kind das Wichtigste vorenthalten habe. :cry::cry:

    Auf der anderen Seite ist daraus aber auch reine Bequemlichkeit geworden, denn wenn ich mal schlafen wollte, ist Männe aufgestanden und hat die Flasche gemacht und gegeben. :biggrin:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Also gut, ich werde es noch ein 4. Mal versuchen, frage mich aber ob es Sinn macht:

    1. Kind Kinderklinik, eine Woche Teilgestillt zu Hause war er nur am schreien, weil er die Flasche wollte, die Hebamme war nicht besonders hilfreich und schickte mich zum FA um abstill Tabletten zu holen :???:

    2. Kind ca. 3 Monate gestillt, nach 2 Monaten finge es Abends an dauerstillen über mehrere Stunden. Dann hat mein FA mir eine Milchpumpe verschrieben ich habe Mittags mehrmals gepumpt um das Baby Abends satt zu kriegen.

    3. Kind Kinderklinik, von Anfang an zugefüttert, dann 1 Woche vollgestillt Gewichts abnahme und dann wieder zugefüttert, insgesamt ca. 6 Wochen Teilgestillt, danach noch bis zum 4. Monat "Kuschelstillen"

    4. Kind kommt im Januar... dann habe ich aber 3 Kinder noch zu Hause also Stress vorprogramiert. Naja, ich mache mich jetzt nicht verrückt, wie bei den anderen, ich werde ihn anlegen sol lange er möchte und wenn es nicht geht, dann geht es nicht mehr. Ich denke es ist wichtig, das die Kids überhaupt MuMilch kriegen. Ich werde aber in dieser SS schon vor der Entbindung eine LLL Stillberaterin aufsuchen.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich habe eine Bitte an Euch. Könnt Ihr Euch evtl. hier beteiligen??
    http://hebamme4u.net/forum/viewtopic.php?t=16637
  • jumpyjumpy

    1,630

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    sonnenblume74 hat geschrieben:
    die Hebamme war nicht besonders hilfreich und schickte mich zum FA um abstill Tabletten zu holen
    das zeug habe ich auch gekriegt!
    ich war 2 tage dauerzugedroehnt!
    dann habe ich das zeug weggeschmissen, weil ich zu benebelt war, mich um mein kind zu kuemmern!
    nie nie wieder!
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