Hallo,
völlig überraschend wurde mir eine Halbtagesstelle angetragen, und das in der jetzigen Zeit! Dazu muss ich sagen, dass ich vor der SS auf meine "alten Tage" noch ein Studium begonnen habe, das noch nicht abgeschlossen ist. Der Job ist an dieser Hochschule, die Arbeitszeit kann ich variieren, d. h. es ist möglich nur 4 Tage zu je 5 Stunden zu arbeiten. Von meinen Eltern habe ich wenig Zuspruch bekommen "Er ist doch noch so klein". Ich hab mal meine Gedanken zusammengefasst:
Positiv:
- Geld braucht man immer
- ich komme unter Leute
- Weiterbildung ist möglich
- meine Professorin hat mich angefordert und ist selbst Mutter
- baut sicherlich meine Laune auf
- ich kann mich sonstwo einbringen
- nicht so viel Stress
- Arbeitszeit ist flexibel bis auf wenige Ausnahmen
- Papa könnte auch bedingt flexibler arbeiten, sozusagen 1 Morgen/Woche ist Papamorgen
- brauche Haushaltshilfe - hätte ich weniger Hausarbeit
Negativ:
- mein Kind (1Jahr) braucht mich - ich brauche mein Kind (ach)
- er schläft nur an Brust ein
- Krippenplätze sind Mangelware und Oma traut sich das nicht so ganz zu (2 - 3 Vormittage)
- isst Beikost nur spärlich und wenn dann nur fein püriert
- brauche Haushaltshilfe (kostet Geld)
- ich bin dann doch irgendwie an Zeiten gebunden,
kann also nicht frei entscheiden, was ich mit meiner Zeit anfange
- ich habe Angst, dass jemand anderes mein Kind erzieht und ihm
Dinge beibringt (ich bin blöd ich weiß)
- ich habe nicht mehr im Griff, was ihm gefüttert wird
- fühle mich schlecht, wenn ich ihn jemand anderes überlasse
- vielleicht kriege ich seine Entwicklung nicht so mit, wie ich das
möchte?
- was ist wenn er krank ist? oder Oma usw. krank ist/werden?
Prima, jetzt hab ich doch mehr Negatives rausgeschrieben.
Eigentlich sollte es doch andersherum sein, oder?
Was soll ich nur machen, bis Montag muss ich mich entschieden haben?
Bitte, bitte gebt auch mal Euren Senf dazu, positiv oder nicht, vielleicht erzählt Ihr von Euren Erfahrungen, wäre sehr nett!
Liebe Grüße
Annette
Kommentare
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Dann profitiert dein Sohn davon, daß die Mama besser drauf ist.
Wenn du niemanden zur Kinderbetreuung hast, dem du vollumfänglich vertrauen kannst, daß er deine Wünsche in Bezug auf Ernährung und Behandlung deines Sohnes respektiert und du das Geld nicht unbedingt brauchst - dann mach es nicht.
Das ist meine Erfahrung aus jetzt einem halben Jahr, in dem ich versuche wieder zu arbeiten. Leider habe ich niemanden, der Ben so flexibel und trotzdem zuverklässig betreuen könnte und dem ich vertrauen könnte. Deshalb hangle ich mich mühsam von einem Termin zum nächsten, jedesmal das gleiche Gschiss mit der Betreuung, zuhause springt Ben zwischendrin rum und ich arbeite deshalb hauptsächlich nachts.
Die Bestätigung, Anerkennung und Ablenkung, die mir die Arbeit bringt, wird von dem Streß aufgefressen, den ich habe, weil ich für Ben keine wirklich gute Betreuung mit anderen Kindern finde. Und er leidet darunter, weil ich gestresst bin. Aber ich brauche das Geld dringend - sonst würde ich es nicht machen.
Krippenplätze gibt es hier keine und nach einer geeigneten Tagesmutter suche ich jetzt schon seit 6 Monaten...
Eine andere Mutter, die ich noch aus dem Geburtsvorbereitungskurs kenne ist im Moment mein Lichtstreif am Horizont - die studiert nämlich noch und ist deshalb ziemlich flexibel, hat außerdem einen Sohn im gleichen Alter, mit dem sich Ben gut verträgt. Wir wollen jetzt mal versuchen, wechselseitig beide zu hüten, an jeweils zwei Nachmittagen pro Woche. Mal sehen, ob das funktioniert...
Die Entscheidung ist sehr schwer zu treffen, oder doch auch wieder ganz leicht. Ich würde nicht vollzeit arbeiten, aber halbtags oder 2-3 Tage die Woche ganz fände ich o.k. - man verpasst so sicher nichts bei seinem Kind - immer Voraussetzung, daß man sich entspannen kann, weil man weiß, der Lütte ist supergut untergebracht und hat dort seinen Spaß.
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Wenn eine gute Betreuung sichergestellt ist dann würde ich das machen. Das kann nur Vorteile für Dich haben. Wenn Ihr genug Platz habt, dann nimm Dir ein Au Pair, das kostet so um die 300 EUR im Monat, damit bist Du flexibel und sie macht vielleicht auch noch was im Haushalt. EIne Arbeitskolegin hat ein und ist sehr zufrienden und das ist auch ein nettest Mädchen.
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Wenn Herzje meint, sie braucht ne Haushaltshilfe, dann ist das so. Es würde sie beruhigen, was ist daran schlimm? Sie soll ja nicht das Gefühl haben daß sie bis obenhin mit Arbeit zugeballert ist.
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Zurück zum Thema: Als ich deine Vor- und Nachteile gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass du noch sehr unsicher klingst. Das ist natürlich ein Zwiespalt, den du nur für dich selber entscheiden kannst!
Wenn du jetzt mal alles außen vor lässt und ganz spontan antwortest, würdest du ja oder nein sagen? (Entscheidungszeit 1 Sekunde :biggrin: ). Na?
Was meint denn dein Mann dazu?
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Herzlichen Glückwunsch, Barbara! :bounce02:
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Hier ich! Auch ohne ständige berufliche Bestätigung, weiss ich doch was ich kann. ;-)
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und wenn du mit deiner professorin redest- vielleicht wäre so eine art "testphase" möglich?
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Wir haben jetzt in 2 Wochen einen Betriebsausflug, da sind wir von 8 Uhr bis 20 Uhr unterwegs, da fragen die mich doch tatsächlich ob ich Moritz unterbringen kann :shock: Niemals, ich hab gesagt ich komme mit, mit Moritz oder gar nicht, der ist viel zu klein um alleine zu sein. (ich habe ja immer noch die Ausrede, das er wegen dem Monitor ja sowieso nicht von anderen betreut werden kann)
Meine Arbeitskollegin ist ja direkt nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen, es wäre finanziell definitiv auch anderes gegangen.Also das muss ja jeder selber entscheiden aber direkt ein 8 Wochen altest Baby Stundenlang alleine zu lassen, das finde ich ganz schön hart. Jedenfalls könnte ich das nicht.
Aber nach einem halben Jahr dann für ein paar Stunden zu gehen, das ist o.k. es bringt Dir auf jedenfall auch was.
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Und plötzlich ist Madame Sachen, die sie mit entgegenspuckt, weil es scheinbar unter anderen cool ist :cool:
Ich konnte es mir nicht wirklich aussuchen wieder arbeiten zu gehen, arbeite zwar nicht so viel wie früher, aber in einem kleinen Unternehmen ist es nicht möglich, ewig freizuhalten, kann ich gut verstehen. So ist der Kompromiss 4 Nachmittage.
Und ich bin froh, wieder dort zu sein. Mina geht es prima und mir auch. Die Zeit mit Mina ist noch intensiver geworden.
Ich hatte schon einen kleinen Koller, das ständige hinter allen her wischen und waschen ist mir schon auf die Nerven geschlagen. Jetzt sind wieder alle mitverantwortlich. Jetzt räume ich wieder hinter meinem Vorstand her, tatsächlich fraglich, ob so viel besser... ;-) aber auf jeden Fall anders...
Die einzigen Bedenken, die ich an Deiner Stelle hätte, wären das Studium. Willst Du es beenden? Dann sollte das Vorang haben. Studium, Kind und Job ist wohl etwas viel... Hat Eure Hochschule keine Betreuungsplätze? Das fand ich damals optimal, im gleichen Haus wie ich und nur für die Zeit, die ich an der Uni war. Das war auch für Leute, die dort arbeiten möglich.
Ach ja, ich glaube ich bin auch immer besorgt, gluckig würd ich das gar nicht nennen, denn ich finde das nur positiv. Traurig aber wahr: ich vermisse Mina garantiert mehr, als sie mich. Sie freut sich, wenn ich komme und das ist mit der Beste Moment an meinen Tagen, aber die Abwechslung macht sie deutlich ausgeglichener.
Toll, wenn Kinder so viele Geschwister haben, Mina wird das nicht haben. Das tut mir ein wenig leid für sie. Deshalb um so wichtiger, dass andere Kinder in ihr Leben kommen.
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@sonnenblume:
Also ins LST-kl 5 bleiben 750 Euro. Fahrtkosten ca. 80 Euro. Ein Krippenplatz im Nachbarort (wenn überhaupt verfügbar) mind. 200 Euro. Aber siehe unten.
Naja die Haushaltshilfe bräuchte ich 1x die Woche fürs Gröbste. Die würde ich mir gerne gönnen :oops: - Die Zeit mit meinem Kind zu verbringen ist mir eigentlich zu schade.
@smoothie:
1 Sekunde - jaaaaaa - raus will!
Mein Mann steht voll hinter mir, hat mir angeboten, wenigstens 1x ab nachmittags zu arbeiten. Meine Mutter hat sich für 2x angeboten - die Schwiemu evtl. auch 1x.
Ausserdem zieht eine Freundin in unser Dorf (ihre Tochter ist 19 Monate) -sie hat sich auch für die Not schon angetragen. - wäre ja auch mal für beide Kids was..
@handjery:
Ich habe dort sicherlich mehr Zeit zur Verfügung als zu Hause. Die restlichen Klausuren habe ich hoffentlich im Juli geschrieben und auch bestanden. Dann steht noch die Diplomarbeit an - die werde ich eh an der FH machen.
@redsocks:
Hmm zuverlässig, essentechnisch....
Dabei fällt mir gerade ein - gestern erzählte mir meine Mutter, sie hätte Marius einen Joghurt gegeben - irgendwie bimmelte es in meinem Kopf - auf die Frage: was für ein Joghurt, etwa ein Fruchtzwerg?? Ja klar und er hat alles gerne gegessen :erstaunt06:. Daraufhin gabs natürlich eine Diskussion ums Essen, sie wüsste nicht mehr, was sie ihm geben könne. Ich weiss es auch nicht - klar momentan ist es nicht so doll - aber das wird sich sicherlich nach dem 55er Schub mal ändern. (hoff...)
@jauchzerle:
Babykoller. Den hatte ich mindestens 3 Monate lang - ich kam zu nichts mehr, saß im Morgenmantel fast den ganzen Tag rum und kriegte nix auf die Rolle, weil mein Kind nicht schlafen wollte. Leider kannte ich zu der Zeit dieses Forum noch nicht - da wäre mir mancher Kummer erspart geblieben.
Raus komme ich kaum, wenn nur mit Marius.
Nächste Woche versuche ich mal mit meiner Kusine ins Kino zu kommen. (bevor Star Wars abgesetzt wird)
So, ich schlaf nochmal ne Nacht drüber.
:schlafen02:
Liebe Grüße
Annette
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Meine Einschätzung nach drei Monaten: Absolut positiv.
Mal davon abgesehen das ich mich finanzielle wieder ein wenig selbstständiger gemacht habe, macht es mir einfach Spaß.
Ohje, eine Wahnsinnige
Aber quatsch beiseite, ich genieße es an die Arbeit zu kommen und wirklich nur Angestellte zu sein. Das sind ein paar Stunden in der Woche in denen ich Mamasein mal daheim lassen kann. Mein Kind ist bei der Oma und ich weiß das sie gut aufgehoben ist.
Wegen der Fahrerei gehe ich tageweise arbieten und habe so zwei bis drei Tage frei die Woche in denen ich alles andere erledigen kann.
Natürlich ist man fertig nach der Arbeit und es plagt einen die akute Unlust auf alles, trotzdem bleibt noch genug Zeit für Hausarbeit und dergleichen. Und mein kind kommt gewiss auch nicht zu kurz.
Sie verträgt das sehr gut, wobei sie recht pflegeleicht ist.
Ich denke nicht das es unserer Bindung schadet und ich denke auch nicht das ich deshalb etwas verpasse nur weil ich zwei bis drei Tage in der Woche morgens nicht da bin.
Vor allen Dingen kommt man mal raus und das tut der Psyche sehr gut, naja zumindest bei mir weil ich dazu neige das mir schnell mal die Decke auf den Kopf fällt.
Ich bereue meine Entscheidung nicht, obwohl das vielen anderen Müttern ein absolutes Rätsel ist das man es wagen kann trotz Kind arbeiten zu gehen obwohl man es nicht müsste. Aber ich denke das soll jede handhaben wie sie es möchte und kann. Ich babbel anderen ja auch nicht einfach ins Geschäft.
Gruß
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So, also ich habe mich dafür entschieden. Ich werde ihr heute zusagen.
Die Stelle ist zwar ab sofort gedacht, aber so wie es aussieht, brauche ich erst im September bzw. Oktober anzufangen. Also noch etwas Zeit, um mich seelisch und moralisch darauf einzustellen und mit meinem Kind das Laufen zu üben. ;-)
Liebe Grüße und nochmal vielen Dank für Eure Meinungen
Annette
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ich kann mich wudwud nur anschliessen !
Auch,wenn Du dich jetzt schon entschieden hast ;-) ...
Ich hab direkt nach dem Mutterschutz wieder angefangen und bereue es nicht... Klar, manchmal gibts Momente, wo ich denke "Och nöö, lieber spazierengehen...",aber insgesamt tuts mir unheimlich gut, mit erwachsenen Menschen umzugehen und gefordert zu werden....
Liebe Grüße,
Katrin
1,392
Sitze gerade in der Arbeit :oops: und kann Dir nur sagen, dass es manchmal einfach gut ist, ein paar andere Sorgen vor Augen zu haben ;-)
So, und jetzt muß ich eine komische Präsentation bearbeiten und mich weiter auf mein Baby heute Abend freuen.
Der Beginn ist doch klasse, ich denke, das war eine richtige Entscheidung!
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ich habe auch schon ein paarmal hier geschrieben, dass ich es bisher nie bereut habe wieder arbeiten zu gehen.
Auch wenn wir das Geld nicht unbedingt brauche.
Die Zeit danach nutze ich jetzt mit Antonia viel intensiver als vorher und ich freue mich jeden Tag wahnsinnig auf mein Kind, gehe aber auch gerne arbeiten.
Ich war in einer ähnlichen Situation:
Habe zwar mein Studium beendet und dann direkt Antonia geboren, aber dazwischen noch nicht wirklich gearbeitet. Und dann habe ich den Halbtagsjob bekommen. Da musste ich dann einfach zusagen, auch weil ich in der Firma schon während des Studiums immer gerne gearbeitet habe.
Die Arbeit ist zwar stressig, und an manchen Tagen weiß ich wirklich nicht wie ich das alles in 20 Stunden schaffen soll, aber ich habe auch einen Chef der mich wirklich gut unterstützt.
Und:
Eine Haushaltshilfe habe ich auch. :bounce02:
Die kommt einmal die Woche für 4Stunden und den Luxus gönnen wir uns sehr gerne!!
Denn ich bin froh nicht noch zu putzen etc., sondern mich dann ganz um mein Kind kümmern zu können!
Ganz davon ab war und bin ich einfach kein Hausfrauentyp. Ehrlich gesagt: Ich hasse Hausarbeit :cool:
LG
Daniela
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Du brauchst echt nichts mehr an Hausarbeit machen?
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Aber ich habe soviele Projekte und Ideen im Kopf, die ich gerne verwirklichen würde, zu denen ich wegen Waschen, Putzen, Bügeln usw. nicht komme. Kochen und Backen tu ich ganz gerne - sieht man mir leider auch an. :oops:
Liebe Grüße
Annette
415
Also jeder hat ja ein anderes Verständnis von Sauberkeit... :shock: . Ich habe beispielsweise eine Freundin die wischt JEDEN Tag ihre Wohnung. Und sie ist Single....
Naja.
Aber was ich noch tue ist:
Herd und Spüle wischen nach dem Kochen
Saugen (aber auch nur noch einmal)
rumliegende Sachen wegräumen
spülen was nicht in die Maschine kommt
Bügeln
Eventuell nochmal durchs Bad wenn Besuch kommen sollte..... :cool:
Ansonsten arbeitet sie halt sehr gründlich und sauber. Fenster schafft sie auch noch....
@Herzje:
Kochen und backen mache ich übrigens auch gerne ;-) .
LG
Daniela
1,048
Liebe Grüße
Annette