Zwillings-Mädchen Juliana wurde bei Abtreibung übersehen
Ich bin das Baby, das nicht leben sollte
Von ANJA WIEBERNEIT
Mama Jasmin (25) küßt ihr Baby Juliana (2 Monate). Eigentlich sollte es abgetrieben werden
Hamburg – Liebevoll küßt Jasmin (25) die Schläfe ihrer kleinen Tochter Juliana. Das Baby, das eigentlich nie geboren werden sollte, ist endlich da – und seine Eltern sind überglücklich!
Im Mai berichtete BILD über das Drama aus Kellinghusen (Schleswig-Holstein). Die junge Frau erwartete Zwillinge, hat aber schon drei Söhne (1, 3, 4).
Sie glaubte: „Das schaffe ich nicht!“ Entschied sich für einen Schwangerschaftsabbruch! Die Abtreibung ging schief, der Arzt übersah einen Fötus. Erst neun Wochen später erfuhr Jasmin davon – da war alles zu spät!
Nach dem Schock kam die Angst: Ist das Kind gesund?
Jasmin hatte während der Schwangerschaft getrunken und Medikamente genommen – sie ahnte ja nichts vom Baby. Als sie im sechsten Monat war, stürzte sie eine steile Treppe hinunter!
Das Kind kam dann zehn Wochen zu früh, 1200 Gramm leicht, 38 Zentimeter klein, mußte fünf Wochen in den Brutkasten.
„Ohne ihren Lebenswillen hätte sie das nicht geschafft“, sagt Jasmin und gibt ihrer kleinen Maus einen Kuß. Juliana lächelt, ballt die Fäustchen – Sie hat eine harte Reise in diese Welt hinter sich.
Aber zu Hause lief alles gut. Die Söhne waren begeistert übers Schwesterchen.
Und Freund Matthias (28, Bäcker) wurde ihr Mann. Er sagt: „Wir hatten eine schwere Krise, waren getrennt. Jetzt sind wir glücklich. Und unsere Kleine ist so süß.“
Denkt sie manchmal an den anderen Zwilling? Jasmin: „Nein. Das darf ich nicht. Ich habe die Abtreibung kaum verkraftet. Keine Frau macht das aus Spaß.“
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