Patenschaft - Was sagt der "gute Ton"?

wudwudwudwud

2,744

bearbeitet 22. 03. 2006, 18:46 in Plauderecke
Hallo

Ich habe ein Patenkind von fast fünf Jahren.
So weit so gut. Nun bekommen wir ja unser zweites Kind und beim Ersten sind die Eltern meines Patenkindes nicht gefragt worden weil es zwei andere Menschen gab die mir einfach wichtiger waren als Paten.
Nun kommt ja wie gesagt das Zweite und ich bin mir echt unsicher ob ich die Eltern meines Patenkindes fragen sollte.
Warum spielt mal keine Rolle, ich hab einfach Bedenken.
Nun frage ich mich aber ob es nicht der "gute Ton" schon so angibt das man sie zumindest fragt.
So weit ich weiß haben sie kein Patenkind und ein Zweites eigenes ist ebenfalls nicht in Sicht.
Man muß dazu sagen das sie sehr jung Eltern geworden sind und das Thema Kind an sich auch jetzt noch Zeit hätte. Sie sind beide jünger als ich. Es könnte also durchaus sein das da irgendwann nochmal ein Kind kommt.
Ich grübel nun ein bißchen rum.
Natürlich haben wir noch Zeit, aber ich mache mir lieber jetzt solche Gedanken als irgendwann kurz vor Schluß.

Was meint Ihr zu dem Thema?

Kommentare

  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Martina,

    von mir ein klares NEIN.
    Nur aus Höflichkeit suche ich mir keine Paten für mein Kind aus.
    Was machst Du, wenn sie annehmen und Du mit der Wahl eigentlich gar nicht glücklich bist ?
    Dabei spielt es für mich keine Rolle, wie alt diejenigen sind und ob sie eigene Kinder haben... Marlens Paten sind 1x 20 Jahre älter als ich und 1x 3 Jahre jünger als ich :grin: Kinder haben sie beide nicht.

    Ich stand letztes Jahr vor der gleichen Frage wie Du und ich bin froh über den Entschluss, nicht aus Höflichkeit jemanden zu fragen...

    Lieben Gruß,
    Katrin
  • amraramrar

    286

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Martina,

    auch ich würde Dir eher davon abraten. In meinen Augen hat eine Patenschaft nichts mit Höflichkeit zu tun. Such Dir die Menschen aus, von denen Du meinst, sie wären gute Paten für Dein Kind.
    "Nur" weil Du bei deren Kind Pate bist, heißt das doch nicht, dass sie auch Paten von Deinem Kind werden müssen.

    Ich würde mich bei der Wahl eines Paten mehr auf mein Bauchgefühl verlassen. Und wenn Dir Dein Bauch (und evtuell auch der Verstand) sagt, irgendetwas an diesen Menschen ist nicht für eine Patenschaft geeignet, dann lass die Finger davon.

    Das Alter von Paten hat meiner Meinung nach nur bedingt Einfluß auf die Wahl. Eine jüngere Person kann durchaus ein guter Pate sein, wenn ihr Wesen gefestigt ist. Bedenke auch, dass z.B. ein Pate, der jetzt schon über 50 Jahre alt ist, eventuell schon tot sein kann, wenn Dein Kind volljährig wird. Aber auch dass muss nicht sein.

    Viele liebe Grüsse,

    amrar
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich würde sie auch nicht fragen.
    Es geht doch um Dein Kind, und da würde ich nichts aus Höflichkeit, sondern ausschließlich aus Überzeugung tun.
    Mal überspitzt gesagt: Was kann Dein 2. Kind dafür, daß die Eltern Deines Patenkindes Dich mal für das Patenamt haben wollten?
    Ich wünsch Dir viel Glück bei Deiner Entscheidung. ;-)
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hi,

    Ich schliesse mich den anderen an. Ich würde niemals einen Paten aussuchen, weil ich meine "das gehört sich so". Das ist dem Kind gegenüber nicht fair auf lange Sicht gesehen, und darum sollte es ja gehen. ;-)

    Was ist wenn du fragst in der Hoffnung sie sagen nein und dann tun sie das doch nicht? ;-) Davon kann man ja nicht ausgehen. (Vielleicht meinen sie nachher sogar noch, sie müssten "aus Höflichkeit" ja sagen. ;-))


    Mach du dein Ding, und such jemanden aus, der dir richtig gut gefällt. Wünsche dir ein gutes Händchen bei der Entscheidung. :grin:
  • wudwudwudwud

    2,744

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Danke für die vielen Antworten.

    Nur nochmal zum Verständnis, ich habe keine Bedenken wegen des Alters, das habe ich nur aufgeführt um zu zeigen das sie selbst eventuell nochmal Kinder bekommen könnten.
    Und ich weiß wie es jetzt bei mir läuft rein zeitlich gesehen.

    Ich werde da nochmal genau drüber nachdenken müssen.

    Trotzdem bin ich für weitere Antworten sehr dankbar falls noch jemand etwas dazu schreiben möchte.
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hi,

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was die Frage, ob die beiden noch ein zweites Kind bekommen könnten, mit ihrer Paten-Fähigkeit zu tun hat. Meinst du, dass Leute, die selbst kleine Kinder haben, schleche Paten sind?

    Ich selbst bin mit einer Höflichkeits-Patin gestraft gewesen und hab als Kind unter den lieblosen Nutz-Geschenken sehr gelitten.
  • wudwudwudwud

    2,744

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das sollte bloß heißen das es eventuell ein Zeitproblem geben könnte falls sie tatsächlich nochmal ein Kind bekommen sollten.
    Ich sehe ja wie es bei mir ist.
    Wirklich oft sehe ich mein Patenkind nicht und mit dem zweiten Kind wird das nicht besser werden denke ich.

    Das sollte nicht heißen das eigene Kinder ein Kriterium für eine Patenschaft sind.
    Es gibt mit Sicherheit gute und schlechte Beispiele auf beiden Seiten.
  • Mandy1976Mandy1976

    4,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich denke auch, dass nur aus Höflichkeit zu fragen keine Lösung ist - am Ende sagen sie noch Ja ;-)

    Wenn Du Bedenken hast, dann würd ich das auch lassen. Es sei denn, es sind Dinge, die sich durch ein Gespräch mit ihnen vielleicht ausräumen lassen.

    Ich selbst hab keine Paten, Florian ja auch nicht, weil alle nicht getauft. Ich weiß also nicht aus eigener Erfahrung, welchen Stellenwert Paten haben. Ich kenne allerdings auch einige Leute, die ihre Paten bzw. die Paten ihrer Kinder nur selten sehen. Oft ergibt sich das halt so. Jemand zieht weg, der Kontakt wird weniger, eigene familiäre Ereignisse haben mehr Priorität...
    Von daher ist die Auswahl bestimmt schwierig. Spricht denn was dagegen, die Paten von Cecilia zu nehmen?

    LG
    Mandy
  • wudwudwudwud

    2,744

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nö, im Prinzip nicht, aber ich kenne es eigentlich nicht so das die Paten des einen Kindes auch die des anderen Kindes sind.

    Ich denke auch mal das sie das beide dann nicht machen werden weil ein Patenkind eigentlich schon reicht.
  • JackaJacka

    113

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich würde nicht jemanden einfach so aus Höflichkeit nehmen. Das "Patenamt" ist eine Stellung, die sehr viel Verantwortungsbewusstsein erfordert und vor allem müssen alle damit zufrieden sein, damit es eine schöne Zeit wird. Nein für mich gibt es da schon ein paar Kriterien, die so ein Pate erfüllen sollte. Überleg lieber in Ruhe, wen du dir für dieses Amt vorstellen könntest und mit wem du auch gut auskommst.
  • KirschquarkKirschquark

    1,006

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo,

    also ich kann mich Jacka nur anschließen.

    Überleg´ Dir doch mal ganz genau, welche Erwartungen Du an die Paten hast und wer diese Kriterien erfüllt.

    Ich habe auch so eine Höflichkeitspatentante (Frau meines Onkles) und mit ihr wurde ich weder wirklich warm noch hat sich sich jemals irgendwie gekümmert.
    Zum Glück habe ich aber einen ganz tollen Patenonkel :bounce02:

    Bei uns stellt sich die Frage mittlerweile auch schon - und die Familie meines Freundes geht davon aus, dass selbstverständlich sein Bruder Patenonkel wird. Nun haben wir aber weder großen Kontakt zueinander (obwohl wir nur 20 km voneinander entfernt wohnen) noch kann ich ihn mir als Paten vorstellen. Er hat selbst zwei Kinder, zwei Hunde, zwei Jobs und eine Frau die sich um nix kümmert, da ist es ja klar, dass er keine Zeit hat.
    Seine Kinder sind nicht getauft, denn er glaubt nicht an Gott und dass zum Beispiel empfinde ich als wichtiges Kriterium...

    Such Deinem Zwergl zuliebe doch lieber Paten aus, die auch wirklich Paten sein wollen und nicht nur evtl. aus Höflichkeit ja sagen, nur weil Du bei Ihrem Kind Patin bist :)

    LG
    Hannah
  • July78July78

    1,031

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab mal gelesen, dass der Pate früher die Bedeutung hatte, dass er das Kind zu sich nehmen würde wenn den Eltern etwas zustoßen würde. Und danach, finde ich, sollte man auch auswählen. Nicht dass man sich ständig Gedanken machen soll, dass einem etwas zustoßen könnte - bloß nicht!!!! Aber Pate sollte schon jemand sein, dem man vertraut, den man mag, den das Kind mag, der das Kind auch mag und der ganz sicher in einigen Jahren das Kind immernoch mag.

    Eine Freundin von mir hat eine Patentante, die sie nur vom sehen kannte weil das eine Freundin ihrer Mutter war. Die haben sich aber irgendwann zerstritten oder der Kontakt war jedenfalls irgendwie abgebrochen. Und sowas finde ich blöd. Bei mir selbst sind meine Tante und mein Onkel Paten. Ich bin auch Patentante von meinem Neffen und wir nehmen als Paten für Melina auch Verwandte. OK, was jetzt nicht heißen soll dass man keine Freunde als Paten nehmen darf - aber ich denke immer, Blut ist dicker als Wasser...
Hey! Melde dich an oder registriere dich, um mitzureden.

Social Media & Apps