Kindergarten - pädagogische Ansätze im Vergleich

ToetouchToetouch

1,024

bearbeitet 30. 06. 2016, 12:50 in Kita- Kiga- Tagesmutter
Hallo liebe Mamas ;-)

Viele, viele Infos über mögliche pädagogische Ansätze der verschiedenen Kindergärten... Hoffentlich trotzdem übersichtich und hilfreich. Fragen versuche ich gerne zu beantworten.

Lieben Gruß Ivonne

„Der Kindergarten

Als eine Einrichtung für 3-6 jährige wird er von Kindern verschiedenster Herkunft regelmäßig für mehrere Stunden täglich besucht. Die Öffnungszeiten liegen vormittags von 7:00 Uhr bis 12:30 Uhr und nachmittags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr (abhängig vom Bundesland).
Manche Kindergärten bieten diverse Betreuungsangebote über die Mittagszeit an.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Spiel als die für diese Altersstufe grundlegende Lebens- und Lernform. Hierbei wird versucht, vor allen Dingen mit verschiedenen Spielmaterialien, in unterschiedlichen Spiel- und Erlebnisgruppen im Wechsel von Freispiel, von gelenkten Angebot dem Kind einen Erfahrungsraum zu bieten, der eine aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt in ihren sozialen und sachlichen Anforderungen ermöglicht.“ (Zitat „Erziehen als Beruf“)


Ein Kindergarten arbeitet grundsätzlich nach einem pädagogischen Konzept. Dieses Konzept ist ein Leitbild der Arbeit des Trägers und des Personals. Vom Montessori-Kindergarten bis zum konfessionellen Kindergarten, vom „Kinderladen“ bis zum Waldorf-Kindergarten oder Waldkindergarten: Das jeweils vorhandene Bild vom Kind beeinflusst unsere Vorstellungen und Erziehungskonzepte.

Wenn man sich für einen Kindergarten entscheidet, sollte man selbst hinter dem Weltbild und der vertretenen Pädagogik stehen und dies auch zu Hause leben. Das wird zum Teil auch von einem erwartet. Es macht keinen Sinn, wenn das Kind in einem Waldorf-Kindergarten angemeldet ist, der beispielsweise fernsehfreie Erziehung fordert, zu Hause aber gern ferngesehen wird und womöglich ein Fernsehgerät im Kinderzimmer steht. Konflikte sind vorprogrammiert.

Ganz gleich für welche Richtung man sich letztlich entscheidet, das Gesetz über Tageseinrichtung für Kinder (GTK) in NRW sagt folgendes über den Auftrag des Kindergartens:

§ 2
Auftrag des Kindergartens
(1) Der Kindergarten ist eine sozialpädagogische Einrichtung und hat neben der Betreuungsaufgabe einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag als Elementarbereich des Bildungssystems. Die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und die Beratung und die Information der Erziehungsberechtigten sind von wesentlicher Bedeutung; der Kindergarten ergänzt und unterstützt dadurch die Erziehung des Kindes in der Familie.
(2) Der Kindergarten hat seinen Erziehungs- und Bildungsauftrag im ständigen Kontakt mit der Familie und anderen Erziehungsberechtigten durchzuführen und insbesondere
1. die Lebenssituation jedes Kindes zu berücksichtigen,
2. dem Kind zur größtmöglichen Selbständigkeit und Eigenaktivität zu verhelfen, seine Lernfreude anzuregen und zu stärken,
3. dem Kind zu ermöglichen, seine emotionalen Kräfte aufzubauen,
4. die schöpferischen Kräfte des Kindes unter Berücksichtigung seiner individuellen Neigungen und Begabungen zu fördern,
5. dem Kind Grundwissen über seinen Körper zu vermitteln und seine körperliche Entwicklung zu fördern,
6. die Entfaltung der geistigen Fähigkeiten und der Interessen des Kindes zu unterstützen und ihm dabei durch ein breites Angebot von Erfahrungsmöglichkeiten elementare Kenntnisse von der Umwelt zu vermitteln.
(3) Der Kindergarten hat dabei die Aufgabe, das Kind unterschiedliche soziale Verhaltensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben zu lassen und jedem einzelnen Kind die Möglichkeit zu geben, seine eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren, wobei ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander, insbesondere auch der Geschlechter untereinander, erlernt werden soll. Die Integration behinderter Kinder soll besonders gefördert werden. Behinderte und nicht behinderte Kinder sollen positive Wirkungsmöglichkeiten und Aufgaben innerhalb des Zusammenlebens erkennen und altersgemäße demokratische Verhaltensweisen einüben können. Auch gegenüber anderen Kulturen und Weltanschauungen soll Verständnis entwickelt und Toleranz gefördert werden.


Wie ein Kindergarten dies umsetzt bleibt dem Träger und dem Personal überlassen. Es gibt unterschiedliche pädagogische Ansätze. Kindergarten ist nicht gleich Kindergarten. Du kannst den Kindergarten um die Ecke wählen, weil er gut zu erreichen ist. Wenn Du aber ganz bestimmte pädagogische Vorstellungen davon hast, wie Dein Kind betreut werden soll, musst Du Dich mit den verschiedenen Konzepten auseinander setzen.

Waldorf-Pädagogik nach Rudolf Steiner

Das Bild des Kindes:
Das Kind ist in den ersten sieben Lebensjahren noch „sehr offen, bildsam und unfertig“, in diesen Lebensjahren erhalten die inneren Organe ihre endgültigen Formen und Strukturen.
Daraus erklärt sich, dass die Kinder in diesem Lebensalter „ganz mit ihren Sinnen der Welt hingegeben“ sind und alle Eindrücke von außen „tief in den Leib eindringen“, quasi „einverleibt“ werden.

Das Bild des Pädagogen:
Dem Erwachsenen kommt große Verantwortung zu, denn das Kind ahmt nach, was ihm vorgelebt wird. Nicht die Worte, sondern die Taten der Erwachsenen sind in der Waldorfpädagogik wichtig und prägen sich dem Kind ein.

Spielmaterialien
Das Spiel hat eine bedeutende Rolle.
Spielmaterialien sind nach bestimmten Vorgaben gestaltet (Z.B. die Waldorfpuppe: häufig aus einem Tuch geknotet ohne Gesicht damit die Kinder fröhliche und traurige Stimmung ihrer Fantasie nach frei wählen können).
Vorgefertigtes Spielzeug aus Plastik sowie technische Geräte werden bewusst aus den Einrichtungen fern gehalten.

Methode
Durch festgelegte Tages- und Arbeitsabläufe soll das Kind angeleitet werden.
Lernen geschieht durch Anregungen aus der Umwelt und durch Nachahmung.
Die Umwelt wird durch einen immer wiederkehrenden Rhythmus kennen gelernt – dieser richtet sich eng an den Jahreslauf und den Wechsel der Jahreszeiten.

Sonstiges
Das Kind wird meist erst mit 4 Jahren aufgenommen, da man davon ausgeht das ein Kind unter vier Jahren nicht kindergartenreif ist.
Die meisten Waldorfkindergärten sind Halbtagseinrichtungen.


Montessori-Pädagogik nach Maria Montessori

Das Bild des Kindes:
Maria Montessori sieht das Kind als vollwertigen Menschen.
Montessori-Pädagogik geht davon aus, dass Kinder Ordnung brauchen, weil diese ihnen hilft, sich zu orientieren, Sicherheit und Vertrauen aufzubauen, Werte zu entwickeln und sich frei zu entfalten.
Das Kind handelt nach Ansicht von Maria Montessori nach einem so genannten „inneren Bauplan“. In sensiblen Perioden geht das Kind ganz individuell seinen Interessen nach und treibt seine eigene Entwicklung dadurch beständig selbst voran.
Die Montessori-Pädagogik spricht jedem Kind eine gegebene innere Weisheit zu und definiert Lernverhalten folgendermaßen: In jedem Kind stecken ein großer Lernwille und Lernfreude.

Das Bild des Pädagogen:
Sie sieht Geduld, Achtung und Demut dem Kind gegenüber als höchste pädagogische Priorität.
Die Montessori-Erzieherin beobachtet jedes Kind genau und unterstützt – nur wenn notwendig – das Kind in seinem Tun, allerdings ohne es dabei anzuleiten.
Kinder orientieren sich an der Erwachsenenwelt, und sie wollen lernen, was darin erforderlich ist. Worte und Belehrungen nutzen den Kindern beim Lernen nur wenig, viel nützlicher sind Vorbilder und eigenes Erleben.

Spielmaterialien
Montessori-Material gilt auch als Sinnesmaterial und die Kinder können damit bewusst die einzelnen Sinne schulen und unterscheiden
Zum Montessori-Material gehören beispielsweise Farbtafeln in unterschiedlichsten Nuancen, die das Kind nach dem Farbenkreis ordnet, oder Bausteine, die exakt nach vom größten zum kleinsten hin aufgebaut werden.
Die Kinder begreifen die Welt, indem sie selbsttätig mit dem Material umgehen, in das eine Fehlerkontrolle eingebaut ist, so dass das Kind selbst überprüfen kann, ob es alles richtig gemacht hat.
Montessori-Material gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsstufen.
Mit Hilfe des so genannten „Montessori-Materials“, eines Spiel- und Lernmaterials, das auf den Grundsätzen der Montessori-Pädagogik beruht, soll das Kind eigene Denk- und Ordnungsstrukturen aufbauen.

Räume
In Montessori-Einrichtungen gibt es ein klares Raum und Materialangebot. Die Gruppe ist in verschiedene Arbeitsbereiche unterteilt.

Methode
Zur Entwicklung seines eigenen Willens braucht das Kind Raum zum freien und selbständigen Denken und Handeln.
Selbst bestimmt kann das Kind seinem individuellen Lernbedürfnissen folgen.
Das Kind wählt selbst womit und wie lange es sich mit etwas beschäftig, ob es alleine oder mit anderen spielt.
Angebote in der Gesamtgruppe sind selten.
Lernerfahrung macht das Kind in kleinen Schritten durch Wiederholung, Variation und Selbstkontrolle. Bewusst wird auf Lob und Tadel verzichtet um das Kind nicht in die eine oder andere Richtung zu lenken.


Reggio-Pädagogik

Das Bild des Kindes:
In der Reggio-Pädagogik werden Kinder als eigenständige Persönlichkeiten gesehen.
Forschungsdrang und Kreativität sind den Kindern angeboren.
Kinder, so die Überzeugung der Reggio-Pädagogen, haben nicht nur eine, sie haben hundert Sprachen, in denen sie denken, entdecken, ihre eigenen Geschichten erzählen können.

Das Bild des Pädagogen:
Sie nehmen die Rolle der Vertrauten, Begleiterin, Zuhörerin und Beobachterin ein.
Die Erzieher orientieren sich am Kind – nicht umgekehrt.
Die Reggianer selbst beschreiben ihre Arbeit gern als "Pingpongspiel": Sie fangen die Bälle auf, die ihnen die Kinder zuwerfen, und werfen sie wieder zurück, wobei sie häufig eine andere Flugbahn wählen und manchmal auch den Ball wechseln

Spielmaterialien
In Reggio-Kindergärten gibt es vor allem Material und Werkzeug: Draht, Lehm, Holz, Gips, Farben und Papier verschiedenster Art, dazu Schrauben, Feilen, Sägen, Pinsel, Scheren, einfach alles, was ein Kind brauchen könnte, um sich mitzuteilen.

Räume
Räume werden in Reggio-Einrichtungen als aktive Gesprächspartner des Kindes betrachtet.
Die Räume haben Einfluss auf die Kinder und werden deshalb ästhetisch und anregend gestaltet.


Methode
Statt statischer Planung sind in der Reggio-Pädagogik Improvisation und Mut zu einem offenen Ende gefordert.
Reggio-Einrichtungen sind ganzheitliche Erfahrungsstätten. Durch die Wahrnehmung können die Kinder sich und die Welt erfahren.
Die Reggio-Pädagogik sieht es als wichtig an, dass immer viele unterschiedliche Sinne des Kindes angesprochen werden.
Künstlerisches Arbeiten hat in Reggio-Einrichtungen einen hohen Stellenwert.
Die pädagogische Arbeit ist kein planloses Hin und Her, sondern eine aufwendige Kombination aus Beobachtung, Analyse und wohl überlegter Intervention. Die Erzieherinnen verbringen viel Zeit damit, Dialoge und Spielhandlungen ihrer Kinder akribisch zu dokumentieren, handschriftlich oder auch per Video. Anschließend wird das Beobachtete im Kollegenkreis diskutiert und interpretiert: Welche Themen beschäftigen die Kinder gerade? Warum haben sie diese Anregung aufgenommen, die anderen aber nicht? Wie kann ich dieses oder jenes Kind dazu bringen, sein Projekt in seinem Sinne weiter zu entwickeln?


Offener Kindergarten

Um ein Verständnis für ein offenes Kindergartenkonzept entwickeln zu können muss man sich kurz den traditionellen Kindergarten anschauen:

Der traditionelle Kindergarten ist dadurch gekennzeichnet, dass Erzieherinnen jeweils in ‚ihrer“ Gruppe arbeiten, d.h. sie sind zuständig für 25 Kinder in festen Gruppen.
Das Leben spielt sich im Wesentlichen in dieser Gruppeneinheit ab. Im Gruppenraum gibt es verschiedene Spielbereiche: Puppenecke, Leseecke, Bauecke, Rollenspielecke usw.

Und im offenen Kindergarten?

Ein verändertes Raumkonzept

Das Auffallenste am Offenen Kindergarten ist die Umgestaltung der Räume - weg von den Funktionsecken innerhalb eines Gruppenraumes - hin zu den Funktionsräumen. So gibt es z.B. einen Kreativraum, Bauraum, Bewegungsraum…

Die Stammgruppe bleibt auch im Offenen Kindergarten erhalten

Jede Gruppe besteht aus 25 Kindern. Jedes Kind hat eine feste Gruppenleitung, einen festen Gruppenraum und verbringt eine bestimmte Zeit innerhalb der eigenen Gruppe (Morgenkreis, Aktivität an Gruppentagen, besondere Aktivitäten usw.). Das Verlangen nach Zugehörigkeit ist je nach der Lebenssituation und dem Lebens- und Entwicklungsalter des Kindes unterschiedlich ausgeprägt. Trotzdem braucht jeder Mensch in jeder Lebensphase Struktur und Regelmäßigkeit, Körperkontakt und ein Gefühl der Zugehörigkeit.
Das Wir-Gefühl wird von den Erzieherinnen in der Stammgruppe aufgebaut. Doch es überträgt sich auch in die anderen Gruppen. Durch das Offene Konzept hat die Erzieherin Zeit, sich um Kinder zu bemühen, die eine stärkere emotionale Bindung brauchen.
Die Kinder wiederum haben Möglichkeiten, auch Freundschaften außerhalb ihrer eigenen Gruppe zu knüpfen.

Vom Gruppenangebot zu gruppenübergreifenden Aktivitäten

Im offenen Kindergarten werden Aktivitäten gruppenübergreifend angeboten. Die Kinder können zwischen drei bis fünf Angeboten wählen und sich überlegen, was sie heute machen möchten.
Dabei geht es aber nicht immer nach dem Lustprinzip der Kinder. Wenn für eine Aktivität das Platzangebot schon belegt ist, so müssen die Kinder auch lernen zu warten.


Waldkindergarten

Im Waldkindergarten sind die Kinder bei Wind und Wetter draußen. Bei starkem Regen bietet ein Bauwagen oder eine Hütte Unterschlupf ein richtiges Haus gibt es in den meisten Fällen nicht.
Die Kinder erleben bewusst den Wechsel der Jahreszeiten, lernen den Wald in seiner Vielfalt kennen und schätzen.
Spielzeug im herkömmlichen Sinne gibt es nicht. Gebastelt wird mit Tannenzapfen, Eicheln, Ästen und Blättern und im Fantasiekaufladen bekommt man Tannenzweige, Moos, Rindenstücke und Schneckenhäuser.
Oft findet eine Betreuung nur am Vormittag statt.

Bewegungskindergarten

Alle Räume werden unter dem Aspekt der Beweglichkeit eingerichtet. Es wird oft auf viele Tische und Stühle verzichtet, stattdessen gibt es in den Gruppen dann Spielpodeste, die vielseitig einsetzbar sind.
Die Räume werden alle nach einem besonderen Schwerpunkt eingerichtet, der auf Bewegung,Entspannung und/oder Wahrnehmung basiert.
Oft gibt es zweite Ebenen die variabel mit unterschiedlichen Bewegungselementen genutzt werden können, wie z.B. Tuchschaukeln, Hühnerleiter, Rutsche, etc.
Der Ruheraum lädt mit seinem Wasserbett und verschiedenen Wahrnehmungsmaterialien wie z.B. Wassersäule, unterschiedlichen Lichteffekten und Massagegegenständen zum Entspannen ein.

Auch Flure werden mit einbezogen, z.B. können sich hier Spielecken befinden, die für unterschiedliche Angebote genutzt werden können.
Durch gruppenübergreifende Arbeit haben die Kinder die Möglichkeit alle Angebote und Räumlichkeiten ihren Bedürfnissen entsprechend zu nutzen.

Spielzeugfreier Kindergarten

Es gibt kaum Kindergärten die das ganze Jahr über spielzeugfrei sind. Vielmehr ist dies ein Projekt, meist über drei Monate, das in Regelkindergärten durchgeführt wird. Dieses Projekt ist ein Beitrag zur Suchtvorbeugung bei Kindern.
Ziel ist es das die Kinder Fähigkeiten entwickeln einem Drogenmissbrauch aktiv entgegenzuwirken. Zu diesen Fähigkeiten zählen das Stärken des Selbstbewusstseins, die Entwicklung von sozialen Kompetenzen (Kontakt und Konfliktfähigkeit) sowie Auseinandersetzung mit Problemen. Ohne das herkömmliche Spielzeug lernen die Kinder ihre Fantasie und ihre Kreativität wieder zu nutzen, Zeit und Raum entsteht um miteinander zu reden, zu planen und um Ideen umzusetzen.
An Materialien stehen Alttagsgegenstände zur Verfügung: Teller, Tassen, Decken, Kissen, gesammelte Naturmaterialien. Handwerkszeug, Papier, Klebstoff oder ähnliches bekommen die Kinder auf Nachfrage bei der Erzieherin.

Integrativer Kindergarten

Hier möchte das pädagogische Personal durch den selbstverständlichen Umgang und die alltägliche Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung eine Möglichkeit des Lernens von Kindheit an bieten.

Dabei wird besonders das Lernen der Kinder voneinander berücksichtigt.
10 nichtbehinderte und 5 behinderte Kinder ab dem 3. Lebensjahr bis zur Einschulung lernen unter Anleitung der pädagogischen Fachkräfte miteinander und voneinander.
Ausgangspunkt für die pädagogische Arbeit sind die Stärken und Fähigkeiten der Kinder.
Jedem Kind werden individuelle Lernangebote gemacht und diese so aufgegliedert, dass jedes Kind einen gangbaren Weg findet, Lernschwierigkeiten zu meistern und angeregt wird, mit Freude weiterzulernen.
Um die Kinder optimal in ihrem Lern- und Entwicklungsprozess zu unterstützen, wird eng mit verschiedenen Fachdiensten (Logopäden, Ergotherapeuten, Krankengymnasten und Heilpädagogen) zusammen gearbeitet.

Elterninitiativen

Rechtlich gründen Eltern einen eingetragenen Verein, der als Träger einer Kindertagesstätte fungiert. Der von der Mitgliederversammlung gewählte ehrenamtliche Vorstand übernimmt die Vertretung des Vereins nach außen und haftet für die Kindertagesstätte. Zudem übernimmt er in der Regel alle administrativen Pflichten auch als Arbeitgeber.
Für die Kommunen bieten Elterninitiativen den Vorteil, dass sie die so geschaffenen Kindergartenplätze in ihren Bedarfsplan aufnehmen und somit leichter den gesetzlichen Anspruch auf Kindergartenplätze erfüllen können. Gleichzeitig fällt die finanzielle Förderung von Plätzen in einer Elterninitiative in der Regel geringer aus.
Für die Eltern bieten Elterninitiativen den Vorteil, dass sie teilweise Kindergarten- und besonders Krippenplätze erst ermöglichen. Zudem erhalten sie einen wesentlich größeren Einfluss auf die Qualität von Betreuung und Förderung ihrer Kinder. Daher findet man viele neuere Ansätze für Kindergärten zuerst in Elterninitiativen verwirklicht. Auch findet man hier in der Regel bedarfsgerechte Öffnungszeiten. Durch die geringere finanzielle Förderung sind Plätze in Elterninitiativen allerdings meistens teurer als in kommunalen oder kirchlichen Einrichtungen.

Zudem wird in den meisten Elterninitiativen zusätzliche Mitarbeit der Eltern verlangt. Diese Mitarbeit erstreckt sich beispielsweise auf Betreuung, Einkaufen, Kochen, Putzen, Reparaturen, Gartenarbeit, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Buchhaltung, Kontoführung, Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln und Überwachung der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen an den Betrieb von Kindertagesstätten, Formulierung und Durchsetzung des Pädagogischen Konzepts der Einrichtung. (Auszug aus Wikipedia)


Hier findet sich ein Konzept eines „normalen“ Regelkindergartens ohne besonderen pädagogischen Ansatz wie Montessori: http://www.kindergarten-sanktcyprian.de/Konzept.html.
Auch hier findet qualifizierte Arbeit am Kind und mit dem Kind statt.[/b][/i][/list]

Kommentare

  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    ups, wo ist mein Beitrag?????
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    weiter unten..mit Sress ;-)
  • livilivi

    516

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    also das GTK gilt in ganz deutschland?
  • ToetouchToetouch

    1,024

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Kindergärten unterliegen meines Wissen dem Länderrecht. Das heißt jedes Land wird sein eigenes Gesetz für Tageseinrichtungen für Kinder geben.

    In Niedersachsen heißt es z.B. KiTaG

    Gruß Ivonne
  • bisquitbisquit

    231

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Als eine Einrichtung für 3-6 jährige wird er von Kindern verschiedenster Herkunft regelmäßig für mehrere Stunden täglich besucht. Die Öffnungszeiten liegen vormittags von 7:00 Uhr bis 12:30 Uhr und nachmittags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr


    was sind das für öffnungszeiten? unser kiga hat von 6:00 bis 17:00 durchgehend betreuung.
  • NaninasNaninas

    594

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Diese langen Öffnungszeiten sind in den neuen Bundesländern eigentlich Standard. Die alten Bundesländer tun sich da schwer. Aber es wandelt sich auch da langsam zu elternfreundlicheren Öffnungszeiten. Diese Mittagspausen kann ja auch kaum ein Arbeitnehmer so umsetzen.
  • maxi37maxi37

    5,192

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    unter Mittag zu,ist für mich keine richtige Betreuung. Mein Chef hätte mir was gehustet,wenn ich gesagt hätte,ich muss mal für anderthalb Stunden gehen. Was bin ich froh,das unser Kiga von 6 bis 17 Uhr auf hatte. Wobei die Mütter,die nicht arbeiten gingen, deren Kinder waren früh die ersten und abends die letzten. Das muss ich auch nicht verstehen.Nun ja,lang ist's her mit der kiga Zeit :grin:
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