Alptraumurlaub mit Krankenhausaufenthalt

KatieKatie

3,507

bearbeitet 10. 11. 2007, 00:03 in Plauderecke
Wir waren jetzt 1 Woche in Gran Canaria im Urlaub. Es war super, leider bloß die ersten 3 Tage. Dann bekam ich meine Regel und das dermaßen schlimm, dass ich stündlich 1 ob der dicksten Sorte + 1 zusätzliche Binde voll hatte. :confuded: Als das Ganze nach 2 Tagen nicht wegging, bekam ich es doch mit der Angst, zumal es mir noch total schlecht war und ich Durchfall hatte und nichts essen konnte.
Nach ewiger Sucherei (es war Sonntag) fanden wir eine Klinik, die einen FA in Bereitschaft hatte. Dieser kam dann auch mal nach 3 Stunden, um nach mir zu schauen. Vorher wurde mir die Lunge geröngt, ein EKG gemacht und Pipapo. Nicolas ist bald verrückt geworden, er klammert eh so an mir, wollte nicht mit seinem Papa weggehen, hat das ganze KH zusammengebrüllt, wir waren alle fix und fertig.
Der Arzt untersuchte mich, schaute mich dabei NIE an, auch nicht wenn er mit mir sprach, und meinte, ich muss eine Infusion bekommen zum Blutstillen. Das war nachmittags um 4. Die Infusion bekam ich dann endlich mal abends um 7, nachdem ich bis dahin x mal nachgefragt hatte. Essen und Trinken durfte ich gar nichts :fingers:
Gottseidank durfte Nico bei mir übernachten (in einem schmalen Bett, an Schlaf war nicht zu denken, aber Hauptsache bei Mama). Am nächsten Tag wurde ich operiert, da es nicht besser geworden war. Auch da schaute mich der Arzt nicht an. Kein aufmunterndes Wort, auch nicht von den Schwestern. Ich war echt fertig, und das auch noch im Urlaub, der eh bloß 1 Woche dauert...
Nach der OP kam ich wieder ins Zimmer, es schaute niemand nach mir, auf dem Gang wurde gehämmert und gebohrt, volle Lautstärke. Irgendwann klingelte ich, weil ich Durst hatte. Mir wurde gesagt, ich darf nichts trinken und essen. Nachdem ich nicht locker ließ, hieß es, ich darf erst trinken, wenn ich auf Toilette gehen kann. Das war ich zum Glück schon mehrmals gewesen, so bekam ich dann plötzlich doch was :roll:
Am Abend fühlte ich mich wieder richtig fit und beschloss, auf eigene Verantwortung zu gehen. Das war keinem recht, aber noch so eine schlaflose Nacht wollte ich uns allen nicht antun. Zumal ich am nächsten Tag nicht mehr untersucht worden wäre, das hatte ich schon rausgekriegt. Na ja, letztendlich ging alles gut...
Bloß für Nicolas war das alles zuviel, denn er bekam dann am nächsten Tag noch hohes Fieber und einen Ausschlag (ob das wohl von den Medikamenten herrührt, die ich bekommen habe? Ich stille noch, aber angeblich waren das alles stillverträgliche Sachen) . Das Fieber verschwand nach 1 Tag, aber er ist total verändert, isst nichts, ist megaquengelig, ständig am Weinen, anhänglich und akzeptiert wieder nur noch Mama. Der Arme... :confuded:
Oh Mann, da soll noch einer schimpfen auf das deutsche Gesundheitssystem! Das war schon äußerst gewöhnungsbedürftig in der Klinik dort...
Das wollte ich bloß mal loswerden, danke fürs Lesen.

Kommentare

  • supisupi

    8,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :shock: :shock:
    Was macht ihr denn für Sachen?! :shock:
    Und dann auch gleich noch ne OP?! Ui, jesses, das ist ja wirklich heftig.
    Haben die denn wenigstens deutsch gesprochen oder so - wie habt ihr Euch denn verständigt? Weißt Du wenigstens, was Du hattest usw.? Konntest Du die Krankenakten haben/einsehen? Lässt Du hier noch mal nachschauen?
    Weißt Du, was das für Medikamente waren? Vielleicht kann man da ja noch mal beim Embryotox. nachfragen oder so?
    Ui, mann, ich hoffe, es geht Dir besser und Dein Nico erholt sich auch bald.
    So'n Urlaub ist ja nun wirklich kein Urlaub!
    :shock:
    :troest: :troest:
  • BibileinBibilein

    4,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ohjeee :troest: und das soll man Urlaub nennen, herrje.
    Ja, eben, weswegen wurdest du überhaupt operiert? (oder hab ich was überlesen?)
    Geht es dir denn wieder besser?
    konntet ihr den Urlaub dennoch etwas genießen?
  • KatieKatie

    3,507

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das war eine Ausschabung, so richtig hab ich es, ehrlich gesagt, auch nicht kapiert. Auf dem Ultraschall war so ein Blut“dings“ zu sehen, das laut dem Arzt von einem Tag auf den nächsten größer geworden ist und deswegen raus musste.
    Ich war gestern gleich noch beim FA (meiner hat leider Urlaub), der sagte mir, das hätte man hier in Deutschland auch durch OP entfernt. Jetzt ist aber alles wieder o.k. und mir gehts wieder gut.
    Was das für Medikamente waren, weiß ich leider nicht. Ich habe aber oft genug gesagt, dass ich stille (man nannte mich in dem KH auch nur „senora con nino“ ;-) ). Die Akte war auf spanisch, ich habe sie durchgeblättert, als ich 1h auf dem Flur vor dem OP auf der Pritsche lag. Vielleicht hätte ich auch noch einen Arztbericht gekriegt, aber ich wollte nicht auch noch den letzten Urlaubstag mit dem Warten auf diesen Bericht verbringen :oops:
    Nicos Spielthema ist derzeit irgendwelche Männchen in einen Krankenwagen zu verfrachten und zum „Azt“ oder „Dodor“ zu transportieren und dabei sehr mitleidig „aua“ zu rufen. Eben beim Stillen im Bett hörte er plötzlich auf und sagte „Mami Azt!“ und kuschelte sich dann wieder an mich ran. Das beschäftigt ihn ganz schön.
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