Hallo
Sagt mal, ich habe eben mal wieder ein Erlebnis gehabt, bei dem es zu einer Diskussion (in diesem Fall darüber, ob voll gestillte Kinder schon Tee/Wasser nebenher brauchen) kam, während derer ich die Inhalte/Standpunkte vertreten habe, die ich hier im Forum "gelernt" habe und die mir auch logisch erscheinen und hinter denen ich wirklich stehe.
Mein Problem: Die Leute fragen dann oft, woher ich das weiß. Ich sage also beispielsweise, dass voll gestillte Kinder noch kein Wasser benötigen, da sie die Vormilch als Getränk haben und da zuviel Wasser den Stillrhythmus und die Regulation der Nährstoffaufnahme stören würde und dass es sogar eine Wasservergiftung gibt (siehe den Artikel, den Marlies hier irgendwo zu Wasser/Natrium eingestellt hat). Darauf kommt dann unweigerlich die Frage: "Woher willst Du das denn wissen? Das hab ich ja noch nie gehört".
Und was sagt Ihr dann in so einem Fall? Wenn ich sage, dass ich das aus dem Internet weiß, hört sich das immer so dubios an, weil im Internet ja auch viel Sch.... verbreitet wird und weil im Internet ja jeder Dilettant seine Meinung verbreiten kann. Das macht irgendwie keinen glaubhaften, seriösen Eindruck, oder?
Oder sagt Ihr einfach immer, Ihr hättet das gelesen? Oder fragt Euch sowas keiner?
Kommentare
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Und beim Thema "Wasser/Tee" für Stillkinder würde ich auch immer auf die Natur verweisen: wenn es nötig wäre zusätzliche Flüssigkeit zu geben, warum hat die Natur das dann so doof eingerichtet, dass nirgendwo passende Fläschchen am Baum wachsen? Und wie machen das die Frauen die noch naturnäher leben? Und wie haben unsere Vorfahren überhaupt überlebt, die noch keine geeigneten Fläschchen zur Verfügung hatten? .......
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Ansonsten würde ich sagen das hat meine Hebamme mir gesagt (was ja auch so war ^^ )
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Daß dort Fachleute und andere Mütter diskutieren, Erfahrungen austauschen und Hilfen geben.
Natürlich kann die "ältere" Generation (sprich: meine Schwiegereltern) nix mit einem Forum in "diesem" Internet anfangen, aber das ist mir wurscht.
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Dann kam bei uns in der gleichen Diskussion: "Das hat der Kinderarzt so gesagt", und wenn man dann sagt, die haben da keine gescheite Ausbildung, sondern von Hipp & Co, dann glauben sie das sowieso nicht.
Das gleiche Paar hatte ja dann noch ein anderes Extrem dafür: Kuhmilch frühestens mit 2 Jahren, eigentlich erst mit 3 und da gehörten auch alle anderen Milchprodukte dazu... - wegen der neuen EU-Ordnung über Babyernährung :roll:, auch vom Kinderarzt so gesagt.
Bei Folgemilch dann: "Früher sind die Kinder auch groß geworden..." oder "Wieso haben wir dann alle eine höhere Lebenserwartung als früher?"
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Dafür gibt es aber viel ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten die früher selten bis gar nicht vorkamen.
Die Weltgesundheitsorganisation könnte vielleicht auch beeindrucken?
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Aber was mich gestern auch mal wieder beeindruckt hat (im negativen Sinne): Es sind nicht nur (...ääh, weiß gerade nicht so richtig, welches Wort ich gebrauchen soll. Will niemandem zu nahe treten und niemandem Unrecht tun und auch nicht verallgemeinern, aber Ihr wißt wahrscheinlich, was ich meine...)
"ungebildete" Leute aus unteren sozialen Schichten, die z.B. zum Thema Kinderernährung so schlecht informiert sind.
Die Personen, mit denen ich da gestern diskutiert habe, sind eine Physiotherapeutin und ein Gymnasiallehrer. Abends hatte ich dann zufällig noch eine ähnlich Unterhaltung (über gezuckerte Breie mit Keksgeschmack, die ja so toll schmecken und die ich ja meinem sechs Monate alten Kind geben könnte, weil es ja Gemüsebrei nicht so gern isst) mit einer Bankkaufrau, einer Hotelkauffrau mit Abitur, einer Dipl.-Betriebswirtin, einem Informatiker und einer Dipl-Ingenieurin (nicht falsch verstehen bitte! Ich meine nicht, dass Leute mit Abi oder mit tollen Jobs irgendwie besser, schlauer oder sonstwie toller wären als andere, aber ich hätte gedacht, dass die zumindest etwas informierter sind und vielleicht mehr Fachliteratur o.ä. lesen oder irgendwie so in die Richtung... Weiß nicht genau, wie ich das erklären soll).
Das hat mich irgendwie gewundert.
Zu den Büchern: Das Problem ist auch, dass es neben guten Büchern wie z.B. dem von Gaby Eugster auch eher bescheidene Bücher zum selben Thema gibt. Wenn ich dann sage: "Hab das aus dem Buch xy", dann hat der andere ein Buch gelesen (z.B. dieses ätzende "Kochen für Babys" von dieser Frau v. Cramm), in denen wieder was anderes steht. Ist irgendwie nicht so einfach.