was soll man dazu sagen?

EntchenEntchen

763

bearbeitet 19. 03. 2009, 18:42 in Geschwisterkinder
Ich bin echt schockiert-

Nachdem die ersten 6 Monate mit kleinem Brüderchen eigentlich soweit ganz gut verlaufen sind, werden die Eifersücheleien nun immer schlimmer. Mir war/ist es immer soooo wichtig, dass die beiden sich gut verstehen und ich tue alles dafür, was mir einfällt, aber es scheint nicht zu fruchten. Gestern hat Mia den kleinen das erste mal gebissen- aus heiterem Himmel. Wir haben Bücher geguckt, und sie wollte immer sein Buch haben. Nun-ihm ist es egal welches Buch, also habe ich ihr seins gegeben und ihm ein anderes. Mal eine Sekunde in eine andere Richtung geschaut, plötzlich hat er jämmerlich angefangen zu schreien, sie mit großen Augen daneben. Ich habe sie gefragt ob sie wohl wüßte was passiert sei und ihn versucht zu beruhigen. Natütlich habe ich keine Antwort bekommen. Und dann habe ich sein Ärmchen gesehen- mit dem Abdruck von ihrem Gebiss. Der ist stundenlang geblieben.
Ich hab auch den Eindruck das war nicht das erste mal, nur habe ich das vorher nie so gesehen.
Was soll ich denn da machen? Natürlich habe ich geschimpft und sie hatt ihm nach Aufforderung auch gesagt, dass es ihr leid tut und ihn gestreichelt und so- aber ich möchte doch so gerne ein gutes Verhältnis zwischen den beiden. Und versage auf ganzer Linie. Beide bekommen so viel Aufmerksamkeit und Liebe- Mia bekommt so viel Exklusivzeit mit Mama. Ich sage ihr ständig wie lieb Niko sie hat, wie sehr er sie bewundert und so. Sie hat ein eigenes Zimmer als Rückzug, für beide gelten wenn geht die gleichen Regeln- auch wenn ich das für ihn echt manchmal unfair finde- alles des lieben Friedens willen.
Und nu??
Ich bin total traurig deswegen- das Thema liegt mir echt am Herzen- wißt Ihr Rat?
Liebe Grüße
Entchen

Kommentare

  • supisupi

    8,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ganz ehrlich?
    Ich finde Du machst zu viel Aufhebens darum. ALso nicht ums beißen, sondern um die ganze Chose - dass sie eben zu zweit sind.
    Exklusivzeit ist gut, auch, dass der Kleine sie bewundert usw. Aber cih würde das nicht ständig hervorkramen. So hört es sich etwas an. Genießt die Zeit zusammen udn wacht nicht mit Argusaugen ob der eine dem anderen etwas "tut" und sagt nicht ständig "der bewundert Dich" oder "die hat dich lieb" usw. Sicher, alles das sollte gesagt werden, aber wohl dosiert.
    Es liest sich so, als ob speziell Du sehr viel Energie darauf verwendest, sie beide in eine "Beziehung" zueinander zu bringen, die einfach toll ist. Lass es sie doch ein Stück weit selbst ausprobieren, wie sie zueinander stehen und welche Dinge man miteinander machen kann und welche nicht.
    In diversen Situationen muss man dann schon mal "einschreiten", das ist mir völlig klar, aber cih würde versuchen, das nicht zuuu stark und von vorneherein zu lenken.
    "Des lieben Friedens willen" finde ich auch schwierig. Was ist denn die Lehre, die sie daraus zieht oder der Rückschluss. Wird das später "draußen" genauso sein? Eher nicht. Und wenn beide mal größer sind und sie dann noch diese "Vor,achtsrolle" abgeben muss...ob das nicht auch verunsichert oder ggf. sogar wieder >"Aggressionen" schürt? :confuded:

    Also, nichts für ungut; was ich sagen möchte, ist: Auch wenn Dir das Thema so am Herzen liegt und Du es so gerne haben würdest, dass sie sich verstehen. lass sie selbst miteinander umgehen und greife nur in bestimmten Situationen ein oder lenke diese. Es sind Geschwister. Da gibt es immer mal wieder Rivalitäten, aber auch Innigkeit.

    Meine Meinung. ;-)
  • EntchenEntchen

    763

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Steffi- ich danke Dir für Deine ehrlichen Worte.
    Aber ehrlich gesagt frage ich mich, wie ich das im Alltag umsezten soll.
    Ok. Das Verhältnis nicht thematisieren ist sicherlich nicht so schwer umzusetzen. Aber die beiden beobachten, machen lassen und nur einschreiten wenn es nötig ist, das finde ich schwer. Er ist doch erst 10 Monate alt. Einerseits wenn sie ihn mal umarmt macht sie das so heftig, das er IMMER anfängt zu weinen, was sie auch frustet.... Dann fühlt sie sich ständig gestört, er sich aber immer von ihr und ihren Aktivitäten angezogen. Sie schubst ihn dann weg, oder zieht seine Hände weg wo er sich gerade festhält, schon liegt er wieder da. Ich muß ihn doch auch beschützen. Ist doch mein Baby. Aber ich will dadurch nicht immer Eifersucht schüren. Deswegen versuche ich zu erklären: er ist ja noch klein, er wolle Dich nicht ärgern, aber er ist neugierig und wollte mal schaun was Du machst... etc. Ich habe -bis jetzt- gedacht, dass sie beide noch zu klein sind, um ohne Vermittlerrolle auszukommen. Und ich kann den Kleinen nicht schutzlos ihren Launen überlassen, und Ausgleich schaffen muß ich dann aber auch- oder wie oder was?!
    Es sitmmt schon, ich bin da etwas verkrampft. Aber ich brauche praktikable Alltagslösungen für dieses Geschiwsterchaos, damit ich hier nicht die Nerven verliere. Und das finde ich echt schwer. Da den richtigen Weg zu finden,meine ich...
    LG
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Der Abstand bei euch ist ja im Prinzip wie bei meinen beiden. Wann ich aufgehört habe für Jolanda am laufenden Band den Beschützer zu spielen weiß ich gar nicht mehr. Mit 10 Monaten habe ich sie aber sicher auch noch viel in Schutz genommen. Ich wollte dir aber nur aus meiner Erfahrung berichten, dass du dir um das längerfristige Verhältnis zwischen den beiden jetzt sicher keine Gedanken machen musst. Was jetzt ist, hat mit dem was in einem oder zwei Jahren ist nichts zu tun. In dem Alter ist es glaube ich ganz normal, dass die sich gegenseitig dauernd stören und auf die Nerven gehen. War bei Mirco und Jolanda nicht anders. Mit einem 10 Monate alten Baby kann man halt als großes Geschwisterkind nichts anfangen. Das stört einfach nur.
    Tja und jetzt habe ich hier eine 2,5 jährige und einen 4,5 jährigen, die durchaus auch mal über eine Stunde einfach miteinander spielen :shock: Klar gibt es manchmal auch Tage, wo sie sich nur ankeifen :roll: aber im Moment überwiegt doch das gemeinsame Spiel.

    Du musst nicht für gute Stimmung zwischen den beiden Sorgen. Beschütze deinen Kleinen wo es unbedingt nötig ist, erkläre der Großen, dass sie sich ruhig über den Kleinen ärgern darf, aber eben anders damit umgehen muss. Und lass es dabei bewenden. Die werden schon ihr Verhältnis zueinander finden.
  • supisupi

    8,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Entchen schrieb:
    Steffi- ich danke Dir für Deine ehrlichen Worte.
    Aber ehrlich gesagt frage ich mich, wie ich das im Alltag umsezten soll.
    Sie beide mal machen lassen?! ;-)
    Natürlich beobachten und natürlich auch "beschützen" und da eingreifen wo es sein muss und wichtig ist. Oder aber Situationen, von denen Du vorher weißt, dass sie momentan "kritisch" sind im Vorfeld klären/beschwichtigen. Also z.B. diese Umarmung und er fängt an zu weinen. Ich würde versuchen, ihr zu erklären, dass er das wohl nicht immer mag und dass man das dann auch mal akzeptieren muss. Mia will doch auch nicht immer von jedem umarmt werden, wenn es die anderen wollen, oder? Das würde ich einfach mal besprechen und darauf vertrauen, dass sie es versteht udn umsetzen kann. Ansonsten halt in der nächsten Situation wieder darauf hinweisen und daran erinnern.
    Ich denke, die verstehen das schon. Wenn auch nicht unbedingt sofort...
    Er ist doch erst 10 Monate alt. Ich muß ihn doch auch beschützen. Ist doch mein Baby. Und ich kann den Kleinen nicht schutzlos ihren Launen überlassen
    und:
    Deswegen versuche ich zu erklären: er ist ja noch klein, er wolle Dich nicht ärgern, aber er ist neugierig und wollte mal schaun was Du machst... etc.
    Schau mal, wie oft Du "er..." anfängst. Wie oft ist Mia die maßgebliche Person Deiner Sätze?
    Sicher, er ist der Kleine und er braucht mehr "Schutz". Aber, auch wenn es letztlich für Mia auch positiv ausgedrückt ist, die Sichtweise in solchen Formulierungen geht von ihrem Bruder aus. Ich denke, das spüren Kinder in dem Alter auch sehr. Ob sie nun aber darauf reagiert sei mal dahingestellt. Alles in allem hört sich das für mich nicht nach besonders großer Eifersucht an (ich kenne da aus dem Bekanntenkreis gaaanz andere Geschichten), sondern wie "ganz normale" geschwisterrivalität, die halt mal mehr, mal weniger durchblickt.
    Ich habe -bis jetzt- gedacht, dass sie beide noch zu klein sind, um ohne Vermittlerrolle auszukommen.

    Ja, eine Vermittlerrolle! Zwischen beiden vermitteln, jeder soll mal zu seinem Recht kommen. Natürlich braucht dein Sohn momentan mehr "Schutz", ist der Kleinere der beiden. Aber deshalb muss aus der Vermittlerrolle nicht die "Ein Kind-Beschützerrolle" oder die "das ist mein Baby und Du bist schon groß und musst vernünftig sein"-Rolle o.ä. werden.
    Sie müssen (und werden!) lernen miteinander umzugehen. Ich glaube nicht, dass man da so viel Energie für aufwenden muss/sollte. Es sei denn, es gäbe tatsächlich irgendwelche "Auffälligkeiten".

    LG, Steffi
  • EntchenEntchen

    763

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    @Eo: Was Du von Deinen Beiden schilderst, stimmt mich zuversichtlich :grin: Hat mich auch sehr gefreut zu lesen, dass bei Euch die dritte Nr 1 unterwegs ist :applause:

    Ich habe mir heute mal versucht etwas Zeit zu nehmen und mich etwas durchgelesen und bin auch zu dem Schluss gekommen, dass es bei uns eigentlich noch ganz gut aussieht.
    Es ist eben kein Mensch ohne seine Geschichte, und die meine macht es für mich zum besonderen Thema, dass meine beiden mal gut miteinander auskommen sollten. Ich wollte das positiv beeinflussen wo es geht, und ich bin sicher- nach wie vor- das man das auch in bestimmtem Maße kann- und darf. Trotzdem bemühe ich mich darum, einen Streit nicht gleich als Weltuntergang und Ohmen für eine ewig schlechte Beziehung zu sehen ;-)

    @ Supi: Glaube mir, genau das Beispiel was Du aufgegriffen hast mit dem Umarmen, habe ich genau in der Form schon etwa 100 mal erklärt, praktisch täglich. Bislang ohne Erfolg, aber ich bleibe dran.
    Wenn ich den Eindruck erweckt habe, dass immer der Kleine vorne steht- schon in den Sätzen, so täuscht das. Du hast vollkommen Recht damit, dass ich eine Menge Energie in die Geschwisterbeziehung stecke, warscheinlich eher zu viel, und wenn ich dabei auf etwas achte, dann darauf, dass es sich eben nicht nur um Niko dreht und er nicht immer vorne steht. Aber eben auch mal...
    Wie auch immer. Ich danke Dir, dass Du Dich mit meinem Fall so auseinandergesetzt hast.
    In jedem Fall waren Denkanstöße dabei.
    Und nachdem wir heute bei strahlendem Sonnenschein auf der Straße waren, wo sich die Nachbarsgeschwister gezofft haben das die Schwarte kracht, sehe ich meine beiden schon wieder gelassener ;-)

    Liebe Grüße
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Eigene Geschichte habe ich übrigens auch:
    Mein Bruder ist 13 Monate älter als ich, wir sind völlig gegensätzlich in unserem Wesen und ich habe aus unserer Kindheit viel Streit und wenig Gemeinsamkeit und Nähe in Erinnerung.
    Und siehe da, heute als Erwachsene sind wir uns richtig nah. Wir haben ein prima Verhältnis und sehen uns trotz 200 km Abstand regelmäßig.

    Man kann das denke ich wirklich nicht vorhersehen. Und Einfluss hat man da als Eltern denke ich ohnehin wenig.
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Mir kommt es etwas überinterpretiert vor und ich sehe kein Problem darin, ein bisschen Energie aufzuwenden, um die Geschwister einander zu erklären. Ich mache damit eigentlich oft gute Erfahrungen und kann so die ein oder andere schwierige Situation gut auflösen.

    Aber wenn das Baby ca. 6 Monate alt ist, kommt wohl in jeder Familie eine schwierige Zeit. Dann wird das Baby plötzlich mobil und erweitert seinen Wirkungskreis und das ist für die Großen einfach extrem gewöhnungsbedürftig. Bei Johan ist es sogar schubweise so. Immer wenn Luise geschubt hat, kommt bei Johan auch direkt etwas hinterher, Juchuh! :roll: Er braucht eben auch eine Weile, bis er sich daran gewöhnt hat, dass Luise wieder noch schneller und noch effektiver an seine Sachen drankommt usw. Ich finde das völlig normal und verständlich, auch wenn es NERVT, weil man ja eigentlich froh ist, wenn das Baby den Schub überstanden hat und dann nicht direkt noch Stress hinterher haben will :roll:

    Ich würde aber auch sagen: Nimms nicht so wichtig, es ist normal und sagt nichts darüber aus, wie gut die beiden sich später verstehen werden.
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    stimmt, bei uns waren die ersten sechs Monate auch recht entspannt. Aber dann kam bei Mirco auch so richtig das Trotzalter und ich bin damit so überhaupt nicht klar gekommen. :oops:
  • supisupi

    8,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Entchen, sieht aus, als wolltest Du (von mir) in dieser Sache nichts weiter hören/lesen.
    Ich möchte noch anfügen, dass es in geschriebener Form oft viel mehr aussieht als es gedacht/gesprochen ist. Und: wie Julla schreibt - ein bisschen Energie ist gut und richtig. Aber eben nicht zu viel. Das hast Du ja selbst auch schon geschrieben. Weniger Energie darauf zu verwenden heißt ja nicht, die Kinder sich selbst zu überlassen.
    Deine eigene Geschichte kenne ich natürlich nicht und natürlich sind wir alle mit unseren eng verbunden. Aber gerade das macht es uns auch manchmal schwerer oder wir "sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr". Und dann finde ich es schon hilfreich, wenn man mal eine andere "Außenmeinung" hört.
    Auch, wenn andere das als "überinterpretiert" bezeichnen. :roll:
    So und jetzt lass' ich's gut sein. ;-)
    Alles Gute.
  • EntchenEntchen

    763

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Supi- ich glaube ich hab das schon ganz richtig verstanden und der Dank war ehrlich gemeint. Ich wollte Dir nicht den Mund- oder das Wort verbieten.

    Eo- jaaaaaaaa, das Troztalter. Das macht die ganze Angelegenheit noch brisanter. Alerdings kann ich auch da sagen, das ich Mia zwar anstrengend finde, im Vergleich aber meine, dass sie noch ganz erträglich ist. Manchmal ist Vergleich mit anderen Kindern doch ganz gut, weil es so schön relativiert ;-)
    Ich nehme an, bei Mirko bist Du damit schon aus dem Gröbsten raus, bei Jolanda stehts vielleicht noch an.. jedenfalls wollte ich berichten, dass bei uns die "Motzkuh-Methode" oft ganz gute Dienste tut. Nach dem Buch "die kleine Motzkuh" von Annette Langen und Imke Sönnichsen.
    :oops: Aber ich komme vom Thema ab.

    Liebe Grüße nochmal!!
  • supisupi

    8,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Entchen schrieb:
    Ich wollte Dir nicht den Mund- oder das Wort verbieten.
    So habe ich das auch nicht empfunden.
    Es hat sich nur so "endgültig" und abschließend angehört/gelesen. ;-)
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