Ich erwisch mich doch noch abund zu :oops: Gerade jetzt im KH..als unsere Zimmernachbarin als von ihrem "Lecktose"-test erzählt hat..Es hat sonst auch alles gepasst..Folgemilch,Bübchenschaumbad bis zum abwinken,BB tragen..
Aber an sich war sie nett ,hilfsbereit und freundlich,das war ja erstmal wichtig..und trotzdem hab ich sie erst in einer Schubalde abgelegt und mich dann geärgert...ich muss sie ja nicht heiraten..und mal plaudern konnte man nett.
Erwischt ihr euch auch noch bei sowas?
Kommentare
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Erst neulich, als die Schwägerin meiner besten Freundin erzählte, sie könne nicht stillen, weil "sie sonst sofort eine Brustentzündung bekommt, weil ihre Milchdrüsen zu dicht beieinander sind" sprachs und legte dem Kleinen die Milchpulle derart in den Kinderwagen, dass die so abgestützt steht, dass sie nicht die Pulle selber geben muss. Der Kleine war da eine Woche alt
Das war nur ein Beispiel von vielen wo ich denke... *arg*, *gnaaa* und *grrrr*
Ich erwische mich seeehr oft dabei, ja.
Ich weiß es wäre für die Psyche besser, sich nicht aufzuregen, aber ganz abstellen kann ichs nicht.
edit: der Vollständigkeit halber erzähle ich mal die komplette Geschichte obiger Frau in Kurzfassung, sie ist nämlich tragisch geendet: sie hat sich quer durch die Stadt geschlafen um schwanger zu werden. Als sie dann schwanger war, ging es ihr so schlecht, dass sie meinte, sie kann das Baby garnicht lieben usw.
Allerdings haben meine Freundin und ich uns oft darüber "belustigt", dass sie nachdem sie zur Erstuntersuchung war, sagte, der Arzt hätte ihr sämtliche Aktivitäten verboten und sie müsse bei der Mutter einziehen, sie dürfe nichtmals mehr abwaschen... (das ging so weiter mit zahllosen ähnlichen Beispielen)
Als die Wehen einsetzten ist sie Nachts ins Krankenhaus gefahren und als das Baby am Nachmittag noch nicht da war, wurde ein Kaiserschnitt gemacht.
Als sie entlassen wurde, fuhr sie mit dem Baby wieder zur Mutter. Als sie keine Anstalten machte, sich ums Baby zu kümmern, übernahm die ihre Mutter die Pflege. Einige Tage später fuhr die Frau in Ihre Wohnung und ließ den Säugling bei ihrer Mutter.
Es war zu dem Zeitpunkt so, dass das Baby sofort schrie, sobald sie ihn hochnahm.
Wie auch immer, meine Freundin und ich regten uns fürchterlich auf, wieso sie sich nicht ums Baby kümmert, und wieso sie nicht zu einem Arzt fährt, weil das ja ganz nach Wochenbettdepression aussah.
So, das tragische ist, dass die Frau Schmerzen am Hintern bekam, wo sie eine Art Beule entdeckte. Sie fuhr zum Arzt, wo eien Biopsie gemacht wurde, wo Krebs festgestellt wurde. In einer Spezielklinik wurde ein weiteres Geschwür in der Lunge und eins irgendwo innen am Gesicht entdeckt. Alles nicht operabel. Jetzt, 4 Wochen später, macht sie gerade die 2. Chemo, ihr sind sämtliche Haare ausgefallen und sie schleppt sich gerademal vom Bett zum Klo...
Meiner Freundin und mir tut sie sooo leid, wir fühlen uns richtig mies, dass wir sie monatelang so abgeurteilt haben...
Das tat jetzt gut, sich das mal von der Seele zu schreiben... Auch wenns vielleicht etwas OT ist.
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Ich hab immer gesagt, wenn mich eins aufregt, dann ist es uA Dummheit, aber nach der Geschichte bin ich irgendwie vorsichtig, Leute direkt als dumm abzustempeln.
Klar, man setzt vorraus, dass sich Leute klug machen über verschiedenste Lebensbereiche (zB Schwangerschaft, Kindererziehung, Ernährung etc), aber kann man das auf die Allgemeinheit anwenden? Kann man von Lieschen Müller erwarten, dass sie sich informiert? Oder lebt Lieschen Müller lieber dumm aber glücklich ihr Leben weiter?
Also die obige GEschichte habe ich gedreht und gewendet... aber egal wie ichs drehe und wende, ich kann der Frau absolut nicht mehr sauer sein... Sie stirbt mit 20 an Krebs, das ist doch furchtbar, egal was sie alles vielleicht falsch gemacht haben sollte (in meinen Augen).... Irgendwie ist doch die Rechnung die sie präsentiert bekommt sehr hart.
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Ansonsten hab ich auch Vorurteile. Selbstverständlich. Die hat jeder Mensch.
Ich lebe mit denen und wenn ich mich dabei erwische, klopfe ich mir auf die Finger.
Ich finde es trotzdem aber auch wieder schön, wenn ich ein Vorurteil nicht bestätigt bekomme, weil ich dabei immer wieder aufgerüttelt werde.
Wenn meine Vorurteile jedoch bestätigt werden (was auch leider öfters der Fall ist, sonst würden sich ja keine Vorurteile bilden), wird es dann natürlich ganz blöde, denn hab ich nichts, woraus ich menschlich lernen könnte ;-) Nee...letzteres war ein Scherz. An sich braucht kein Mensch Vorurteile, wir haben aber halt alle welche. Der Punkt ist, wie man mit denen umgeht.
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Ja, das war auch nicht so gemeint, dass sie das als Resultat bekommen hat, es war eher im übertragenen Sinne gemeint.
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Oder Männer mit riesigen Muskelbergen, die irgendwo noch Uncle Sam Klamotten rausgekramt haben ;-)
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Aber es ist glaub ich normal das man sich aus dem ersten Eindruck ein Bild zusammenzimmert. Das kann sich ja dann erst im 2. Eindruck bestätigen oder nicht.
Deshalb ist es ja wirklich so das der erste Eindruck so entscheidend ist..gerade auch bei Bewerbungen. Der Mensch ist nun mal ein Augen wesen und schiebt was er sieht in vorgefertigte Schubladen..da wieder auszusortieren ist nicht so einfach wie rein zu geraten.
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Als ich vor einiger Zeit die Story von dem Mädchen lass, dass 17jährig an der Bushaltestelle im Bauzaun hing und ihr Kind auf der Strasse bekam und es Chantalle nannte, habe ich mir meinen Teil gedacht. UNd ein paar Tage später las ich dann auch bestätigend, dass sie in einem der schlimmsten Kölner Brennpunktviertel lebte, ihre Eltern HartzIV-Empfänger sind und die Mutter an die 10 Kinder von diversen Vätern hatte. Da habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, ob es ein Vorurteil oder ein Urteil war... Wie war das letztens? Kevin ist kein Name, sondern eine Krankheit...
Ich denke, man kann sich von solchen Gedanken nicht frei machen, sollte aber immer so reflektiert sein, die vemeintlich sicheren Dinge in Frage zu stellen... Daran arbeite ich zumindest.
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Wenn mir z. B. im Dunkeln ein Mann entgegenkommt, der, sobald er mich sieht und obwohl es nicht regnet, seine Kapuze aufsetzt und schneller läuft, hab ich ein komisches Gefühl und gehe davon aus, dass das ein schlimmer Finger ist und mir was Böses will. Ich hab also das Vorurteil, dass ich da im schlimmsten Fall einen potentiellen Vergewaltiger vor mir habe. Der arme Kerl schämt sich aber vielleicht nur wegen seiner neuen Frisur und will so schnell wie möglich aus meinem Blickfeld raus ;-)
In diesem Fall hat das Vorurteil also die Aufgabe, mich zu schützen. So verkehrt sind sie gar nicht....