Muß Kindergarten überhaupt sein?

SabineGSabineG

18

bearbeitet 13. 04. 2010, 13:41 in Kita- Kiga- Tagesmutter
Hallo zusammen,
wir haben da mal ein Problem.
Unser Kleiner ist jetzt 3 Jahre und 5 Monate alt.
Seit Anfang des Jahres geht er in den Kindergarten, jetzt also den vierten Monat.
Er kommt aber nicht an und fühlt sich nicht wohl und wohl nicht recht dort aufgehoben.

Seitdem er in den Kindergarten geht, hängt bei uns der Haussegen schief. Er ist nicht mehr ausgeglichen, fängt schnell mit Weinen an, sagt öfters, daß er traurig sei, hat Bauchschmerzen.
Sein erster Satz nach dem Aufstehen "Ich will nicht in den Kindergarten", er frühstückt nicht und dann die ganze Zeit Gebrüll und Geweine, bis er im Kindergarten ist.

Wenn er von meinem Mann abholt wird, ist dann oft ok gewesen, aber er sagt nicht sehr viel.
Wenn mein Mann ihn abholt und der Kleine mit den anderen Kindern draußen im Garten ist, spielen die anderen Kinder zusammen, er steht oder sitzt meist abseits, die Erzieherinnen lassen ihn dann links liegen.
Was vorgefallen ist oder auch nicht vorgefallen ist, erfährt man leider nicht.

Gespräche mit den Erzieherinnen sind leider auch nicht sehr fruchtbar, da sie sich meist schon auf den Schlips getreten fühlen, wenn man nur eine Verständnisfrage hat.

Eine Erzieherin ist recht einfühlsam mit den Kindern, die andere ist wiederum sehr ruppig im Umgang.

Mir fehlt hier leider auch der Austausch mit anderen und deren Kindergartenerfahrung.

Wenn unser Kleiner nicht im Kindergarten ist, geht er auf andere Kiinder zu, spricht und spielt mit ihnen, ist neugierig, erkundet die Welt.

Wenn ich mit ihm beim Kinderturnen bin, gefällts ihm und er macht mit.

Wir stellen und nun die Frage, was besser ist: Bleibt er im Kindergarten und er quält sich weiterhin und wir ihn letztlich auch oder nehmen wir ihn heraus und bringen ihn anderweitig unter Kinder durch Kinderturnen, Musikschule, Malschule und was es noch so gibt.

Aus zeitlichen Gründen müßte er nicht in den Kindergarten, mein Mann ist zu Haus und betreut ihn. Es besteht also kein Zwang für uns, ihn in den Kindergarten zu schicken.

Wir tun uns im Moment schwer, uns da richtig zu entscheiden ... Vielleicht machts ja auch erst Sinn, ihn mit fünf Jahren in den Kindergarten zu schicken, als Vorbereitung für die Grundschule ... oder vielleicht muß man das ja auch gar nicht.

Ich würd mich freuen, wenn ich von euch etwas hören würde, wie eure Meinung ist.

Danke!

Liebe Grüße
Sabine

Kommentare

  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Oh das tut mir leid zu lesen,dass dein zwerg so unglücklich ist..
    Es melden sich noch ein paar "profis"..aber gibt es nicht vllt. die Alternative ihn in einen anderen Kindergarten zu schicken?
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Oh jeh, das ist ja doof für den kleinen Kerl. Ich würde ihn ehrlich gesagt lieber aus dem Kindergarten rausnehmen, als ihn da dauerhaft leiden zu sehen. Wenn es für euch möglich ist ihn zuhause zu lassen, würde ich die Möglichkeit wählen. Ich glaube schon, dass Kinder sehr vom Miteinander mit anderen Kindern - z.B. im Kiga - profitieren können. Aber nur, wenn sie sich da auch wohl und aufgehoben fühlen und nicht, wenn sie unglücklich sind.
    Vielleicht probiert ihr es einfach nächstes Jahr noch mal oder sucht nach einer Alternative? Gibt es bei euch noch andere KiGas, häufig liegt es wirklich auch am Kindergarten, der einfach nicht zum Naturell des Kindes passt...
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ohjeh :tröst: Also wenn reden nichts bringt und ihr keinen anderen KiGa zur Auswahl habt würde ich ihn rausnehmen und eben versuchen durch Alternativen den Kontakt zu anderen Kindern zu Fördern. Wie war denn die Eingewöhnung? Ward ihr da anwesend und konntet Euch ein Bild vom Tagesablauf machen?
  • SabineGSabineG

    18

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Die Eingewöhnung sah so aus, daß die Anwesenheitszeiten so nach und nach erhöht wurden, erst 1,5 Stunden, dann zwei und so weiter bis mittags.
    Mal gings gut, meist leider nicht so.
    Andere Kindergärten gibts hier schon, wir könnten uns auch andere ansehen und ihn dann zum nächsten September dann in einen anderen schicken. Oder auch erst nächstes Jahr wieder.

    Wir wissen im Moment wirklich nicht, was richtig ist. Wir wissen nur, daß wir etwas ändern müssen.

    Ich weiß auch nicht, obs sinnvoll ist, ihn jetzt abzumelden und im September einen neuen Anlauf im nächsten Kindergarten zu machen. Zwei Jahre drauf, käm dann die Einschulung, wieder ein Wechsel, ich weiß nicht, wie die Kinder das so mitmachen. Andererseits ist er dann wieder ein Stückchen älter und wieder geistig weiter, vielleicht kann er das dann besser verarbeiten.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Also, ich kann aus eigener Erfahrung als Kindergartenverweigerin sagen, dass ich später liebend gerne in die Vorschule gegangen bin und auch in die Schule! Nur der Kindergarten hat mich irgendwie gehemmt. Mir war gar nie so richtig klar, was ich dort soll - spielen konnte ich schliesslich auch daheim! Ich hatte auch nie Probleme mit dem Kontakt zu anderen Kindern, kann also nicht sagen, dass mir da später irgendwas gefehlt hätte..!

    Ich würde ihn auch rausnehmen und einfach mal abwarten. Vielleicht kommt er später ja von selbst auf die Idee oder den Geschmack..!
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Also einen erneuten Wechsel nach 2 Jahren fände ich jetzt nicht so dramatisch, er hätte dadurch ja auch den Vorteil schon das ein oder andere Kind aus dem KiGa zu kennen, mit dem er dann vielleicht eingeschult wird. Und zwei Jahre sind ja auch eine lange Zeit...
    Eine Bekannte von mir hatte Anfang letzten Jahres ähnliches Problem mit ihrer Tochter, hat die Kleine dann aus dem ersten Kindergarten rausgenommen, hat mit ihr gemeinsam zwei, drei andere Einrichtungen angeschaut. Bei einem KiGa war die Kleine dann Feuer und Flamme und geht seit letztem Herbst begeistert hin.
    Das muss nicht so laufen, aber ich glaube für die Tochter meiner Bekannten war es wichtig, dass die Eltern das ernst genommen haben. Der erste Kiga war ihr einfach zu groß, in der Gruppe waren viele große Jungs, die hatten ein offenes Konzept und die Kleine hat einfach nicht ihren Platz in der Gruppe gefunden... Auch die Eltern haben sich nicht wohl gefühlt mit den Erzieherinnen, im Grunde wie bei euch.
    Das ist einfach auch eine schwierige Voraussetzung, wenn seitens der KiGa-Mitarbeiterinnen so wenig Unterstützung kommt. Ist zwar verständliche, sind ja auch nur Menschen, aber in dem ganz normalen Wahnsinn ziehen die kleinere, sensiblen Kinder halt oft den Kürzen.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich hab meine Tochter aus ziemlich ähnlichen Gründen rausgenommen. Sie ging mit kurz vor drei in den KiGa mit sehr, sehr langer Eingewöhnungszeit, aber angekommen ist sie dort nie. An den Erzieherinnen liegt es glaube ich nicht bei uns, weil sie sehr, sehr sensibel sind und immer auch gekuschelt haben mit Paola. Aber es lag ihr halt nicht und sie war nach ein paar Monaten nicht mehr sie selbst, hat nicht mehr gesprochen, hat nur noch geklammert und war völlig verändert.

    Ich hab sie dann rausgenommen und nach ein paar Wochen war sie wieder "die alte", hat wieder mit anderen Kindern gespielt, mit anderen Menschen gesprochen usw. Ich gehe jetzt mit ihr in die Musikalische Krabbelgruppe, die normale Krabbelgruppe und zum Turnen, einfach damit sie einen Eindruck bekommen kann, dass Gruppen Spaß machen können.

    Anfang August probieren wir es nochmal und ob es dann klappt - keine Ahnung. Es soll ja auch Kinder geben, denen diese Art Spielen und Zusammensein einfach nicht zusagt und die sich im KiGa nie richtig wohlfühlen.

    Ich war übrigens auch nicht im KiGa und hab auch nichts vermisst, hatte allerdings viele Geschwister und viele Kinder in der Nachbarschaft.

    Wenn euer Kind merklich leidet würde ich es auch rausnehmen.
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