Eingewöhnung Krippe - Kind seit 2 Nächten total anhänglich..

AmenicsAmenics

97

bearbeitet 4. 03. 2011, 16:23 in Kita- Kiga- Tagesmutter
Hallo,

klein Carlotta ( 13,5 Monate ) ist seit 1,5 Wochen zur Eingewöhnung in der Krippe. Es ist eine ganz tolle Krippe mit 7 Kindern und 2 Betreuerinnen auf einer Art Bauernhof mit Kühen und Streichelzoo usw.
Am Anfang war ich immer mit dabei und es hat ihr total gut gefallen, ich war quasi abgeschrieben ;-)
Am Donnerstag hatten wir erste Trennungsphase von 1/2 Std. Freitag nochmal und diese Woche Montag steigern wir gerade - jetzt sind es 2 Stunden. Es hat alles super geklappt, sie hat die Betreuerin super angenommen und sich auch schon von ihr trösten lassen und sucht auch öfter ihre Nähe. So weit so gut.

Am Montag hab ich sie allerdings das erste mal hingebracht und bin sofort gegangen, anstatt noch kurz dazubleiben und hab mich verabschiedet. Da fing sie dann an zu weinen, hat sich aber gleich beruhigt wie mir gesagt wurde. So auch gestern und eben hat sie auch geweint. Wenn sie dann dort ist weint sie gar nicht mehr, auch nicht wenn ich sie hole oder so.
Und seit Montag nacht ist sie sehr durch den Wind - sie war schon immer eine schlechte Schläferin und sie schläft seit 2 Monaten in ihrem eigenen Bett -außer sie ist krank und bis auf das nächtliche Still-Aufwachen klappt es super. Jetzt weint sie aber viel und wenn ich dann rübergehe sitzt sie im Bett und streckt die Arme nach mir aus. Ich hab sie dann zu mir ins Bett geholt ( mein Mann schläft z.Zt. sowieso im Wohnzimmer weil er krank ist ). Und im Bett bei mir ist es erstmal besser aber auch da fängt sie dann an zu weinen und krabbelt richtig auf mich drauf und will so einschlafen - das hatte sie noch nie!
Wie gehe ich damit um, ist das eine Phase weil sie realisiert dass sie jetzt immer dort ist und es keine Spielerei ist ( was sie vllt. am Anfang dachte in der ersten Woche weil ich immer mit dabei war?)

Soll ich mehr für sie dasein als sonst, also tagsüber oder hat das keine Auswirkungen auf die Nacht? Ich bin natürlich für sie da nachts aber ein Dauerzustand kann das nicht sein, ich gehe ja übernächste Woche wieder arbeiten und bin so schon wie gerädert..hat jemand Tipps? Soll ich das "Ins Bett holen" lieber lassen und sie in ihrem Bett trösten sonst will sie gar nicht mehr anders schlafen? Ist einer Bekannten so gegangen und der Kleine schläft immer noch zwischen ihnen..mmh

Danke für Tipps
Viele Grüße
Sandra

Kommentare

  • engelchen78engelchen78

    1,756

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Also erst einmal: die Krippe klingt ja toll und was für ein traumhafter Personal-Kind-Schlüssel!!
    Ansonsten kann ich dich beruhigen, das Verhalten deiner Tochter ist ganz normal, besonders die Nächte sind bei vielen Kindern in der Eingewöhnungszeit sehr unruhig. Manche Kinder reagieren auch tagsüber zu Hause auf die besonderes Situation, z.B. dass sie bei der Mama am Rockzipfel hängen und diese nicht ohne Kind aus dem Raum gehen darf oder der Papa abgeschrieben ist und momentan alles nur die Mama machen darf (gibt es auch umgekehrt, wenn der Papa die 1. Bezugsperson ist).
    Ich würde ihr die Nähe und Sicherheit geben, die sie derzeit braucht. Als Mama rate ich dir, sie mit ins Bett zu nehmen und es als Phase zu sehen. Und Phasen gehen vorbei!
  • PinoahPinoah

    1,977

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich kann Dir auch bestätigen, dass das Verhalten Deiner Tochter absolut normal ist. Sie hat zur Zeit wahnsinnig viel zu verarbeiten: die tägliche Trennung von der Mama, wesentlich mehr äußere Eindrücke als zu Hause, die Anpassung an neue soziale Regeln... Das ist ein harter "Arbeitstag", den die kleinen Mäuse da zu bewältigen haben.
    Das wird dann natürlich zu Hause, af ganz unterschiedliche, individuelle Weisen, kompensiert. Deine Tochter mag die ihr fehlende Nähe zu Dir wohl in der Nacht kompensieren. Diese nächtliche körperliche Nähe kann sie stärken und ihr die (Selbst-) Sicherheit geben, die sie braucht, um den nächsten Tag erfolgreich zu meistern. Kleine vermeintliche "Rückschritte" in der Entwicklung können bei Fortschritten in andere Entwicklungsrichtungen kurzfristig vorkommen. Das regelt sich meistens bei wachsendem Vertrauen in die neue Situation von selbst. Und: ja, das ist nur eine Phase. ;-)
    Wenn es für Dich okay ist, dass Deine Tochter bei Dir schläft: why not!? Wenn dadurch Deine eigenen Grundbedürfnisse nach einem Mindestmaß von Erholung so gestört wird, dass es Dir nur schwer möglich ist, Deinen Alltag zu meistern, kannst Du ja nach einem Kompromiss suchen, der für alle Beteiligten zufriedenstellend ist. Bedenke dabei aber, dass es sich um eine Übergangssituation handelt.
    Ich wünsche Dir viel Kraft für diese Phase.
    Und übrigens: klingt wirklich toll, diese Krippe. :fungif52:
  • AmenicsAmenics

    97

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Hallo zusammen,

    danke für Eure Antworten - es stimmt, Phasen sind endlich. Was mich nicht stört ist, dass sie dann bei mir im Bett schläft denn wenn solche Phasen da sind ist es weitaus angenehmer als wenn ich dauernd aufstehen und rüber muss! Sie war jetzt über eine Woche erkältet und schlief auch da nur bei mir.
    Problematisch ist nur die Phase an sich wenn ich arbeiten gehe weil ich bis zu 5-6 mal wach werde dadurch. Aber vllt. hört es bis dahin auch wieder auf ( ist in 2 Wochen soweit ). Und problematisch ist es dann auch wenn mein Mann auch im Bett schläft, da wird es doch seeehr eng mit dem Wurm in der Mitte..mal schauen ob ich ihn weiter "verbanne" ins Wohnzimmer oder wie wir das machen....

    Heute hat sie beim Abschied auch kurz geweint - ich glaube sie realisiert es wirklich jetzt erst weil ich eben gleich gehe ( immer mit einem fröhlichen Gesicht damit sie es nicht noch schwerer hat ). Laut Aussage
    der Betreuerin hat sie sich gleich wieder beruhigt, ist eben der Trennungsschmerz. Sie war dann noch eine Weile auf dem Schoß von ihr und ist dann selbst aufgestanden und war spielen. Hat auch nicht mehr geweint. Und als ich kam ist sie nicht gleich auf mich zugerannt sondern wollte mir erst die Hühner zeigen :-))Ja der Hort ist wirklich toll, wir haben auch nur pures Glück gehabt dass wir einen Platz bekommen haben.

    Kann ja mal weiter berichten was sich so ergibt mit den Nächten

    Viele Grüße
    Sandra
  • PinoahPinoah

    1,977

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    :fungif52: :smile:
    P.S.: Dein Spruch in der Signaturzeile finde ich amüsant. ;-)
  • engelchen78engelchen78

    1,756

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Alos ich denke auch, wach wirst du so oder so, wenn du deine Tochter bei dir im Bett hast, könnt ihr schnell weiter schlafen, wenn du aufstehst, bist du mehr wach und deine Tochter läßt sich vielleicht nicht so effektiv beruhigen. Und wer weiß, vielleicht hält es wirklich auch nicht lange an. Wenn deine Tochter die Sicherheit zurück gewinnt, wird sie sicher auch wieder ruhiger schlafen. Auf der anderen Seite prasseln derzeit so viele Reize auf sie ein, das muß sie erst einmal verarbeiten. Das geht uns Erwachsenen doch auch so, dass wir dann nachts manchmal unruhig schlafen. Wenn es im Bett zu eng ist, wäre vielleicht eine Überlegung, dass deine Tochter auf einer Matratze neben dir schläft, wäre zwar nicht ganz so nah, aber würde ihr vielleicht ausreichen.

    Das sie morgens weint, bricht dir sicher das Herz. Sie spürt sicher, dass du gute Miene zum "bösen" Spiel machst und es dir selbst schwer fällt. Auf der anderen Seite zeigt es aber doch auch, dass ihr eine gute, sichere Bindung habt! :fungif52:
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