Fragen an die Zwei- und Mehrfachmütter

tesorotesoro

4,431

bearbeitet 8. 11. 2015, 14:48 in Geschwisterkinder
So langsam fange ich an, mir über diese Geschwister-Sache Gedanken zu machen.

Adrian freut sich total auf seinen kleinen Bruder, aber ich fürchte, dass er ein ziemlich idealisiertes Bild von dem kleinen Kerlchen hat (logischerweise).

Das wurde mir letztes klar, als wir Kontakt mit einem ca. 1 Jahr alten Mädchen hatten, das neugierig auf Adrian war und ihm ins Gesicht gegrapscht und einmal kräftig an den Haaren gezogen hat. Adrian ist natürlich voll ausgerastet, weil er nicht verstanden hat, dass die Kleine ihm nicht wehtun wollte, sondern nur neugierig war.
Ich habe versucht, ihm das zu erklären, aber er war total sauer! (Aus seiner Sichtweise verständlich....)

Das hat mich ins Grübeln gebracht und mir einen ganzen Horizont an Konfliktsituationen aufgezeigt (Fängt an mit dem zerstören eines mühsam gebauten Legoautos und hört auf beim in-den-haaren-ziehen).

Die Frage ist: Kann man irgendetwas präventiv tun, damit Adrian versteht, wie kleine Kinder ticken?
Wie habt ihr das gemacht?

Kommentare

  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    hm spontan würd ich aber sagen, der Unterschied zwischen einem mobilen 1-jährigen und einem kleinen Baby, das ihm erstmal kein Spielzeug wegnimmt oder ihn an den Haaren zieht, ist aber doch ein recht großer ;-) machst dir da nicht etwas zuviel Gedanken? :tröst:
  • Maja1978Maja1978

    1,148

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Um Prügeleien wirst du nicht umzu kommen. ;-)

    Nee im Ernst, er wird da so reinwachsen und lernen, dass so ein kleines Baby/Kind eben noch nicht immer alles mit Absicht macht. Und trotzdem wird es wahrscheinlich immer wieder Streit geben. Da spielt es keine Rolle, ob der Bruder (oder Schwester) nun 1 Jahr ist oder 3 oder 5. Wenn sein Lego-Auto zerstört wurde, ist er nun mal gefrusted.

    Hab ich damals was präventiv gemacht oder jetzt? Nö. Wie den auch? In den ersten Monaten können die Kleinen eh noch nicht viel machen und dann fängt das zusammen spielen ja so langsam am. Erst mit Babyspielzeug und dann später mit dem richtigen Spielzeug. Und dabei lernt man dann, auf die Kinder einzugehen, Streit vorzubeugen oder zu schlichten.
  • sandra_83sandra_83

    1,193

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    vorbeugend habe ich hier auch nix gemacht. auch hier entstehen situationen die wir immer wieder entschärfen müssen und wenn es ums lego-auto geht dann muss das baby lernen, dass es tabu ist. das heißt für mich ich hole ihn weg damit felix nicht traurig ist.

    der größte unterschied zu einem frendem kind ist die liebe. dein sohn wird das baby lieb haben und da ist dann auch von vornherein mehr verständnis da wenn mal ein turm umgestoßen wird. außerdem wächst er an seinen "aufgaben". felix zum beispiel baut für den emil sogar türme auf, damit er sie kaputt machen kann.
    aber ich sorge auch dafür das er seine zeit zum alleine spielen hat. dann bleibt die toleranz erhalten.

    wir großen neigen dazu uns über ungelegte eier nen kopp zu machen. ;-)
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Er wird da rein wachsen. Bis das Baby ihn an den Haaren zieht vergeht ja noch eine Menge Zeit. Da ist er schon routinierter großer Bruder. Ich glaube vorbereiten kann man da nicht viel. Wir haben das Buch "ich will auch Geschwister haben" von Astrid Lindgren immer mal wieder gelesen, weil da so schön immer wieder gesagt wird "Babys machen Mühe". Und das ist finde ich die wichtigste Botschaft am Anfang, und eben immer wieder mit dem Zusatz "und als du klein warst habe ich dich rumgetragen und du hast auf meinem Arm geschlafen".
  • MannaManna

    875

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Louis hat letztens im Sandkasten eine 5-jährige große Schwester kennen gelernt, der Bruder war so alt wie er ungefähr. SIe war total lieb zu ihm und als er die typische Babyuntersuchgrapschsachen machen wollte hat sie nur gegrinst und als es ihr zu viel wurde ist sie einfach weggegangen. Man sah die Routine und das Verständnis für die Kleinen die sie in den ersten 10 Monaten des Lebens mit ihrem neuen Bruder schon bekommen hatte
  • balou0204balou0204

    925

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Seh ich wie die Vorschreiberinnen. Da waechst er rein. Anfangs liegt das Geschwisterchen nur rum, da heisst es erstmal sich daran zu gewoehnen, das Mama und Papa jetzt durch 2 geht. Dann kam bei uns erstmal die Freude "kuck mal was er jetzt schon alles kann" und jetzt ist es "Mama, hol mal Nevio weg, der macht alles kaputt... :grin: ." Aber es wurde nie einer boese ueber eine unsanfte Untersuchung diverser Koerperteile. Das wird schon!

    Liebe Gruesse,

    Anja
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich kann mich auch meinen Vorschreiberinnen nur anschließen. Joelle war ja fast 6, als Jasmin geboren wurde, Jannik 3 3/4, und bei beiden war von Anfang an nur Begeisterung für die kleine Schwester da. Auch jetzt kommt zwar immer mal ein "Mama, hol die Jasmin da weg, die macht das kaputt", aber keiner von beiden würde je grob zu ihr werden. Joelle trägt sie höchstens schonmal weg und gibt ihr was zu spielen, wenn sie an ihre Sachen geht ;-)

    Erwähnenswert finde ich in der SS, dass das Baby am Anfang quasi nichts kann außer rumliegen, schlafen und schreien - manche Kinder haben ja doch die Vorstellung, mit dem Baby spielen zu können, und sind dann enttäuscht, dass das am Anfang halt nicht geht. Aber da Adrian ja auch schon 6 ist, ist das ihm sicherlich leichter verständlich zu machen, als einem kleineren Kind.

    Ansonsten ist glaube ich einfach wichtig, das große Geschwisterkind einzubeziehen. Wir haben z.B. oft auch gerade am Anfang Babyfotos von den Großen angeschaut und verglichen, wie sie in dem Alter von Jasmin aussahen und was sie gemacht haben. Oder ich habe ihnen von ihrer Babyzeit erzählt. Und sie durften natürlich immer viel helfen, z.B. Pampers anreichen (bzw. selbst wickeln).
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Schließe mich auch den Vorrednerinnen an. Bei uns ist der Unterschied 5 1/2 Jahre, also ähnlich wie groß wie bei Euch und das fluppt erstklassig. Der Kleine hat sich eingeschleimt durch eine BabyBorn samt persönlichen Brief an dier große Schwester im KH-Schrank. Inhalt: Entschuldigung dass Mama in den letzten Wochen ein Totalausfall war, Besserungsversprechen, Freude auf große Schwester, Mitbringsel zu groß für Mamas Bauch ;-) deshalb per Storchenpost in den Schrank geliefert. Es war Victorias allererstes Paket und sie hat den Bruder vom Fleck weg geliebt. Durch den Altersabstand ist sie viel verständiger und einsichtiger als jüngere Kinder und durch die lange zeit als Einzelkind ist die Bindung an uns Eltern tief und fest. Wir gehen mit beiden immer sehr liebevoll um, bevorzugen keines und sie lieben sich untereinander sehr. Manchmal stört er sie beim Spiel durch seine Amnwesenheit, dann musss man sie hakt trennen, aber normalerweisse streunt er irgendwo um sie und ihre Freundinnen herum und ihm reicht das einfach dabeisein dürfen um total glkücklich zu sein. Allerdings ist er auch eher der Typ phlegmatischer Nerd, das hilft sicherlich.;-)

    Also, geh es locker an, hör auf deinen Bauch, dann klappt das.
  • tesorotesoro

    4,431

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Okay, okay, ich mach mir hier echt Sorgen um ungelegte Eier, ich merk das schon... ;-)

    Das mit dem Begrüßungsgeschenk finde ich allerdings ist echt ne nette Idee. Ich würde das vielleicht nicht unbedingt so machen, sondern ein bisschen anders... ich glaube, dass der kleine Bruder das Geschenk schickt, lässt sich unser Großer nicht erzählen... das wird er nicht glauben, aber vielleicht so nach dem Motto: Weil Du großer Bruder geworden bist...
    Ich überleg mir das mal.
  • KatieKatie

    3,507

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Bei Nicolas war die größte Sorge, dass Babys so viel Spucke verlieren und alle seine Sachen nass werden :sad: Wir hatten in der Schwangerschaft öfter Besuch von einem zahnenden Baby... Mittlerweile geben sich die beiden Zungenküsse und lieben sich heiß und innig - vom ersten Moment an :knutsch02:
    Und auch hier gab`s ein "Großer-Bruder-Geschenk", kommt natürlich immer gut an. Auch wenn er am Geburtstag seiner Schwester selber Geburtstag hatte.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Hallo

    Du wirst das intuitiv, Situationsbedingt richtig machen. So allgemein kann man das nicht sagen. Mit deinem Großen reden, dem Kleinen dann aber auchv erbieten das gebaute zu zerstören. Du wirst eine Lösung finden, wenns soweit ist.


    LG
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