Kein Kita-Platz - dann Schadensersatz

bearbeitet 25. 10. 2016, 21:37 in Kita- Kiga- Tagesmutter
Eilmeldung von heute aus der Tagesschau BGH Urteil
http://www.tagesschau.de/inland/kita-urteil-105.html

Kommentare

  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    kein Kita platz ist ja oft nicht das problem. aber einen in erreichbarer Nähe und dann noch wo das konzept auch passt und man das gefühl hat, das Kind ist gut Aufgehoben... ein Grund warum mein Kind dann letztendlich jetzt lange zuhause bleibt (nur evtl. das Vorschuljahr in KiGa)...

    hab ne Freundin, die um 8 anfangen musste zu Arbeiten. Aber erst 7.45 Uhr das kind in den KiGa bringen konnte. und dann noch 20-25 min . Arbeitsweg hat. äh ja.. wie soll man sowas machen :sad:
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Das macht man, indem entweder der Partner, oder eine Tagesmutter das Kind bringt.
    Ja, kein Witz. Eine Bekannte von mir musste täglich eine Tagesmutter für 20 Minuten !! bezahlen, weil ihr Kiga halt diese 20 Minuten zu früh schloss, als das sie ihr Kind selbst von dort hätte abholen können.

    Hier wo ich wohne gibt es Kitas die i.d.R. von 7.00 - 7.15Uhr oder spätestens 7.30Uhr öffnen. 8 Uhr ist ja nun schon eine ziemliche Standart Arbeitszeit. Problem ist hier eher das Ende.
    Manche machen 15.30Uhr zu. Spätestens 16.30Uhr.

    Teilzeitjobs sind da vielleicht noch machbar, Vollzeit (oder wie bei mir: Teilzeit + ätzend lange Anfahrt), nicht.
    Zumindest nicht ohne Hilfe.
    (Ich fange auch 8 Uhr an, muss aber über eine Stunde fahren, bin also i.d.R. schon 6.45Uhr los. Da ist sogar 7.00Uhr für mich zu spät. Glücklicherweise hat mein Mann Gleitzeit.)

    Da hilft nur reden. Vielleicht andere Mütter fragen ob man da was organisieren kann. Oder das Jugendamt fragen wegen Tagesmuttervermittlung, falls die Hilfe des Partners oder anderer Familienmitglieder nicht möglich ist.

    Kind ganz ohne Kindergarten wäre ehrlich gesagt nicht mein Weg. Spätestens mit 4 Jahren, meine persönliche Meinung zumindest, gehört ein Kind mindestens Vormittags da rein. Die sozialen Kompetenzen, die Kinder dort erwerben, fehlen sonst einfach für die Schulzeit. Aber wie gesagt, dass ist nur meine Meinung. Meine Zwillingsneffen waren auch nie in einer Kita, allerdings bei einer Tagesmutter mit 4 anderen Kids. Sind auch tolle Jungs geworden. Ich kenne allerdings auch andere, die nie im Kiga waren und das hat ihnen nicht gut getan.
  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    die möglichkeit mit Tagesmutter hatte sie schon finanziell gesehen nicht mehr :( zudem die hier mehr als Rar sind, du findest kaum eine. Manchmal echt schwierig mit der Kinderbetreuung. grad wenn mans braucht.

    Ich bin auch ohne KiGa groß geworden, meine Mutter war aufm Dorf, hätte keine Fahrmöglichkeit 2 dörfer weiter gehabt für Kindergarten, da ich aufm Dorf in der Zeit soweit ich weiß, die einzige war, die in diesen Kindergarten gegangen wäre. Aber ich denk geschadet hats mir nicht, da waren viele Dorfkinder zuhause. Hier bei uns sind im Haus und im Nebenhaus mehrere Kinder ohne Kindergarten. Vor allem den Sommer über und auch sonst an sonnigen Tagen spielt sich das Leben der Kinder hier zwischen den Häusern ab :) mal sehn obs bei uns dann ab 5 Jahren klappt. aber an die vielbelobten sozialen Kompetenzen glaub ich inzwischen auch nicht mehr so ganz. Aber gut das wäre Stoff für ein anderes Thema ;-)
  • maxi37maxi37

    5,192

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich bin froh, das mich das alles nicht mehr betrifft. Wir hatten damals Glück, Kita war in der Nebenstraße und die Kita öffnet um sechs und schließt siebzehn Uhr.Tim ist damals mit einem Jahr und zehn Monaten rein. Sein Platz war damals schon frei.
  • NaninasNaninas

    594

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Das mit den Öffnungszeiten ist das schöne bei uns in den neuen Bundesländern. 6-16 Uhr, oft auch bis 17 Uhr ist Standard. Aber dafür gibt es natürlich auch Aspekte, die hier schlechter laufen als tendenziell in den alten Bundesländern.
  • maxi37maxi37

    5,192

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    der Kiga, der hier zwei Häuser weiter ist, schließt sogar erst achtzehn Uhr und hat keine Sommerschließzeiten. Wobei ich Tim damals immer direkt nach der Arbeit geholt und an freien Tagen gar nicht hingeschafft hatte. Und in der Spät hatte ihn Mama auch spätestens fünfzehn Uhr geholt.
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Da wo ich wohnte als ELias klein war spielten keine Kinder zusammen. Jeder spielte in seinem Garten, mit seinem eigenen Trampolin oder Gartenhaus und lud höchstens mal alle paar Wochen ein Kind ein, dass man aus Familie oder Bekanntschaft kannte. :sad:

    Für Elias war es absolut wichtig in eine Kita zu gehen, die auch gut war.
    Und auch für viele Kinder, die zum Beispiel zu Hause eine andere Sprache und/oder Kultur lernen, als die Deutsche ist es wichtig in den Kindergarten zu gehen, weil sie sonst in der Schule Probleme bekommen.
    Habe ich alles schon gesehen und rücke da nicht von meiner Meinung ab. ;-)

    Aber wenn das so nachbarschaftlich gut läuft in eurem Dorf, dann ist es natürlich vielleicht etwas anderes. :smile: Diese Art der Gemeinschaft, habe ich so den Eindruck, geht leider oft in größeren Städten irgendwie verloren. :sad:
  • NaylaNayla

    1,534

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich bin der Meinung das das ganze System überarbeitet werden muss und das dringend!

    Früher hatte man oft die Möglichkeit seine Kinder bis zum 3 Lebensjahr oder länger zuhause zu betreuen, eben weil auf Oma, Opas ect. zurück gegriffen werden konnte wenn betreut werden musste. Viele Eltern bekamen Obst & Gemüse geschenkt zb. von Oma & Opa. Die Lohnstruktur war anders aufgebaut als heute und es ging vielen finanziell nicht gut aber man konnte dennoch die Kinder zuhause betreuen.

    Heute muss eine Mutter oft arbeiten gehen weil das Geld leider nicht mehr reicht oder aber auch weil eine Mutter so unter Druck steht Familie und Job unter einem Hut zu bekommen. Mein Mann verdient gut aber als zb. Kiara in den Kiga ging und Ilias zur Tagesmutter, ging fast das komplette Kindergeld für die Betreuungskosten drauf.

    Hier hat man unser Jugendamt zu dem Thema interviewt, man solle auf Tagesmütter & städt. Einrichtungen zurück greifen.
    Klar, unsere Tagesmütter sind nicht über Monate ausgebucht und man möchte ja nicht die Wahl haben in welche städt. Einrichtung sein Kind geht.

    Lange Öffnungszeiten für Kitas, auch wenn ich die Notwendigkeiten vollstens nachvollziehen kann aber ein kleines Kind, gehört meiner Meinung nach zu seinen Eltern und nicht stundenlang in eine Einrichtung bzw. gehört nicht über Nacht in eine solche Einrichtung.

    Ilias geht ja seid Sommer in den Kiga und dieser tut ihm gut aber das ist wirklich von Kind zu Kind unterschiedlich. Ein Kind ist ab 2,5 Jahren in der Regel Kiga tauglich.

    Die Problematik besteht schon ewig aber wir Eltern werden immer wieder vertröstet bzw. an der Nase herum geführt.
  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    ja so ist es leider. Kann dein Posting zu 100% unterschreiben. Hinzu kommen überfüllte Einrichtungen, überforderte Erzieher... leider erst neulich mitbekommen von Bekannten - da wurde die Tochter bestraft im KiGa, weil sie bei Aufregung etc nicht Deutsch sondern Polnisch spricht (ihre Muttersprache) und die Erzieherin muss total rumgebrüllt haben. Haben dann einige andere Eltern mitbekommen und nun geht das ganze rechtliche Wege. Sowas passiert einfach aus dem ganzen System heraus!

    Bei uns kommt dann noch dazu - ich bekam für Jonas auch nur ellenlange wartelisten hier in der Nähe. wollte ihn ja ab 4 in den KiGa gehen lassen. der einzige Platz, den wir bekommen haben, ist leider für uns unerreichbar. Und das weil ich nicht schon in der Schwangerschaft angemeldet hab ( ich wusste das schlicht nicht) sondern erst mit 2 Jahren angefangen hab, was zu suchen. das ist nun der Dank.

    Und letzten Endes hab ich volles Verständnis, dass viele Eltern arbeiten müssen. aber wenn ein großer Teil Geld für Betreuung drauf geht - wofür bekomm ich dann Kinder, wenn ich solange arbeiten muss, nur um das alles wieder zu finanzieren? Klar manchmal ist es nötig. manchmal aber eben auch nicht. Und warum nehmen Eltern Betreuungsplätze weg, schon in den Krippen, die eigentlich gar nicht arbeiten, sondern dann den ganzen Tag zuhause hängen (hab ich hier in der Nachbarschaft). Ok für die Kinder ist es manchmal besser so :scratch.: aber trotzdem... das muss einfach nicht sein. Unsere Nachbarländer zeigen, dass es teilweise besser zu organisieren geht!
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Eure letzten beiden Postings sprechen mir sooo aus der Seele, das glaubt ihr gar nicht!

    Ich bin ja jetzt ein 2. Jahr in Elternzeit und glaubt mir, ich bin ein Exot und abgesehen von meinem Mann, meinen Kindern und meinen Schwiegereltern halten mich alle für bekloppt.
    Finanziell? Tja, nein, eigentlich können wir uns das nicht leisten, obwohl mein Mann gut verdient. Aber irgendwie versuchen wir halt durchzukommen das eine Jahr.

    Das Problem mit längerer Elternzeit ist schlicht und ergreifend, wieder den Anschluss an den Job zu finden, wenn man zu lange draussen ist. Nach einem Jahr zurück zu kehren ist meistens kein Problem. Nach zwei Jahren schon schwieriger, nach dreien? In den meisten Jobs kaum möglich. Meine Nachbarin wurde nach der Elternzeit gekündigt, gleich am 2. Tag als sie wieder in der Firma war. Und dann durfte sie sich einen neuen Job suchen, was mal so richtig ätzend ist mit kleinem Kind. Das Arbeitsgericht meinte dazu nur, ob sie wirklich in den Saftladen zurück wolle? :flaming01:

    Tja und am Ende? Rente im Eimer, Familieneinkommen mit nur einem Verdiener reicht bei den meisten Familien nicht... ich frage mich auch immer, wie das früher geklappt hat, wo es doch völlig normal war, wenn die Frauen die ersten Jahre zu hause waren. Meine Schwägerin damals hat erst wieder gearbeitet als die jüngste der drei Kinder in die Weiterführende Schule kam. Und das war völlig ok. Heute undenkbar.


    Ich finde auch das Kinder so jung nicht in eine Kita sollten. Aber wenn schon, dann sollten die Kitas dafür auch gut ausgestattet sein. Und so ab 2 - 2,5 Jahre können die allermeisten Kinder gut in die Kita. Ab 4, finde ich wie gesagt, bringt es auf jeden Fall etwas, zumindest für 25 Stunden die Woche.
    Nachts ist aber absolut indiskutabel. Schwierig, da einen gangbaren Weg zu finden.
  • NaylaNayla

    1,534

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Meine Cousine kann sich den Luxus erlauben zuhause zu bleiben!
    Ihr Lebensgefährte ist selbstständig und Holländer, da ist das auch alles finanziell gut geregelt.
    Dennoch dürfen wir unser System nicht mit anderen Ländern vergleichen, die haben eine ganz andere Infrastruktu :sad:

    Ich hatte dolle Bauchweh Ilias in den Kiga zu geben und auch die Erzieher!
    Die Gruppe war bei seiner Tagesmutter ja klein und alle Kinder in seinem Alter und jetzt sollte er mit so vielen Kindern zusammen sein? Unser Glück war, das Ilias seid Geburt dort ein und aus geht, seine Schwester in die gleiche Gruppe geht und wir wirklich tolle einfühlsame Erzieherinnen haben. Und mit Ilias gibt es noch ein U2 Kind.

    Wurde ja auch nach beiden Kindern gekündigt als ich wieder einsteigen wollte in meinen Job, zeitlich war ich halt nicht mehr flexibel. An meine Rente will ich gar nicht denken, ein trauer Spiel. Die Altersarmut wird immer größer und da tut unser Staat auch nicht wirklich irgendwas gegen. Außer das man selber sparen soll aber wovon?

    Tja, dass ist unser System und es wird nicht besser, im Gegenteil :eek01:
  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 01:00
    Ich kann mir den Luxus momentan auch erlauben. das mit der Rente hab ich eh schon abgeschrieben. ich schätze wir kriegen eh kaum noch was. egal wie gut wir einzahlen. leider traurige Tatsache :sad: aber meinem Kind was fürs Leben mitzugeben ist mir jetzt im Moment einfach wichtiger. Wobei wir finanziell schon knabbern. eigentlich sollte Jonas ja wenigstens ein paar Stunden die Woche in Betreuung. Aber wie du sagst, Nayla, find mal nen Job wo man in den wenigen Stunden Betreuung dann arbieten darf. die meisten wollen doch komplett flexibel :(
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