Sehr interessanter TV-Tipp für 09.09.2004, WDH 22.05.2005

AnonymousAnonymous

59,500

bearbeitet 30. 06. 2005, 22:59 in Plauderecke
Evtl. ist einigen von euch das "Oldenburger Baby" ein Begriff. Dahinter steckt Tim, ein kleiner, mittlerweile 7 Jahre alter Junge, der in der 25. SSW hätte abgetrieben werden sollen, weil er Down-Syndrom hat. Was heißt, "hätte abgetrieben werden sollen"..... Er wurde abgetrieben und hat überlebt. Auf der Seite http://www.tim-lebt.de/ könnt ihr sein Schicksal nachlesen.

Jedenfalls bekam ich heute folgende Mail:
Am Donnerstag, 09. September 2004 um 23.00 Uhr zu Gast bei "Johannes B. Kerner" im ZDF:

Simone und Bernhard G., Pflegeeltern des kleinen Tim. Dessen leibliche Mutter wollte ihn in der 25. Schwangerschaftswoche abtreiben lassen, als sie erfuhr, dass ihr Kind mit Down-Syndrom zur Welt kommen wird. Tim überlebte seine eigene Abtreibung, obwohl er erst nach neun Stunden ärztlich versorgt wurde. Schwerstbehindert aber glücklich lebt der temperamentvolle 7-Jährige in seiner Pflegefamilie - gerade wurde er eingeschult.
Ich denke, diese Sendung wird die Diskussion um Pränataldiagnostik und legale Spätabtreibungen (hoffentlich) wieder gründlich entfachen.

Liebe Grüße

Gisela

Kommentare

  • MimiMimi

    1,643

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hochemotional ist der Zustand, in den ich komme, wenn ich über Tim nachdenke. Ich kenne seine Geschichte ein bißchen.

    Himmel ich versteh es nicht. Der Kampf als mein Sternchen ging (und da war ich gerade mal überfällig!) hat mir schon zugesetzt. Was macht eine solche GEburt mit einer Frau. Wie kann man sich dafür entscheiden? Das sind doch Kinder! Oder nicht? Und wenn dann eben nicht der Tod eintritt sondern das Leben seinen Weg geht - wie kann man weiter ablehnen. Hier ist FÜR MICH der Punkt erreicht, wo ich wirklich nicht mehr mitkomme.

    Wir erleben es doch gerade bei Mönchen und Melissa. Wieviel mit positiver Kraft möglich ist.

    Ich weiß, viele Fragen kann man erst beantworten, wenn man persönlich betroffen ist. Vielleicht bin ich jetzt auch ungerecht gegenüber den Frauen, die sich nicht anders zu helfen wissen. Aber so fühle ich nun mal....
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich kanns auch nicht verstehen. als ich mit niki in der klinik lag, war es mir so egal was das kind hat. hauptsache es bleibt und kommt zur welt. damals war ich in der 16. woche. ich fand es krass, wenn ärzte sagten: nehmen sies nicht so tragisch, das passiert, sie haben doch schon 2 gesunde kinder!
    oder meine mutter: du willst dir doch wohl nichts geben lassen, damit ein behindertes kind auch bleibt?
    ich kann dich verstehen mimi!
    und diese sendung werde ich mir auf alle fälle ansehen, auch wenn sie spät kommt.
  • Kayleigh119Kayleigh119

    3,579

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Da bekomme ich sofort Gänsehaut. Werde ich mir auf alle Fälle ansehen.
  • MonifloriMoniflori

    4,530

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich war gerade auf der Internet-Seite tim-lebt und habe sie mir durchgelesen. Jetzt bin ich mehr als geschockt, vor allem über folgende Passage, die danach folgte, dass ca. 30 % der spätabgetriebenen Kinder überlebensfähig sind:
    Um das zu verhindern, gehen viele Mediziner heute "auf Nummer sicher": Sie töten das Kind vor der Geburtseinleitung mit Prostaglandinen noch im Mutterleib durch eine tödliche Kaliumchlorid-Injektion ins Herz.

    Da lassen die Ärzte einen Menschen der gerade das Licht der Welt erblickt hat alleine ohne Versorgung 10 Std. kämpfen??? :shock:

    Und was bitte sind das für Eltern? Solchen Menschen sollte man verbieten Kinder zu bekommen. Tatsache ist aber leider, dass das Gesetz solche Morde erlaubt.
    Sorry, aber es ist doch eindeutig Mord, was hier geschieht. Bei einer Abtreibung ansich, kann man noch diskutieren, wenn auch schwer, aber hier wird gezielt eine Spritze ins Herz gesetzt!!!

    Tut mir leid, dass ich hier so konfus schreibe, aber ich kannte das nicht und bin wirklich ganz außer mir...
  • RegulaRegula

    952

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich glaube nicht, dass ich mir die Sendung ansehen werde :cry::cry::cry:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Es ist ja so, dass es zu diesen Zeiten auch extreme Frühgeburten gibt, für die dann ein Zimmerchen weiter, die Maximaltherapie läuft. Das ist schon eine Ironie....
    Übrigens werden die Spritzen auch nicht selten angewendet, wenn z.B. bei künstlichen Befruchtungen, "zuviele" Kinder entstehen.
    Zum Beispiel: Sechslinge, schwere Komplikationen, Risiko, dass alle nicht überleben...tja und dann "reduziert" man auf vier oder drei, damit die ein Chance haben.
  • MonicaMonica

    1,525

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab meinem Mann zwar eine Notiz gmacht, dass er die Sendung aufnimmt, aber vieleicht ists besser ich schaus mir an wenn mein Hormonhaushalt wieder im Normalzustsand ist.

    Als ich zum Ultraschall in der 12 Woche war stand für mich schon fest: Wenn diese Nackenfalte entdeckt wird, gehe ich trotzdem nicht zur Fruchtwasseruntersuchung.
    Glücklicherweise sieht mann man das Thema genauso wie ich: Abtreibung, egal wann, ob das Kind behindert ist oder nicht, ist nun mal Mord.

    Über frühe Abtreibungen lässt sich vieleicht noch diskutieren, ich weiss z.B. nicht wie ich die Sache sehen würde, wenn aus einer Vergewaltigung heraus ein Kind entstehen würde. Ich glaube eine Abtreibung könnte ich trotzdem nicht übers Herz bringen. Leben ist nun mal Leben.

    Von einer Spritze ins Herz hab ich vorher noch nie gehört. Das ganze Thema ist so etwas von empörend. :flaming01:
    Was ist eigentlich mit diesem Eid den die Ärzte geben müssen, Leben zu erhalten - das muss doch auch für fehlgeschlagene Abtreiblinge gelten!?!

    In der 25. Woche hab ich schon derart and das 'Klopfen im Bauch' gehangen. Welche Ängste hab ich gehabt - ja hab ich sogar noch, dass dieses Leben mir wieder weggenommen werden könnte. Das alles freiwillig loszulassen, nur weil das Leben mit einem behinderten Kind schwieriger ist?
    Ich kenne einige behinderte Kinder, sicher ist das Leben mit ihnen nicht immer angenehm und man trifft auch immer wieder auf Unverständnis mit Ihnen in der Öffentlichkeit. Aber die Kinder, wenn sie mit liebe groß gezogen werden, sind trotzdem lebensfroh und bereiten ihren Eltern Freude.

    Jetzt mal eine ketzerische Frage: Ein Kind mit ADS ist auch SEHR anstrengend, und ein Leben mit Ihnen ist wesentlich schwieriger als gesunde Kinder, und das Unverständnis/Intoleranz der Öffentlichkeit teilweise sogar noch größer. Die Kinder habens schwerer im Leben als andere.
    ADS kann man anscheinend in der SS noch nicht feststellen, wäre das auch eine Rechtfertigung zur Abtreibung?
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    eine ketzerische antwort von einer mama mit sehr anstrengendem kind: ;-)
    Ja, mit sicherheit würde das bei einigen auf offene ohren stoßen. vielleicht könnte bei der gelegenheit auch gleich noch der iq untersucht werden? alles was unter realschulgrenze liegt müsste dann wirklich nicht mehr sein! oder vielleicht noch die veranlagung zu unreiner haut?
    das wär doch was! :flaming01:
  • MimiMimi

    1,643

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich denke eben auch, daß es Mord ist. Von der Spritze bei Mehrlingen nach künstlicher Befruchtung hatte ich auch schon gehört - bzw. die Sendung kam, als ich so 25. SSW war. Mein Mann konnte mich kaum beruhigen. Vor allem, weil es eben hier in Europa passiert - es ist ganz normal.

    Bei Behinderungen kann man ganz, ganz, ganz vielleicht noch überlegen. Aber wenn ich mich befruchten lasse mit X Embryos, dann muß ich damit rechnen, daß ich X Kinder bekomme. Und eben nicht X-2 oder so....

    Ich werde es mir nicht ansehen. Das ist mir zu heftig. Meine Meinung kann es eh nicht ändern - ich bin gegen diese Praktiken.
  • MonicaMonica

    1,525

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Majonie schrieb:
    eine ketzerische antwort von einer mama mit sehr anstrengendem kind: ;-) :

    Ich hoffe, daß ich niemanden verärgert habe. :oops:

    Selber habe ich kein Kind mit ADS, aber Verwandte und Bekannte, von Ihnen weis ich wie anstrengend das Familienleben sein kann.
    Und vor allem kenne ich die intolleranten Sprüche von Aussenstehenden z.B.: 'Dem gehört mal ordentlich der Arsch versohlen' usw.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Unsere Maus ist ja zum Glück ein ruhiges Kind das viel Zeit für sich alleine braucht. Sie kann aber auch aufdrehen und springt dann über Tisch und Stuhl. Mein Patenkind war bis vor ca. 2 Jahren ein sehr lebhaftes Kind das einen grossen Bewegungsdrang hatte. Meine Tante wurde von der Familie immer komisch angeschaut und gefragt ob sie ihr Kind nicht erziehen könne. Auch so Kommentare wie dem gehört mal der Arsch versohlt waren dabei. Komisch war nur das wenn ich auf ihn aufgepasst habe er sich auch mit ruhigem spielen befassen konnte z.B. malen, puzzeln, brettspielen,etc. Diesen Sommer ist er 11 geworden und sein Temperament hat merklich nachgelassen und er bekommt keine Medikamente zum ruhigstellen! Es hat sich einfach mit viel Sport und Bewegung im Freihen verwachsen.

    Zu dem Thema mit Behinderten Kindern... in meiner Realschulklasse war ein Junge mit Down-Syndrom. Er hat einen ganz normalen Realschulabschluss gemacht und gleich im Anschluss eine normale Lehre angefangen. Der einzige Unterschied zu uns war sein äusseres und das er ca. 3 Jahre älter war als wir anderen.

    Natürlich muss jedes Elternpaar für sich entscheiden ob man sich zutraut ein Kind mit einer Behinderung zu fördern, denn das ist einiges an Arbeit. Aber genauso schaut es doch nach unfällen oder krankheiten aus die eine Behinderung mit sich bringen können. Für meinen Mann und mich steht allerdings fest das wir ein Kind mit einer Behinderung genauso lieben können wie ein gesundes Kind.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich kann sowas nicht nachvollziehen, habe aber auch noch nie von dem Fall gehört. Ich dachte immer das Abtreibungen aus Medizienischen Gründen bis zur 23 SSW erlaubt sind? Obwohl ich das auch für zu spät halte. Nein, eigentlich hat jedes Leben ein Recht auf Leben und auch mein Sternchen, bei dem ich nur das Herzchen gesehen habe, auch ein Kind in diesem Frühstatium würde ich niemals Abtreiben...

    Irgendwie ist das mit der Künstlichen Befruchtung echt krass. Erst wollen Sie ein Baby und dann bringen sie die Babys um :flaming01: Das kann ja wohl nicht war sein :cry:

    Ich denke ich sehe mir das auch nicht an, ich bin sowieso so empfindlich in diese Richtung.
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    nicht doch, du hast keinen verärgert :lol:

    sonnenblume: das mit der 23.woche stimmt schon- allerdings wird damit das direkte alter des kindes gemeint. also eigentlich 23+2 insgesammt 25. woche seit der letzten regel. seit befruchtung 23. woche...
    alles unklar?
    der kleine kerl wog ja um die 650 gr. und war über 30cm. groß! heutzuztage gute startbedingungen für extreme frühchen...

    irgendwie gehören eltern und ärzte bestraft. die einen weil sie sehr wohl um die überlebensmöglichkeit wussten und die anderen dafür das sie ihn haben 10 stunden unversorgt gelassen :flaming01:
  • RegulaRegula

    952

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das Ganze macht mich so traurig, betroffen und dankbar. Ein Wechselbad der Gefühle. Ich denke ich werde Dario heute extralang knuddeln, wenn er wach wird ;-)

    Ich habe mir auch schon überlegt wohin das führen wird. Wann ist ein Mensch noch "lebenswert" und wann nicht? Was wenn man im Fruchtwasser den IQ bestimmen kann? Oder ob eine Brille benötigt wird? Oder ob in späterem Alter eine Krebserkrankung möglich ist?
    Wie lange wohl, bis Krankenkassen jegliche Unterstützung für "solche" Fälle ablehnen, da man ja Frühdiagnose hätte machen können? (aber das ist wieder ein anderes Thema)
    Unvorstellbar für mich ist es, ein Kind in der 25. Woche abzutreiben, ich habe Dario schon in der 19. Woche gespürt, sein Herz in der 11. Woche gesehen, es wäre für mich nicht mehr möglich gewesen. Er war von da an "mein Kind"
    Für mich gehört das Liegenlassen von lebenden Frühgeburten zu Mordversuch...
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich stell mir nur grade vor, ich bin da Assistenzarzt oder Krankenschwester oder was auch immer, und gucke nach einer Viertelstunde mal routinemäßig ins Zimmer, ob das Herz denn nun aufgehört hat zu schlagen... und nach 2 Stunden nochmal... und nach vier Stunden nochmal... und nach acht schlägt es immer noch...

    *schauder*
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Und die Schwester, die die danach sehen muss, würde wahrscheinlich gerne helfen?? Und kann nicht? Und was soll der Blödsinn, das die nicht damit gerechnet haben, das das Baby lebend auf die Welt kommt, es hat doch auch im Bauch noch gelebt, denen musste doch klar sein, das es erst später stirbt. Was sind das für Menschen.
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Auf einer der Links von der Seite, die Gisela gepostet hat, stand, dass das wirklich Standardprozedur sei bei "Spätabtreibungen"-- das Kind wird in warme Decken gewickelt und in einen abgedunkelten Raum gelegt, und dann wartet man, bis das Herz von selber aufhört zu schlagen.

    Als Kind habe ich mal versehentlich beim Aquariumsaubermachen einen Wels miterwischt, als ich eine alte Wurzel weggeworfen habe. Der Wels lag dann mit der Wurzel in der Mülltonne und als ich etwas später wieder an die Mülltonne kam, machte er so Knarzgeräusche. Ich war wie versteinert, habe aber schnell den Deckel wieder zugemacht und sogar vor mir selber so getan, als hätte ich es nicht gesehen, und bin dann irgendwann wiedergekommen, und habe gebetet, er möge aufgehört haben zu knarzen. Das verfolgt mich heute noch.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja, wahrscheinlich mussten die die den kleinen da noch gefunden haben, auch in Behandlung. Sicher waren es nicht die Eltern, das wäre besser gewesen :flaming01:
  • MonicaMonica

    1,525

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich war auf der Seite von Tim... Ich musste da weg.

    Ich hätte das mit den Abtreibungsmethoden nicht lesen dürfen.
    Ich hatte mir nie Gedanken drüber gemacht. Die Frauen bringen die Kinder als normale Geburt zur Welt!?!

    Niemals würde ich das durchstehen.

    Der Gedanke an die Spritze in Herz macht mich so unsagbar traurig.
    :traurig07:
    Wie sehr hab ich mich gefreut als der Arzt mir in der 7. Woche gezeigt hat wie das Herzchen schlägt. Ich bin zu jeder VU und konnte erst wieder ruhig durchatmen wenn ich das Herzchen hab pochen sehen.

    Niemals könnte ich zusehen wie es aufhört.
    Ich stell mir nur grade vor, ich bin da Assistenzarzt oder Krankenschwester oder was auch immer, und gucke nach einer Viertelstunde mal routinemäßig ins Zimmer, ob das Herz denn nun aufgehört hat zu schlagen... und nach 2 Stunden nochmal... und nach vier Stunden nochmal... und nach acht schlägt es immer noch...
    Unvorstellbar, einfach traurig

    Das alles wegen Down Syndrom, so schlimm ist das doch gar nicht oder?
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Was heißt hier "schlimm"--das Down-Syndrom oder Trisomie 21 ist eine geistige Behinderung, die aber auch verschieden stark ausgeprägt sein kann. Es gibt Kinder, denen sieht man es nur schwach an und auch geistig sind sie fast "normal" und machen auch Schulabschlüsse. Es gibt aber auch schwerere Fälle geistiger Behinderung mit Trisomie 21. Soweit ich weiß, ist die Lebenserwartung solcher Menschen niedriger; manche müssen ihr Leben lang betreut werden.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wer das nicht gesehen hat, ist selber schuld.

    Auf die Problematik der Spätabtreigungen wurde nicht viel eingegangen, eher auf das heutige Leben von, mit Tim. Ein lebensfroher, kleiner Knilchi, dem es körperlich wahrscheinlich erheblich besser gehen würde, wäre er nicht in der 25. SSW zur Welt gekommen...

    Die Pflegefamilie des kleinen Tim hat übrigens noch ein weiteres Pflegekind aufgenommen. Ein kleines Mädchen, ebenfalls mit Down-Syndrom.

    Meine größte Hochachtung vor dieser Leistung! :grin:

    Tja... Was soll ich noch sagen? Ich stehe heute mehr denn je zu meiner Einstellung, dass jedes Menschlein ein Recht aufs Leben hat...

    Nachdenklich und ziemlich berührt... :oops:

    Gisela
  • KersiKersi

    920

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    das jeder mensch ein recht auf leben hat, der meinung war ich auch schon immer. da darf keiner gott spielen, auch nicht die werdenden eltern...sofern man diese leute noch eltern nennen darf. mein bruder ist auch geistig und körperlich 100% behindert (authistisch, gibt nur laute von sich, kann nicht laufen) und in der familie meines freundes gibt es auch 2 fälle, die aber nicht so schwer sind wie bei meinem bruder. als ich schwanger war, stand für mich von anfang an fest, sollte sich bei uns auch eine behinderung herausstellen, werde ich mich NIEMALS gegen dieses kind entscheiden.
  • RegulaRegula

    952

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich wollte eigentlich die Sendung sehen, habe aber ausgeschaltet, als über die diversen Spätabtreibungsmethoden gesprochen wurde.
    Dieser Tim ist ein süsser Bengel und ich freue mich für ihn, dass es ihm jetzt gut geht!
  • Kayleigh119Kayleigh119

    3,579

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich habs auch gesehen, und fand die Eltern klasse ! So positiv und lebend-bejahend. Super !
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich finde es prinzipiell gut, wenn sich Eltern Gedanken darüber machen, ob sie in der Lage sind, ihr Kind, ob nun behindert, oder nicht behindert aufzuziehen. Allerdings bin ich der Meinung, das man sich diese Gedanken VOR der Zeugung eines Kindes stellen muß. Und dann so oder so die Konsequenzen daraus ziehen muß: entweder man akzeptiert das Kind wie es ist oder man läßt es von vorne herein bleiben!
    Ich finde, jeder, der Sex hat, muß damit rechnen, das ein Kind daraus enstehen kann, keine Verhütung ist schließlich hundertprozent sicher. Wenn man die Verantwortung (die auch darin bestehen kann, das Kind zur Adoption freizugeben!) nicht tragen kann, die daraus entsteht ist man (noch) nicht reif dafür. Das gilt auch für die etwas älteren!
    Ich könnte den ganzen Tag nur heulen, wenn ich mir überlege, wie viele Kinder umgebracht werden, weil eine Behinderung diagnostiziert wurde, obwohl es garkeine gab.... tolle Technik! Ich finde diese ganze Überwachung in der Schwangerschaft ohnehin völlig übertrieben! Den schlimmsten Moment hatte ich, als ich bei der Feindiagnostik auf der Liege lag und mir klar wurde, was da überhaupt passierte. Dinge, die ich nicht hätte wissen wollen. Die Freundin einer Freundin läßt gerade eine Fruchtwasseruntersuchung machen. Sie sagt, das sie kein behindertes Kind akzeptieren wollte, dafür wäre sie zu egoistisch. Wenn eine Behinderung allerdings durch die Geburt verursacht würde, dann wäre es ja was anderes, da hätte sie sich ja schon an das Kind gewöhnt... Wo ist denn da der Unterschied? Ob man in der 4. oder 40. Woche schwanger ist? Wie kann man nur so rational, so berechnend und kalt sein? Als wir in der 11. Woche zum Ultraschall waren, da haben wir geheult, weil unser Kind sich bewegt hat (die Ärztin: "Es winkt!"). Damit hatten wir nicht gerechnet. Und zu der Zeit darf man noch abtreiben?
    Ich habe eine Weile in einem Behindertenheim gearbeitet, seitdem habe ich zu der Problematik eine absolut kompromißlose Meinung! Niemand hat das Recht, den Wert eines anderen Menschen zu bemessen!!!
    ...und überhaupt könnte ich über jedes getötete Kind heulen :cry::cry::cry:
  • MonicaMonica

    1,525

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ Rigmor

    Du sprichst mir aus der Seele.
  • RegulaRegula

    952

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mir auch rigmor :troest:

    Im Übrigen finde ich die ganze Situation schizophren. Vor ein paar Monaten wurde in der Schweiz eine Sendung von BBC gezeigt, in welcher frühgeborene Zwillinge gezeigt wurden, welche mit allen Mitteln am Leben erhalten wurden. Waren glaube ich die frühst geborenen Kinder, die noch überlebt haben (weiss leider die SS Woche nicht mehr - aber es war auch so um die 25. Woche rum) Diese Zwillinge sind ebenfalls schwerstbehindert.

    Irgendwie macht mir diese Willkür wenn über Leben oder Tod entschieden wird Angst.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich glaube das habe ich auch schon mal gesehen. Die waren hinterher beide Blind und Taub oder?

    Also die haben auch den Eltern die Wahl gelassen ob die zwei die medizinische Hilfe bekommen sollen oder nicht.

    Mal ganz ehrlich, wer würde das ablehnen?

    Wir sehen und denken, man die armen Kinder können nicht sehen oder hören oder noch viel schlimmeres... Aber ist nicht jedes Lächeln dieser Kinder ein Zeichen, das Sie so wie sie sind glücklich sind? Das sie es ja auch nicht anders kennen. Da kann man doch nicht für sie entscheiden, das sie nicht ausreichend "normal" sind zu überleben.

    Jeder Mensch hat doch eine eigene Seele und egal wie die Hülle ist.
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich muss gan ehrlich sagen, dass ich nicht weiß, wie ich dazu stehe. ich *glaube*, dass ich Rigmors Meinung (und die allgemein vorherrschende) teile, aber bin mir auch ziemlich sicher, dass ich das nur sicher wissen kann, wenn ich jemals in einer solchen Situation (gewesen) wäre.

    Ich habe als selbst erlebtes Beispiel leider nur ein Horrorszenario vor Augen, als ich als Kind miterlebte, wie die Familie meiner Freundin an der schweren Behinderung ihres jüngeren Brüders zerbrach. Trotz all der Lebensbejahung und er Liebe zu dem Jungen, die ich auch immer mitbekommen habe, gab es da auch Abgründe, die einfach schrecklich waren--wenn von der "gesunden" älteren Tochter erwartet wurde, immer zu funktionieren, bis hin zur Magersucht und Drogenabhängigkeit...

    Wie gesagt--ich habe das Gefühl, ich kann mir dazu nicht mal eine Meinung anmaßen. :sad:
  • LolleLolle

    212

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    sonnenblume74 schrieb:
    Ich glaube das habe ich auch schon mal gesehen. Die waren hinterher beide Blind und Taub oder?

    Also die haben auch den Eltern die Wahl gelassen ob die zwei die medizinische Hilfe bekommen sollen oder nicht.

    Mal ganz ehrlich, wer würde das ablehnen?

    Die Mutter hat im nachhinein gesagt, dass sie froh ist, dass sie die Babies mit nach Hause nehmen kann, im gleichen Zuge aber auch, dass sie sich anders entschieden hätte, wenn sie vorher gewusst hätte, was auf die Kinder zukommt!

    Ich persönlich fand es auch schrecklich, was die kleinen Persönchen durchmachen mussten. Was wohl aus den beiden geworden ist?!
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das ist wirklich so furchtbar, aber ich weiß nicht ob sich jemand der nicht betroffen ist da überhaupt wirklich reinversetzen kann. Die Kleinen werden niemals ein normales Leben führen, denke ich, andererseits sie kennen es dann auch nicht anders, vielleicht ist jedes lächeln der beiden ein Zeichen das die Entscheidung richtig war.
  • LoreleiLorelei

    4,536

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    der Beitrag des WDR als Wiederholung auf Phoenix:
    22.06.2005, 20.15 Uhr, Phoenix
    23.06.2005, 14.00 Uhr, Phoenix
    23.06.2005, 20.15 Uhr, Phoenix
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Die Mütter erhalten keine Narkose, da sie ihre Kinder noch zur Welt bringen müssen. Sie erhalten lediglich Schmerz- und Beruhigungsmittel. 1) Das bedeutet in vielen Fällen, daß die Mütter spüren, wie ihre Kinder im Todeskampf um sich treten. Betroffene Frauen berichten, daß ihr Kind nach der eingeleiteten Frühgeburt noch geschrien hat
    -> kopiert von der seite tim-lebt .de

    ich hab wirlich angefangen zu weinen, als ich das gelesen habe!
    ich verurteile grundsätzlich keine frau, die für sich entscheidet, dass sie ein behindertes kind nicht groß ziehen kann. allerdings finde ich eine so späte abtreibung echt krass!

    es gibt doch so viele familien (offensichtlich), die auch ein behindertes kind lieben und aufnehmen würden, oder?

    eigentlich darf ich gar nicht weiter drüber nachdenken, sonst heule ich noch den ganzen abend weiter
  • jumpyjumpy

    1,630

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich habe mich vor einigen wochen mit dem thema auseinandergesetzt.
    ich war noch auf einer amerikanischen homepage.
    was soll ich sagen, ich bin geschockt-immer noch.
    es gab mal einen vergleich (auf der amerikanischen homepage) eine frau, 26ssw hat eine abtreibung, bzw das kind wird lebend geboren, und liegengelassen. nach ein paar stunden stirbt es, die frau geht nach hause.

    eine andere frau traegt ihre ss bis zum ende aus, gebaehrt alleine, setzt das kind aus, es stirbt an unterkuehlung, die frau muss ins gefaengnis.

    vielleicht bin ich ja zu verkniffen, aber fuer mich ist das erste beispiel legaler mord.

    sorry, das war jetzt total durcheinander, aber irgendwie kam jetzt alles wieder hoch. :cry:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ jumpy da wird mit zweierlei Maß gemessen... Wenn eine Frau erst spät fest stellt das sie schwanger ist (durch Verdrängung z.B.) und sie will noch nach der 12. SSW abtreiben geht das nicht mehr, zumindest nicht "legal".
  • LoreleiLorelei

    4,536

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ganz schlimm fand ich, dass eine Mutter (nicht Tim`s Mutter, die äussert sich ja nicht), die ebenfalls ein Kind in der 25. oder 26. Woche hat abtreiben lassen, sagte: "ich hätte einfach kein behindertes Kind lieben können". Oh man. 25. Woche, da wussten wir schon, wie unser Pupsi heissen wird, da hatte er schon sein Bettchen, da stand schon sein Name an seiner Tür, da wussten wir, wann er morgens fit wird, wann er schläft, da kannten wir ihn schon, da war er schon Teil unserer Familie und schon lange, lange Teil unseres Herzens. Als mir das vorhin mal so bewusst wurde, war mir auch klar: niemals könnte ich ein Kind abtreiben. Ja es wäre dann behindert und mein Leben würde sich eben ohne absehbares "Ende" nur noch um mein Kind drehen, aber es wäre doch ebenso mein Kind, wie Ole mein Kind ist. Ich bin in solchen Sachen eigentlich nicht so schrecklich sensibel, aber mich haben diese Worte echt total erschrocken und getroffen.
  • jumpyjumpy

    1,630

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @HexeHexe77: doch das geht, leider, sieht man ja am beispiel tim.

    so meinte ich das jedenfalls.
  • AliandraAliandra

    1,030

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    man kann nach der 12. SSW abtreiben ja, aber nur wenn das kind behindert ist. soweit ich weiss.


    um nochmal zum thema abtreibung zurück zu kommen....

    ich kann die frauen nicht verstehen (jetzt nicht böse gemeint!!!) die meinen, sie könnten selbst nach einer vergewaltigung das kind nicht abtreiben... ich habs getan. ich konnte nicht anders... ich konnte nicht anders. ich weiss das das kind nichts dafür konnte, aber was wenn es ähnlichkeiten hat ? ich habs gern gehabt ja, ohne frage, aber ich konnte es nicht behalten ... :cry::cry::cry::cry::cry: (daher auch der spruch in meiner sig :( )
    (es war allerdings in der 9SSW)

    seid froh das ihr nicht entscheiden musstet nach einer vergewaltigung. ich wünsch es niemanden!


    und abtreibung ist mord ja. hab ich immer gesagt, und werde ich immer sagen. somit hab ich auch einen begangen.

    was ich nicht verstehen kann, ist WIE man das macht... das is einfach nur ekelhaft, grauenhaft und mehr als mord...... :flaming01: :traurig07:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Aliandra schrieb:
    seid froh das ihr nicht entscheiden musstet nach einer vergewaltigung. ich wünsch es niemanden!
    Doch meine Liebe! Ich habe mich für dieses Kind entschieden, das aus genau derselben Situation entstand. Es ist jetzt 7 1/2 Jahre alt und ich habe nicht einen Tag bereut, mich so und nicht anders entschieden zu haben.
    Eine andere Entscheidung hätte mich kaputt gemacht... :sad:
  • AliandraAliandra

    1,030

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    siehst du gisela. ich hätte das nicht können. ich bewunder grad wie stark du bist.

    lg bianca
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @jumpy ja, és geht aber nur wenn eine Behinderung fest gestellt wird. Es gibt aber auch Frauen die aus anderen Gründen abtreiben wollen und dann offiziel nicht mehr dürfen.

    Ich weiss für meine Person das es bei uns bei beiden Kindern nicht zur Debatte stand, da beides wunschkinder waren (obwohl Chris bei Angelina noch in der Ausbildung war). Ich denke mal das sich keine Frau diese Entscheidund, Abtreiben ja oder nein leicht macht. Ich versuche die Frauen zu verstehen die sich (z.B. nach einer Vergewaltigung) gegen das Kind entscheiden und bewundere Frauen die,die es trotzdem bekommen und lieben. Aber es stellt sich mir auch die Frage was ist besser für das Kind? Gar nicht erst geboren zu werde oder ein leben lang darunter leiden das es nicht gewollt war? Leider kenne ich von früher mehr als genug Fälle wo die Kinder nur geboren wurden weil die Mutter keinen Bock auf eine Ausbildung oder Arbeiten hatte. Diese Kinder sind fast täglich zu Oma und Opa abgeschoben worden damit Mama und Papa auf die Rolle gehen konnten. Ich für meinen Teil denke das es eine Vergewaltigung an der Seele eines Kindes ist wenn es mit bekommt das es nicht gewollt bzw. nur deshalb gewollt war damit Mama eine Ausrede hat nicht arbeiten gehen zu müssen, und Kinder haben eine sehr feine Antenne für so etwas!

    So, sorry jetzt habe ich viel am eigentlichen Thema vorbei geredet aber ich finde solche Aspekte gehören bei der Diskusion Abtreibung ja oder nein auch bedacht
  • Mönchen82Mönchen82

    1,184

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich denke es ist nicht nur Situations -sondern auch "Personenbezogen" und kommt ganz auf die aktuellen Umstände an.. erschwerend kommt noch hinzu bei welchem Arzt man "gelandet ist"..

    Ich finde die Art und Weise w i e ein Arzt der schwangeren eine Diagnose "Präsentiert" spielt eine ganz entscheidende Rolle dabei.. Ganz viele "Mini-Faktoren" die da zusammenkommen, sein Tonfall, die Wortwahl etc. können entweder in "Angst und Schrecken" versetzen oder "Mut machen"

    Da wir bei so vielen Ärzten waren habe ich die unterschiedlichsten Varianten kennengelernt :???: Von einem betroffenen "ihr Kind wird sehr schwer krank sein" bis "hui ist das ein Hampelmann" ;-) war alles dabei..

    Dann kommt noch das Umfeld, "gutgemeinte Ratschläge", die eigene Einstellung vor allem etc.pp. und das (Gefühls-)Chaos ist perfekt.. In vielen vielen Fällen machen sich Frauen die entscheidung mit Sicherheit nicht leicht, absolut, aber ich würde nun nicht sagen dass es immer so ist.. Dazu fällt mir wieder das "beispiellose Beispiel" aus dem Artikel ein in dem eine Studie ergeben hat dass 5% aller Frauen abtreiben würden wenn Diagnostiziert würde dass das Kind mal zu Übergewicht neigen könnte :shock:

    @Regula; meinst du Sam und Tim? Wurde hier ja auch schon erwähnt soweit ich weiss sind sie "nur" (bewusst in "") blind und taub.. nur schreibe ich weil du schwerstbehindert geschrieben hast ;-) Wobei man da wieder zum Thema kommt "ab wann ist man behindert/schwerstbehindert"? :roll:
  • jumpyjumpy

    1,630

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    HexeHexe77 hat folgendes geschrieben:
    Ich denke mal das sich keine Frau diese Entscheidund, Abtreiben ja oder nein leicht macht.
    das sagt hier ja auch keiner. ;-) bitte evrsteh mich jetzt nicht falsch, aber wenn jemand schwanger wird, weil sie nicht richtig verhuetet, und sich dann fuer eine abtreibung entscheidet, weil es gerade nicht passt, und weil sie ja erst wieder in ein paar jahren mutter werden will, habe ich da absolut kein verstaendnis fuer. das war ein beispiel aus meinen bekanntenkreis, einer natuerlich EHEMALIGEN freundin.
    Aber es stellt sich mir auch die Frage was ist besser für das Kind? Gar nicht erst geboren zu werde oder ein leben lang darunter leiden das es nicht gewollt war?
    na ist denn der tod eine bessere alternative? :roll:
    ich finde es wie du auch sehr schlimm, wenn die eltern die eigenen interessen in den vordergrund stellen, und ihre kinder vernachlaessigen.
    damit meine ich nicht das wieder arbeiten gehen, denn da sollte jede frau ein recht drauf haben, nein ich meine das richtige sich nicht drum kuemmern wie du schon obeb beschrieben hast.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @jumpy wieder arbeiten zu gehen sehe ich nicht als vernachlässigung der Kinder. Immerhin muss das Geld zum Leben ja irgendwo her kommen und da heute ein Gehalt meist nicht mehr reicht geht Frau eben schneller wieder in den Beruf zurück als früher.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Und wenn in der 12ten SSW feststeht, daß das Kind nicht lebensfähig ist. Wie würdet ihr entscheiden? Austragen und abwarten, eventuell auch eine Todgeburt in kauf nehmen, oder SS-Abbruch?
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Ines,

    das kann ich dir leider nicht sagen. Gefühlsmäßig und aus Glaubensgründen würde ich dazu tendieren, den Zwerg seinen ihm vorbestimmten Weg gehen zu lassen. So, wie es z. B. der Hebamme und Autorin Katja Baumgarten in ihrer vierten Schwangerschaft geschehen ist. Ich weiß aber auch, dass sehr viele Frauen nicht so sehr in sich gefestigt sind und die Stärke haben, diesen Weg zu gehen.
    Die ganze Pränatalmedizin ist in meinen Augen ein sehr heißes Thema. Nicht nur, dass mit ihr nur ein Bruchteil aller möglichen Behinderungen festgestellt werden kann, es werden auch "falsch positive" Ergebnisse geliefert, wo sich später rausstellt, dass der Zwerg kerngesund war.
    Abgesehen davon setze ich Down-Syndrom nicht mit einer Erkrankung gleich, bei der der Zwerg nicht überlebensfähig ist.

    Lieben Gruß
    Gisela
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Gisela,

    das Thema hat mich förmlich angesprungen und ich mußte einfach an mein Sternchen denken. Ich saß fast mit ner Gänsehaut vor´m PC.
    Mir fehlte der Mut dieses Kind zu bekommen. Ich hatte Angst vor den Gefühlen, wie es ist ein Kind im Bauch strampeln zu spüren und gleichzeitig zu wissen, es wird nicht lange leben.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, wenn ich tatsächlich in dieser Situation gewesen wäre. Grau ist alle Theorie... Ich würde sicher keine Frau "verurteilen", wenn sie sich gegen ihren Zwerg entscheidet, wenn sicher ist, dass der Zwerg keine Chance hat.
    Ich muss aber zugeben, dass ich bei Spätabtreibungen erheblich anders eingestellt bin. Vor allem, wenn es so wie bei Tim geschieht. Oder zu einem noch späteren Zeitpunkt, wo vielleicht in derselben Klinik ein paar Meter weiter ein Frühchen um sein Überleben kämpft. Das soll jetzt nicht heißen, dass für mich ein Zwerg in der 12. SSW "weniger" Mensch ist als 12 Wochen später. Trotzdem ist es für mich zu diesem Zeitpunkt ein Unterschied im Vergleich zu später, den ich dir nicht rationell begründen kann.
    Gerade in Bezug auf (mögliche) Behinderungen ist das ein so sensibles Thema, ich zumindest kann zum Glück nur über meine persönliche Einstellung reden.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich war damals erschrocken und verblüft, wie "fertig" ein Kind in der 14ten SSW aussieht. Es war irgendwie alles drann, ein GEsicht mit Nase Augen und Mund usw. eben sehr menschlich.

    Als ich dann mit Matthias schwanger war, hatte ich ziemlich Angst vor diesem Termin in der 12ten SSW. Ich hatte Bammel davor, nochmal vor dieser Entscheidung zu stehen. Und heute würde ich es vielleicht versuchen zu akzeptieren, einfach abwarten was die Natur macht.

    Wenn schon abtreiben, dann so früh wie irgendwie möglich.

    Aber ich denke schon immer wieder dran.
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