Erfolgserlebnis *hüpf*

LenchenLenchen

4,118

bearbeitet 11. 10. 2004, 13:35 in Plauderecke
Wir haben einen Krippenplatz! :bounce02: Obwohl, ich weiß nicht, ob man das wirklich Krippe nennen kann. Es ist eine Elterninitiative hier im Ort, die in der Zeit von 8 bis 12.30 Uhr Kinder zwischen 1 und 3 Jahren betreut. Aber das ist doch schon mal was! Dann kann ich wenigstens die Vorlesungen zwischen 9 und 11 besuchen, und bringt mich schon mal enorm weiter.
Haben tun wir den Platz streng genommen auch noch nicht, aber wir stehen jetzt auf der offiziellen Warteliste, und die Erzieherin meinte, die Chancen stünden optimal, dass Janis spätestens im Spätsommer, wenn die größeren Kinder in den KiGa kommen, aufgenommen werden kann. :fun52:
Heute waren wir dort und haben uns den Laden mal angesehen. Sehr nett, sehr ansprechend. Die Kinder waren begeistert vom "Baby!!!" :grin:

Kommentare

  • Kayleigh119Kayleigh119

    3,579

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Klasse :applause:
    Und was studierst du ?
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Geschichte und Religionswissenschaft in Hannover. Übernächste Woche geht's wieder los, aber erstmal nur auf Sparflamme (zwei Veranstaltungen die Woche, evtl. drei). Einmal kann mein Martin aufpassen, einmal muss meine Mutter ran. Mit Fahrt und allem bin ich dann jeweils für vier Stunden weg, das müsste eigentlich recht problemlos klappen. *hoff*
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hey, Klasse!

    Studierst du auf Magister? Oder Lehramt? Mein Mann hat auch Geschihte und kath. Theologie studiert (und Latein, ganz Furcht einflößende Kombo) ;)
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich bin eine der letzten, die noch auf Magister studieren. Nach mir sind jetzt alle Bachelors. Aber nee, kein Lehramt. Bei uns ist immer der Running Gag: "Studierst du auf Lehramt, oder auf Arbeitsamt?" :roll:

    Aber sooo schlimm finde ich die Kombination gar nicht! ;-)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    <ehrfürchtigguck>
    Äh...und was macht man dann mit dem Titel? Wissenschaft oder so?
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Lenchen schrieb:
    "Studierst du auf Lehramt, oder auf Arbeitsamt?"

    Das stimmt heute eigentlich nicht mehr - mit Geschichte und und Religion nehmen sie dich in NRW auch mit nem Examen von 3,7!

    ... außer du bist schwanger. :flaming01: :flaming01: :flaming01:
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Die Ehrfurcht heb dir mal besser für angebrachtere Zwecke auf, Marlies! ;-) Wir Geschichtsstudenten - zumindest die angehenden Magister - entsprechen in der allergrößten Mehrheit unserem Ruf: Wir sind stinkend faul, tun nur etwas für die Uni, wenn es sich nicht vermeiden lässt, es sei denn, es handelt sich um irgendwelche Uni-internen Gruppen oder Feten und ziehen unser Studium mindestens 14 Semester lang! :biggrin: Von daher sind die ganzen Kürzungen und Studiengebühren eigentlich nicht unangebracht...

    Und was man nach abgeschlossenem Studium macht: Man reiht sich vorm Arbeitsamt in die Schlange ein und füllt dann die Formulare aus... :lol: Das ist ja das Problem, dass so ziemlich alle Berufsfelder für Historiker am Aussterben sind. Führungen im Museum kann auch 'ne ABM-Kraft machen, Bibliotheken und Archive werden heute von Computern verwaltet, für Forschungen ist kaum Geld und auch recht wenig allgemeines Interesse da, und die Stellen für Geschichtsprofessoren sind begrenzt. Die paar Kommilitonen, die wissen, was sie danach machen wollen, möchten Schriftsteller (:roll:) oder Journalisten werden (für wessen Berufsfeld das gleiche gilt).
    Ich hab meine Lebensplanung glücklicherweise in halbwegs trockenen Tüchern (na ja, wenigstens tropfen sie nicht mehr). Mein Martin hat seine Ingenieursstelle ab nächstem Jahr schon sicher, also werden wir finanziell auch ohne mich über die Runden kommen. Solange es unsere Lokalzeitung gibt, werde ich wohl immer die Möglichkeit haben, als Freie Mitarbeiterin zu arbeiten, und auch, wenn es in den Printmedien nicht rosig aussieht, wird das noch eine ganze Weile der Fall sein. Und ansonsten werde ich überalternde Gesellschaft retten und - planungsgemäß - vier Kinder in die Welt setzen. :grin: So, jetzt hab ich schon wieder viel mehr gesagt, als ich eigentlich erzählen wollte. :oops:

    Für Religionswissenschaftler eröffnen sich übrigens möglicherweise neue Berufsfelder in der Politik, Diplomatie, denn wir vergleichen und analysieren Religionen, Traditionen, Mentalitäten, religiöse Bräuche etc. vor ihrem historischen Hintergrund, und so. Gerade jetzt mit den ganzen Konflikten mit dem Islam (wobei es nicht der Islam ist, der den Ärger macht, aber das ist sooooo ein weites Feld!), sind Leute, die sich mit dem Thema auskennen (äh, also mich zähle ich da momentan nicht dazu :oops:) und die Sache wissenschaflich-nüchtern angehen, recht gefragt.

    @ Jenny: Ja, bei Lehrern ist das wieder was ganz anderes. Die sitzen bei uns zwar teilweise mit drin, aber die haben momentan wohl gute Berufschancen. Deswegen ja: Lehramt oder Arbeitsamt. Die letzteren sind wir Magister.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Aaaah...ich finde Geschichte sehr interessant, wenn da nicht die ganzen Zahlen wären, die man sich merken muss :roll:
    Gibt es nicht auch "Vergleichende" Religionswissenschaften? Das ist sicher spannend...
    Ich weiß schon was Du meinst. ..Verflechtung von Relgion und Staat...<seufz>
    Herr Bush ist ja auch mit Gott in den Krieg gezogen...
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Lenchen: Aaaah, ich verstehe ;) Ich habe das vermutlich deshalb genau falsch rum verstanden, weil vor 10 Jahren, als ich angefangen habe zu studieren, den Lehramtlern null Einstellungschancen eingeräumt wurden. So ändert sich alles wieder.

    Marlies: Alles, was NICHT mit Zahlen zu tun hat, IST ja das Spannende an der Geschichte! Und auch das, was da vermittelt wird. Im Studium sowieso, an der Schule idealerweise auch ;-)

    Bin zwar keine studierte Historikerin, wollte das aber auch früher mal machen, bis mich ähnliche Überlegungen wie die, die Lenchen oben vetreten hat, dazu gebracht haben, mir doch ein konkreteres Ziel zu suchen.

    Und was bin ich jetzt mit meinem klaren Berufsziel? Ungelernte und quer eingestiegene Illustratorin für Fantasybücher und Kartenspiele! :biggrin:
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich muss zu diesem Thema auch was erzählen.
    Seit Oktober ist ja wieder Uni - und ganz klar, wir sind auch hin.

    1. Fällt mir daheim fast schon die Decke auf den Kopf
    2. Wollte ich mal StumKi (Studieren mit Kind) im Feldversuch testen

    Mein Studium ist ja eh abgeschlossen, also alles mehr Jux als sonst was, und trotzdem kann man bei guten Vortragenden allein durch Anwesenheit schon viel lernen. Wir beide haben uns also eine Vorlesung ausgesucht, wo ich vom Vortragenden schon gute Veranstaltungen besucht habe (den fehlenden Protest meiner Kleinen interpretierte ich als Zustimmung)
    So bin ich also mit Kind im Tragetuch in der Vorleseung gesessen und empfehle das mal so weiter (sofern man nicht in hoffnungslos überfüllte HS muss). Vier Ohren hören ja bekanntlich mehr als nur zwei ;-) , und mit Tragetuch ist das recht praktisch zu realisieren. Man nimmt einfach einen Platz am Ausgang ein und harrt geduldig der Dinge, die da kommen, ohne sich zuviel zu erwarten (könnte ja auch sein, dass der Sprößling durch die noch nicht ausreichende Erziehung unangenehm durch vorlautes Schreien auffällt :oops: ). Wir schafften auf Anhieb gleich mal eine Stunde (von eineinhalb vorgesehenen) einer weiterführenden Statistikvorlesung :grin: .
    Man erntet eigentlich überall wohlwollende Blicke, mit etwas Glück auch vom Vortragenden. Wird die Vorlesung lang, nimmt es einem keiner Übel, wenn man den HS verlässt. Und immer sind auch unter Kolleginnen zwei hilfsbereite Hände, die das Kind mal festhalten (zum Anlegen und Wickeln praktisch).
    Aber echt, man fühlt sich wieder ein Stück freier! *durchschnauf* Zumindest bis einem die ausgelaufene Milch und das dadurch klatschnasse T-shirt :twisted: wieder auf den Boden der mütterlichen Realität zurückholt.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Und das Kind lernt was ;-) :biggrin:
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    JAAA. Etwa:"Mami ist undicht" :biggrin:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @lila: eine Stunden? Das ist ja der Oberkracher! Kann mir gannicht vorstellen, auch nur 10 Minuten mit Arthur ne Vorlesung zu besuchen. Tragetuch ist ja super, aber setzt dir bloß nicht hin, Mama!

    @Lenchen: Studiengebühren :biggrin: jaja, dieses Forum verbreitet nicht nur in das Kind betreffenden Fragen geradezu revolutionäres Gedankengut :lol:
    Ich bin jetzt noch stinking darüber, das das letzte Semester quasi ins Wasser gefallen ist wegen all der "engagierten" Streikenden (lächerlich!)
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich wollte auch schon immer mal nachfragen, ob Janis sich die Semesterwochenstunden, die er bei mir im Bauch absolviert hat, später anrechnen lassen kann. :lol:

    Studieren mit Kind (also mit Kind im Tragetuch) ist bei uns nur in Ausnahmefällen erlaubt. Da muss man wohl eine Bescheinigung vorlegen, dass es keine Alternative gibt, und dann muss der Dozent noch zustimmen. Find ich eigentlich auch ok und fair den anderen gegenüber, die ja doch abgelenkt werden. Janis ist z.B. kein Kind, das gar nicht auffällt. Er schreit zwar wirklich nicht viel, aber er ist mittlerweile ein so begeisterter Erzähler, dass der Prof mit Sicherheit Probleme hätte, sich gegen ihn durchzusetzen! :razz:
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :shock:
    Studieren mit Kind (also mit Kind im Tragetuch) ist bei uns nur in Ausnahmefällen erlaubt. Da muss man wohl eine Bescheinigung vorlegen, dass es keine Alternative gibt, und dann muss der Dozent noch zustimmen.
    Das ist ja geregelt wie im Kindergarten? Okay, wenn es sich um Veranstaltungen handelt, die Input auch von den Studenten verlangen, also Übungen oder Seminare. Aber bei gewöhnlichen VL... :roll:

    Ehrlich gesagt, ich hab nicht gefragt und bin davon ausgegangen, dass meine Kleine nicht inskribiert sein muss, damit sie mit kann. :fun11: Und ich bin sicher, der Professor hätte uns eh vor die Tür gesetzt, wenn ihm das nicht gepasst hätte. Und ich werde mich hüten, vorher zu fragen. Wer lange fragt, bekommt auch Antworten die ihm nicht in den Kram passen.

    Im Tragetuch schläft sie ja, auf die paar Seufzer müsste man sich extra konzentrieren, um sie zu hören. Hätte ich den Eindruck gehabt, irgendwer fühlt sich gestört wäre ich ja verschwunden, bin ich letztendlich ja auch. :eek02:

    Aber ich denke das fühlt man schon, ob es angebracht ist oder nicht, mit Kind im Tragetuch in einer VL aufzukreuzen. Auf alle Fälle ist es eine Überlegung wert finde ich.
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nee, ich meinte auch Seminare. :oops: Zu den normalen Vorlesungen gehen bei uns kaum noch Studenten hin, weil die so überfüllt sind - zu 90 % mit Seniorenstudenten! :shock: Na gut, ich will ja nicht übertreiben. Aber ungelogen, 70% sind bestimmt über 65! :twisted:
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