Gestern war ich in Warendorf, um ein paar Besorgungen zu erledigen.
Als ich über den Parkplatz schlenderte, sagte eine Frau zu ihrem Kind: "Laß nur, Mama macht dir gleich die Jacke zu." Wieso sprechen Eltern von sich oft in der dritten Person? Eigentlich wäre doch "Ich mache dir die Jacke zu!" besser.
Oder haben kleinere Kinder Probleme, das "Ich" Papa, Mama, Opa, Oma etc. bedeutet, je nachdem, wer "Ich" sagt?
Naja, wahrscheinlich werde ich es genauso machen.

LG
Theo
Kommentare
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"Mama kommt gleich"-Sagerin bekennen.
Ich denke mal das hat was damit zu tun das man so dem Baby das Gefühl vermittelt das die direkte Bezugsperson sofort wieder zur Verfügung steht und man dem kleinen Kind unbewusst abspricht das es unterscheiden kann.
Natürlich ist es Blödsinn zu glauben das ein Baby die Worte an sich so versteht, es erkennt die umgebenden Personen eher an der Stimme oder am Geruch, aber nicht an dem was man sagt.
Zumindest nicht in der ersten Zeit.
Vielleicht haben wir ja zufällig eine Psychologin da die was dazu sagen kann.
Würde mich auch interessieren.
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Meine Tochter lernt jetzt sprechen, ist das toll
All die Verwandten quatschen ihr die Ohren voll
Sie rufen: didi, dudu, dada und deidei
Meine Tochter sitzt nur da und lacht dabei
Denn das Auto ist ein Auti
Wenn sie laut ist, ist sie lauti
Und das Kissen ist ein Kissi
Muss man klein, dann muss man Pischi
Muss man groß, muss man Aa
Bitte sag doch mal Papa
Oder Mama oder so
Meine Tochter lacht nur froh
Ja, meine Tochter lernt jetzt sprechen, ist das toll
All die Verwandten quatschen ihr die Ohren voll
Sie rufen: didi, dudu, dada und deidei
Meine Tochter sitzt nur da und lacht dabei
Gibt es Essen ist das Happi
Bitte sag doch einmal Papi
Gibt es trinken ist das Trinki
und die Tür die hat ‘ne Klinki
Und die Ente die heißt Didi
Und der Papa hat ‘nen Schniedi
Und die Mama die hat kein‘
Kind, das siehst du doch wohl ein
Ja, meine Tochter lernt jetzt sprechen, ist das toll
All die Verwandten quatschen ihr die Ohren voll
Sie rufen: didi, dudu, dada und deidei
Meine Tochter sitzt nur da und lacht dabei
Ich hoff‘ für meine Tochter, dass sie clever ist
Und so schnell wie möglich diesen Mist vergisst
All das didi, dudu, dada und dumdum,
All das plitschi, plutschi, platschi, plumplum
Doch sollte sie’s behalten ist das auch nicht schlimm
Dann wird sie später einfach Schlagersängerin
59,500
Ab dem Zeitpunkt, wo sie im Spiegel ihr eigenes Ich erkennen und wissen, dass sie es selbst sind, können sie auch mit der "Ich-Bezeichnung" etwas anfangen.
Alle Klarheiten beseitigt? ;-)
:byebye01:
Gisela
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Ach so ist das!
Das Eltern, wenn sie mit ihrem Kind sprechen, die Tonhöhe um mindestens zwei Oktaven erhöhen hat da aber nichts mit zu tun, oder?
Nicht böse sein, ich muß mich doch schon mal darauf vorbereiten, vom Menschen zum Papa-Tier zu mutieren. Da will ich wissen, was passiert.
LG
Theo
2,943
Und der Instinkt ist im Umgang mit Kindern selten ein schlechter Ratgeber ;-)
Und ich sag ja auch immer: "Mama ist schon unterwegs", "Mama zieht sich schon an", "Mama beeilt sich schon", "Mama läuft schon wieder aus",... und eben auch in einem anderen Tonfall, damit die Kleine auch weiß, dass sie gemeint ist. Und das alles mache ich, ohne vorher darüber groß nachgedacht zu haben. Und würde ich das verhindern wollen, mein Gespräch mit meiner Tochter klänge wohl sehr verkrampft.
Ich gebe aber trotzdem die Hoffnung nicht auf, dass die Sprachentwicklung meiner Süßen einen unauffälligen Verlauf nimmt. ;-)
44
Da gibt es nur so dunkele Erinnerungen an meine eigene Kindheit, wie schlimme alte Tanten auf den schon vierjährigen Theo losgingen, mit Sprüchen wie: "Na du bist aber groß geworden, komm zu Tante xy." . *grusel
Wenn Eltern ihre Kinder in der dritten Person ansprechen ist das in Ordnung.
Nur ich wurde auf dem Parkplatz irgendwie an diese Tanten erinnert...
In einem halben Jahr sollte ich mir diesen Thread mal wieder in Erinnerung holen und staunen, über was ich mir so Gedanken gemacht habe, als es noch keine "durchgeblähten Nächte" gab.
LG
Theo
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Wenn ich jetzt nich wüsste,wieso das sinnvoll ist, hätt ich sicher versucht sowas zu unterlassen. Das hat immer echt was von "minderbeittelt"... :???:
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Robin hat mich auch nie Mama genannt, eben genau weil solche Sätze nie gesagt wurden. Gabriele war etwas kompliziert, deswegen wurde Ele draus, inzwischen Kosename. Am Spielplatz hat er etwas älter dann mal einer Frau erklärt, alle hätten Mamas, er hat eine Ele ganz für sich. Da hatte ich ein bisschen Tränen in den Augen, sehr süß.
Mich machen "dibt-keine-schoki-wir-haben-apfisafti-im-flaschili"-Gespräche ganz kirre. Als Spaß beim Albern okay, aber nicht als Alltagssprache. Und ich bin auch nicht nur Mama und will auch nicht von meinem Mann so genannt werden, genausowenig wie ich zu ihm Papa sage. Mina geht zu Sander, denn so nenne ich ihn.
Meine Mama ist auch schon immer Lisa und ich liebe sie über alles, solange ich denken kann, und es war auch immer klar, dass sie meine Mama ist. Da bin ich sogar stolz drauf, auf meine Lisa.
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stimmt genau !!!!
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Was ich aber in keinem Fall mag ist von Hunden als Wauwau und vom Schnuller als Schnulli zu sprechen. Und der Kindergarten ist der Kindi. *grusel* Wenn das Kind anfängt zu reden, Wörter noch nicht richtig aussprechen kann und dann irgendwelche lustigen Kurzformen dabei rauskommen ist das eine Sache. Aber bereits immer von selber nur solche verniedlichende Kurzformen zu benutzen halte ich für kontraproduktiv.
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Ja, durchaus! ;-)
Warum da so ist, kann ich Dir jetzt auch nicht sagen, so genau hab ich nicht aufgepasst :oops: aber es gibt viele Studien, die belegen, dass im Allgemeinen die sogenannte "Ammensprache" - halt dieses mit der höheren Tonhöhe, in der 3. Person sprechen, einfachere Sätze, an den Wortschatz der Kinder angeglichen - sinnvoll ist ... Kinder mit denen im vorsprachlichen Alter viel in der "Ammensprache" geredet wurde, haben im allgemeinen eine unauffälligere Sprachentwicklung und neigen weniger zu Sprachstörungen ...
Es braucht sich aber keiner Sorgen zu machen, der nicht so mit seinem Kind spricht ... jedes Kind bekommt automatisch diese Sprache zu hören, und sei es von Fremden im Supermarkt ;-), außerdem passt eigentlich jeder seine Sprache ganz unbewusst seinem Gegenüber an und wenn das halt ein Baby/Kind ist, dann klingt die Sprache auch dementsprechend
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Nein, prinzipiell verniedlichen mag ich auch nicht, aber es gibt Wörter, die sind einfach zu lang und müssen abgekürzt werden. Wenn Timo die Milch in den Kragen rinnt, würde es zu lange dauern zu sagen, "Guido, ziehst du mal eben das Moltontuch zurecht?" Da heißt es nur: "MOLLI!!!"
:biggrin:
27,156
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Ich arbeite(te) in einer HNO-Praxis. Manchmal ist es notwendig, einen Hörtest bei den Kleinen (so ab ca 2 1/2 bis 3 Jahren möglich) zu machen.
In der Regel versucht man zunächst einen normalen Test mit Tönen. Aber am Anfang klappt das natürlich meistens noch nicht so.
Dann greift man auf den sogenannten "Mainzer Kindersprachtest" zurück. Das ist ein Test, bei dem den Kleinen mit CD über Lautsprecher einfache Kinderwörter in mehreren Lautstärken vorgesprochen werden. Diese können sie entweder nachsprechen oder auf einer Bildtafel zeigen.
Jedenfalls lange Rede, kurzer Sinn: Das Hundbildchen wird auf der CD mit "Wauwau" benannt (die Katze mit "Miau"- wahrscheinlich, weil die meisten Kleinen Dinge und Tiere zu erst mit den Lauten ausmachen und wieder erkennen. (Oft sagen sie ja auch Tick-Tack zu Uhren)
Also ganz verkehrt ist so eine Babysprache also auch nicht. ;-)
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So z.B. hier im Ruhrpott, wenn ich dann Mütter höre die "Komma bei die Mama" sagen, oder dauerhaft mir und mich verwechseln. Oder auch "tu ma die Möhrchen".
Da stellen sich mir die Nackenhaare hoch, obwohl ich meinen Ruhrpottslang nu wirklich nich verleugnen kann :roll:
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Ich finde es auch ein bisschen schade, dass das verloren geht. Ich spreche beides, bayerisch aufgewachsen und dann in der Schule auf komplett hochdeutsch umgestiegen, so, dass man es nicht mal in Berlin erkannte. Robin war ja seine ersten 7 Jahre in Berlin und hat auch ziemlich dolle berlinert (durch Kindergarten)- hat sich dann hier auch wieder verloren und er spricht rein Hochdeutsch, ohne jeden Dialekt. Mein Mann, in Südafrika geboren und aufgewachsen, spricht auch nur Hochdeutsch und so sehe ich Mina leider auch ohne Dialekt-das bisschen Oma reicht wohl nicht aus :sad: und ich käme mir komisch vor als einzige zu Hause mit ihr bayerisch zu reden...
Wir hatten vor kurzem Besuch aus Wien und der Kleine mit 3 Jahren spricht ja so niedlich weanerisch!!!
Übrigens verziehe ich beim Füttern auch ganz doof den Mund, bekenne ich mich voll schuldig, aber sonst wird wirklich ziemlich normal mit Mina gesprochen, wie auch mit Robin und der quatscht mich in Grund und Boden. :shock:
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Da habe ich noch garnicht drüber nachgedacht! - "Krich Papa ma nen Pülleken Bier aus'n Keller..." - Ich freue mich auf meine Tochter!
Theo - Der hofft, zumindest dieses Mal nicht ganz ernst genommen zu werden :knutsch01: