Bin in der Zwickmühle

stromerstromer

727

bearbeitet 20. 02. 2005, 14:49 in Plauderecke
Ich brauche mal ganz dringend einen Rat von Euch.
Um mein Problem zu schildern, muss ich allerdings etwas weiter ausholen.

Also, ;-)

bis 2002 habe ich in einer Computerhotline gearbeitet und dort für eine große deutsche Bank mit den Lotus Notes Support übernommen.

Als mein Vertrag 2002 dort ausgelaufen ist, ging es der Firma gerade nicht so gut, so dass mein Vertrag nicht verlängert und ich arbeitslos wurde.

Ich habe danach ewig nach einer Stelle als Dozent im Computerbereich oder als Lotus Notes Dozent gesucht.
Überall, wo ich mich beworben habe, wurde ich aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Meistens mit der Begründung, dass mir die notwendigen Computerzertifikate fehlen.

Nachdem ich ein dreiviertel Jahr arbeitslos war und immer noch nichts gefunden hatte, habe ich solange auf dem Arbeitsamt gedrängelt, bis ich zu einer einjährigen Computerweiterbildung gehen konnte.
In diesem Jahr habe ich zwar sehr wenig gelernt, bzw. stand den Dozenten dort zur Seite, aber ich konnte (auf eigene Kosten) die ganzen Zertifikate und Prüfungen machen.

Jedenfalls hatte ich dann irgendwann die ganzen Scheine und welch Wunder, ich hätte ab Dezember 2003 auch als Dozent bei Microsoft in München anfangen können. Allerdings wurde daraus dann doch nichts, weil mittlerweile Johanna unterwegs war und ich im 5. Monat der Schwangerschaft nicht mehr alleine nach München umgezogen wäre.

Jetzt ist Johanna 8 Monate alt, ich bin im Erziehungsurlaub und lebe von ALG II und habe keine Ahnung, ob ich nach den 2einhalb Jahren hier in der Nähe überhaupt einen Arbeitsplatz bekomme oder wie es dann weitergehen soll.

Jedenfalls bekomme ich jetzt zwischen Weihnachten und Silvester durch einen dummen Zufall die Anfrage, ob ich im kommenden Jahr (2005) eventuell 16 Schulungen a 1 Woche als Lotus Notes Dozent für die Bundeswehr übernehmen möchte.

Die erste Schulungswoche wäre schon Ende Januar.

So, und jetzt stecke ich natürlich in der Zwickmühle bzw. weiss nicht, wie ich mich entscheiden soll.

Nehme ich dieses Angebot (was mich eigentlich schon sehr reizt) nicht an, dann bin ich wohl aus dem Geschäft raus und bekomme auch nächstes Jahr nichts mehr angeboten.

Nehme ich das Angebot an, dann bekomme ich ein wirklich schönes Geld, bin nicht mehr vom Amt abhängig und kann für die Zukunft Referenzen sammeln.

Allerdings wäre ich dann jedesmal eine komplette Arbeitswoche weg und müßte Johanna bei meinen Eltern lassen. Meine Mutter würde es zwar verstehen, wäre aber auch nicht begeistert, meine Kleine jedesmal so lange zu betreuen und die Verantwortung zu übernehmen. Und ich habe keine Ahnung, ob ich es überhaupt fertig bringen würde, einfach so für eine Woche zu verduften, wärend Johanna so weit weg ist. Ich denke, dass ich mit meinen Gedanken die ganze Zeit nur bei meinem Kind wäre.

Außerdem bin ich mir nicht hundertprozentig im Klaren, was das Beste für mein Kind ist. Die ersten 2 Jahre zu Hause zu verbringen und mich nur um mein Kind zu kümmern, dafür aber kaum Geld zu haben, oder Geld zu verdienen, dafür aber mein Kind abschieben zu müssen.


Kann mir nicht von euch jemand einen Rat geben oder mir sagen, wie ihr euch an meiner Stelle verhalten würdet?

Ist es verantwortungslos, wenn ich dieses Angebot annehme, dafür aber mein Kind jedesmal für eine Woche weggebe?

Ich mache mir so sehr Gedanken, dass ich schon seit 3 Tagen an nichts anderes mehr denken kann.

Bis Mittwoch muss ich übrigens meine Entscheidung mitgeteilt haben.

Kommentare

  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo,

    Oh weh in deiner Haut würde ich nicht stecken wollen... :sad: Das ist - und das meine ich ganz ohne Wertung - wirklich eine Frage der Prioritäten, und auch der Zukunftsaussichten. Glaubst du, das dieses Angebot so wichtig ist, das du danach "nie wieder" eine Stelle findest? (Bzw. in den nächsten Jahren nicht?) Gibt es nicht Alternativen? Könntest du dein Kind nicht mitnehmen, oder vielleicht vor Ort einen Baby Sitter finden in der jeweiligen Woche, und dann zumindest nach der Arbeit für die Kleine da sein? Vielleicht wäre das eher ein Kompromiss.

    Ich habe noch kein Kind, aber ich glaube ich könnte es so oft nicht abgeben. Das würde vielleicht in der ersten Woche klappen, aber dann wäre ich vermutlich so unkonzentriert, das der Job auch nicht funktionierte. :(

    Das muss natürlich für dich alles nicht zu treffen. Als erstes würde ich mit dem zukünftigen Babysitter, also deiner Mutter in dem Fall reden. Wenn du denkst, das sie bei ihr in guten Händen ist und deine Mutter das auch gerne macht, dann würde ich darüber nachdenken an deiner Stelle.

    Aber die Entscheidung ist wirkich schwer. :( Und wie deine kleine das sieht ist natürlich die Frage. Ist sie denn gerne bei Oma?

    Ich wünsche dir, das du die für dich und dein Kind richtige Entscheidung triffst.

    Viele Grüße
    Christiane
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wo würdest Du denn wohnen? Deine Mutter könnte nicht mitkommen und am Tag auf die Kleine aufpassen?
    Ich weiß aus Erfahrung sehr gut, wie schwierig das ist, aber ich würde es machen. Du schiebst doch das Kind nicht aus Vergnügen ab, sondern sorgst für eine gute Betreuung, in der Zeit in der Du Eure Zukunft etwas sicherer machst.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wenn du sicherstellen kannst, daß Johanna in der Zeit wirklich gut betreut wird, würde ich es tun. Ich weiß wie schwer es ist, sein Baby abzugeben - aber auch wie frustrierend, von Stütze mehr schlecht als Recht zu leben.
    Marlies Vorschlag finde ich gut - such dir dort eine Tagesmutter und hab deine Tochter morgens und abens bei dir. Bei Schulungen hat man doch einen ziemlich geregelten Tagesablauf.
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich glaube auch, dass du es annehmen solltest!
    wenn du das kind mitnehmen könntest und da eine Betreuung hättest, wäre es natürlich leichter für dich, aber eine Woche geht ja ganz schnell rum, ihr würdet es beide auch überleben, wenn du sie nicht mitnehmen kannst.
    Ich denke einfach, dass du dich danach immer fragen würdest - wenn du es ablehenen würdest - was wäre gewesen, wenn ich das angenommen hätte, und vielleicht hättest du dann keine gescheiten jobangebote mehr in deinem Beruf sehr lange Zeit, dann hätte ich Angst, dass ich irgendwann insgeheim denken würde - da ist ja nur das kind schuld.... nicht bewusst oder so, aber ..

    wenn dein Kind gut aufgehoben ist, da wo es dann ist, mach es!
  • steffiisteffii

    1,316

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wie schon viele vor mir geschrieben haben würde ich den Job annehmen und das Kind mitnehmen. Vielleicht mag Deine Mutter oder der Vater oder eine andere vertraute Person ja mitkommen oder Du findeste ine schöne Kindertagesstätte oder eine Tagesmutter? Vielleicht bietet Dein Arbeitgeber auch etwas an? Wie schwer es ist sein Kind abzugeben weiss ich wohl, da ich direkt nach dem Mutterschutz wieder angefangen bin zu arbeiten, was ich bisher im Rückblick nicht bereut habe. Vor einiger Zeit lies sich berufsbedingt eine Übernachtung ausser Haus bei mir nicht vermeiden. Da habe ich meinen Sohn auch mitgenommen.
  • Sina1972Sina1972

    948

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    In welcher Richtung liegt denn der Wochenjob, vielleicht kennt ja eine von hier einen netten Babysitter?
  • TheoTheo

    44

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich denke, ein schlechtes Gewissen und eine wirtschaftlich irgendwie geregelte Zukunft ist besser, als die beruflichen Qualifikationen ruhen und altern zu lassen, um in zwei Jahren eine "Karriere" zu starten, mit der Du vielleicht nicht glücklich wirst.
    In einigen Jahren wirst Du froh sein im Beruf geblieben zu sein. Ist zwar im Moment ein harter Schritt, doch ich denke in einigen Jahren wirst Du und Dein Kind etwas davon haben.

    LG

    Theo
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    In welcher Richtung liegt denn der Wochenjob, vielleicht kennt ja eine von hier einen netten Babysitter?

    Gute Idee. Ich würde noch weiter gehen und sagen, vielleicht wohnt ja eine Forumsmutter in der Nähe und würde Johanna als temporäre Tagesmutter betreuen während du arbeitest, du kannst sie morgens bringen und abends abholen, Johanna hat Babygesellschaft und wird sicher gut betreut.
    Ich hab da grade drüber nachgedacht... ich würde sowas machen.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich auch, und außerdem kennen bestimmt die Forenmütter auch Tagesmütter ;-)

    Bedenke, gerade im Computerbereich muss man am Ball bleiben :???:
  • Ute_66Ute_66

    2,833

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich möchte dich auch ermutigen die Schulungen zu übernehmen. Du kennst deine Tochter doch am besten und kannst einschätzen wie sie das verkraften wird, oder ?
    Und es findet sich bestimmt eine Lösung bei der du sie abends auch sehen kannst.

    Auf diesem Arbeitsmarkt momentan sollte man solch eine Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen, ich bin auch in der Softwarebranche tätig (gewesen !) und werde in näherer Zukunft etwas tun müssen um auf dem Laufenden zu bleiben... deswegen weiß ich wie wichtig es gerade da ist.
  • LeahLeah

    409

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Auf jeden Fall annehmen!
    Ich bin auch in der Branche u. weiss, wieviele Bewerbungen bei uns eingehen für die wenigen ausgeschriebene Stellen. Teils von erheblich höher qualifizierten Leuten, die für kleines Geld arbeiten würden, nur um überhaupt wieder einen Fuß in der Tür zu haben.
    Ich verstehe, dass es schwer ist, die Kleine alleine zu lassen. Aber vielleicht fällt dir das schwerer als ihr?
  • klioklio

    445

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich kann mich den Meinungen nur anschließen: es ist heutzutage eh schwer, am Ball zu bleiben, geschweigen denn, neu einzusteigen. Ich würde das Angebot auch annehmen und falls es nicht gleich Ende Januar klappt, dein Baby mitzunehmen und es dort deiner Mom, einer Tagesmutter ... tagsüber anzuvertrauen, dann halt 1x in den sauren Apfel beißen und dein Baby eine Woche nicht sehen (aua :cry: , aber wat mut, dat mut - so sagen wir hier). Solltest du hier in der Gegend sein, dann könnte ich dir auf jeden Fall eine Tagesmutter empfehlen (die bei mir dann auch ab April mal ran muss ;-)

    Ich drücke dir die Daumen, dass du die Entscheidung so fällst, dass ihr damit einigermaßen glücklich sein könnt.

    Simone
  • stromerstromer

    727

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich dank euch wie verrückt für eure aufmunternden Worte.
    Ihr habt mir aus der Seele gesprochen. :knutsch01:

    Nachdem meine Eltern vorgestern aus dem Urlaub wieder gekommen sind, habe ich mit ihnen über das Thema gesprochen.
    Meine Mutter sagt, ich soll wenigstens den Probeauftrag Ende Januar annehmen und dann weitersehen.
    Für die eine Woche übernehmen meine Eltern auf jeden Fall Johanna und dann muss ich erst einmal sehen, wo ich die nächsten Aufträge dann bekomme und ob ich Johanna dort irgendwie unterbekomme. Wenn das nicht geht, dann würden sie aber meinen Schatz auch weiterhin bei sich behalten. :knutsch01:

    Meine Eltern finden es super, wenn das mit dem Geld verdienen so klappen würde.

    Im Gegensatz zu meiner "besten" Freundin, die mir die Sache unbedingt ausreden will und dafür verantwortlich ist, dass ich meine Frage hier im Forum veröffentlicht haben. :cry:
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich wünsch dir viel Glück dabei!!

    Sag uns doch Bescheid, wo die Folgeaufträge sind, vielleicht kennt ja jemand aus der Gegend eine Tagesmutter oder kann sie selber aufnehmen!
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich bin heute vor ein ähnliches "Problem" gestellt worden und... es findet sich immer eine Lösung! Mir wurde heute eine Auftrag angeboten, der mich den ganzen Februar beschäftigen würde - also richtig gut Geld. Allerdings bedeutet er auch wirklich viel Arbeit, die konzentriert zu erledigen ist - und das geht nicht mit Ben um die Füsse. Bisher war er erst einmal für 4 Stunden von mir getrennt und das war hart - vor allem für mich. ;-)
    Ich habe heute Abend mit meiner Familie darüber gesprochen und sie haben mir spontan Hilfe zugesichert. Meine Eltern werden ihn an 3 Tagen in der Woche Morgens nach dem Stillen um 10 Uhr abholen, mittags ißt er inzwischen Brei und dann bringen sie ihn um 15 Uhr wieder, nachdem sie mit ihm spazieren waren. Einmal die Woche kommt abends meine Schwester und beschäftigt ihn bei mir. Dann rufe ich morgen noch im Mütterzentrum an, die haben an zwei Tagen die Woche eine Kurzzeitbetreuung halbtags auch für Säuglinge für 2,50 Euro die Stunde.
    Jetzt muß ich ihn nur noch in den nächsten 3 Wochen dazu überreden, aus der Flasche oder dem Becher zu trinken...
    Nächste Woche probieren wir das mit meinen Eltern mal aus, bis dahin sind die oberen Zähne hoffentlich vollständig durch und er ist nichtmehr so nörgelig. ;-)
    Oh Mann, das Geld kann ich so gut brauchen und Folgeaufträge auch...
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @stromer: Falls dich ein Auftrag mal in unsere Gegend verschlägt, meld ich mich schon mal zur Rundum-Babybetreuung an. :biggrin: :lol:

    @Katja: Daumen sind ganz arg gedrückt, dass alles klappt und du wieder Licht am Tunnelende siehst. ;-)

    Ich täts euch beiden so von Herzen gönnen, dass ihr wieder "auf die Füße" fallt...

    :byebye01:

    Gisela
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo :)

    bin zwar nicht wirklich aktiv, was das Schreiben von Nachrichten betrifft, eher im Lesen :) aber zu diesem Thema muss ich doch was schreiben und zwar, weil ich aus eigener Erfahrung weiss, wie fuerchterlich es ist, seine Familie (oder ein wichtiges Familienmitglied) nur am Wochenende um sich zu haben. Die ganze Schwangerschaft ueber bis 4 Wochen nach der Geburt, war mein Mann nur am Wochenende zu Hause, weil er beruflich bedingt auf verschiedene Lehrgaenge musste. Ich bin sehr dankbar fuer den guten (und sicheren) Job, den er hat, aber ich weiss auch noch, wie schwer die Zeit war.
    Einerseits natuerlich, weil er mir gefehlt hat, andererseits aber auch, weil ich mibekommen habe, wie sehr es ihn selbst bedrueckt hat. Die letzten Wochen (nach der Geburt unseres Sohnes) hat mein Mann so gelitten, dass er nicht da war, ich wuensch das ehrlich niemandem. Aber auch vorher hatte er staendig das Gefuehl, Wichtiges verpasst zu haben und Entscheidungen ueber Geburtskrankenhaus, Kurse etc musste ich weitestgehend allein treffen (hat soweit alles recht gut geklappt, ich moechte mich darueber nicht beschweren, weil er, wie gesagt, dadurch eine berufliche Zukunft hat).
    Allerdings bin ich auch erwachsen (zumindest, was die wesentlichen Inhalte meines Lebens betrifft ;)) und ich glaube nicht, dass ein kleines Kind es einfach so wegsteckt, so lange Zeit von seiner Hauptbezugsperson getrennt zu sein.
    Das heisst nicht, dass ich finde, du solltest das Angebot nicht annehmen, ich halte es fuer eine tolle Sache (gerade beim Bund - prima als Referenz) aber wenn versuch auf jeden Fall die Kleine mitzunehmen. Es kann so fuerchterlich sein. "So eine Woche geht ja schnell rum" kann ich gar nicht mehr hoeren :))) Es stimmt naemlich nicht. Wenn man jemanden vermisst, vergeht die Zeit ueberhaupt nicht und - vielleicht erinnert sich die ein oder andere ja noch an ihre Kinderzeit ;) wenn man klein ist, vergeht die Zeit noch langsamer. Bis auf die Wochenenden, die vergehen naemlich so schnell, dass man irgendwann das Gefuehl hat, sie bestuenden fast nur aus Ankommen und Abschied nehmen... Wenn man sich naemlich an einen kleinen Moment klammert, von dem man sich wuenschte, er wuerde nicht mehr vorbeigehen, weil man schon wieder die naechste Woche vor Augen hat.

    Soweit sogut, ich kann natuerlich nur aus persoenlicher Erfahrung heraus sprechen, vielleicht hat jemand anders eine aehnliche Situation ganz anders erlebt und wer weiss, vielleicht ist es ja bei euch auch ganz anders :)

    Ich wuensch dir alles Liebe und die Kraft, die fuer euch richtige Entscheidung zu finden :)

    so, und jetzt bin ich fertig *g*

    Liebe Gruesse
  • jauchzerlejauchzerle

    6,272

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    nimms Deiner "besten" Freundin nicht übel, sicherlich hat sie das nicht gesagt, weil sie Dir etwas nicht gönnen will.
    Nur manchmal sind beste Freundinnen dermaßen involviert, daß sie nicht mehr objektiv sein können. Schließlich verliert sie Dich auch auch ein Stück weit an die Arbeit.
    Ich bin übrigens auch der Meinung, daß Du es versuchen solltest. Dein Kind trägt erst einen Schaden davon, wenn es sich alleingelassen fühlt, und Oma und Opa sind schließlich nicht irgendwer. ;-) Wenn die beiden sich gut mit Deinem Kind beschäftigen, kanns höchstens passieren, daß sie einen Flunsch zieht, wenn sie schon wieder "zu Mama muß" :biggrin:
    Und auch das ist reversibel. Also Kopf hoch und *daumendrück*
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich kann Jenny sehr gut verstehen - ich könnte auch nicht eine Woche komplett ohne meinen Sohn sein. Ob umgekehrt (vom Stilen mal abgesehen) weiß ich nicht. Für mich ist das Arbeiten nur denkbar, wenn ich ihn jeden Tag um mich habe und ihn stundenweise abgeben kann. Wahrscheinlich hab ich mehr Trennungsproblme als er... ;-)

    Danke für die guten Wünsche Gisela - ich sehe für 2005 Licht am Horizont, es geht wieder aufwärts. :grin:
  • stromerstromer

    727

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Tja, leider hat es mit den Schulungsaufträgen doch nicht geklappt. Kurz bevor ich 2 Schulungen in Dresden antreten sollte, hat der Auftraggeber sämtliche Lehrgänge gestrichen und neu ausgeschrieben. Damit hat sich alles erst einmal erledigt. :flaming01:

    Aber da ich ja ein typischer Widder bin und mich nichts so leicht umhaut, versuche ich es jetzt mit Plan "B". :cool:

    Ich habe mich ja schon länger mit dem Gedanken getragen, ein kleines Ladengeschäft für preiswerte Baby und Kindersachen aufzumachen. Wir haben zwar 2 Läden hier in der Nähe, aber die sind sündhaft teuer.

    Nachdem ich jetzt in der Nachbarstadt ein kleines preiswertes Ladengeschäft gefunden habe und dieses frisch renoviert wurde, kann es jetzt ans einräumen gehen. :grin:

    Termin zur Eröffnung wird dann voraussichtlich Mitte März sein.

    Einen Betreuungsplatz für Johanna habe ich auch bekommen. Sie geht dann Dienstag bis Donnerstag von 9.00 - 12.00 Uhr in das "Spatzennest" - eine private Krabbelgruppe von 2 Tagesmuttis. Ich finde es urgemütlich dort und der Preis stimmt auch. Ich bezahle dort 2.50 Euro pro Stunde plus 50 Cent für das Mittagessen. Nach dem Mittag holt meine Mutter Johanna dann ab und betreut sie bis Abends bei sich.

    Montags und Freitags bleibt das Geschäft vorerst zu, so dass ich mich ganz um Johanna kümmern kann. Der Montag gehört sowieso uns beiden ganz alleine, da gehen wir immer zum Babyschwimmen.

    Ich hoffe nur, dass alles klappt und ich nicht wieder hochkannt auf die Nase falle.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    WooooooooW!!!!
    Na sowas, dann können ja alle, die zum Treffen kommen, bei Dir einkaufen!!!!
    :fun47:
    Und viel Erfolg!!! :tuschel:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na das hört sich doch auch nach einem guten Alternativplan an.
    Bietest du denn neue oder Second-Hand-Sachen an?

    Aber sag mal...
    Könntest du deine Tochter denn da nachmittags nicht auch mit in den Laden nehmen?
  • stromerstromer

    727

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na das hört sich doch auch nach einem guten Alternativplan an.
    Bietest du denn neue oder Second-Hand-Sachen an?

    Ich habe vor, beides anzubieten.
    Über diverse Internetgroßhändler oder Sonderpostenverkäufer bin ich sehr preiswert an neue Sachen (auch Markenkleidung) gekommen. Die will ich auf jeden Fall mit reinnehmen.

    Allerdings sollen neue und Second Hand Kleidung getrennt werden. Heißt, wird auf 2 verschiedene Räume aufgeteilt.
    Aber sag mal...
    Könntest du deine Tochter denn da nachmittags nicht auch mit in den Laden nehmen?

    Das habe ich später schon vor. Erst will ich mal sehen ob und wie es läuft.
    Momentan sind meine Eltern noch ganz wild darauf, ihr Enkelkind jeden Tag zu sehen. Und ich bin nicht böse drum. :grin:

    Ich bringe Johanna jetzt schon jeden Tag zum Mittagessen zu Oma und Opa und hole sie nach dem Nachmittagsspaziergang dort wieder ab. Ist ganz praktisch und ich hab mal ein bisschen Zeit für mich.
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ui, dann machen wir beim Treffen nen Shopping-Ausflug in deinen Laden und kaufen alles leer ;-)
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Tolle Idee!
    Hab auch schon darüber nachgedacht, aber hier gibt es öfters günstige klamotten.

    Geh doch auch auf Kindergartenbasare, da bekommst du die sachen sehr billig und du könntest sie teurer weiterverkaufen... Nur mit Quittungen wär das so ne Sache...
    :???:
    Bekommst du irgendwo Unterstützung am Anfang, Ich-AG oder sonstwas?
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Oder bei Ebay ;-) Ich habe da früher mal drüber nachgedacht, als ich mich von meinem Mann getrennt hatte. Hier gibt es nämlich nur einen Second Hand Shop und der liegt total ungüstig und ist teuer.
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    bei ebay lohnen sich nur die riesenpakete, Einzelteile sind teuer. Und bei den großen paketen ist die Gefahr groß, dass da zu viel Mist oder völlig veraltet ist...

    Nimmst du die Kleingewerbeklausel in Anspruch wegen der Umsatzsteuer?
  • stromerstromer

    727

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ cora,

    eine direkte Förderung kriege ich leider nicht. Allerdings bekomme ich ja erstmal mein ALG II weiter. Ich muss nur jeden Monat einen Geschäftsbericht auf dem Arbeitsamt einreichen, damit sie mir dann entsprechend meines "Gewinnes" die monatlichen Zahlungen kürzen.

    Alerdings hat mich die Bearbeiterin auf dem AA, die mir das mit dem monatlichen Geschäftsbericht erklärt hat, ganz erstaunt angeschaut, als ich sie gefragt habe, ob mir das Amt auch eventuell entstehende Verluste ausgleicht, da sie mir doch bei eventuellen Überschüssen auch gleich die Zahlungen kürzen... ;-)


    Zu Ebay - dort gibt es im Businessbereich manchmal sehr preisgünstige gute Posten zu kaufen, allerdings ist auch viel Schund dabei. Aber ich hab schon manches echte Schnäppchen dort gemacht. :grin:

    Mein Problem ist jetzt die zukünftige Preisgestaltung. Ich will ja preiswerte Ware anbieten aber auch nichts verschenken.
    Also, was mache ich z.B. mit Jacken, die im normalen BabyButt oder BabyWalz Katalog 29.00 euro kosten ich aber für 5.99 das Stück eingekauft habe? Verkaufen für 10,00 oder 15,00 oder 19,00 euro???
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das mußt Du kalkulieren, je nach Unkosten. Miete, Versicherungen, Werbung, Steuer, Strom usw.
    Und etwas Gewinn sollte ja irgendwann auch dabei herauskommen.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    stromer schrieb:
    Mein Problem ist jetzt die zukünftige Preisgestaltung. Ich will ja preiswerte Ware anbieten aber auch nichts verschenken.
    Also, was mache ich z.B. mit Jacken, die im normalen BabyButt oder BabyWalz Katalog 29.00 euro kosten ich aber für 5.99 das Stück eingekauft habe? Verkaufen für 10,00 oder 15,00 oder 19,00 euro???
    In der Textilbranche sind Aufschläge von 100 - 200 % auf den Einkaufspreis die Regel. Korrigiert mich bitte, falls sich diese Zahlen in den letzten Jahren extrem verändert haben. Als meine Stieftochter noch angestellt war (in einem privaten Bekleidungsgeschäft), hat sie mir des öfteren davon erzählt... :shock:

    Dir übrigens ein gutes Händchen in Zukunft. ;-)

    :byebye01:

    Gisela
  • stromerstromer

    727

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gisela schrieb:
    In der Textilbranche sind Aufschläge von 100 - 200 % auf den Einkaufspreis die Regel.

    Das scheint aber nicht für Baby- und Kinderkleidung zu gelten.
    Ich habe mich in letzter Zeit mal etwas intensiver mit den Preisen beschäftigt und mir etliche Preislisten direkt von den Herstellern besorgt.

    Die großen Versandhäuser scheinen grundsätzlich einen Aufschlag von 300 - 400% zu haben. Das finde ich richtig heftig. :flaming01:

    Einige Beispiele:

    Jacke Liliput - Einkaufspreis 5.99 - Verkaufspreis 29.00
    Schlafanzug Bondi Dress - Einkaufspreis 3.95 - Verkaufspreis 12.95
    Nickistrampler mit Shirt - Einkaufspreis 5.95 - Verkaufspreis 19.99
    Kinderbett von Pinolino komplett - Einkaufspreis 45.99 - Verkaufspreis 169.00

    Und das sind die Einkaufspreise für Kleinserien. Die großen Abnehmer bekommen ja die Sachen noch um einiges billiger.

    Da wundert es mich nicht mehr, dass die Sachen für die Kiddys überall so teuer sind. :flaming01:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ist ja heftig. :shock:

    Ich habe noch einen Tipp für dich: Wende dich an die für dich zuständige IHK, Abteilung Existenzgründungsförderung. Die haben sehr viele wertvolle und nützliche Tipps für dich. ;-) Das machen wir nämlich momentan und fühlen uns sehr gut aufgehoben.

    :byebye01:

    Gisela
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    du musst dir die marktsituation angucken, welche käufer du anstrebst/ zu erwarten hast und dann alles kalkulieren. wenn du nur bisschen billiger bist als die großen, dann verlierst du die, die bei aldi und so kaufen.

    mach einfach ein bisschen marktforschung, was es in der gegend gibt, wo die leute sonst so einkaufen, was sie bereit sind zu zahlen, wenn was in der nähe ist.
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