Baby und Hund

TanamiTanami

51

bearbeitet 17. 01. 2005, 21:31 in Plauderecke
Hi,

ich habe zwei Hunde, große Hunde, sie sind für mich wie meine Kinder, und auch so erzogen worden, ich weiß aber nicht, wie sie auf das Baby reagieren würden, wenn jemand von euch auch damit konfrontiert ist, werde mich sehr freuen, wenn ihr mit mir eure Erfahrungen teilt.


LG Tanami

Kommentare

  • wedahexwedahex

    30

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab zwar noch keine Erfahrnungwerte, aber ähnliche Gedanken wie du. Mein Hund (halbhoher Mischling) spielt hier auch (noch) die erste Geige und wird dann zurückstecken müssen.

    Von der Kopfseite her würde ich sagen: Den Hunden klar machen das sie in der Rangfolge nach unten gerutscht sind und es zu keinen Machtkämpfen kommen lassen.
    Von der Bauchseite: Das Baby den Hunden "vorstellen", also auch anschnuppern lassen.
    Und auf jeden Fall weiterhin viel mit den Hunden beschäftigen.

    Es reagiert aber mit Sicherheit auch jeder Hund anders und deshalb würde ich mein Verhalten dem des Hundes anpassen. Wenn die Hunde vor Freude und Neugierde durchdrehen, sich viel mit ihnen beschäftigen und sie auch nicht ausschliessen. Wenn sie eifersüchtig sind und um ihre Rangfolge kämpfen wollen, dann streng zurechtweisen.

    Letztens war ein Bericht im TV. Man sollte in dieser Situation mit einer Puppe üben und die Hunde so darauf vorbereiten das Frauchen sehr viel ihrer Aufmerksamkeit für den neuen Zuwachs braucht und dieser weder eine Gefahr noch ein Spielzeug für die Hunde ist.

    lg
    wedahex
  • tesuntesun

    1,709

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    wedahex schrieb:
    Letztens war ein Bericht im TV. Man sollte in dieser Situation mit einer Puppe üben und die Hunde so darauf vorbereiten


    das hat funktioniert ??? :shock:
    kann mir denken dass hunde den unterschied zwischen puppe und baby guit erkennen , die puppe zerfetzen und vom baby abstand halten

    unsere katzen machen ums baby beim kleinsten geräusch nen großen bogen, auf das gequietsche fahren sie nicht so ab ;-) ansonsten müssen wir wohl eher die katzen vorm baby schützen wegen kneifgefahr :biggrin:
  • wedahexwedahex

    30

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Keine Ahnung ob es wirklich so klappen wird, es wurde den werdenden Eltern so vorgeschlagen.

    Meine Meinung wäre: Wenn Frauchen/Herrchen die Tiere (Hund oder Katze) nicht wegsperrt und sie auch weiterhin so behandelt wie vorher, dann wird ein Tier mit normalem Sozialverhalten das neue Familienmitglied schnell akzeptieren und es sollte keine grossen Probleme geben.

    Mein Wauz ist zwar ziemlich eifersüchtig, liebt Kinder aber über alles und flüchtet wenn es ihm zuviel wird. Da wirds sicher keine großen Probs geben *g*

    lg
    wedahex
  • handjeryhandjery

    1,392

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das Hundethema war erst vor ein paar Wochen Thema, vielleicht findet Ihr ja über die Suche den Beitrag.

    So wie ich das sehe, haben hier alle kein Problem mit ihren Hunden, das scheint gut zu funktionieren.

    Unsere Toni findet Mina spannend, aber nur aus der Ferne, sie hat durchaus kapiert, dass Mina fest zufassen kann, wenn sie zu nah kommt :grin:

    Ansonsten ist der Hund entwurmt und geimpft, wenn sie mal eine Hand erwischt, wird diese eben gewaschen.

    Wichtig ist wohl, den Hund nicht höher als das Baby kommen zu lassen, d.h. runter von der Couch, falls das überhaupt schon mal zugelassen wurde (nie den Hund auf Augenhöhe :arrow: Rudelführer sitzt am höchsten). Immer schauen, dass das Kind groß im Sinne von hoch wirkt, dann ist schon ohne Auseinandersetztung klar, wer regiert.

    Toni hat auf jeden Fall sehr gute Laune, da öfter hoch gesprochen wird und das findet sie auch ganz aufregend :roll:

    Ansonsten sehe ich schon auch zu, dass ich ab und zu mit ihr alleine unterwegs bin und dann hat sie alle Aufmerksamkeit, wenn ich morgens ausreite oder 2x die Woche Agility mit meinem Mann... schließlich ist sie schon länger da als der geliebte Fratz.
  • TanamiTanami

    51

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo und Danke euch allen für die Antworten :fantasy05:

    Das mit der Pupe werde ich auf jeden Fall ausprobieren, ich mach mir eigentlich nur bei den einen Gedanken, der ist schon so sehr eifersüchtig, und vernachlässigen werde ich meine Hunde auf garkein fall, weil wie gesagt, die haben mein Mutterinstinkt lange Zeit "ruhiggestellt" und waren (sind immer noch) wie meine Kinder.

    Das ich der Chef zu hause bin, das wissen sie ja, nur ich muß mich in Zukunft auch 100% auf sie (den einen vorallem) verlassen können,nur so kann das dann weiter funktionieren.
    Aber ich glaube das wird schon gehen,ich werde euch auf jedenfall berichten, was für Erfahrungen ich mit der Pupe machen werde ;-)

    Bin schon gespannt

    LG tanami
  • ataspisataspis

    506

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meiner Mutter wurde empfohlen, ihren Hund (der bei uns nur ab und an zu Besuch ist) an einer vollen Windel schnuppern zu lassen, damit er sich "intensiv" an den Geruch gewöhnt.
    Und ihn möglichst nicht dem Baby gegenüber vernachlässigen, aber das ist bei "Besuchshunden" ja auch kein Problem.
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    leider haben wir inzwischen schlechte Erfahrung mit dem Hund meiner Mutter gemacht, dazu muss aber gesagt werden, dass er aus dem Tierheim ist und soweiso Problme mit Kindern hat, die haben ihn wohl mal gequält.
    Seit Caius mobil ist, nimmt er ihn wahr. Vorher hat er ihn völlig ignoriert, wir dachten,d as ginge so weiter :???: Leider nicht.
    ER schnappt nach dem Kind, sobald sich das kInd nähert, obwohl der Hund nicht vernachlässigt wird und wir ja nur selten mal zu Besuch sind. :cry: R kann es einfach nicht leiden, wenn was ihm zu nahe kommt.
    Wir waren vor kurzem auch bei einer Freundin mit Hund zu Besuch, der sehr lieb ist, aber auch nach einer Weile anfing, ein bisschen zu knurren, einfach weil das Kind zu wild war und der HUnd eifersüchtig wurde, weil sich viel ums Kind drehte und er sich auch verfolgt fühlte.

    wie mans anders machen kann, weiß ich leider nicht :???:
  • bambi7876bambi7876

    1,428

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wir werden versuchen den Hudn so gut wie möglich am Geschehen teilahben zu lassen. Mit der vollen Windel ist richtig und am besten vielleicht auch den ersten Strampler wenn man noch im Krankenhaus ist. Ich habe jahrelang Hunde ausgebildet und mit denen, die zu der Zeit nen Baby bekommen haben sind wir eigentlich ganz gut mit den Tips gefahren. Am besten wäre es noch ( kommt drauf an wer der Rudelführer ist ) sich abends zu festen Zeiten ausschließlich mit dem Hund zu beschäftigen, so daß er merkt-jetzt ist Frauchen oder Herrchen nur für mich da.
    Ob das alles so klappt werden wir in ca. 5 Monaten wohl am eigenen Leib erleben.

    Diana
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hi,


    Ich denke das beste, das man tun kann ist, schon während der Schwangerschaft den Hund langsam daran gewöhnen, das er nicht die erste Geige spielt. Wenn das Kind da ist, sollte man auf jeden Fall darauf achten, das die Dinge, die der Hund früher durfte, jetzt nicht plötzlich (aus seiner Sicht) durch das Baby verhindert werden. Er soll das Kind ja mit etwas postivem verbinden. Wenn der Hund früher auf der Couch war, und man ihn jetzt plötzlich - weil ein Baby da ist - immer runterwirft, dann wird der Hund das vermutlich mit dem "Störenfried" Baby in Verbindung bringen. So was sollte also alles schon während der Schwangerschaft geändert werden, falls es denn sein muss, damit die Zeit danach problemlos abläuft.

    Und was auch manchmal vergessen wird, so ein Hund will auch mal Ruhe haben ;) Aber das ist vor allem ein Punkt bei Kleinkindern... die können so fies sein! Da muss man auf jeden Fall ein Auge drauf haben. Ich habe schon Kinder gesehen, die ihre Hunde regelrecht gefoltert haben, und wenn der Hund dann knurrte, um endlich seine Ruhe zu haben (was ein ganz natürliches Zeichen ist und nichts weiter aussagt als "Lass mich in Ruhe), wurde er dann von den Eltern nochmal extra "zur Sau" gemacht, was dann eventuell dazu führt, das der Hund das Knurren irgendwann sein lässt und sich vor lauter Not gleich mit Beissen zur Wehr setzt.


    Ich bin mit Hunden, Katzen, Hühnern, Kaninchen und Enten aufgewachsen ;) Ich denke, wenn man "ganz normal" damit umgeht und ein bisschen darauf achtet, das niemand völlig zu kurz kommt, dann wird das schon klappen. Und spätestens wenn das Baby oder Kleinkind die ersten Häppchen Brei oder anderes leckere Essen vom Tisch fallen lässt ist es eh das liebste Familienmitglied für den Hund. :biggrin:

    Von einer Puppe halte ich übrigends gar nichts. Ein Hund "sieht" mit der Nase, und so eine Puppe riecht nun wirklich überhaupt nicht nach Baby! Kann mir nicht vorstellen, das das einen positiven Effekt haben wird.


    Liebe Grüße

    Christiane, mit Beagle und zwei Kaninchen (die vom Beagle auch heiss und innig geliebt werden, weil sie halt zur Familie gehören, und das obwohl die Rasse seit Jahrhunderten auf die Hasenjagd gezüchtet wurden und er draussen - wenn man ihn denn liesse - ein passionierter Spurensucher ist.)
  • FeeFee

    467

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Tanami,

    was für Hunde hast Du denn? Wir hatten zum Zeitpunkt der Geburt 3 Dobermänner. ( mittlerweile ist einer gestorben). Ich habe mir immer von meiner Nichte eine Puppe ausgeliehen und bin mit ihr genauso umgegangen wie mit einem echten Baby. Das klappte ganz gut. Als dann unser Sonnenschein da war, haben wir als erstes, als wir vom KH heimgekommen sind den Babysafe auf den Boden gestellt. Klar war es ein richtiges Durcheinander. Die Hunde sind wie die Bekloppten durch die Bude gerannt, da sie mich ja 5 Tage nicht gesehen hatten. :biggrin: Jeder von Ihnen hat mal an das Baby geschnuppert, bzw. geleckt und das war es. Ab da war Lara- Sophie voll angenommen!! Im Gegenteil die Große, die verstorben ist, hatte der Kleinen gegenüber immer Muttergefühle. Wenn sie geschrien hat und ich nicht gleich gerannt bin, hat mich der Hund so lange am Arm gezogen bis ich nachsah.
    Ich hab mir auch ganz viele Gedanken gemacht, hatte sogar deswegen im KH Depris geschoben. Aber meine Angst war umsonst. Klar darfst Du Dein Kind nie unbeaufsichtigt mit den Hunden lassen.

    Kopf hoch das regelt sich alles von alleine
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Von der Kopfseite her würde ich sagen: Den Hunden klar machen das sie in der Rangfolge nach unten gerutscht sind

    NEIN! Niemals!
    Das ist der gefährlichste Ratschlag, den man werdenden Eltern geben kann. Dem Hund klarzumachen, daß er ab jetzt in der Rangfolge nach dem Baby kommt - das wird und kann ein Hund aufgrund seiner Rudelstruktur auf Dauer nicht akzeptieren. Ein erwachsener oder auch ein pubertierender Hund (egal welche Größe oder Rasse) kann in der Rangfolge nicht hinter einem Baby kommen, das seinen Rang nicht selber adäquat "hundlich" verteidigen und durchsetzen kann.
    Der Hund wird es respektieren, solange sein Boss dabei ist - wenn man davon ausgehen kann, daß der Hund sich nicht in der Rangfolge über seinem Herrchen sieht, was öfter der Fall ist, als man gemeinhin aninmmt.
    Aber er wird immer irgendwann versuchen, sich seinen ehemaligen Rang mit seinen Mitteln (die unter Hunden normal und untereinander selten mit schwerwiegenden Folgen verbunden sind) zurückzuholen - ohne das böse zu meinen. Ein Baby oder Kleinkind hat dem aber körperlich nichts entgegenzusetzen und wird vielleicht ernsthaft verletzt.

    Aus derartigen Unterordnungs-Versuchen ergeben sich die meisten Beißunfälle mit vielleicht tödlichem Ausgang!

    Dabei kann der Hund noch so lieb und menschenfreundlich sein - ein Baby ist ein neues Rudelmitglied und damit wird die Rangordnung neu ausgehandelt. Um das zu unterbinden muß dem Hund klar sein, daß er eben NICHT abgestiegen ist in der Hierarchie und noch genausoviel beachtet wird wie früher. Kein normaler Hund greift ein rangniedereres Rudelmitglied an, er wird es im Gegenteil beschützen.

    Das fällt nicht immer leicht, wo am Anfang die Aufregung um das Baby so groß ist und sich alles um den Neuzugang dreht - aber es ist unheimlich wichtig.

    Bitte lest doch dazu mal folgenden Artikel, wenn ihr euch unsicher seid:

    http://www.hundezeitung.de/ratgeber/kind.html

    (Link von Gisela genehmigt)

    Gruß von mir
    Katja mit Ben (*9. Juni 2004) und Dobermann Sina (4 Jahre)
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich finde den Artikel sehr überzeugend - aber was kann man praktisch machen? Ich kann meinem Kind (noch) nicht erklären, dass es keine spitzen Schreie machen darf (macht er immer, wenn ihn was begeistert, und der Hund begeistert ihn halt) und ich kann ihn auch sehr schlecht daran hindern, total wuselig herumzuwuseln und auf den Hund zuzukrabbeln. Dann bekommt dieser nämlich schon Angst. Wir trennen beide jetzt toal voneinander, aber das ist doch auch keine Lösung :???:

    was schlagt ihr da vor?
    (nochmal zur ERklärung: es ist der Hund meiner Mutter, bei der wir hin und wieder zu Besuch sind, der leider aufgrund von schlechten Erfahrungen nicht Angst vor Kindern hat. Wir ddachten, bei Kindern, die er von Baby an kennt und als Familie ansieht, würde er nicht von Anfang an knurren und schnappen :???: )
  • TanamiTanami

    51

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    In diesen Artikel steht sowiel Wahrcheit drin, aber wirklich.
    Bei uns wird das schon mal garnicht der Fall, das ich meine Tiere wegen des Baby abschieben würde, so was kommt nicht in Frage, die waren zu erst da, und sind und bleiben weiterhin wie meine Kinder.
    Genauso werde ich meinen Baby ( o, ich hoffe es werden Zwillinge ) ;-)
    Tierliebe beibringen. Ich denke, wie die meisten von euch sagen, solange man das Tier nicht vernachlässigt, wird das schon gut gehen :grin:


    LG tanami
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Normalerweise geht es ja auch gut, wenn man den Hund eben nicht bewußt herabstuft - Babys haben aufgrund ihrer Bewegungen und Geräusche noch dazu Welpenschutz und den respektiert fast jeder erwachsene Hund und verhält sich eher mütterlich. Trotzdem gilt auch bei jedem noch so lieben Familienhund: Niemals mit dem Baby/Kleinkind alleinelassen.

    Sina ist auch ein absolut lieber Hund, sie hat eine Engelsgeduld mit Ben, wenn er ihre Pfoten untersucht, sich an ihren langen Beinen hochzieht oder ihre Schlappohren knetet, dann schleckt sie ihn höchstens mal ab (finde ich jetzt nicht so besonders klasse, aber ihn stört es nicht und wegen der Keime mache ich mir da keine Sorgen).... wenn es ihr zuviel wird, dann steht sie halt auf und verkrümelt sich.
    Trotzdem ist sie schon eifersüchtig, wenn ich oder vor allem Bens Vater sich zu viel mit Ben beschäftigt (es ist sein Hund) - dann will sie auch kuscheln oder auf den Arm und ringt um Beachtung. Deshalb ist es sehr wichtig, sich auch ausreichend mit ihr zu beschäftigen, sie zu kuscheln und sie nie mit Ben alleine zu lassen.
    Ein Hund ist nicht bösartig oder gefährlich, wenn er um seinen Rang im Rudel kämpft - er ist einfach ein Hund. Und dem muß man halt Rechnung tragen, dann gibt es auch keine Probleme.

    @ Cora:

    Es ist natürlich schwierig, wenn ein Hund mal schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht hat - das sitzt sehr hartnäckig. Sina hasst heute mit 4 Jahren noch große schwarze Hunde (sie unterscheidet da nicht weiter), nur weil sie als Welpe mal von einem gebissen wurde.

    In dem Fall wie bei dir glaube ich nicht, daß es da ein Hierarchieproblem ist, denn für den Hund eurer Mutter ist euer Baby nicht unbedingt direkte Konkurrenz und greift seine Position zu seinem Boss (also eurer Mutter) auch nicht an (es sei denn, er wird nichtmehr von ihr beachtet, sobald Caius da ist. Dann wäre es wichtig, daß sie das wieder tut. Aber ihn nicht dabei durch Aufmerksamkeit loben, wenn er gerade geknurrt hat, das wäre auch eher kontraproduktiv, sondern ihn dann besonders beachten, wenn er ganz brav war.
    Wenn er sich zurückzieht, ist das übrigens auch o.k. - nicht jeder Hund ist begeistert von den wuseligen Bewegungen, den hohen Tönen und der Verfolgung und hat lieber seine Ruhe. Auch das macht er mit seinen Mitteln deutlich (normalerweise Knurren) und ein Hundewelpe versteht das auch - im Gegensatz zu einem Menschenkind. Hier sind die Eltern gefordert, dem Hund dann auch die Ruhe zu geben und das Baby vom Hund fernzuhalten. Das nächste Warnmittel "ich will meine Ruhe" wäre dann nämlich Schnappen (auch normal unter Hunden), wenn das Baby das nicht respektiert - und dazu muß es ja nicht kommen.
    Der Hund ist sicherlich nicht bösartig, aber vielleicht wird er auch nie gut Freund mit Caius werden, solange der noch so klein ist und sich ihm eben etwas laut, plump und ungestüm nähert. Dann sollte man es auch nicht erzwingen, aber vielleicht immer mal wieder versuchen, wenn Caius ruhiger ist und sein Frauchen den Hund dabei lobt, wenn er eben nicht knurrt. Aber ihn nicht zu Caius zwingen, wenn er nicht will. Wenn Caius älter ist, hilft vielleicht auch, wenn er ihm Leckerchen gibt - Hunde sind oft bestechlich. ;-)

    Sina wartet schon immer neben dem Hochstuhl, bis Ben was fallen läßt - das wirkt Wunder.... :biggrin:
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    danke für die tips, Katja!

    wir versuchen da so ungefähr schon immer, ihn genug beachten, usw. Leider hat er letztens trotzdem geschnappt, ohne vorher zu knurren (Caius war im Laufstall und nicht direkt daneben), er fühlt sich halt schon bedroht, wenn der kleine in seine Richtung quakt.... :cry: Sonst verzieht er sich immer, aber halt nicht immer, dann will er auch dabei sein und will das Kind nicht dabei haben.

    Wir haben ihn auch schon zusammen mit Leckerlis gefüttert, ich mit Caius auf dem Schoß und so, dass es fast so wirkte, als gäbe Caius die Leckerlis und es klappte gut.

    Jetzt überlegen wir halt, ob wir dem Hund einen Maulkorb antun (natürlich ungern), da ich Caius eigentlich schon mal gerne einen Nachmittag bei meiner Mutter abgeben würde, aber wir trauen uns nicht ohne, da Caius rumkrabbelt und meine Mutter nicht 100% aufpassen kann, wenn beide frei herumlaufen. Die andere Konsequenz wäre, den Hund in ein Zimmer wegzusperren, dann verbindet er auch wieder nur negatives mit dem Kind.
    Aber das Problem ist halt, dass er einfach so schnappt, ohne Knurren!
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hi,

    Kennt er denn schon einen Maulkorb? Falls nicht, dann gewöhnt ihn mit viel Gedult und Leckerlies daran, damit er den Maulkorb nicht als etwas negatives emfindet, und dann - und keine Minute früher - versucht es mit Maulkorb, wenn Caius da ist. (Sonst habt ihr den gleichen Effekt wie beim wegsperren.)

    Wenn der Maulkorb was tolles und ganz normales ist, dann ist das vielleicht ein Schutz für euch und ihr geht auch an den Rest etwas lockerer ran. Wichtig ist aber dann, das der Hund den Maulkorb auch immer mal wieder aufbekommt, wenn der Kleine nicht da ist, sonst gibts wieder die Verknüpfung: Caius = Maulkorb.

    Viele Grüße
    Christiane
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sehe ich auch so wie Christiane - wichtig ist aber, daß der Hund sich positiv daran gewöhnt und das Ding nicht nur umkriegt, wenn Caius da ist, sonst verbindet er das mit ihm als negatives Erlebnis. Allerdings finde ich auch, daß es möglich sein muß, daß deine Mutter auf die beiden achtgibt und ihnen halt im Wechsel Aufmerksamkeit widmet. Also Hund in den Garten, füttern oder so und Caius betüddeln, dann Caius in den Laufstall oder ins Bett und mit dem Hund spielen. Mit beiden spazierengehen dürfte ja kein Problem sein, da ist Caius ja im Wagen fixiert und der Hund beschäftigt.
    Den Hund wegsperren ist auch eine negative Verknüpfung mit Caius, das würde ich nicht tun.

    Ich kann verstehen, daß ihr euch Sorgen macht - ich bin auch nicht völlig entspannt, wenn Ben zwischen Sinas Beinen rumkrabbelt und das, obwohl Sina eine Seele von Hund ist und noch nie einen Menschen gebissen hat. Aber das ist nur noch ganz allgemeine Muttersorge, ihm könnte was passieren... ;-)
    Selbst wenn er Caius mal erwischt beim Schnappen - dann ist normalerweise außer dem Schreck nicht viel passiert, aber weil Menschenkinder nunmal kein Fell zum Schütteln haben, das sie schützt, wenn ein Hund sie (hündisch korrekt) zurechtweist, wenn sie über die Stränge schlagen, ist das Risiko eben doch gegeben, daß sie verletzt werden. Im Zweifelsfall würde ich sie lieber konsequent trennen, wenn der Hund sich durch Caius gestört fühlt.

    Macht er das denn auch in fremder Umgebung, bei euch oder draußen oder nur bei sich zuhause?
  • YasminYasmin

    3,093

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich kann nur schreiben wie es bei uns gelaufen ist.

    Im Vorwege hab ich mir wenig Gedanken gemacht. Kuddel durfte schon immer aufs Sofa und schläft auch bei uns im Bett. Ich hab immer gesagt, wen ich das Baby auf dem Arm hab, hab ich immer noch eine Hand frei um den Hund zu streicheln! Und so war es auch :razz:

    Kuddel war 1,5 J. als Conor geboren wurde.
    Trotzdem hat er die SS schon sehr genau mitbekommen.....
    Frau riecht anders :roll: Und der gute Kuddel hat immer versucht an mir zu schnüffeln und dann lief und lief und lief der Sabber :erstaunt06:
    Schwangere scheinen ähnlich wie trächtige Hündinnen zu riechen :???:

    Nun denn
    mein Mann hat eine volle Windel aus dem KH mitgebracht und Kuddel hat mit mehr oder weniger Interesse drann gerochen.
    Mit ein wenig Angst im Herzen haben wir den Maxi Cosi auf den Boden gestellt und Kuddel sein neuestes Rudelmitglied beschnuppern lassen.
    Kuddel hat sich erst gar nicht getraut, hat gezittert wie Espenlaub am ganzen Körper und saß einfach nur da. Dann ist er doch hin, kurz geschnuppert, wieder hingesetzt und weiter gezittert :lol:
    Das ging eine Weile so. Dann hab ich Conor ausgezogen und ihn auf dem Fußboden gestillt.
    Kuddel hat erst interessiert seine Nase dazwischen gesteckt und sich dann an mich gekuschelt- und fertig!
    1 Std. später lag Conor in Decken eingewickelt auf dem Sofa und Kuddel hat ihm den Kopf gewärmt, sich also auch an ihn gekuschelt. (siehe Foto unten)

    Heute (Conor ist fast 14 Monate) sind sie richtige Geschwister kann man sagen. Wenn ich mit Kuddel schimpfe geht Conor zu ihm ins Körbchen und bekuschelt und streichelt ihn love100:
    Im gegenzug wäscht Kuddel Conor täglich mehrfach gründlich *ihhhh* :biggrin:

    Für Kuddel blieb also alles beim Alten. Er weiß aber auch das Conor unter unserem besonderen Schutz steht. Er kriegt auch ärger wenn er mal wieder zu übermütig ist und Conor einfach umwirft z.B.
    Aber wir haben Kuddel bei allem mit einbezogen. Er stand auf den Hinterbeinen mit am Wickeltisch und hat am Popo geschnuffelt, durfte das Spielzeug untersuchen, den Rest abgepumpte MuMi saufen und wir haben NIE gesagt er soll vom Kind weggehen. Conor ist eben ein Teil von seinem Rudel und Eifersucht gab es nie :cool:

    Ich kann nur sagen das es am besten war das wir so entspannt damit umgegegangen sind.....aber jeder Hund ist anders.
    Aber als Halter weiß man doch schon sehr genau wo die Macken der tierischen Familienmitglieder liegen ;-)

    [img][/img]http://hebamme4u.net/forum/images/n ... 878288.jpg
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    (hey, yasmin, schön, mal wieder was von dir zu hören!)

    Also, wo er das macht: nur bei meiner Mutter zu Hause, unterwegs nicht, da ist er abgelenkt und bei uns auch nicht, da darf er aber auch nicht überall hin und eigentlich nimmt meine Mutter ihn nicht mehr zu uns mit, da sie sich überfordert fühlt, mit ihm und Caius auszugehen. (Früher hat er an der Leine gehorcht, aber sie lässt ihm alles durchgehen und jetzt versteht er sich nicht mehr mit anderen Hunden und sie will ihn nicht die ganze Zeit an die Leine nehmen, da er so zerrt.... :???: )

    Naja, ich denke, das merkt er auch, dass er nicht mitdarf, früher war er das Baby meiner mUtter, jetzt verbringt sie öfters Zeit bei mir (einmal die woche 2 stunden+ 1 h Fahrt) und dann riecht sie ja auch nach Caius. Vielleicht spielt das auch eine Rolle :???:

    wir haben das am anfang auch gemacht mit der windel und so, aber es ist halt so, dass er der Hund meiner mutter ist und nicht meiner und das meine Mutter den Hund total verhätschelt, und er war IMMER an erster Stelle, jetzt teilweise auch, aber inzwischen kommen wir manchmal zu Besuch und dann wird er zwar auch beachtet, aber nicht mehr so wie sonst. Natürlich wird er noch gestreichelt, aber er verzieht sich ja. Und meine mutter geht dann hin und wieder hin und streichelt ihn auch da. Aber dann kam er letztes mal raus und wollte dabei sein, aber hatte angst, weil Caius dabei war, im laufstall. Eigentlich war die stimmung ok, bis ich gesehen habe, dass er so halb nach ihn geschnappt hat. Und er knurrt sofort, wenn caius sich ihm nähert, klar, ist ja verständlich, wenn man Angst vor Kindern hat, aber caius liebt hunde und will dauernd zu ihm krabbeln... :cry: Und Caius quietscht dauernd und ist immer in Bewegung und Bobby über 12 Jahre alt und hat dazu Angst vor Kindern - eine doofe Kombination. Wenn ich dabei bin, geht es, aber ohne mich nicht im moment.

    das mit dem jeweiligen wegsperren werde ich mal vorschlagen, wobei das ziemlich anstrengend wird, da caius den Laufstall und das Bett hasst und schreit, wenn er drin ist! Und dieses schreien wird dem Hund auch nicht gefallen :cry:

    Ich glaube einfach, meine Mutter ist total mit der situation überfordert und das wirkt sich auf den hund aus....aber sie will mir halt helfen (mit gemischten Gefühlen), da sie weiß, dass ich manchmal eine Atempause brauche.....
  • YasminYasmin

    3,093

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Huhuuu Cora,
    weißt du was.... der Hund ist 12 Jahre alt :roll:
    alte Tiere sind, meiner Meinung und Erfahrung nach, so wie Alte Menschen.
    In den seltensten Fällen verändern sie sich noch. Eher verstärken sich die eh schon stark ausgeprägten Eigenschaften :sad:
    Versucht einen Kompromiss zu finden, wie ihr es händeln könnt.
    Sprecht mit Caius, er wird es vieleicht nicht sofort begreifen, aber nach einer Weile wird er schon verstehen das dieser spezielle Hund eben nicht angefasst werden will.

    Nichts gegen Katjas Tipps!!! Die sind alle sinnvoll und gut- versucht es.
    Mir kam nur bei 12 Jahren spontan das oben beschriebene hoch ;-)

    Ich wünsch Euch viel Glück :grin:
  • TanamiTanami

    51

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Yasmin, ich finde es wirklich Toll wie Du damit umgegangen bist, genau das wünsche ich mir auch, Respekt :grin:

    LG Tanami
  • YasminYasmin

    3,093

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Dankeschön :oops:
    Ihr macht das schon ;-)
  • TanamiTanami

    51

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ja, das denke ich auch :grin:
    es wird zwar schwierig, weil es sind zwei Hundschen, aber das wird schon klappen ;-)
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