Trauzeugen

coracora

6,187

bearbeitet 21. 03. 2005, 17:41 in Plauderecke
Meine beste Freundin heiratet in ein paar Monaten und hat mich gebeten, Trauzeugin zu sein. Ich habe mich darüber sehr gefreut, nach mehreren Gesprächen komme ich langsam aber zu der Ansicht, dass ich keine Ahnung habe, was man als Trauzeugin machen muss/soll/darf. Meine Freundin hat von Anfang an nur Andeutungen gemacht und wohl gedacht, ich wüsste Bescheid :oops:

ich selber habe ohne Trauzeugen geheiratet, ich mag keine großen Hochzeiten (für mich! wenn andere im Mittelpunkt stehen, dann mag ich große Hochzeiten schon ganz gern ;-) ). Meine Freundin ist eher altmodisch und hält sich wohl daran, was traditionell bei einer Hochzeit gemacht wird. Und da gibt es wohl bei einer Trauzeugin gewisse Pflichten...??

Was habt ihr von euren Trauzeugen erwartet, was haben die bei eurer Hochzeit gemacht?? Mussten/Durften die euren Junggesellinnenabschied organisieren? Was haben sie sonst gemacht? Haben sie auf eurer Hochzeit vermittelt, Probleme gelöst, reden gehalten, etc?

Bitte erzählt mir alles, ich soll mich nämlich jetzt entscheiden, ob ich das machen will.... :???:

Kommentare

  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo

    Also bei mir war meien beste Freundinn und bei meinem Mann seine Schwester Trauzeugin.

    Große Aufgaben hatten sie nicht außer in der Kirche die Trauung zu bezeugen, also rechts und links zu stehen.
    Ansonsten hat meine Trauzeugin noch die Fürbitten organisiert, aber das freiwillig und ohne das sie das mußte
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo cora,

    ich würde Dir ernsthaft vorschlagen, Deine Freundin zu fragen, was sie konkret von Dir erwartet.
    Gerade bei diesem Thema gibt es sooooooooo viele Missverständnisse, und es soll doch für Deine Freundin "der schönste Tag" werden.
    Was hat sie für Vorstellungen ???

    "Üblicherweise" organisieren die Trauzeugen zusammen mit anderen den Junggesellen/innenabschied, sind am Standesamt / Kirche dabei, im Standesamt dann mit Unterschrift, in der Kirche evtl. mit Fürbitten oder Gedichten. Auf der Feier evtl. eine kleine Showeinlage, Überraschung oder Spiele organisieren... Ideen findest Du z.B. im hochzeits-forum.de
    Aber: Frag Deine Freundin...
    Mach ihr evtl. Vorschläge (laß Dir evtl., Platz für ne Überraschung, wie z.B. Luftballons steigen lassen oder so ?), dann weißt Du, in welche Richtung sie gedacht hat.

    Eine Trauzeugin ist NICHT dafür da, die Hochzeit zu organisieren !

    Liebe Grüße,
    Katrin
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sie hat immer mal wieder so Andeutungen gemacht, dass ich den Junggesellinnenabschied wohl zu organisieren habe... da hat sie dann ein paar Wünsche geäußert - sie will einen Beautytag machen und einen Cocktail-abend und hat mir eine Liste gegeben mit ein paar Freunden drauf, die mitsollen (Ohne Nachnamen). Ich kenne sie nicht :???:

    caius ist dann krank geworden und gerade wieder, so dass ich kaum Zeit habe... jetzt fragt sie mich, ob ich das wirklich machen will - ich hätte da noch andere Aufgaben, eine Trauzeugin muss wohl ihrer Meinung nach immer für sie da sein, wenn sie Probleme hat, ihr Zeit schenken, helfen, event. vermitteln, - vor allem für sie immer da sein!

    Ich wollte jetzt mal hier wissen, ob das bei euch auch so war. ?

    Ich wäre eigentlich schon ganz gerne Trauzeugin, aber ich denke, dass ich dafür nicht genug Zeit habe, da Caius zu der etwas anstrengenden Sorte gehört und sie allein 3 Wochenenden im Mai nur für Feiern (Junggesellinnenabschied, den ich vorher organisieren müsste - Wellnesstag und cocktailabend in Lokal -, Hochzeit an sich und wochende darauf hat sie Geburtstag und feiert auch noch mal!) beansprucht, dazu kämen die Vorbereitungen. Sie wohnt 50 km weit weg und ich kann nicht mal schnell eben so hinfahren.

    Natürlich gehts bei ihrer Hochzeit um ihre Wünsche, und sie kann bestimmen, was ihre Treuzeugin machen soll. Aber ehrlich gesagt, ich hätte ein besseres Gefühl, ihr abzusagen, wenn ich hier höre, dass die meisten Trauzeugen weniger machen müssen ;-)

    Ist das jetzt schofel von mir? :oops:
    Dabei würde ich das ganze gern machen, aber so, wie sie es rüberbringt, macht es einfach keinen Spaß. Ich habe verschiedene Male bei ihr wegen der wellnasssache nachgefragt, was sie genau machen will, sie hat sich immer sehr ungenau ausgedrückt, bis sie dann mir ein paar Adressen gesagt hat, die ihr gefallen würden, aber im Grunde habe ich den Eindruck, sie will gar nichts damit zu tun haben mit der organisation und mit einem tollen Tag und Abend völlig überrascht werden, die genau ihren Wünschen entsprechen, ohne diese Wünsche vorher zu äußern oder mir genau zu sagen, wer das eigentlich ist, der da mitgehen soll :???:

    ich bin einfach etwas ratlos, was ich machen soll, da ich ihr wirklich gern einen tollen Tag und auch sonst machen würde. Ich bezweifle nur, dass ich es so mache, wie sie es will, und dann habe ich den Ärger und sie Kummer. Aber absagen und jemand anders steht vorne am Traualter, obwohl ich die beste Freundin bin?
    Was meint ihr?
  • JoellaJoella

    2,666

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo!
    Bei mir war meine Cousine Trauzeuge und ich habe so im Nachhinein den Eindruck, sie hätte gerne etwas mehr gemacht...
    Sie war beim brautkleid anprobieren dabei, danach haben wir gemeinsam einen schönen Stadtbummel gemacht. Beim Standesamt hat sie mit unterschrieben. Bei der Feier hat sie die BRautentführung mit organisiert :twisted: Naja, sie konnte nichts dafür, die Freunde meines Mannes wollten unbedingt! Dann hat sie noch meinen Eltern geholfen den Blumenschmuck in der Kirche aufzustellen. Der Trauzeuge meines Mannes (ein guter Freund aus Studiumszeiten) hat eignetlich gar ncihts gemacht, außer am Abend vorher noch eine Bowle angesetzt, damit er Dosen zum ans AUto hängen hat :grin:
    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir überhaupt gar keine Gedanken gemacht habe was Trauzeugen zu tun haben. Ich hab mich eben über jede Unterstützung die kam gefreut. Auf die Idee großartig Ansprüche zu stellen wäre ich wahrscheinlich nciht mal gekommen.
    Aber ich habe auch schon häufig gehört, dass die Jungesellinnen-Abschiede zum Teil schon von en Trauzeugen organisiert werden. Aber da würde ich deine Freundin wirklich genau fragen was sie erwartet. NIcht dass du dich jetzt da völlig reinhängst und hinterher ist sie ganz überrascht, dass du ihre "Wunschvorstellungen" so ernst genommen hast... ;-)

    Viele Grüße, Musikmaus
  • kerstinjkerstinj

    2,322

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich weiß nicht, ich finde deine Freundin ziehmlich anspruchsvoll :roll:
    Vielleicht sollte sie sich besser einen Gedankenleser als Trauzeugen nehmen!?!
    Ich würde mal Klartext mit ihr reden, was sie konkret erwartet und ihr auch zu verstehen geben, dass du es zwar gerne machen würdest, aber nicht unendlich Zeit hast, dich da total reinzuhängen.
    Wenn sie dir wirklich Tacheles sagen kann, was sie will und wer zum Kuckuck die Mitfeiernden sein sollen, kannst du dir immer noch überlegen, ob die Aufgaben dir gerecht werden.
  • quandelequandele

    1,868

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich würde Klartext mit ihr reden. Unsere Trauzeugen und wir haben uns durch die Vorbereitungen unserer Hochzeit wirklich auseinandergelebt. Ich hatte zwar nicht solche Ansprüche, wie Du sie beschreibst, aber von unseren Trauzeugen kam wirklich wenig in Sachen Vorbereitung, Mithelfen, sondern statt dessen Zank im Vorhinein, so dass wir einen Tag vor der Hochzeit die ganze Tischordnung ändern mussten. Ich denke mir, dass wir besser vorher mit unseren Trauzeugen über unsere Erwartungen gesprochen hätten. Dann hätten sie vermutlich abgelehnt, wir hätten uns aber auch nicht geärgert.
  • bine.bebine.be

    295

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich denke, die eigentliche Aufgabe eines Trauzeugen ist nicht, den "Chefbespaßer" fürs Brautpaar zu spielen, sondern nach der Hochzeit "in guten wie in schlechten" Tagen da zu sein. Zu vermitteln, wenn mal ne Krise ist etc. Zu schauen, daß die bezeugte Ehe eine solche bleibt.

    Google bringt erstaunlicherweise so gut wie gar nichts...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also was deine Freundin da alles von dir verlangt ist schon etwas mehr, als die Trauzeugin tun sollte!
    In erster Linie finde ich es befremdlich, dass du den Junggesellinnenabschied nach Plan organisieren sollst :shock: Normalerweise tun sich da Freundinnen zusammen und planen alles als Überraschung und nicht "die Braut will dasunddas und dieunddie soll dabei sein". Also das würde ich schonmal versuchen, abzubiegen.

    Das Einzige wird wirklich sein, mit deiner Freundin nochmal zu reden, ob sie da nicht etwas falsch verstanden hat - du sollst Trauzeugin und nicht Wedding Planner sein ;)

    Unsere Trauzeugen waren mein Neffe und meine Schwägerin und ich hab sie nur gebeten, in der Kirche die Fürbitten zu lesen. Mein Neffe hat dann auch noch das Filmen übernommen und meine Schwägerin war immer für mich da, wenn ich ein Problem mit dem Kleid hatte (auf Toilette gehen, Reifrock richten...) aber sonst nix.

    Klar kannst du dir für die Feier noch eine Überraschung einfallen lassen (vielleicht mit dem anderen Trauzeugen zusammen) und das wars dann aber auch.

    Ich kenne das auch nur so, dass die Trauzeugen in der Ehe die Ansprechpartner sein sollen und DANN vielleicht mal bei Problemen schlichten sollen.
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