Das viele Dinge "damals" in unserer eigenen Kindheit noch anders liefen haben wir ja hier auf vielerlei Eben schon festgestellt. MEist geht es aber um: durchschlafen, einschlafen, stillen.
Was mich jetzt mal interessiert: welche ERZIEHUNGS"Fehler" eurer Eltern an euch möchtet ihr auf keinen Fall wiederholen, auf jeden Fall anders machen? Und wie sehen eure Eltern diese Problematik.
Mein Vater z.B. hat sich in meiner Erziehung (ich war das erste Kind) bzgl. Dingen wie Ordnung, Sauberkeit, ANstand, Etikette und so totaaaaal eingesponnen. Ich konnte shcon mit Messer und Gabel essen, da konnten andere Kinder noch nicht mal richtig den Löffel halten und das ist leider kein übertriebener Spass. Mein Vater hat mit mir auf eine sehr pedantische Art und Weise beigebracht die Uhr zu lesen. Von Freunden weiss ich, dass das ein längerer Lernprozess war. Mein Vater hingegen hat mir das ein EINEM NACHMITTAG anhand eienr Schachuhr beigebracht.(Keine Ahnung, ob ich es dnan wirklich konnte, ist eigentlich schwer vorstellbar, aber das ist ja auch unwichtig, Entscheidend ist, dass er diesen Schwachsinn versucht hat ;-) ). Das heisst, während ich die eine Uhr lesen musste, hat er die andere schon wieder neu eingestellt. Solche Dinge meine ich.
Heute sagt auch mein Dad, dass er da maßlos übertrieben hat und das er viele Dinge, wenn er sie jetzt reflektiert, entspannter sieht.
Mein Kinderzimmer zB musste immer super aufgeräumt und sauber sein. Boah das finde ich soooo unwichtig. Natürlich muss ein Mensch irgendwann Ordnung lernen, aber meine Schwester hat es gelernt indem sie in der Küche Fächer ein- und ausräumen durfte und das hat ihr Spass gemacht und so hat sie eben Spass an Ordnung gefunden - mal etwas verienfacht darfgestellt.
Ich finde: ein Kinderzimmer darf ruhig unordentlich sein. Im Zweifelsfall muss mein Kind dann damit leben, dss ich ihm leider keine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen kann, denn wenn IHM die Unordnung gefällt ist das seine Sache und völlig ok, aber ICH sitze nun mal nicht gern in Unordnung und stolper dabei über dies und das. Ist etwas verinafacht von mir dargestellt, aber sowas finde ich irgendwie sinnvoller als "Ordnung muss sein, weil Ordnung eben sein muss".
Überhaupt gibt es da tausend Dinge, die angeblich sein müssen. Aufessen z.B. WOZU?? Meinem Freund musste ich auch erstmal beibringen, dass man nicht aufessen muss, wenn man satt ist oder wenn etwas nicht schmeckt und dass das total falscher Anstand ist. Ich sage nur programmierte Essstörung.
Oder wieso muss ein Kind Spinat essen, wenn es den nicht mag? Ich mag ihn doch schliesslich auch nicht und entscheide selbst, dass ich ihn nicht esse. Klar auf gesunde Ernährung muss man achten, aber das geht auch ohne Spinat.
Was fallen euch so für Hingespinste ein, die ihr selbst erlebt habt oder die ihr eben einfach nur nicht selbst durchziehen wollt?!
Kommentare
409
Wir durften nicht vom Tisch aufstehen, bevor der Teller nicht leer war. Ich war ein stures Kind, z. B. Weißkohleintopf habe ich nicht gegessen, und wenn ich den ganzen Nachmittag am Tisch gesessen hätte. Was dazu führte, dass mein Bruder häufig heimlich meinen Teller mitgegessen hat, weil er mit mir spielen wollte. Wie ihr Euch vorstellen könnt, war ich ein dünnes Kind und er eher mopsig ...
75
Das zweite Problem ist, dass bei uns nie auf ausreichendes Trinken geachtet wurde. Wenn man zum Mittagessen etwas zu trinken haben wollte, wurde schon komisch geschaut, ausser dem Kakao am morgen und dem Tee am Abend musste man sehen dass man etwas trank - und wer achtet da als Kind schon drauf? Naja und jetzt quäle ich mich, wenigstens täglich 2.5 Liter zu schaffen.
7,740
Mein Bruder z.B. hat sich das alles nicht selbst beigebracht, und ist absolut nicht in der Lage, auch nur das minimalste Bisschen an Ordnung zu halten oder so zu essen, dass man dabei hingucken kann ...
Das möchte ich meinen Kindern gerne ersparen, indem es da von Anfang an klare Regeln gibt, so dass sie es quasi gar nicht anders kennen ...
3,151
Meine Mutter ist Klasse, aber es gibt so ein paar Dinge, die möchte ich meinen Kindern nicht antun. An eiskalten Rosenkohl auf meinem Teller um vier Uhr nachmittags erinnere ich mich auch gut. Interessanterweise erzählte meine Mutter mir viel später, dass sie als Kind immer bis Nachmittags vor ihrem kalten Essen hätte sitzen müssen, bis sie aufgegessen hätte - und das sie das ja bei uns nie tun wollte. Sie schien vergessen zu haben, dass wir darunter auch zu leiden hatten - auch wenn das ausführende Organ da eher mein Vater war.
Das andere, womit ich ihr heute noch gern die Schamesröte ins Gesicht treibe :biggrin: : Klein-Jenny kommt zu Mama ans Sofa; Mama ist grade Katzenpfötchen. Jenny: "Darf ich auch welche?" Mama: "Ja, drei." Jenny pult also drei Katzenpfötchen aus der Tüte, geht zurück in ihr Zimmer und beißt die Hälfte von einem ab, damit sie lange vorhalten - und sieht im Gehen, wie Mama in die Tüte langt, ne Handvoll rausholt und sie sich in den Mund stopft :biggrin:
Klar, dass ich, sobald mein Taschengeld für mehr reichte als die Micky Maus, mir Schokoriegel bis zum Erbrechen kaufte :???: Kinder derart kurz zu halten, kann auch nicht gesund sein...
Als Lehrerkind und selbst Lehrerin halte ich es auch nicht für gut, sich zu sehr in Schulisches einzumischen. Das kann nie gut gehen.
Ansonsten sehe ich Dinge, die ich an meinen Kindern nicht wiederholen möchte, eher in der Familie der Schwiegereltern. Aber da sind mein Mann und ich uns komplett einig.
6,187
Bei der Ernährung empört mich immer wieder aufs neue, dass wir mit süßem getröstet wurden :sad: und ich merke, wie mich jedes mal, wenn es mir schlecht geht, der Heißhunger überfällt.... :roll: Meine Mutter meinte auch vor ein paar Monaten, als Caius bei mir auf dem Schoß rumhampelte und sich stieß und aufheulte : "Wenn er größer wäre, würdest du jetzt schnell ein Bonbon reinschieben, dann wäre sofort Ruhe!" - - - - - Oh nein!!!
Dann gabs bei uns nie Obst, zum Teil lag es daran, dass ich gegen vieles davon allergisch bin, aber doch nicht gegen alles. Aber meine mUtter mag kein Obst, also gabs auch keins, jedenfals nicht selbstverständlich dauernd. Und es wurde rationiert, die süßigkeiten und alles was lecker war, da gabs immer mal ein bisschen - völlig falsch, finde ich! Mein Mann hat sich mal satt gegessen an schoko, der mag seitdem schoko nicht mehr unbedingt, kann auch nur ein Stück essen. bei mir klappt das nicht, ich denke immer, dass ich, solange ich was habe, essen muss.
Also, das alles mache ich anders, hoffe ich jedenfalls!
Und bei den Grenzen - ich glaube, ich werde strenger sein als meine mutter in mancher Hinsicht .... ;-)(falls das klappt). Und ich werde nicht über meinen Mann herziehen, sollten wir uns scheiden lassen
Meine Mutter war in mancher Hinsicht zu streng, wir durften zB nie was im fernsehen sehen, auch als wir schon etwas älter waren, und alle anderen Kinder darüber geredet haben in der schule, da standen wir immer daneben (ich habe da ein kleines Trauma wegen eines nur halb gesehenen Filmes mit 12 - Mary Poppins... ;-) ), andererseits hat sie aber auch zu viel durchgehen lassen.
Das werde ich hofentlich nicht so machen, wobei es glaube ich schwieriger ist als man denkt, nicht in erlernte Verhaltensweisen reinzutappen.
956
Das hat sie mir mal vorgeschlagen, als Matthias eine solche "Nachts essen wollen Phase" hatte. Ich habe dankend abgelehnt.
4,536
Was genau meinst du denn hier mit "einmischen"?
3,151
"Was habt ihr auf? Zeig mal dein Heft."
"Wenn du fertig bist mit Hausaufgaben, guck ich nochmal durch."
"Wann schreibt ihr die nächste Arbeit?"
"Ich übe mit dir für Englisch."
Meine beiden Eltern waren Lehrer ;-)
Meine Mutter hat sich da schon in der Grundschule komplett rausgehalten. Sie hat nie gefragt, was ich aufhatte oder ob ich schon Hausaufgaben gemacht hätte. Und mir wäre bis zur 11. Klasse im Traum nicht eingefallen, Hausaufgaben einfach nicht zu machen. Ich machte sie einfach, ohne dass sich irgednwer drum kümmern musste. Manchmal erst abends, manchmal sogar erst am nächsten Morgen, wenn ich erst zur 2. musste. Aber das hat mir geholfen, Zeitmanagement zu entwickeln :biggrin:
Mein Vater mischte sich ein, als ich in Mathe absackte, und ich erinnere mich an einige extrem unentspannte Übungssitzungen für Mathearbeiten. Das war in der 8. Klasse; er unterrichtete Mathe an der Grundschule, aber fachfremd, und hatte ehrlich gesagt von Berechnung von Winkeln noch weniger Ahnung als ich. Als er das merkte, war's ihm peinlich, er konnte es nicht zugeben, und es setzte Ohrfeigen. Das war bitter.
Ich habe da meine Mama zum Vorbild. Die interessierte sich immer mehr dafür, was in der Pause losgewesen war, wer wen angebagggert hatte und wie's mir gegangen war, freute sich über meine Einsen und tröstete mich für meine Fünfen. Und hörte mich Vokabeln oder Lernstoff für Arbeiten ab, wenn ich drum bat; sonst nicht.
316
4,536
Das GAR NICHT zu kontrollieren halte ich (für mich) auch nciht dür das Optimum. Obwol ich das auch nicht machen werde wie mein Vater. Der hat fast jeden Tag meine Hefte kontrolliert und wenn ihm was nicht passte (zB die kleinen BUchstaben waren nciht alle exakt auf der gleichen Höhe etc.) dann durfte ich unter Umständen das ganze Heft nochmal abschreiben. *freu*
Nixe, was??? Ach du scheisse, das finde ich ja heftig. Ich finde ja schon diese Anschnallgurte graulig, die man dem Kind wie ne Hundleine anlegen kann, damit sie nicht wegrennen. Das erspart Erziehung was. Wieso soll ich meinem Kind beibringen zu gehorchen, wenn es eine Leine für mich erledigen kann und ich mich nicht drum scheren muss. :flaming01:
3,882
das wäre einfach grauenvoll. aber manchmal ist das tatsächlich schwer- seltsam...
ich möchte nie:
meine kinder mit gegenständen schlagen
ihre seele verletzen
ihnen haare ausreißen
ihnen null freiräume geben
ihnen freunde verbieten
sie beschimpfen
nicht merken, wenn eine andere person ihnen leid zufügt
ich hoffe, das ich es schaffe:
sie notfalls in einem "vernünftigen" mass zu bestrafen
ihnen charakterstärke mit auf den weg zu geben
ihre gefühle zu niemals zu verletzen und ihre wünsche zu tolerieren
ihre freunde jederzeit willkommen zu heißen
mich für verbale ausrutscher meinerseits wenigstens zu entschuldigen und zu versuchen es nicht wieder vorkommen zu lassen
ihr vertrauen zu haben, um das sie mir erzählen wie es ihnen geht
und ganz allein für mich hoffe ich, das meine kinder später zu mir sagen: mama, unsere kindheit war eigentlich okay...
119
sie ist allerdings auch eine, die uns gefragt hat, ob wir auch alles richtig machen (unsere kleine war mitten im 26er und wollte viel kuscheln, nicht alleine schlafen und hat ca. 1,5 wochen lang die nächte bei mir im bett verbracht).
naja,...
lg
25,096
Also bei meinen Eltern sehe ich nichts was ich großartig anders machen will, ganz im Gegenteil.
Aber die Fehler meiner Schwimu möchte ich nicht wiederholen.
Bei mir wird auch Felix als Junge in die Geheimnisse des Haushaltes eingeweiht ( Jungs brauchen doch sowas nicht tun oder :twisted: ).
Bei der Ernährung gibt es sicher keinen Honiggesüßten Schnuller.
Auch sonst hoffe ich das Felix Respekt, Tischmanieren und Intimsphäre kennenlehrnt (damit haben meine Schwiegers große Probleme).
316
Gott sei Dank hab ich mich besser unter Kontrolle, ich kann guten Gewissens von mir behaupten meine Grosse noch nie geschlagen zu haben und das wird sich bei meiner Kleinen auch nicht ändern.
1,633
Das wünsche ich mir auch, dass ich das schaffe!
Und: kennt Ihr dieses Gedicht, "Kinder" von Bettina Wegener?
1,392
Ich werde versuchen Verständnis für Unverständnis aufzubringen. Ich habe mit 9 nicht verstanden, warum 1846 das 19. Jh. ist. Daraufhin mußte ich das auflisten, Jahrzehnte und Jahrhunderte von 0 an. Verstanden habe ich es trotzdem nicht.
Wenn Robin am Sonntag nicht mit uns irgendwohin fahren will, fährt er eben nicht. Familienausflüge nicht auf Kosten der eigenen Leben der Kinder. Alle meine Feunde trafen sich und ich saß mit meinen Eltern gelangweilt am Tegernsee. Die Gedanken die ich hatte möchte ich Robin nicht aufzwingen :biggrin:
Aber meine Mama: :applause: Viel Verständnis, immer offene Worte, manchmal ein bisschen viel Frauenpower, aber großartig. Mein Vater kam gegen die Weiberfront nicht an. Als ich 14 war und meine Schwester 7 wurde die Ehe geschieden, wir hatten nichts dagegen. Heute sehe ich ihn mit Abstand und etwas mehr Verständnis, war ja gut gemeint, aber falsch gehandhabt.
Kinder haben eigene Wünsche und Vorstellungen, die werde ich meinen so weit es geht erfüllen, sie nicht in mein Schema pressen.
Manieren sind etwas anderes, das ist Wertevermittlung, und das ist wichtig. Die Gabel richtig in der Hand halten und langsam essen, sich bedanken, lieber zu oft grüßen, in die Augen sehen, sich entschuldigen - das muß man vorleben und es erledigt sich von allein.
Aber unfreiwillig mit mir in die Stadt gehen: Nein! Mit dem Hund rausgehen? Ja, aber nicht als "du mußt" sondern als "kannst du mir das bitte abnehmen", und er macht es immer, wenn er Zeit hat. Ich hoffe Mina wird auch so toll wie Robin.