Ich schaue mir gerade den Papstbesuch in der Synagoge an.
Ich bin nicht sehr gläubig (jedenfalls nicht so, wie die Kirche es vorgibt), aber ich interessiere mich schon seit meiner Jugend sehr für das Schicksal der Juden.
Ich muss sagen, wenn ich mir diesen Besuch so anschaue, muss ich sagen, ich bewundere die Juden immer wieder. Wie großherzig müssen diese Menschen sein, diese Dinge zu verzeihen. Auch der Kirche, die ja ihren Teil zu den schrecklichen Dingen getan hat...
Ich sehe Menschen die diese Zeit sicher schon bewußt miterlebt haben oder zumindest nahe Verwandte verloren haben.
Ich könnte ein Verbrechen an meiner Familie in einem solchen Ausmaß nicht verzeihen.
Ich weiß, dass ist ein sehr schwieriges Thema, viele wünschen sich, dass dieses Thema endlich begraben wird, aber wie denn nach einer so kurzen Zeit, wenn sogar immer noch Zeitzeugen leben?
Was ich mich ebenso frage:
Wäre unser neuer, sehr konservativer Papst auch nach Berlin gereist und hätte sich von einem homosexuellen Bürgermeister begrüßen lassen?
Und: gehen schwule und lesbische Jugendliche auf den Weltjugendtag?
Wie seht ihr das?
Ich finde es übrigens, trotz aller Kritik gegen viele Meinungen des Papstes ( Homosexualität, Verhütung, Abtreibung, Zölibat...) sehr schön, dass er die Synagoge besucht !)
Bin gespannt auf Eure Meinung!
Kommentare
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Definitiv ja
Ich bin selbst gläubige Christin und habe im Bekanntenreis mehrere Schwule Freunde, die ebenfalls sehr gläubig sind. die hättten damit sicher kein Problem.
Der Papast vielleicht mit ihnen. ;-)
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Was mir gestern positiv aufgefallen ist, er vermeidet den Begriff "Brüderlichkeit" und ersetzt ihn durch "Geschwisterlichkeit". Soll heißen, er bezieht die Frauen jetzt ausdrücklich mit ein. Daran sieht man, daß auch konservative Menschen menschlich sein können.
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Wie können diese Menschen (also homosexuelle) eienr Kirche angehören, vor der sie genau wissen, dass ihre Lebensform nicht akzeptiert , ja verurteilt wird?
Hmmm, wenn Du das weißt, natürlich nur. Mich interessiert halt, was sie dann an dem katholischen Glauben hält, wenn doch eigemtlich ihre gesamte Lebensform dort in Frage gestellt wird.
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Aber darum geht es doch gar nicht. Die meisten Katholiken, die ich kenne, weichen in dem einen oder anderen Punkt ab vom kirchlichen Ideal. Auch ich schimpfe mich katholisch und hab doch ein uneheliches Kind geboren.
Es geht darum, dass von Seiten der Kirche Ideale beschrieben werden. Jeder gläubige Katholik kann versuchen, nach Kräften danach zu leben und das Ausmaß der "Vergehen" gering zu halten. Letztendlich mischt sich die katholische Kirche aber nicht in die Privatsphäre eines einzelnen Kirchgängers ein. Insofern können Homosexuelle sehr wohl ein Plätzchen innerhalb der katholischen Kirche finden, es ist nur nicht denkbar, dass sie aufgrund ihrer persönlich gewählten Lebensform die Ideale verändern.
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