Hat schon mal jemand...

FraukeFrauke

450

bearbeitet 8. 09. 2005, 11:50 in Plauderecke
...so ein Interview bei der amerikanischen Einwanderungsbehörde zwecks Einwanderungsvisum absolviert? Bei mir steht es demnaechst an und ich habe keine Ahnung was da auf mich zukommt. Stellen die da auch Fragen zu Geschichte und Politik :roll: (meint unser Nachbar)

Kommentare

  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab mal was im Fehrnsehen darüber gesehen. Die Fragen sind teilweise ziemlich simpel zu beantworten ("Gehören sie einer terroristischen Vereinigung an?" Da wird ja wohl selbst einer, der mit Ja antworten müßte "Nein" antworten ;-)) und dann geht wirklich ganz viel um Landeskunde. Wieviele Staaten die USA haben und wie die Fahne aussieht und so weiter. Die sind aber, wenn du wirklich in die USA einwandern willst ganz gut zu beantworten, sofern du dich ein bische mit der Geschichte auseinandergesetzt hast. Tiefgehendes Wissen wollen die nicht.
  • FraukeFrauke

    450

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Puh, oje, auch das noch. Da muss ich mich aber doch noch ein bisschen schlau machen. Und das, wo ich im Moment meine Gedanken ganz woanders habe... :neutral:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja, ich habe es schon hinter mir.

    Also, Fragen zur Geschichte werden bei der Einbuergerung gestellt. Fruehestens 5 Jahre nachdem du deine GreenCard erhalten hast!

    Das Interview in Frankfurt war bei mir sehr locker. Dauert keine 5 Minuten, entweder auf Englisch oder Deutsch. Es bezieht sich auf die Fakten, die du in deinem Antrag angegeben hast. Da ich mit einem Amerikaner verheiratet bin , waren es Fragen wie: Wo ist ihr Mann gerade? Wohin gehen Sie? Wo liegt es? Kennen Sie die Familie Ihres Mannes. Ach Sie haben da und dort gearbeitet? Was haben Sie da gemacht?
    Dann musst du die Hand heben und schwoeren, dass du keiner terroristischen Vereinigung angehoerst.

    Das war's. Mach dir keine Gedanken. Welches Visum hast du beantragt? Ich kann dir auch noch ein paar gute Links schicken, wenn du willst. Schreib einfach eine PN!

    Liebe Gruesse vom Krautfraeulein.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ahhhh :idea: Siehste, Kräuterfräulein, dann habe ich das verwechselt. Na in dem Fall umso besser, dann wird es ja garnicht so schlimm. Ich drück dir die Daumen, Frauke!
  • MonicaMonica

    1,525

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe aber von Freunden gehört, dass die Fragen um ein Green Card zu erhalten auch nicht so ohne sind. Allerdings wohnten sie schon in USA. Er hatte ein Arbeitsvisum und eine Amerikanrein geheiratet.

    Sie mussten ihre Hochzeitsalben mit bringen und alles mögliche um zu belgen, dass es keine Scheinehe ist.

    Sogar bei meinem Mann jetzt mit seinem Arbeitsvisum, letzte Woche hatten wir das Interview, stellten Sie Fragen dahin gehend, ob er tatsächlich von der Firma entsendet wird, oder ob er es geschafft hat eine Stelle zu bekommen für eine Firma, damit er mit mir rüber kann. Sie fragten auch wann wir uns kennengelernt haben, wie lange er für die Firma arbeitet usw.

    Darüber war ich ziemlich erstaunt.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Es kommt immer darauf an, mit welchem Visum man einreisen will.

    Bei mir war es das K3, das ist fuer Ehepartner von Amerikanern. Natuerlich musste ich beweisen, dass ich verheiratet bin, und meinen Mann auch kenne. Da ich weniger als 2 Jahre vor Visumsausstellung verheiratet war, habe ich auch nur eine zweijaehrige GreenCard bekommen. Nach Ablauf dieser 2 Jahre, musste ich wiederum beweisen, dass ich noch verheiratet bin und keine Scheinehe vorliegt. Meine GC wurde um ein Jahr verlaengert, der Vorgang wird nun genau ueberprueft und vermutlich muss ich mit meinem Mann dann auch wieder zu einem Interview.

    Die Beantragung von der USA aus ist aehnlich. Das gilt aber nur fuer Leute, die mit K1 (Verlobtenvisum) einreisen oder spontan (haha) heiraten (nicht ganz legal, aber auch nicht illegal). Und auch fuer deine Freunde. Hier muessen dann auch gemeinsame Rechnungen, Mietvertrag und Fotos vorgelegt werden. Oft wird man auch gebeten die Kennenlerngeschichte zu erzaehlen. Wiederum um festzustellen, dass keine Scheinehe gefuert wird.

    Monica, dein Mann hat ein Arbeitsvisum. Hier wollen sie sichergehen, dass er die Staaten auch wieder verlassen wird nach Ablauf. Die H-1B Visa sind fuer hochqualifizierte Arbeitnehmer und in der Anzahl beschraenkt. Du bist doch Amerikanerin, oder? Daher wollten Sie wohl noch sicher gehen, dass dein Mann nicht versucht mit einem Non-Immigrant Visa auszuwandern.

    Frauke, um welches Visum handelt es sich denn bei dir? Danach werden sich auch die Fragen richten. Aber wie gesagt, das Interview ist nicht so tragisch, da kann eigentlich nichts schiefgehen.

    Viel Glueck!
  • MonicaMonica

    1,525

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Du kennst Dich ja echt gut aus. Ich kenne das alles ja nur so von Erzählungen. Meine Mutter hat das ja alles schon durch.
    Sie ist mit Einwanderungsvisum eingereist, hat irgendwann geheiratet und GC bekommen, und wurde schliesslich eingebürgert.

    Mein Mann hat ein E1 Visum, hat er gesagt. Was das genau bedeutet, weiss ich aber nicht.

    Unsere Freunde habe das Thema nun durch, sie haben zusammen auch einen Sohn, das steigert wohl auch die glaubwürdigkeit ihrer Ehe. ;-)
    Daher wollten Sie wohl noch sicher gehen, dass dein Mann nicht versucht mit einem Non-Immigrant Visa auszuwandern.
    Da hast Du vermutlich recht.
    Glaubst Du es würde Schwierigekeiten geben, falls wir uns entscheiden sollten, tatsächlich dort zu bleiben?
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Dankeschoen :oops:

    Das E1 Visum ist ein Tready Trader Visum, also ein Non-Immigration Visum.

    Sagt bloss keinem, dass Ihr eventuell vorhabt zu bleiben! Da bekommt ihr nur Aerger. Es kann sein, dass Ihr bei der Einreise beim Port of Entry (POE) gefragt werdet und die sind befugt euch zurueckzuweisen. Fragen sind unwahrscheinlich, aber sag es auf keinen Fall!

    Wenn Ihr euch aber doch entscheidet, dass Ihr in den USA bleiben wollt, musst du den Antrag stellen auf Adjustment of Status. Das ist ueberhaupt kein Problem, solange du die Staatsbuergerschaft hast. Fuer den Fall, dass du nur die GC besitzt, was ich nicht glaube, waere es schwieriger. Dann haettest du aber jetzt auch schon Probleme bei der Einreise. Die GC verliert man, wenn der Lebensmittelpunkt nicht in der USA ist und du haettest ein Visum zur Begleitung deines Mannes beantragen muessen.

    Uii, das hoert sich jetzt alles negativ an, oder? Ich bin mir sicher, dass Ihr euch keine Gedanken machen muesst!

    Wohin soll es denn gehen?

    Liebe Gruesse vom Krautfraeulein.

    P.S. Na klar steigt die Glaubwuerdigkeit mit Kindern. Wir haben noch keine, da ich nicht schwanger werden wollte, mit der Aussicht auf ein Deployment in den Irak! Mein Mann kommt aber in wenigen Wochen wieder und dann basteln wir auch. Drum hat es mich auch in dieses wunderbare Forum verschlagen.
  • MonicaMonica

    1,525

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Noch haben wir ja auch nicht vor zu bleiben. Aber man weiss ja nie. Wenn in D die wirtschaftliche Lage so bleibt und wir uns in Detroit wohl fühlen, ...

    Aber grundsätzlich ist das für uns etwas vorübergehendes. Wir wollen ja in zwei Jahren wieder zurück zu unserem Leben.
    Mehr dazu hier:
    http://hebamme4u.net/forum/viewtopi ... highlight=

    Ich bin Amerikanerin. Ich habe die Staatsbürgerschaft, also müsste es ja machbar sein.
    Vielen Dank für die Information wegen 'Adjustment of Status' denn wenn man die Sache gleich richtig anpackt, kann man sich einiges an Ärger ersparen.
  • FraukeFrauke

    450

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also, jetzt komme auch ich mal wieder dazu, zu antworten:

    Mein Mann ist Amerikaner und bei der Army, wohl wie Deiner auch, Krautfraeulein?

    Ich denke, bei mir handelt es sich auch um das K3 Visum. Musste Dein Mann beim Interview in FFM dabeisein??? :shock: Dann haben wir naemlich ein Problem: er ist schon wieder in den Staaten!

    Allerdings sind wir schon seit ueber 2 1/2 Jahren verheiratet und haben seit Feb eine gemeinsame Tochter. Und der einzige Grund, weshalb ich noch nicht mit ihm gegangen bin, ist, weil ich hier noch meine Diss fertigschreiben und abgeben muss; das zählt doch (hoffentlich) auch?

    Aber gut, dann bin ich ja beruhigt. Dachte auch, dass die Fragen zur Geschichte der USA erst bei der Einbürgerung kommen. Puh, Glück gehabt *SchweissvonderStirnwisch* Aber für 5 Minuten der ganze Aufwand? :flaming01: Als hätte man mit der Ausfüllerei zahlreicher Biographieformulare nicht schon genug zu tun...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hey, Frauke,

    Ja, ich behaupte zwar immer noch steif und fest, dass ich ein K3 Visum habe, allerdings stimmt das nur bedingt.
    Hat dein Mann die Unterlagen eingereicht, alles er noch in Deutschland stationiert war? Falls das der Fall ist, ist es DCF (direct consular filing) und es dauert nur wenige Monate. Das haben mein Mann und ich damals beantragt. Sprich, dein Mann bringt den Antrag direkt beim Konsulat vorbei, und er ist berechtigt das zu tun, da er in Deutschland stationiert ist. Dieser Vorgang dauert nicht ganz so lange wie das K3 Visum.

    Will jetzt nicht meine ganze Lebensgeschichte hier posten, weil es nicht wirklich interessant ist... Jedenfalls brachte ich am Tag des Interviews meinen Mann zum Flughafen in Frankfurt und ging dann zum Interview. Sie fragten wo mein Mann gerade waere, und ich antwortete irgendwo in der Luft, auf den Weg nach Fort Lewis. Fragen waren dann: Wo liegt das denn?, Kennen Sie seine Familie? ... Aha, Sie haben im Mineralogischen Museum als HiWi gearbeitet. Was haben Sie da gemacht?

    Mein Mann ist auch vorausgereist, da ich erst noch das 2. Staatsexamen ablegen musste/wollte.

    Wann hast du denn dein Interview? Du weisst, dass das Konsulat umzieht, ja? Machst du den Arzttermin am gleichen Tag? Es ist alles wirklich nicht tragisch! Abgelehnt wirst du nicht!

    Lass mich wissen, wie/falls ich dir noch weiter helfen kann :)

    Liebe Gruesse vom Krautfaeulein
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