Wer von Euch schreibt gern? - Brauche Eure Hilfe!

DawnDawn

3,183

bearbeitet 6. 12. 2005, 14:56 in Plauderecke
Hallo...

So! :grin: Ich brauche jetzt mal Eure Hilfe. Gibt es jemanden unter Euch, die gerne schreibt, Kurzgeschichten oder Gedichte? Oder spielt jemand von Euch Rollenspiele oder Theater?
Ich bin in einem Seminar an der FH (ist eher ein "Nebenfach"), das nennt sich filmisches Erzählen. Jetzt habe ich die Aufgabe, ein Drehbuch (bzw. erstmal eine Geschichte, aus der ein Drehbuch für einen Film enstehen kann) zu schreiben. 5-7 getippte Seiten und es ist egal, was. :shock: Also jedes Genre, ob nun Liebesgeschichte, Science Fiction, Krimi... egal. Es gibt nur die Vorgabe, dass es eben eine(n) Hauptdarsteller(in) geben soll und wenn möglich einen "Antihelden" oder "Bösewicht". Ich habe zwar im Ansatz einige Ideen, aber vielleicht könnten wir hier ein kleines Forumsspiel machen und ich hole mir dadurch noch Inspiration? Keine Sorge, ich werde das Geschriebene dann nicht 1 : 1 übernehmen, ich brauche nur mal ein paar Ideen. Hilfäää! :oops:

Ich fange jetzt einfach mal an zu schreiben... und Ihr schreibt dann weiter. :biggrin:

Paris. Eine Frau sitzt in einem roten Kleid allein in einem Zimmer. Am Fenster stehen weiße Margheriten. Die Frau liebt Margheriten. Die Vorhänge am Fenster sind halb geschlossen. Aus dem Nebenzimmer hört man Stimmen. Sie steht auf und geht ans Fenster, in ihren Augen sieht man Tränen...

Kommentare

  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Darf ich nen Tipp geben? ;-) Statt einfach anzufangen, ist es, grade für so eine Aufgabe, hilfreich, sich erst ein Gerüst zu überlegen. Für dich wird das Schreiben leichter, wenn du selber weißt, warum die Frau weint, als wenn einer von uns dir seine Ideen aufdrückt.

    Es gibt viele Möglichkeiten, an Plots ranzukommen, wenn man selber überhaupt keien Idee hat. Beliebte Methoden sind: Zeitung aufschlagen, und zwei inhaltlich komplett unverbundene Meldungen miteinander in Verbindung zu bringen. Zum Beispiel: "Bernhardiner rettet Wellensittich aus brennendem Haus" und "Arbeitslosengeld wird gekürzt. (Gut, da muss man dann kreativ werden.) Der Besitzer des Bernhardiners ist arbeitslos und wollte vielleicht sein Haus anzünden, um die Versicherung zu kassieren, und der Wellensittich krächzt immerzu "Ich zock euch ab, ich zock euch ab"... ;-) Oder so.

    Es gibt im Netz auch so "Randomizer"-Seiten, da kriegst du rausgewürfelte Plots: "mutierte ninja-hamster, die den mars besiedeln" oder "verlassener pirat stirbt nach galadiner"...

    Wenn du einen Helden und einen Antihelden brauchst, überlege dir, in welchem Verhältnis die beiden zu einander stehen. Was macht den einen zum Protagonisten, den anderen zum Antagonisten? Sehen sie sich selber auch so, oder sieht der Böse sich selbst als den Guten?

    Eine Geschichte braucht eine Exposition (meist am Anfang, kann aber auch amSchluss kommen und spielt dann mit der Erwartung des Lesers), einen Mittelteil, der auf einen Wendepunkt zusteuert, und ein Ende. Das Ende sollte man vor dem Schreiben immer kennen. (Einige ganz besonders kreative Freaks behaupten, das Ende zu kennen, bevor man selbst es schreibe, stört die Kreativität. Diese Einstellung hat leider schon eine Menge extrem öder Geschichten ins Leben gerufen. Was immer passieren kann, ist, dass das Ende sich beim Schreiben verändert, aber auch das sollte es besser auf einer Grundlage tun.

    Hoffe, das hat dir etwas geholfen ;-)


    Edit: Hach, nun ist mir doch was ingefallen, aber ich nehme an, du hattest selber auch schon was im Kopf, oder?

    Ich würde auf Grund dieses Anfanges annehmen, ihr Mann/Geliebter/Verlobter (ja, Verlobter ist gut) hat ihr immer Margeriten geschenkt, ist aber seit einem Jahr bei der Fremdenlegion, und seitdem hat sie nichts von ihm gehört, bis ein Fremder ihr diese Margeriten brachte... sie beschließt, der Sache nachzugehen, und macht sich auf nach Tunesien (wir sind in den 30er Jahren, deshalb ist es da nicht ungefährlich für eine Frau, daher verkleidet sie sich als Mann). Als sie sich bei der Einheit meldet, bei der ihr Verlobter gedient hat, erfährt sie, dass er nach einem gefährlichen Auftrag als verschollen gilt, und sie stellt auch fest, dass er offenbar Feinde hatte...

    Es umbauen kannst du ja immer noch... ;-)
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Danke Jenny! Machst Du sowas beruflich oder warum kennst Du Dich so gut damit aus? Ich werde auch noch mal das Internet nach diesen Plots durchsuchen, den Begriff muss man erst mal kennen! ;-) Das mit der Exposition usw. habe ich mir schon alles im Net geholt. Die Geschichte hier geht ja schon mal gut weiter! Man braucht eben vor allem Zeit und Muße dafür, die mir im Gegensatz zu den anderen Studenten momentan fehlt... :roll:
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich schreibe hobbymäßig schon seit meiner Kindheit, habe einen langen Star Wars-Roman im Internet (auf Englisch allerdings), und arbeite an einem Fantasyroman, der seit vier Jahren wächst und gedeiht. :) An der Uni habe ich ein paar Sachen in die Richtung gemacht (Creative Writing), und habe in Internet-Autorenzirkeln Stories und Tipps ausgetauscht. Zwei Freunde von mir sind auch Autoren, da schnackt man so über einiges. :grin:

    Googel mal nach "creative writing", "schreiben", "autorenworkshop" - da gibts tausende Seiten mit Supertipps! Oder googel nach Holly Lisle, die hat ne Spitzenseite zum Thema Schreiben.
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ok, dann erkläre ich das Experiment hier mal für beendet und belästige Euch nicht mehr damit! ;-) Du hast mir schon gut weitergeholfen @Jenny! Ich schreibe vielleicht von Zeit zu Zeit Gedichte oder Kurzgeschichten, aber so was Langes liegt mir nicht. :sad:
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Dawn schrieb:
    Ok, dann erkläre ich das Experiment hier mal für beendet und belästige Euch nicht mehr damit!

    Ich hoffe, du hast das nicht so verstanden, dass ich dich mit meinen Google-Empfehlungen abwürgen wollte oder so? Sollten wirklich nur Tipps sein, aus denen ich mir auch schon ne Menge rausgezogen hab. Wenn du magst und sonst niemand mitmachen möchte, können wir die Geschichte auch zu zweit weiterspinnen. Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass zwei Leute in der Planungsphase meist ne bessere Geschichte zusammenbekommen als nur einer.
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nein, keine Sorge, so habe ich das nicht verstanden! Das mit der Geschichte hier war nur so eine Idee, um überhaupt mal irgendwelche Inspirationen zu sammeln. Mir ist aber heute nachmittag dann was eingefallen, ist nix Neues. So ne Mischung aus "Die fabelhafte Welt der Amelie" - Liebeskram - Komödie - blablabla. Aber es war ja irgendwie alles schon mal da, oder?! Den Titel dafür habe ich mir allerdings hier im Forum geklaut. :biggrin: "8 1/2 Stunden zum Glück oder wenn Marie im Aufzug Hallo ruft" Mal sehn, ob das was wird. Ich komme bei Gelegenheit auf Dich zurück @Jenny! Danke!
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Schau doch auch mal in die Geschichten in "Praxis Intern"
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Dawn schrieb:
    "8 1/2 Stunden zum Glück oder wenn Marie im Aufzug Hallo ruft"

    Genial :biggrin: Das meinte ich mit "Überschriften zusammenwürfeln".
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    So, dann will ich mal meine Kurzgeschichte hier einstellen, es ist was ganz anderes geworden als geplant. Aber der "Film" soll auch nur ein Kurzfilm sein laut Dozent. Hoffe es gefällt den kritischen Lesern hier! :cool:

    30 Minuten im Glück oder wenn Marie im Aufzug "Hallo" ruft

    Jahreszeit: Winter
    Der Film beginnt am Ende. Mit einem Monolog von Marie (Nachname Anzug) (Stimme aus dem Off) über die Liebe (die wahre Liebe gibt es nur selten), die Welt (ist schlecht aber manchmal ganz liebenswert) und darüber, warum sie das Geräusch von blätternden Zuganzeigetafeln so mag.
    Dabei sieht man verschiedene Orte in einer Stadt, z.B. Bahnhof, Bushaltestellen, Cafés, wo überall halb durchweichte Zettel flattern mit der Aufschrift „Jonas, Sonntag,11:24 Uhr an der Zuganzeigetafel“.
    Der Film baut darauf auf, dass Marie den Dingen gerne zuhört (es werden immer wieder in bestimmten Szenen Geräusche fokussiert und verstärkt, Stimmen haben eine besondere Bedeutung).
    Dann Rückblende - Schwenk zur Wohnung von Laura, in der beide die Wände weißeln, sich unterhalten und dabei in Melancholie über Laura’s Ex-Freund schwelgen („Hach alle Männer sind schlecht“). Laura bemüht sich sichtlich, ihre nicht vorhandenen handwerklichen Begabungen zu verbessern und fällt dabei von der Leiter. Laura schleppt sich mit tatkräftiger Unterstützung von Marie betont schmerzerfüllt zur S-Bahn. Fahrt in einer überfüllten S-Bahn zum Krankenhaus. Man hört verschiedene Gesprächsfetzen. Stimme einer Mutter „Leon, komm soooofort her.“ Kinderlachen. Kinderweinen. „In der S-Bahn muss man siiitzen bleiben.“ Der Mann hinter Marie zieht unentwegt die Nase hoch. „hrrrphmmmfff“. Am Boden neben ihr liegt ein großer, nasser Hund in einer sehr großen Pfütze. Die Besitzerin, eine ältere Frau tätschelt ihn trotzdem fleißig weiter. „Jaaahaa, braver Spatzi, gleich gehn ma Kaffeeee trinken“. Marie zu Laura: „Das interessiert den Hund sicher brennend!“ Die Dame schaut pikiert.
    Ankunft im Krankenhaus, beide suchen sich durch zum Wartezimmer. Am Eingang zum Wartezimmer ist der Boden sehr nass. Beide Frauen bewegen sich etwas bedächtiger und vorsichtiger als zuvor in der S-Bahn. Verschiedene Durchsagen über Lautsprecher: „Dr. Pfertner-Krieger bitte in die Chirurgie 1, Dr. Pfertner-Krieger bitte. *knarz*.“ „Eine Putzkraft ins Wartezimmer bitte“ *klingkling*. Laura und Marie nehmen Platz, Laura wird nach kurzer Zeit zum Röntgen abgeholt.
    Marie wartet. Sie wird von jemandem hinter ihr angesprochen. „Ey, wir kennen uns doch, oder?!“ Marie hat den Typen sichtlich noch nie gesehen. Süffisantes Grinsen beim Gegenüber. Der Typ stellt sich vor als Xanjo und redet in einer Tour, man versteht nur die Hälfte. Marie versucht, ihn zu ignorieren und lehnt sie Einladung, in der Krankenhauskantine „ma was trinken zu gehen und es sich ein wenig gemütlich zu machen“ genervt ab. Dann eine hohe Stimme neben ihr, die Kamera schwenkt langsam zur Seite. „Kindchen, Kindchen, da müssen Sie aufpassen, nich wahr?!“ Männer gibbets.“ Die ältere Dame mit komischen Hut knackt zwischen ihren Worten mit ihrem Gebiss. Marie verzieht das Gesicht. „Immer schön schauen, wen man sich aussucht. Mein Mann und ich sind schon 34 Jahre verheiratet, das schaffen sie nich. Die Generation heute gell, Frollein?“ Sie lacht erheitert. Marie lächelt höflich zurück. Eine Frauenstimme aus einiger Entfernung „Frau Sander, wo sind Sie denn, Sie sind an der Reihe.“ Eine junge Frau, etwas älter als Marie, kommt auf die beiden zu. „Hach das bin ja ich“ meint die Dame neben ihr. Sie tauscht mit der jungen Frau den Platz. „Ich warte hier auf Sie, Frau Sander.“ Zu Marie: „Hat sie wieder über die Männer von heute geschimpft?!“ Sie stellt sich als Jolina vor. „Ich hätte da noch einen sehr netten Bruder zu vergeben, falls Du interessiert bist.“ Die beiden unterhalten sich kurz.
    Dann wird Marie über die Sprechanlage gebeten, in den 7. Stock zu kommen. Der Aufzug ist ihr nicht geheuer, Marie steht ganz unbeweglich drin. Der Aufzug bleibt stecken. (Die Kamera dreht sich um Marie). Marie drückt panisch auf den roten Knopf und brüllt: „Hallo? Haaaallooooo???“. Es meldet sich nach einigen Minuten eine Stimme. Marie unterhält sich mit einem Techniker und dessen Kollegen (der Probleme mit ihrem Namen hat „Eine Marie Amzug ist im Aufzug hängen geblieben“ – Eine wer??“ „Wartens mal Frollein“ Marie wütend: „Noch ein Frollein und sie können mich hier nicht mehr lebend rausholen, ich hab Paaaaanik!!“) „Wartens mal Fro... Frau Amzug, die Aufzug-Firma ist benachrichtigt, es dauert nicht mehr lange. Wir geben mal weiter an einen unserer Zivis, der wird sie bei Laune halten. Gö, Jonas Du machst das schon!“
    In der Sprechanlage ist im Hintergrund ein verzweifeltes Flüstern zu hören, dann rumpelt es. Marie hört ein leises „Hallo?“ dann noch ein Rumpler und ein sehr lautes „Hallo!!“. Marie setzt sich auf den Boden des Aufzugs.
    (Zum Verständnis: Kamera ist immer auf Marie an der Sprechanlage in der Totalen. Jonas wird immer wieder in dem Aufzug „gebeamt“, je nachdem welche Vorstellung Marie gerade von ihm hat. )
    Noch ein „Hallo“, dieses Mal ruhiger.
    Marie erwidert mit einem müden „Hallo“.
    Jonas: „U...und was machst Du so?“
    Marie pikiert: „Ich sitze im Aufzug fest?!“
    Jonas: „Ja schon klar, sorry. Soll ich Dir was Beruhigendes singen?“(Im Aufzug erscheint ein junger Typ mit Rastas und Gitarre und singt „Blowing in the wind“
    Marie schaut entsetzt auf. (-pling- er ist wieder weg)
    Marie: „Och nö geht schon. Sind die Techniker schon da?“ Vielleicht komme ich hier nie mehr raus!“
    Jonas: „Doch doch, sicher doch! Soll ich Dir erzählen, was hier draußen so vorgeht? Hier ist ein Fenster, warte mal...“ (Stille) „Schnee. Draußen schneits. Der Schnee verschluckt...“
    Marie: „...die Geräusche“.
    Jonas: „Ja.“(Stille)
    Marie lehnt sich beruhigt an die Wand des Aufzugs.
    Marie: „Danke.“Jonas: „Wofür?“
    Marie: „Dass Du da bist.“
    Jonas: „Wozu bin ich Zivi geworden?! Um im Krankenhaus armen jungen Frauen im Aufzug zu helfen!“
    Beide lachen.
    Jonas: „Und wo bist Du sonst gerne?“
    Marie: „Wo es nicht so einsam ist wie hier. Am Bahnhof zum Beispiel.“ Jonas: „ Und was machst Du da?“
    Marie: (zögert) „Ähm ich steh unter der Zuganzeigetafel.“
    Jonas: „Unter der was?“Marie: „Na unter diesem Blätter -‚drrrrrr’ - Dings, wo die ganzen Züge stehen. Das klingt so schön nach Fernweh.“
    Jonas: „Ah ja, ich verstehe. Das würde meiner Mutter gefallen.“(Im Aufzug erscheint ein Typ mit Hornbrille und Pullunder samt dessen Mutter)
    Marie: „Warum Deiner Mutter?“
    Jonas: „Die ist blind, die versteht so was.“ (-pling- Der Hornbrillen-Typ verschwindet).
    Marie (betroffen): „Oh das tut mir leid.“
    Jonas: „Oh danke, aber ich glaube sie nimmt das nicht so schwer. Ich glaube, sie mag es sogar manchmal.
    Marie: „Das verstehe ich.“
    Jonas: „Ja?“
    Marie: „Ja. (Stille) Wieviel Uhr ist es?“
    Jonas: „Es ist 11: 24 Uhr.“
    Marie: „Wow, dann sitze ich hier schon eine halbe Stunde.“
    (Stille)
    Jonas: „Nachher spendier ich Dir ein Heilwasser und einen Teller passierte Kost, okay?“
    Marie: „Okay.“ (lacht)
    Jonas: „Ich hab Glück.“
    Marie: „Warum?“
    Jonas: „Weil ich mich mit der Frau mit der schönsten Stimme der Welt unterhalten darf.“
    Marie (lächelt): „Ich hab auch Glück“.
    Es knarzt im Lautsprecher. „Hallo Frollein?!!“ Die Techniker sind da! Jetzt geht’s gleich raus, wa?“ Marie springt auf. „Ok danke. Hey Du Zivi, wie heißt Du eigentlich?“ Jonas’ Stimme aus dem Hintergrund: „Jonas“. „Ah okay, danke!“ „Ok Frollein, jetzt geht’s los, nich erschrecken.“ Marie: Wo ist Jonas?“ „Der ist schon weg, Frollein.“ Der Aufzug setzt sich in Bewegung nach unten. Dann schiebt ein Mann im Blaumann die Türen von Hand auf und hilft Marie aus dem Aufzug. Marie schaut sich um und geht dann zu Fuß in den 7. Stock. Dort wird sie von einer ungeduldigen Laura erwartet. Sie erklärt, dass sie im Aufzug stecken blieb. Laura ist entsetzt und theatralisch: „Ohhhh, Du Aaaaarme!“ Aber mein Arm, schau, der ist RICHTIG gebrochen! Aber der Doktor war seeeehr nett!“ Ein ganz junger, weißt, ich glaube wir sehen uns noch mal.“
    Marie und Laura verlassen zu Fuß das Krankenhaus. Jonas bleibt verschwunden. Man sieht Marie in ihrer Wohnung sitzen, grübelnd. An ihrer Arbeitsstelle. Im Bett liegend. (Wechsel zwischen Tag und Nacht, alles im Zeitraffer).
    Dann am Schreibtisch. Sie schaut auf, macht das Fenster auf, draußen schneit es. Man hört einen Zug in der Ferne. Marie schreibt einen Zettel „Jonas, Sonntag, 11:24 Uhr an der Zuganzeigetafel“. Kamera zoomt aus dem Fenster hinaus, Übergang zur Anfangsszene, wo man die vielen Zettel im Wind flattern sieht und hört.
    Dann Zoom in das Bahnhofsgebäude. Marie steht unter der Zuganzeigetafel. Die Uhr rückt vor auf 11:22 Uhr. Ihr Blick fällt auf einen jungen Mann, der ein paar Meter von ihr entfernt steht, mit geschlossenen Augen. Jonas. Marie geht auf ihn zu und tippt ihn an. Jonas dreht sich um und sieht sie an. Beide lächeln. Kamera schwenkt langsam nach oben zur Zuganzeigetafel, diese zeigt gerade ganz oben den Zug nach Paris an.


    -Ende-
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gefällt mir! Ein paar Übergänge sind etwas holprig, aber du hast eine Fülle an richtig tollen Ideen. Die Szenerie ist sehr lebendig. Ne Menge kleine schöne Sachen wie z. B. in "Die wunderbare Welt der Amélie" (sicher kein Zufall *edit: okay, ich seh grad, es IST kein zufall*), aber doch was ganz anderes. Die verschiedenen Typen von Jonas, die im Aufzug erscheinen, sind Klasse, da hätte ich noch mehr von gemacht!

    Was mich ein wenig stört, sind die Namen - das sind vermutlich Kindernamen aus dem Forum? Die fallen aus der Geschichte einfach raus, weil es Namen von Leuten sind, die frühestens 1998 geboren wurden ;-) Grade Jonas und Jolina.

    Aber wie gesagt, ich find's schön! Das Thema "Hören" finde ich gut umgesetzt.
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Jenny,
    danke für Deinen Kommentar. Ja gut, die Namen habe ich halt irgendwo her. Und die Übergänge sind sicher auch nicht super. Aber es ist ja nur was für die Uni und außerdem mein erstes "Werk". Aber es hat Spaß gemacht, das zu schreiben, und vor allem kommen einem erst beim Schreiben die ganzen Ideen.
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