an alle Studenten

CosimaCosima

2,173

bearbeitet 14. 12. 2005, 23:47 in Plauderecke
Hallöchen an alle Studenten (hier gibt's ja doch einige),

Wenn alles gut läuft, wird es mir eventuell möglich sein, ab Wintersemester 2006 zu studieren (wenn da nicht die Aufnahmeprüfung wäre :roll: )....
Wir erwarten ja in den nächsten Stunden ;-) unser zweites Kind, bis Studienbeginn ist der Kleene dann 9 Moante und die Große gute 2 Jahre.

Wollte mal fragen, wie Ihr das so macht, mit Betreuung der Kleinen, könnt Ihr sie zu der ein oder anderen Vorlesung bzw. Übung, etc. mitnehmen? Gehen sie in Krippen, wenn ja, welche von der Uni?

Habt Ihr Urlaubssemester genommen als die Kleinen geboren wurden?
(Unsere zwei sollen ja noch Geschwister bekommen :biggrin: )

Und wie klappt es zu Hause mit lernen, Haushalt, Kindern und Finanzen?


Würde mich freuen, von Euch zu hören,
Liebe Grüße,
Cosima


Falls das mit dem Studium klappt ist allerdings Kanada in weite Ferne gerückt...

Kommentare

  • babygrillbabygrill

    1,633

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Studium und Kinder! Wow, Du hast wirklich Mut! :cool: Da wünsche ich Dir viel Erfolg!

    ... aber sag mal, was willst Du denn eigentlich studieren? :roll:
  • VickiVicki

    498

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Willst du ein Fernstudium oder ein "normales" machen?
  • CosimaCosima

    2,173

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ein "normales", wenn man denn ein Musikstudium so bezeichnen kann.
    Mit Hauptfach Gesang. Daher die Aufnahmeprüfung.

    Allerdings ist es nicht so zeitintensiv wie andere Studien, denn man hat viel Einzelunterricht (Gesang, Klavier, Korrepetition) und diese Stunden kann man mit den Dozenten zeitlich so regeln, daß es für alle Beteiligten paßt.
    Außerdem sind es in den ersten vier Semestern so zwischen 22 und 28 Semesterwochenstunden und ab dem Hauptstudium, also Semster Nr. 5 und 6 sind es zehn SWS und die letzten zwei Jahre nur noch 6 SWS.


    Gruß,
    Cosima
  • chelysachelysa

    359

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wenn bei uns alles gut läuft, werd ich auch im Wintersemester 2006 wieder studieren ;-) Noah und Finn werden dann ebenfalls ca. 9 Monate und 2 Jahre alt sein :cool:

    Solangsam müsste ich dann dafür auch schon beide irgendwo anmelden :roll: nur wo weiß ich auch nicht. In die Vorlesungen und Übungen (zumindest bei mir (Informatik)) kann ich auch schonmal jemanden mitnehmen, nur kann ich mir nicht vorstellen das die zwei dann da 2 Stunden seelenruhig sitzen und zuhören :roll:

    Mit den Finanzen klappts zumindest bei uns ganz gut (mein Mann arbeitet), vor Finn hab ich halt Bafög bekommen und seitdem erstmal Erziehungsgeld. Wenn ich dann weiterstudiere gibts ja auch wieder Bafög.

    Wie es mit dem Lernen klappt weiß ich nicht, aber wir suchen im Moment eh einen Babysitter und ich denke, dass der dann mittags öfter mal auf die beiden aufpasst und ich dann in dieser Zeit lerne. Haushalt wird dann wohl eher am Wochenende von uns gemeinsam gemacht.

    Ich selber hab (da ich ja schon am studieren war) Urlaubssemester genommen. Man kann sich pro Kind 3 Jahre lang beurlauben lassen. Wenn ich dann im WS06 wieder anfange hab ich insgesamt zwei Jahre lang pausiert. Nach dem Vordiplom geht das eigentlich ganz gut, denn das verfällt so schnell nicht.

    Bei den Semesterwochenstunden weiß ich natürlich nicht wie das bei dir im Studium sein wird, aber bei uns war es so, dass wir im Grundstudium "nur" so 24 SWS hatten ABER dazu kommen dann noch die Hausaufgaben die man machen muss, Referate, etc. Von nacharbeiten der Vorlesungen und lernen mal ganz zu schweigen.
    Je weniger Stunden du hast, desto mehr wirst du denk ich mal zu Hause machen müssen. Bei dir kommt dann denk ich mal noch Unterricht etc. hinzu.

    Ich weiß zb. für mich, dass ich das so wie vorher nicht schwaffen werde, deswegen werd ich erstmal auch nur die Hälfte pro Semester machen. Dann weiß ich wenigstens, dass ich die sicher habe und nicht alles nur so grade eben vielleicht schaffe.
    Wegen den Langzeitstudiengebühren gibts genug "Absetzmöglichkeiten" da du halt dann zwei Kinder hast. Du kannst dann also sehr viel länger studieren als andere ohne zu zahlen.
  • CosimaCosima

    2,173

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hey, dann bist Du ja fast in der gleichen Situation :byebye01:

    Ich glaube auch, daß die Finanzen eher das geringere Problem sind.
    Mein Mann ist selbständig und wir bekommen Kindergeld, Erziehungsgeld und in Bayern gibt es dann im dritten Lebensjahr noch das Landeserziehungsgeld.

    Wie weit bist Du? Wenn Du das Vordiplom schon hast ist es ja auch nicht mehr ewig bis zum Abschluß, oder?

    Die SWS sind eigentlich nicht so viele, also zwischen 22 und 28, je nach Semster im Grundstudium, und dann kommen zusätzlich eigentlich nur noch Projekte, also wenn man bei Konzerten mitwirkt, etc.
    Hausaufgaben gibt es in dem Sinne nicht in dieser Studienrichtung....
    Zu Hause muß man hauptsächlich üben

    Die Große geht ab September in so eine Einrichtung, die heißt Wichtelhaus, das sind zwei Vormittage pro Woche, von 8:30 bis 12:00, 12 Kinder und zwei Betreuer, ohne Mamas.
    Da haben wir sie schon angemeldet, bevor das Thema Studium definitiv aufkam.
    Dann haben wir noch meine Mama und meine Schwiegermama, die zeitlich bedingt einbringen können und auch wollen (was ja auch immer wichtig ist).

    Trotzdem ist es irgendwie so ein großer Klotz, der da auf einen zukommt.
    :roll:

    Aber ich bin guter Dinge :biggrin:

    Freue mich über weitere Info's und Erfahrungen :grin:


    Lieben Gruß,
    Cosima
  • EntchenEntchen

    763

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo!!

    Ich bin zwar keine Studentin mehr, arbeite aber an der Uni. Im Mai soll unser Nachwuchs kommen :grin:
    Ich werde auf jeden Fall mindestens ein halbes Jahr aussetzen, und habe mir auch vorgestellt, unser Kind nachher einfach mit zur Arbeit zu nehmen. Allerdings ist das ja sehr vom Kind abhängig, ob und wie lange es ruhig ist und was man dabei alles machen kann. Wenn Du/Ihr Eltern/Schwiegereltern etc zur Betreuung haben könntet, finde ich das immer noch die beste Variante, die zweitbeste ist, wenn das finanziell klappt, meiner Meinung nach eine Tagesmutter bei den ganz Kleinen (ich sag mal unter 2 Jahren). Da ich auch in der Gleichstellungskommission unserer Uni bin, und daher über Kindertagesstätten etwas bescheid weiß, kann ich Dir da vielleicht ein paar Infos geben: Für Studenten ist das Angebot an Kitas oft gar nicht sooo schlecht, also zumindest in Tübingen nicht. Manche Kitas nehmen Kleinkinder ab einem halben Jahr. Allerdings sind die Plätze für die ganz Kleinen begrenzt (bei uns z.b. 3 für Angestellte der Uni) und auf eine Gesamtgruppengröße von bis zu 20 Kindern kommen in den Stoßzeiten 2 (!) Betreuer. Das ist der Grund, warum ich das gerade für die Jüngeren ablehne. Aber vielleicht ist das in den Kitas anderer Unis anders geregelt?
    Ich bin auch neugierig auf weitere Antworten
    LG
    Entchen
  • CosimaCosima

    2,173

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Entchen,

    Danke für Deinen Bericht "von der anderen Seite" :grin:
    Am liebsten wäre mir natürlich, wenn wir die zwei nur von den Omas betreuen lassen könnten, bzw. in dieses Wichtelhaus möchte ich Sophia schon geben, denn dort sind schon ganz viele Kinder, die dann später mit ihr in den Kindergarten kommen...

    Aber die Omas werden nicht alle Stunden abdecken können.
    SchwiMu hat einen Tag pro Woche frei und meine Mutter kann sich zwei Vormittage evtl. noch die dazugehörigen Nachmittage kümmern...

    Naja, wir werden sehen, die schwierigste Hürde ist erstmal die Aufnahmeprüfung, wenn ich die nicht bestehe sind die Überlegungen sowieso für die Katz....

    Freue mich auf weiteres,
    Cosima
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Cosima,
    ich habe ja in diesem WiSe angefangen zu studieren (Wirtschafts- u. Sozialwissenschaften, allerdings mit Bachelor-Abschluss, ist an unserer Uni nur noch so studierbar).
    An SWS sind es eigentlich ca. 24-26, wobei ich von vorneherein klar gemacht habe, dass das zuviel ist (auf Grund der intensiven Vor- und Nachbereitung), daher mache ich nur 16 SWS. Ich finde es aber auch schon stressig genug, da die Veranstaltungen ziemlich ungünstig liegen (z.B. 2 Stunden Pause dazwischen) und in meinem Studiengang die sog.Selbstlernzeit extrem hoch ist (man muss viel auswendig lernen, Referate vorbereiten, Essays schreiben etc.).
    Daher werde ich das SoSe auch auf jeden Fall als Urlaubssemester einplanen (unser Baby Nr. 2 soll ja pünktlich am Ende des ersten Semesters kommen), mit der Option auf Verlängerung.
    Jakob zu den Veranstaltungen mitzunehmen wäre vielleicht theoretisch machbar, allerdings bleibt er in der Praxis ja nicht 90 Min. ruhig auf seinem Platz im Hörsaal sitzen, daher musste eine Betreuung her (bei einem neugeborenen Baby stelle ich mir das nicht so kompliziert vor weil man sicherlich mit Tragetuch oder Kiwa in den Veranstaltungen sitzen kann.)
    Jakob geht jedenfalls seit diesem Semester in eine studentische Kinderbetreuung für Kinder von 10 Monaten bis Kindergartenalter. Insgesamt sind es 20 Kinder, allerdings umfasst die Gruppe pro Betreuungseinheit (4 h/vormittags oder 4/h nachmittags) max. 8 Kinder mit jeweils 3 Betreuern. Ich bin wirklich hochzufrieden mit dieser Einrichtung (eine Elterninitiative) und Jakob geht total gerne dahin. Gerade den Kontakt zu anderen Kindern genießt er offensichtlich sehr. Eine Oma oder eine Tagesmutter könnte ihm das in der Form sicherlich nicht bieten. (Wobei das um Himmels Willen natürlich nicht heißen soll, dass Oma/Tagsmütter grds. die schlechtere Betreuung leisten!).
    Mein Fazit:
    Ich bin selbst noch am Probieren was möglich und machbar ist. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert ;-) !
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hi,

    Also, ich bin ja eigentlich gar nicht da ;-), aber bei dem Thema muss ich mich ja wohl kurz einmischen. :razz: Muss gestehen, dass ich die anderen Beiträge nur ganz kurz überflogen habe.
    Ich bin jetzt im 7. Se., Janis kam im 4., in dem ich auch ganz pausiert habe. Ich studiere Geschichte und Religionswissenschaft, noch auf Magister, weshalb das alles recht duce ist bei uns. Im Mom. habe ich 6-8 SWS - soviel dazu. ;-) Trotzdem ist die Angelegenheit recht stressig. Ich fahre eine Stunde Zug bis zur Uni, bin also immer für min. 4 Stunden weg. Abendkurse gibt es kaum noch. Krippe hat nicht geklappt (obwohl er seit seiner Geburt auf der Warteliste steht), Tagesmutter haben wir keine vernünftige gefunden, so dass das immer noch eine Freundin provisorisch übernimmt, die aber auch nur zweimal die Woche kann. Ich muss etwa zwei Drittel (oder eher noch mehr) der Arbeit zu Hause erledigen. Da ich aber ab sechs oder sieben nichts mehr gebacken kriege in akademischer Hinsicht, weil ich durch meinen Kleinkinderalltag zu gerädert bin, bleibt mir zum Arbeiten nur die heilige Mittagsschlafzeit (ca. 2 Stunden). Wissenschaftliche Texte lesen und bearbeiten, wenn einem ein Eineinhalbjähriger am Bein klebt, kannste vergessen.
    Kind mit in der Vorlesung: Musste ich jetzt ein paar Mal machen, hat auch erstaunlich gut geklappt. Ich würde das aber immer nur als Notfalllösung sehen. 1. finde ich das fies den Kommilitonen gegenüber, die sich dann ja auch nicht sonderlich gut konzentrrieren können, 2. ist es für dich Stress pur - ständig musst du aufpassen, dass dein Kind nicht an irgendwelchen Strippen zieht, anderer Leute Jacken mit Banane oder Keksen vollmatscht, den Kopierer auf dem Flur auseinander nimmt, etc. pp. Und aufpassen solltest du ja auch noch, sonst hat sich das Opfer ja gar nicht gelohnt... :roll:
    Jetzt hab ich irgendwie nur gejammert. :???: Also, es geht schon, man kriegt das hin, wenn man muss. Aber ich würde wirklich emfehlen, auf jeden Fall erst eine gesicherte Betreuungsmöglichkeit zu suchen! Bei uns gibt es z.B. auch den Asta-Kindergarten, der sogar noch Plätze für Einjährige hätten. (Für uns kommt das nur leider nicht in Frage.) Ich will auch gar keinem von einem Studium mit Kind abraten. Man muss es eben nur gut organisieren.
    Ach ja, und das Allerwichtigste: Sorgt dafür, dass wirklich jede Dozentin und jeder Dozent weiß, dass ihr ein kleines Kind (bzw. mehrere) habt! Dann lösen sich nämlich mitunter unabänderliche Deadlines und nicht zu umgehende Richtlinien in Wohlgefallen auf... ;-)
  • CosimaCosima

    2,173

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Lenchen schrieb:
    Ich will auch gar keinem von einem Studium mit Kind abraten. Man muss es eben nur gut organisieren.
    Ach ja, und das Allerwichtigste: Sorgt dafür, dass wirklich jede Dozentin und jeder Dozent weiß, dass ihr ein kleines Kind (bzw. mehrere) habt! Dann lösen sich nämlich mitunter unabänderliche Deadlines und nicht zu umgehende Richtlinien in Wohlgefallen auf... ;-)

    Der Tipp ist sehr gut :biggrin:


    Danke Euch zwei für Eure Erfahrungen.

    Ich persönlich finde Kind in der Vorlesung auch nicht so gut, habe schonmal studiert, allerdings anderes Fach, und da hatten wir auch zwei Kinder immer in der Vorlesung.
    Eines war noch so klein, daß es eh nur geschlafen hat, aber der andere war zwei Jahre und das war schon eine Aufgabe, sowohl für die Mutter, als auch für die anderen drumherum....
    Katzenauge schrieb:
    Ich bin wirklich hochzufrieden mit dieser Einrichtung (eine Elterninitiative) und Jakob geht total gerne dahin. Gerade den Kontakt zu anderen Kindern genießt er offensichtlich sehr. Eine Oma oder eine Tagesmutter könnte ihm das in der Form sicherlich nicht bieten. (Wobei das um Himmels Willen natürlich nicht heißen soll, dass Oma/Tagsmütter grds. die schlechtere Betreuung leisten!).


    Das freut mich, daß das mit der Einrichtung so gut klappt.
    Bei uns gibt es auch solche Uni-internen Krippen und Initiativen, allerdings gehören die den anderen zwei Unis hier in München an.
    Wir haben hier ja drei (mindestens) :biggrin:

    Vor allem wegen der anderen Kinder ist es mir auch wichtig, daß Sophia dann die zwei Vormittage in dieses Wichtelhaus geht, denn wie gesagt, sie kennt dann wiederum schon Kinder, die dann in den selben KiGa gehen.

    Allerdings ist dieses Wichtelhaus bei uns hier im Ort und die Uni ist auch ca. 45 Minuten mit der S-Bahn entfernt.... :???:
    Also ähnlich wie bei Lenchen

    @Katzenauge:
    Du sagst, du hast klargemacht, daß Dir das zu viele SWS sind.
    holst Du die Veranstaltugen in späteren Semestern nach, oder erarbeitest Du Dir die Dinge zu hause, oder wie meinst Du das?


    Uiuiuiuiuiui, spannendes Thema finde ich :grin:

    Lieben Gruß,
    freue mich über Eure Beiträge,
    Cosima
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @cosima
    und eine richtige Krippe von morgens bis nachmittags kommt für dich nicht in Frage? Mein Bruder lebt ja in München und hat mittlerweile zwei Kinder. Der Große (der geht jetzt in die Schule) ging ab seinem ersten Lebensjahr ganztags in die Krippe und der Kleine (etwa so alt wie mein Mirco) ging schon vor seinem ersten Geburtstag in die Krippe. Beide kommen/kamen damit unheimlich gut klar. Wahnsinn, was Krippenkinder schon so drauf haben :shock: Mirco kann da absolut nicht mithalten. Und ich hatte nie das Gefühl, dass den beiden durch die Krippe irgendwas fehlt.
  • CosimaCosima

    2,173

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @eo:

    Das wäre schon eine Alternative, das wäre dann was regelmäßiges.

    Aber sie hängt so sehr an ihren zwei Omas, und da beide ja eine gewisse Zeit aufbringen können und wollen für sie (und den Kleinen auch),
    möchte ich ihr diese Unterbringung eigentlich nicht nehmen....

    :???: schwierige Sache...


    Studiert Dein Bruder auch?
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ach, es geht um Musik!
    Konzertfach oder Musikpädagogik?

    Ich würde sagen, da kommt es sehr drauf an. Die Vorlesungen sind ja da nicht sooo happig, dafür hat man zahlreiche Nebenfächer, die Zeit, Nerven und Engagement abverlangen.
    Wenn du die Aufnahmeprüfung schaffst, sollte sich das jedoch irgendwie machen lassen. Wär ja zu schade, denn die sind echt hart für Gesang (hab ich mir sagen lassen). Willst du denn in München studieren?

    Ich hab meine Tochter zu Vorlesungen im Tragetuch mitgenommen. Als sie älter wurde, konnte ich mir plötzlich nicht mehr vorstellen, wie das überhaupt gegangen ist :roll: Aber ganz klein geht das noch, da schlafen die tatsächlich zwei Stunden lang und man kann sich toll auf den Vortrag einlassen. Danach wurde gestillt und dann der Heimweg angetreten.

    Ich glaube, es geht schon, wenngleich man damit rechnen muss, dass man halt länger braucht als Mitstudenten ohne Kind. Denn wie Lenchen schon schrieb, daheim wird die Situation erst richtig dramatisch, weil man das Kind nicht zu kurz kommen lassen will, schließlich hat man es eh untertags für Vorlesungen etc. abgegeben, und zusätzlich wartet der Haushalt noch (auf das Wochenende). Ein Haushalt mit Kind braucht halt intensivere Betreuung als ein klassischer Studentenhaushalt, finde ich jedenfalls ;-)
  • CosimaCosima

    2,173

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja, eigentlich kommt für mich nur München als Studienort in Frage, wegen Familie, Wohnsituation, Arbeit meines Mannes, etc.

    Im kommenden Jahr ist es die letzte Möglichkeit, die Aufnahmeprüfung zu machen, denn es gibt ja diese Altersbegrenzung.

    Würde gerne Gesang machen, also Konzertfach, nicht Oper...

    Was hast Du denn studiert, oder studierst Du noch?

    Aber das mit dem Haushalt läßt sich auch machen, denn ich war ja bis zum Mutterschutz berufstätig, mein Mann ist selbständig (arbeitet oft abends und Wochenende, schläft dafür länger) und mein Bruder mit Freundin wohnen bei uns in der Wohnung und die sind nicht wirklich große Sauberkeitsfanatiker, insofern hatte ich diesen Bereich eh schon ziemlich für mich alleine :???:
    Das würde sich vermutlich nicht groß ändern... ;-)


    Lieben Gruß,
    Cosima
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das Verkürzen auf 16 SWS hat mich am Anfang des Semesters einiges an Schweiß und Nerven gekostet, da diese neuen Bachelor-Studiengänge extrem verschult sind, null flexibel und Studieren mit Kind nicht vorgesehen ist. Verständnis von Seiten der Dozenten kam auch nicht auf, einer meinte sinngemäß: "Die Betreuung ihres Kindes müssen sie privat regeln, am Reglement für das Studium lässt sich nichts ändern, und damit ist die Beratung zu Ende." Aber was Flexibilität und Verständnis betrifft gibt es sicherlich himmelweite Unterschiede zwischen einzelnen Hochschulen und Studiengängen. Wir sind z.B. eine "Modelluniversität" und daher wird bei uns besonders auf den ordnungsgemäßen Vollzug des "Bologna-Prozesses" geachtet. Aber ich schweife aus...
    Einen Teil des fehlenden Stoffes möchte ich im nächsten WiSe nachholen, und auch jetzt gehe ich nicht die vollen 16 SWS an die Uni, sondern arbeite zwei Vorlesungen zu Hause nach.
    Ist aber alles in allem wirklich extrem fordernd, und wie Lenchen schon schrieb, ohne eine vernünftige, auf deinen Stundenplan abgestimmte Kinderbetreuung geht es nicht.
    Krippen hatte ich mir übrigens damals auch angeschaut und Jakob sicherheitshalber angemeldet, allerdings muss ich sagen, dass ich von Ausstattung und Konzept zwar meist überzeugt war, aber der Betreuungsschlüssel mir zu knapp bemessen war. Ach, und ich bin auch mit der Betreuungszeit jetzt zufriedener als mit den Krippenzeiten, da hätte Jakob glaube ich mind. sechs Stunden/Tag hingehen müssen, das wäre mir irgendwie zu viel gewesen :neutral: .
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab Lehramt studiert, letztendlich aber ganz andere Fächer als Musik.
    Mit der Matura in der Tasche hab ich mit dem Gedanken gespielt, mein Hobby Musik auch zum Beruf zu machen und mich bezüglich der Aufnahmebedingungen am Mozarteum in Salzburg sowie am damaligen Brucknerkonservatorium in Linz schlau gemacht, allerdings im Instrumentalfach. Ich hätt halt erst ein zweites Instrument "ordentlicher" erlernen müssen, allein das hat mich damals schon etwas abgeschreckt.

    In Anbetracht der Berufsaussichten nach dem Studium kombiniert mit den recht selektiven Aufnahmebedingungen (als begnadeter Musiker :biggrin: hätt ich das schon irgendwie hingekriegt, ich hätte nur die paar Jährchen aufholen müssen, die manche Töchter und Söhne besonders ehrgeiziger Eltern schon ihr Instrument befingerten :roll:) haben mich dann überzeugt, dass es irgendwo noch einen anderen Weg für meine berufliche Laufbahn geben muss.

    Und ehrlich gesagt, ich bereue nichts! Das Leben eines Musikers ist hart, so er nicht schon in jungen Jahren eine feste Anstellung bekommt. Für mich ist es heute wesentlich bequemer, die Musik als Hobby auszuüben und die Brötchen woanders zu verdienen. Trotzdem kann man ein nettes Taschengeld erwerben, auch oder gerade als Hobbymusiker.

    Und dann, irgendwann während meines Studiums (die Richtung war dann eher Naturwissenschaften), wagte ich noch einen Anlauf und wollte "so nebenbei" fordernde Instrumentalstunden kriegen und hab zu diesem Zwecke vorgesprochen und vorgespielt. Der Lehrer hat mir dann klargemacht, dass er von mir die Bereitschaft verlangt, drei Stunden :shock: am Tag fürs Üben aufzuwenden, und damit war klar: auch aus der semiprofessionellen Musikerkarriere wird nix!

    Aber ganz im Ernst: solltest du die Aufnahmeprüfung schaffen, dann solltest du dir diese Chance nicht entgehen lassen! Mach soviel und solange du kannst, pick dir die Rosinen raus, so ein Musikstudium hat auch einiges zu bieten.
  • CosimaCosima

    2,173

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mein Bruder hat Gesang fertig studiert, auch hier in München,
    allerdings Musiktheater, also Opern.

    Deshalb weiß ich ungefähr, was auf mich zukommt.

    Das Üben darf man schon nicht unterschätzen, aber ich habe das Glück, daß meine Eltern ein Klavier haben und die wohnen im gleichen Haus, so daß das von zu Hause aus durchaus möglich ist...

    Hauptfach wäre dann Gesang und Nebenfach Klavier,
    denn da sind die Anforderungen im Nebenfach eher niedrig.
    Also so eine zweistimmige Bach Invention reicht für die Aufnahmeprüfung....

    Und das mit den Rosinen ist auch gut... :biggrin:

    Lieben Gruß,
    Cosima
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