Hallo!
Dieses Thema interessiert mich schon länger, jetzt frag ich doch einfach mal nach.
Klar, schreiben tun hier alle Hochdeutsch (alles andere wäre ja albern... :roll: ) aber:
Wie redet Ihr denn bei Euch zu Hause?
Wir wohnen ja in der Pfalz und dort wird (wie man spätestens nach unserem Altbundeskanzler Hemut Kohl weiß) ein ziemlich starker Dialekt gesprochen. Nun ist mein Mann aus der Kurpfalz spricht aber von "Haus aus" eher Hochdeutsch. Meine Eltern haben schon immer "gepfälzert" aber ich scheine da etwas aus der Art zu schlagen... ich spreche schon seit meiner Kindheit außer Haus hochdeutsch (keine Ahnung woher ich das hab...)...mit meiner Verwandschaft geht das nicht so, da heißt es dann ich soll "emol oschtänisch babble" (anständig reden ;-) ).
Eigentlich finde ich es schön, wenn man Dialekt sprechen kann, fände auch schön, wenn Louis es lernen würde, ich habe das Hochdeutsch aber schon so drin, dass es ich es immer vergesse Dialekt zu reden....mal gucken, vielleicht bekommt er es ja auch so mit...Können tu ich es ja.
Also, wie ist das bei Euch? Ich hab Euch alle als reinestes Hochdeutsch sprechende Frauen im Kopf....sagt wie es wirklich ist!!!!
:biggrin:
Kommentare
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Dazu mal ein Text auf Platt:
Mize in der Gemän of em Schabelchen sitzt a Kaweiatchen und is Ärbel am schäle, da paßt es net up und schneid sich mim Bleutsche das Imbesje aaf.
Viel Spaß beim Raten :biggrin:
Ich find es eigentlich schade, aber die "heimischen Dialekte" sterben so langsam aus , oder?
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Ich bin nur mal gepsannt wie er redet, wenn er denn mal (wenn er alt genug ist und reden kann) bei meinen Schwiegereltern im Urlaub war: ein schwäbischer Sachse oder ein sächsischer Schwabe? :biggrin: :biggrin: :biggrin:
2,953
Bergischplatt versteh ich sogut wie garnicht.
Son bisschen den Singsang aus der Gegend wo man aufwächst hat man halt drauf, aber ansonsten.
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geboren wurde ich in eien tiefbayrische Familie: Mutter aus Passau Vater aus München.
Aufgewachjsen bin ich im südlichen Schwarzwald also im badischen/allemanischen Dialekt.
Deshalb spreche ich gar keinen sondern Hochdeutsch.
Verstehe aber sowohl das badische wie auch das bayrishce und wenn ich lange genug in München bin, fang ich auch an im bayrischen Dialekt mich ganz gut zu bewegen.
Mein MAnn ist aus Karlsruhe und damit Nordbadner und das hört man. Deshalb ist anzunehmen das Felix auch mal eher badisch sprechen wird.
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Gibt halt badische und unsymbadische :biggrin:
Ich verstehe wohl ein paar Worte vom Platt was in dieser Ecke gesprochen wird (und was schon von Dorf zu Dorf variiert), aber sprechen kann ich nur Hochdeutsch.
25,096
über Baden lacht die Sonne, über den Rest die ganze Welt. :biggrin:
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Schade, dass der Dialekt nicht auch in den Schulen unterrichtet wird.
Malte wird das wohl nicht mitbekommen.
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Angelina ist ja noch zu klein, aber Stefanie spricht irgendwie einen Mischmasch aus allem.
Auf Arbeit spreche ich hochdeutsch, zuhause bemühe ich mich auch darum, aber spätestens wenn ich mit dem Rest meiner Familie zusammentreffe fall ich ins Thüring'sche.
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Ich würde mir wünschen - sofern ich das beeinflussen kann - daß Ben keinen fränkischen Dialekt annimmt, sondern annähernd Hochdeutsch spricht. Ehrlichgesagt mag ich den breiten mittelfränkischen Dialekt nicht, finde er klingt primitiv und grobschlächtig. Genauso wie manch anderer heftiger Dialekt. :oops:
Komischerweise habe ich diese Aversion nicht gegen alle Dialekte. Den Dialekt rund um Augsburg mag ich z.B. sehr, das ist so eine sympathische Mischung aus Schwäbisch und Bayrisch, oder Plattdeutsch. Den Schwarzwälder Dialekt mag ich auch. Deftiges Oberbayrisch mag ich nicht so, genausowenig wie Hessisch, Sächsisch, Stuttgarter Schwäbisch, Karlsruher Badisch und Nürnberger Fränkisch.
Meine Eltern sind Nordbadener und ich in Karlsruhe geboren, aber in Nürnberg aufgewachsen. Meine Eltern sprechen auch nach 32 Jahren noch Badener Dialekt und meine Mutter fühlt sich manchmal befleissigt, Fränkisch zu sprechen, wenn sie mit Einheimischen hier redet - da stülpt sich mir das Innerste nach Außen, so gruselig klingt diese gekrampfte Mischung. Meine Schwester spricht Fränkisch, ich spreche halbwegs Hochdeutsch mit starkem fränkischen Einschlag.
Der ist in den letzten Jahren etwas abgemildert worden, weil Ben´s Vater reines Hochdeutsch spricht, obwohl er in Frankfurt geboren und aufgewachsen ist - aber die Eltern sprechen eben Hochdeutsch.
Meine Schwester meinte mal richtig angeekelt, ich würde langsam grauenvolles Hochdeutsch sprechen, durch die Kommunikation mit Ben´s Vater. ;-)
Mir wäre es ganz Recht, wenn das auch auf Ben abfärbt - wenn ich auch keine wirklich großen Hoffnungen dahingehend habe, denn in Fürth spricht glaube ich jeder Mittelfränkisch - wenn er nicht Türkisch, Italienisch, Russisch, Griechisch, Vietnamesisch oder Serbokroatisch spricht natürlich. ;-)
Das hört sich dann ungefähr so an:
"Wou die Hasen Hosen und die Hosen Husen hasen."
An einen meiner ersten gehörten Sätze werde ich mich wohl immer erinnern (ein freundlicher Einheimischer zu Klein Katja im Stadtpark):
"Schaou amol dou nou - dou is grad a Achala den Baam naaf grummbld!"
Übersetzung:
"Schau einmal da hin - da ist gerade ein Eichhörnchen den Baum hinaufgelaufen!
Franken haben viel zu viel Zunge im Mund und alle Ts werden zu Ds, alle Ps zu Bs. Hier gibt es also nur Beter, Batrizia, Batrick, Baul (das l wird 10x mit der Zunge ganz vorne im Mund rumgedreht) und Bartiiies und Dorsten, Domas, Damara und der Delefon. ;-)
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Barabeln und Dangenden zeichnen. :biggrin:
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Hach Katja, da bin ich völlig deiner Meinung !!! Nichts schlimmeres als diverse Dialekt-Werbungen im Lokalradiosender :groggy:
Ich bin zwar in Franken geboren und aufgewachsen, sogar aufm Dorf, war auch als Kind viel beim Bauern gegenüber unterwegs, kenne also auch die härteren Fälle des fränkischen Dialekts, und verstehe da auch ziemlich viel. Ich kann auch entsprechendes sprechen.
Meine Mutter, Oberpfälzerin, war in ihrer Ausbildung in Hannover und hat sich spätestens da das houhouhou abgewöhnt weil sie sonst keiner verstanden hätte. Und mein Vater, gebürtiger Pfälzer, ist offensichtlich auch ausreichend in Deutschland herumgekommen um den extremen Dialekt abzulegen.
Ich bin ganz froh daß ich den Fürther Dialekt niemals sehr schlimm angenommen habe, und jetzt hier im hohen Norden verliert sich das natürlich noch mehr.
Wobei ich finde daß niemand seine Herkunft verleugnen sollte, man darf mir gerne anhören daß ich aus Franken komme, nur verstehen sollte mich jeder Deutsche können.
In manchen Regionen Deutschlands scheint es ja den Bewohnern genetisch bedingt unmöglich zu sein hochdeutsch zu lernen (wir können alles außer... :biggrin: )
Nee aber mal ernsthaft, wenn ein abiturbesitzender studierender junger Mann (z.B.)aus Regensburg (wie mir passiert) in seinem Praktikum in Nürnberg es nicht schafft sich auch dem nichtoberpfälzischen Teil der Abteilungsbelegschaft verständlich zu machen dann finde ich das schon ziemlich tragisch.
Aber ohne Dialekt hätte ich in meinem Leben viel weniger gelacht, z.B. in diversen Französisch-Stunden, in denen die Lehrerin den fränkischen Schüler mit Wonne immer wieder das Wort l'armoire aussprechen ließ. :lachen04:
59,500
Wenn man in diesem Geschäftsbereich Kunden gewinnen will, dann tut man sich sehr hart mit einem heftigen Dialekt - vor allem an Orten, and denen dieser Dialekt nicht gesprochen wird. Leichter Dialekt-Akzent ist o.k. und je nach Dialekt sogar charmant (Oberbayrisch z.B. ist o.k., Schwäbisch o. Sächsisch geht garnicht), breiter Dialekt ist da ein NoGo.
Dialekt gilt nicht als stilvoll. Genausowenig übrigens wie Übergewicht oder Klamotten ohne Markenlabel...
In meinem Studiengang (Innenarchitektur) war ein Mädel aus Gaggenau und ein zünftiger Bursch aus Freising - beide der deutschen Sprache auch bei größter Anstrengung absolut nicht mächtig. Deren Arbeiten konnten noch so gut sein, wenn sie sie mündlich präsentieren mußten, bekamen sie keinen Fuß auf den Boden. Die Professoren haben sie eiskalt abtropfen lassen. Einer hat sogar mal zu der Gaggenauerin gesagt, sie soll bitte Deutsch sprechen lernen, das tut er sich nicht an, da zuhören zu müssen...
Nun sind beide Dialekte meinen Ohren nicht gerade fremd, aber Gaggenau hab sogar ich manchmal nicht verstanden. ;-)
Inzwischen lebt sie wohl in Essen und ich frage mich manchmal, wie sie dort wohl klarkommt...
"An Metz mächert i a." finde ich direkt noch nett. ;-)
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Ich verstehe alles (im Gegensatz zu vielen meiner Freunde), weil meine Eltern nur kölsch sprechen (mein Vater scheitert bei jedem Hochdeutsch-Versuch nach spätestens 2 Wörtern :biggrin: ), kann es auch sprechen, aber es klingt bei mir halt so, wie wenn jemand ne Fremdsprache spricht - ich spreche quasi Kölsch mit hochdeutschem Dialekt ;-)
Ich fände es schön, wenn Joelle auch Kölsch verstehen lernt ... da mein Mann und meine Schwiegereltern auch Kölsch sprechen können, wird sie sicher das ein oder andere lernen ... aber so richtig sprechen wird sie es wohl nie ....
Ich finde es schade, dass der Dialekt hier so aus dem Alltag verschwindet ... zum Glück wird im Karneval ja dann jedes Jahr der schöne kölsche Wortschatz wieder hervorgeholt
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aufgewachsen bin ich ja im tiefsten schwarzwald. haben zuhause immer alemannisch geredet und tun's auch heut noch.
allerdings kommt mein stiefvater ursprünglich aus ostpreussen. so kam dann hochdeutsch mit dazu.
mit seinen verwandten "mussten" wir dann hochdeutsch reden, weil sie unser alemannisches gebrabbel nicht verstanden haben
inzwischen bin ich im schwäbischen gelandet. mein mann ist gebürtiger schwabe :shock:
ich hab's schwäbisch inzwischen auch angenommen... :sad: aber sobald ich mit meinen eltern oder geschwistern red, schalt ich komplett auf alemannisch um :bounce02:
führt vor allem am telefon immer zu belustigung "sie hot wieder jemand aus de hoimet dro"
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Freilich ist es nicht gerade dienlich, wenn man aus Dialektgründen der Hochsprache nicht mächtig ist. Insbesondere, wenn man beruflich nicht gerade einen Hilfsarbeiterjob verrichtet. ICh wurde aber hier in Italien viel öfter mit dem Phänomen konfrontiert, dass sich die Leute nicht oder nur sehr schwerfällig in der Hochsprache verständigen können. Es ist mir auch unter in Deutschland lebenden Italienern aufgefallen, dass die Ihre Sprache oft nur sehr dürftig von Ihren Eltern vermittelt bekamen und nicht in der Lage waren, einen ganz simplen Satz fehlerfrei aufzuschreiben.
Ich weiß schon was Ihr meint, Katja, Ute und Anja, wenn Ihr sagt, das Fränkische klinge irgendwie lächerlich. Ich finde aber dennoch, dass jeder Dialekt - immer unter der Voraussetzung, man kann als Option auch einen verständlichen Satz in Hochsprache hervorbringen - eine Bereicherung ist. Ich spreche zum Beispiel in meiner Familie und in meinem Heimatdorf sehr gerne richtig derbes Fränkisch. Das hab ich so von meiner Urgroßmutter gelernt. Das eint uns. Die Sprache ist sozusagen unser gemeinsamer Code. Ich kenne auch noch so richtig altertümlich Ausdrücke, die heutzutage nicht mehr im (Dialekt-)Sprachgebrauch sind.
Gleichermaßen finde ich es schade, dass mein Mann kein Genuesisch sprechen kann, sondern nur verstehen. Wie aus Euren Beiträgen heraus zu lesen war, hat es hohen Einfluß darauf, wie die Eltern mit den Kindern sprechen und mein Mann hat mit seinen Eltern nur Italienisch gesprochen, während sie untereinander immer genuesisch geredet haben. Leider kann er diesen Sprachreichtum nun seinem Sohn nicht weitergeben :sad:. Aber der wird es wohl überleben! ;-)
Abschließend mein Motto: Ein Hoch auf alle Dialekte, die Visitenkarte des eigenen Ursprungs!!!
Und P.S.: Der leichte fränkische Akzent ist übrigens bei der Aussprache im Italienischen extrem von Vorteil. Der Norddeutsche dud sich da scho viel härdder! :biggrin:
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Ich kann das auch richtig breit. Allerdings kann ich ebenso gut hochdeutsch und zwar ohne den schwäbischen Akzent.
Ich finde Dialekte wichtig und finde auch aehr schade, daß diese so nach und nach "aussterben"
Irgendwie finden es viele Menschen peinlich Dialekt zu sprechen. Und das liegt sicher auch an Menschen, die andere "hänseln", eben weil diese dialekt sprechen.
Dialekt ist Sprachkultur. Und die sollte nicht verloren gehen.
Oft werden Dialekt sprechende Menschen als "minderbemittelt" hingestellt. Als ob diese deswegen weniger Intelligent wären.
Klar ich finde es auch sehr wichtig, daß man der Hochsprache mächtig ist. Es ist einfach wichtig.
Simon ist zwar in Bayern geboren, aber er wird sicher schwäbisch "schwätza" weil wir ja wieder im Ländle leben. Genauso wird er aber auch hochdeutsch können. Das bekommt er durch Vorlesen von Büchern und so weiter dann mit.
Ich stehe zu meinem Dialekt und kann mich aber auch überall anpassen.
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Leider habe ich von Haus aus keinen mitbekommen, mein Vater kommt aus Hannover und nicht weit entfernt bin ich auch aufgewachsen.
Meine Mama ist Spanierin und froh, wenn sie hochdeutsch hinbekommt ;-)
Als ich mit 19 zum Studieren nach Mannheim gegangen bin, ohne jemals vorher dagewesen zu sein, hat mich fast der Schlag getroffen. Ich hab die Bäckersfrau einfach nicht verstanden :shock:
Da ist mir das erste Mal überhaupt bewusst geworden, dass ich gar nichts über Dialekte weiß.
Richtig spannend wurde es dann mit meinen Kommilitonen. Der eine aus Offenburg, der nächste aus Neumarkt, einer aus Nürtingen...
Die Nähe zu Ludwigshafen bescherte mir dann das wundervolle Pfälzisch. Keine Ironie, obwohl der Dialekt von den wenigsten gemocht wird, ich find ihn toll :biggrin:
Hatte dann nämlich eine Freundin, die "ausse Palz" kam. Da sie selber hochdeutsch sprach, stand ich eines Tages etwas verwirrt inmitten ihrer schnatternden Familie, denn von ihren Geschwistern und Eltern sprach niemand auch nur einen geraden Satz auf hochdeutsch.
Zu Anfang musste sie immer übersetzen ;-)
Leider muss ich Katja zustimmen, dass ein starker Dialekt hinderlich im Berufsleben sein kann, eben unter den Gesichtspunkten, die sie schon angeführt hat.
Bei Jobs, die regional arbeiten ist es wiederum förderlich, denn dadurch signalisiert man, dass "man ja unter sich ist".
In Spanien ist das umgekehrt, man schämt sich nicht für seine Sprache (katalanisch, baskisch, galizisch), sie ist identitätsstiftend und genug Spanier (gerade die Älteren, die unter Franco ihre Sprache nicht sprechen durften) tun einfach so, als würden sie nichts verstehen, wenn man sie auf "Hochspanisch" also Kastilisch anspricht.
Im Gegensatz zu Deutschland werden die Regionalsprache+Kastilisch genauso als Fach unterrichtet wie bei uns Deutsch.
Gibt also die Ausgrenzung nicht, weil jeder beides beherrscht.
Wäre so etwas in Deutschland machbar? Unabhängig von Diskussionen bzgl. des Schulsystems; Personalmangel etc., nur von der Grundidee her?
2,953
Beim Dialekt ist ja teilweise das Problem, das der Wortschatz von Dorf zu Dorf verschieden ist. Zb. in Wuppertal wird nicht genauso gesprochen, wie im oberbergisschem, oder selbst im oberbergigeschem wird in Radevormwald (wosn dat?) nicht genauso gesprochen wie in Bergisch Gladbach (wosn dat nu wieder?)!
Deshalb denk ich ist das etwas schwieriger soetwas als Unterrichtfach einzuführen!
Ich find Dialekte auch ganz schön, überall da, wo sie angebracht sind!
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Nach 9 Jahren im hessischen wurde mein Deutsch zunehmend schlechter. Nun noch fünf Jahre im schwäbischen und bald ist es ganz vorbei.
Dass meine Kinder nun schwäbisch sprechen werden, ist immer noch ein komischer Gedanke für mich. Ich hoffe sehr darauf, dass sie zumindest dann auch auf hochdeutsch umschalten können. Aber am Dialekt wird es hier kein Vorbeikommen geben
2,288
geboren und aufgewachsen bin ich in der oberlausitz, dem östlichsten zipfel sachsens und hier wird gerollt, gequirlt, halt oberlausitzsch gesprochen.
in der schule haben wir perfektes hochdetsch gelernt, da in der kreisstadt eine offiziershochschule war und die ehefrauen aus der gesamten ddr stammend oft als lehrerinnen gearbeitet haben. es wäre doch schlimm, wenn die lehrkraft die schüler nicht versteht :biggrin:
carsten ist berliner urgestein und berlinert manchmal sehr. vor dem ersten besuch bei meinen eltern mußte ich ihm einen "sprachkurs" verpassen, damit er versteht, was meine bäuerliche familie von ihm will ;-)
wenn ich längere zeit in der heimat war, merkt man es sofort, die dauerwelle in der zunge wurde dann perfekt aufgefrischt und produziert ganz lange "rrrrrrrr's"
übrigens wenige probleme mit dem "r" hat man in den usa :biggrin:
antonia wächst mit einem familien-internen gemisch aus oberlausischer und berliner mundart auf. und ich werd sie in die hohe kunst des rollens einführen, das könnt ihr mir glauben ;-)
8,312
Ich persönlich spreche hochdeutsch, verstehe aber einige dialekte - zumindest so ungefähr...
Ich stamme aus Hessen (Raum Darmstadt) und habe den dortigen Dialekt zeitlebens gehasst. Außer bei "Badesalz", da finde ich es gut :biggrin:
Mein Mann stammt aus Nordhessen (zwischen Gießen und Marburg) und die sprechen einen ganz fiesen Dialekt - als ich das erste Mal bei denen am Tisch saß habe ich ungelogen keinen Ton verstanden! :shock:
Inzwischen kann ich den Dialekt gut verstehen, aber nicht sprechen.
Ich möchte keineswegs, dass Melli diesen dialekt richtig lernt.
Ich sehe das bei meinen Neffen, die sprechen nur den Dialekt zu Hause und die sind alle in deutsch unterste Kanone, können quasi kaum Hochdeutsch schreiben. Und das mit 16 Jahren... Emails von denen schreiben sie grundsätzlcih auf "Platt" - die muss man dann auch laut vorlesen, um sie zu verstehen.
Das finde ich schlimm!
Meine Mutter, ihres Zeichens Grundschullehrerin, hat mal irgendwann die Beobachtung gemacht, dass es bei Kindern, die zuHause nur von Dialekt umgeben sind, meistens Schwierigkeiten beim Schreiben auftreten.
Das muss j anun auch nicht sein.
Ich denke also, dass eine gesunde Mischung wichtig ist.
Dialekte gehören zum Kulturgut und sollten irgendwie erhalten bleiben, aber nicht, wenn dadurch das hochdeutsch verlorengeht.
Melli soll also schwerpunktmäßig hochdeutsch lernen, bzw. bekommt es hier zu Hause so vorgelebt; außer Haus wird sie dann schwäbisch hören und wenns ie bei ihren Großeltern etc. ist, dann halt diese hessisch, was man dort spricht.
Ich bin gespannt,w as dabei rauskommt, aber ich möchte den "Schwerpunkt" wirklich auf den Hochdeutschen lassen. (Sofern es mir nmöglich ist, dass entsprechend zu beeinflussen, wovon ich jetzt mal noch ausgehe).
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@ DieGroßeKleine: Aber ich liiiebe sächsisch love100: und schmelze jedesmal dahin, wenn ich hier auf Sachsen treffe (davon gibt es Gottseidank einige).
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Wenn jemand Dialekt spricht hat er/sie folglich Probleme mit der deutschen Sprache! :roll:
Ich habe 2 Geschwister. Wir haben alle schwäbisch geredet in der Familie.
Mein Bruder ist mit einer Norddeutschen verheiratet und spricht mit Ihr auch hochdeutsch.. und zwar "Akzentfrei"
Meine Schwester ist Deutschlehrerin und ich selbst war auch immer gut in Deutsch.
Also ich finde man kann das nicht einfach verallgemeinern.
Klar gibt es Leute bei denen es so ist - Dialket --> Schwierigkeiten mit der Hochsprache. Aber doch nicht bei der Mehrheit!!!!
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LG Andrea
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LG Andrea
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Also ich persönlich spreche son Straßengrabendeutsch. Eben was man in der äußersten Ecke der Republik so spricht - ein Gemisch aus
Hochdeutsch (ganz wenig)
eine Form des Platts (etwas mehr)
Berlinerisch (der Rest)
Das Ganze dann noch möglichst schnell gesprochen (Zeit ist Geld) und schon versteht kaum einer mehr ein Wort.
Wenn ich woanders bin, verstehen mich die Leute selten. Da muss ich extrem langsam sprechen.
Andererseits schlafe ich halb weg, bevor die Kölner nen Satz vollendet haben!
In den Grundschulen meiner Heimat werden mittlerweile übrigens Kurse angeboten, in denen die kinder diese spezielle Form des Platts erlernen können.
Gibt nur noch den einen Landkreis, in dem die Kartoffeln Nudeln heißen!
:biggrin:
6,187
Mein Mann kann beides, hochdeutsch und pfälzisch, und Caius könnte es in seiner Familie auch noch lernen ;-) Mal sehen, ob der was davon übernimmt, ich denke eher nicht, die Übermacht meiner Mutter, die aus dem Müsterland kommt und reinstes hochdeutsch spricht und verlangt als ehemalige Deutschlehrerin, ist zu stark. ;-)
Ich finde Dialekt nur dann gut, wenn man wirklich beides beherscht und wechseln kann, wenn man sieht, dass der andere Probleme hat, dich zu verstehen. Mannemerisch find ich grausig. peinlich ist es, wenn im Fernsehen in so Sendungen wie explosiv Berichte hier aus der Gegend kommen und die dann untertitelt werden :oops: mit einem hochdeutschen Spruchband/Übersetzung.
Hat gestern wer die Goldene Kamera-Verleihung gesehen?
Da soll Esther Schweins den Preis an Xavier Naidoo überliehen haben und die Laudatio war wohl reinstes Mannemerisch/Viernheimerisch..... habs leider nicht gehört, muss aber gruselig gewesen sein.... :biggrin:
2,322
nee, nich wirklich, eher so'n Gemisch aus Hochdeutsch und Ruhrpott.
Ich find den Dialekt allerdings zum Weglaufen, wenn ich ihn z.B. im Fernsehen höre *Uahh, schüttel*
Also datt und watt sind völlich nomaal ;-)
Ich fürchte, dass Lukas das sowieso mitbekommt, hoffe aber, dass er auch des Hochdeutschen mächtig sein wird.
Was ich persönlich fürchterlich finde, ist sächseln. Da kräuseln sich mir die Zehnägel...