Wert des Mutter- und Hausfrauenberufes

AnonymousAnonymous

59,500

bearbeitet 30. 03. 2006, 18:55 in Plauderecke
Aus der gestrigen Sonntagsausgabe der Nürnberger Nachrichten:
Hausfrauen und Mütter haben einen doppelten Vollzeitjob

Sabine Allmenröder vom Verband der Familienfrauen und -männer in Worms spricht deutliche Worte: "Kleine Kinder zu versorgen und dazu den Haushalt zu erledigen, ist ein Arbeitsplatz, der locker zwei Vollbeschäftigte auslasten würde", sagt sie.
Eine Tatsache, die auch von der Wissenschft bestätigt wird. Allein die Betreuung von zwei Kindern unter drei Jahren entspricht 36 Wochenstunden - Dinge wie Kochen, Putzen, Aufräumen und Einkaufen nicht mitgerechnet, ergab eine Analyse des Instituts für Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung der Universität Gießen.
Hemden bügeln, haus putzen, einkaufen, zwischendurch Kindertränen trocknen und tausen Fragen beantworten, das bedeutet Stress - und trifft vor allem die Frauen. Und obwohl Hausfrauen und Mütter mehr als einen Vollzeitjob erledigen, müssen sie meist auf Dinge verzichten, die im Berufsleben dazugehören: Bezahlung der Arbeit, Rentenversicherung und Anerkennung für besondere Leistungen.
(...)
Wie viel die eigenen Arbeit wert ist, sollte man sich ebenfalls immer vor Augen führen, sagt die Psychologin. Wer die gesamte Hausarbeit delegieren wolle, müsse für alle Dienstleistungen in einem Vier-Personen-Haushalt mindestens 1.700 Euro pro Monat ausgeben. "Daran kann man sehen, was eine Vollzeit-Familienfrau erwirtschaftet."

Wenn man nun noch dazurechnet, wieviel man bezahlen müßte, um das Kind 12 Stunden am Tag fremdbetreuen zu lassen (die Bereitschaft während der Nacht mal großzügg nicht mitgerechnet), dann kommen da nochmal bei 5 Euro/h für eine Tagesmutter ... 1.680 Euro/Monat dazu.

Macht ein tatsächlich "verdientes" Mindestmonatsgehalt von 3.380 Euro im Monat für eine Hausfrau und Mutter - gemessen an den Gehältern des freien Arbeitsmarktes.

Und - wie hoch ist euer Lohn? ;-)

Kommentare

  • PatyPaty

    2,953

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    So einen Artikel gabs hier auch mal!

    da wurde dann berechnet, wieviel der Chofeur (schreibt man das so ¿? :roll: ) für Schwimm, Fussball etc- Kurse, zur Schule bringen, abholen, Betreuung nach der Schule, Kochen, Putzen, Einkaufen usw. ...

    Da kam man auch ca. auf 30.000Peso, was etwas weniger als 3000€ sind, aber hier sind Honorare ja auch günstiger.

    Ich habe frei Kost und Logi und bekomme was ich möchte ;-)

    Das ist ja schonmal nicht schlecht, oder?
  • KabaKaba

    574

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nicht ganz so viel, schätze ich. Zum einen ist mein Freund auch gerade zu Hause und das heißt für mich, die Arbeit und die Betreuung unseres Sohnes wird geteilt. Zum anderen mache ich z.b. solche Sachen wie Bügeln nicht. Oder Fensterputzen - obwohl ich mal sollte. :oops:

    @Paty: Es wird Chauffeur geschrieben. ;-)
  • spyrogiraspyrogira

    1,743

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Katja ich glaub das druck ich mir aus und hänge es hier vergrößert und eingerahmt auf!!!! :biggrin:

    Vielleicht auf dem Klo - da liest es mein Mann bestimmt mehrmals täglich!!!! ;-)
  • CerylysCerylys

    504

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Man müsste auch noch das Geld dazurechnen, was unzählige Hausfrauen in ihren 400 € - Jobs dazu verdienen :twisted:

    Ich bin ehrlich: Momentan bin ich nicht soviel wert, dafür muss mein Mann zuviel machen weils mir einfach nicht mehr gut genug dazu geht. Das hat aber den Effekt, das er jeden einzelnen Handgriff zu schätzen weiß wenn der Haushalt mal so läuft wie erträumt!

    Honorieren tut er das dann auf seine Weise: ein schönes Schaumbad, eine entspannende Massage, etc......

    Und um euch endgültig neidisch zu machen: er hilft absolut freiwillig, hat ein Blick dafür was gemacht werden muss und bügeln kann er besser als ich. :oops:
  • MonicaMonica

    1,525

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Eine Ähnliche 'Diskussion' hatten mein Mann und ich neulich.
    Irgendwie kam von ihm ein blöder Spruch von wegen 'sein Geld'. Er hat es ja nicht wirklich ernst gemeint, aber ich reagiere auf so etwas allergisch (und das weiss er auch).

    Da hab ich ihn gefragt, was es ihn kosten würde wenn er für alles was ich mache einen Stundenlohn bekommen würde. Ich hab ihm gedroht ich würde ihm eine Rechnung ausstellen.

    Als ich ihm eben den Artikel zeigte, sagte da müsste man dann wiederum die Miete, Lebensmittel, Telefon usw. was der Mann für die Frau mitbezahlt von abziehen :roll: Blödmann.
    Jedenfalls, würden wir hier 1 Baby und 1 Kleinkind fremdbetreuen lassen in der Zeit wo ich arbeiten gehen würde, wäre das bald gleich mit dem, was ich verdienen würde, also völlig Zwecklos...

    Also ehrlich. Die Emazipation ist doch völlig mislungen, findet ihr nicht?
    Anstatt dafür, zu kämpfen, dass Frauen auch arbeiten gehen dürfen, hätten sie dafür kämpfen sollen, dass die Arbeit der Frau anerkannt wird.

    Als Resultat der Emanzipation, hat jetzt eine Frau, die auf Familie nicht verzichten möchte, nicht nur Kinder und Haushalt zu versorgen, sondern muss auch noch einer Arbeitsstelle gerecht werden.

    In der Zeit vor Benjamin, als ich arbeiten ging, ging es mir nach einem 12 Stunden Tag immer noch besser als es mir jetzt abends nach einem Tag 'Mutter sein' geht. Zu der Zeit hatte ich 6 Wochen Urlaub im Jahr und wenn ich krank war, wurde ich krank geschrieben und konnte mich ins Bett legen und gesund werden.

    An all das ist jetzt gar nicht mehr zu denken.

    Als Benjamin etwa 3 Monate alt war, und ich mal meiner Schwimu gegenüber erwähnte, das mein Mann mir im Haushalt hilft, sagte sie 'Der Arme' :shock: Wie bitte? Ich sagte, dass es gar nichts ausmacht wenn er mal mit hilft. Sie: 'Er arbeitet doch den ganzen Tag.' :shock: Ich etwa nicht? Und Nachts wird gar nicht gezählt, was? :twisted:

    Nunja... Ich mag meinen 'Job' trotzdem (meistens). ;-)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich kann verstehen, daß du dich da aufregst - geht mir genauso.
    Das Thema "mein Geld" war bei mir nicht trennungsunbedeutend. ;-) Und woher das kommt muß ich auch nicht zweimal überlegen - der Vater denkt genauso. Und seine Mutter hat auch ja auch nie wirklich gearbeitet -nur ein Haus, einen Garten, einen Vier-Personen-Haushalt und eine Tante und Oma mitversorgt, zwei Kinder großgezogen und ihrem Mann den Rücken freigehalten mit allem privaten Kram, sowie jeglicher Hausarbeit, damit der in Ruhe Karriere machen konnte... Und heute verschwendet sie auch noch sein hartverdientes Geld.
    Genauso wie ich. ;-)

    Nach Nächten wie der letzten, in der ich von 21 bis 5.30 Uhr unterwegs war, ein krankes Kind zu trösten, die Nase zu putzen, zu streicheln, im Arm zu wiegen, zu trinken zu geben, dabei 25x hustend aufzustehen, wenn ich grade wieder eingenickt war, um dann morgens beim Blick in den Spiegel festzustellen, daß ich aussehe wie ein Zombie mit verquollenen Augen, roter Nase und wieder ein graues Haar mehr habe, aber trotzdem in die Küche wanke, um Frühstück zu machen und nebenher das Nachtprogramm (Nase putzen, trinken geben, im Arm halten) + Haushalt weiterzufahren und nebenher mal schnell ein paar Maschinen Wäsche zu waschen, während der Geldverdiener sich gesund in seinem weichen Bettchen ausschläft, weil er eine harte Nacht beim Chatten hinter sich hat, dann krieg ich soooo einen Hals...

    Danach geh ich mich dann natürlich wieder ausruhen, meinen Freizeitluxus genießen und fremdes Geld verprassen. :flaming01:
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich glaub die kerle sind ,bis auf seltene ausnahmen vielleicht, alle gleich. stecken wir sie in einen sack uns schießen sie zum mond. was haltet ihr davon? :biggrin:
    ich habe im moment auch gerade streß mit meinem :flaming01: allerdings nicht direkt wegen der kohle,die hab eh ich unter der fuchtel :oops: sondern eher weil ich der meinung bin das er sich mal wieder etwas mehr innerfamiliär engagieren könnte. ich bin momentan hier definitiv unterbezahlt :twisted: aber solange ich noch zeit für pc habe- sieht er das nicht ein.
    dem werde ich helfen, das könnt ihr glauben ;-)
  • Katharina74Katharina74

    1,027

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Tja, mein Mann war 1 Jahr alleinerziehend mit 3 Kindern und voll berufstätig. Insofern weiß er eigentlich, was Hausarbeit bedeutet. Trotzdem rutscht ihm manchmal raus, was ich so den ganzen Tag mache, außer im Internet zu surfen. Hm, ich stehe um 6:30 Uhr auf, dann mache ich seinem Sohn Frühstück, räume die Küche von abends auf, schmeiße die erste von ca. 3 Maschinen Wäsche an, bügele 3 Hemden (mein Mann muss ja jeden Tag ein frisches Hemd und ein frisches T-Shirt anziehen), räume das Frühstück von seinem Sohn wieder weg, schicke ihn zur Schule. Dann wird unsere Kleine wach, die wird gewaschen, gewickelt, angezogen und gefüttert. In der Zwischenzeit ist die Wäsche fertig, also raus aus der Maschine, in den Trockner und die nächste Maschine angestellt. Inzwischen ist es 8:30 Uhr, in der Zeit habe ich weder gefrühstückt noch geduscht. Das wird dann mal eben eingeschoben, wenn die Kleine es zulässt. Den restlichen Tag liege ich dann natürlich auf dem Sofa. Ein 3-stöckiges Haus putzt sich natürlich auch von ganz allein, die Einkäufe, Post- und Bankbesuche machen sich auch von selber, vom Mittagessen ganz zu schweigen. Es nimmt auch keine Zeit in Anspruch, die Kleine jedesmal in ihre Sachen und wieder raus zu schälen, wenn ich eine Besorgung machen muss. Abgesehen davon, dass sie halt hin und wieder auch beschäftigt werden möchte, ich mit ihr zur Krabbelgruppe und zum Musikgarten gehe, damit wir beide mal rauskommen und jeden Tag etwas spazieren.
    Ich gebe zwar zu, dass abends bei uns mein Mann kocht, die Küche räume ich allerdings anschließend auf. Während mein Mann sich also um 8 vor die Glotze hängt, hole ich die letzte Maschine Wäsche aus dem Trockner, dann noch sortieren und einräumen. Um 22:30 Uhr falle ich ins Bett, um dann gegen 24 Uhr die Nachtschicht zu beginnen, derzeit alle 1 1/2 Stunden, trösten, Schnuller suchen usw.

    Und krank schreibt mich auch keiner. Die Männer legen sich dann ins Bett und lassen sich bedienen, mich fragt keiner, ob es mir vielleicht helfen würde, wenigstens nachts 5 Stunden am Stück zu schlafen.
  • babygrillbabygrill

    1,633

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Als ich noch jung und unbedarft, unerfahren und unerschrocken, als mein Denken noch unschuldig war und ich dachte, die Welt stünde auf mir offen, glaubte ich tatsächlich, wir lebten in einer nunmehr gleichberechtigten Welt, in der Frauen und Männer eine gleiche Behandlung erfahren könnten. ;-) Das Wahlrecht gilt seit Jahrzehnten auch für Frauen. Maschinenführerinnen, Ministerinnen, Managerinnen - der Zugang zu den Männerberufen war nun - Gott sei Dank! :bounce02: -auch den Frauen vorbehalten.

    Ich ging zur Schule, machte eine Lehre, danach studierte ich und es galt gleiches Recht und gleiche Noten für gleiche Leistung. Danach wurden die Jobs verteilt. Der Unterschied zwischen Mann und Frau war wirklich nur bedingt spürbar. Im Gegenteil: Männer können mit einem Lächeln und einem Ausschnitt und freiem Blick auf deren Brusthaartoupet :shock: eben nicht wirklich beeindrucken.

    Erst nach meiner Heirat wurde mir gewahr, dass der ein oder andere sich schon mal ganz verstohlen nach meinem Kinderwunsch erkundigte. :roll: Ich hatte schon manchmal den Eindruck, dass man sich überlegte, ob es nicht problemloser sei, sich einen Mann ins Boot zu holen. Ehrlich gesagt, das würde ich vielleicht auch tun :oops: .

    Obgleich ich immer noch glaubte, nach 2-3 Monaten endlich abstillen zu können und wieder richtig ins Berufsleben einsteigen zu können, begann ich während meiner Schwangerschaft den wesentlichen Unterschied zwischen Mann und Frau langsam zu begreifen. Die lebenslange Verantwortung wurde mir jeden Tag mehr bewußt und zum Glück trägt man Kinder 9 Monate lang aus, denn wenn ich nach ein paar Tagen oder Wochen Schwangerschaft einfach nur ein Ei gelegt hätte, hätte ich dies mit Sicherheit vor der Haustüre meines Steuerberaters abgelegt und mich klammheimlich davon gemacht! ;-)

    Ein paar Minuten vor unserem Kaiserschnitt habe ich noch ein paar Business-Telefonate geführt und dann war Stille. Mit diesem Bündel war die Welt auf einmal anders. Bis vor ein paar Minuten drehte sich noch alles um mich, ich war es, die schwanger war und entbinden sollte - und dann war er da: So klein und doch so bedeutend. Ab diesem Zeitpunkt war es auch vorbei mit der Gleichberechtigung! Hinüber der Traum vom unendlich konspirativen Geschlechterkampf.

    Doch ehrlich gesagt: wen interessiert das schon mehr???

    Früher dachte ich, eine Familie kann man einfach organisieren. Morgens gehen alle aus dem Haus, die Spülmaschine wird abwechselnd ein- und ausgeräumt und es wird eben eine Putzfrau eingestellt. Im Alter von drei Jahren (spätestens) kommt das Kind über den Sommer zur Familie (welche Familie eigentlich? :roll: ) nach Deutschland. Heute hab ich was dazu gelernt, man könnte sagen, ich bin gewissermaßen weiser geworden.

    Ich denke, die Zeit, die man in die Knirpse investiert, sollte man trotzdem nicht in Geld aufrechnen, denn das ist ja gewissermaßen ein Liebesdienst. Wie Monica auch schon sagte, sie tut es eben gerne. Das ist was anderes, als in einem Büro zu sitzen und dazu beizutragen, dass ein Reicher noch noch reicher wird. ;-) Zumindest sollte man es nicht aufrechnen, wenn man nicht jemanden Kind großzieht, der sich nur äußerst selten mit der Erziehung befaßt. Und genau da liegt das Problem:

    Mit der Geburt der Kinder ändert sich einfach komplett das Leben der Frau. Das Leben des Mannes allerdings nur bedingt. Lassen wir Gleichberechtigung und Geschlechterkampf einfach mal außen vor, wer interessiert sich noch für das olle 60er-JAhre-Thema, das ist doch auch gar nicht mehr wichtig. Es ist jedoch eine Tatsache, dass die Familienlast auf jeden Fall an der Frau hängen bleibt: Die Männer gehen nach wie vor ihrer Tätigkeit nach, kommen nach Hause und können sich wahlweise an der Erziehungs- und Hausarbeit beteiligen, können aber auch zum Volley- oder Fußballspielen gehen. :neutral: Das ändert an sich nichts an ihrer Rolle. Und die Rechtfertigung zu diesem Verhalten bringt nun einmal die leidige Geldsache mit sich! :???:

    Ja genau, so ist es und wird es wohl bleiben, denn die Knirpse können den Mutterdienst wohl kaum bezahlen! :neutral: Die neugewonnene Weisheit bleibt also materiell unbelohnt!

    Fazit: Gleichberechtigung ist teuer bezahlte Weisheit!!! :biggrin:
  • ClaudinchenClaudinchen

    1,522

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Cerylys schrieb:

    Und um euch endgültig neidisch zu machen: er hilft absolut freiwillig, hat ein Blick dafür was gemacht werden muss und bügeln kann er besser als ich. :oops:


    ähm- wo kann man denn so ein Exemplar bestellen? Bzw den eigenen umerziehen lassen? ;-)
  • spyrogiraspyrogira

    1,743

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Silke

    Ich finde Du hast das sehr schön und ehrlich geschrieben!
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :shock: Boooaaah, Silke. :applause: :fun52:

    Also das hast auf den Punkt gebracht, punktum.

    Nur eine Anmerkung: lässt man hier auch andere Zahlungsmittel als Geld zu, sieht die Sache schon gaaanz anders aus. Die Zufriedenheit, die das Muttersein und das Leben in einer funktionierenden Beziehung mit sich bringt, suchen sehr, sehr viele Frauen vergeblich in ihrer beruflichen "Karriere" - was auch immer darunter zu verstehen ist. So gut bezahlt eine Tätigkeit auch sein könnte, damit je diese Zufriedenheit und diese Gewissheit etwas Wertvolles und Beständiges zu schaffen wie ich das als Mutter verspüre, könnte ich damit wohl nicht erlangen.

    Von daher: Hausfrauenarbeit und Kindererziehung ist stets unterbezahlt, in Wahrheit aber auch unbezahlbar.
  • Katharina74Katharina74

    1,027

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ok, meine Bezahlung sieht folgendermaßen aus: Ich gehe morgens in Mailin´s Zimmer und bekomme dafür das hinreißendste fast zahnlose Lächeln der Welt geschenkt. :grin:

    Ehrlich, ich mache den Mama-Job auch gerne, sehr gerne sogar, auch wenn es manchmal stressig ist. Klar kann man Mutterdienste nicht in Geld aufrechnen. Das will ich auch gar nicht, ich finde es wunderschön, ein Kind zu haben und es aufwachsen zu sehen.
    Ich habe mir nur letztens mal Gedanken darüber gemacht, was ich den ganzen Tag so treibe, weil es mir selber so vorkam, als bekomme ich den ganzen Tag nichts auf die Reihe und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich eigentlich einen 24-Stunden-Job mit Pausen habe.
  • MonicaMonica

    1,525

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wirklich schön geschrieben Silke.
  • PatyPaty

    2,953

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wie immer, verstehen Männer es einfach nicht, wegen ihrer Art und Weise zu denken!
    Mein Mann sagt mir:
    In zwei 3 Jahren hör ich auf zu Arbeiten und mach dann hier zu Hause alles :shock:
    Hihi, dabei kann er "nicht mal Wasser heissmachen".

    Ich sag nur, Ja klar, mit 38 find ich bestimmt nen tollen Job, der mindestens genauso gut bezahlt ist wie Deiner, vorallem nach dem ich dann 9 Jahre aus dem Berufsleben raus bin! :roll:

    Wir wollen uns allerdings selbständig machen, damit wir später mal von irgendwas Leben können, wenn wir alt sind, und da kann man ja dann wirklich Arbeitsteilung machen.


    Da hat Silke den Nagel auf den Kopf getroffen, wollte aber noch ergänzen, dass ja auch unsere Männer unsere Leistung honorieren (meiner zumindest).
    Vielleicht sagen sie es nicht so, aber man merkt es ja, dass sie sich pudel wohl fühlen, etc.
    Mein Mann wohnte letztes Jahr monatelang im Hotel, dort war es sauber, es gab Essen, Wäsche wird gewaschen, also alles, was man zu Hause auch hat. Aaaaaber...
    was ist schon ein Essen, allein, oder was nicht liebevoll zubereitet wurde etc., dort hat er sich nicht wohl gefühlt.
    Mein Mann liebt mich wie ich bin, und dafür, dass er sich und seine Kinder sicher und versorgt weiss, und das lässt er mich auch spüren.

    Am Ende sind es doch wir Frauen, die der Familie erst den richtigen Zusammenhalt geben. Und das ist eben, wie auch schon gesagt wurde, unbezahlbar!
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