Nach der beabsichtigten Regelung kann der Mann entweder 2 Monate Erziehungsurlaub nehmen oder nicht. Wenn er es nicht tut, bekommt er sein jetziges Gehalt weiter, wenn er es tut bekommt er 67 %. Wieso wird das jetzt "Zwang Erziehungszeit nehmen" genannt? Tut mir leid aber trotzdem ich alle Eure Antworten gelesen habe verstehe ich es nicht.
Wenn er es nicht tut, dann bekommt er sein Gehalt, ich auch, weil mir nur einem Gehalt könne wir nicht leben UND ich muss mein Kind anderweitig betreuen lassen, obwohl ich ganz persönlich 1 Jahr zu Hause bei meinem Kind bleiben will. Und das ist ja eher unterer Durchschnitt. :roll:
Heut kann ich sagen: "ich nehme die 2 Jahre Regelung", später kann ich das nicht, denn mein Freund KANN KEINE ELTERNZEIT NEHMEN; WEN ER DANACH NICHT ARBEITSLOS SEIN WILL. Und das ist keine Ausnahme!!!!
Ich finde es super, dass ich ab 2007 mehr Geld bekomme, denn ich habe keinen KlischeeMann, der Unsummen mehr verdient als ich. Ich weiss, dass es mir das noch mehr Kinder bekommen erleichter, keien Frage. Da fällt mir die Entscheidung viiiiel leichter. Insofern finde ich es toll. Aber ich weiss auch, dass ich eher zu den Wenigen gehöre, die schon so früh wieder arbeiten. schau mal spassenshalber im Forum umher: es gibt einige, die recht schnell bereits nach sehr kurzer Zeit wieder arbeiten mussten, dann einige die nach ungefähr nem Jahr wieder starteten, aber das sind schon eher wenige Userinnen hier. Und nun stelle ich mir das mal bildlich vor:
Das Kind wird 11 Monate und nun bleibt Papa zu Hause und Mama geht wieder arbeiten. Der AG von Papa hat keinen Ersatz, sondern versucht die 2 Monate so zu überstehen. Aber beide Eltern möchten eigentlich 2 Jahre voll und ganz für ihr Kind da sein können. Nun ja, man darf ja die Kohle auch auf 2 Jahre verteilen, ABER der Mann muss im ersten Jahr die Elternzeit nehmen. Zumidnest hab ich das bisher so gelsen, denn sonst besteht ja keine Garantie, dass er es später noch macht - es kann ja immer sonstwas dazwischen kommen - aber nur dann hat man ja überhaupt das Anrecht auf die 12 MOnate Kohle - ob nun auf 1 oder auf 2 ahre verteilt ist ja dabei irrelevant. Oh Gott, was für ein chaos. Das heisst nach 2 Monaten geht Papa wieder arbeiten und Mama geht wieder in Elternzeit, denn mit nur 67% Elterngeld allein können Mama und Papa es einfach nciht schaffen. Der AG von Mama freut sich sehr, denn er musste die Elternzeitvertretung solange entweder zusätzlich bezahlen und von vornherein eien Vereinbarung treffen nach de rsie 2 Monate aussetzen muss? :roll: Wie realistisch. :???: :roll:
Ich finde es toll, wenn Papa zu Hause bleibt und auch einen Teil der Elternzeit wahr nimmt. Ist bestimmt für den Nachwuchs auch total super. Aber in meinen Augen ist das durchaus Erpressung und zwar für die, die die Kohle echt brauchen und ie gesamte Elternzeit vorher knallhart kalkulieren müssen. Ist einfach so. :traurig04:
EDIT: NAtürlich ist es einfacher, wenn Papa nach den 2 Monaten noch länger in Elternzeit bleibt, aber was wenn Mama oder Papa oder beide das einfach nicht wollen? Und da seht ihr den Druck nicht? Dann bin ich scheinbar übersensibel. :biggrin:
Jana, ja deine Frage verstehe ich. Aber erzähl mal noch Folgendes: Ist dein Mann arbeitslos? Oder ist er "richtig" in Eltenrzeit, also mit ruhendem Beschäftigugnsverhältnis? Und wenn Kind 2 kommen würde, dann würde er auch noch zu Hause bleiben wolllen?
Sorry, konnte das WE über nicht ins Netz.
Unsere Situation ist ein bißchen verkorkst. Wir haben nebenbei noch ein kleines Unternehmen, das aber mehr schlecht als recht läuft und im Grunde nur sich selbst trägt und daher nicht als Einkommensquelle bezeichnet werden kann. Mein Mann war also selbständig. Da ich aber effektiv die einzige bin, die Geld nach Hause bringt, haben wir uns damals folgendes überlegt. Das Geschäft wird auf meinen Namen angemeldet (Nebentätigkeitsgenehmigung habe ich natürl beim AG eingeholt) und mein Mann meldet sich arbeitslos. Das haben wir allein aus dem Grund gemacht, damit es dann keine großen Schererein gibt, wenn er die Elternzeit nimmt, von wegen nachweisen, daß man nicht mehr als 30 Stunden arbeitet blablubb. Er hat also dann Elternzeit genommen und ist somit, wenn man so will, nicht mehr arbeitslos. Wir bekommen geradeso volles Elterngeld.
Ich habe mir allerdings schon mal durchgerechnet, wie unsere finanzielle Lage wäre, würde ich beim nächsten Kind mit 67% des Netto zu Hause bleiben. Zusammen mit 2x Kindergeld hätten wir dann ca. 1200 EUR. Ginge ich wieder arbeiten nach dem Mutterschutz hätten wir mein komplettes Gehalt, 2 x Kindergeld und 300 EUR Erzeihungsgeld und somit ca. 1900 EUR. Ich ahne schlimmes. Mein Mann sagt schon, er würde meine Arbeit machen. Aber ich glaube nicht, daß meine Chefs ihn als adäquaten Ersatz akzeptieren.
Die Regelung geht eben davon aus, daß beide Elternteile voll beschäftigt sind. Geradezu utopisch zumindest hier in unserer Region.
Alles Liebe
Jana
P.S.: Stillen und arbeiten gehen, schließt sich nicht gegenseitig aus.
lila, ich find es ja interessant, wenn auch andere Aspekte heir einfliessen, aber es wäre schon schön, wenn alle Posts gelesen werden.
Lore, in der Tat hab ich alle Beiträge "gelesen", hab allerdings als Zaungast hier selbstverständlich die ganzen "Eventualitäten", "Sonderfälle" und "Härtefälle" nicht auf die Schnelle geblickt. Darum ging es nach der Formulierung im Eingangsposting ja gar nicht (so wie ich das verstanden habe). Wenn dieser Thread nur für spezielle Änderungen einzelner Betroffener gedacht war (und nicht auch für prinzipielle Betrachtungen), halte ich mich aus der Diskussion raus.
Im Übrigen hatte ich wohl gelesen und verstanden, was du selber noch einmal zitiert hast, aber auch, dass dein Mann eben nicht Elternzeit nehmen kann, weil es seine Arbeitsplatzsituation nicht zulässt. Und das ist meiner Meinung nach genau der Punkt, dass man nämlich von einem Mann erwartet, dass er wegen des Kinderkriegens seine Arbeit höchstens drei Tage niederlegt, aber um Himmels Willen doch keine zwei Monate oder noch länger.
Die Erwartungshaltung eines AG bezüglich Verfügbarkeit eines Arbeitnehmers ist bei Frauen und Männern unterschiedlich, und das ein wenig zu Unrecht. Nicht völlig zu Unrecht, aber doch ein wenig.
Es ist halt eine höchst traurige Tatsache, dass selbst Väter, die das gerne möchten, nicht in Elternteilzeit gehen können, weil sie um ihren Arbeitsplatz bangen müssen. Und würde eine Frau diesen Arbeitsplatz bekleiden, wäre sie entweder kinder- oder arbeitslos :shock: Das kann es doch nicht sein, oder? Mehr Rechte sowohl den Vätern als auch den Müttern, hätte ich da gesagt. Vielleicht müsste man bei den Arbeitgebern ansetzen?
Das mit dem Zwang hat übrigens steffii zwei, drei Postings weiter oben gut beschrieben, auch das hab ich gelesen und verstanden ;-)
Und das ist meiner Meinung nach genau der Punkt, dass man nämlich von einem Mann erwartet, dass er wegen des Kinderkriegens seine Arbeit höchstens drei Tage niederlegt, aber um Himmels Willen doch keine zwei Monate oder noch länger.
So ist das nicht gemeint. Aber
1. Mein Freund KÖNNTE ja durchaus Elternzeit nehmen, würde er auch gern, aber dann kann er sich gleich nach einem anderen Arbeitsplatz umsehen. Nicht weil er ein Mann ist, sondern weil unsere Situation nun mal so ist. Und das ist nun mal kein Einzelfall. ich hingegen kann Elternzeit nehmen,ohne dass ich gleich gemobbt werde.... also wäre doch der logische schluss: ich nehme, mein Freund muss eben verzichten. Aber diese freie Entscheidung wird uns teilweis egenommen, weil wir eben andererseits auf das Geld angewiesen sind.
2. Find eich den Ansatz gut, Männern die Möglichkeit zu geben, aber die Möglichkeit muss eine Wahlmöglichkeit bleiben und darf nicht in einen Kontext gebracht werden, wo es zum Zwang wird, weil es wirtschaftlich anders nicht tragbar ist.
3. stört mich daran genau das Wort, was du zufälligerweise auch benutzt hast. VERLANGEN. Ich will das von meinem Mann gar nciht verlangen (müssen), wie kann es dann der Staat wollen oder können. *grummel*
Ich führe ja mein Bsp auch nur so vehement und penetrant an :biggrin: , weil es mich tierrisch anstinkt, (damit meine ich nciht dich lila), dass sowas imemr als Ausnahmefall hingestellt wird. Und da sist er eben leider nicht.
Vielleicht müsste man bei den Arbeitgebern ansetzen?
Scheinbar, Aber wie? Hast du ne schicke Idee?
Jana, dir wollte ich auch noch was schreiben, aber ich komm jetzt nciht mehr dazu,. :biggrin: Mach ich später. Ich wollte das aber wneigstens dazu schreiben, nciht dass du denkst, ich bin beklopft. ;-)
Ansonsten liegen wir da nicht so weit auseinander, glaub ich.
Und beim Arbeitgeber ansetzen: Eine steuerliche Begünstigung für Karenzvertretungen, egal ob Männlein oder Weiblein?
Lila, ich hab jetzt gerade krampfhaft nach der Stelle gesucht, an der du die Formulierung "es vom Mann verlangen" gewählt hast, aber ich finde sie nicht. :biggrin: :???: Hab ich sie rein gelesen? Ich weiss es nicht, sorry. :cool:
Jana, ja klingt kompliziert. So ausgefeilt ist das ja dummerweise noch nicht, dass man da schon genauer kalkulieren könnte. :???:
Im Übrigen hatte ich wohl gelesen und verstanden, was du selber noch einmal zitiert hast, aber auch, dass dein Mann eben nicht Elternzeit nehmen kann, weil es seine Arbeitsplatzsituation nicht zulässt. Und das ist meiner Meinung nach genau der Punkt, dass man nämlich von einem Mann erwartet, dass er wegen des Kinderkriegens seine Arbeit höchstens drei Tage niederlegt, aber um Himmels Willen doch keine zwei Monate oder noch länger.
Die Erwartungshaltung eines AG bezüglich Verfügbarkeit eines Arbeitnehmers ist bei Frauen und Männern unterschiedlich, und das ein wenig zu Unrecht. Nicht völlig zu Unrecht, aber doch ein wenig.
Ob zu unrecht oder nicht ist irrelevant. Hier zählt einzig die Konsequenz und die heisst nun einmal: Im Zweifel stelle ich doch lieber einen Mann ein und natürlich besetze ich meine Führungspositionen nicht mit Frauen, die einfach mal so verschwinden um dann irgendwann (vielleicht) mal wieder im Arbeitsleben aufzutauchen. Was war noch gleich mal der Grund, warum Akademikerinnen viel zu wenig Kinder bekommen? Zumindest zur Lösung dieses Problems stellt das neue Elterngeld m.E. einen Schritt in die richtige Richtung dar. Dass es immer Sonderfälle gibt, die man anders regeln sollte, ist davon unbenommen.
Im Zweifel stelle ich doch lieber einen Mann ein und natürlich besetze ich meine Führungspositionen nicht mit Frauen, die einfach mal so verschwinden um dann irgendwann (vielleicht) mal wieder im Arbeitsleben aufzutauchen.
Natürlich ist das nicht gerecht verteilt, aber ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, was dieses Gesetz daran ändern soll. Auch weiterhin wird es so bleiben, dass eine Frau auf jeden Fall mindestens die 8 Wochen nach der Geburt ausfällt. Im Gegenzug zur Frau kann der Mann zu Hause bleiben, muß aber nicht (rein gebärtechnisch betrachtet). Und wenn er in einer Führungsposition ist, kann er es sich auch leisten, auf die zwei Monate Elterngeld zu verzichten. Warum also sollte ein Arbeitgeber plötzlich Männer als Führungskräfte nicht mehr bevorzugen? Sorry, vielleicht stehe ich ja wirklich auf der Leitung, ich meine das auch nicht provokativ, aber ich verstehe die Logik nicht.
Letztendlich sind auf jeden Fall diejenigen die Dummen, die auf das Geld dringend angewiesen sind. Und ob das jetzt wirklich Sonderfälle und Ausnahmen sind möchte ich mal stark anzweifeln.
Da sehe ich auch das Problem. Ja klar, für bisher Besserverdienende ist die neue Regelung super, weil sie eben mehr als nur 300 oder 450 Euro bekommen und selbstverständlich dmait näher am ehemaligen Einkommen vor der SS liegen. Und für die meisten anderen werdenden Mamas (, die nicht sooo viel verdienen) ist das ja auch eine bessere finanzielle Lage schaffend als zur Zeit noch. Klares *daumenhoch*. Aber ich glaube auch, dass Akademikerinnen selten mit Maurern liiert sind,d ie saisonal schnell mal arbeitslos sind und locker Eltenrzeit nehmen können, sondern eher mit ebenfalls Akademkern. Und ob da kann Männe ebensogut arbeiten und 2 Monate von Ersparnissen leben. ist vielelicht auch ein wenig vorurteilsbehaftet gedacht, zugegeben, aber so sind die Konstellationen, die ich so kenne meistens. :traurig04:
Das Paar (meine Kollegin), die ich heir mal angeführt habe, wo sich beide die 3 Jahre teilen: naja, die sind beide Beamte und verdienen stattlich!!! Klar haben die auch einen Lebensstandard, den sie weiterführen wollen, aber sie haben relativ wahrscheinlich eher Ersparnisse als ich :biggrin: , von denen sie mal 2 Monate zehren können und dann geht der Mann auch nicht in Elternzeit. :cool:
Wäre trotzdem gut für die Jobaussichten einer Frau. Eben dieses Ausfall-auf-Grund-von-SS - Argument, welches gegen die Einstellung einer (jungen) Frau spricht, wäre dann ein wenig entkräftet.
Ihr dürft ja nicht vergessen, dass da momentan die triste Situation auf dem Arbeitsmarkt reinspielt. In anderen Zeiten denkt sich ein Elternzeit-williger Vater vielleicht: "Naja und wenn schon, dann such ich hinterher halt eine andere Arbeit, wollte mich sowieso mal beruflich verändern/verbessern", nutzt die Zeit (neben Kinder, Kirche, Küche :biggrin:) auch für Fortbildung und zieht das durch, auch wenn der Chef sich nach dem Wiedereinstieg quer zu stellen droht.
Im Zweifel stelle ich doch lieber einen Mann ein und natürlich besetze ich meine Führungspositionen nicht mit Frauen, die einfach mal so verschwinden um dann irgendwann (vielleicht) mal wieder im Arbeitsleben aufzutauchen.
Natürlich ist das nicht gerecht verteilt, aber ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, was dieses Gesetz daran ändern soll. Auch weiterhin wird es so bleiben, dass eine Frau auf jeden Fall mindestens die 8 Wochen nach der Geburt ausfällt. Im Gegenzug zur Frau kann der Mann zu Hause bleiben, muß aber nicht (rein gebärtechnisch betrachtet). Und wenn er in einer Führungsposition ist, kann er es sich auch leisten, auf die zwei Monate Elterngeld zu verzichten. Warum also sollte ein Arbeitgeber plötzlich Männer als Führungskräfte nicht mehr bevorzugen? Sorry, vielleicht stehe ich ja wirklich auf der Leitung, ich meine das auch nicht provokativ, aber ich verstehe die Logik nicht.
Das ein solches Gesetz nicht hinreichend ist, um Frauen die gleichen Karrierechancen zu geben als Männer ist mir schon klar. Ich sehe es bezüglich dieses Aspekts trotzdem als Schritt in die richtige Richtung an und zwar deswegen, weil ich davon ausgehe, dass einfach prozentual deutlich mehr Männer als heute Erziehungsurlaub nehmen werden. Dann muss jemand, der eine Stelle als Führungskraft zu besetzen hat einfach eher damit rechnen, dass ihm das bei einem Mann auch passiert.
Soviel ich weiss gibt es in Schweden dieses Modell schon länger. Es hat dazu geführt, dass sehr viele Männer Erziehungsurlaub nehmen. Und da das dort mehr oder weniger "normal" ist, macht es für einen Personalchef wenig Sinn, die Einstellungs vom Geschlecht abhängig vzu machen.
Naja, ehrlich gesagt glaube ich es trotzdem nicht, dass sich da groß was ändert, und wenn, macht es das Gesetz auch nicht sozialer ;-). Dass Frauen mehr Chancen bekommen sollten, finde ich natürlich auch, aber Druckmittel sind m.E. einfach nicht das Richtige. Eine venünftige Kinderbetreuungssituation wäre meiner Meinung nach effektiver und gerechter, weil man/frau dann wirklich die Wahl hätte.
Und wenn ich richtig informiert bin, gibt es in Schweden nur 6 % Arbeitslose, da ist der Druck auch wesentlich geringer!
Edit: Ich habe grade noch was gefunden, dass so ungefähr meine Meinung wiedergibt:
Das Elterngeld allein kann sicher keine grundsätzliche Veränderung in der Gesellschaft bewirken, stellt aber eine wichtige Voraussetzung gerade für junge Paare dar, sich überhaupt für das erste und weitere Kinder zu entscheiden. Für den Erfolg einer neuen Familienpolitik entscheidend wird jedoch sein, inwiefern es gelingen kann und wird, die neue Leistung mit anderen politischen Maßnahmen wie Kinderbetreuung und frühkindlicher Förderung sowie den Anforderungen einer modernen Arbeitswelt zu verbinden.
Ursula von der Leyen sieht sich mit ihren Plänen zum neuen Elterngeld großer Kritik nicht nur von Verbänden und Vereinen ausgesetzt, auch aus den eigenen Reihen wird Widerstand gegen ihr Vorhaben geleistet. So nennt der nordrhein-westfälische Familienminister Armin Laschet (CDU) das geplante Gesetz „unausgegoren und unsozial“. Es sei der falsche Weg, Alleinerziehende und unverheiratete Paaren von den Zuschüssen auszuschließen (11). Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers kritisiert, dass der Staat mit dem Elterngeld ein bestimmtes Familienbild vorgebe (12). Er hält das Elterngeld für verfassungswidrig und unsozial, weil der Staat damit zu sehr in das Selbstbestimmungsrecht des Bürgers eingreife (13).
Auch der Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzynski und führende katholische Verbände haben sich dafür ausgesprochen, Eltern eine Wahlmöglichkeit zwischen Elterngeld und Erziehungsgeld einzuräumen. Erst durch diese Wahlmöglichkeit könne man die befürchteten sozialen Benachteiligungen von Geringverdienern und Mehrkindfamilien durch das Elterngeld vermeiden.
Familienpolitik muss Müttern und Vätern eine Wahlfreiheit bei der Entscheidung für einen Lebensentwurf lassen und alle Familienmodelle ermöglichen, so das Urteil der Verbände. Dafür seien sowohl das Elterngeld als auch das Erziehungsgeld notwendig (14).
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Wenn er es nicht tut, dann bekommt er sein Gehalt, ich auch, weil mir nur einem Gehalt könne wir nicht leben UND ich muss mein Kind anderweitig betreuen lassen, obwohl ich ganz persönlich 1 Jahr zu Hause bei meinem Kind bleiben will. Und das ist ja eher unterer Durchschnitt. :roll:
Heut kann ich sagen: "ich nehme die 2 Jahre Regelung", später kann ich das nicht, denn mein Freund KANN KEINE ELTERNZEIT NEHMEN; WEN ER DANACH NICHT ARBEITSLOS SEIN WILL. Und das ist keine Ausnahme!!!!
Ich finde es super, dass ich ab 2007 mehr Geld bekomme, denn ich habe keinen KlischeeMann, der Unsummen mehr verdient als ich. Ich weiss, dass es mir das noch mehr Kinder bekommen erleichter, keien Frage. Da fällt mir die Entscheidung viiiiel leichter. Insofern finde ich es toll. Aber ich weiss auch, dass ich eher zu den Wenigen gehöre, die schon so früh wieder arbeiten. schau mal spassenshalber im Forum umher: es gibt einige, die recht schnell bereits nach sehr kurzer Zeit wieder arbeiten mussten, dann einige die nach ungefähr nem Jahr wieder starteten, aber das sind schon eher wenige Userinnen hier. Und nun stelle ich mir das mal bildlich vor:
Das Kind wird 11 Monate und nun bleibt Papa zu Hause und Mama geht wieder arbeiten. Der AG von Papa hat keinen Ersatz, sondern versucht die 2 Monate so zu überstehen. Aber beide Eltern möchten eigentlich 2 Jahre voll und ganz für ihr Kind da sein können. Nun ja, man darf ja die Kohle auch auf 2 Jahre verteilen, ABER der Mann muss im ersten Jahr die Elternzeit nehmen. Zumidnest hab ich das bisher so gelsen, denn sonst besteht ja keine Garantie, dass er es später noch macht - es kann ja immer sonstwas dazwischen kommen - aber nur dann hat man ja überhaupt das Anrecht auf die 12 MOnate Kohle - ob nun auf 1 oder auf 2 ahre verteilt ist ja dabei irrelevant. Oh Gott, was für ein chaos. Das heisst nach 2 Monaten geht Papa wieder arbeiten und Mama geht wieder in Elternzeit, denn mit nur 67% Elterngeld allein können Mama und Papa es einfach nciht schaffen. Der AG von Mama freut sich sehr, denn er musste die Elternzeitvertretung solange entweder zusätzlich bezahlen und von vornherein eien Vereinbarung treffen nach de rsie 2 Monate aussetzen muss? :roll: Wie realistisch. :???: :roll:
Ich finde es toll, wenn Papa zu Hause bleibt und auch einen Teil der Elternzeit wahr nimmt. Ist bestimmt für den Nachwuchs auch total super. Aber in meinen Augen ist das durchaus Erpressung und zwar für die, die die Kohle echt brauchen und ie gesamte Elternzeit vorher knallhart kalkulieren müssen. Ist einfach so. :traurig04:
EDIT: NAtürlich ist es einfacher, wenn Papa nach den 2 Monaten noch länger in Elternzeit bleibt, aber was wenn Mama oder Papa oder beide das einfach nicht wollen? Und da seht ihr den Druck nicht? Dann bin ich scheinbar übersensibel. :biggrin:
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Sorry, konnte das WE über nicht ins Netz.
Unsere Situation ist ein bißchen verkorkst. Wir haben nebenbei noch ein kleines Unternehmen, das aber mehr schlecht als recht läuft und im Grunde nur sich selbst trägt und daher nicht als Einkommensquelle bezeichnet werden kann. Mein Mann war also selbständig. Da ich aber effektiv die einzige bin, die Geld nach Hause bringt, haben wir uns damals folgendes überlegt. Das Geschäft wird auf meinen Namen angemeldet (Nebentätigkeitsgenehmigung habe ich natürl beim AG eingeholt) und mein Mann meldet sich arbeitslos. Das haben wir allein aus dem Grund gemacht, damit es dann keine großen Schererein gibt, wenn er die Elternzeit nimmt, von wegen nachweisen, daß man nicht mehr als 30 Stunden arbeitet blablubb. Er hat also dann Elternzeit genommen und ist somit, wenn man so will, nicht mehr arbeitslos. Wir bekommen geradeso volles Elterngeld.
Ich habe mir allerdings schon mal durchgerechnet, wie unsere finanzielle Lage wäre, würde ich beim nächsten Kind mit 67% des Netto zu Hause bleiben. Zusammen mit 2x Kindergeld hätten wir dann ca. 1200 EUR. Ginge ich wieder arbeiten nach dem Mutterschutz hätten wir mein komplettes Gehalt, 2 x Kindergeld und 300 EUR Erzeihungsgeld und somit ca. 1900 EUR. Ich ahne schlimmes. Mein Mann sagt schon, er würde meine Arbeit machen. Aber ich glaube nicht, daß meine Chefs ihn als adäquaten Ersatz akzeptieren.
Die Regelung geht eben davon aus, daß beide Elternteile voll beschäftigt sind. Geradezu utopisch zumindest hier in unserer Region.
Alles Liebe
Jana
P.S.: Stillen und arbeiten gehen, schließt sich nicht gegenseitig aus.
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Lore, in der Tat hab ich alle Beiträge "gelesen", hab allerdings als Zaungast hier selbstverständlich die ganzen "Eventualitäten", "Sonderfälle" und "Härtefälle" nicht auf die Schnelle geblickt. Darum ging es nach der Formulierung im Eingangsposting ja gar nicht (so wie ich das verstanden habe). Wenn dieser Thread nur für spezielle Änderungen einzelner Betroffener gedacht war (und nicht auch für prinzipielle Betrachtungen), halte ich mich aus der Diskussion raus.
Im Übrigen hatte ich wohl gelesen und verstanden, was du selber noch einmal zitiert hast, aber auch, dass dein Mann eben nicht Elternzeit nehmen kann, weil es seine Arbeitsplatzsituation nicht zulässt. Und das ist meiner Meinung nach genau der Punkt, dass man nämlich von einem Mann erwartet, dass er wegen des Kinderkriegens seine Arbeit höchstens drei Tage niederlegt, aber um Himmels Willen doch keine zwei Monate oder noch länger.
Die Erwartungshaltung eines AG bezüglich Verfügbarkeit eines Arbeitnehmers ist bei Frauen und Männern unterschiedlich, und das ein wenig zu Unrecht. Nicht völlig zu Unrecht, aber doch ein wenig.
Es ist halt eine höchst traurige Tatsache, dass selbst Väter, die das gerne möchten, nicht in Elternteilzeit gehen können, weil sie um ihren Arbeitsplatz bangen müssen. Und würde eine Frau diesen Arbeitsplatz bekleiden, wäre sie entweder kinder- oder arbeitslos :shock: Das kann es doch nicht sein, oder? Mehr Rechte sowohl den Vätern als auch den Müttern, hätte ich da gesagt. Vielleicht müsste man bei den Arbeitgebern ansetzen?
Das mit dem Zwang hat übrigens steffii zwei, drei Postings weiter oben gut beschrieben, auch das hab ich gelesen und verstanden ;-)
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So ist das nicht gemeint. Aber
1. Mein Freund KÖNNTE ja durchaus Elternzeit nehmen, würde er auch gern, aber dann kann er sich gleich nach einem anderen Arbeitsplatz umsehen. Nicht weil er ein Mann ist, sondern weil unsere Situation nun mal so ist. Und das ist nun mal kein Einzelfall. ich hingegen kann Elternzeit nehmen,ohne dass ich gleich gemobbt werde.... also wäre doch der logische schluss: ich nehme, mein Freund muss eben verzichten. Aber diese freie Entscheidung wird uns teilweis egenommen, weil wir eben andererseits auf das Geld angewiesen sind.
2. Find eich den Ansatz gut, Männern die Möglichkeit zu geben, aber die Möglichkeit muss eine Wahlmöglichkeit bleiben und darf nicht in einen Kontext gebracht werden, wo es zum Zwang wird, weil es wirtschaftlich anders nicht tragbar ist.
3. stört mich daran genau das Wort, was du zufälligerweise auch benutzt hast. VERLANGEN. Ich will das von meinem Mann gar nciht verlangen (müssen), wie kann es dann der Staat wollen oder können. *grummel*
Ich führe ja mein Bsp auch nur so vehement und penetrant an :biggrin: , weil es mich tierrisch anstinkt, (damit meine ich nciht dich lila), dass sowas imemr als Ausnahmefall hingestellt wird. Und da sist er eben leider nicht.
Scheinbar, Aber wie? Hast du ne schicke Idee?
Jana, dir wollte ich auch noch was schreiben, aber ich komm jetzt nciht mehr dazu,. :biggrin: Mach ich später. Ich wollte das aber wneigstens dazu schreiben, nciht dass du denkst, ich bin beklopft. ;-)
LG, Lore
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Ansonsten liegen wir da nicht so weit auseinander, glaub ich.
Und beim Arbeitgeber ansetzen: Eine steuerliche Begünstigung für Karenzvertretungen, egal ob Männlein oder Weiblein?
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Jana, ja klingt kompliziert. So ausgefeilt ist das ja dummerweise noch nicht, dass man da schon genauer kalkulieren könnte. :???:
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Ob zu unrecht oder nicht ist irrelevant. Hier zählt einzig die Konsequenz und die heisst nun einmal: Im Zweifel stelle ich doch lieber einen Mann ein und natürlich besetze ich meine Führungspositionen nicht mit Frauen, die einfach mal so verschwinden um dann irgendwann (vielleicht) mal wieder im Arbeitsleben aufzutauchen. Was war noch gleich mal der Grund, warum Akademikerinnen viel zu wenig Kinder bekommen? Zumindest zur Lösung dieses Problems stellt das neue Elterngeld m.E. einen Schritt in die richtige Richtung dar. Dass es immer Sonderfälle gibt, die man anders regeln sollte, ist davon unbenommen.
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Natürlich ist das nicht gerecht verteilt, aber ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, was dieses Gesetz daran ändern soll. Auch weiterhin wird es so bleiben, dass eine Frau auf jeden Fall mindestens die 8 Wochen nach der Geburt ausfällt. Im Gegenzug zur Frau kann der Mann zu Hause bleiben, muß aber nicht (rein gebärtechnisch betrachtet). Und wenn er in einer Führungsposition ist, kann er es sich auch leisten, auf die zwei Monate Elterngeld zu verzichten. Warum also sollte ein Arbeitgeber plötzlich Männer als Führungskräfte nicht mehr bevorzugen? Sorry, vielleicht stehe ich ja wirklich auf der Leitung, ich meine das auch nicht provokativ, aber ich verstehe die Logik nicht.
Letztendlich sind auf jeden Fall diejenigen die Dummen, die auf das Geld dringend angewiesen sind. Und ob das jetzt wirklich Sonderfälle und Ausnahmen sind möchte ich mal stark anzweifeln.
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Das Paar (meine Kollegin), die ich heir mal angeführt habe, wo sich beide die 3 Jahre teilen: naja, die sind beide Beamte und verdienen stattlich!!! Klar haben die auch einen Lebensstandard, den sie weiterführen wollen, aber sie haben relativ wahrscheinlich eher Ersparnisse als ich :biggrin: , von denen sie mal 2 Monate zehren können und dann geht der Mann auch nicht in Elternzeit. :cool:
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Ihr dürft ja nicht vergessen, dass da momentan die triste Situation auf dem Arbeitsmarkt reinspielt. In anderen Zeiten denkt sich ein Elternzeit-williger Vater vielleicht: "Naja und wenn schon, dann such ich hinterher halt eine andere Arbeit, wollte mich sowieso mal beruflich verändern/verbessern", nutzt die Zeit (neben Kinder, Kirche, Küche :biggrin:) auch für Fortbildung und zieht das durch, auch wenn der Chef sich nach dem Wiedereinstieg quer zu stellen droht.
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Das ein solches Gesetz nicht hinreichend ist, um Frauen die gleichen Karrierechancen zu geben als Männer ist mir schon klar. Ich sehe es bezüglich dieses Aspekts trotzdem als Schritt in die richtige Richtung an und zwar deswegen, weil ich davon ausgehe, dass einfach prozentual deutlich mehr Männer als heute Erziehungsurlaub nehmen werden. Dann muss jemand, der eine Stelle als Führungskraft zu besetzen hat einfach eher damit rechnen, dass ihm das bei einem Mann auch passiert.
Soviel ich weiss gibt es in Schweden dieses Modell schon länger. Es hat dazu geführt, dass sehr viele Männer Erziehungsurlaub nehmen. Und da das dort mehr oder weniger "normal" ist, macht es für einen Personalchef wenig Sinn, die Einstellungs vom Geschlecht abhängig vzu machen.
511
Und wenn ich richtig informiert bin, gibt es in Schweden nur 6 % Arbeitslose, da ist der Druck auch wesentlich geringer!
Edit: Ich habe grade noch was gefunden, dass so ungefähr meine Meinung wiedergibt: