Telearbeit

LoreleiLorelei

4,536

bearbeitet 2. 05. 2006, 16:02 in Plauderecke
Hey Mädels,

mein Ole ist seit Januar in der Kita, ich arbeite täglich 5 Stunden und an sich passt das super. Ole fühlt sich enorm wohl in der Kita und ich fühle mich wohl ihn dort zu lassen. Das heisst grundsätzlich ist die Situation super und müsste nicht verändert werden. Allerdings ist Ole dauerhaft krank. :???: Seit Februar waren wir ca 6 Wochen zu Hause und dazwischen war er auch immer leicht erkältet. Das heisst: die 20 Tage, die man unbezahlt vom AG freigestellt wird und in denen man einen Teilausgleich der KK bekommt, sind futsch und unser Urlaub muss dran glauben. Wir haben doch gerade mal Mai, was soll das nur werden.
Er geht absolut kuriert in die Kita, aber logischerweise hat imme rirgend ein Kind Rotz und Bupp hat Ole es auch wieder.... Infekte, Bindehautentzündung, Bronchitis, Angina.... *argh* ... Nun arbeite ich im öD und habe die Möglichkeit Telearbeit zu machen. Das heisst ich würde zu Hause einen Arbeitsplatz gestellt bekommen und würde die Arbeitszeit aufteilen. Theoretisch super: auch wenn Ole krank wär, könnte ich arbeiten. Wenn er krank ist, pennt er eh fast den ganzen Tag und ich langweile mich zu Tode!!! Also für Krankheit wäre es ideal. Mein AG befürtwortet es auch, ich würde das OK bekommen. Allerdings hab ich echt Zweifel, ob ich das wirklich so toll finden soll. Meine Kollegin, deren Sohn auch knappe 16 Monate alt ist, kommt im Oktober wieder zurück aus der Elternzeit, aber auch nur, wenn sie Telearbeit machen kann. Sie findet das super und will sich die Wegezeiten sparen. Klar, die spart man sich, keine Frage, aber was mir "angst" macht ist der Verlust der sozialen Kontakte, "Vereinsamung", man ist doch immer vom Kommunikationsfluss abgeschnitten, denn die wirklich wichtigen Dinge kommen eben nicht per Rundmail oder so sondern per Buschfunk. Das sind eben die dagegen sprechenden Argumente.
E sgibt doch hier eingie, die zwar keine klassische Telearbeit machen, aber doch irgendwie homeoffice betreiben etc.?!?! Helft mir mal: was ist gut, was ist schlecht. Oder ihr anderen: würdet ihr oder überwiegen die negativen Aspekte? Ich kann mich echt nicht entscheiden, kein Witz. Ich weiss, dass es Viele gibt, die sich freuen würden, wäre es so einfach für sie Telearbeit zu machen, aber ich bin hin- und hergerissen. Dazu sagen muss ich: man kann nicht sagen: ich versuch es mal und schaue dann ob es passt. Man muss sich immer auf ein Jahr festlegen.

Freu mich auf eure Anregungen.

LG, Lore

Kommentare

  • dr. boyerdr. boyer

    1,300

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hier im Haus sind die Telearbeitsplätze heiß begehrt. Z.B. arbeiten viele Programmierer gerne zu Hause, da sie sich da besser konzentrieren können, weil z.B. kein Telefon klingelt oder immer irgendeiner zur Tür hereingeschneit kommt. Aber 100% Telearbeit gibt es nicht, sie sollte etwa 1/3 der Gesamt-Arbeitszeit betragen. Das finde ich nicht schlecht, denn man bleibt so besser mit den Kollegen in Kontakt.

    Wäre es nicht möglich, dass Du einen Telearbeitsplatz einrichtest und nur einen Teil der Arbeit zu Hause machst? So könntest Du ja, z.B. wenn Ole krank ist 2 Wochen komplett Tele arbeiten und ansonsten einen Tag in der Woche.
  • HjördisHjördis

    2,857

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ein Jahr ist doch ne absehbare Zeit! (Elternzeit war in etwa genauso lang ;-) ). Außerdem: Ist da nicht immer ein Tag in der Woche, bei dem man doch auf Arbeit erscheinen muss?
  • LoreleiLorelei

    4,536

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Dr. Boyer, Telearbeit bedeutet IMMER die Arbeitszeit aufzuteilen ;-) , ABER man muss mehr Zeit zu Hause arbeiten als im Unternehmen/ der Dineststelle, mindestens aber 50% da sich die Anschaffungskosten ansonsten nicht rentieren. Eine Woche so und eine Woche so.. das ginge wohl, wenn Ole krank wär. Die Regel sollte bei mir aber sein, dass ich ca. 3 Tage die Woche zu Hause wäre und 2 Tage in der Dienststelle.
    Das ist schon super, klar, aber ANKE, das eine Jahr Elternzeit ist ein bissel was Anderes, als zwar zu arbeiten, aber die Kollegen und Mitarbeiter, denen man teilweis euach vorsteht nicht zu sehen.

    Der Vorteil vom arbeiten gehen ist auch: ich mache Feierabend, den ich pünktlich machen MUSS; da Ole ja abgeholt werden will, und dann lasse ich die Arbeit hinter mir. Zu Hause - das weiss ich Arbeitstier ja jetzt schon - arbeite ich bestimmt länger :roll: und die Arbeit liegt hal timmer verfügbar und man hat auch den gedanklichen CUT nicht. Gerade was diesen Aspekt betrifft hoffe ich ja auf Erfahrungsberichte hier.

    Ansonsten habt ihr natürlich Recht: Schöne Sache!

    LG, Lore
  • dr. boyerdr. boyer

    1,300

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Kollegen haben ein bißchen ihre Probleme mit dem Feierabend machen. Sie arbeiten z.T. auch abends oder am WE unentgeltlich. Das mit dem "Cut" hängt wohl auch von der Person selbst ab und was man für einen Job macht und wie stark man sich damit identifiziert. Ich persönlich hätte zu Hause wahrscheinlich ein Motivationsproblem, denn es gibt ja immer soooo viel anderes zu tun.
  • ChristaTChristaT

    554

    bearbeitet 2. 05. 2006, 16:49
    Lorelei, mit eigener Erfahrung kann ich dir nicht dienen. Aber eine fruehere Kollegin (und Freundin) von mir hat das gemacht, als wir noch zusammen gearbeitet haben (auch oeD), und wir haben uns auch oefter darueber unterhalten. Sie musste nur an einem Tag zur Arbeit kommen, und da auch nur halbtags. Sie hatte aber auch vorher nur eine Halbtagsstelle.

    Wir haben zwar oefter gemailt und/oder telefoniert, aber ihr fehlte schon der Kontakt, denn gerade durch die Halbtagsstelle und durch die Art der Arbeit waeren mehr Absprachen notwendig gewesen. Gut war fuer sie natuerlich, dass sie sich nicht um die Unterbringung ihres Sohnes kuemmern musste.

    Vorteil aus AG-Sicht: wenn man zu Hause z.B. 4 Stunden arbeitet, dann sind das effektive 4 Stunden. Wenn man aber 4 Stunden im Buero ist, kommt auch noch Smalltalk u.ae. dazu, bzw. wird davon abgezogen. ;-)

    Was bei meiner Freundin etwas problematisch war: das Baby (sie hat gleich nach dem Mutterschutz damit angefangen) wusste ja nicht, dass Mama arbeiten muss, es wurde ja nach Bedarf gestillt, und so kam es auch, dass sie teilweise nur 15-30 Minuten am Stueck arbeiten konnte. Je nach Art der Arbeit, die man macht, ist es etwas anstrengend.

    Als Lehrerin kann ich nun Telearbeit vergessen ... :sad:

    Eine Frage zu deinem Telearbeitsplatz, denn du sagtest, du hast mindestens 50% Praesenzzeit, weil sich sonst die Anschaffungskosten nicht rentieren. MUSS denn etwas angeschafft werden? Benoetigst du so viel zu Hause? Bei meiner Freundin war das so, dass sie nur einen Rechner, den wir sowieso "ueber" hatten, nach Hause mitgenommen hat, aber selbst, wenn man einen neuen Rechner kaufen muesste, kosten die heutzutage ja nicht mehr die Welt. Bueromoebel z.B. brauchte sie nicht, und sonstige Hardware (Drucker, Modem) hat sie ihre eigene benutzt. Ich weiss ja nun nicht, was du machst, ob man da mehr braucht.
  • LoreleiLorelei

    4,536

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich bin bei der Bundeswehr beschäftigt und emin Job entspricht einer recht hohen Sicherheitsstufe, weil ich unter anderem mit Personaldaten hantiere. PC und sämtliche Unterlagen müssen weggeschlossen werden können und ich darf keinen Tisch benutzen, den ich auch so benutzen würde. Ausserdem gibt es recht enge Arbeitsplatzvorschriften, die an meinem Arbeitsplatz, den ich zu Hause habe, nicht hinhauen würden. Der dienstliche Arbeitsplatz würde in einem Erker im Schlafzimmer eingerichtet werden.
    Bei den Anschaffungskosten geht es auch nicht nur um Möbel, Laptop und so, sondern vielmehr um das Legen von teuren Leitungen etc.
    Und ich habe nicht mindestens 50% Präsenzzeit, sondern eher andersherum mindestens 50% Abwesenheitszeit, also Arbeitszeit zu Hause. ;-)

    Hmm... das bestätigt ja auch etwas meine Bedenken bzgl. des Feierabends, den man sich auferlegen muss. ... Wie würdet ihr euch denn entscheiden???
    Ich muss auch dazu sagen,d ass ich mich teilweise in dem Jahr Elternzeit zu Hause echt gelangweilt habe. Ich hab halt auch ein sehr sehr unkompliziertes Kind. Er schläft MIttags seine 3 Stunden und spielt auch viel allein - da will er dann auch echt allein spielen. Und ich hab in dem Jahr gemerkt, wie meine Kommunikationsfähigkeit eingerostet ist und regelrecht erst wieder auftauen muss.
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