Um ehrlich zu sein finde ich die ganze Geschichte ein wenig merkwürdig. Da versuchen sogenannte finnische Experten mit ihren Spürhunden wochenlang den Bären lebend zu fangen und verlieren die Spur immer wieder. Aber einen Tag bevor der Arme zum Abschuss freigegeben wird, erledigen ihn zwei Hobby-Jäger und mussten ihn noch nicht mal lange suchen.
Ich bin mal gespannt ob den beiden jetzt Wilderei angehängt wird. In Tirol hätten sie ihn ja heute schon erschiessen dürfen. Aber in Bayern droht ihnen dafür u. U. bis zu 5 Jahre Haft, wenn's nicht Notwehr war. Das haben's heute im Radio erzählt.
ich finds auch sehr traurig! Und mal wieder typisch für unsere Zivilisation... Bären sind, obwohl sie in in Siedlungen kommen (was sie früher auch getan haben), menschenscheu. Anscheinend haben ja mehrere Wanderer den Bär von Weitem gesehen und sind nie angegriffen worden.
Unmöglich, ihn nach dieser angeblichen wochenlangen Verfolgungsaktion jetzt einfach zu erschießen... Ein Betäubungsgewehr und ein Transport in eine Gegend, wo der Bär Bär sein darf, hätte es völlig getan!
Das verstehe ich halt auch nicht, warum hat man das Tier nicht mit dem Betäubungsgewehr lahmgelegt und an einen anderen Ort gebracht!?
Zur Menschenscheuheit hatten sie eben im Fernseher gesagt, dass es eben dieser Braunbär nicht mehr sein, da er immer mehr in die Nähe der Menschen vordrang.
Ich finde die Geschichte echt traurig. Der BÄr weiß doch nicht, dass er unerwünscht ist. JEtzt wollen sie ihn auch noch ausstopfen. Eine "tolle" Trophäe"! :table2:
Ich habe gehört, dass die bayrischen (sich wohl unter Notwehr befundenen) Jäger aus 150 m Entfernung den Bären erlegt haben.
Ansonsten finde ich die Sache sehr sehr merkwürdig. Schade um den Bären, der anscheinend einem Artenschutzprojekt entstammte.
Und freuen würde mich, wenn die postmortalen Analysen ergäben, dass der erlegte Bär überhaupt nicht Bruno war.
Ist schon seltsam. Die ganze Zeit wird der Bär nicht gefunden. Ist er zum Abschuß freigegeben, dann finden sie ihn sofort.
Frag mich nur, wie die Bevölkerung in anderen Ländern überlebt, wo sie eine natürliche Bärenpopulation haben :roll: . Lauter Gefahren für die Menschen da *Ironie off*
Da machen sich einige die Mühe und wildern Bären aus, um die Art zu erhalten und dann kommt ein Bayer und erschießt ihn :fies02: . Ich dachte bis jetzt, mit Stäuber ist die Spitze des "Eisberges" erreicht, falsch gedacht, heute wurde er noch getoppt.
Wie würdet ihr wohl drüber denken, wenn ihr in der Gegend leben würdet? Wenn es Eure Schafe und Ziegen und Hühner wären und er ganz in Eure Nähe gekommen wäre ?
Ich finde es ok, wenn auch traurig. Stellt Euch mal vor, es wäre was schlimmeres passiert. Dann hätte es wieder geheißen: Boah, den hätte man erschießen müssen....
Ich hätte ihn als Politiker wohl auch zum Abschuß freigegeben, wenn die Versuche, ihn lebend zu fangen, gescheitert wären.
Armer Bär! Er ist doch nicht den Menschen immer näher gekommen, sondern die Menschen sind in seinen Lebensraum eingedrungen.
Makaber finde ich auch, dass sie ihn jetzt ausstopfen wollen und neben den (ich glaube) vor 150 letzten lebenden/toten Bären in Bayern ausstellen wollen.
In den Nachrichten hatten sie gesagt das man mit einen Betäubungsgewehr hätte näher rangemusst, aber aus 150m Entfernung, muuutig! :flaming01: :flaming01: :flaming01: :flaming01:
Seltsam vorher wußte keiner wo er war und plötzlich wie ein Geist taucht er auf, weil er zum Abschuss freigegeben war.......... :???: :???: :???: :???: :???: :???:
Ich finde es ehrlich gesagt merkwürdig, dass die Schlagzeilen seit Wochen voll sind mit diesem Bärenkram. Sorry, aber es gibt Wichtigeres auf der Welt. :roll:
Ich hab gestern im Internet etwas gelesen, in der Art: "In Kärnten spazieren die Bären an Kindergärten vorbei, das ist gang und gebe und keiner stört sich dran, und in Bayern flippen alle aus." Naja. Ich glaube nicht, dass es mir gefallen würde, wenn ein Bär am Kindergarten vorbeispazieren würde! :oops: Bären sind gefährliche Tiere, und nur weil dieser eine Bär Bruno hieß und bekannt wurde, heißt das noch lange nicht, dass er ein liebes Tier war. Klar ist es traurig, dass er erschossen wurde, aber mich regt das nicht besonders auf. Ich wäre ihm auch nicht gerne begenet...
Typisch Sommerloch. Viel Wirbel um einen Bären. Als gäbe es nichts anderes, über das man berichten könnte.
Typisch Sommerloch. Viel Wirbel um einen Bären. Als gäbe es nichts anderes, über das man berichten könnte.
Ist doch "schön", wenn sich alles mal "nur" um einen Bären handelt, statt um zig Tote nach einem Bombenangriff in Palästina?!? (Unbenommen der Tatsache, dass ich die Vorgehensweise - typisch Bayern :twisted: - mal wieder reichlich seltsam finde.)
Klar. Nur es gibt so einiges auf der Welt, von dem der Durchschnittsbürger nie etwas hört - darüber könnte doch mal berichtet werden.
Wäre informativer und sinnvoller, als täglich die Schlagzeilen mit diesem Bärenthema zu füllen.
Da gebe ich dir vollkommen Recht. Es gäbe so vieles, über das man schreiben könnte. Aber mal im Ernst: Interessiert es den durchschnittlichen Bild-Leser, wieviel Regenwald täglich abgeholzt wird? Zum einen ist das nichts mehr Neues und zum anderen steht der Regenwald nicht vor der eigenen Haustür. Oder dass wieder vermehrt Wale abgeschossen werden? Ist ja nicht vor der Haustür - im Gegensatz zu dem Bären. :traurig04:
Armer Bär! Er ist doch nicht den Menschen immer näher gekommen, sondern die Menschen sind in seinen Lebensraum eingedrungen
Das ist nicht ganz richtig - er ist nachts durch Kochl am See marschiert.
Ich finde es auch traurig, daß er abgeschossen wurde dun es nicht gelungen ist, ihn zu betäuben und woanderst auszusetzen. Aber wenn ich damit rechnen müßte, daß er in meinem Vorgarten auftaucht, dann hätte ich auch Schiss und wenn er meine Schafe reissen würde, wäre ich wahrscheinlich auch sauer. Er hat ja nicht aus Hunger eins gerissen und gefressen, sondern jedesmal mehrere gekillt und liegengelassen.
:shock: Ach ja? Komischerweise kenn ich nicht einen wegen des Bären ausgeflippen Bayern! Wieso meint ihr, nur weil manche Exemplare noch "Krachlederne" tragen (oft zu Showzwecken, damit Restdeutschland wieder was zu lachen hat und nicht vor der eigenen Tür kehren muss) hier sofort losgeballert wird, weil wir zu friedlichen Lösungen nicht fähig sind? Wir waren letzes WE im Grenzgebiet unterwegs und auch da war keiner hysterisch. Das war eine politische Entscheidung - nichts anders. Mit Bayern hat das nur zufällig was zu tun. Soviel dazu.
Im Spiegel war zu lesen, daß der Bär Sohn einer schon sehr zutraulichen Mutter war und deren Verhalten natürlich übernommen hat. Die vielen Tiere, die er aufgebrochen hat, wurden deshalb nur einmal angefressen, weil er statt seiner Mutter mal einen Verprellungsschuss abbekommen hat und somit gelernt hat: Wer zweimal ins gleiche Schaf beißt, dem brennt bald der Pelz"
Also hat er immer frische Viecher gerissen - Warum es allerdings so viele waren, das weiß nur der Bär ...
München - "Dass ausgerechnet er, der erste Bär seit 170 Jahren in Bayern, ein Risikobär ist, ist frustrierend. Wie oft hab' ich geflucht: 'Du Depp, warum verhältst du dich so, dass du so ein Risiko bist?'" Bayerns Bärenbeauftragter Manfred Wölfl hätte sich so sehr einen "normalen Bären" gewünscht. Einen, der zurückgezogen in den Wäldern lebt und den Menschen scheut. Doch Bruno hielt sich so gar nicht an die üblichen Verhaltensweisen wilder Bären, wie sie zu Dutzenden in Italien und Österreich leben. Bruno suchte stets die Nähe der Menschen, um dort Schafe zu reißen und in Hühner- und Hasenställe einzubrechen.
Nach Einschätzung der Behörden wuchs dabei auch ständig die Gefahr, dass Bruno einen Menschen angreifen könnte. Deswegen wurde er am heute Morgen unweit des oberbayerischen Spitzingsees von Jägern erschossen. DNA-Vergleiche hatten gezeigt, woher Bruno sein auffälliges Verhalten hatte. Der Wildbiologe Andreas König von der Technischen Universität in Freising brachte es auf den Punkt: "Den ganzen Unsinn hat ihm die Mutter beigebracht." Bruno war ein Sohn der Bärin Jurka, die im Südtiroler Adamello-Brenta-Naturpark lebt. Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums gilt auch sie dort als Problembärin. Brunos Vater war Joze, ein ebenfalls aus dem EU-Wiederansiedelungsprojekt "LIFE" stammenden Tier. Aus den beiden Anfangsbuchstaben der Eltern ergab sich die Bezeichnung JJ1 für Bruno. Er war der Erstgeborene und hatte noch einen Zwillingsbruder, JJ2 genannt, der nach Zwischenfällen in der Schweiz auch als Problembär gilt und seit einigen Wochen verschollen ist.
Die Jungtiere lernten über die Mutterbindung, wo es etwas zu fressen gibt und wie man sich die Nahrung einfach und ohne großes Risiko beschafft. Die 15 Monate, die Jungtiere bei der Mutter verbringen, seien dabei "äußerst prägend", sagte König. Bruno war erst zwei Jahre alt und somit noch nicht lange von seiner Mutter weg. "Tiere denken ökonomisch", betonte König. Ein Reh zu jagen, sei wesentlich aufwändiger als in einen Stall einzudringen oder Schafe auf der Weide zu töten.
Die Beute ließ er einfach liegen
Bei der wochenlangen Jagd auf Bruno machte den Behörden eine weitere Eigenschaft des Problembären zu schaffen, die er von seiner Mutter übernommen hat. Bruno kehrte nie an den Ort zurück, wo er Beute gemacht hatte. Was er nicht sofort fressen wollte oder konnte, ließ er einfach liegen und machte sich aus dem Staub. Daher war es für die Jäger äußerst schwierig zu erahnen, wohin sich Bruno bewegen würde. Seine Wanderungen führten ihn denn auch im Zickzack-Kurs durch das bayerisch-österreichische Grenzgebiet.
Umweltministeriumssprecher Roland Eichhorn erklärte: "er Bär hat einmal eine Vergrämungsaktion bei der Mutter miterlebt, die aber schief gelaufen ist." Das Muttertier wollte damals mit den Jungbären zu seiner Beute zurückkehren, die es am Vortag gerissen hatte. "Als die Gummigeschosse, die das Muttertier vergrämen sollten, auf den Bären einprallten, lernte er: 'Komme ich ein Mal, gibt es Fressen, aber wenn ich ein zweites Mal zurückkehre, gibt es Ärger'", sagte Eichhorn.
Nachdem Bruno nun erlegt wurde, hofft der amtliche Bärenbeauftragte Wölfl auf "vernünftigere» Nachfolger" in der Zukunft. Bayern habe keine prinzipiellen Probleme mit Bären, betonte er in den Wochen der Suche nach Bruno immer wieder, nur dieser spezielle Risikobär sei eben zu gefährlich. Die Umweltstiftung WWF Deutschland rechnet damit, dass schon kommendes Jahr weitere Bären nach Bayern einwandern werden. Nach Angaben des WWF-Artenschutzexperten Roland Melisch wachsen derzeit im Trentino in Italien fünf neue Jungbären auf. Drei davon sind allerdings Halbbrüder von Bruno - und wie sich die Erziehung durch Bärenmutter Jurka auswirkt, hat Bayern ja gerade erst erlebt.
ist für mich nicht so ganz einfach zu beantworten :???:
Wie immer wurde auch in diesem Fall mächtig durch die Presse polarisiert.
Zuerst ist der Bär eine Attraktion, dann ist er eine Gefahr, im i-net kursiert zu Stoiber's Hauptbahnhof-Eröffnungs-Rede nun dir Rede über den 'Problembär'.
Jeder lacht; Sympathien entwickeln sich - der freche Bär, der alle austrickst...
Und nun die Nachricht, dass das Bärchen, das uns über Wochen regelrecht ans Herz gewachsen ist einfach abgeknallt wurde - WIE GEMEIN !
und nun wieder zu meinen ersten Worten: schwer zu sagen!
Hätte ich heute zum ersten Mal vom Abschuss eines Bären erfahren, der gefährlich nah an Menschen herankam und bereits viele Schafe getötet und 'nur' angenagt hat ... wer weiss, vielleicht hätten mir die Schafe leid getan und ich hätte den Abschuss befürwortet...
Ich find's schade, das es so enden mußte... :sad: und auch seltsam, das die sogenannten Experten es nicht geschafft haben, den Bären zu finden, aber die Jäger sofort 'ins Schwarze' getroffen haben. Kann doch fast nicht sein.
Mein Mann hatte am So die Blind *hüstel* gekauft beim Bäcker, da stand auch zu lesen das der Bär von seiner Mutter 'schlecht erzogen' wurde - sprich, die Bärin hatte sich wohl mit ihren Jungen einer Alm genähert und die dort wohnenden Urlauber fanden das ja soooo süüüüüß daß sie die Tiere gefüttert haben. Dadurch verloren sie ihre Scheu vor Menschen, und deshalb kam Bruno 'uns' auch so nahe. Also wie so oft ein hausgemachtes Problem, unter dem ein Unschuldiger leiden mußte...
und die tiere die er getötet hat? das waren wohl "nur" schafe oder wie?
ein bär ist ein bär und bleibt einer- nichts teddy sondern reißzähne.
und hier ist gar keiner hysterisch gewesen, aber ich möchte euch sehen wenn ein tiger durch die nachbarschaft streift. ist das dann auch so ein süßess katzili wie das teddybärchen?
Sicher ist ein wilder Bär kein Teddy, aber das ist doch echt mal wieder ein Fall von 'mit Kanonen auf Spatzen schiessen', oder? Die Jäger finden ihn gleich und können ihn erschiessen, aber die Leute die ihn betäuben und in einen Tierpark bringen sollten (wo er hätte in Frieden leben können, ohne irgendjemandem zu schaden) waren zu doof dazu?
Es ist doch Fakt das er sich an Menschen noch nicht gewagt hatte. Ob's noch passiert wäre - sicher nur, wenn er sich angegriffen gefühlt hätte. Schafe sind Futter, sorry, ich kann's nicht wirklich anders sehen. Seine Mutter hat es ihm vorgelebt, woher sollte er es besser wissen? Dafür musste er sterben? Sehr unsinnig. Aber definitiv einfach und bequem. Übel ausgerottet. :???:
Nein, mich befriedigt diese Lösung nicht. Ich kann den Hype zwar nicht so ganz nachvollziehen, auch das man jetzt klagen will finde ich übertrieben. Trotzdem glaube ich, es wäre auch anders gegangen.
Aber Hühnerställe stehen nicht mitten in der Pampa sondern in einem Gehöft. und wenn er da reingeht zum plündern, dann halte ich sowas für verdammt nah. :shock: nächstens frisst er den Hofhund und dann ??
Na, er frisst (leider) nichts mehr, aber man kann doch nicht schon wieder mal die Mutter für alles verantwortlich machen. Klar, sie hats ihm beigebracht, aber auch Söhne sollten lernfähig sein und nicht ganz so faul. ;-)
faszinierend bis zu welcher größe bei dir spatzen gehen :biggrin: :knutsch01:
Es ist doch Fakt das er sich an Menschen noch nicht gewagt hatte. Ob's noch passiert wäre - sicher nur, wenn er sich angegriffen gefühlt hätte.
geh davon aus das der tieger der durch dein viertel streift auch noch nicht gebissen hat. lässt du vanessa dann auch draussen spielen ohne angst zu haben?
wenn schafe bärenfutter sind, sind bären auch futter für irgendwenn- großwild reißt seine beute, menschen schießen sie. ich weiß nicht ob jetzt hier auch ein trauerflor für alle schweine, rinder, rehe und hirsche aufgelegt werden sollte. die sind tatsächlich auch zum großteil erschossen worden.
naja, das angebliche krokodil im rhein letztes jahr war lustiger.
allerdings weiß ich nicht, warum ich gegen die tötung des bären sein sollte. europa ist nun mal dicht besiedelt. und im gegensatz zu manch anderen habe ich keine schuldgefühle, wenn ich als mensch die gegend hier als mein lebensraum betrachte. dazu gehört, dass ich raubtiere wie bär, wolf und luchs, die mir gefährlich werden können, nicht in meiner umgebung dulde. mir reichen schon die kampfhunde. ich bin doch nicht wahnsinnig und schaffe für mich zusätzliche bedrohungslagen.
ich würde mal sagen der bär hat pech gehabt, weil die evolution dem menschen ein ass in den ärmel gesteckt hat.
genau- dem reinländer sein krokodil und dem bayern seinen bären,
davon abgesehen, läge das evolutionsass bei bär und kroko, wär das ein toller blickfang. kroko als rotkäppchen im karneval und der bär als lederhosenträger beim schuhplattler
*aufdembodenwälzvorkichern*
geh davon aus das der tieger der durch dein viertel streift auch noch nicht gebissen hat. lässt du vanessa dann auch draussen spielen ohne angst zu haben?
*seufz* Wohl kaum. Aber wer ist auch des nachts draussen auf den Gehöften rumgeschlichen als der Bär unterwegs war? Oder überhaupt? Wer schleicht bei Nacht draussen rum? Meistens keiner. So gesehen ist die Wahrscheinlichkeit recht gering. Und Tiger gab's bei uns noch nie. Bären schon.
Ich gebe übrigens nicht der Mutter die Schuld am falschen Verhalten des Bären, sondern den Menschen die die kleinen Bärenkinder ja ach so süß fanden ohne über die Folgen nachzudenken. DAS finde ich verurteilenswert. Aber sich dann beschweren. Naja. :???:
Von einer Hysterie kann ich auch nicht berichten, ich hab hier keinen Bärenwahn erlebt. Ich find's trotzdem traurig dass er erschossen wurde.
Es ist ein paar Mal erwähnt worden was der Bär im wahrsten Sinne des Wortes schon ausgefressen hat. Ich glaube es wäre nur eine Frage der Zeit bis er sich an Menschen rangetraut hätte. Man hätte ihn auf jeden Fall schnellstens einfangen müssen.
Was mir aber nicht eingeht ist, dass er getötet wurde. Wieso waren diese Experten nicht in der Lage ihn zu finden und mit Betäubungsgewehr lahm zu legen? Man hätte doch einen passenden Lebensort für den Bären finden können (und ich meine nicht einen Zoo!). Wie kommt es dass die Jäger ihn sofort fanden und erschossen? Liegt es vielleicht an den Summen die die Museen bezahlen würden für eine ausgestopfte Bärenfigur? Er ist mit Sicherheit kein Teddybär gewesen, aber sie hätten ihn doch nicht gleich erschiessen müssen.
Tja, Bruno spaltet weiter die Nation. Dumerweise, oder vielleicht glücklicherweise müssen wir nicht miterleben, daß er Menschen gefährlich wird, verpassen aber auch einen Bären, der sich heimisch fühlen könnte.
Natürlich es es schade, daß es ihn nicht mehr gibt. Aber sind wir doch mal ehrlich - hätte es sich um das letze Exemplar einer tellergroßen Spinnenart gehandelt, dann hätte kaum einer nachgeweint. Es wäre den Medien nicht einen Bericht wert gewesen, außer vielleicht zur Panikmache.
Es liegt schon am Teddybären-Image, daß uns so irrational denken lässt. Ein Braunbär ist sicher nicht harmloser als ne große Giftspinne.
ich muss trotzdem nochmal: lichterkind, der tiger war ein bildhafter vergleich- und ich denke es ist unwichtig ob es den jetzt bei uns gibt oder nicht.
und: der tag auf einem hof beginnt nicht selten nachts um drei,wenn z.bsp.schlachttag ist. spätestens um halb 5, wenn der normale tag beginnt oder er endet nicht weil eine kuh kalbt, das spritzmittel ausgebracht werden muss, oder das heu bis mitternacht eingeholt wird weil schlechtwetter droht. die hofbewohner könnten also (und im winter ist es definitiv um 5 noch dunkel) jederzeit zu den aktivzeiten eines bären vorbeikommen wenn er grad das schäfchen futtert.
Bin letzte Woche und übers WE nicht richtig zum Schreiben gekommen, muß aber noch ein letztes Mal was dazu sagen (vermutend, daß du mit deinem letzten Posting mich ansprachst, Majonie):
Ich finde es trotzdem bescheiden das der Bär einfach abgeknallt wurde, nur auf die Vermutung hin das er ja vielleicht die nächsten 10 Jahre irgendwann eventuell mal einen Menschen anfallen könnte. :twisted: Dann können wir ja gleich mal anfangen alle Kampfhunde abzuknallen, weil die könnten ja auch eventuell doch noch einen Menschen anfallen. (Nicht das ich die Viecher mag, aber...)
Es gibt Prophylaxe und Prophylaxe, aber DAS ist keines von beiden - das ist einfach sinnlos.
Dann können wir ja gleich mal anfangen alle Kampfhunde abzuknallen, weil die könnten ja auch eventuell doch noch einen Menschen anfallen. (Nicht das ich die Viecher mag, aber...)
Kommentare
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Um ehrlich zu sein finde ich die ganze Geschichte ein wenig merkwürdig. Da versuchen sogenannte finnische Experten mit ihren Spürhunden wochenlang den Bären lebend zu fangen und verlieren die Spur immer wieder. Aber einen Tag bevor der Arme zum Abschuss freigegeben wird, erledigen ihn zwei Hobby-Jäger und mussten ihn noch nicht mal lange suchen.
Ich bin mal gespannt ob den beiden jetzt Wilderei angehängt wird. In Tirol hätten sie ihn ja heute schon erschiessen dürfen. Aber in Bayern droht ihnen dafür u. U. bis zu 5 Jahre Haft, wenn's nicht Notwehr war. Das haben's heute im Radio erzählt.
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ich finds auch sehr traurig! Und mal wieder typisch für unsere Zivilisation... Bären sind, obwohl sie in in Siedlungen kommen (was sie früher auch getan haben), menschenscheu. Anscheinend haben ja mehrere Wanderer den Bär von Weitem gesehen und sind nie angegriffen worden.
Unmöglich, ihn nach dieser angeblichen wochenlangen Verfolgungsaktion jetzt einfach zu erschießen... Ein Betäubungsgewehr und ein Transport in eine Gegend, wo der Bär Bär sein darf, hätte es völlig getan!
4,530
Zur Menschenscheuheit hatten sie eben im Fernseher gesagt, dass es eben dieser Braunbär nicht mehr sein, da er immer mehr in die Nähe der Menschen vordrang.
Ich finde die Geschichte echt traurig. Der BÄr weiß doch nicht, dass er unerwünscht ist. JEtzt wollen sie ihn auch noch ausstopfen. Eine "tolle" Trophäe"! :table2:
1,048
Ansonsten finde ich die Sache sehr sehr merkwürdig. Schade um den Bären, der anscheinend einem Artenschutzprojekt entstammte.
Und freuen würde mich, wenn die postmortalen Analysen ergäben, dass der erlegte Bär überhaupt nicht Bruno war.
4,530
1,799
Frag mich nur, wie die Bevölkerung in anderen Ländern überlebt, wo sie eine natürliche Bärenpopulation haben :roll: . Lauter Gefahren für die Menschen da *Ironie off*
Da machen sich einige die Mühe und wildern Bären aus, um die Art zu erhalten und dann kommt ein Bayer und erschießt ihn :fies02: . Ich dachte bis jetzt, mit Stäuber ist die Spitze des "Eisberges" erreicht, falsch gedacht, heute wurde er noch getoppt.
4,183
Ich finde es ok, wenn auch traurig. Stellt Euch mal vor, es wäre was schlimmeres passiert. Dann hätte es wieder geheißen: Boah, den hätte man erschießen müssen....
Ich hätte ihn als Politiker wohl auch zum Abschuß freigegeben, wenn die Versuche, ihn lebend zu fangen, gescheitert wären.
LG
Mandy
1,202
Makaber finde ich auch, dass sie ihn jetzt ausstopfen wollen und neben den (ich glaube) vor 150 letzten lebenden/toten Bären in Bayern ausstellen wollen.
In den Nachrichten hatten sie gesagt das man mit einen Betäubungsgewehr hätte näher rangemusst, aber aus 150m Entfernung, muuutig! :flaming01: :flaming01: :flaming01: :flaming01:
Seltsam vorher wußte keiner wo er war und plötzlich wie ein Geist taucht er auf, weil er zum Abschuss freigegeben war.......... :???: :???: :???: :???: :???: :???:
59,500
Ich hab gestern im Internet etwas gelesen, in der Art: "In Kärnten spazieren die Bären an Kindergärten vorbei, das ist gang und gebe und keiner stört sich dran, und in Bayern flippen alle aus." Naja. Ich glaube nicht, dass es mir gefallen würde, wenn ein Bär am Kindergarten vorbeispazieren würde! :oops: Bären sind gefährliche Tiere, und nur weil dieser eine Bär Bruno hieß und bekannt wurde, heißt das noch lange nicht, dass er ein liebes Tier war. Klar ist es traurig, dass er erschossen wurde, aber mich regt das nicht besonders auf. Ich wäre ihm auch nicht gerne begenet...
Typisch Sommerloch. Viel Wirbel um einen Bären. Als gäbe es nichts anderes, über das man berichten könnte.
59,500
59,500
Wäre informativer und sinnvoller, als täglich die Schlagzeilen mit diesem Bärenthema zu füllen.
59,500
59,500
Das ist nicht ganz richtig - er ist nachts durch Kochl am See marschiert.
Ich finde es auch traurig, daß er abgeschossen wurde dun es nicht gelungen ist, ihn zu betäuben und woanderst auszusetzen. Aber wenn ich damit rechnen müßte, daß er in meinem Vorgarten auftaucht, dann hätte ich auch Schiss und wenn er meine Schafe reissen würde, wäre ich wahrscheinlich auch sauer. Er hat ja nicht aus Hunger eins gerissen und gefressen, sondern jedesmal mehrere gekillt und liegengelassen.
6,272
Im Spiegel war zu lesen, daß der Bär Sohn einer schon sehr zutraulichen Mutter war und deren Verhalten natürlich übernommen hat. Die vielen Tiere, die er aufgebrochen hat, wurden deshalb nur einmal angefressen, weil er statt seiner Mutter mal einen Verprellungsschuss abbekommen hat und somit gelernt hat: Wer zweimal ins gleiche Schaf beißt, dem brennt bald der Pelz"
Also hat er immer frische Viecher gerissen - Warum es allerdings so viele waren, das weiß nur der Bär ...
http://www.brunoderbaer.de
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,423668,00.html
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ist für mich nicht so ganz einfach zu beantworten :???:
Wie immer wurde auch in diesem Fall mächtig durch die Presse polarisiert.
Zuerst ist der Bär eine Attraktion, dann ist er eine Gefahr, im i-net kursiert zu Stoiber's Hauptbahnhof-Eröffnungs-Rede nun dir Rede über den 'Problembär'.
Jeder lacht; Sympathien entwickeln sich - der freche Bär, der alle austrickst...
Und nun die Nachricht, dass das Bärchen, das uns über Wochen regelrecht ans Herz gewachsen ist einfach abgeknallt wurde - WIE GEMEIN !
und nun wieder zu meinen ersten Worten: schwer zu sagen!
Hätte ich heute zum ersten Mal vom Abschuss eines Bären erfahren, der gefährlich nah an Menschen herankam und bereits viele Schafe getötet und 'nur' angenagt hat ... wer weiss, vielleicht hätten mir die Schafe leid getan und ich hätte den Abschuss befürwortet...
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Mein Mann hatte am So die Blind *hüstel* gekauft beim Bäcker, da stand auch zu lesen das der Bär von seiner Mutter 'schlecht erzogen' wurde - sprich, die Bärin hatte sich wohl mit ihren Jungen einer Alm genähert und die dort wohnenden Urlauber fanden das ja soooo süüüüüß daß sie die Tiere gefüttert haben. Dadurch verloren sie ihre Scheu vor Menschen, und deshalb kam Bruno 'uns' auch so nahe. Also wie so oft ein hausgemachtes Problem, unter dem ein Unschuldiger leiden mußte...
3,882
ein bär ist ein bär und bleibt einer- nichts teddy sondern reißzähne.
und hier ist gar keiner hysterisch gewesen, aber ich möchte euch sehen wenn ein tiger durch die nachbarschaft streift. ist das dann auch so ein süßess katzili wie das teddybärchen?
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Es ist doch Fakt das er sich an Menschen noch nicht gewagt hatte. Ob's noch passiert wäre - sicher nur, wenn er sich angegriffen gefühlt hätte. Schafe sind Futter, sorry, ich kann's nicht wirklich anders sehen. Seine Mutter hat es ihm vorgelebt, woher sollte er es besser wissen? Dafür musste er sterben? Sehr unsinnig. Aber definitiv einfach und bequem. Übel ausgerottet. :???:
Nein, mich befriedigt diese Lösung nicht. Ich kann den Hype zwar nicht so ganz nachvollziehen, auch das man jetzt klagen will finde ich übertrieben. Trotzdem glaube ich, es wäre auch anders gegangen.
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Na, er frisst (leider) nichts mehr, aber man kann doch nicht schon wieder mal die Mutter für alles verantwortlich machen. Klar, sie hats ihm beigebracht, aber auch Söhne sollten lernfähig sein und nicht ganz so faul. ;-)
3,882
faszinierend bis zu welcher größe bei dir spatzen gehen :biggrin: :knutsch01:
geh davon aus das der tieger der durch dein viertel streift auch noch nicht gebissen hat. lässt du vanessa dann auch draussen spielen ohne angst zu haben?
wenn schafe bärenfutter sind, sind bären auch futter für irgendwenn- großwild reißt seine beute, menschen schießen sie. ich weiß nicht ob jetzt hier auch ein trauerflor für alle schweine, rinder, rehe und hirsche aufgelegt werden sollte. die sind tatsächlich auch zum großteil erschossen worden.
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allerdings weiß ich nicht, warum ich gegen die tötung des bären sein sollte. europa ist nun mal dicht besiedelt. und im gegensatz zu manch anderen habe ich keine schuldgefühle, wenn ich als mensch die gegend hier als mein lebensraum betrachte. dazu gehört, dass ich raubtiere wie bär, wolf und luchs, die mir gefährlich werden können, nicht in meiner umgebung dulde. mir reichen schon die kampfhunde. ich bin doch nicht wahnsinnig und schaffe für mich zusätzliche bedrohungslagen.
ich würde mal sagen der bär hat pech gehabt, weil die evolution dem menschen ein ass in den ärmel gesteckt hat.
d.
3,882
davon abgesehen, läge das evolutionsass bei bär und kroko, wär das ein toller blickfang. kroko als rotkäppchen im karneval und der bär als lederhosenträger beim schuhplattler
*aufdembodenwälzvorkichern*
361
Ich gebe übrigens nicht der Mutter die Schuld am falschen Verhalten des Bären, sondern den Menschen die die kleinen Bärenkinder ja ach so süß fanden ohne über die Folgen nachzudenken. DAS finde ich verurteilenswert. Aber sich dann beschweren. Naja. :???:
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Es ist ein paar Mal erwähnt worden was der Bär im wahrsten Sinne des Wortes schon ausgefressen hat. Ich glaube es wäre nur eine Frage der Zeit bis er sich an Menschen rangetraut hätte. Man hätte ihn auf jeden Fall schnellstens einfangen müssen.
Was mir aber nicht eingeht ist, dass er getötet wurde. Wieso waren diese Experten nicht in der Lage ihn zu finden und mit Betäubungsgewehr lahm zu legen? Man hätte doch einen passenden Lebensort für den Bären finden können (und ich meine nicht einen Zoo!). Wie kommt es dass die Jäger ihn sofort fanden und erschossen? Liegt es vielleicht an den Summen die die Museen bezahlen würden für eine ausgestopfte Bärenfigur? Er ist mit Sicherheit kein Teddybär gewesen, aber sie hätten ihn doch nicht gleich erschiessen müssen.
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Natürlich es es schade, daß es ihn nicht mehr gibt. Aber sind wir doch mal ehrlich - hätte es sich um das letze Exemplar einer tellergroßen Spinnenart gehandelt, dann hätte kaum einer nachgeweint. Es wäre den Medien nicht einen Bericht wert gewesen, außer vielleicht zur Panikmache.
Es liegt schon am Teddybären-Image, daß uns so irrational denken lässt. Ein Braunbär ist sicher nicht harmloser als ne große Giftspinne.
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und: der tag auf einem hof beginnt nicht selten nachts um drei,wenn z.bsp.schlachttag ist. spätestens um halb 5, wenn der normale tag beginnt oder er endet nicht weil eine kuh kalbt, das spritzmittel ausgebracht werden muss, oder das heu bis mitternacht eingeholt wird weil schlechtwetter droht. die hofbewohner könnten also (und im winter ist es definitiv um 5 noch dunkel) jederzeit zu den aktivzeiten eines bären vorbeikommen wenn er grad das schäfchen futtert.
361
Ich finde es trotzdem bescheiden das der Bär einfach abgeknallt wurde, nur auf die Vermutung hin das er ja vielleicht die nächsten 10 Jahre irgendwann eventuell mal einen Menschen anfallen könnte. :twisted: Dann können wir ja gleich mal anfangen alle Kampfhunde abzuknallen, weil die könnten ja auch eventuell doch noch einen Menschen anfallen. (Nicht das ich die Viecher mag, aber...)
Es gibt Prophylaxe und Prophylaxe, aber DAS ist keines von beiden - das ist einfach sinnlos.
So, habe fertig. :biggrin:
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gute idee.
cam