elterngeld- nun ist es soweit

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Kommentare

  • ChristaTChristaT

    554

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    lisi schrieb:
    Ach ja, und ich habe ja nicht geschrieben, dass die Bekannte von July das nicht so machen kann, sondern dass es gerade geht, nur das sie eben nicht mehr nehmen kann als diese 36 Monate ab Geburt des Kindes.
    Nee, das habe ich auch nicht so verstanden, ich habe das nur zur Erklaerung (eher fuer july) geschrieben, dass alles, was unter 34 Monaten ist, durchaus als "ganze Jahre" genommen werden kann. ;-)
  • July78July78

    1,031

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ Christa u. Lisi: OK, ich hab´s jetzt aber verstanden, es ist also wirklich möglich dass man Elternzeit ab 2 Monate nach der Geburt nimmt und dann solange man will nur nicht länger als bis zum 3. Geburtstag.

    @ eowyn: mein Freund hätte schon genug Gelegenheit, sich intensiver um die Kleine zu kümmern, ich denke bei ihm liegt´s einfach am nicht wollen. Aber egal, das gehört ja nicht hier her.

    Ich find´s aber sonst auch irgendwie blöd dass gerade in den letzten beiden Monaten dann plötzlich der Papa zu Hause wäre, das Kind hat in der Zeit ja schon genug Umstellungen mitzumachen, wie z.B. die Eingewöhnung in der Kita. Naja, was unsere Politiker sich da so ausdenken, ist irgendwie nicht ganz so in der Realität nachzumachen... Wahrscheinlich liegt´s daran dass sie nicht die Probleme haben die wir Normalos so haben, sie können unsere Situationen ja gar nicht nachvollziehen.
  • lisilisi

    180

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na ja, der Papa kann ja egal wann innerhalb der 14 Monate Elternzeit nehmen. Es müssen nicht unbedingt die letzten zwei Monate sein. Die Elternzeit ist grundsätzlich frei aufteilbar, nur müssen minsestens zwei Monate von einem Elternteil gemacht werden, oder hab ich das falsch verstanden?

    Es ist m.E. nicht so, dass der Vater vorgeschrieben bekommt, wann er die Elternzeit zu nehmen hat. Ist letztendlich alles eine Sache der Aufteilung, denke ich.
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @lisi
    aber es ist doch kaum praktikabel, dass der Papa seine zwei Monate irgendwann mittendrin nimmt. Soll dann die Mutter in den zwei Monaten arbeiten und danach wieder aussetzen? Welcher Arbeitgeber macht das mit?
  • lisilisi

    180

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @eowyn:
    Genau darüber habe ich auch schon nachgedacht. Aber der Vater könnte Teilzeit arbeiten und die Mutter ganz zu Hause sein. Oder auch Teilzeit arbeiten und das auch nach den zwei Monaten weitermachen. Oder sie arbeitet wieder voll und der Vater bleibt länger als zwei Monate zu Hause. Die zwei Monate sind ja nur eine Mindestzeit.
    Denn es gibt ja Paare, bei denen die Frau mehr verdient und wo das sinnvoll sein kann. Sind halt Ausnahmefälle.

    Es ist möglich, in den meisten Fällen unwahrscheinlich und für viele gar nicht vorstellbar. Man muß es echt im Einzelfall durchrechnen, überhaupt, wie sinnvoll es ist, dass der Vater zu Hause bleibt und wenn ja, wie Lange und ob er Teilzeit arbeitet. Aber wie gesagt, da es nicht genügend Betreuungsplätze gibt, hinkt die ganze Regelung sowieso.
  • LoreleiLorelei

    4,536

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    lisi schrieb:
    @eowyn:
    Genau darüber habe ich auch schon nachgedacht. Aber der Vater könnte Teilzeit arbeiten und die Mutter ganz zu Hause sein.

    Ich weiss ja du hast selbst schon geschrieben, dass es eher unwahrscheinlich ist. Möchte aber trotzdem nochmal anfügen: wer sich diese Regelung leisten könnte, "bräuchte" das Elterngeld wahrscheinlich nicht wirklich. ;-)

    Ich würde gut finden, wenn es zB eine 12+6-Variante wäre. Da hat das Kind die Möglichkeit sich drauf einzustelle ehe es dann in die tagesbetreuung geht. Und dort iwrd ja auch immer empfohlen, dass es derjenige von den Eltern begleiten soll, der der bisherige Part war, der am Tag mit dem Kind zusammen war.
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja, das ganze Konzept ist schon merkwürdig. Ich hab auch schon gesagt wir bekommen noch ein drittes Kind, ich streiche monatlich 300,- ein, die mal eben zusätzlich aus dem Nichts kommen und Gerald nimmt zwei Monate Elternzeit, hat dadurch nen kleinen Verdienstausfall, aber wir haben zwei Monate als Familie schön gemeinsam. Wäre doch klasse, wenn er die ersten zwei Monate einfach für seine Familie da sein könnte.
    Aber das ist eben purer Luxus und wir gehören im Grunde zu denen, die das Elterngeld eigentlich nicht brauchen. Erziehungsgeld bekommen wir zumindest nicht.
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    aus focus online:
    Studentinnen fühlen sich nach Beobachtung von Dr. Claudia Kaminski, Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (Alfa) als Verliererinnen des neuen Gesetzes. Gerade Frauen, die ein ungeplantes Kind finanzieren sollen, überdenken der Alfa-Vorsitzenden zufolge derzeit ihre Lage. „Allein in der vergangenen Woche haben wir zehn Studentinnen beraten, die abtreiben wollten, weil ihre Kinder erst Anfang nächsten Jahres zur Welt kommen würden und sie somit unter die neue Regelung des Elterngeldes fallen“. Dieser Gruppe Frauen fehlen 3600 Euro für das zweite Lebensjahr ihres Kindes.


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    Elterngeld – Die Kernpunkte im Überblick

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    Künftig 3600 Euro weniger

    Das neue Elterngeld, das die Bundesministerin Ursula von der Leyen gegen Widerstände durchgesetzt hat, sorgt zunehmend für Verwirrung. Frauen, die bereits schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, suchen Hilfe in Beratungsstellen, aber auch in einschlägigen Foren. Besonders betroffen scheinen Studentinnen zu sein, die sich durch das neue Gesetz deutlich schlechter stellen als bislang. Noch bis 31. Dezember 2006 bekommen sie 24 Monate 300 Euro Erziehungsgeld, künftig nur noch einen Sockelbetrag von ebenfalls 300 Euro für zwölf Monate.

    25 200 Euro für Gutverdiener

    Es sei ein Skandal, dass arme Mütter ab Januar 2007 auf die Hälfte des bisherigen Erziehungsgeldes verzichten müssen, beklagt sich Dr. Kaminski. Gutverdienende Paare erhalten über den Zeitraum von 24 Monaten insgesamt 25 200 Euro, wenn sie den Maximalförderbetrag von 1800 Euro monatlich ausschöpfen.

    900 Euro Elterngeld monatlich gefordert

    Der Pro-Familia-Bundesverband sieht die Entwicklung allerdings nicht ganz so dramatisch wie die Alfa-Vorsitzende Kaminski. Generell sei das Finanzielle nur ein Grund für eine Abtreibung, viel wichtiger sei eine intakte Partnerschaft, meint Regine Wlassitschau von Pro Familia. Allerdings ist auch Pro Familia der Ansicht, dass das Elterngeld für gering verdienende oder erwerbslose Frauen mit Kindern zu gering sei. Deswegen habe Pro Familia zusammen mit dem Verein Alleinerziehender Mütter und Väter Ursula von der Leyen einen Offenen Brief geschrieben. Sie fordern darin ein Mindestelterngeld von 900 Euro monatlich.

    irgendwie sag ich genau das schon seit monaten,werde belächelt und bin teilweise echt blöd angemacht worden- warum merken die das nun endlich?jetzt, wo das kind im brunnen liegt?
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich kann mir zwar nicht vorstellen (bzw. ich will es nicht hoffen), das jemand NUR wegen 3600 Euro ein Kind abtreiben lässt, aber je mehr ich darüber nachdenke, ist die Sache mit dem Elterngeld schon irgendwie nicht bis zu Ende gedacht...
    ... habe Pro Familia zusammen mit dem Verein Alleinerziehender Mütter und Väter Ursula von der Leyen einen Offenen Brief geschrieben. Sie fordern darin ein Mindestelterngeld von 900 Euro monatlich.

    Oh... klar doch. Das wäre sogar einiges mehr, als ich derzeit netto verdiene. ;-)
  • lisilisi

    180

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hoffentlich wird nachgebessert, denn so wie es ist, ist die Regelung für sehr viele Familien von Nachteil. Aber 900 Euro kann sich der Staat vermutlich nicht leisten.
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wenn ich mich richtig erinnere, war in einem der ersten Entwürfe von 600 ¤ Mindesbetrag die Rede, das entspräche dem, was man jetzt bei 2 Jahren Erziehungsgeld bekommt.

    @ Majonie:
    rgendwie sag ich genau das schon seit monaten,werde belächelt und bin teilweise echt blöd angemacht worden-
    Ich habe schon manchmal das Gefühl, irgendwann verkrach ich mich wegen dieser Sache noch mit jemand :traurig04: und bin immer ganz froh, wenn mal jemand auftaucht, der davon auch nichts hält.
  • steffiisteffii

    1,316

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Eowyn schrieb:
    @lisi
    aber es ist doch kaum praktikabel, dass der Papa seine zwei Monate irgendwann mittendrin nimmt. Soll dann die Mutter in den zwei Monaten arbeiten und danach wieder aussetzen? Welcher Arbeitgeber macht das mit?

    Einer, der gerade zu Ferienzeiten händeringend Urlaubsvertretungen sucht beispielsweise.
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Aber dass der Papa seine zwei Monate ausgerechnet in der Ferienzeit nehmen kann, halte ich für eher unrealistisch.
  • steffiisteffii

    1,316

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    mimmi36 schrieb:
    Aber dass der Papa seine zwei Monate ausgerechnet in der Ferienzeit nehmen kann, halte ich für eher unrealistisch.

    Das kommt sicherlich ein bischen auf den Job an. Härtefälle findet man bei jeder Regelung.
  • Chipsy72Chipsy72

    462

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    lisi schrieb:
    Aber 900 Euro kann sich der Staat vermutlich nicht leisten.

    Ich habe ja Zweifel ob der Staat sich das neue Elterngeld überhaupt leisten kann. 25.200 EUR wenn es voll ausgeschöpft ist, pro Familie....? Na, wir dürfen gespannt sein!
  • DeannaDeanna

    1,641

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich zieh das Thema hier jetzt mal wieder aus der Schublade.

    Erstens weil es ja jetzt soweit ist und zweitens, weil es mich jetzt selbst betrifft.


    Ich muss ehrlich sagen, dass ich es bescheiden finde, dass Familien, die schon ein Kind haben und bei denen die Mutter nicht direkt wieder arbeiten gegangen ist "nur" den Minimalbetrag von 300 EUR bekommen.

    Alle wollen mehr Kinder (weil irgendwer muss ja schließlich irgendwann die Rente dieser veralteten Gesellschaft zahlen) und alle wollen, dass die Mütter sich um ihre Kinder kümmern und zu Hause bleiben (wir erinnern uns an die Diskussionen von wegen Kinder die nicht von den Müttern beschäftigt werden und nach KiGa oder Schule nur vorm Fernseher oder dem PC hängen (Stichwort fehlende zwischenmenschliche Beziehung/Kompetenz)). Und was ist? Genau diesen Mamas (wie mir) wird in den Hintern getreten.

    Klar wollen die Damen und Herren Politiker nicht, dass - oh mein Gott wie sag ich das jetzt ohne irgendwen anzugreifen - *überspitzmodusan* sich die soziale Unterschicht von Sozialhilfeempfängern *überspitzmodusaus* einen Nebenverdienst mit Kinderbekommen schafft.

    Aber was ist mit der guten, alten Mittelschicht?
    Denen, die keinen Doktortitel haben, die aber immer für ihre Brötchen arbeiten waren?

    Die bekommen, wenn sie sich um ihre Kinder kümmern nette 300 EUR.

    Ok, ist nicht wenig.
    ABER: Wenn ich so viel Geld verdiene, dass ich den Maximalbetrag von 1800 EUR rausbekomme... dann hab ich doch sowieso mit Sicherheit so viel Kohle, dass ich ne Haushälterin und vielleicht sogar noch ne Nanny habe, oder?

    Mich ärgert das einfach.
    Wäre ich nach Flo wieder arbeiten gegangen und hätte mich nicht um die sozialen Kompetenzen meines Kindes gekümmert, stünde ich jetzt besser da.

    Klar ging es uns mit zwei Verdiensten WESENTLICH besser, aber ich habe Flo bekommen weil ich ihn wollte. Und auch wenn es hart ist, haben wir immer was zu essen auf dem Tisch und Kleidung am Popo.

    Ich will hier keinen angreifen.
    Bitte nicht falsch verstehen.
    Ich habe selbst Mütter im Bekanntenkreis, die nach einem halben Jahr wieder arbeiten gegangen sind und sich die Erziehung mit dem (im Schichtdienst arbeitenden) Vater teilen.

    Ich finde es halt einfach nicht wirklich fair.

    Hier wurde irgendwann mal angesprochen, dass das Geld der Anreiz für viele sein könnte, sich doch für ein Kind zu entscheiden.
    Erinnert mich an die Aktion von Harald Schmidt, der irgendwann mal nen Aufruf an Akademikerinnen gemacht hat, schwanger zu werden. Wer dann in nem bestimmten Zeitrahmen ne Bescheinigung vom Arzt geschickt hat mit dem Beweis, dass man Akademiker ist, bekam man nen Preis oder so).

    Wollte mal wissen wie ihr das jetzt so seht, die ihr vielleicht betroffen seid.
    Im Besonderen interessieren mich die Meinungen derer, die auch zwischen Nummer 1 und Nummer 2 nicht arbeiten waren.



    Nochmal zur Klarstellung:
    Ich möchte hier niemanden in irgendeiner Form Angreifen.
    Weder Sozialhilfeempfänger noch Akademiker.

    Ich bin im Moment einfach genervt, wie das Elterngeld in den Medien als die eierlegende Wollmilchsau angepriesen wird (war heute bei taff auf Pro7 wieder der Fall), aber keiner sagt mal wie es in Fällen wie dem meinigen aussieht.
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