Newmum23
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Was haltet Ihr davon? Seht Ihr das auch so, oder ist das totaler Unsinn?...Frauen mit Selbstzweifeln?
Ein Grund ist sicher: Wir wissen zuviel! Wir haben gelesen, wie Farben im Kinderzimmer wirken, kennen verschiedenste Kindergartenkonzepte, achten auf Fette und Kohlenhydrate. Das ist gut, setzt uns aber auch extrem unter Druck. Denn wir sind jetzt schließlich verpflichtet, dieses Wissen auch zu nutzen. Und dann erleben wir uns ständig als nicht perfekt. Weil es schon wieder Pizza gibt und der Tagesfettbedarf um 38,5 Prozent überschritten wird.
Gibt es nicht auch Erwartungen von außen, die Druck erzeugen?
Doch-weil heute alles machbar scheint. Jedem stehen alle Möglichkeiten offen: zu Hause bleiben, Teilzeit arbeiten, Vollzeit arbeiten, mit Mann, ohne Mann erziehen. Die vielfältigen Optionen sind aus zwei Gründen schwierig: Erstens, weil dieses Gefühl, jeder habe sein Glück in der Hand, einen Zwang zum Glücklichsein hervorruft. Wer mit seinem Kind und seinem Lebensmodell nicht sofort glücklich ist, ist offenbar zu doof oder zu faul. Und zweitens, weil so viele Lebensmodelle miteinander konkurrieren. Da ist immer weniger Solidarität unter Müttern möglich. Jede Einzelne findet immer weniger Bestätigung, Unterstützung, Zuspruch.
Haben sie ein wenig Trost für Mütter?
Ich glaube, dass diejenigen, die am meisten zweifeln, die sind, die sich am wenigsten Gedanken machen müssten.
Quelle: ELTERN 08/2006 beantwortet von der Berliner Autorin Martina Rellin
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Kommentare
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Ich bin eine Perfektionistin, schon immer gewesen - und zu viele Möglichkeiten bringen mich in die Not, zwischen vielen Alternativen Entscheidungen treffen zu müssen, deren Konsequenzen ich dann auch zu tragen habe. Es könnten aber die falschen sein, beziehungsweise die schlechteren...
Für mich selber allein schon schwer genug aber machbar - wenn es aber um den wichtigsten Menschen in meinem Leben geht, den ich über alles liebe und für den ich das absolut beste will das ich ermöglichen kann ohne mich selbst aufzugeben, ist das oft schwierig wenn die Entscheidungen weitreichend sind.
Vor Ben fiel es mir bedeutend einfacher zu entscheiden was ich will, wo ich hinwill und wo nicht... und auch die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Ging ja nur um mich.
Dabei spielt es für mich aber keine Rolle, nach außen hin als perfekte Mutter dazustehen, sondern das "Beste" für Ben zu entscheiden.
Ich setze mich also eher selber unter den Druck, als daß er von außen käme. Wenn mir jemand Außenstehender sagt, daß ich etwas tue, was nicht gut für ihn oder mich ist, dann tropt das meistens an mir ab - wenn ich mich mal zu einer Entscheidung durchgerungen und für gut befunden habe, dann nach so ausführlicher Information über alle Alternativen, daß ich auch voll dahinterstehe.
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Im KiGa waren die Eltern, die öfter mal das Gespräch suchten (a la: Gestern habe ich Mist gebaut..., oder: Ich weiß nicht, ob das und das richtig war...) meisdt auch diejenigen, die echt toll mit ihren Kindern umgegangen sind.
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Aber eine Erstlingsmama ohne jegliche Erfahrungen ist bestimmt in manchen Situationen von der Informationsfülle erschlagen und traut eventuell ihren Instinkten nicht mehr /noch nicht. Schließlich will man doch alles richtig machen.
So wird es doch der Gesellschaft suggeriert. Niemand zeigt eine ungekämmte Mutter eines Kleinstkindes, wie sie im Schlafanzug mit Augenringen ihr Kind füttert /wickelt. Es werden immer nur topgestylte Frauen mit Modelfiguren und stetig lachenden Kindern gezeigt. Ich kann mir da schon gut vorstellen, dass Mütter von "Schreikindern" an sich zweifeln. Denn andere Mütter geben in den seltensten Fällen zu, dass auch ihre Kinder Schreiphasen haben, nicht wie gewünscht durchschlafen, etc..
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Dass ist eben die Sache mit den vielen Möglichkeiten. Mir geht es oft auch so, dass ich gar nichts mehr entscheiden möchte, sondern jemand anderen entscheiden lassen will. Dann bin ich wenn es falsch war auch nicht verantwortlich. Aber eben das ist eine Frage des (mangelnden) Selbstbewussseins!!!! Und das Leben ist schließlich auch dazu da Fehler zu machen!!!!! Wichtig ist vielleicht sich diese dann im nachhinein eingestehen zu können!!!! Im übriegen kann man aus Fehlern lernen und sich weiterentwickeln!!!
Also das kann ich persönlich nicht bestätigen. Konkurenz kenne ich allerhöchstens aus dem Arbeitsleben!!! Da macht es auch sinn weil da geht es um Geld!!! Ich find auch das Wort Solidaritaät passt gar nicht in diese Beziehung. Eifersucht kann ich mir in der Beziehung eher vorstellen. Wenn ich das Gefühl bekommen würde, dass ich in Konkurenz zu anderen Müttern stehe, mit denen ich befreundet bin oder in Kontakt stehe würde ich hinterfragen was da in der Zwischenmenschlichen Beziehung falsch läuft.
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vielleicht muss ich mir deshalb ständig vor Augen halten was andere Leute falsch machen, damit ich nicht so sehr an mir selbst zweifle :roll:
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Mir ist es meist zB. ziemlich wurscht, wer, was von mir denkt, ich muss schliesslich mit meinen Entscheidungen zurecht kommen.
Selbstvertrauen hängt von vielen Faktoren ab.
Wie man sich gerademit sich selbst fühlt eben, die Hormone, die Gesundheit, etc .
Manchmal fällt eben alles zusammen, aber wer fällt, kann wieder aufstehen!
Jeder kann Fehler machen und keiner ist Perfekt.
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update: habe jetzt einen Mega-Aufsatz gelöscht und nur noch folgenden Abschnitt drin gelassen :biggrin:
Z.B. empfinde ich den Umgang in diesem Forum mit dem Thema Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt etc. sehr angenehm und freilassend. Hier spüre ich, dass ich selbst gefordert bin (bzgl. Geduld, auf mich zu hören etc) , und mich nicht auf anderen Leuts Meinung ausruhen kann.
Ich kenne aber auch andere Foren, wo zu jedem Pups 1000 Meinungen gepostet werden; Jede Aussage ist natürlich durch irgendeinen anderen Beitrag im www belegbar usw. usw. .. Selten habe ich den Eindruck, dass der/dem Fragenden wirklich geholfen geschweigedenn die Unsicherheit genommen werden konnte....bla bla
Aber wir können die Zeit nicht anhalten und wir werden alle lernen müssen mit diesen neuen Medien umzugehen, denke ich.
...und wenn nicht wir - unsere Kinder werden sich die Frage vermutlich nicht mehr stellen, ob wir 'überinformiert' sind. Ich hoffe sie werden klug mit der Informationsflut umgehen können.
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das unterschreibe ich. besser könnte ich es nicht sagen.
und diesen satz find ich einfach nur geil. dann brauch ich mir gar keine gedanken mehr zu machen, denn ich zweifle dauernd. ist wohl eine charaktereigenschaft von mir.