Die Bekannte meiner Freundin lässt ihren Sohn schreien und er bekommt ab und zu mal eine gelangt (also auf den Po und sie schnipst ihn gegen die Ohren, mehr hat sie noch nicht gesehen aber wer weiß was sie macht wenn sie alleine ist). Dann gibt sie ihn auch ständig zu der Oma, er war mal ganze 4 Wochen weg weil die Mutter eben keine Lust auf ihn hatte. Trotzdem ist der Sohn genau wie unsere, also man kann da keine Unterschiede endecken.
Wir haben unsere Kinder nie schreien lassen, sind immer für sie da, würden nie irgendwelche Gewalt anwenden (schnipsen an die Ohren ist für mich Gewalt, das tut echt weh) und machen und tun eben den ganzen Tag.
Ich dachte immer das man da vielleicht einen Unterschied merkt oder die Kinder einen Knacks haben oder sowas? Wenn das nicht so ist hat sie es ja so gesehen toll, behandelt ihr Kind nicht immer so gut aber das ist trotzdem wie alle anderen. Und wir opfern uns auf, haben Ängste und Sorgen und es ja irgendwie "schlechter". ich hoffe ihr wisst wie ich das meine. Ich würde es nie anders machen weil ich einfach so das Gefühl habe das ich alles richtig mache egal wie anstrengend es manchmal ist, aber trotzdem denke ich eben über die Situation nach.
Kommentare
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Ich denke auch, dass diese Mutter ein ziemliches Problem hat, da sie keine normale, liebevolle Beziehung zu ihrem Kind aufbauen kann. Auch glaube ich nicht, dass es ihr "besser" geht, uns würde es doch schlecht gehen, 4 Wochen ohne unsere Kinder.. Ich vermisse meine Kleine schon ganz arg, wenn sie mal ein Wochenende weg ist. Und Ängste und Sorgen kann man ja nicht einfach wegzaubern, entweder man hat sie oder aber auch nicht.
Wenn man keine Lust auf seine Kinder hat, warum bekommt man sie dann? Sicher hat jeder mal einen Durchhänger oder ist überfordert. Aber sein Kind aus Unlust 4 Wochen abzuschieben ist für mich total unverständllich. Aber vielleicht geht es dem Kleinen ja bei der Oma besser als bei der Mutter. Kann man ihm nur wünschen.
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Für mich ist Schlagen oder auch Schreien lassen nur ein Zeichen für die Überforderung der Mutter, das alles kann aber kein Erziehungsstil sein. Dass diese Mutter mal eben 4 Wochen keine Lust auf ihr Kind hat, sagt doch eh alles. Wie soll sich das Kind schon bei einer derartigen Ablehnung fühlen? Ich denke, die Mutter sollte sich helfen lassen!
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Das Hauen und gegen die Ohren schnippsen finde ich schon sehr heftig, wie du schriebst, dass ist körperliche Gewalt. Kinder, die schreien gelassen werden, kenne ich viele. Wie sich das auswirkt, wird wohl zum Teil ein Rätsel bleiben, da Kinder ja vielen Einflüssen ausgesetzt sind.
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Ein Baby hat in seinen ersten Lebensmonaten nur 2 Hauptbedürfnisse und das ist einmal das Bedürfnis nach Nahrung und dann das Bedürfnis nach Zuwendung. Lässt man das Kind schreien, wird sein Bedürfnis nach Zuwendung nicht befriedigt und das ist schon mal auf jeden Fall schlecht für die Entwicklung eines "vernünftigen" Bindungsstils. Den Bindungsstil, den ein Kind in den ersten 18 Lebensmonaten aufbaut hat es ein Leben lang! Wenn ein Kind ewig schreien gelassen wird und es somit eine unsichere Bindung zu seinen Bezugspersonen aufbaut, das kann z. B. zur Folge haben, dass es evtl. auch in späteren Beziehungen Probleme haben wird Vertrauen aufzubauen.
Auch Schläge, haben wie wir ja alle wissen eine negative Auswirkung auf das spätere Leben. Es kann sein, dass das Kind sehr unsicher und ängstlich ist, selbst aggressiv und gewalttätig wird, etc. Man hört ja immer den Satz "Ein Klaps hat uns ja auch nicht geschadet" - Ach ja? Und deshalb schlagen "wir" unsere Kinder dann auch....!
Bezüglich Missbrauch ist es so, dass die meisten missbrauchten Frauen und Männer im Verlaufe ihrer Therapie die Angst äußern, ihren Kindern das gleiche anzutun. Das heißt nicht, dass sie es auch alle tun, aber die Angst ist bei den meisten vorhanden. Und man weiß ja auch, dass ein gewisser Prozentsatz (ich weiß ihn leider nicht mehr) es auch wirklich tut.
Kurz zusammengefasst: Es gibt 100%ig einen Unterschied, allerdings stecken manche Kinder das nach außen besser weg, sodass man ihnen nichts anmerkt wohingegen andere wiederum von Anfang an "anders" sind.
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Ich finde Gewalt auch in geringer Form einfach nur schrecklich.
Allerdings wurde ich durchhaus "verhauen" oder bekam gelegentlich eine "Tracht Prügel". Einmal ist sogar ein hölzerner Kochlöffel zerbrochen, was meiner Mutter extrem leid tat. Hat es mir nun nachhaltig geschadet? Ich weiß es nicht, ich habe mich trotzdem bei meiner Mutter geborgen, geliebt und behütet gefühlt.
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Das habe ich gerade bei rabeneltern.org gelesen, dachte es passt zum Thema...