Eva hat wieder zugeschlagen

bearbeitet 21. 09. 2006, 09:42 in Plauderecke
Einige werden sich vielleicht noch erinnern, dass wir im April oder so über ein Buch von ihr hier dikutiert haben.
Ich habe gestern erst mitbekommen, dass es schon wieder eins gibt. Habt Ihr davon gehört?
Ich frage mich nur: warum bleibt sie nicht am Herd, wenn ihr das so gut gefallen würde?

Kommentare

  • lisilisi

    180

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich glaube, genau da bleibt sie zunächst, wenn sie nicht am Schreibtisch sitzt, um kluge Bücher über die Rolle der Frau zu schreiben :flaming01: , denn ich meine gehört zu haben, dass sie bei der Tagesschau aufhört und dass es in dem Zusammenhang auch zu etwas Knatsch kam ... kann mich aber auch irren.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Aber sie hat ja noch mindestens eine Sendung beim NDR macht Platten, moderiert Galas....
    Hört sie bei der Tagesschau freiwillig auf?
  • CarolCarol

    1,315

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Soweit ich weiß, schon. Aber sie hat ja noch zwei Sendungen beim NDR. Die FDP hat wohl gefordert, sie solle die Jobs aufgeben und den Frauen überlassen, die gerne arbeiten. :biggrin:
  • lisilisi

    180

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na, darüber sollte sie wirklich mal nachdenken. Zumal sie bei ihrer Argumentation auch nicht berücksichtigt, dass der Geburtenrückgang in Deutschland nicht allein den Frauen, sondern auch den Männern zuzurechnen ist, die zum Teil keine Kinder wollen. Und dass nicht alle Familien in Deutschland solche Großverdiener sind, dass sie mit einem Gehalt auskommen können. Aber es gibt ja auch noch die "typischen" Frauenberufe, in die man wahrscheinlich selbst als Frau zurück darf.

    Aber über die Frau möchte ich mich eigentlich nicht aufregen. Also hör ich damit auf.
  • diadia

    309

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich frage mich nur: warum bleibt sie nicht am Herd, wenn ihr das so gut gefallen würde?

    sie hat jetzt eine viel größere aufgabe. sie repariert was alice schwarzer und co über jahre kaputt gemacht haben. das selbstbild der deutschen frauen.

    d.

    ps: locker bleiben. ich finde eva mutig
  • CarolCarol

    1,315

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich will aber garnicht, dass mein Selbstbild "repariert" wird in die Richtung: Apfelkuchen backen, dass Heim schön dekorieren und lecker kochen. Das alles kann mein Mann viel besser. ;-)
    Nee, im Ernst, ich finde, sie macht was kaputt, weil sie die Frauen, nachdem, was ich gelesen habe, schon eher als Muttchen beschreibt. Und den Männern auch zahlreiche Kompetenzen abspricht.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wenn sie unzufrieden ist, kann sie doch so etwas in der Ichform schreiben. Aber bitte doch nicht allen Leuten ihre Weltsicht aufdrücken.
    Und heile war die Familienwelt früher eben auch nicht, nur weil mehr Frauen nicht berufstätig waren. Das ist eine etwas schlichte Sicht der Dinge.
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich muss ehrlich sagen, dass mich gestern bei Johannes B. Kerner Frau Fisher mit ihren persönlichen Angriffen und das Gefuchtel von Frau Demirkan mehr aufgeregt haben als die Äußerungen von Eva Herman. Natürlich muss sie nicht jeden ihre Meinung aufdrücken. Aber da schwirrt sofort durch die Köpfe "Frauen zurück an den Herd", alles andere wird vor lauter Protestgeschrei gar nicht mehr gehört. Nicht, dass ich mich mit Eva Herman identifizieren könnte, dass konnte ich mich aber auch nicht mit den anderen anwesenden Gästen. Und nach meiner Arbeit im Frauenhaus bin ich sowieso feministischen Bewegungen gegenüber etwas kontrovers eingestellt. Dort wurde mir nämlich nur ständig gesagt, wie ich nur schwanger werden konnte, es kam nie eine Gratulation, weder zur SS noch zur Geburt. Das finde ich sehr schade...
  • claudi.1claudi.1

    1,799

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Jetzt meldet sich in BILD der erste Ehemann der Moderatorin, Werner Herrmann (55), zu Wort – und rechnet in einem offenen Brief mit Herman
    :
    Liebe Eva!
    Mit großem Interesse verfolge ich die Diskussion, die in den letzten Wochen um Dich und Dein Buch „Das Eva Prinzip“ entbrannt ist.

    Also, auch ich komme durch diese Debatte ins Grübeln:

    Die Eva, die sich und ihre provokanten Thesen in diesen Tagen der Öffentlichkeit präsentiert – das ist so gar nicht „meine“ Eva, die ich 1980 kennengelernt und drei Jahre später geheiratet habe. Ich weiß, wovon ich rede – schließlich habe ich Deinen Karrierestart hautnah miterlebt: Du warst eine Hotelfachfrau und wurdest zur superprominenten „Tagesschau“-Sprecherin!

    Jetzt behauptest Du plötzlich, dass Frauen, die arbeiten, eitel und selbstgefällig seien. Dabei hast Du Dir während unserer gesamten Ehe in der Rolle der ehrgeizigen Businessfrau wunderbar gefallen. Karriere ging für Dich vor – und die gemeinsamen Kinder, die wir hätten haben können, wolltest Du zu meinem Bedauern nicht.

    Deshalb wundere ich mich, wenn Du sagst, die Frau solle sich wieder auf die ihr von der Natur zugedachten Aufgaben – Kinder und Haushalt – konzentrieren.

    Warum diese gedankliche Kehrtwende? Ich glaube, Du hast nach drei gescheiterten Ehen einfach gesehen, welche Scherbenhaufen vor Dir liegen. Und dass da etwas gewaltig schiefgelaufen ist in Deinem Leben.

    Dazu passt Dein jüngstes Geständnis in einem Interview: „Gescheitert sind meine drei ersten Ehen auch, weil ich für die Karriere zu viel geopfert habe, da bleiben die Partner zwangsläufig auf der Strecke.“

    Ja, Eva, da stimme ich Dir – was unsere Ehe angeht – vollkommen zu.

    Erinnerst Du Dich, wie ich Dich damals aufs Fernsehen vorbereitet habe? Ich habe Dich im Wohnzimmer Staatspräsidenten und Minister abgefragt ...

    Frauen können besser schöne Kerzen platzieren und Apfelkuchen backen, sagst Du.

    Sage ich wieder: Ja, Eva! Du hast bei uns zu Hause immer für eine wunderbare Tisch-Deko gesorgt. Und mir zwar keinen Apfel-, doch dafür einen fantastischen Butterkuchen mit Mandeln gezaubert. Den esse ich heute noch gern.

    Den Männern sprichst Du Qualitäten im Haushalt ab:

    „Aufgrund ihrer Veranlagung sind sie dafür nicht unbedingt vorgesehen.“ Ich gebe zu, dass ich für Dich keine große Hilfe im Haushalt war. Allerdings hat bei uns doch auch immer die Putzfrau alles erledigt: waschen, bügeln, spülen ...

    Was mich aber am meisten stört, ist, dass Du feststellst, dass Kind und Karriere nicht vereinbar seien – aber nach einem ganz anderen Rollenmuster lebst!

    Übrigens: Ich habe wieder geheiratet und habe eine wunderbare neunjährige Tochter. Die Mutter geht arbeiten – dem Kind hat es nicht geschadet!

    Ich möchte auch noch etwas zu Deiner folgenden Behauptung sagen: „Notfalls ist mit einem Umdenken auch Verzicht verbunden. Verzicht auf materielle Erleichterungen, die jedoch durch persönliches Glück mehr als aufgewogen werden können.“

    Das glaube ich Dir nicht, Eva! Einen Verzicht auf Geld kann ich mir bei Dir nur schwer vorstellen. Du hast einen Standard, den Du halten willst. Und ich bin ganz sicher, dass Dir das auch gelingen wird.

    Dein Werner Herrmann
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hm...Bildzeitung? Ob der echt ist?
  • diadia

    309

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    mal im ernst: mir ist eva sympatisch. sie stellt fest, dass irgendetwas schief läuft. ich denke, bei unseren niedrigen geburtenraten, der gelegentlich kinderfeindlichkeit und den schwierigkeiten beruf und familie zu vereinbaren, kann man an dieser einsicht fast nicht vorbeikommen.

    die üblichen versuche der frauenbewegung diesen missstand zu beheben sehen von außen so aus, dass frauen sich wie männer gerieren, also sich angriffslustig, aggressivund teilweise selbstherrlich verhalten. mit diesem rollenverständnis werden frauen aber immer den kürzeren ziehen, weil es ihre rolle nicht ist. männer sind da um längen besser, weil es orginär ihre position ist.

    wen eva dann findet, dass sich frauen auf ihre stärken besinnen sollten, kann ich da nichts schlechtes bei finden. ausgangspunkt dieser überlegung ist der biologische unterschied. frauen kriegen kinder, männer kümmern sich um den unterhalt. davon leiten sich viele wesensverschiedenheiten ab. warum, mal anders als die frauenbewegung, darin nicht auch ein gewinn sehen? frauen haben eigene talente. warum sollte man diese nicht unterstreichen? mann und frau müssen nicht gleich sein, um gleichberechtigt zu sein.

    ich denke, dieses forum beweist, dass evas gedanken im kern richtig sind. wie oft lese ich, dass mütter besondere dinge besonders gut können. als mann habe ich keine probleme damit. ich finde, die geschlechter können sich gut ergänzen. man muss nicht gegeneinander arbeiten. so verstehe ich eva.

    und nicht zuletzt mag ich, dass eva eva heißt. dass ist absolut allegorisch. eva - die erste frau und eva, die die frauen auf ihr frau-sein zurückführt.

    d.
  • RonjaRonja

    155

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ebend grade auf WDR "Hart aber Fair" ist die Dame zu Gast und Thema ist ihr Buch und die Botschaft.

    Geht noch bis 21.45 Uhr.
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab mir jetzt die erste Stunde von "hart aber fair" angesehen. Es kommt nichts Neues, aber ich muss zugeben: Für mich kommen die Diskussionen eh zu einem ungünstigen Zeitpunkt, wenn man das so sagen kann. Diese Frau Herman, und das wurde in "hart aber fair" auch gesagt, macht Müttern wie mir, die ihr Kind gerade in einer Krippe eingewöhnen ein schlechtes Gewissen. Addiert man das noch mit meinem Gefühl, wenn ich mein nach mir weinendes Kind morgens abgebe, dann kommt bei mir raus: Ja, sie hat recht, ich tue das Falsche.
    :???:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Du hast aber schon den Brief oben gelesen?
    Es ldarf nicht sein, dass Du Dir von einer so priviligierten Frau Komplexe einreden läßt. :shock:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hi Dawn,

    darf ich Dich ein wenig beruhigen? Mein Sohn ist seit er sieben Monate alt ist, bei einer Tagesmutter. Und es ist immer noch so, dass er wenn ich (oder mein Mann) gehen etwas knatscht oder weint. Wenn ich aber draußen am Fenster vorbei gehe, höre ich ihn schon wieder frölich mit seiner TaMu und den anderen Kindern brabbeln. Es ist normal, dass Kinder bei dem Abschied weinen und Minuten später wieder fröhlich sind, das zeigt laut Experten auch, dass sie eine gute Elternbindung haben. Und sieh doch mal das Posituve: Du erleubst Deinem Sohn, mit anderen Kindern zusammen zu sein und seinen Horizont zu erweitern. Meinem Sohm hat die Betreuung bisher noch nicht geschadet, er ist ein ausgeglichenes und fröhliches Kerlchen ;-)
    Zu Frau Herman fällt mir nicht viel ein, ich halte sie für so glaubhaft, wie den Papst, wenn er über Sex redet... Wenn sie bei ihrem Kind bleiben will, dann soll sie es doch bitte machen und nicht durch die Lande tingeln (Talkshows, Buchbesprechung, etc.). Aber Wasser predigen und Wein trinken, neee danke!!

    LG, Suse & Henrik (*23.10.2005)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Genau sage ich doch, und die Auszeit bei der Tagesschau macht sie auch nicht wegen des Herdes, sondern um das Buch besser promoten zu können. Und das ist ihr ja wirklich gelungen.
  • puelsekenpuelseken

    796

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sternchen07 schrieb:
    Zu Frau Herman fällt mir nicht viel ein, ich halte sie für so glaubhaft, wie den Papst, wenn er über Sex redet... Wenn sie bei ihrem Kind bleiben will, dann soll sie es doch bitte machen und nicht durch die Lande tingeln (Talkshows, Buchbesprechung, etc.). Aber Wasser predigen und Wein trinken, neee danke!!

    LG, Suse & Henrik (*23.10.2005)

    Danke, diese Worte haben mir heute Nacht, als ich die Sendung gesehen habe gefehlt - ich war so sauer, dass ich gar nichts mehr objektiv schreiben konnte. Es gibt so viele unterschiedliche Lebenskonzepte und ich finde man sollte gefälligst akzeptieren, wie sich jemand ausgesucht hat zu leben und nicht sein eigenes Ding - noch dazu aus so einer priviligierten Position heraus - überstülpen.
    Durch meine Arbeit in einer großen KiTa habe ich schon so viele Facetten erlebt und die ERfahrung gemacht - es funktioniert meistens so gut, wie sich jemand Gedanken dazu gemacht hat und dann eine Entscheidung getroffen hat, hinter der er auch stehen kann. Da gibt es alleinerziehende vollzeitarbeitende MÜtter mit völlig natürlíchen tollen Kindern genauso wie neurotische Kinder von Fulltime-Müttern in sog. intakten Familien... und umgekehrt und vieles vieles mehr - u.a. auch Familien, in denen die Väter zuhause bleiben und sich ausgesprochen verantwortungsvoll und liebevoll um die Kinder kümmern, während die Frau arbeiten geht. Ich würde nicht wagen zu behaupten, das eine oder das andere sei schlecht. Ausserdem können sich viele nicht den Herrmannschen Luxus erlauben, überhaupt darüber nachzudenken, ob sie arbeiten oder lieber zuhause bleiben wollen.
    Leider habe ich jetzt den Namen vergessen, aber diese etwas ältere Publizistin, die an der Runde teilgenommen hat, hat mir sehr gut gefallen - sie hat sehr sachlich und wesentlich fundierter argumentiert, als die teilweise beleidigte Eva Herrmann mit ihren halbwissenschaftlichen Weisheiten.
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sternchen07 schrieb:
    Und es ist immer noch so, dass er wenn ich (oder mein Mann) gehen etwas knatscht oder weint. Wenn ich aber draußen am Fenster vorbei gehe, höre ich ihn schon wieder frölich mit seiner TaMu und den anderen Kindern brabbeln.

    Bisher ist Jonah aber noch überhaupt nicht fröhlich danach. :???: Aber das ist ein anderes Thema, back to topic.
  • Mönchen82Mönchen82

    1,184

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    dia schrieb:
    mal im ernst: mir ist eva sympatisch. sie stellt fest, dass irgendetwas schief läuft. ich denke, bei unseren niedrigen geburtenraten, der gelegentlich kinderfeindlichkeit und den schwierigkeiten beruf und familie zu vereinbaren, kann man an dieser einsicht fast nicht vorbeikommen.

    die üblichen versuche der frauenbewegung diesen missstand zu beheben sehen von außen so aus, dass frauen sich wie männer gerieren, also sich angriffslustig, aggressivund teilweise selbstherrlich verhalten.
    mit diesem rollenverständnis werden frauen aber immer den kürzeren ziehen, weil es ihre rolle nicht ist. männer sind da um längen besser, weil es orginär ihre position ist.

    wen eva dann findet, dass sich frauen auf ihre stärken besinnen sollten, kann ich da nichts schlechtes bei finden. ausgangspunkt dieser überlegung ist der biologische unterschied. frauen kriegen kinder, männer kümmern sich um den unterhalt. davon leiten sich viele wesensverschiedenheiten ab. warum, mal anders als die frauenbewegung, darin nicht auch ein gewinn sehen? frauen haben eigene talente. warum sollte man diese nicht unterstreichen? mann und frau müssen nicht gleich sein, um gleichberechtigt zu sein.

    ich denke, dieses forum beweist, dass evas gedanken im kern richtig sind. wie oft lese ich, dass mütter besondere dinge besonders gut können. als mann habe ich keine probleme damit. ich finde, die geschlechter können sich gut ergänzen. man muss nicht gegeneinander arbeiten. so verstehe ich eva.

    und nicht zuletzt mag ich, dass eva eva heißt. dass ist absolut allegorisch. eva - die erste frau und eva, die die frauen auf ihr frau-sein zurückführt.

    d.

    Dem kann ich mich voll und ganz anschließen, vor allem fettgedrucktem :grin:

    Wie die Hermann selbst ist - weiß nur sie, mir geht es aber um das inhaltliche...nach ewiger "Emanzipation" :roll: ist so eine Diskussion mal nötig! Ich stimmt ihr nicht in allem zu, aber in vielem!
  • Fantasia78Fantasia78

    1,356

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mönchen82 schrieb:
    dia schrieb:
    mal im ernst: mir ist eva sympatisch. sie stellt fest, dass irgendetwas schief läuft. ich denke, bei unseren niedrigen geburtenraten, der gelegentlich kinderfeindlichkeit und den schwierigkeiten beruf und familie zu vereinbaren, kann man an dieser einsicht fast nicht vorbeikommen.

    die üblichen versuche der frauenbewegung diesen missstand zu beheben sehen von außen so aus, dass frauen sich wie männer gerieren, also sich angriffslustig, aggressivund teilweise selbstherrlich verhalten.
    mit diesem rollenverständnis werden frauen aber immer den kürzeren ziehen, weil es ihre rolle nicht ist. männer sind da um längen besser, weil es orginär ihre position ist.

    wen eva dann findet, dass sich frauen auf ihre stärken besinnen sollten, kann ich da nichts schlechtes bei finden. ausgangspunkt dieser überlegung ist der biologische unterschied. frauen kriegen kinder, männer kümmern sich um den unterhalt. davon leiten sich viele wesensverschiedenheiten ab. warum, mal anders als die frauenbewegung, darin nicht auch ein gewinn sehen? frauen haben eigene talente. warum sollte man diese nicht unterstreichen? mann und frau müssen nicht gleich sein, um gleichberechtigt zu sein.

    ich denke, dieses forum beweist, dass evas gedanken im kern richtig sind. wie oft lese ich, dass mütter besondere dinge besonders gut können. als mann habe ich keine probleme damit. ich finde, die geschlechter können sich gut ergänzen. man muss nicht gegeneinander arbeiten. so verstehe ich eva.

    und nicht zuletzt mag ich, dass eva eva heißt. dass ist absolut allegorisch. eva - die erste frau und eva, die die frauen auf ihr frau-sein zurückführt.

    d.

    Dem kann ich mich voll und ganz anschließen, vor allem fettgedrucktem :grin:

    Wie die Hermann selbst ist - weiß nur sie, mir geht es aber um das inhaltliche...nach ewiger "Emanzipation" :roll: ist so eine Diskussion mal nötig! Ich stimmt ihr nicht in allem zu, aber in vielem!

    Ich schließe mich da auch an!!!!!!!!!!!!!
  • OkaasanOkaasan

    356

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich schliesse mich auch an muss aber noch sagen das mir wieder mal auffaellt das hausfaru sein in D etwas niedriges ist . Mich aergert das sehr . warum wird die rolle der hausfrau immer als etwas niedriges dagestellt. sie sollte wenn sie schon der meinung ist das frauen sich ihrer faehigkeiten besinnen sollen auch die rolle ein wenig anheben denn es ist doch so : wenn man in D eine hausfrau ist ,ist man doch auch gleich faul oder nicht? In Japan ist das anders .Hausfrau sein ist ein beruf und man bekommt hinterher richtig rente vorallem wenn man kinder hat. das rollen verhaeltnis ist hier anders.
    ueberhaubt finde ich das es fuer mutter in Deutschland gar nicht sooooooooooooooooooooooo schlecht aussieht. in Japan ist es normal das man aufhoert zu arbeiten wenn man ein kind bekommt. wenn man alleinstehend ist siehts dumm aus bei nur 30 prozent lohn und 50 euro kindergeld und was ich noch ergenzen muss die geburt und vorsorge werden nicht von der Krankenkasse getragen weil es keine krankheit ist.
    ich habe fuer die vorsorge 700 euro bezahlt und fuer die geburt 3400 euro . die geburt wied mit 2400 euro vom staat unterstuetzt den rest zahlt man selbst! als schwangere kann man locker gefeuert werden und wehe man nimmt babyurlaub da verliehren viele frauen ihren job denn das wollen die chefs nicht zahlen!
    Allerdings ist japan ansonsten kinderfreundlicher mit still und wicklraeumen im jedem supermarkt einkaufszentrum und park es gibt sogar wasserkocher fuer flaschenmamis und windelautomaten sowie babyfeuchttuchautomaten. mangel an kindergaerten und schulen ist fuer japan ein fremdwort und auch sonst es gibt viele dinge in mini wie klos zum sitzen und stehen , kinderessecken in resturans wie auch kinder kaffees .wenn ein kind schreit oder einfach laut vor vergnuegen quietscht dann kratzt das keinen.
    hier ist die rolle der frau einfach anders und das geniesse ich ,ich bin gerne hausfrau!das wollte ich sagen und ich backe einen fantastischen apfelkuchen . ;-)
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Fantasia78 schrieb:
    Mönchen82 schrieb:
    dia schrieb:
    mal im ernst: mir ist eva sympatisch. sie stellt fest, dass irgendetwas schief läuft. ich denke, bei unseren niedrigen geburtenraten, der gelegentlich kinderfeindlichkeit und den schwierigkeiten beruf und familie zu vereinbaren, kann man an dieser einsicht fast nicht vorbeikommen.

    die üblichen versuche der frauenbewegung diesen missstand zu beheben sehen von außen so aus, dass frauen sich wie männer gerieren, also sich angriffslustig, aggressivund teilweise selbstherrlich verhalten.
    mit diesem rollenverständnis werden frauen aber immer den kürzeren ziehen, weil es ihre rolle nicht ist. männer sind da um längen besser, weil es orginär ihre position ist.

    wen eva dann findet, dass sich frauen auf ihre stärken besinnen sollten, kann ich da nichts schlechtes bei finden. ausgangspunkt dieser überlegung ist der biologische unterschied. frauen kriegen kinder, männer kümmern sich um den unterhalt. davon leiten sich viele wesensverschiedenheiten ab. warum, mal anders als die frauenbewegung, darin nicht auch ein gewinn sehen? frauen haben eigene talente. warum sollte man diese nicht unterstreichen? mann und frau müssen nicht gleich sein, um gleichberechtigt zu sein.

    ich denke, dieses forum beweist, dass evas gedanken im kern richtig sind. wie oft lese ich, dass mütter besondere dinge besonders gut können. als mann habe ich keine probleme damit. ich finde, die geschlechter können sich gut ergänzen. man muss nicht gegeneinander arbeiten. so verstehe ich eva.

    und nicht zuletzt mag ich, dass eva eva heißt. dass ist absolut allegorisch. eva - die erste frau und eva, die die frauen auf ihr frau-sein zurückführt.

    d.

    Dem kann ich mich voll und ganz anschließen, vor allem fettgedrucktem :grin:

    Wie die Hermann selbst ist - weiß nur sie, mir geht es aber um das inhaltliche...nach ewiger "Emanzipation" :roll: ist so eine Diskussion mal nötig! Ich stimmt ihr nicht in allem zu, aber in vielem!

    Ich schließe mich da auch an!!!!!!!!!!!!!

    Ich schlíeße mich auch an!

    Ich hab auch das Gefühl, dass hier etwas schief läuft. Frau Herman hat auch hervorgehoben, dass sie nicht die Frauen meint, die zum Lebensunterhalt beitragen müssen, sondern die "Karrierefrauen", die wöchentlich 50 bis 60 Stunden arbeiten, um im "Geschäft", auf ihrem Posten zu bleiben. Deren Kinder tun mir wirklich leid, denn das ist m. E. nach eindeutig NICHT vereinbar. Die bleiben auf der Strecke oder werden von fremden Personen großgezogen.

    Irgendwo hatte ich dazu sinngemäß auch folgendes gelesen:
    Ein Geschäftsmann war nach 19.00 Uhr im Büro und beobachtete eine Sekretärin wie sie mit Kopfhörern ein Diktat in den Rechner trommelte. Er fragte sie daraufhin, warum sie um diese Uhrzeit noch im Büro ist und nicht bei ihren Kindern. Ihre Antwort war: Weil ich mich selbst verwirklichen möchte. Hmm...ehrlich? Ist das Selbstverwirklichung?
    Warum kann man sich nicht ehrenamtlich engagieren und sich dort selbst verwirklichen? Die Tafeln z. B. suchen permanet Leute - für alle Bereiche - für Büroarbeit, Sponsorensuche, Essensausgabe etc. Aber vor einem Bildschirm hocken und stur über einen Kopfhörer ein Diktat in den Computer trommeln und das Selbstverwirklichung nennen? Ich weiß nicht.

    Ich z. B. möchte die nächsten Jahre nicht mehr voll arbeiten gehen, seitdem unser Bubi da ist. Gern werde ich mich dafür finanziell einschränken...wobei ich natürlich weiß, dass es Haushalte gibt, da ist es einfach dringend nötig, dass die Frau den ganzen Tag arbeiten geht. Aber oft sehe ich auch, dass sie das tut, damit man sich das zweite große Auto leisten kann oder die dritte Urlaubsreise im Jahr oder dass die Kinder Markenklamotten tragen können - und da frage ich mich ob es das wirklich wert ist?

    Aber natürlich muss das jeder / jede für sich entscheiden. Gut finde ich, dass man mittlerweile darüber redet. Dank unserer kinderlosen Frau Schwarzer und Co. konnte man als Frau doch jahrelang diese Gedanken kaum aussprechen, ohne als Hausmütterchen und beschränkt im Kopf dazustehen :roll:

    LG
    Gretchen
  • OkaasanOkaasan

    356

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    also ich habe gerade diese sendung im 2ten gesehn das kann man im internet tuen bei ztf mediathek kultur und unterhaltung JBK .ich muss sagen das einiges was sie in der sendung gesagt hat ziehmlich wiederspruechlich ist zu dem was in sie in ihrem buch geschrieben hat. ausserdem denke ich das sie sich gerne selbst redenhoert .sie sollte sich lieber deutlicher in ihrem bucht aeussern und sich nicht immer hinstellen und sagen aber so habe ich das doch nicht gemeint.hallo? am anfang der sendung hatte ich das gefuehl das sie sagen will das frauen lieber zuhause bleiben sollen und am ende der sendung hat sie sich nach viel gegenwind gedreht so und sagt jeder muss ein eigenes ding machen.dieses buch ist aus meiner sicht ihre therapie.
    andererseits finde ich aber ein paar ihrer punkte gar nicht schlecht so wie Gretchen gesagt hat dank frau schwarzer (Kinderlos) konnte man ja lange nicht sagen das man gerne hausfrau waere und das das bewusstsein der gesellschaft da ruhig eine wendung nehmen duerfte .ich sehe das gar nicht als schritt zurueck , im gegenteil ich denke wenn den frauen beide optionen offen stehen wuerden waere das doch schoen. in japan ist es job oder arbeit .wenn man ein kind hat bekommen frauen nur leichte jobs fuer wenig geld aber leitende positionen die gut bezahlt sind nicht und das trotz guter kinderbetreuung.
    ich denke allerdings schon das es in deutschland fuer frauen moeglich ist wieder in ihren beruf zu kommen da sie per gesetz sehr gut geschuetzt sind im gegensatz zu japan ,korea und viele andere laender.
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Okaasan schrieb:
    ich denke allerdings schon das es in deutschland fuer frauen moeglich ist wieder in ihren beruf zu kommen da sie per gesetz sehr gut geschuetzt sind im gegensatz zu japan ,korea und viele andere laender.

    Genau...und da können wir den Frauen, die dafür gekämpft haben, mal ein dickes, dickes DANKE rüberschicken!!!
    Allerdings hat diese Emanzipation - die natürlich ihre Berechtigung hatte (hat) mitunter Ausmaße angenommen, die einfach nicht mehr gut sind.

    Als Frau soll man heutzutage fit im Job sein, seine Kinder gut erziehen, die Hausarbeit nicht vernachlässigen, einkaufen gehen, Essen kochen, sich um die kranke Mutter kümmern etc. Ja, die meisten Männer helfen im Haushalt mit, aber mal ehrlich - das meiste bleibt dann doch an den Frauen hängen - aber diese wollen dann sogar noch im Restaurant ihr Essen selbst bezahlen, weil sie so selbständig sind...hä?
    Und dann möchten sie dabei noch hübsch, gepflegt und vor allem schlank aussehen.
    Warum um alles in der Welt halsen sich Frauen soviel auf?

    Aber genau das ist der heutige Tenor: Frauen können alles!
    Natürlich können Frauen alles - aber die Frage ist: Müssen sie alles können?

    LG
    Gretchen

    @Okaasan
    Jetzt dachte ich, dass es hier noch eine Frühaufsteherin gibt. Ich kann nämlich jeweils nach dem 5.00 Uhr - Stillen nicht mehr einschlafen. Aber ich denke in Japan ist jetzt nicht 7.00 Uhr morgens - Edit: 8.00 Uhr morgens, mein kleiner Puspie hatte eben schon wieder Hunger ;-)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das Deutschland ist ein Kinderproblem hat das ist bekannt aber ich sehe auch mehr die Probleme darin das Kinder sehr teuer sind und in Deutschland nicht die Unterstützung gibt die man benötigt.Denn wenn Eva mal nachschaut wie der normale Mann verdient dann würde ihr auch klar sein das die Frauen arbeiten gehen müssen. Oder Arbeitslosigkeit aber das wird wohl ein Fremdwort bei Eva sein. Außerdem wollen viele Männer auch keine Kinder und Verantwortung übernehmen.
    Ich bin alleinerziehend und muß bald wieder arbeiten gehen. Ich habe keine Wahl sondern nur Zwang wenn ich nicht immer auf Sozi leben will arbeiten zu gehen und große Auswahl bei Kindergrippe habe ich auch nicht muß mehr oder weniger das annehmen wo ich einen Platz bekomme.
    Ob Eva jemals solche Probleme hatte.
    Sie soll sich erst mal selber an der Nase packen und nicht anderen ein schlechtes Gewissen einreden und von Dingen wo sie keine Erfahrung hat ihren Mund halten.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich gehöre zu diser Genearion die auf die Straße gegangen ist, und ich sage Euch: Ihr könnt ich den Status der Frau zu der Zeit gar nicht vorstellen.
    Dass es in D mit der Kinderbetreuung schwer hapert weiß jeder. Aber darum geht es doch gar nicht. Es geht um diese altmodischen Thesen.
    Sie sagt, dass Männer für Hausarbeit nicht geschaffen sind. Tut mir leid, aber ich auch nicht. Sie sagt Frauen sollen am Herd bleiben, und der Punkt ist, dass sie das noch nie getan hat. Sie hatte auch sicher kein Problem mit der Kinderbetreuung und an Geld für die Putzfrau mangelt es auch nicht.
    Ich finde es schade, dass jetzt wieder Haufrauen und und sog. Karrierefrauen aufeinander losgehen.
    Emanzipation wäre, wenn man wirklich die Wahl hätte. Was Frau daraus macht, ist doch dann ihre Sache.
    Und wenn Ihr dem Vorbild aus der Werbung entsprechen wollt, finde ich das ziemlich schlimm. So haben wird das nicht gemeint. Und ich ganz persönlich wehre mich gegen diese Frauenbild, und auch gegen die Vorwürfe.
    Ich lese hier täglich von Männern, die sich aus den häuslichen Arbeiten ausklinken. Wo bleiben die denn bei der ganzen Sache? Warum fordert Ihr sie nicht?
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Lucasmum schrieb:
    Das Deutschland ist ein Kinderproblem hat das ist bekannt aber ich sehe auch mehr die Probleme darin das Kinder sehr teuer sind und in Deutschland nicht die Unterstützung gibt die man benötigt....
    Ich bin alleinerziehend und muß bald wieder arbeiten gehen. Ich habe keine Wahl sondern nur Zwang wenn ich nicht immer auf Sozi leben will arbeiten zu gehen und große Auswahl bei Kindergrippe habe ich auch nicht muß mehr oder weniger das annehmen wo ich einen Platz bekomme.

    Ja, das kenn ich auch. Viele Frauen müssen voll arbeiten gehen, um ihr Kind zu versorgen. Andererseits sehe ich nicht, dass das Kinderproblem in Deutschland daran liegt, dass Kinder so teuer sind. In unserem Land muss niemand verhungern, niemand erfrieren, jeder hat Anspruch auf medizinische Versorgung und auf Schulbildung - dafür können wir dankbar sein.
    Das Problem liegt im eigenen Egoismus. Man will was von der Welt sehen, man will sich das noch leisten - jenes noch leisten. Dabei stören Kinder nur.
    Ich kann ein Lied davon singen, gehöre ich doch auch zu diesem Klientel. Nicht umsonst hab ich mein erstes Kind erst jetzt mit 36 Jahren bekommen. Da waren halt noch soviele Sachen, die man erleben wollte. Jetzt weiß ich, dass das alles gar nichts war. Das erste Lächeln Deines Kindes wiegt jede Reise oder jedes tolle Cabrio tausendmal auf.

    LG
    Gretchen
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich gehöre zu diser Genearion die auf die Straße gegangen ist, und ich sage Euch: Ihr könnt ich den Status der Frau zu der Zeit gar nicht vorstellen.
    Dass es in D mit der Kinderbetreuung schwer hapert weiß jeder. Aber darum geht es doch gar nicht. Es geht um diese altmodischen Thesen.
    Sie sagt, dass Männer für Hausarbeit nicht geschaffen sind. Tut mir leid, aber ich auch nicht. Sie sagt Frauen sollen am Herd bleiben, und der Punkt ist, dass sie das noch nie getan hat. Sie hatte auch sicher kein Problem mit der Kinderbetreuung und an Geld für die Putzfrau mangelt es auch nicht.
    Ich finde es schade, dass jetzt wieder Haufrauen und und sog. Karrierefrauen aufeinander losgehen.
    Emanzipation wäre, wenn man wirklich die Wahl hätte. Was Frau daraus macht, ist doch dann ihre Sache.
    Und wenn Ihr dem Vorbild aus der Werbung entsprechen wollt, finde ich das ziemlich schlimm. So haben wird das nicht gemeint. Und ich ganz persönlich wehre mich gegen diese Frauenbild, und auch gegen die Vorwürfe.
    Ich lese hier täglich von Männern, die sich aus den häuslichen Arbeiten ausklinken. Wo bleiben die denn bei der ganzen Sache? Warum fordert Ihr sie nicht?

    Dann möchte ich mich hiermit bei Dir bedanken, Marlies!!! :grin:
    Ich hab Gott sei Dank nur von diesen Zeiten gelesen, in denen der Mann seiner Frau verbieten konnte, arbeiten zu gehen, oder in der es den Strafbestand einer Vergewaltigung in der Ehe nicht gab, in denen Frauen nicht wählen durften etc. Sie sind noch gar nicht so lange her. Deswegen sage ich ja, die Emanzipation hatte und hat noch ihre Berechtigung. Ich finde es auch nicht richtig, dass Karriere - und Hausfrauen aufeinander losgehen. Solange wir untereinander aufeinander einschlagen, verlieren wir den Blick für das Wesentliche. Aber leider Gottes ist so, dass diese Kontroversen eben auch Frau Schwarzer und Co. angezettelt haben. Langsam bröckelt aber dieses Gebilde, denn so wie sie es sich gedacht haben bzw. immer noch denken, funktioniert es nicht. Es geht nicht, dass ich meine Karriere bis hinein in den Vorstand vorantreibe, inkl. Überstunden, Seminare und inkl. Geschäftsreisen - was halt so dazugehört und daheim noch zwei Kinder sitzen, die fremderzogen von Kindermädchen werden.
    Aus diesen Kindern wird sicherlich etwas, warum nicht - aber wozu bitte schön hat man denn dann Kinder?

    Ich habe einen sehr fleißigen Mann daheim, der wirklich im Haushalt mithilft. Aber einige Sachen mach ich dann doch lieber selbst. Der Blick fehlt ihm halt für bestimmte Sachen und das kann er nicht lernen, das ist einfach sein Charakter. So wie es Frauen gibt, in deren Wohnung man vom Fußboden essen kann und welche, bei denen man das lieber nicht tun sollte. Und ehrlich - ein Mann der am Abend 2 Stunden am Bügelbrett steht - so richtig erotisch finde ich das nicht. Nicht, dass es bei mir erotisch aussieht, aber dem Mann find ich, geht da das männliche verloren. Jetzt gibt es bestimmt einen Aufschrei, haben andere Frauen doch bestimmt einen anderen Blick für und finden das nicht.
    Naja, bei mir liegt das vielleicht auch an der Erziehung, dass ich solche Männer nicht mag.

    LG
    Gretchen

    PS: Ich bin leider zu blöde, aus zwei unterschiedlichen Beiträgen zu zitieren, deswegen musste ich jetzt zweimal antworten :roll:
  • lisilisi

    180

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich bin zwar nicht aus der Generation, die damals auf die Straße ging, habe aber eine Mutter, die das gemacht hat. Obwohl sie in einer glücklichen Ehe lebte und noch heute lebt (in der selben). Und schon allein deshalb bin ich quasi mit der Frauenbewegung großgeworden, habe seit ich 12 bin diverse Bücher zu diesem Thema gelesen und gehe auch heute noch sehr konform mit dem Gedankengut, dass damals vertreten wurde und auch noch heute wird.
    Und so wie ich es verstanden habe, ging es nie darum, Männer und Frauen "gleich" zu machen und dafür zu sorgen, dass Frauen auf jeden Fall Karriere machen. Sondern darum, dafür zu sorgen, dass sie es können. Meine Oma bekam von ihrem Mann verboten, arbeiten zu gehen, nachdem sie während seiner Ausbildung nach dem Krieg mit ihrem Job die damals dreiköpfige Familie jahrelang versorgt hat. Als die Ausbildung fertig war, durfte sie das nicht mehr. Das Frauenwahlrecht wurde teilweise (nicht in D, da war man relativ früh) erst in den 70er Jahren durchgesetzt.

    Dass die Bewegung zum Teil falsch verstanden wurde hat verschiedene Gründe, denke ich, die z.T. sicher auch im Auftreten vieler sog. "Emanzen" nach außen, aber auch sehr stark bei der Propaganda liegen. Und daran, dass oft nur Schlagwörter gehört werden, statt das Ganze.

    Ich habe meine Tochter auch erst bekommen, als ich einen Job hatte, dessen ich mir relativ sicher war. Und heute sieht trotzdem alles anders aus. Mein Job ist für uns überlebensnotwendig, mein Chef hält arbeitende Mütter anscheinend für wider die Natur, denn angeblich kann eine Frau den Stress Familie und Beruf zu vereinbaren nicht aushalten.
    Das Problem liegt meinner Meinung nach in der Gesellschaft, denn in vielen anderen Ländern ist es wesentlich selbsterständlicher, dass eine Frau arbeiten kann und Mutter sein. Oder sich dafür entscheiden, zu Hause zu bleiben, ohne dafür abgewertet zu werden. Und auch in diesen Ländern gab es die Frauenbewegung, denn die war nicht rein auf Deutschland beschränkt.

    Mein Mann hilft übrigens nicht im Haushalt. Wir teilen uns den Haushalt und ich fände es abwertend ihm gegenüber, seinen Teil als bloße "Hilfe" zu bezeichnen. Genauso bei der Erziehung. Er hat, wie ich, Elternzeit genommen und hat genausoviel Einfluß auf die Erziehung unserer gemeinsamen Tochter, wie ich. Und daneben hat er einen Job, der ihm Spaß macht, was mir, zumindest derzeit, fehlt. Und ihm werden nicht so viele Steine in den Weg gelegt, bei der Arbeit (z.B. bei Beförderungen). Außerdem fängt er weniger Komentare in der Richtung, wie es denn gehen soll, Beruf und Familie zu vereinbaren. Dass alles bekomme ich voll ab und das finde ich doch etwas unfair.
  • CarolCarol

    1,315

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Was ich schade finde an dem "Eva-Prinzip" ist, dass es wieder die Diskussion aufkommen lässt: Wer ist die bessere Mutter? Auch hier habe ich den Eindruck. Wer zu Hause 24 Stunden lang den Job mit den Kindern machen möchte, sich damit wohl fühlt, kann das tun, das ist toll. Aber wieso soll das denn bitte schön in der Natur der Frau liegen? Haben wir alle nicht auch noch andere Qualitäten? Wer die ehrenamtlich oder mit Hobbys befriedigen möchte, okay. Aber wer arbeiten möchte, der sollte das doch auch tun dürfen, ohne deshalb in anderen Bereichen als disqualifiziert zu gelten.

    Warum gelten nur finanzielle Gründe für's Arbeiten, was ist mit persönlichen?
    Wer sagt, dass Kinder zu kurz kommen, wenn die Mutter arbeiten geht? Es gbit auch immer mal wieder Verwandte, die sich liebevoll um das Kind kümmern, und auch Fremdbetreuung muss ja nicht automatissch schlimm sein, im gegenteil, sie kann auch förderlich sein.

    Warum sollten alle Frauen gleich sein, die Unterschiede zu den Männer immer die gleichen sein? Und wer bestimmt, welche Qualitäten männlich oder weiblich sind?

    Ich danke Marlies und all den anderen Frauen dafür, dass sie eingetreten sind, damit Frauen ein Konto eröffnen dürfen, arbeiten dürfen, ob Kind oder nicht, etc..
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Oooch bitte :grin: ..aber ich war damals ganz eigennützig.
    Ich rege mich manchmal über Alice auf, finde sie unmöglich und dann wieder genail. Schlimmer ist das Bild, das in der Werbung vermittelt wird. Aber muss man dem wirklich nacheifern?
    Haushalt damals und heute läßt sich schon gar nicht mehr vergleichen. Alles war viel schwieriger und erforderte Zeit und wesentlich mehr körperliche Anstrengung. Natürlich hatte die Durchschnittsfamilie mehr Kinder, aber eben auch viele unerwünschte.
    Aber es ist doch noch immer so, dass Frauen weniger verdienen, auch wenn sie die gleiche Arbeit tun, und viele andere Nachteile haben, weil man eben eine Frau ist.
    Ausbildung für Mädchen galt als Zeitverschwendung, und in meinem Bergarbeiterort, war ich eine Exotin. Gymnasuim? Das ist was für Jungen, wenn überhaupt ein Arbeiterkind in Frage kam. "Du heiratest ja doch" :roll: Trennungen und Scheidungen gab es kaum, weil Frauen aushalten mußten, rein aus wirtschaftlichen Gründen.
    Fakt ist, dass immer dann, wenn Frauen auf dem Arbeitsmarkt unerwünscht sind, das Bild der idealen Hausfrau heraugekramt wird. Das war nach dem Krieg so, als die Männer nach Hause kamen, und es ist auch so in den Zeiten von hohen Arbeitslosenzahlen.
    Das ist politisch durchaus erwünscht. Und auch deswegen wird sich an der Betreuungsituation lange nichts ändern, denn auch alle, die nicht freiwillig zu Hause bleiben, fallen trotzdem aus der Statistik heraus.
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich rege mich manchmal über Alice auf, finde sie unmöglich und dann wieder genail.

    Das geht mir auch so. Ich war mal bei einer Lesung, die sie und ihre ehemalige (immer noch) beste Freundin gehalten haben - zu ihrem Buch Freundinnen (oder so ähnlich). Sie war witzig, versprühte Charme, hochintelligent - keine Frage. Ich fand sie richtiggehend bezaubernd.
    Und dann kommen jedoch in diversen Talkshows wieder ein paar Sprüche von ihr und ich könnte an die Decke springen :roll:

    LG
    Gretchen
  • OkaasanOkaasan

    356

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich habe da was gefunden:
    Klau-Vorwürfe gegen Eva Herman
    Seit einigen Wochen sorgt Eva Hermans Buch „Das Eva Prinzip“ für einigen Wirbel. Die Ex-„Tagesschau“-Sprecherin kritisiert darin heftig die Folgen der Emanzipation und stellt darin Thesen auf wie „Frauen sollten öfter mal den Mund“ halten. Aber stammen diese Thesen wirklich von Eva Herman oder hat sie alles nur geklaut?

    Denn jetzt meldet sich eine Frau zu Wort, die behauptet sie habe diese Thesen schon vor drei Jahren aufgestellt. Es ist Elfie Horak mit ihrem Buch „Antworten von Angelo“ (Goldmann Taschenbuch-Verlag).
    Hat Eva Herman nur abgeguckt?

    Hier der Vergleich! Im Klappentext von Hermans „Eva Prinzip“ steht: „Herman plädiert für eine Rückbesinnung auf weibliche Eigenschaften wie Mitgefühl, Liebe, Empathie.“ Bei Elfie Horak liest es sich so: „Besinnt euch auf die Weiblichkeit, auf die weiblichen Qualitäten. Weibliche Themen sind Liebe, Partnerschaft, Kinder und das Heim.“
    Eva Herman weist die Vorwürfe von sich. Sie habe selbst schon vor ca. 3 Jahren mit ihrem Buch begonnen, kenne die Autorin nicht und habe nie ihr Buch gelesen.

    quelle: rtl.de
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