Hallo,
heute habe ich einen Bettler an der Tür abgewiesen...
Er stand da mit ärmlichen Pullover und einem eingeschweissten Zettel in schlechtem Deutsch geschrieben - er wäre Pole, kann kein Deutsch, Haus wäre abgebrannt, wohnt 2 km von hier im Zelt....
Ich habe ihm erklärt, dass ich ihm nichts geben werde, dass er sich bei der Stadt auf dem Sozialamt melden soll. Hab ihn gefragt, ob er hier gemeldet wäre? Ich nix Deutsch. Und er blieb hartnäckig stehen.
Mir geht das nicht aus dem Hirn, mir tut es leid, ihn abgewiesen zu haben.
Andererseits - wer (mit abgebranntem Haus) läuft mit eingeschweisstem Zettel in der Gegend rum und bettelt? Ich fragte ihn, ob ihn jemand schickt? - Nix Deutsch.
Doch bemerkte ich einen taxierenden Blick hinter mich - anscheinend mal gucken, wie reich wir sind?
Mir graut jetzt schon vor der nächsten Zeit, wenn wieder alle Wanderzirkusse, Zeugen Jehovas, Teppichverkäufer und was weiss noch vor meiner Tür auftaucht und nur mein Bestes will.
Wie geht ihr damit denn um?
Kommentare
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Ja, dann soll er zum Winter einen Teil der Tiere verkaufen. Ich gebe denen jedenfalls nichts.
:flaming01: :flaming01: Aber dann könnte ich meinen Mann mal wieder. Der ist gerade mit Jan unterwegs und ich habe dem schon tausend mal gesagt, er soll das Garagentor zumachen, wenn er wegfährt. Wir haben unser ganzes Werkzeug, unsere Fahrräder unsere Gartenmöbel, ach einfach alles dadrin untergebracht und wir wohnen echt abgelegen.
Als ich dann die Tür aufgemacht habe, stand er auch ganz interessiert in Richtung Garage gewandt und hat alles bewundert. Vielleicht hätte er ja noch das ein oder andere gebrauchen können??? Achso und unser Zweitwagen (zwar die totale Ronte, aber egal) steht natürlich auch immer mit Schlüssel im Schloß dort parat.
Aber Thomas meint ja immer, hier auf dem Land wird nicht geklaut, jaja.
:flaming01: Man, jetzt kann ich mich schon wieder aufregen. Mehr über meinen Mann - dieser arme Mensch wollte wahrscheinlich wirklich nur eine Spende.
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Naja und sonst geben wir eigentlich keinem was. Es stand auch mal einer vor der Tür der wäre Häftling gewesen und wir sollen eine Zeitung abbonieren sonst hat er nichts zu essen etc. Da wusste ich gleich der lügt aber mein Mann gab dem 5 €, war ich sauer. Aber an der Tür kann er die nicht abwimmeln der traut sich nicht :roll: .Später sehen wir den Typen im dicken Mercedes rumfahren, Handy am Ohr. Sollte er doch sein Auto verkaufen dann hat er erstmal genug Essen :???: .
Im Ort ist oft ein Penner vor Mc Donalds und fragt die Leute ob sie ihm einen Hamburger und Pommes bezahlen, das habe ich auch schon oft gemacht, ist schön zu sehen wie er sich satt isst.
Aber sonst gebe ich nichts...Zirkus und sowas inverstieren das sowieso für die Tiere wette ich, leider :sad:
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Aber auch die "Vertreter" nerven, mit Zeitungen, Kabelanschluss usw..
Und die nicht ganz Koscheren, angeblich vom roten Kreuz, Rettungsflieger
und was nicht noch alles....
Mitleid habe ich mit Leuten die in der Fussgängerzone betteln nicht, es gibt hier "Die Tafel" und eine kirchliche Einrichtung wo es für die Leute kostenlos essen und trinken gibt, ausserdem glaube ich nicht, dass man in Deutschland Hunger leiden muss..
Und ausserdem, warum sitzen die hauptsächlich zum Winter dort rum mit ihren Schildern in der Hand ???
Haben im Sommer keinen Hunger oder was? wers glaubt.....
das ist der Standartspruch der Zeitungsleute....
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Mit gefällt der Vorschlag von eowyn, ihnen ein Brot zu schmieren. Wobei ich an der Haustür noch nie "private" Bettler hatte, immer nur Drücker oder Leute von irgendwelchen Vereinen oder Telefongesellschaften, denen kann man ja schlecht was zu essen anbieten
Bettlern auf der Straße habe ich auch schon mal Brot angeboten, einmal haben sich welche gefreut, es hat auch schonmal jemand abgelehnt.
Mein Onkel ist 81, der hat mal erzählt, dass in seiner Kinderzeit die Bettler an der Haustür gang und gäbe waren. Da gab es einen, dem es ganz fürchterlich ging, er konnte kaum laufen und hatte alle möglichen Gebrechen. Und nach "Feierabend" hat meine Oma ihn dann mal beobachtet, wie er auf die Straßenbahm, die damals noch "Elektrische" hieß, aufgesprungen ist.
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In Berlin sitzt vor einem Shoppingcenter immer ein Typ im Rolli, der Currywurst verkauft. Einige Meter weiter STEHT ein anderer Typ. Beide arbeiten für den gleichen Typen. Man kann beobachten, dass die Leute eher zu dem im Rolli gehen. Wenn wir da mal was essen, dann bei dem Stehenden. Abgesehen davon, dass der Typ im Rolli ganz normal und gesund laufen kann und die sich sogar tageweise mit sitzen abwechseln :biggrin: finde ich es einfach frech, dass man hier auf niedere Art auf das soziale Gewissen der Leute zuzugreifen versucht.... zu Unrecht wohlgemerkt.
Türbettlerei hab ich in Berlin noch nie erlebt, aber dafür haben wir natürlich alle anderen Formen. Nervig finde ich es in der S-Bahn, weil ich da meine Ruhe haben will und nicht die leidige Geschichte der Bettler hören. Was davon wahr ist, interessiert mich nicht. Wenn man sich diesen oder einen anderen Panzer nicht zulegt, müsste man jedem was geben und dann würde ich allein auf meinem Arbeitsweg 5 Obdachlosenzeitungen kaufen und 20 anderen was geben müssen. :roll:
Was ich mache: ich kaufe regelmässig die eine oder andere Obdachlosenzeitung (gibt ja mehrere Formate in Berlin), weil ich vor allem weiss, dass es was bringt. Damit werden die Heime mitfinanziert. Da müssen die Obdachlosen ja morgens die Zeitungen richtig kaufen gehen und dann zusehen, dass sie sie loswerden. Das ist für mich Arbeit und Mühe, die ich gern "belohne". Ausserdem liest man da recht interessantes und bekommt andere Blickwinkel für die Welt und auf Berlin. Aber ich kaufe die eher von Leuten, die einfach nur stehen und wie ein Kiosk agieren - nämlich gar nicht. :biggrin: Von Nervtötern kauf ich nicht. :???:
Ausserdem geb ich Geld, wenn jemand was "leistet". Wenn jemand echt geil Gitarre spielt und singt, dann geb ich schonmal was oder wenn er sich anderweitig zur Schau stellt.
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Hm, vor Supermärkten werden oft auch Obdachlosenzeitungen verkauft, und ehrlich gesagt habe ich noch nie eine gekauft, weil die meisten Verkäufer mir etwas aufdringlich erschienen.
Eine Bettlerin habe ich bis heute nicht vergessen, sie ist sehr dünn, anscheinend hat sie eine schwere innere Krankheit oder so, läuft an Krücken, aber ihre Stimme flößte einem wirklich Angst ein, wenn sie darauf hinweist, dass sie nur ein paar Cent bräuchte, weil sie heute noch nichts gegessen habe. Die Formulierung impliziert, dass niemand anders ihr was gegeben hat, und sie ist wirklich extrem dünn, Frage mich, wie sie da seit Jahren trotzdem laufen kann.
Die Zeugen Jehovas beglücken uns höchstens ein Mal im Jahr zuhause, unterwegs an U-Bahnhöfen sehe ich sie aber fast überall.
Einmal hatte ich einen Leserbrief an eine Lokalzeitung geschrieben, es ging um ein Migrationsthema. Ein paar Tage später, wohl eher zufällig, stand ein "Ehepaar" vor meiner Haustür und quatschte mich auf türkisch voll(wegen dem Nachnamen), ich solle sie unbedingt reinlassen, sie müssten mit mir reden. Aber ich dachte, das wären irgendwelche Journalisten, die mich "überfallen" wollten, und bekam Panik. An der Sprechanlage versuchte ich mich zu erklären(warum eigentlich, aber die haben das wohl mit der Rhetorik drauf, ihr Gegenüber zu verunsichern), bis ich endlich sagte, dass der Grund, warum ich nicht mit ihnen reden könne, der sei, dass ich eigentlich gar kein türkisch könne, weil ich Deutsche sei. :roll: Dann gingen sie weg. Erst als ich später an dem Tag in den Briefkasten schaute, fand ich eine Broschüre der Zeugen Jehovas auf Türkisch. Aber ich lasse sowieso niemand Fremdes ins Treppenhaus. Leider sind da nicht alle Nachbarn so konsequent. Ich kann es nicht leiden, an der Wohnungstür überfallen zu werden.
Das mit dem Zeitungsabo von jungen ehemaligen Häftlingen, ist mir trotz meiner sonstigen Vorsicht früher mal passiert. Als ich dann später kündigen wollte, wurde mir gleich schriftlich mit dem Anwalt gedroht. Habe dann weitere Briefe ignoriert und Gott sei Dank keinen weiteren Ärger gehabt. Aber nie wieder!
Vorwerk, Telekom etc. kommen öfters vorbei, neulich auch mal ältere Kinder, die Geld wechseln wollen. :shock: Da schrillen bei mir die Alarmglocken. Es gibt nämlich hier im Block zwei Zigarettenautomaten, die nur Münzgeld annehmen. Und da die "Jugendlichen" meist sehr jung aussehen, sage ich nein, weil nachher mache ich mich noch strafbar und sollten "nur" die Eltern süchtig sein, sollen die sich gefälligst ihre Kippen selber holen und nicht die Kinder losschicken. :mad:
Liebe Grüße vom Milchmädchen