Geschlechterwertigkeit

wudwudwudwud

2,744

bearbeitet 3. 11. 2006, 16:41 in Plauderecke
Hallo

Kennt Ihr das auch?

Man präsentiert sein Baby, alles wunderbar, die üblichen Kommentare wie süß es doch ist usw. und dann kommt die Frage nach dem Geschlecht (weiß ja nicht immer jeder und Babys sehen eh alle irgendwie gleich aus) und dann sagt man eben wahrheitsgemäß das es ein Mädchen ist.

Plötzlich betroffene Gesichter und dann kommt "Naja egal, hauptsache gesund." Das denke ich mir nicht aus, das ist mir wahrhaftig passiert (war eine Frau).
Ok, wir hatten schon ein Mädchen und ein Junge wäre nett gewesen, aber für mich nicht zwingend notwendig weil es mir echt egal ist.
Ich liebe meine zwei Töchter und finde es klasse das wir zwei gesunde Kinder haben.
Außerdem haben gleichgeschlechtliche Geschwister auch praktische Vorteile, mal so pragmatisch gesehen.

Warum also sind Jungen mehr wert?
Oder fällt mir das nur auf weil es mich einfach aufregt?

Passiert das Jungeneltern auch das sie so intoleranten Menschen begegnen?

Kommentare

  • HjördisHjördis

    2,857

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habs auch schon erlebt:
    Frederick hat sehr lange Wimpern, blonde Haare und blaue Augen. Von meiner Schwiegermutter hieß es letztens:
    "Du wärst ein hübsches Mädchen geworden, welch Verschwendung an einem Jungen!"
    Schon in der Schwangerschaft schenkte sie mir Sachen für Mädchen. Als ihre Tochter jetzt ein Kind bekam, wars eine helle Freude, dass es ein Junge wurde. Bei mir hieß es fast bis zum Schluss: "Ich hoffe ja immer noch, dass es ein Mädchen wird!"

    :flaming01: :flaming01: :flaming01:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Oh ja, das ist hier extrem! :shock:

    Erst mal fragt einen hier keiner, ob das Baby ein Junge ist. Denn wenn man antworten müsste "nein, ein Mädchen", wäre das schlimm und peinlich, sowohl für den Fragenden als auch für die Eltern. Also wird man immer gefragt, ob es ein Mädchen ist (selbst wenn das Baby einen blauen Spiderman Strampler trägt :biggrin: ), und wenns dann doch ein Junge ist, sind alle froh :roll: ...

    Außerdem, und das ist eine komische Logik, heißt es hier: hat man erst ein Mädchen und dann einen Jungen, dann sind das 100% (wohl weil das ältere Mädchen bei der Babypflege helfen kann).
    Hat man erst einen Jungen und dann ein Mädchen, sind das nur 99% (weil von Jungen wohl nicht erwartet wird, dass sie helfen, und die Mutter somit mehr zu tun hat) - fand ich auch nicht so schön, das gesagt zu bekommen. Ich kann also nie mehr die 100% erreichen...

    Was für ein Blödsinn, echt!!!

    Was mich persönlich wundert, ist, dass dieses "ein Junge ist besser" doch noch häufig in den Köpfen drinsteckt, auch in Deutschland. Und andererseits wollen fast alle von meinen Freundinnen ein Mädchen! Sehr merkwürdig. Mir persönlich ist es egal. Ich wollte beides (und ganz ganz dringend ein Mädchen ;-) ), und kann jetzt nicht sagen, was besser ist. Beides gleich gut mit verschiedenen Vor- und Nachteilen.
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hm, ich werde eigentlich von vielen Leuten bemitleidet, weil ich "schon wieder" einen Jungen kriege. (Wobei ich aber auch zugeben muss, dass ich mir mein Leben lang und ca. seit ich 14 war intensiv Kinder und zwar nur Mädchen gewünscht habe. :roll:)
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich kenne diese kommentáre gut... früher hieß es: drei jungs? na sie arme, da kommt was auf sie zu
    heute: super, jetzt könnt ihr ja aufhören, jetzt hats ja endlich mal geklappt
    oder: aber jetzt macht ihr schluss?
    und- auch ganz reizend-: du arme kleine, sooo süß, und dann drei brüder! du wirst es mal schwer haben!

    hääääääää???

    mach dir nix draus- die umwelt findet immer was zu meckern :biggrin:
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    also bei manchen Leuten glaub ich ja die wollen einfach "irgendeinen Senf" dazu geben. :roll:
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich glaube eigentlich dass hierzulande Jungs nicht unbedingt mehr gelten als Mädchen. Ich denke es geht dabei eher darum, dass eben alle ein Pärchen wollen. Wir werden zumindest von allen Seiten beglückwünscht, dass wir nun auch ein Mädchen haben. Bei einem Jungen hätten wir wohl eher Mitleid geerntet.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wenn ich mit meinen drei unterwegs bin und ich sage den Leuten, dass die Zwillis auch beide Jungs sind, krieg ich fast immer mitleidige Blicke und eben das berühmte "Naja, Hauptsache gesund, gell? Da kann man eh nichts machen". Oder eben wie Majonie schreibt, so auf die Art "Na, da wird noch was auf Sie zukommen, sie Arme." Ich sage dann immer, dass ich mich eigentlich einfach nur über drei gesunde Kinder freue, und sie nicht als Kreuz, sondern als absolute Bereicherung sehe.

    Wenn ich dann noch einen draufsetze und sage, dass ich mir schon immer nur Jungs gewünscht habe, werd ich angeschaut als wäre ich nicht mehr ganz dicht. Weil als Frau wünscht man sich nunmal Mädchen, und wenn man das nicht tut, kann man ja nicht ganz normal sein.

    Mir wurde auch schon gesagt, dass die beiden wie Mädchen aussehn, weil sie doch so hübsche Gesichtchen haben. Hallo? Das sind Babies, da kann man doch nicht am Gesicht erkennen, ob Bub oder Mädel. Und wieso sollten Buben keine hübschen Gesichtchen haben? Mir kommt es echt eher so vor, als würden Jungs als Belastung angesehn und Mädchen sind einfach nur süß.

    LG
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    leanders_mama schrieb:
    Mir kommt es echt eher so vor, als würden Jungs als Belastung angesehn und Mädchen sind einfach nur süß.
    solange sie noch friedliche Babys sind vielleicht. aber sobald sie anfangen mal kontra zu geben werden sie nur noch als zickig bezeichnet. :twisted:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    mir hat mal eine ältere dame mit verschwörerischem blick in der strassenbahn gesagt:"sein sie froh, dass sie einen jungen haben. wirklich! besser 10jungen als 1 mädchen, das sag ich ihnen"
    (keine ahnung, was die arme frau erlebt hat :biggrin: )
  • bearbeitet 31. 10. 2006, 22:20
    beim ersten Mal war ich froh, einen Jungen zu haben. (weil ich zwei Schwestern habe und mit meiner nächstjüngsten wirklich fast jeden Tag die Fetzen flogen.) da hieß es aber immer, die seien extra anstrengend, die müsste man ja jetzt modern erziehen, sprich emanzipatorisch. Damit konnte ich nicht viel anfangen, na ja. Beim zweiten hätte ich schon gerne ein Mädchen gehabt, einfach weil ich dachte, nach zwei Kids ist eh Schluss, wegen Job und weil "man" eben nur zwei Kinder bekommt in der Durchschnittsfamilie. danach wollte ich ja ganz gerne ein Mädchen, aber habe mit dem Kinderwunsch so lange gewartet, bis ich diesen Zwist von wegen "nur ein Junge" verarbeitet hatte und mir das Wurst war. Dass es jetzt ein Mädchen ist, ist schön, aber wenn es nicht so gekommen wäre, ok, dann soll das eben so sein, dachte ich mir. Anfangs wurde ich aber trotz der rosa Klamotten meiner Tochter darauf angesprochen, "ach wieder ein Junge, machen Sie jetzt noch weiter mit Nummer 4?". :roll: und dann wurde mir manchmal noch ein viertes Kind angedichtet, so nach dem Motto: noch ein Mädchen, dann wären wir komplett. :shock:

    ich finde dieses Gerede, was "besser" wäre, doof. Dass man selber sich eher für eine typische Jungs- bzw. Mädchen-Mama hält, ist doch Gefühlssache, dafür kann man doch nichts.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich kenn die Sprüche auch, jetzt endlich ein Mädchen und jetzt ist Schluss. Aber die meisten Leute akzeptieren gerade weil wir erst drei Jungs hatten die Gesamtzahl von 4 Kindern ;-)

    Ich hab so gut wie keine negativen Rückmeldungen.

    Und sorry aber Mädchen sind zickig, Lotte ist wirklich viel zickiger als ihre Brüder. Ihr müsst sie mal schreien hören, wenn sie Aufmerksamkeit will :biggrin: aber ich finde auch das total süß :grin: :bounce02:
  • CosimaCosima

    2,173

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    meine tante hat vier jungs.
    sie findet, daß alle mädchen zickig sind und sie sei sooo froh, keines zu haben. das ist das, was sie nach außen hin sagt.
    in wahrheit hat sie sich immer ein mädchen gewünscht, aber sollte wohl nicht sein.....

    vielleicht sind die eltern, die solche kommentare geben in irgendeiner weise geprägt? wer weiß....

    habe auch vier brüder, drei sind älter und einer jünger.
    die einen kommentare: ob ich ein verzogenes prinzesschen sei, bei den vielen brüdern.
    die anderen kommentare: ob ich ein halber junge sei, bei den vielen brüdern könne man doch kein richtiges mädchen werden.

    :confused01: naja, verstehe beides nicht. bin weder das eine noch das andere.... glaube ich :biggrin:


    mir wurde schon oft gesagt: oh schön, ein pärchen, dann könnt ihr ja jetzt aufhören. die meisten sind fassungslos, daß wir noch mehr kinder haben wollen....

    gruß,
    cosima
  • wudwudwudwud

    2,744

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also das oben beschriebene Ereignis war glaub ich keineswegs auf den Drang ein Pärchen zu haben bezogen, sondern wirklich auf die "nur" ein Mädchen Schiene.

    Interessant finde ich aber das ich deutlich mehr Mamas kenne die nur Jungs haben, als solche mit nur Mädchen.

    In unseren Familien sieht es aber auch "sortenrein" aus. Mein Mann hat noch einen Bruder und ich noch eine Schwester.
    Bekommt man sowas vererbt?

    Ich glaube wirklich es ist echt egal wie man es macht.
    Man könnte fast glauben man bekommt bösen Willen als Frau unterstellt wenn man keinen "Stammhalter" bekommt.
    Im Gegensatz dazu sind ja auch viele mit nur "Stammhaltern" gesegnet.
    Und die werden auch bemitleidet.
    Schon irgendwie seltsam.

    Mir ist aber aufgefallen das gerade die "älteren" Generationen so auf einen Jungen pochen.
    Scheinbar ist es da wirklich noch so im Gedächtnis verankert das der Stammhalter in die Fusstapfen des Vaters tritt und ein Mädchen kann das ja nicht.
    Wobei, ganz gegensätzlich, mein Mann hat den selben Beruf wie meine Schwiema gelernt. :biggrin:

    Ich finde es aber echt interessant das es dieses Phänomen überall gibt.


    @Cosima: Wie Ihr wollt noch mehr Kinder? Pfui, Asche über Euer Haupt. :biggrin:

    Ich finde viele Kinder toll und auch wenn ich jetzt gerade im Moment eher weniger den Drang habe gleich wieder einen Säugling zu haben, kann ich mir sehr gut vorstellen noch ein drittes Kind zu bekommen.
    Mein Mann allerdings nicht. Er hat Angst das es wieder ein Mädchen wird und dann das interfamiliäre Geschlechterverhältnis noch ungünstiger für ihn wird :biggrin: .
    Aber das sind ungelegte Eier. Wir hätten ja noch etwas Zeit wenn man das mal rein vom Standpunkt der Natur betrachtet.
    Wobei ich nicht glaube das er seine Meinung diesbezüglich ändern wird :???: .
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Cosima schrieb:
    mir wurde schon oft gesagt: oh schön, ein pärchen, dann könnt ihr ja jetzt aufhören. die meisten sind fassungslos, daß wir noch mehr kinder haben wollen....
    Das kenne ich, bei uns sind auch immer alle entsetzt, dass wir ein drittes Kind nicht ausschließen. Hätten wir zwei Jungen würde man uns wohl ein drittes noch zugestehen, damit wir eben vielleicht doch noch ein Mädchen bekommen. Aber so haben wir doch bitte jetzt aufzuhören :roll:
  • kerstinjkerstinj

    2,322

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bis auf die Tatsache, dass Lukas von Anfang an für ein Mädchen gehalten wurde (wenn er längere Haare hat, auch jetzt noch :roll: ),habe ich noch keine Kommentare über Besser oder Schlechter bekommen.
    Halt! Stopp! Doch: Im KH fragte mich ein türkischer Vater, was "es" denn wäre, als ich Lukas vom Schwesternzimmer zu meinem Zimmer fuhr. Auf die Antwort "ein Junge" meinte er ganz neidisch, dass erschon wieder "nur" ein Mädchen hätte :flaming01:

    Ich glaube, dass viele Leute so denken:
    Das erste Kind oder zumindest ein Kind sollte ein Junge sein, von wegen Stammhalter, Namen des Vaters weitertragen bla,bla...
    Das zweite Kind sollte dann idealerweiseein Mädchen sein, weil Pärchen ja so schön sind :roll:

    In meiner Familie waren eigentlich alle froh, dass es ein Junge geworden ist. Mein Vater, weil er selbst lieber einen Jungen gehabt hätte (der hat mir ernsthaft vorgeschlagen, meinen Mädchennamen zu behalten, da der mit mir ausstirbt :fies02: ) und mein SchwiVa weil er eine Enkeltochter hatte (und zwei "angeheiratete" Enkelsöhne, aber zu dem Zeitpunkt waren die beiden noch nicht verheiratet).

    Ich persönlich hatte mir eigentlich ein Mädchen gewünscht, aber schon in der SS wurde es mir ziehmlich egal, wenn auch spannend, da wir bis zur Geburt nicht wussten, was "es" wird
    ;-)
    Ich finde aber auch, dass es sch...egal ist, welches Geschlecht dasKind hat!
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    mal kurz offtopic: warum sollen mädchen eigentlich zickiger sein als jungs? da kann ich euch aber glattwegs das gegenteil an lebenden objekten liefern! keienr meienr söhne war und ist so sehr kompromiss- und gesprächsbereit wie meine tochter! klar ist sie an manchen tagen zickig- aber nicht zickiger als mitunder ihre brüder auch :roll:
  • CosimaCosima

    2,173

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @majonie:
    keine ahnung, wie das mit der "zickigkeit" ist....

    finde eher, man ist als typ entweder so oder so,
    egal welches geschlecht man hat....

    @wudwud:
    bei uns in der familie sind jungs absolut in der überzahl.
    von den sechzehn enkeln meiner oma sind 14 jungs und zwei mädels,
    eines davon bin ich :biggrin:
    zweimal nur jungs, zweimal vier jungs mit jeweils einem mädchen....
    also, da sind die interfamiliären verhältnisse auch nicht wirklich ausgeglichen ;-)

    @leanders_mama:
    bei sophia haben viele nachgefragt, ob junge oder mädchen.
    bei arthur hat bisher einer gefragt, alle anderen sagen, man sehe sofort, daß er ein junge sei. schon seit geburt sei das so. :shock:
    ich kann dazu nichts sagen, denn ich weiß ja, daß er ein junge ist. ;-)

    gruß,
    cosima
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich kann dazu nichts sagen, denn ich weiß ja, daß er ein junge ist.

    Ja, so gehts mir mit den Zwillingen auch. Ich weiss, dass sie Jungs sind und drum sehn sie für mich auch wie Jungs aus. Aber wenn ich fremde Babies sehe, kann ich nicht sagen, Junge oder Mädchen (ausser sie haben rosa Klamotten an :grin: ).
    *offtopic*
    In der Eltern (jaja, ich lese die, ich geb es zu) war mal so ein Test. Da waren auf einer Seite Babies nur mit Windel an abgebildet, man sollte raten, wer Mädchen und wer Junge ist. Ich hab da teilweise ganz schön daneben gelegen. Auf der nächsten Seite waren sie dann geschlechtertypisch angezogen. Wenn man nur die angezogenen Bilder gesehn hätte, hätte ich sofort gesagt, klar, das ist Mädchen und das Junge, das sieht man. Aber nur mit Windel war das dann doch nicht mehr so einfach zu unterscheiden.

    LG
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    leanders_mama schrieb:
    In der Eltern (jaja, ich lese die, ich geb es zu) war mal so ein Test. Da waren auf einer Seite Babies nur mit Windel an abgebildet, man sollte raten, wer Mädchen und wer Junge ist. Ich hab da teilweise ganz schön daneben gelegen.

    Echt? Lustig, sowohl mein Mann als auch ich ahtten alle vier auf Anhieb richtig. Größtenteils, weil sie die Geschlechterklischees bedienten - die Jungs beugten sich beide vor und/oder strahlten die die Kamera, waren aktiv, die Mädchen lagen eher passiv in den Kissen und guckten eher zu.

    Mag auch dran liegen, dass unsrer auch ein sehr aktives und sehr freundliches Kind ist, dass wir bei aktiv und freundlich sofort an Junge dachten.

    Dieser "Hauptsache, gesund" hätte ich aber mal die Meinung gegeigt. :shock: Meine Güte, ich wäre glaube ich explodiert! Wobei mir mittlerweile fürs zweite komplett egal ist, was es wird. Ich wollte immer erst einen Jungen und dann ein Mädchen, und jetzt, da die erste Voraussetzung erfüllt ist, kann ich mir einen zweiten Jungen mindestens genausogut vorstellen. Geschlechterspezifisch erzogen wird bei mir eh nicht. Wenn Timo Pferdebücher toll findet, dann ist das genauso okay, wie wenn ein Mädchen sich für Fußball interessiert.
  • kabelchenkabelchen

    184

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Als ich schnwager war fragte mich meine Nachbarin was es denn wird. Als ich sagte ein Junge antwortete sie: oh wie toll da freu ich mich noch mehr. Mein Mann und ich haben nur so geguckt :shock:. Ich hatte geantwortet: Na uns ist es egal, hauptsache gesund.

    Später dann auch immer diselben Reaktionen. Was ist es denn? Ein Junge, och wie toll da können Sie aber froh sein, ein Junge? Och das ist aber toll. Ein Junge? Na da haben Sie sich bestimmt besonders doll gefreut.

    Verstanden haben wir das auch nie aber was kümmern mich fremde Leute?

    Jetzt wo er größer ist kommen dann so Sprüche wie: na jetzt muss aber auch noch ein Mädchen kommen. Super das andere meinen mir sowas sagen zu müssen. Mir ist es beim zweiten Kind auch egal was es wird solange es nur gesund ist. Gegen zwei Jungs habe ich aber überhaupt nichts und wenn ich das immer sage gucken die Leute nur ganz dumm :roll:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich wollte auch immer mind. ein Mädchen haben. Nun ja, jetzt sind es zwei Jungs, mit denen ich sehr glücklich bin.

    Ich erlebe es aus meiner Umgebung auch so, das wir den Freifahrtsschein für ein (nicht ausgeschlossenes) drittes Kind haben - "weil uns ja das Mädchen fehlt".

    Bei unswerdenin den letzten Jahren fast nur Jungs geboren. Über die wenigen Mädchen sind alles ehr froh...

    Und wegen dem Familiennamen: Den können die Töchter doch auch weiterführen.
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich muss schon zugeben, das ich das mit dem "Familiennamen weiterführen" in meiner Familie auch sehe. Aber abolut nicht verbissen, eher als "nette Dreingabe". ;-) Sollte da überhaupt irgendwann mal Stress wegen gewesen sein, dann war der schon vor 19 Jahren weg, als mein ältester Neffe geboren wurde.
    Und jetzt gibts hier grade ne wahre Flutwelle von Jungs. Mein ältester Bruder ist schon ganz stolz zwei Töchter zu haben. ;-)

    Wie mans macht, man machts eh verkehrt. ;-)
  • PatyPaty

    2,953

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    GoldSeven schrieb:

    Echt? Lustig, sowohl mein Mann als auch ich ahtten alle vier auf Anhieb richtig. Größtenteils, weil sie die Geschlechterklischees bedienten - die Jungs beugten sich beide vor und/oder strahlten die die Kamera, waren aktiv, die Mädchen lagen eher passiv in den Kissen und guckten eher zu.

    Das find ich zB. ne wertende Aussage. Auch wenn Du sie hinterher abschwächst. ;-)
    So was ist nämlich Charaktersache und nicht geschlechtsspezifisch.
    Meine Tochter zB. war viel schneller aktiv als ihre Brüder. Freundlich und strahlend sind sie alle 3.

    Hier wird auch oft vom Stammhalter gesprochen etc. :roll:

    Icch find meine Söhne übrigens zickiger, als meine Tochter, sie hatte zwar Wutanfälle (hat sie immer noch) denkt aber darüber nach und ist einsichtig, auch schon als Kleinkind. Wáhrend die Jungs die Fetzen fliegen lassen und toben.

    Ich habe ja den 2. Jungen dazu bekommen (zum glück bisjetzt auch ruhiger als Nº1), hatte aber mit einem Mädchen geliebägelt, da eben von der Art her doch umgänglicher als ein Junge, obwohl ja hier, wie gesagt eben der Charakter reinspielt.

    Ich glaube auch oft, die Leute reden einfach nur, um sich reden zu hören und meinen es nicht böse.
    Gabriel wird als Nena betitelt :roll: und er sieht nun weisgottnicht wie ein Mädchen aus. Ich find bei Kleinkindern kann man das schon ganz gut sehen.

    Ich kann nur auf China verweisen, da gibts Geschlechterwertigkeit:
    Mädchen werden abgetrieben, denn da man nur ein Kind haben darf, muss es natürlich ein Stammhalter sein :flaming01:
    Da können sich die Stammhalter in ein paar Jahren untereinander vermehren :cool:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Größtenteils, weil sie die Geschlechterklischees bedienten - die Jungs beugten sich beide vor und/oder strahlten die die Kamera, waren aktiv, die Mädchen lagen eher passiv in den Kissen und guckten eher zu.

    Öööhm, ich oute mich jetzt mal als völlig unwissend, aber diese Geschlechterklischees kannte ich bis grade gar nicht. Da hätt ich jetzt gar nicht drauf geachtet.

    Leander hat ja als Baby auch immer alle Leute angestrahlt. Damals wurde er des öfteren auch für ein Mädchen gehalten. Ich hab mir schon gedacht, ob das irgendwie an mir liegt, dass alle Leute meine Jungs für Mädchen halten ;-) .

    Ich muss ehrlich sagen, mir war es nicht so ganz egal, was ich bekomme. Auch wenn ihr mich für bescheuert haltet. Wir haben ja mal kurzzeitig (für ca. zwei Wochen) gedacht, dass die Zwillinge zwei Mädchen werden. Ich dachte immer, naja, wenns dann doch Mädchen sind wirst du dich genauso freun. War aber nicht so. Ich hab da ein ganz schlechtes Gewissen deswegen. Was natürlich gewesen wäre, wenn man mir im OP doch gesagt hätte "es sind Mädchen", kann ich nicht sagen. Denke mal nicht, dass ich dann gesagt hätte "ne ne, die können sie wieder zurücktun", da hätt ich mich bestimmt genauso gefreut. Bei mir hat das auch nichts mit Stammhalter oder so Zeug zu tun. Wie gesagt, ich kann das nicht erklären. Die Töchter von anderen Müttern find ich immer supersüß und beschäftige mich auch gern mit ihnen, kaufe rosa Haarspangen als Mitbringsel und so Zeug. Aber selber ne Tochter? Das kann ich mir echt nicht vorstellen. Keine Ahnung, warum ich da so verdreht bin. Vielleicht weil ich mir als Kind immer noch nen Bruder gewünscht hab und keinen gekriegt hab.

    LG
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich glaube ich wäre beim ersten Kind gar nicht mit einem Mädchen klargekommen. Wahrscheinlich, weil ich erst mal an meiner früheren Mutter-Tochter-Beziehung zu knabbern hatte(heute teilweise noch) und da unsicher gewesen wäre.
  • Mandy1976Mandy1976

    4,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    kerstinj schrieb:
    Ich glaube, dass viele Leute so denken:
    Das erste Kind oder zumindest ein Kind sollte ein Junge sein, von wegen Stammhalter, Namen des Vaters weitertragen bla,bla...

    Tja, das kann aber auch nach hinten los gehen. Mein Mann hat bei unserer Hochzeit meinen Namen angenommen, so dass sein Namensstammbaum jetzt bei seinem Vater "endet". Tja, so kanns gehen. Und mein Vater hat nun unerwarteterweise doch einen "Stammhalter".

    Ich halte das aber im Prinzip für völlig unwichtig welches Geschlecht das Kind hat. Klar hat man evtl. einen Wunsch - aber der ist doch spätestens dann zweitrangig, wenn man das kleine Wesen im Arm hat.

    LG
    Mandy
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Paty schrieb:
    GoldSeven schrieb:
    Echt? Lustig, sowohl mein Mann als auch ich hatten alle vier auf Anhieb richtig. Größtenteils, weil sie die Geschlechterklischees bedienten - die Jungs beugten sich beide vor und/oder strahlten die die Kamera, waren aktiv, die Mädchen lagen eher passiv in den Kissen und guckten eher zu.

    Das find ich zB. ne wertende Aussage. Auch wenn Du sie hinterher abschwächst. ;-)

    Das ist keine wertende Aussage, da ich sagte, es seien Klischees (i. e. unwahre Allgemeinplätze). Dass Timo in dieses Klischee passt, sehe ich als puren Zufall - bei mir und meinem Mann sind die "Rollen", wenn man sie so nennen will, vertauscht. Für wahr halte ich sie nicht. Ich bin bei desem Bild auf die Klischees reingefallen, weil mein Unterbewusstsein zuerst geschaltet hat. Aber selbst wenn ich der Meinung wäre, dass Jungen aktiv und Mädchen passiv sind - welcher Meinung ich aus den genannten Gründen gar nicht sein kann - wäre das immer noch keine Wertung...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    jetzt habe ich es endlich geschafft alles zu lesen.

    tja mit dieser geschlechterwertigkeit ist das schon so eine sache.... meinem mann ist es egal was es wird, hauptsache alles dran. ihn interessiert es nur wegen der namenswahl, da er nicht 2 namen aussuchen mag :roll: ich hätte gerne noch ein mädchen, jungs sind mir zu kompliziert, bin selbst mit 9 neffen und 3 großneffen gesegnet und habe den direkten vergleich zu meinen 5 nichten. den meisten ärger gab und gibt es mit den jungs ;-)

    übrigens ich bin die jüngste von 4 mädchen, das sagt wohl alles :biggrin:

    allerdings so was von unweiblich.... ich kann mich weder schminken noch mir die haare fönen, was immer von meinem mann belächelt wird. er droht immer damit, dass er mal filmt wie ich antonia föne und er es ihr in 15 jahren vorspielt :roll:

    übrigens fand sogar er es heute nervig, dass seine mutter darüber jammert, dass sie sich wegen einer augen-op 5 wochen nicht schminken darf ;-) sein kommentar: was ist daran furchtbar? guck doch sie (mich) an, sie schminkt sich nie und hat keine probleme damit :grin:

    dafür kann ich autos reparieren, reifen wechseln, mäuern, tapezieren, heu machen, kochen und backen... ;-)
  • CosimaCosima

    2,173

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    siehst du, und ich habe vier brüder und kann auch reifen wechseln, tapezieren, kochen, backen, rückwärts einparken, mit diversen kreissägen umgehen, etc.

    scheint wohl nicht an den geschwistern und deren geschlecht zu liegen :biggrin:

    schminken und föhnen sind auch fremdwörter für mich.
    habe es aber auch nich darauf angelegt, mich mit diesen dingen näher zu beschäftigen ;-)


    lieben gruß,
    cosima
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo,

    manchmal finde ich sogar, daß die Geschlechterwertigkeit schon in der SS mit den ganzen Ammenmärchen anfängt.

    Bei Jungen wird eine Frau schön, kriegt glänzende Haare, einen schönen Bauch, nimmt nicht soviel zu usw.

    Wenn der Bauch eher unförmig wird, man Pickel kriegt, schlecht aussieht etc. dann wird es ein Mädchen.

    Das ist doch auch schon wertend. Ich sehe auf jeden Fall so aus, als bekäme ich ein Junge, und vor allem ältere Frauen sagen mir das auch so ins Gesicht: Na so gut wie Sie aussehen, kriegen Sie auf keinen Fall ein Mädchen, das hätte Ihnen schon lang die Schönheit geraubt".

    Das soll zwar vielleicht als Kompliment daherkommen, aber ich empfinde das wie gesagt auch schon als Wertigkeit der Geschlechter, Jungen gut, Mädchen na ja.

    Und alle sagen:"Oh, ein Mädchen, die sind viiiel schwieriger, zickiger als Jungen". Das scheint echt die vorherrschende Meinung zu sein.

    However, aus den Köpfen der Leute scheint das nicht rauszukriegen zu sein, manche meinen es ernst, manche reden einfach so daher.

    Viele Grüße
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich glaub, man tut gut daran, überhaupt nicht danach zu fragen. Denn egal welche Antwort man gibt, schlimmer noch: egal welches Gesicht man macht: Es wird interpretiert! Und zwar immer so, wie man es von der entsprechenden Person erwartet :twisted: und ohne nachzufragen, ob es so überhaupt gemeint war :roll:

    Sowas blödes, echt. Klar hat man selber auch irgendwie das Bedürfnis, Geschlechter-Abwechslung in die nachwachsende Rasselbande zu bringen. Manche Eltern finden das wahrscheinlich auch wichtiger als andere Eltern. Und so haben auch andere Leute haben gewisse Vorstellungen von der günstigsten Geschlechterabfolge der Kinder und entsprechende Vorurteile Geschlechtern gegenüber, was m.M nach ein gutes Recht ist, diese zu haben.
    Ich freu mich jedenfalls, wenn sich jemand mit mir über mein Töchterchen freuen kann, ich würde mich freuen, wenn sich jemand über meinen Sohn freut - noch hab ich ja keinen, vielleicht krieg ich auch nie einen.

    Dass jedes Kind "Hauptsache: gesund" sein muss finde ich eigentlich eine noch viel erdrückendere Tatsache: was ist, wenn nicht? Junge ist gut, Mädchen ist auch gut: nur krank oder behindert darf es um Himmels Willen nicht sein :???: Ich finde, wir fordern da zu viel, diese Forderung ist für mich viel beängstigender (auch wenn es hier im Thread eben nicht darum geht, sondern um die Geschlechterfrage) Dagegen ist der Druck, einen Jungen oder ein Mädchen zur Welt zu bringen ja noch harmlos,
  • wudwudwudwud

    2,744

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ohje, jetzt hab ich tatsächlich einen Moment gebraucht um alles zu verstehen was Du, lila, geschrieben hast.
    Fernsehen und lesen parallel gehen wohl doch nicht so gut ;-) .

    Klar, hauptsache gesund, ist schon ein richtig großer Wunsch, aber er verkommt wenn er geäußert wird wenn das Kind nicht das gewünschte geschlecht hat.
    So nach dem Motto, es ist kein Bub/Mädel aber es ist wenigstens gesund.
    Da wird der Umstand des gesunden Kindes total aus dem Kontext gerissen.
    Da hast Du wohl recht.

    Im beschriebenen Fall zu Beginn des Threads war ich einfach nur sprachlos.
    Einerseits wegen der Dreistigkeit mit der an selbst bewertet wird (Versager, kein Bub! In dem Fall jetzt zumindest) und andererseits das eine Frau eine solche Äußerung macht ohne darüber nachzudenken das sie sich selbst damit genauso abwertet.
    Man soll sich zwar nicht ständig selbstbeweihräuchern, aber sich selbst so abzuwerten ist auch eher unglücklich. Wobei ich nciht glaube das ihr das aufgefallen ist :???: .

    Wenn ich die Klischees betrachte die hier angeführt werden wäre Cecilia ein prima Junge geworden, und ich übrigens auch.

    Schminken kann ich mich auch nicht, mache es eher ungerne und immer seltener.
    Reifen wechseln kann ich (sollte eine Frau aber auch können meiner Meinung nach) und auch sonst bin ich eher der "burschikose" Typ.
    Woher also sollte Cecilia ein klassisches Mädchen sein?

    @Froschvonhops: Sorry, habs total verpasst, alles Liebe und Gute noch zum zweiten Kind.
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