Ich bräuchte 'mal ein paar gute Ideen. Meine Oma hat seit Jahren Alzheimer. Sie lebt normalerweise in einem Heim, ist zur Zeit aber in der Landesklinik für verschiedene Untersuchungen. Sie erkennt mich nicht mehr, freut sich aber, wenn ich sie besuche. Das Problem ist nur, dass ich kaum noch weiß, wie ich mich mit ihr beschäftigen kann. Ein Gespräch ist kaum möglich, wenn überhaupt, dann über frühere Zeiten, als ich noch gar nicht geboren war. Spielen geht nicht mehr, außer würfeln mit einem einzigen Würfel. Laufen kann sie nicht und auch mit dem Rollstuhl traue ich mich nicht mit ihr 'raus, weil sie einfach aufsteht und hinfällt.
Diese Klinik, in der sie ist, ist total deprimierend. Mann kann in einem Gemeinschaftsraum sitzen aber man ist ständig umgeben von absolut verwirrten Menschen.
Hat jemand eine Idee, wie ich mich einigermaßen sinnvoll (oder auch nicht) mit meiner Oma beschäftigen kann?
Liebe Grüße
Carolin
Kommentare
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Ansonsten kannst Du einen Igelball (einen weichen) mitnehmen, den könnt Ihr Euch auch über den Tisch zurollen, das klingt zwar im ersten Moment komisch, aber es schult ein bisschen die Motorik und der Igelball regt die Sinne an. Oder sie kann ihn nur greifen.
Wegen dem Rollstuhl, es gibt so Tische, die man davor machen lassen kann. Den hatte meine Oma auch zum Schluss. Aber das geht nicht einfach so, da braucht man die Genehmigung von einer bestimmten Stelle (auch, wenn man schon die Betreuung für die Person hat), da es massiv in die Persönlichkeitsrechte des Patienten eingreift, auch, wenn es nur zu seinem Besten ist. Meistens genehmigt diese Stelle das aber (ich überleg noch, wie die heisst, wenns mir einfällt, dann sag ich nochmal Bescheid).
Ich finde es toll, wie Du Dich um Deine Oma kümmerst!
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@gewitterhexe: Zeitschriften schauen wir öfters an, das geht einigermaßen. Geschichten über die Royals dieser Welt hört sie sich gerne an.
Das mit dem Igelball werde ich heute gleich 'mal probieren, ich habe einen hier.
Liebe Grüße
Carolin
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Wenn sie sich noch gut artikulieren kann dann könntest du mit ihr alte Rezepte aufschreiben.... Man sollte immer an die Interessen anknüpfen bei Demenz oder Alzheimer Patienten.
Wünsche dir viel Glück!!!
Ein gutes Buch könnte ich dir auch empfehlen, darf ich den Titel und denn Autor angeben???
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Ich hatte auch noch eine gute Idee: wir haben ein Buch mit Weihnachtsliedern durchgesehen. Sie hat viele davon erkannt und gleich angefangen zu singen
In dem Heim, wo sie normalerweise ist, kann man sich schon ganz gut beschäftigen. Da hat sie ein schönes Zimmer, man kann Kaffee kochen, es gibt einen kleinen Park etc.
Nur in dieser Landesklinik ist es im Moment echt deprimierend :sad:
Liebe Grüße
Carolin
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Autorin: Naomi Feil
Titel: Ausbruch in die Menschenwürde
Validation- einfache Techniken um Menschen mit Altersverwirrtheit/
Demez vom Typus Alzheimer - zu helfen
ISBN 3-901291-04-0
:little: Adrian 22.08.2004
:razz: Würmchen ET 15.08.2007
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Übrigens, ich muß Dich bewundern. Ich weiß selbst, wie es ist, eine Oma zu haben, die Alzheimer/Demenz hat. Was habe ich mit meiner Oma durchgemacht? Wir hatten sie ja zuhause, da mußten wir ständig hinterher, damit sie keine Plastikschüssel auf den Ofen stellte.
Doch sie wollte immer beschäftigt sein, wenn ich mal sagte sie soll sich mittags hinlegen, oh Gott welch Graus!