Weihnachten/Omis stehen vor der Tür

ToetouchToetouch

1,024

bearbeitet 5. 02. 2007, 18:38 in Plauderecke
Hallo,

am 2. Weihnachtstag kommen unsere Geschwister und Eltern zu uns zu Besuch.
In den 7 Wochen wo unser Wurm auf der Welt ist, gab es schon mal hier und da den typischen Ratschlag:

Wie Du gibst keinen Tee, der Moritz verdurstet doch (ich stille).
Du mußt ihn schreien lassen, das kräftigt die Lungen.
Ihr verwöhnt ihn viel zu sehr.
Das Ohr (leicht abgeknickt) würde ich mit Tesa fixieren.

usw.

Ich erwarte weitere solcher Ratschläge und suche nun Aussagen, Berichte etc. die ich stillschweigend präsentieren kann ohne viel zu diskutieren.

Irgendwo in diesem Forum habe ich auch schon mal die Anekdote gelesen, das einer Omi nach 10min der Teller weggenommen wurde, denn länger als 10 min soll man ja nicht essen... :biggrin:

Habt Ihr solche Geschichten? Ich will bewußt auf Konfrontation gehen, denn nur so hilft es. Man kennt ja seine Pappenheimer...

Gruß Ivonne

Kommentare

  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Grundsätzlich empfehle ich Dir dann mal hier auf der Seite die Wichtig-Beiträge in den jeweiligen Unterforen (stillen, Ernährung, schlafen...) auszudrucken und bei Marlies auf der Homepage stehen auch noch viele Dinge zu den Themen.

    Schade, dass du so auf Konfrontation gehen musst, aber manche werden es nie begreifen, dass sich die Zeit ändert.
  • NukaNuka

    2,340

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Toetouch schrieb:
    Das Ohr (leicht abgeknickt) würde ich mit Tesa fixieren.
    lachen10.gif
    Sorry, musste lachen.

    Meinst Du wirklich, Konfrontation ist wirklich soo toll?
    Dann hast Du doch keinen langen Tag vor Dir, alte Leute müssen schließlich früh ins Bett.
  • ToetouchToetouch

    1,024

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Nuka: mein Bruder und ich haben uns angesehrn und uns ernsthaft Gedanken und Sorgen gemacht, was sie mit uns angestellt haben kann... ;-)

    Dabei sind die beiden Omas erst Anfang bzw. Mitte 50!
    Der Lieblingskommentar meines Mannes ist: In der Technik ändert sich ständig etwas, aber in der Kinder"branche" muss alles beim alten bleiben...

    Gruß Ivonne
  • supisupi

    8,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Toetouch schrieb:
    In der Technik ändert sich ständig etwas, aber in der Kinder"branche" muss alles beim alten bleiben...

    Irgend so einen Spruch würde ich loslassen und damit das Thema für beendet erklären.
    Die haben's früher so gemacht, Du machst es heute anders. Punktum.
    Da würde ich gar nicht gro0 rumdiskutieren - das vermiest Euch allen doch nur den Tag. :neutral:
  • ToetouchToetouch

    1,024

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    der Satz ist schon sooo häufig gefallen... Gott sei Dank unterstützt uns mein Vater.

    Wir brauchen eine neue Floskel :oops:
  • KatiB.KatiB.

    798

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hm,
    das Problem kennt man irgendwoher... ;-)
    Super finde ich dazu das Buch "der kleine Tyrann" (da dort ausdrücklich drauf hingewiesen wird, dass es dringend notwendig ist sein Kind zu "verwöhnen" quasi auf Schreien zu reagieren und viel zu tragen).
    Eigentlich gehts in dem Buch ja um die verwöhnten Tyrannen, allerdings beschreibt die Autorin sehr gut, dass es nicht am Tragen und Reagieren liegt.

    Vielleicht kannst du zum lesen animieren? Ansonsten lassen sich da auch gut Auszüge von Drucken und unter die Nase halten...
    Mein Spruch war immer, dass man sich doch bitte erst informieren soll und halte den Kritikern das Buch unter die Nase...
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Kennt Ihr "Das Kind muss ins Bett!" ?
    Wenn ich darf, setze ich einen Link, da gibt es eine schöne Zusammenfassung der blödesten Sprüche und ein paar giftige Kommentare dazu ;-)
  • supisupi

    8,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich habe meine Mutter ein paar Mal gefragt, ob sie alles genauso gemacht hat bei mir, wie es ihr ihre eigene Mutter gesagt hat. Sie hat das (allerdings wusste ich das vorher - das war mein Vorteil ;-) ) verneinen müssen und hat dann auch nicht mehr weiterdiskutiert.
    Inzwischen weiß sie, dass ich mir Rat hole, wenn ich brauche/möchte und sie sich ungefragte Kommentare á la "Früher war alles besser" verkneifen kann/soll.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja das kannst Du mal machen.
  • ToetouchToetouch

    1,024

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Au ja bitte mal posten!

    Na das ist mal ein Tipp... ob sie alles so gemacht wie meine Oma...

    Ich habe auch noch was gefunden bzw. mein Mann:

    Das große Babybuch*
    von Margot Ellak, *Erscheinungsjahr wahrscheinlich 1973/74*.
    Hier ein paar Auszüge:
    "Das Stillen: 24 Stunden nach der Geburt wird das Kind zum Stillen "angelegt", obwohl die Milchbildung noch nicht im vollen Gange ist....die Brust ist zuvor mit einem in verdünnten Alkohol oder in destilliertes Wasser getauchten Wattebausch abgetupft worden."

    "Ein gut entwickeltes Kind wird fünfmal täglich in Abständen von vier Stunden angelegt, und zwar haben sich die Zeiten um 6,10,14,18,22 Uhr bestens eingeführt. Die achtstündige Nachtruhe sollte unbedingt eingehalten werden."

    "Genügt die Milchmenge der Mutter in den ersten Tagen nicht, so wird gelegentlich etwas gesüßter Tee zugefüttert, um das Gewicht des Kindes nicht zu sehr absinken zu lassen."

    "Da nicht ohne weiteres festgestellt werden kann, wie viel das Kind trinkt, muss es vor und nach dem Stillen gewogen werden." (dann folgen genaue Angaben, wie viel ein Kind trinken MUSS, um gut zu gedeihen)

    "Ein schreiendes Baby sollte in der Regel die Mutter nicht beunruhigen, der Säugling stärkt und kräftigt dadurch seine Lungen."

    "Der Haushalt soll sich nicht um das Kind drehen, sondern das Kind soll sich in den Haushalt einfügen."

    Dann folgt ein genauer Stundenplan, was wann zu tun ist:
    "6.00 Uhr: Trockenlegen, dann Stillen oder Flasche geben (die Mahlzeit dauert 15 bis 20 Minuten!), Bäuerchen machen lassen, das Bettchen richten, sauberes Speituch unterlegen. Das Kind auf der anderen Körperseite weiterschlafen lassen.

    9.45 Uhr: Das Bad richten, Wäsche und Windeln zurechtlegen. Wassertemperatur mit Badethermometer feststellen (36 Grad), waschen,
    wenn der Nabel schon abgeheilt ist baden. Dann abfrottieren, Nase und Ohren mit Wattetropfen säubern, Körpercreme und Puder an den leicht wund werdenden Hautstellen verteilen.
    Frisches Hemdchen und Jäckchen anziehen. Wickeln, Bettchen richten, stillen/Flasche geben. Baby hinlegen, Fenster öffnen (es darf nicht ziehen), das Kind allein lassen. Es wird bald einschlafen.

    14.00 Uhr: Wickeln, stillen oder Fläschchen geben.

    15.00 Uhr: Das Kind auf den zugfreien Balkon stellen oder bei schönem Wetter in den Garten stellen. Sonne nicht ins Bettchen oder in den Wagen scheinen lassen. Evtl. Spazierfahrt mit Aufenthalt im Grünen oder in möglichst staubfreier Luft.

    17.00 Uhr: Spielstunde für Baby und Ausruhen für die Mutti.

    18.00 Uhr: Trockenlegen, stillen oder Fläschchen geben.

    22.00 Uhr: Trockenlegen, stillen/Flasche geben. Zimmer lüften, Temperatur prüfen, Fenster verdunkeln, alle Geräusche vermeiden und hoffen, dass Baby bis zum anderen Morgen durchschläft. Die achtstündige Nachtruhe ist für Mutter und Kind äußerst wichtig."

    "Das tägliche Bad ist erste Voraussetzung für das Gedeihen des Säuglings."

    "5mal täglich, um 6, 10, 14, 18, 22 Uhr, wird das Kind an die Brust gelegt. Die Trinkdauer sollte 15 bis 20 Minuten nicht überschreiten.
    Zwischenmahlzeiten - weder bei Tag noch bei Nacht - gibt es im keinem Falle, außer auf ärztliche Anweisung, denn der Magen braucht seine Zeit, um die Milch zu verdauen."

    "Selbst wenn alle Mahlzeiten voll gestillt werden können, tritt doch etwa im 3. oder 4. Monat bei ausschließlicher Milchernährung ein Mangel an Eisen, Kalk und Vitaminen ein, der eine Zusatznahrung erfordert.
    Deshalb sollte ab diesem Zeitpunkt 2- bis 3mal täglich nach der Brustmahlzeit ein wenig rohes Gemüse oder Obstsaft mit einem Löffelchen nachgefüttert werden. Baby wird vermutlich Grimassen ziehen und gar nicht schlucken wollen. In diesem Fall füllt man den leicht gesüßten Saft in ein Babyfläschchen mit einem Gummisauger, dann geht es leichter."

    "Wann fängt die Erziehung an?
    Die Erziehung beginnt am ersten Tag, auch wenn das Kind nichts anderes tut als schlafen, trinken und schreien. Als gesundes, normales Kind bekommt es alle vier Stunden seine Mahlzeit. Während der Nacht aber soll es seine 8stündige Ruhepause haben. Und das ist meistens die Klippe, an der die jungen Mütter scheitern. Beginnt das Kind nachts um 3 Uhr zu schreien, wird die unerfahrene, besorgte Mama denken, dass Baby hungrig ist. Da sie sich für die Nachtruhe verantwortlich glaubt und Rücksicht auf den frischgebackenen Papa und die Nachbarschaft nehmen will, steht sie auf, macht dem Kind ein Fläschchen oder gibt ihm die Brust. Hat sie es einmal getan, wird der kleine Schreihals sich von nun an jede Nacht melden, denn er weiß, was er will.

    Natürlich sieht man nach, was der Grund für das nächtliche Schreien sein kann........wickeln........Bauchschmerzen.......... Im anderen Falle aber lässt man das Kind schreien und schiebt das Körbchen oder das Bettchen in einen Raum, wo der Lärm möglichst niemanden stört.
    Konsequenz ist hier das wichtigste. Das Kind wird schnell merken, dass es sich nicht lohnt um diese Zeit zu schreien, und wird sich in wenigen Tagen daran gewöhnt haben, nachts durchzuschlafen."

    Und hier noch etwas zum Trocken werden am Ende des Kapitels über das
    erste Lebensjahr:

    "Weniger erfreulich ist es, wenn man nun täglich 5- bis 8mal aufs das Töpfchen gesetzt wird. Es ist sooo langweilig. Und Mutti bindet einen sogar noch am Tischbein oder an der Badewanne fest, damit man ja nicht aufstehen kann....eine gute akustische Unterstützung ist das Geräusch laufenden Wassers... nachdem die Mutti einige Tage bei dieser Tätigkeit zugegen war, bindet sie das Kind mit einem breiten Gurt (Handtuch), der (das) um den Oberkörper geschlungen wird, so am Tischbein fest, dass es nicht aufstehen kann, und zwar so lange, bis es gelernt hat, sitzen zu bleiben. Dann lässt sie es allein. Das Kind soll nicht länger als 5-8 Minuten sitzen, aber es muss nun täglich um die gleiche Zeit auf den Thron, damit es lernt und weiß, was von ihm erwartet wird."
    Bei solchen Ratgebern ist es ja kein Wunder, das die Generation meiner Mutter/Schwiegerma "nervt"...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ganz genau so habe ich es gelernt. Wobei das Stillen kaum ein Thema war, sondern es gab ja Flaschen.
  • NukaNuka

    2,340

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :traurig99:

    Ich muss noch mal meine Mutter interviewen, ich kann mir nicht vorstellen (bitte, bitte,bitte!!!) , daß sich da jede junge Mutter dran gehalten hat.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Doch schon, mehr oder weniger.
    Genau wie heute ab dem 4. Monat Beikost usw.
    Ich hatte schon Stress mit meiner Oma, wenn das Kind abends gebadet wurde und nicht morgens um 10.00 Uhr.
  • puelsekenpuelseken

    796

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Toetouch schrieb:
    Wir brauchen eine neue Floskel :oops:

    Früher saßen wir auch noch mit Fellen bekleidet ums Lagerfeuer und jagten Mammuts
  • ToetouchToetouch

    1,024

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ puelsken: Na, das ist doch mal eine :grin: Danke!

    Ich werde Mittwoch mal unsere Mamis interviewen bezüglich des Textes... ich bin gespannt :shock:

    Schönen Feiertag

    Gruß
    Ivonne
  • ToetouchToetouch

    1,024

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo,

    der Tag ist rum und wir sind um einige Dinge klüger...

    Die eine Oma war erstaunlich pflegeleicht, nur einmal hab ich wassagen "müssen".
    Moritz lag in der Tragetasche neben unserem Tisch (Mittagessen) und hat erzählt. Mama und Papa haben natürlich zu gehört und geantwortet. Daraufhin Schwiegrema: Lasst ihn doch nölen. Man muss ihm nicht ständig zu hören und antworten.
    Ich sagte daraufhin: Führst Du auch lieber Selbstgespräche als Untehaltungen mit Personen?
    Mein Mann sagte naja wir haben ihr nieee zugehört. Mein Schwager sagte dann: Stimmt da läuft dann immer so eine Musik wie in ner Warteschleife... ;-)
    Nunja und immer wenn sie angefangen hat irgend etwas zu sagen, summten die Söhne Melodien... :biggrin: Gut das sie Spass versteht...

    Allerdings war meine Ma anstrengend. Ständig hat sie am Kleinen rum gezupft und hochgenommen. Sie fragte zwar, aber ignorierte die Antwort. Sie war auch den ganzen Tag hinterher, dass alle 6 Verwandten mit Moritz im Arm fotografiert wurde.

    Wir haben leider nicht reagiert und Moritz war abends total durch den Wind und hat nur gebrüllt.

    NIE WIEDER!!!

    Gruß Ivonne
  • KatiB.KatiB.

    798

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Was ich besonders spannend finde, bei der Fraktion "schreien lassen, abhärten, nicht verwöhnen" wird sofort aufgemerkt wenn die Kleine am Schrank spielt... "Pass auf, nicht dass sie sich die Finger klemmt!" :shock: :shock:
    Grinsend meinte ich:"Lernen durch Schmerzen!"

    Also ganz ehrlich, ich renn doch nicht wegen einer Schranktür, die nun nicht so groß und schwer ist, dass Alina da blaue Flecken von trägt, hin und verbiete ihr das spielen wegen der Fingerklemmgefahr. Da muss sie durch...
    Ebenso wie hinfallen und stolpern, auf einem normalen Boden ist sie schon so oft hingefallen, dass sie das ganz gut "kann", denn sie hat fallen gelernt und weiß wie sie sich auffangen muss... Sicher lasse ich sie nicht vom Sofa springen, aber auf dem Boden darf sie hinfallen, so gehts nunmal im Leben, da steht nicht immer einer und fängt dich auf oder breitet dir das Fangtuch aus...

    Ich finde es schon sehr paradox wenn das arme Kind stundenlang alleine im Bett brüllen soll (am besten dunkel und leise im Zimmer) aber bei sowas wird dann wieder aufgepasst wie ein Schiesshund. Das passt in meinen Augen irgendwie nicht zusammen....
    Wie seht ihr das?
  • ToetouchToetouch

    1,024

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hi,

    ich sehe das genauso. Kinder sollen merken das wir da sind, helfen, trösten und lieb halten, aber die Erfahrungen - leider auch mal leicht schmerzhafte müssen sie machen. Das geht aber nur, wenn das "Urvertrauen" nicht schon in der Säuglingszeit durch "brüllen lassen" strapaziert wird. Mein Kind soll ja wissen, das es jeder Zeit seinen Trost abholen kommen kann bzw. es mir zeigt, jetzt möchte ich getröstet werden.

    Meine Ma fängt jetzt schon (Moritz ist 8 Wochen alt), die Dinge in meiner Wohnung aufzulisten die "gefährlich" sind. Klar das ich die Haushaltsreiniger aus Kinderhöhe wegräume, sobald Moritz anfängt zu krabbeln, aber das ich ja evtl nächstes Jahr keinen Weihnachtsbaum aufstellen kann
    :shock: , denn der könnte ja bei Hochziehversuchen mit dem Kleinen umkippen, das geht mir eindeutig zu weit.

    Ich kann mein Kind doch nicht in Watte packen...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Da hast Du aber mal Recht. :idea:
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Unser Weihnachtsbaum steht von Anfang an mitten im Wohnzimmer. Weder KAtze noch Kleinkind haben bisher größeren Schaden angerichtet. Selbst die in Kinderhöhe befindliche Krippe steht noch.
    Nur die Katze hat beschloßen das sie ab sofort im Krippenhäuschen wohnt. :biggrin:


    ALso ich finde auch Erfahrungen müssen die kInder einfach sammeln das gehört dazu.
  • ToetouchToetouch

    1,024

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nochmal aufleben lassen und mich ausheulen

    Meine Ma: BOAH es nervt...

    Seit der Geburt nervt sie mich mit der Aussage: Wie der bekommt nichts zu trinken?! Ich kann ihr noch so oft erklären, das die Muttermilch ausreicht.

    Jetzt war sie am Wochenende mal wieder zu Besuch.

    Moritz wurde durch die Türklingel wach. Mein Mann hatte ihn daher gerade aus dem Bett geholt und die Türe geöffnet. Er sagt meinen Eltern guten Tag und direkt der Satz hinterher: Achtung Moritz ist gerade erst wach geworden.
    Mein Vater begrüßt uns drei und fertig.
    Meine Mutter stürmt als erstes auf Moritz zu (ohne Jacke auszuziehn o.ä.) fängt an ihn abzuknutschen und fragt meinen Mann, ob sie Moritz mal halten dürfe. Er: Nein! ;-)

    Moritz wurde unruhig (Stillzeit). Meine Ma: der hat Durst. Ich: Ja, ich weiß ich stille jetzt. Meine Ma: wie bekommt der immer noch nichts zu trinken? Tee oder so?
    :flaming01: Ich: stimmt der sieht totaaaal vertrocknet aus. Bekommt der ja schon seit drei Monaten nicht...

    Dann war sie ständig an ihm dran und wundert sich, das er rumnölt. Ich habe ihn dann auf den Arm genommen und in seine Hängematte gelegt. Zu meiner Mutter meinte ich, das er jetzt müde ist und sein Mittagsschläfchen fortsetzen möchte.
    Moritz war fast eingeschlafen, ist sie an ihn ran, nimmt seine Füße, massiert sie und meint: Ja das hat Deiner Mutter auch immer gefallen.
    Moritz wieder wach :twisted:

    Gestern ruft sie mich an. Ich gähne am Telefon. Sie: Ja, wenn Du nicht mehr stillen würdest, dann könntest Du auch mal wieder durchschlafen. Ich: Häh, der hat doch dann auch nachts schon mal Hunger. Sie: Nee, Flachenkind schlafen durch.
    Ich: Naja, dann werde ich wohl erst wieder in 1 1/2 Jahren durchschlafen können. ;-) Sie: schweigen

    Wohin kann ich ziehen, so dass mich meine Mutter nicht mehr anrufen und besuchen kommen kann? :biggrin:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Liebe Yvonne!

    Oh je! Kopf hoch!

    Ich kenne das, meine Mutter hält sich zurück, gibt ab und zu mal Tipps, aber sagt auch ehrlich, dass sie sich damals auch an diesen tollen vier-Stunden-Plan usw. gehalten hat, weil sie es nicht besser wusste.

    Meine Schwiemu war neulich auch wieder da (wir hatten das erste Mal seit der Geburt Ausgang ;-), hat dann auch sofort das Kind an sich gerissen und so Kommentare losgelassen wie "Wie das Kind schläft nicht durch? Was füttert ihr denn? Aha, Brei bekommt sie...komisch, meine Kinder haben durchgeschlafen!" (Klar mit Folgemilch 2 und Brei ab 4.Monat) :twisted: /Übrigens war sie am Morgen danach ein bißchen weniger forsch und meinte nur, sie bewundere mich, wie ich das jede Nacht durchstehe und morgens trotzdem zur Arbeit gehe...tja, auch bei ihr hatte unsere Kleine nachts etwas zu trinken gewollt und ist danach nicht gleich eingeschlafen, sondern wollte eine Stunde lang unterhalten werden...
    Die Uroma ist aber noch besser...so drei Wochen nach der Geburt ein Anruf von ihr...wieviel wiegt die Kleine nun denn...aha, ich komme in vier Wochen und wenn sie dann noch so ein Hämpfling ist, bekommst du es mit mir zu tun...was isst, trinkst du denn?...WAS? Stilltee?...Lass den sofort weg, so ein Sch.../ist doch nur gefärbtes Wasser, du musst Bier trinken!...was hast du heute für deinen Mann gekocht? (meine Antwort: Nichts, es gab kalten Braten und Salat+Brot)...sie: WAS? Du musst ihm etwas Gescheites kochen... der arbeitet ja schließlich! (Klar, ich sitze ja nur herum und penne und stille ab und zu mal mein Kind...)(Abgesehen davon hatte es draußen 33 Grad und innen 30 Grad, da muss ich nicht auch noch die Kochhitze dazu haben)...und so ging es weiter...habe keinen Kontakt mehr mit ihr, weil sie sich immer noch nicht entschuldigt hat. Weihnachten war mein Mann alleine mit der Kleinen und dem Rest seiner Familie bei ihr...ich hatte wirklich keinen Nerv für diese dummen und frechen Kommentare.
    Bei der Mutter ist es halt immer noch etwas Anderes ...wünsche dir viel Kraft und versuche es doch mal so, dass du ihr sagst, dass du für ihre Tipps dankbar bist, aber eben gerne alleine entscheiden wirst, was richtig für euer Kind ist.

    LG!
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Vielleicht reicht fürs erste eine neue Telefonnummer, ist billiger :biggrin:
  • ToetouchToetouch

    1,024

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Julla
    wohl wahr :biggrin:
    Wir haben uns vor kurzem eine neue Wohnung angeschaut und ernsthaft überlegt einfach umzuziehen ohne etwas zu sagen :biggrin: ;-)

    Nee, mal im Ernst, ich glaube das meine Ma das schon mitbekommt wie mich das annervt. Von meinem Papa bekommt sie dann immer böse Blicke zu geworfen und von mir einen bissigen Kommentar.
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bringt es denn auch nichts, wenn Du sagst, dass Du nicht bereit bist, darüber zu diskutieren? Bei mir hilft das manchmal Wunder, denn wenn die lieben Verwandten den Eindruck haben, dass man etwas unsicher ist, dann nerven sie noch lieber rum.

    Ach ja, und meine Schwiegermutter hatte am Anfang auch immer blöde Tipps auf Lager, es ist aber super geworden, seit sie in der Apotheke die Baby-Zeitschrift entdeckt hat. Seitdem weiß sie, dass Pastinaken für den Anfang besser sind als Möhren und hat uns gelobt, dass wir Johan Hirse geben, weil da kein Gluten und dafür aber viel Eisen drin ist :shock:
    Vielleicht kannst Du den Omas mal irgendwie nebenbei stecken, dass Du die Zeitschrift ja entdeckt hast und die ja wirklich hilfreich ist - vielleicht greifen sie bei ihrem nächsten Apothekenbesuch auch zu ;-)
  • ToetouchToetouch

    1,024

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ach meine Ma hat noch nie auf mich gehört ;-)
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