Ehefrau/Mutter Früher und heute

AnonymousAnonymous

59,500

bearbeitet 11. 01. 2007, 01:32 in Plauderecke
Dazu fallen mir übrigens folgende Empfehlungen aus dem Magazin "Housekeeping Monthly" von 1955 ein:
Das Handbuch für die gute Ehefrau

In einer Familie zählen nur die Bedürfnisse von einem einzigen, und das ist der Ehemann - jedenfalls wenn es nach der britischen Zeitschrift "Housekeeping Monthly" geht, die in ihrer Ausgabe vom 13. Mai 1955 zusammenfasst, wie eine gute Ehefrau sich ihrem Mann gegenüber zu betragen hat und damit gleichzeitig ein düster-skurriles Sittenbild von
Partnerschaft in den 50er Jahren zeichnet:
Verwöhne IHN!

• Halten Sie das Abendessen bereit. Planen Sie vorausschauend, evtl. schon am Vorabend, damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist, wenn er nach Hause kommt. So zeigen Sie ihm, dass Sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie heimkommen und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit (besonders auf seine Leibspeise) gehört zu einem herzlichen Empfang, so wie man ihn braucht.

• Machen Sie sich schick. Gönnen Sie sich 15 Minuten Pause, so dass Sie erfrischt sind, wenn er ankommt. Legen Sie Make-up nach, knüpfen Sie ein Band ins Haar, so dass Sie adrett aussehen. Er war ja schließlich mit einer Menge erschöpfter Leute zusammen.

• Seien Sie fröhlich, machen Sie sich interessant für ihn! Er braucht vielleicht ein wenig Aufmunterung nach einem ermüdenden Tag und es gehört zu Ihren Pflichten, dafür zu sorgen.

• Räumen Sie auf. Machen Sie einen letzten Rundgang durch das Haus, kurz bevor Ihr Mann kommt.

• Räumen Sie Schulbücher, Spielsachen, Papiere usw. zusammen und säubern Sie mit einem Staubtuch die Tische.

• Während der kälteren Monate sollten Sie für ihn ein Kaminfeuer zum Entspannen vorbereiten. Ihr Mann wird fühlen, dass er in seinem Zuhause eine Insel der Ruhe und Ordnung hat, was auch Sie beflügeln wird. Letztendlich wird es Sie unglaublich zufrieden stellen, für sein Wohlergehen zu sorgen.

• Machen Sie die Kinder schick. Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um ihre Hände und Gesichter zu waschen (wenn sie noch klein sind). Kämmen Sie ihr Haar und wechseln Sie ggf. ihre Kleidung. Die Kinder sind ihre "kleinen Schätze" und so möchte er sie auch erleben. Vermeiden Sie jeden Lärm. Wenn er nach Hause kommt, schalten Sie Spülmaschine, Trockner und Staubsauger aus. Ermahnen Sie die Kinder, leise zu sein.

• Seien Sie glücklich, ihn zu sehen.

• Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm, wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten.

• Hören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Lassen Sie ihn zuerst erzählen - und vergessen Sie nicht, dass seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.

• Der Abend gehört ihm. Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder ohne Sie zum Abendessen oder irgendeiner Veranstaltung ausgeht. Versuchen Sie stattdessen, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen. Er braucht es wirklich, sich zu Hause zu erholen.

• Ihr Ziel sollte sein: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Zuhause ein Ort voller Frieden, Ordnung und Behaglichkeit ist, wo Ihr Mann Körper und Geist erfrischen kann.

• Begrüßen Sie ihn nicht mit Beschwerden und Problemen.

• Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.

• Machen Sie es ihm bequem. Lassen Sie ihn in einem gemütlichen Sessel zurücklehnen oder im Schlafzimmer hinlegen. Halten Sie ein kaltes oder warmes Getränk für ihn bereit.

• Schieben Sie ihm sein Kissen zurecht und bieten Sie ihm an, seine Schuhe auszuziehen. Sprechen Sie mit leiser, sanfter und freundlicher Stimme.

• Fragen Sie ihn nicht darüber aus, was er tagsüber gemacht hat. Zweifeln Sie nicht an seinem Urteilsvermögen oder seiner Rechtschaffenheit. Denken Sie daran: Er ist der Hausherr und als dieser wird er seinen Willen stets mit Fairness und Aufrichtigkeit durchsetzen. Sie haben kein Recht, ihn in Frage zu stellen.

• Eine gute Ehefrau weiß stets, wo ihr Platz ist.

© Housekeeping Monthly, 1955
:shock: :biggrin: :eek02:

Kommentare

  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    lachen10.gif lachen10.gif lachen10.gif

    Ich schmeiß mich weg. Vor allem die Stelle, da knüpf ich mir ein Band ins Haar und find das wunderbar..... Woran erinnert mich das nur?
  • HjördisHjördis

    2,857

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Schwiemu hat teilweise dasselbe vorgeschlagen, damit Björn und ich eine bessere Beziehung führen, vor allem:
    • Halten Sie das Abendessen bereit. Planen Sie vorausschauend, evtl. schon am Vorabend, damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist, wenn er nach Hause kommt. So zeigen Sie ihm, dass Sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie heimkommen und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit (besonders auf seine Leibspeise) gehört zu einem herzlichen Empfang, so wie man ihn braucht.
    • Hören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Lassen Sie ihn zuerst erzählen - und vergessen Sie nicht, dass seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.
    :flaming01: Klar...
    • Der Abend gehört ihm. Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder ohne Sie zum Abendessen oder irgendeiner Veranstaltung ausgeht. Versuchen Sie stattdessen, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen. Er braucht es wirklich, sich zu Hause zu erholen.
    • Begrüßen Sie ihn nicht mit Beschwerden und Problemen.
    • Machen Sie es ihm bequem. Lassen Sie ihn in einem gemütlichen Sessel zurücklehnen oder im Schlafzimmer hinlegen. Halten Sie ein kaltes oder warmes Getränk für ihn bereit.
    :roll:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hat doch sicher ein Dreibein geschrieben, oder? :shock: :eek02:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich bin mir ziemlich sicher, dass das von einer / mehreren Frau(en) verfasst wurde. Damals haben die halt so getickt. Die haben das auch nicht als schlimm empfunden, sondern als normal.

    LG
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Eigentlich sollte man den Thread teilen und die Diskussion um Hausfrau-, Ehefrau- und Mutterdasein von Marlies´ Fernsehempfehlung abtrennen. Ich würde da auch so manch Überraschendes vom Stapel lassen... :biggrin:

    Ach ja: Die Sendung kommt nicht nur Dienstags sondern auch jeweils Mittwoch und Donnerstag um 18.50 Uhr. Die ARD hat der Serie einen eigenen, ziemlich großen Bereich auf der Homepage gewidmet: http://www.daserste.de/braeuteschule/
    Kommt aber wieder zurück. :biggrin:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ leanders_mama
    Da hast Du wohl recht, ist für mich (gottseidank) unvorstellbar.

    Wobei ich manchmal denke, daß es damals für Frauen in gewissem Sinne "einfacher" war, köpft mich jetzt nicht, einfach aufgrund einer festgelegten Rolle, wo nicht viel dran zu rütteln war, für jemanden der sich gerne einfach in sein Schicksal fügt ist das sicher einfacher als der Drahtseilakt heutzutage (nicht falsch verstehen, ich lebe lieber heute als damals, und es war auch damals sicher nicht einfach, vor allem nicht, wenn man seinen eigenen Kopf hatte, ich hoffe ich habe mich jetzt nicht um selbigen und Kragen geredet :???: :oops: :eek02:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bei meinen beiden Kindern war ich "nebenbei" bis zum Grad der Vollzeitbeschäftigung berufstätig. Trotzdem blieb der Haushalt komplett an mir kleben, mein damaliger Mann hielt überhaupt nichts davon, sich mit zu beteiligen. Eine Zeitlang hatte ich wöchentlich einmal eine Putzfee - ohne ihr wäre ich wahrscheinlich im Chaos versunken. Aus heutiger Sicht würde ich dieses Theater nicht mehr mitmachen, aber mit Anfang 20 ist man nicht zwangsläufig so schlau, vor allem, wenn man selbst aus einem sehr konservativen Haushalt kommt. :???:

    Da ich aber nicht berufstätig bin ist die Aufgabenverteilung bei uns klar strukturiert: Mein Mann bringt das Geld nach Hause und ich bin der Manager im Haus. Warum soll mein Mann noch großartig Verpflichtungen innerhalb des Hauses übernehmen müssen, nur weil ich meiner selbst gewählten Aufgaben nicht gerecht werde (werden will)?

    Selbstverständlich geht es bei uns anders zu als "damals", die Kinder sind weder extra gewaschen, gekämmt, hübsch angezogen, noch müssen sie leise sein. Ich stehe auch nicht mit seinen Pantoffeln in der Hand an der Tür, wenn er nach Hause kommt. :biggrin: Aber seinen Kaffee bekommt er von mir (wenn er nicht schneller ist und ihn sich selbst kocht). ;-) Genau so, wie ich ihn erst richtig nach Hause kommen lasse, ehe ich ihn mit meinen Sorgen und Nöten "überfalle". Und ja, mein Haushalt ist in der Regel in Ordnung, wenn er abends nach Hause kommt. Das klappt mit 3 - 4 Kindern genau so gut wie mit einem. Eine reine Organisationsfrage, denn wer mich kennt, weiß, dass ich alles andere als eine bekennende Hausfrau bin, im Gegenteil, ich bekenne mich dazu, tief im Herzen eine Haushaltsschlampe zu sein. :cool: :lol:

    Würden sich bei uns die "Vorzeichen" ändern und ich wieder in die Erwerbstätigkeit zurück kehren, "dürfte" mein Mann sich selbstverständlich anteilig am Haushalt beteiligen (der zum Glück kein Businesskasper, nicht beruflich überlastet ist und sich entsprechend mit einbringen könnte). Darüber gäbe es auch keine Diskussionen. :twisted:

    Ich muss gestehen, dass ich Probleme mit Aussagen wie "ich bin den ganzen Tag Zuhause mit dem Kind beschäftigt, da bleibt mir keine Zeit für den Haushalt, also muss mein Mann abends staubsaugen etc..." habe. Ich kann das beim besten Willen nicht nachvollziehen. :oops:
  • Annette2Annette2

    440

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    aumann, ich brech zusammen.....

    das erinnert mich stark an meine Kindheit und wenn ich ehrlich bin, geht es heut noch genauso bei meinen Eltern zu :???:

    ist das nicht unglaublich?!?
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Eltern leben auch noch sehr stark dieses veraltete Rollenbild ... meine Mutter ist 40 Jahre lang jeden Morgen um 6 Uhr aufgestanden, um meinem Vater den Kaffee zu kochen und die Brote zu schmieren ... das war einfach normal!

    Heute noch schmiert sie meinem Bruder (21 Jahre!!!) morgens die Brote, bevor er zur Arbeit fährt, bringt ihm das Essen ins Zimmer und tanzt auch sonst ziemlich nach seiner Nase ...

    Für mich ist so ein Rollenverständnis unvorstellbar!!!

    Dass derjenige, der nicht arbeitet, den Haushalt macht, finde ich richtig - wenn ich nicht arbeiten und studieren würde, würde ich das auch machen. Ich denke nicht, dass man bei einem oder mehreren Kindern den ganzen Tag zu nichts im Haushalt kommt - wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg!
    Selbst ich schaffe neben Studium, Kind, Nebenjob und diversen Praktika noch viel im Haushalt - wir haben eine klare Aufgabenverteilung die ungefähr 50-50 aussieht.

    Schlimm finde ich einfach das Weltbild, das hinter so einem Text steckt: Der Mann wird in den Himmel gehoben und die Frau hat nichts zu sagen. Ich frage mich immer wieder, wer auf so eine blödsinnige Idee gekommen ist ...
  • supisupi

    8,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Aus heutiger Sicht: :shock: :eek02:
    Aber damals war's halt so, denke ich schon.
    Wenn ich sehe, wie das z.B. bei meinen Omas gelaufen ist..... Himmel, das ist für mich nicht im geringsten nachvollziehbar....passt aber ganz genau in das gezeichnete Bild.

    Da gab's doch auch nen Film mit Julia Roberts der das so ein bisschen "hinterfragt" hat: Mona Lisas Lächeln (glaube ich).
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Snoopy82 schrieb:
    Schlimm finde ich einfach das Weltbild, das hinter so einem Text steckt: Der Mann wird in den Himmel gehoben und die Frau hat nichts zu sagen. Ich frage mich immer wieder, wer auf so eine blödsinnige Idee gekommen ist ...
    Dieses Weltbild ist mal wieder kirchlichen Ursprungs. Es wird gern der Teilsatz "die Frau sei dem Manne untertan" verwendet, die eigentliche Kernaussage, die den Wert der Frau in ein gar nicht so schlechtes Licht stellen würde, wird unter den Tisch gekehrt. Ich zitiere als Beispiel den Brief Paulus an die Epheser:
    Kapitel 5,22: Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn.
    (Das ist die viel zitierte Stelle und "halbe Wahrheit")

    Dann weiter im Kapitel 5,25: Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben,...

    und 5,28: So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.

    Das sind Aussagen, die ich gemessen an der Zeit von vor ca. 2000 Jahren, eigentlich für "revolutionär" halte.

    Die christlichen Grundsätze sind im Grunde nicht frauenfeindlich, im Gegenteil. Jedoch ist das, was insbesondere durch die katholische Kirche daraus gemacht wurde, sicher nicht nur in meinen Augen menschenverachtend.

    Um jetzt wieder den Bogen in die 50er zu schließen: Die damalige Generation war nach dem 2. Weltkrieg in starker Weise durch den Glauben geprägt. So ist es für mich nicht verwunderlich, dass das Rollenbild der Frau nicht mit dem technischen und wirtschaftlichen Fortschritt dieser Zeit mithalten konnte. Ich vermute sogar, das Rollenbild der Frau sollte in den 50ern bewusst nicht verändert werden, denn das hätte ja unter Umständen bedeutet, dass die Spezies Mann durch diese Vielzahl an Veränderung überfordert gewesen wäre. :biggrin: :eek02:

    Bei uns kocht übrigens mein Mann den morgendlichen Kaffee und er ist auch derjenige, der für sich und den Kurzen die Brote streicht. ;-)
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich gestehe,in den nachfolgend koperten bereichen ist es bei uns ziemlich so:
    Halten Sie das Abendessen bereit. Planen Sie vorausschauend, evtl. schon am Vorabend, damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist, wenn er nach Hause kommt. So zeigen Sie ihm, dass Sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie heimkommen und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit (besonders auf seine Leibspeise) gehört zu einem herzlichen Empfang, so wie man ihn braucht.

    das tue ich gern
    Machen Sie sich schick. Gönnen Sie sich 15 Minuten Pause, so dass Sie erfrischt sind, wenn er ankommt. Legen Sie Make-up nach, knüpfen Sie ein Band ins Haar, so dass Sie adrett aussehen. Er war ja schließlich mit einer Menge erschöpfter Leute zusammen

    dies hier versuche ich so oft es geht- ich will schließlich nicht das mein mann denkt: oh gott, was hab ich für ne vogelscheuche!"

    • Räumen Sie auf. Machen Sie einen letzten Rundgang durch das Haus, kurz bevor Ihr Mann kommt.

    öhm ja- doch ich steh dadrauf :oops:
    • Räumen Sie Schulbücher, Spielsachen, Papiere usw. zusammen und säubern Sie mit einem Staubtuch die Tische.

    mache ich eh ständig ;-)
    • Während der kälteren Monate sollten Sie für ihn ein Kaminfeuer zum Entspannen vorbereiten. Ihr Mann wird fühlen, dass er in seinem Zuhause eine Insel der Ruhe und Ordnung hat, was auch Sie beflügeln wird. Letztendlich wird es Sie unglaublich zufrieden stellen, für sein Wohlergehen zu sorgen.

    geschieht zwangsläufig wir heizen überwiegend mit kamin :biggrin:
    • Machen Sie die Kinder schick. Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um ihre Hände und Gesichter zu waschen (wenn sie noch klein sind). Kämmen Sie ihr Haar

    doch, auch das- bis zum kämen-umziehen tu ich sie nicht


    Letztendlich wird es Sie unglaublich zufrieden stellen, für sein Wohlergehen zu sorgen.

    • Machen Sie die Kinder schick. Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um ihre Hände und Gesichter zu waschen (wenn sie noch klein sind). Kämmen Sie ihr Haar und wechseln Sie ggf. ihre Kleidung. Die Kinder sind ihre "kleinen Schätze" und so möchte er sie auch erleben. Vermeiden Sie jeden Lärm. Wenn er nach Hause kommt, schalten Sie Spülmaschine, Trockner und Staubsauger aus. Ermahnen Sie die Kinder, leise zu sein.

    • Seien Sie glücklich, ihn zu sehen.

    • Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm, wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten.

    • Hören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Lassen Sie ihn zuerst erzählen - und vergessen Sie nicht, dass seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.

    • Der Abend gehört ihm. Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder ohne Sie zum Abendessen oder irgendeiner Veranstaltung ausgeht. Versuchen Sie stattdessen, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen. Er braucht es wirklich, sich zu Hause zu erholen.

    • Ihr Ziel sollte sein: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Zuhause ein Ort voller Frieden, Ordnung und Behaglichkeit ist, wo Ihr Mann Körper und Geist erfrischen kann.

    • Begrüßen Sie ihn nicht mit Beschwerden und Problemen.

    • Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.

    • Machen Sie es ihm bequem. Lassen Sie ihn in einem gemütlichen Sessel zurücklehnen oder im Schlafzimmer hinlegen. Halten Sie ein kaltes oder warmes Getränk für ihn bereit.

    • Schieben Sie ihm sein Kissen zurecht und bieten Sie ihm an, seine Schuhe auszuziehen. Sprechen Sie mit leiser, sanfter und freundlicher Stimme.

    • Fragen Sie ihn nicht darüber aus, was er tagsüber gemacht hat. Zweifeln Sie nicht an seinem Urteilsvermögen oder seiner Rechtschaffenheit. Denken Sie daran: Er ist der Hausherr und als dieser wird er seinen Willen stets mit Fairness und Aufrichtigkeit durchsetzen. Sie haben kein Recht, ihn in Frage zu stellen.

    und das fällt alles unter die kategorie: die haben sie nicht alle!

    wenn er heimkommt, sein kaminfeuer genossen hat und ist- dann red ich! jawoll! :biggrin:
    • Eine gute Ehefrau weiß stets, wo ihr Platz ist
    ja da stimme ich zu- meiner ist im internet, im schwimmbad, im fitnesstudio und freitags beim frühstücken mit freundinn und shoppen :biggrin:
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo
    So hier meine ganz Private Meinung dazu..

    Also ich muß MIchaela zustimmen. Vieles hier ließt sich auch denk ich in der Theorie schlimmer als es dann in Wirklichkeit ist.

    Wer den ganzen Tag zu Hause ist kann doch auch schauen das im und um das Haus alles Ordentlich ist..der andere macht ja auch seine Arbeit. Gut heute muß das nicht mehr zwangsläufig die Frau sein. Und wenn beide arbeiten wird eben aufgeteilt..nur ich denke das war auch in den 50gern schon häufig der Fall.
    Das hier dargestellte Beispiel zeigt denk ich nur den Grundtenor. Es war eben alles noch etwas altmodische und wie wir vielleicht sagen würden spießiger. Dafür empfanden die Menschen der 50ger das LEben ihrer Eltern und Großeltern sicher auch oft als Altmodisch.

    Und einiges ist ja nicht so schlimm. Zum Beispiel den Partner mit Respekt zu behandeln..umgekehrt sollte das natürlich auch der Fall sein..nur in diesem Beispiel ging es um die Frau.

    Wer sagt denn das die Männer damals nur verwöhnte, Anweißung gebende Ekel waren?
    Auch damals haben Männer schon mit angefasst und das nicht selten. Nur die Arbeitszeiten waren wesentlich länger und in vielen Bereichen auch schwerer als Heute ( Klar Bau etc sind immer noch Schwerstarbeit).


    Ich kann nur sagen..mein Großvater war beruflich bedingt oft zu Hause ( Handelsvertretter) genauso wie meine Großmutter die trotz 3 Kindern noch Vollzeit berufstätig war. Mein OPA hat oft und sehr gut für alle gekocht,etc..


    Und ja ich denke eine Bräuteschule müßte es nicht mehr geben aber das Unterrichtsfach Hauswirtschaft würde ich für alle Jungs und Mädchen wieder einführen.
    KOchen, Backen,Nähen....sidn einfach Fertigkeiten die keinem Schaden aber heute viele nicht mehr können..


    Übrigens hat eine gute Fee letztes Jahr das PEndant zu den Empfehlungen für den Ehemann geschrieben
    Das Handbuch für den guten Ehemann


    Anne Rohner

    12.07.2006

    Endlich ist sie da: Die Gegendarstellung zu: "Das Handbuch für eine gute Ehefrau" von Housekeeping Monthly aus dem Jahre 1955! Das bahnbrechende "Handbuch für den guten Ehemann".


    Mässig, aber regelmässig: Telefonische Befindlichkeitsanfrage!


    Pralinen oder...


    ...eher Blumen?


    Hausaufgabenhilfe übernehmen!


    Essen immer loben!


    Kinder zur Guten Nacht begleiten!


    Den Abend dankbar geniessen in trauter Zweisamkeit!

    Stellen Sie den Wecker eine halbe Stunde früher. Schalten Sie schon mal die Kaffeemaschine ein und gehen fröhlich pfeifend unter die Dusche. Frisch rasiert und männlich duftend bringen Sie Ihrer Angebeteten eine Tasse Kaffee ans Bett. Schliesslich hat sie einen anstrengenden Tag vor sich. Als gestresste Managerin der Familie schätzt sie es, den Tag auf diese Weise zu beginnen.

    Bevor Sie das Haus verlassen, wecken Sie die Kinder und füttern Sie Hund und Katze, Vogel oder Meerschweinchen.Vergessen Sie aber nicht, Ihrer Frau einen liebevollen Kuss zu geben, bevor Sie sich voller Freude zur Arbeit begeben.

    Denken Sie daran, Ihre Frau tagsüber hin und wieder anzurufen, um zu fragen, wie es ihr geht und ob es Probleme gibt. Sie wird sich über Ihr Interesse freuen. Wenn alles rund läuft, können Sie erleichtert aufatmen.Doch es gibt auch andere Tage. Dann ist Folgendes zu beachten: Hören Sie aufmerksam zu! Widersprechen Sie nicht! Ein gelegentliches „hm“, oder „ja, ja“ reicht vollkommen…. denn ….Ihre Frau hat IMMER Recht, schliesslich ist sie direkt an der Front.

    Sie müssen lernen, Ihre Sensoren so einzustellen, dass Sie spüren, ob Sie Ihrer Frau abends eine Schachtel Pralinen oder eher einen Blumenstrauss mitbringen sollen.

    Vor allem der Blumenstrauss kann eine Reaktion verursachen, an die Sie beim Kauf desselben sicher nicht gedacht haben. Das hört sich dann etwa so an: "Hast du ein schlechtes Gewissen? Willst du mir etwas beichten? Du willst doch heute Abend nicht etwa in die Kneipe? Alles, klar, heute Abend ist wohl wieder mal ein Fussballspiel. usw.…usw.…usw.…usw."

    Wenn Sie abends nach Hause kommen, stellen Sie sich augenblicklich auf die Familie ein. Ihre Frau hatte einen anstrengenden Tag. Helfen Sie den Kindern bei den Hausaufgaben, solange bis Ihre Frau das Abendessen zubereitet hat.

    Schlingen Sie das Essen nicht einfach achtlos hinunter. Auf keinen Fall dürfen Sie versäumen, ein Loblied auf ihre Kochkünste anzustimmen, auch dann nicht, wenn es nur Milchreis statt des erhofften Steaks gibt. Eine falsche Bemerkung kann den ganzen Abend verderben!

    Gönnen Sie Ihrer Frau 1 – 2 Stunden Ruhe und Erholung. Kümmern Sie sich in dieser Zeit um die Kinder. Wenn die kleinen „Engel“ im Bett liegen und einer Gute-Nacht-Geschichte lauschen, ja dann fühlen Sie Erfüllung pur – die Mühen des Tages waren nicht umsonst.

    Sobald der „Rosamunde - Pilcher- Film“ oder eine andere Romanze ihr Happy End gefunden hat, wird sich Ihre Frau dankbar und schmachtend in Ihre Arme schmiegen.

    Mit einer Flasche Wein – im Sommer auf dem Balkon, im Winter vor dem Kaminfeuer - lassen Sie den Tag gemütlich ausklingen.

    Tragen Sie es Ihrer Frau nicht nach, wenn sie einmal einen Abend in gemütlicher Frauenrunde verbringen möchte. Da sie in so einem Fall sicher spät nach Hause kommt, schätzt sie es natürlich, wenn die Spülmaschine ausgeräumt, die Wäsche aufgehängt und ihr Bett vorgewärmt ist.

    Als guter Ehemann sollten Sie ausserdem studiert haben:

    Theologie - um Gardinenpredigten besser würdigen zu können.
    Jura - um zu begreifen, dass Frauen immer Recht haben.
    Medizin - um Ihre Frau richtig behandeln zu können.
    Philosophie - um Frauenlogik gründlich zu verstehen, auch wenn Sie dies für unmöglich halten.
    Mathematik - um zu wissen, dass Frauen unberechenbar sind.
    Geometrie - um jeden Winkel im Herzen Ihrer Frau entdecken zu können.
    Meteorologie - um zu merken, wann Sturm und Gewitter im Anzug sind.
    Arithmetik - um zu entdecken, wenn Ihre Frau Ihnen ein X für ein U vormachen will.
    Strategie - um zu lernen, dass Angriff die beste Verteidigung ist.
    Poesie - um sich aus allen Ungereimtheiten Ihrer Frau den richtigen Vers machen zu können.
    Astronomie - um ihr die Sterne vom Himmel zu holen.
    Musik - um ein Loblied auf Ihre Frau zu singen und zu verstehen, dass Dissonanz und Harmonie zum Eheleben gehören.


    und machen das alle eure Männer? ;-)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Vielleicht bringe ich noch einen anderen Aspekt ein.
    Nach dem Krieg haben Frauen Deutschland buchstäblich aufgebaut. Im Krieg mußten sie arbeiten. beides weil einfach keine Männer vor Ort waren.
    Nun, dann kamen viele von ihnen wieder, und die Arbeitsplätze wurden für sie gebraucht. Schwupps, hat man die Familienpolitik neu erfunden, und das Frauenbild nach damaligen überwiegend männlichen Wünschen neu geschaffen.
    Frau Hermann findet das ja heute wieder alles toll, aber ich habe die Zeiten zum Teil als Kind noch erlebt.
    Der Haushalt ist vom Arbeitsaufwand mit heute gar nicht zu vergleichen. Waschmanschinen? Fehlanzeige! Keine Elektroherde sondern Kohle, Fußböden auf den Knien schrubben und das mit Wurzelbürste Schmierseife oder sowas. :roll: Keine Gefrierschränke, sondern einkochen. Wesentlich mehr Kinder, die zu versorgen waren und oft auch noch Garten oder Selbstversorgerlandwirtschaft. Kaninchen, Hühner und anderes Getier, das auch noch gefplegt werden will. Ich erinnere mich an Bügeleisen, die mit heißer Kohle gefüllt wurden, und die wahnsinnig schwer waren. Wäscheschpfege war ingesamt sehr aufwendig. Gardinen mußten z.B. gestärkt und gebügelt werden. Sie wurden mit so komischen Eisenringen aufgehängt...
    Kaffee wurde mit der Handmühle gemahlen wenn man welchen hatte
    Die Männer hatten eine 48 Stundenwoche und bei uns im Pott waren unter Tage Doppelschichten normal. In meiner Familie haben alle körperlich schwer gearbeitet inklusive ich als Enkelin. Der Mann war der Herr im Haus, das dachte mein Vater bis zu seinem Tod auch ;-)
    Diese Rollen wurden nur selten angezweifelt, und Scheidungen waren gesellschaftlich tabu. Insofern war es nicht einfacher, aber klarer. Junge Frauen haben damals oft mit der Arbeit nach der Hochzeit aufgeghört. Sie waren ja versorgt, haben sich evtl. vorhandene Rentenansprüche auszahlen lassen, und davon eine Küche gekauft. Berufstätige Ehefrauen waren nicht angesagt, dann das hätte bedeutet, dass Mann nicht in der Lage wäre, für seine Frau aufzukommen.
    Ich glaube aber. dass dieses Bild noch immer ganz tief sitzt. Gerade Männer haben häufig ein Problem wenn Frau mehr verdient.
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Als ich mich mit meinem eigentlich gar nicht so konventionellen vater darüber unterhalten habe, dass alle unsere Abteilungsleiter in meiner vorletzten Firma einen eitgenen Computer, aber keine klassische Sekretärin haben, fragte er mich völlig entgeistert: "Und wer schreibt Euren Männern (weil ja Abteilungsleiter! Kann ja nur Mann sein!) die Briefe?"

    Soviel dann zum Thema berufstätige Frau. Die wurde früher nicht nur zu Hause sondern auch im Job ordentlich auf ihre naturgegebene Rolle :table2: zurückgeworfen...
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ Susanne67: Da hast du recht oft war das soo.

    Ich muß anscheinend aus einer Exoten Familie kommen.

    Meine 1 Oma war Abteilungsleiterin beim KONEN in München ( großes Kaufhaus) und das bereits in der 50igern und die andere war Leitende Gesundheitsführsogerinn und damit meist selbständig auf den Dörfern tätig..


    aber hast schon recht die meisten fristeteden damals in klassischen Frauenberufen an der Kaffee und Schreibmaschine ihr dasein. :biggrin:
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    naja fristen nicht die meisten nicht auch heute noch genau da ihr dasein? :roll:
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    wohl war...aber wer von den Mädels traut sich schon in die Männerberufe.
    Hier in Karlsruhe werden dringend Ingeneurstudenten etc gesucht..

    und die Karriereleiter macht halt oft mit den Kindern einen Knick das stimmt schon..aber wie man das ändern will..schwierig

    Mit dem Elterngeld sicher nicht.
  • BibileinBibilein

    4,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    AnjaH schrieb:
    wohl war...aber wer von den Mädels traut sich schon in die Männerberufe.

    hm.... aber woran liegts? Ich glaube nicht, dass es direkt etwas mit Trauen zu tun hat, sondern mit den Grundinteressen. Also Banalbeispiel: Junge interessiert sich für Autos -> wird vielleicht (je nach Bildungsgrad) Ingenieur, KFZ-Mechaniker was auch immer.
    Frau schminkt sich gern -> wird Friseurin

    BITTE! Jetzt nicht falsch verstehen, ich möchte hier keine Klischees bilden/befürworten etc.,das dient jetzt nur der einfachen Darstellung.

    Ich mein, es liegt doch in der Natur des Menschen, das man die Dinge, die einen interessieren auch beruflich favorisiert. Klar gibt es Berufsfelder, wie zum Beispiel der Kaufmann, wo es keine richtige "Geschlechteraufteilung" gibt, oder eben Ausnahmen, wie den männlichen Friseur etc. Oder eben - aufgrund der heutigen Arbeitsmarktsituation ist man manchmal eben auch gezwungen, Arbeit anzunehmen, die einem nicht soo gefällt.
    Aber um das mal auf die breite Masse auszudehnen, schätze ich schon ein, dass es eben typische Männer- und Frauenberufe gibt und dass das mit der Erziehung zusammenhängt (Jungs: Auto / Mädchen: Barby, wenn ihr versteht, was ich mein).

    Also finde ich, kann von TRAUEN keine Rede sein, weil ich eben glaube, dass es hier um Grundeigenschaften geht. Sicher KÖNNTEN viele Frauen auch Männerberufe erlernen und umgekehrt, aber wie gesagt, dafür muss ja auch das Interesse da sein.

    War mal wieder lange Rede kurzer Sinn (ich schweife aber auch immer aus und hinterher verstehts keiner mehr :roll: ). Sorry :grin:

    Zu dem eigentlichen Artikel: Ich mag meine Rolle, ich kümmere mich gerne um den Haushalt, die Kinder etc. und ich bin über die klassische Rollenverteilung froh, da ich nicht um meinen Status streiten musste. Klar, hätte ich den Wunsch geäußert, lieber weiter arbeiten zu gehen, hätte mein Mann sicher nicht gleich protestiert.

    Ich denke aber: Sowohl Hausfrau/Hausmann als auch Geldverdiener haben einen anspruchsvollen Arbeitstag auf ihre Weise. Also so Sachen wie hübschmachen, Mann erst erzählen lassen, immer gut gelaunt sein... sorry, das war schon immer veraltet, aber es ist nun mal mein Job, Essen zu kochen und drauf zu achten, dass daheim kein Ungeziefer einzieht.

    Alex (also mein Mann) hilft mir abends oft mal, damit wir einfach schon früher gemeinsam etwas von uns haben. Oder wenn mir was zum Kochen fehlt, dann hält er unterwegs beim Supermarkt an, bringt das mit, ja gut und dann gibts Essen halt 20min später, deswegen gibts aber keine Ehekriese :grin:
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bei meiner Mutter war es wohl so, dass sie einen riesigen Krach zu Hause hatte, als sie mit 14 nicht nach der Volksschule aufhören sondern noch weiter zur Schule gehen wollte ... mein Opa hat wohl nen riesigen Aufstand gemacht, à la "Wie, mit 14 noch weiter zur Schule gehen? Du weißt wohl nicht, wo Du her kommst?" ... Ende vom Lied: Meine Mutter durfte nicht weiter zur Schule gehen, sondern hat eine Lehre in einem Handarbeitsgeschäft als Verkäuferin gemacht.

    Ich denke, bei vielen anderen Arbeiterfamilien sah es ähnlich aus ... höhere Schulbildung war (zumindest auf den Dörfern - in den Städten sah es sicher anders aus!) nur den Kindern der mittleren und höheren Schichten möglich ...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ne das war auch in den Städten kaum anders. Arbeiterkinder gingen nicht auf ein Gymnasium und Mädchen schon dreimal nicht. Das war noch sehr lange so.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das ist auch noch heute so.
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich denke auch es gibt noch heute genügend familien die sich einen gymnasialbesuch ihres kindes nicht leisten können. dazu trägt unsere familienpolitik entscheident bei. übrigens ist genau diese bildung einer gessellschaftlichen elite mit dem neuen erziehungsgeld angestrebt. eltern ohne genügend kleingeld sollen keine kinder bekommen. aber ich schweife vom thema ab ;-)
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gut ich denek heute kommt es auch drauf an ob man in einem Bundesland mit Lehrmittelfreiheit oder nicht lebt. Wir haben sie heir in BW noch und so kann jeder sein KInd auf das Gymnasium schicken ...wenn ich allerdings jedes Schuljahr schon Unsummen für Bücher hinlegen muß wird es natürlich schwierig..wobei das ja jetzt schon in den Grundschulen losgeht..
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Naja, ich denke, auf dem Land war es nochmal extremer ... meine Schwiegermutter z.B. hat das Gymnasium besucht - wobei sie natürlich ein Einzelfall war - die meisten ihrer Klassenkameradinnen kamen schon aus "besseren" Verhältnissen ...

    @Gisela
    Das kann man so pauschal nicht sagen ... hier in NRW hat das Gymnasium nichts mit Einkünften zu tun - meine Eltern mussten für mich (Gymnasium) nicht mehr zahlen als für meinen Bruder (Hauptschule)...
    Ich bin ein "Arbeiterkind", und war bei weitem keine Ausnahme in meiner Klasse ... bestimmt die Hälfte kam aus ganz normalen Verhältnissen (und das auf einer Schule, die das Vorurteil der "Eliteschule" trägt (katholische Mädchenschule)) ...

    Ich denke, heute ist bei den entsprechenden Fähigkeiten und Motivation keinem Kind mehr der Besuch eines Gymnasiums oder einer Realschule verwehrt ...
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Snoopy: Tatsache ist aber, dass Kinder aus betuchterem Elternhaus in den weiterführenden Schulen viel mehr unterstützt und mit durchgezogen werden als Kinder aus "niedrigeren" Schichten. Das beginnt schon in der Grundschule, wie ich erst vor kurzem mit/bei meinem 9jährigen erlebt habe. In Bayern, wo ich herstamme, ist das Ganze seit jeher noch weitaus ausgeprägter. Dort war der Blick auf den elterlichen Geldbeutel und das soziale Niveau der Familie bei den Empfehlungen fürs Gymnasium schon in meiner Kindheit mit ein "Entscheidungskriterium".
    Heute ist das ganze so ausgeprägt wie nie, die entsprechenden Untersuchungen in den einzelnen Bundesländern sprechen eine eindeutige Sprache. Besonders betroffen sind - wie es nicht anders zu erwarten ist - wieder einmal die Mädchen. Genau so, wie es eine Tatsache ist, dass z. B. Mädchen mit Hauptschulabschluss deutlich schlechtere Ausbildungschancen haben als ihre männlichen Geschlechtsgenossen.
    Ganz zu schweigen von der Benachteiligung der Frau in der Berufswelt bei gleicher Qualifikation (Gehalt, Aufstiegschancen in die oberen Führungsetagen...).
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Frauen haben damals kaum wirlich Berufe gelernt, sondern "gingen in die Fabrik" oder sowas. Von daher waren sie wirtschaftlich auch viel abhängiger.
    Mir wurde das auch noch gesagt : "Heiratest ja doch, wozu brauchst Du einen Beruf"... Und das war viel später. Bei uns finge das gerade so an, dass auch Mädchen "was gelernt" haben.
    Und wenn Du in einer Fabrik Akkord arbeitest, bist Du vielleicht ganz froh das nicht mehr zu müssen.
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Es ist tatsächlich so, wie Gisela sagt. Ich habe vor ein paar Semestern eine Vorlesung zum Bildungssystem in der BRD besucht und dort gab es Statistiken, die mich wirklich schockiert haben. Und ich bleibe, was Politik angeht, leicht mal kalt :oops:
    Was das Thema Chancengleichheit angeht, hat mich vor allem eine Untersuchung schockiert. Sie haben in der 4. Klasse untersucht, in welchem Verhältnis das Bildungsniveau der Eltern, die Schulempfehlung der Lehrer, die tatsächliche Leistung der Schüler und die schließlich besuchte Schule stehen. Herauskam: Die Empfehlungen der Lehrer entsprachen fast immer dem Bildungsstand der Eltern, egal wie die tatsächliche Leistung war. D.h., dass z.B. Akademikerkinder fast immer eine Empfehlung fürs Gymnasium bekamen, auch wenn das gar nicht ihren Leistungen entsprach. Umgekehrt hatten Kinder aus Arbeiterfamilien kaum Chancen, eine Empfehlung fürs Gymnasium zu bekommen, egal wie gut sie waren.
    Das ist der eine Punkt, der mich schockiert hat.
    Der andere ist der, dass selbst, wenn die Kinder eine Empfehlung bekamen, die sich nach ihrer tatsächlichen Leistung richtete (also ein "gutes" Arbeiterkind oder ein "schwaches" Akademikerkind), die Eltern ihre Kinder fast immer trotzdem auf die Schule schickten, die ihrem eigenen Bildungsstand entsprachen. Und zwar nicht nur die Akademiker ihr Kind aufs Gymnasium, sondern auch Arbeiter ihr Kind auf die Hauptschule.
    Zum einen denke ich, dass das schon damit zu tun hat, dass Eltern Angst haben, ihren Kindern nicht helfen zu können. Das hört man auch immer wieder als Argument und ist sicher auch ein Argument für die Ganztagsschule.
    Zum anderen aber, und das halte ich für den wichtigeren Punkt, besonders wenn ich mir andere europäische Länder anschaue (besonders die hochgelobten skandinavischen :roll: ) zeigt es, wie ausgeprägt in Deutschland immer noch das Schichtendenken ist.
    Ich hatte mit einer schwedischen Universitätsdozentin eine Diskussion darüber. Sie war mit einem Kfz-Mechaniker verheiratet und fand das total normal. In Deutschland eher ungewöhnlich, oder? Das Höchste der Gefühle ist hier doch schon, wenn ein Arzt mit seiner Sprechstundenhilfe verheiratet ist :roll:

    Naja, aber eigentlich hat es doch gar nicht mehr so viel mit dem ursprünglichen Thema zu tun. Nur weil es gerade um Chancengleichheit ging.

    Wenn aber noch bedarf an lustigen Texten aus den 50ern hat: Ich habe noch ein tolles Buch aus den 50ern hier: Brevier vom hübsch gedeckten Tisch.
    Da steht alles drin, was die gute Hausfrau wissen muss!
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Auch wenns nicht zum eigentlichen Thema gehört, aber es steht ja nun doch zur Diskussion:

    Ich komme, wenn man so will, aus einer "Arbeiterfamilie". Meine Eltern stammen beide aus "Bauernfamilien" (Landwirtsfamilien klingt nunmal bescheuert), haben Hauptschulabschlüsse und danach halt ne Ausbildung gemacht (Bürokauffrau und Werkzeugmacher). Ich wollte immer schon aufs Gymnasium gehen, weil ich Ärztin oder noch besser Tierärztin oder Architektin werden wollte und man dazu nunmal studieren muss (dass ich das letztlich nicht getan hab, hat nichts mit meinem Elternhaus zu tun, sondern ich hatte einfach keinen Bock). Meinen Eltern wurde von meinem Klassenlehrer in der vierten Klasse sehr nahegelegt, mich auf jeden Fall aufs Gymnasium gehen zu lassen, wenn ich das will. Zwei meiner Freundinnen, die auch mit mir aufs Gym gingen, stammen auch aus "Nicht-Akademiker-Familien" und auch ihnen wurde das Gymnasium empfohlen. Generell kann ich sagen, dass von den Menschen, die mit mir Abitur gemacht haben, höchstens ein Viertel aus Akademiker-Familien kamen (Vater Arzt, Lehrer, Mutter Hausfrau wohlgemerkt!), der Rest kam aus Familien, wo die Eltern maximal Realschulabschluss hatten, die meisten aber eben Hauptschule. Ich kann also rein aus meiner Erfahrung nicht behaupten, dass bei uns (und wir sind hier nunmal richtig auf dem Land) irgendwer benachteiligt ist, was die Möglichkeiten der Schulbildung betrifft.

    Und zum eigentlichen Thema:

    Ich kann auch nur sagen, für mich ist es selbstverständlich, dass ich den Haushalt mache, wenn mein Mann den ganzen Tag arbeiten geht. Dass ich ihm Abends was zu essen mache, wenn er nach Hause kommt, ist auch klar. Und das finde ich auch nicht schlimm und fühle mich deswegen nicht minderwertig oder sonstwas. Für mich persönlich, ist es sehr viel erfüllender zuhause bei meinen Kindern zu sein, diese zu versorgen und mich um sonstige Haushaltsdinge zu kümmern, als beruflich irgendeine Art von Karriere zu machen. Und ich finde meine Einstellung nicht altmodisch, sondern ich denke, das ist einfach eine Frage der eigenen Persönlichkeit. Natürlich kann man das Hausfrauendasein von heute aber nicht mit dem von vor fünfzig Jahre vergleichen. Sowohl was die Art und Schwere der Arbeit betrifft, als auch das Verhältnis zum Ehemann / der restlichen Familie. Vor fünfzig Jahren war es bestimmt nicht der Frau "erlaubt" zu entscheiden, z.B. auf welche Schule die Kinder gehen sollen, ob ein Fernseher gekauft wird, etc. Will damit nur sagen, dass die Frau heutzutage zwar auch häufig "nur" Hausfrau und Mutter ist, aber innerhalb der Familie doch eine ganz andere Position hat, nicht nur darauf reduziert wird, dass sie dem Mann das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten hat.

    LG
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich kenne die entsprechenden Statistiken nicht, aber ich kann von mir sagen, dass ich weder in meiner gesamten Schulzeit, noch jetzt in meinem Praktikum, wo ich tagtäglich mit den Empfehlungen für die weiterführende Schule zu tun habe, irgendwann einmal die Erfahrung gemacht habe, dass irgendein Kind nach dem Bildungsstand seiner Eltern beurteilt worden wäre.

    Dass Mädchen und Frauen in vielerlei Hinsicht benachteiligt sind, ist sicher (leider) so, wobei heutzutage grundsätzlich zumindest jeder Weg offen ist - als Frau muss man nur in manchen Berufen mehr Leistung zeigen als ein Mann, um anerkannt zu werden.

    Dass manche Kinder aus Angst der Eltern nicht aufs Gymnasium geschickt werden, kann ich mir noch vorstellen ... meine Eltern hatten auch Bedenken, die meine damalige Lehrerin ihnen genommen hat. Aber das sind Ausnahmen, und wenn ein Kind die Motivation und das Potential hat, wird es spätestens nach der 10. Klasse von der Realschule in die Oberstufe wechseln, was im Normalfall ja auch keine Probleme bereitet ...
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