Ich muss dazu mal Meinungen von Außenstehenden hören. Meine Bekannte hat einen 2 jährigen Sohn, er war nicht geplant und sie hasst den Vater. Sie ist alleinerziehend und mir kam es immer so vor als stünde er ihr im Weg. Sie ist selten liebevoll, eher grob, sie meckert ständig an ihm rum auch wenn er gar nichts macht.
Jetzt geht er zur Tagesmutter und sie arbeitet den ganzen Tag so wie sie es immer wollte, nicht musste. Sie sieht ihren Sohn abends für eine Stunde und sonntags für 5 Stunden, die restliche Zeit ist er eben bei der Tagesmutter oder dem Vater.
Sie erzählt mir oft sie vermisst ihren Sohn ja so aber das kann ich langsam nicht mehr glauben. Wenn wir uns mal treffen ist sie so genervt von ihm das es mir im Herzen weh tut. Sie sagt so Sachen wie: nein bitte fahr jetzt kein Bobbycar ich latsche doch nicht kilometer hinter dir her und passe auf. Er fällt hin und weint und sie sagt: steh endlich auf du Memme, das ist ja ganz nass, muss Mama wieder waschen, und geht weg. Sie hat einfach null Bock sich mit ihm zu beschäftigen, ich höre immer nur: na hoffentlich schläft er schnell dann hab ich meine Ruhe. Ja aber sie sieht ihn doch eh kaum, da müsste man sich doch doppelt freuen über sein Kind oder nicht? Also wenn meiner mal ne Stunde bei Oma ist freu ich mich schon total wenn er wieder da ist.
Kann es echt sein das sie ihn nicht liebt? Mir kommt das so vor, was sagt ihr dazu? Findet ihr das normal?
Kommentare
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Ich kenn das Mädel natürlich nicht, aber so, wie Du es beschreibst, hört es sich so an, als wäre sie mit der ganzen Situation, -verhasster Erzeuger, ungewolltes Muttersein etc, -schlichtweg überfordert.
Darum evtl. auch das ganztägige Arbeiten. ... Um sich der Situation nicht aussetzen zu müssen.Um davor wegrennen zu können. Und um unbedingt weiter unabhängig zu erscheinen. Wenns auch nur fürs eigne Egoist.
Ob sie das Kind jetzt nicht liebt,ist gaanz schwer zu beurteilen.
Ich denke, dass sie vielleicht den Hass auf ihr "vergurktes Leben" auf das Kind projektziert. So ähnlich wie bei diesem blöden Sprichwort:
"Wenn der Bauer nicht schwimmen kann ist die Badekappe schuld"
Wichtig bei solch einer Sache ist echt, dass sie das Problem erstmal selbst erkennt, sonst hat es keinen Sinn.
Wie steht ihr zueinander? Seit ihr gut befreundet?
Jedenfalls wirds bestimmt nicht leicht,sie drauf anzusprechen, wenn Du das vorhaben solltest.
Nur irgendwas sollte schon passieren, sonst sind Mutter und Kind bald ganz verkorkst.
Ich hab auch so meine Probleme,mich mit meiner Schwangerschaft abzufinden, auch jetzt noch, wo ich "kurz vor Abwurf"
Mir hilft ProFamilia ganz gut dabei. Klar kann man von den Mitarbeiterinnen dort keine Wunder erwarten und man muß nach wie vor riesig an sich arbeiten, doch man bleibt dort anonym und kostenfrei.
Hilfe beim Jugendamt zu suchen finde ich persönlich ein zweischneidiges Schwert. Es kommt sehr auf den Sachbearbeiter und dessen Meinung zu der Sache an. Da kann man leider auch ungewollt in Teufels Küche kommen.
Daher würd ich auch zurückhaltend damit sein, dieses einzuschalten...
Ich denke schon, dass sie ihr Kind irgendwo im Inneren liebt, aber durch die unglückliche Situationen, unterdrückte Gefühle und das in eine Form gepresst zu sein, wird das sehr unterdrückt.
Eine schwierige Kiste ist das, traurig und bedenklich zu gleich.
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Ob es nun an Liebe mangelt, kann man so nicht sagen. Wenn irgendwas mit ihm wäre, dann ginge ihr das sicher nahe so wie jeder Mutter. Vielleicht tut sie sich einfach schwer, die Veränderungen, die ein Kind mit sich bringt, anzunehmen bzw. in Einklang mit ihren Wünschen zu bringen? Wenn das Kind nicht geplant war, dann hat sie vielleicht einfach noch nicht das richtige "Händchen" mit ihm gefunden, keinen guten Weg der Auseinandersetzung mit ihrem Sohn und auch ihrer Rolle als Mutter.
Ich denke, wenn Du ihr helfen möchtest, dann sei ehrlich zu ihr und frag sie, was ihr helfen könnte.
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Das sind so Kleinigkeiten einfach, er läuft weg auf die Straße zu und sie sagt: ach da läuft er schon nicht drauf. Macht er aber doch, Auto muss total bremsen, die Leute gucken schon und fragen wieso sie nicht auf ihr Kind aufpasst und was macht sie? Macht ihren Sohn an wieso er auf die Straße läuft. Mir tut er immer so leid aber wie genau ich da vermitteln soll weiß ich auch nicht genau leider.
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Vielleicht ist das bei Deiner Bekannten ähnlich? Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass sie einfach unsicher im Umgang mit ihm ist und gar nicht recht weiß, was sie mit dem Kind anfangen soll. Wie alt ist sie eigentlich?
Geredet hast Du ja schon mir ihr, hm... Mir fällt jetzt spontan auch nichts dazu ein. Vielleicht mal eine Beratung?
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Egal, was an dem Tag war.
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das hast du sehr schön gesagt!
so sollte es sein. es ist schlimm, das das in manchen familien einfach nur utopisch ist und viele kinder wohl öfter "nerv mich nicht" hören, als ihren eigenen namen
ich denke, es ist nicht möglich (und auch nicht sinnvoll) als aussenstehender zu beurteilen, ob diese frau ihr kind liebt oder nicht. offensichtlich scheint aber, dass sie wohl mit ihrer rolle als mutter nicht zurechtkommt bzw überfordert ist.
ich denke, sie braucht hilfe und das am besten schnell, bevor das verhältnis zu ihrem sohn (auch von seiner seite aus) komplett zerstört ist.
vielleicht kannst du ja bei euch in der nähe eine elternberatung ausfindig machen (gibt es oft kostenlos, zb von der stadt, jugendamt oder der caritas), ihr die adresse geben und mut machen, sich dorthin zu wenden.