Das Kind meiner Bekannten, normal?

bearbeitet 25. 06. 2007, 13:04 in Plauderecke
Wir hatten eine Familie kennengelernt mit Kind genauso alt wie unseres. Man hat sich ab und zu getroffen aber irgendwie wurde das immer komischer. Zuerst fanden wir alles normal aber so nach und nach denken wir da stimmt was nicht? Das Kind wird jetzt 3 im Juli, macht nichts ohne seine Mama, sie muss ihn immer an die Hand nehmen er macht einfach nichts alleine (oder sehr selten). Er kommt extra in einen Kindergarten mit wenigen Kindern und großem Außenplatz weil er nicht lange mit vielen in einem Raum bleiben kann. Er hat ganz bestimmte Vorstellungen beim Spielen. Die Eltern bringen ihm bei das die Spielzeugschranke unten ist wenn der Zug kommt was ja richtig ist. Nun haben mein Sohn und ein anderer die Schranke hochgemacht als der Zug kam im Spiel eben und da fing der besagte Junge an zu schreien und hat sich nicht mehr bruhigt. Er haute mich und sagte wir sollen gehen, die Schranke muss unten bleiben usw. Wir mussten dann tatsächlich gehen. Er weint in solchen Situationen sofort los und lässt sich nicht beruhigen bis alle gegangen sind, das haben wir 3 mal erlebt. Er ist ein ganz ruhiges Kind, ist er mal ein bisschen wilder sagt die Mutter sofort er soll leiser sein, aufhören mit dem was er da tut (Bobbycar eine Stufe runterfahren oder sowas) und dann weint er auch gleich wieder wenn die Mama mal etwas lauter wird. Irgendwie haben wir das Gefühl er wird etwas unterdrückt? Geht sowas überhaupt? Die Eltern sind schon etwas älter und betütteln ihn auch wo es geht, er trinkt noch aus Babyflaschen und nimmt nichts anderes, sie lassen ihn weil er ja sonst nichts trinken würde :roll:, nur als Beispiel. Er ist auch so gut wie nie auf einem Spielplatz oder sowas, wir fahren da oft vorbei und er sitzt alleine in seinem Sandkasten. Uns kommt es vor als würde er abgeschirmt werden. Es kann doch nicht sein das alle Kinder sich auf dem Spielplatz treffen (5 Minuten von denen) und er alleine im Sand sitzt???

Unser Kind ist dagegen schlecht erzogen und viel zu wild, deswegen können die beiden nicht mehr so oft zusammen spielen :fingers: . Ich finde das alles etwas merkwürdig. Natürlich wisst ihr auch nicht was da los ist aber wie seht ihr das als Außenstehende?

Kommentare

  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hast du sie mal gefragt? Vielleicht gibt es eine ganz einfache Erklärung. ;-)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja wir hatten mal gefragt warum er so ist aber sie meinte nur er war schon immer so. Klar wir kennen uns noch nicht so lange, sollte er irgendwas haben möchte sie uns das vielleicht noch nicht erzählen. Finde es dann aber auch nicht schön das sie unser Kind als schlecht erzogen darstellen nur weil er wild ist. Mein Kind ist so wie ich andere Kinder jeden Tag erlebe, lacht, spielt, macht Blödsinn. Ihrer eben nicht, der ist eher in sich gekehrt, ganz komisch wie gesagt.
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    BEi den Vorsorgeuntersuchungen war immer alles in Ordnung?
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na das weiß ich nicht, wie gesagt kennen wir uns nicht so lange das ich sowas fragen würde.

    Vielleicht liegt es aber wirklich an den Eltern? Der Junge hat schon mit 18 Monaten fast perfekt gesprochen. Mein Mann sagte das dann auch das er ja super spricht. Da sagt der Vater: naja es geht so, die Satzbildung und Grammatik muss sich noch stark bessern, kann ja sonst keiner verstehen :shock:. Ich weiß ja nicht was die von einem 18 Monate altem Kind erwarten, meiner spricht mit 2,5 nicht so gut wie er eben schon mit 18 Monaten...
  • HuetchenHuetchen

    3,584

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Kinder sind unterschiedlich und nicht immer sind die Eltern an allem schuld. Weisst du, wie oft ich mich schon gefragt habe, warum Jolina so ist wie sie ist? Wie oft ich mir meinen Kopf zermartert habe, ob ich doch an ihrem Verhalten schuld bin. Gerade jetzt wieder im Holland-Urlaub hat mich ihr Verhalten so runtergezogen, ich habe den Fehler gemacht und sie mit den anderen Kindern auf dem Campingplatz verglichen. Ich weiss, das soll man nicht machen, aber wenn man dann andere Kinder wild auf dem Spielplatz toben sieht ohne Mama und Papa, dann kommen diese Gedanken in schwierigen Phasen ganz von alleine.
    Jolina ist auch ein Kind, dass immer eine Hand von Mama und Papa braucht. Auch mit fast 3,5 Jahren ist ihr Bewegungsradius um uns herum sehr eng gesteckt. Ausser Sichtweite geht sie niemals! Sie will immer noch sehr viel Körperkontakt und ist recht bewegungsfaul, obwohl sie motorisch schon recht fit ist.
    Wie oft überlege ich, ob es an uns liegt, ob wir sie zu eng an uns binden, ob wir zu vorsichtig sind. Aber das stimmt gar nicht! Ich motiviere sie immer wieder zur mehr Selbstständigkeit und wir bestärken sie immer wieder sie mehr zuzutrauen. Heute wieder! Wir waren auf einem Hoffest und dort gab es eine Strohhüpfburg! Während alle anderen Kinder wild darin rumturnten und der Sprung nicht hoch genug sein konnte, jammerte Jolina schon beim Hochklettern, natürlich mit Mama, weil das Heu so piekte. Beim Springen musste ich ihr die Hand halten und als sie dann im Stroh einsank, bekam sie Angst. Was soll man da tun? Mehr wie immer und immer wieder zu motivieren kann man ja nicht machen.
    Was ich nur damit sagen will, ist, dass es Kinder gibt, die weniger mutig, weniger wild sind und die mehr klammern als die gleichaltrigen Freunde. Das sollte man bei so einer Überlegung bedenken. Nicht alles ist die Schuld der Eltern. Es hat lange gedauert bis ich mich von dieser Schuldsprechung endlich befreit habe. Doch auch heute noch grübel ich ab und an mal darüber nach, warum Jolina so ist!
    Ach noch was! Es gibt Kinder, die sind geradezu akribisch in ihren eigenen Regeln. Wenn wir nicht so spielen, wie Jolinas Rollenspiel das verlangt, dann bekommt sie auch schon mal einen gepflegten Wutanfall. Und wehe der gekaufte Drache fliegt nicht so, wie sie sich das vorher in ihrer Phantasie ausgemalt hat. :roll: So vor ein paar Monaten war das ganz extrem, aber mittlerweile kann sie mit so einem Frust schon etwas besser umgehen.
  • NanakiNanaki

    3,896

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das war nu interessant, quasi die entgegengesetzte Seite zu lesen, danke für die Einblicke!
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Naja gut, du schreibst du ermutigst sie Sachen auszuprobieren. Das habe ich bei meiner Bekannten noch nie erlebt. Sie sagt dann eher: Lass das bitte sein sonst fällst du runter usw. Und fragt mich dann immer ganz erstaunt wieso meiner so toll klettern kann alleine ohne meine Hilfe? Na weil ich ihn immer gelassen habe sobald er das ausprobieren wollte. Am Anfang mit Hand, dann immer mehr alleine bis er es ganz konnte. Ich habe ihr auch gesagt das er sich das irgendwann vielleicht gar nicht mehr alleine traut wenn sie ihm immer sagt er kann sich weh tun aber das sieht sie eben anders. Auch Laufrad fahren darf er noch nicht (er wird bald 3) er wäre noch zu unsicher. Na aber wie und wann soll er denn sicher werden wenn er nie fahren darf? Sowas kapier ich einfach nicht ganz. Meiner fuhr mit 2 zum ersten mal und seitdem regelmäßig, nach einer Woche konnte er das. Und ich wette ihr Sohn würde das genauso toll können wenn er dürfte. Mit dem Bobbycar einen Bordstein runterfahren darf er nicht, er könnte umkippen...

    Habe ich gar nicht bedacht das sein Verhalten vielleicht auch davon kommt? Vielleicht wurde er ängstlich gemacht? Naja und unser Sohn ist ja viel zu wild wie er da so schnell mit dem Laudfrad rumdüst oder irgendwelche Hügel hochklettert. Jaja er ist schlecht erzogen :fingers:
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