Hallo,
meine beruftliche Zukunkft liegt mir immer noch im Magen.
Ich finde es toll Mama zu sein, für meine Kinder da zu sein, sie zu fördern usw. Weniger toll finde ich die Haushaltsnummer und dass sich mein Mann bei jeder Gelegenheit aufs Sofa verdrückt und auch noch darüber meckert, was ich alles nicht geschafft habe. (Er spielt mit den Kindern nach der Arbeit, holt die Getränke, trägt den Müll und die Wäsche runter und geht manchmal einkaufen. Er kocht manchmal (ohne Küche saubermachen) und räumt den Tisch ab. Seine Hemden muss er selbst bügeln. Kleinigkeiten sind noch drin, dann kommt lange nichts. Richtig Babysitten ist selten. Bei den Kindern muss ich alles vorbereitet haben. Er hat bis heute nicht verstanden, wo die frischen Kleidungsstücke liegen und weshalb man die Kinder nicht ohne Schlafsack schlafen lassen kann... Kinder ins Bett bringen gibt es nur auf Anfrage.). Meinen Nebenjob für Computerunterricht habe ich behalten und suche mir immer wieder kleine "Herausforderungen", die in die Planung passen.
Nun ist es so, dass ich in einem Jahr wieder halbtags arbeiten will. Die Große ist im Kindergarten, die Kleine dann in einer Kita um die Ecke. Sie ist dann 1,5 Jahre alt. Der Anfang ist ja nichts das Problem, aber wie geht es dann weiter??? Die Kinder kommen in die Grundschule und in die weiterführende Schule. Ab wann kann man dann wieder Vollzeit arbeiten? Auf der einen Seite möchte ich für meine Kinder da sein, auf der anderen Seite wurmt es mich, dass ich im Job auf Dauer "draußen" bin. Ich bin hin- und hergerissen. Ich fand meinen Job toll und doch war ich froh, durch die Kinder etwas völlig anderes zu machen. Aber jetzt hat mich mal wieder die Keule von hinten in den Rücken getroffen, dass ich traurig bin wegen des Jobs (eigentlich Quatsch). Ich hatte mir da so einen guten Namen gemacht, soviel reingesteckt... Auf meiner aktuellen Stelle sitzen zur Zeit drei Frauen (so viel zu tun). Alle würden gerne bleiben oder die Stelle ganz nehmen. Für mich stellt sich die Frage, ob ich wieder halbtags auf die alte Stelle gehe, die stressig ist, aber imagemäßig nach oben zeigt. Diese Stelle zu teilen funktioniert, allerdings wäre eine Person natürlich besser. Oder ich nehme eine der anderen Stellen im Haus, auf der man aber nicht mehr weiter hinauskommt, die weniger stressig sind und man nicht weiß, ob man versetzt wird. Knackpunkt bleibt die Frage, ab wann es sinnvoll ist, wieder ganztags zu arbeiten. Denn wenn ich erstmal eine reine Halbtagsstelle habe, verliere ich zwar nicht den Anspruch auf die volle Stelle, aber ich müsste später dann vielleicht zwischen zwei Arbeitsplätzen hin- und herpendeln. Die einen sagen, Du bist gut, Du kriegst immer wieder eine Chance, die anderen sagen, pfeif auf Deine Jobansprüche, mir waren meine Kinder wichtiger. Eine Halbtagsstelle ist doch ein Luxus. Hm... Ist das so, bekommt man mit 45 nach der Familien"pause" noch Chancen?
Die Nachteile eines Ganztagsjob sind eindeutig: Ich habe keine Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Wenn die Kinder krank sind, muss ich zuhause bleiben (es ist ja immer was). Der Haushalt wird an mir hängen bleiben, wenn es nicht ordentlich im Karton rappelt. Ich werde meine gute Laune durch Stress verlieren. Ich habe niemanden, der die Kinder zum Turnen oder Singen fährt. Das fällt dann flach. Und wie die Kinder eine abwesende Mutter finden, ist die nächste Frage.
Die Nachteile des Halbtagsjobs: Das Geld ist so wenig nach Abzug der Betreuung- und Benzinkosten (im Zweifelsfall ist noch ne Putzfrau drin), dass nur noch Geld für neue Bürokleidung übrig bleibt. Ich gehe quasi nur so aus dem Haus. Den Kindergarten möchte ich aber unbedingt haben und die Kosten für die Schule kommen so oder so. Deswegen darf ich eigentlich nicht so rechnen. Rententechnisch bin ich schlecht versorgt.
Also, was sagt Ihr? Wie lange bei dem Halbtagsjob bleiben?
Kommentare
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Meine persönliche Meinung?
Maximal der Halbtagsjob, das wären mir zuviele Nachteile für die Kids.
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an der einstellung deines gatten würde ich auf jeden fall mal arbeiten. ich finde, sowas geht nicht. es sind ja auch seine kinder und da sollte man nicht um hilfe betteln müssen. wäre es vom job her möglich, dass dein mann auch ein bisschen reduziert und vielleicht 4 tage arbeitet und du auch 4 tage oder so was in der art?
ich habe das gefühl, du würdest schon gerne mehr arbeiten als halbtags, hast aber nicht den nötigen rückhalt. und auch wenn die kinder in der schule sind, könntest du auch nicht unbedingt ganztags arbeiten, wenn dir keiner hilft. bzw. wäre es blöd, wenn du dann alle "extra-termine" machen musst (kinder krank, irgendwo hinbringen, etc.)
eine möglichkeit wäre evtl. auch noch ein au-pair-mädchen? ich weiß ja nicht, wie ihr wohnt, ob da z.b. noch platz wäre und ob ihr euch das vorstellen könnt?!
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Für mich kommt eine Vollzeitstelle erst in Frage, wenn die Kinder mit der Schule fertig sind ... auch dann wird es noch Stellen geben (und wenn nicht sofort, muss ich halt warten und hoffen).
Ganz unabhängig von dem Stress, den Du Dir mit einer Vollzeitstelle antun würdest, so lange die Kinder noch nicht selbstständig sind, sind die Leidtragenden meiner Meinung nach die Kinder, wenn nie jemand zu Hause ist, wenn sie von der Schule kommen!
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Klar will ich eine ehrliche Antwort! Ihr sollt meinen Kopf zurecht rücken! Mein Problem ist, dass es einen Anlass gab, weshalb ich wieder an meinen Job dachte (leider konnte ich mir neidische Gedanken nicht verkneifen :oops:) und dass ich am liebsten überall mitmischen will. Außerdem möchte ich das, was ich mache, gut machen. Folglich habe ich immer viel um die Ohren und oft ist es dann zuviel. Durch die radikale Veränderung durch Selinas Geburt (Schreikind) konnte/musste ich damals alles andere zurückstellen und habe mich nur noch um das Baby gekümmert. Trotz der anstrengenden Zeit hatte es auch etwas Befreiendes. Ich konnte meine Zeit wieder neu einteilen und habe viele Sachen einfach weggelassen (Musik mit der Band/Fernseh gucken/Ausgehen...). Das neue Lebensgefühl war toll, aber nun bin ich ja schon 3,5 Jahre aus dem Beruf und dann vermischen sich verblasste Erinnerungen mit Fantasie und man wird etwas komisch. Heute war ich in meinem Betrieb und die heimatlichen Gefühle schwankten dann auch schnell wieder um. Die Leute betreten das Gebäude schließlich nicht, um ein Schwätzchen zu halten, sondern man ja auch alle unangenehmen Begleiterscheinungen wie z. B. den Stress mit der Arbeit oder frühes Aufstehen, vernünftig aussehen und pünktlich sein, was man schon ohne Kind quasi nie hinbekommen hat...
In der Politik bekommt ja tagtäglich vorgebetet, wie toll es doch ist, mit Kindern arbeiten zu gehen und es würde alles für die Mütter getan. Da kann ich mich gegen das Gefühl nicht wehren, dass ich mich minderbemittelt fühle, wenn ich "nur" zuhause bin. Warum habe ich da fast ein schlechtes Gewissen??? Ja, den Stress mit Vollzeitarbeiten sollte man sich zum Wohle der Kinder und zu seinem eigenen Wohle so lange wie möglich vom Hals halten. Das Finanzielle und das Image sind nicht alles im Leben. Meine Mutter hat ein Geschäft geführt seit ich elf bin. Sie war immer vor Ort und hat sich im Rahmen der Möglichkeiten alle Mühe mit uns gegeben, aber wir hatten auch viele Nachteile. Nein, optimal ist etwas anderes! Ich sollte mich wirklich mit einer Halbtagsstelle zufrieden geben und nicht schauen, was die Kinderlosen alles machen.
Was meinen Mann betrifft, ich glaube nicht, dass er reduzieren kann. Seine Firma ist etwas weiter weg und die Menschen dort haben eine ganz andere Mentalität. Total altmodisch und konservativ. Das färbt leider ab. Ins Kino gehen die nicht. Da bekommen die Männer noch die Butterbrote von der Frau geschmiert und die 6 Monate alten Babies Nutella-Schnuller in den Mund gestopft (und alle ferbern). So schlimm steht es um meinen Mann glücklicherweise nicht! Wenn da einer was anderes will als der Durchschnitt (4 h-Woche), ist er unten durch. Er könnte höchstens aufstocken, allerdings ohne rückgängig-Option. Und sein Zurückziehen ist durch die lange Schreikind-Ich-will-nur-meine-Mama-Phase entstanden. Da war jedes Flohhusten ein Grund zum Schreien für unser Kind. Vom Kind abgelehnt zu werden muss auch frustrierend sein. Nun ja, die Zeiten sind vorbei und ich nehme ihn ja wieder mehr ran. (Wie war das? Klare Befehle werden verstanden???? :biggrin:) Das ist noch ausbaufähig.
Jemand schlug mir neulich ein Kindermädchen vor. "Ach, meine Frau hatte eine, die hat auch noch gekocht". Ja, prima. Die hätte für 8 Stunden 1.500 Euro gekostet... Da hätte ich mehrere hundert Euro DRAUFZAHLEN dürfen, um (halbtags) arbeiten zu gehen. Was kostet denn ein AuPair-Mädchen? Leider ist unsere Wohnung zu klein.
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mal die andere Sichtweise: seit Henrik 7 Monate alt ist, arbeite ich wieder mit 30 h/Woche und werde in einem Jahr wieder auf Vollzeit aufstocken (38 h/Woche). Allerdings ist mien Mann auch ein anderes Kaliber, wir teilen die Kinderbetreuung (haben eine Tagesmutter), den Haushalt (haben aber auch eine Putzfrau) und alles drum herum.
Ich würde nicht warten, bis die Kinder mit der Schule fertig sind, bevor ich wieder vollzeit arbeite (das wären ja 18-19 Jahre), bis dahin ist in meinem Job der Zug abgefahren und rentenmässig wäre ich ein Hartz4-Fall.
Arbeite mit Kind und Haus und allem erfordert eine Menge Organsiation, Disziplin und auch Verzichten auf Freizeit (wann war ich das letzte mal shoppen :shock: ), aber ich habe ein Kind, das ich über alles liebe und einen Job, der mir Spaß macht und Anerkennung bringt.
Allerdings solltest Du dringend Deinen Mann "erziehen", die Kinder und der Haushalt sind doch nicht nur alleine Deine Aufgabe :fingers:
LG, Suse + Henrik (*23.10.2005)
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soweit ich weiß, kost, logis und taschengeld (ca. 300 euro). das klingt immer so hochgestochen, finde ich. aber wir haben uns das echt schon überlegt (für später mal...) man braucht natürlich etwas platz.
grrr.. ja "die" tun immer so als wäre das alles kein problem. aber wie es in der realität ist hat man ja hier schon oft gelesen... da stimmen die zeiten von kita und job nicht überein, der arbeitgeber spielt nicht mit etc.
schreib doch mal eine liste, mit allen positiven und negativen seiten. oder überleg dir genau den tagesablauf, wie er sein könnte wenn du halb- oder ganztags arbeiten gehst. vielleicht siehst du dann klarer und kannst besser entscheiden (ohne das gefühl zu haben, dass du doch lieber die andere lösung genommen hättest..)
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