Kennt ihr noch die Kinderspiele?

Caro2310Caro2310

20,547

bearbeitet 14. 10. 2007, 12:10 in Plauderecke
Gummitwist und Himmel und Hölle? Seilspringen und Spiele mit Mumeln und Buggern? Habt oder hattet ihr noch einen Hula-Hupp-Reifen oder Klicker-Klacker? Irgendwie sehe ich die Kinder das gar nicht mehr spielen. Ganz selten mal auf den Schulhof der Grundschule neben unseren Haus versuche eine Lehrerin es mit Hopse-Spiele und Seilspringen. Ich erinnere mich wie die Jungs in meiner Kindheit stundenlang an ihren Murmelbahnen gebaut haben um danach tagelang mit zu spielen. Wir Mädchen hatten eigentlich immer ein Springseil oder ein Gummitwist dabei. Auch Räuber und Gendarm und Ballspiele (außer Fußball) sehe ich draußen nicht mehr :sad: Irgendwie weis ich gar nicht was die jetzt so spielen, auch die Grundschüler hängen eigentlich mehr auf den Bänken auf dem Spielplatz rum ohne irgend ein erkennbares Spiel?
Wohne ich hier nur falsch oder ist es bei euch ähnlich?

Kommentare

  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Doch, das gibt es schon noch. Gerade so Spiele mit Klatschen, bestimmten Worten und Bewegungen werden scheinbar irgendwie überliefert, oder vielleicht gibts da so ein kollektives Gedächtnis, jedenfalls spielen die Kinder das immer noch :) Gummitwist weiß ich jetzt allerdings auch nicht, das kenne ich jedoch auch nur von Schulhöfen, muss ich sagen. Auch Murmelbahnen etc., also ich denke Spiele, für die man Hilfsmittel braucht, die ändern sich einfach.
  • karin83karin83

    2,299

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ja das stimmt.... ich hab auch sooo gern gummihüpfen gespielt wir hatten massig an sprüchen - leider weiß ich keine mehr :oops: außer beim bäcker hats gebrannt :-)

    und sonst waren wir viel ausdauernder haben puppen gespielt, mutter vater kind und abschießen usw. ...

    schade - aber leider haben viele eltern keine zeit, kinder sind den ganzen tag im hort und da ist das personal einfach nicht pädagogisch geschult ... leider :flaming01:

    aber auch klatschspiele sehe ich selten ..... grad mal während den pausen
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    "Beim Bäcker hats gebrant, brannt, brannt" kenne ich als Klatschspiel aber nicht als Hüpfen.
    Ich denke auch die Zeit, die die Kinder mit spielen verbringen wird kürtzer. Also ich meine vom alter her. Heute sehe ich die 9 oder 10 jährigen shoppen gehen wie wir damals als Teens. Auf den Spielpätzen verirrt sich selten mal eins. Irgendwie schade :sad:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gummitwist konnte ich früher nicht leiden, war lieber auf dem Bolzplatz Fußball spielen. :biggrin: Klatschspiele kenne ich seit der ersten Klasse: "ein Mann, der fuhr auf See". Der Text war aber total doof. Ich habe von einer Schulkameradin das Handhäkeln gezeigt bekommen. Finde darüber im Netz eigentlich kaum was. Man spannt einen Faden zweimal in Achterbahnform über die vier Finger außer dem Daumen und reiht dann die Maschen auf. Konnte in guten Zeiten in 15 Minuten einen Meter Schlingen fabrizieren. :shock:

    Jojo habe ich ab und zu gespielt. Und Domino: zig Steine aneinanerdergereiht aufgestellt und dann alle umgeworfen. Das half, lange Horttage zu verkürzen.

    Später, so mit 10, war Baumhausbauen und Verschwörungstheorien(wir als Außerirdische in großer Mission) erstellen das Größte
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Milchmädchen: Such mal nach "Fadenspiel". Steht sogar in der Wikipedia ;) Ich konnte das nieeeeeeeeeeeee :(
  • carina79carina79

    520

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ohja, und was haben wir uns mit diesen Spielen stundenlang beschäftigt. Was mir auch noch einfällt: Stelzen. Diese Becher mit den Seilen dran, wo man sich draufstellte und lief.

    Tja, und da fragt man sich, warum die Kinder heute so eine schlechte Motorik haben. Man hört ja auch immer wieder, das viele Kinder noch nicht mal auf einem Bein stehen können. Wenn ich überlege, wie oft ich früher nur mit einem Bein beim Gummi-Twist durch die gegend gesprungen bin. Auch wie hoch ich aus dem Stand gesprungen bin. Gab so ein Gummi-Twist-Spiel, da wurde das Band immer höher gelegt. Erst die Fesseln, dann die Waden, dann die Kniekehlen usw.

    Schade, das die ganzen Spiele aussterben. Denke es liegt an uns Mamas den Kinder das wieder beizubringen. :ja:
  • NiennaNienna

    7,124

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Viele Kinder, die ich kenne, haben auch schon eine total verplante Woche:
    Sport, Musikschule, AG von der Schule am Nachmittag, dann muss für das Instrument ja auch geübt werden, vielleicht von Reitstunden oder Karate oder sowas.....
    Ich hoffe, ich lasse mich davon nicht anstecken.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    hm, in der Kita fällt ja oft genug Sport oder Schwimmen aus, einfach, weil nicht genug Personal da ist. Wenigstens gibt es Ansätze, gesunde Ernährung wieder in den Blickpunkt zu rücken.

    edit: nee, Fadenspiel war das nicht mit dem Handhäkeln. Wie gesagt, bin immer noch auf der Suche nach Bildmaterial oder Fangemeinden.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ach, habe gerade eine Anleitung gefunden, unter dem Stichwort "Fingerstricken". Ist sehr entspannend. :grin:
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hmmmm, das kenn ich gar nicht! Sachen gibts :)
  • kleine Hexekleine Hexe

    1,201

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Da ich eher Ländlich aufgewachsen bin, sind wir auch mit diesen schönen Kinderspielen aufgewachsen und nicht mit Playstation, oder DVD-Recorder... muss allerdings sagen, dass wir auch viel glücklicher waren und mehr gelacht haben als ich das bei den meisten Kindern heute sehe. Ich bin echt total oft erschrocken, wie die Kids mit teilweise 10/11 drauf sind und was die für schlimme Ausdrücke haben. Die Phantasie geht verloren und ich hoffe ich kann unseren Sohn von den alten, schönen Kinderspielen überzeugen.
    Wir sind Seilgehüpft, sind auch stelzen gelaufen, sind auf Bäumen rumgeklettert, haben Badminton und Frisbee oder mit nem Boomerang gespielt, ja und so Rollenspiele, wie Mutter-Vater-Kind, oder Ein Kind ist ein Pferd oder Hund und das andere der Besitzer usw.....
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Die Phantasie geht verloren
    Ja den Eindruck habe ich leider auch. Das Spielzeug heute ist so perfekt. Wenn ich an die neue Shopping-Barbie denke, die ihre eigene Kreditkare hat und an die Traumhäuser. Ich habe meine Puppenhäuser aus Büchern gebaut und hatte schon beim Aufbauen meinen spaß
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Barbie hatte noch nicht mal wirklich Klamotten. Der hab ich immer Sachen aus Kaugummipapieren um die Brüste gewickelt oder versucht, ihr aus nem Taschentuch ein Kleid zu nähen :) Gewohnt hat sie in einer Lade unter meinem Bett.
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ja genau. Taschentücher und Schnürsenkel ergaben wunderschöne Barbie-Kleider :grin:
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Und meine Barbie hatte weder einen Ken noch Freundinnen, Kinder, Hunde oder einen Beruf. Wie hat die das nur überlebt? :biggrin:
  • karin83karin83

    2,299

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    also meine barbies waren da schon besser ausgestattet - allerdings haben meine schester und ich auch sicher bis 14 :oops: :biggrin: :cool: damit gespielt hehe....

    und gewohnt hat meine barbie in einem tollen von meinem papa selbstgebauten 4stöckigen haus - voll ausgestattet mit tepichen, tapeten und co :biggrin: da waren wir baff damals zu weihnachten!
  • kleine Hexekleine Hexe

    1,201

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mit Barbies konnte ich nicht viel anfangen, ich musste das immer mit meiner kleinen Schwester spielen und hab den Barbies manchmal die Haare abgeschnitten. :oops:
    Wir hatten total viel Lego und haben da sehr tolle Sachen gebaut. Ich habe auch gerne gepuzzelt oder stundenlang gemalt
  • HjördisHjördis

    2,857

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Lego war unser Winterspiel!

    Im Sommer haben wir sowas wie Marktwirtschaft gespielt: Jeder hat in einer vorgegebenen Zeit soviel Eicheln wie möglich gesammelt. Das war dann unser Geld. Mit dem Geld konnte man sich Dienstleistungen oder andere Sachen erkaufen. Mein Bruder z.B. hat den Kandiszucker aus der Küche meiner Eltern geklaut und pro Kandis-Stück 2 Eicheln verlangt (Wucher!!!). Andere haben sich Handwagen von den Eltern gemopst und "Taxidienste" angeboten. Vorher wurde der Preis verhandelt.

    Wenns im Herbst eher dunkel wurde, sind wir immer zum Kirchfriedhof gegangen (der ist quasi 'inaktiv') und haben da 'Ghostbusters' gespielt: eine Mischung aus Verstecken und Fangen.

    Im Park oder nahegelegenen Wäldern haben wir uns Hütten gebaut und haben dort die Tage verbracht.

    Muss aber dazu sagen, dass wir nen endgeilen Stundenplan hatten, der uns erlaubte, jeden Nachmittag richtig viel zu erleben: Erste Stunde war bis zur 6. Klasse um 7.55Uhr, ab der 7. Klasse 7.00Uhr. Die letzte Stunde war um 13.40Uhr vorbei und spätestens um 14.30Uhr haben wir uns irgendwo im Dorf versammeln können für unsere Entdeckungstouren.
    Wenn ich mir da unsere Nachbarskinder anschaue, die erst um 15Uhr heim kommen und bis 17Uhr mit Hausaufgaben beschäftigt sind... Da hätte ich auch keinen Bock mehr, großartig was zu unternehmen - ne Stunde später gibts ja schon fast Abendbrot!
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ Anke: Bei Uns war Schule von 7:45-13 Uhr in der Grundschule und erst später kam dann Nachmittagsunterricht dazu.
    Dafür waren wir Samstags in der Schule.


    Und ja ich kenne auch noch Gummihüpfen, Seilspringen, Klatschspiele Räuiber und Gendarme, Männleball ect.

    WIr haben Barbie gespielt sind mit den Puppen picknicken gegangen und waren in Wald Wiesen und am Bach unterwegs. Wir hatten ein Kanalrohr das unter einem Kanaldeckel endete...und dann zum nächsten ging. Das war DIE Mutprobe schlechthin da unten reinzulaufen.

    Barbie habe ich auch lange gespielt und bei 2 Mädchen im Abstand von 11 Jahren hatten wir eine Komplettausstattung inklusive Mc Donalds. :grin:


    Ach ja Kreisel JOJO und Stelzen hatten wir natürlich auch. ;-)

    hier der Text vom Müller
    Bei Müller hats gebrannt brannt brannt
    da bin ich hingerannt rannt rannt
    da stand ein Apfelbaum baum baum
    da wollt ich Äpfel klaun klaun klaun.

    Da kam ein Polizist zist zist
    der schrieb mich auf die List list list
    die List fiel in den Dreck dreck dreck
    da war mein Name weg weg weg.

    Da rannt ich schnell nach Haus haus haus
    zu meinem Bruder Klaus Klaus Klaus
    der lag schon längst im Himmelbett
    mit seiner Frau Elisabeth.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    das einzige Mädchenspielzeug war ein Leuchtpony, das lud ich tagsüber an Lampen oder dem Fensterbrett auf. Ach, und Sticker waren eine Zeitlang der Hit an der Grundschule, ich gab fast mein ganzes Taschengeld dafür aus(der Rest ging für Süßigkeiten drauf). Sticker-Alben von den Glücksbärchis, Mein kleines Pony.
    Später diese Schnappbänder fürs Handgelenk (kennt die noch jemand?): erst sahen die aus wie ein Lineal und beim leichten Tippen auf das Handgelenk bogen sie sich zu einem großen Ring zusammen.

    ich habe früher noch versucht, einen Drachen selbst zu bauen, war bloß zu schwer, hatte Bambusstöcke aus dem Tomatenbeet meiner Mutter gemopst und Paketschnur und Plastiktüten verwendet. :roll: ;-)
  • EinhornEinhorn

    3,873

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wir haben damals auch Gummitwist gespielt oder 2Felderball, oder sind auf Stelzen gelaufen oder sind Springseil gesprungen und haben Federball oder Tischtennis gespielt. ne Höhle hatten wir uns auch gebaut.
    Barbies gabs bei uns nicht. Wir hatten Babypuppen oder ne Sprechpuppe (da konnte man hinten ne ganz kleine Schallplatte einlegen, dann hat die etwas gesungen glaub ich).
    Drachen hatten wir uns auch selbst gebaut und die steigen lassen (das machen wir nächstes Jahr mit Kaya zusammen).
    Mutter-Vater-Kind haben wir auch gespielt.
    Sowas wie n Fernseher im Kinderzimmer gabs nicht. Da stand nur ne schwarz/weiß Möhre im Wohnzimmer mit 3 oder so Programmen. Muß ich nachher mal Sandro fragen.
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Uh, was machst denn du um 3 Uhr nachts auf? :) So eine Sprechpuppe hatte ich auch. Aber die fand ich doof. Ich fand überhaupt Puppen eher doof, bis auf die Barbie halt. Aber da die ja nichts zum anziehen hatte und ich ihr die Haare geschnitten hatte und sie angemalt hatte, war sie auch nicht soooooo attraktiv... Ich war eigentlich auch eher an Jungsspielsachen interessiert. Ich fand immer schon, dass die viel tollere Sachen hatten. Bin mit den Spielzeugsoldaten von meinem Bruder in den Sandkasten gegangen oder mit Autos. Obwohl, ich hab dann damit auch "mädchenhaft" gespielt, hab nämlich Sandhäuser gebaut und Straßen, und die Autos sind dann halt immer nach hause gefahren... Deshalb mag ich wohl die "Sims" so, ich baue am liebsten die Häuser :roll:
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