Hi ihr,
wie ist das eigentlich bei euch? Ist eure Beziehung jetzt wo ein Kind da ist, noch so wie früher?
Bei uns hat sich soviel geändert, und das ist ja auch ganz normal. Aber manchmal ist echt fast keine Zeit mehr füreinander, das finde ich nicht immer einfach.
Ich hab jetzt kein supergroßes Problem damit, ich bin eher gefrustet, deswegen poste ich das auch nicht im Kummerkasten, aber ich finde, dass unsere Beziehung manchmal ganz schön viel aushalten muss im Moment, ohne dass wir sie so richtig pflegen können, wie das eben noch ohne Kind ging.
Viele kleine Rituale, die wir vor Paola hatten, gibt es so nicht mehr, weil wir sie nicht mehr so durchführen können und neue Rituale, die nur für uns zwei sind, haben wir noch nicht wieder.
Für Sex ist wenig Zeit oder eher meistens keine Lust, abends ist jeder froh, wenn er mal ein doofes Gesicht machen kann und sinnfrei abhängen kann, Sex ist dann oft wie eine Pflicht, und da hat von uns eigentlich keiner Bock drauf. Aber so richtig leidenschaftlich wie früher? Hab ich schon ewig nicht mehr erlebt.
Oder Gesprächsthemen. Oft reden wir über die Kleine, wie süß sie ist, was sie gemacht hat, wie stolz wir auf sie sind. Und wenn das Thema Paola dann abgehakt ist, dann wissen wir manchmal gar nicht mehr so recht, worüber denn jetzt reden.
Man ist so absorbiert oder besser okkupiert von den Kindern, ich finde es total schwierig, die Gedanken an Paola mal beiseite zu lassen und mal wieder über was ganz anderes reden. Politik oder Kunst oder Kollegen oder was weiß ich.
Und dadurch, dass man tagsüber so okkupiert und auf Babypflege gepolt ist, finde ich es auch oft schwierig, mich meinem Mann dann anzunähern abends. Nicht nur sexuell, sondern überhaupt. Wir sitzen dann jeder in unserem Sessel und sind froh, mal durchatmen zu können, aber ich weiß gar nicht mehr richtig, wie ich Intimität herstellen kann. Wie ihn ansprechen? Anfassen?
Wir haben uns da am Wochenende drüber unterhalten (im Auto als die Kleine schlief, sonst sind so Gespräche ja auch nicht mögich) und mich hat total erleichtert, dass es ihm auch so geht und dass es gar nix mit mir zutun hat, sondern dass die Situation mehr Nähe und Intimität und Paarsein grad nicht hergibt.
Na ja, ist ein Stück weit sicher normal aber manchmal auch frustig. Ist das bei euch ähnlich? Habt ihr neue Rituale nur für euch zwei? Habt ihr ganz bestimmte Zeiten nur für euch? Was macht ihr dann?
Kommentare
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Bei uns ist es also exakt so wie Du es beschreibst.
Bereits nach dem ersten Kind, und das war wirklich pflegeleicht, v.a. im Nachhinein betrachtet, haben wir festgestellt, dass es (in unseren Augen) ein irrsinniger Trugschluss ist, mit einem Kind eine kaputte Beziehung kitten zu wollen, wie man ja doch öfter hört. Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass ein Kind haben eher eine Belastung für die Beziehung darstellt, also eine kriselige Beziehung eger ganz zerbricht als heilt.
Im Moment beißen wir da auch die Zähne zusammen und hoffen, dass es irgendwann wieder anders wird oder wir v.a. auch die Kraft haben, dann zu gegebener Zeit selbst etwas (mehr) zu tun an/für die Beziehung. Das steht im Moment aber einafch auch echt hintenan, wir wollten die Kinder und nun tun wir alles, um sie gut "groß zu kriegen", auch wenn das derzeit Nerven und Kraft kostet und uns manchmal über unsere Grenzen hinausbringt. :confuded: Aber wir wollen sie dennoch nicht missen und sie sind auch eine Bereicherung für uns, mit allen "Ecken und Kanten" und wir würden sie nie wieder hergeben. Aber es dauert einfach auch eine gute Zeit, bis man sich darüber irgendwie bewusst wird, dass ein Kind eben nicht nur einfach "nebenher mitläuft", sondern u.U. willenstark und mit aller erdenklichen Konsequenz Dinge einfordert und Punkte in einem berührt, die man vorher so noch gar nicht kannte (zumindest ist das bei uns/bei mir so)
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Hm, ich weiß gar nicht, so richtige Rituale hatten wir nie. Was könnten das denn für welche sein? Sicher, es ist alles irgendwie anders mit Kind. Aber es ist nicht so, dass wir jetzt über nix anderes mehr sprechen. Wir sind ja im Grunde noch die gleichen - wir haben gemeinsame Interessen, die sind ja nicht einfach weg
Sicher, Sex ist schwierig, aber wir sind ja nicht jeden Abend so geschafft und fertig, das nichts mehr geht. Und tagsüber schläft die Kleine auch mal... dummdidumm
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Ich find auch gar nicht, dass unsere Beziehung schlechter geworden ist, und es ist ja wirklich was tolles, sich zusammen um Nachwuchs zu kümmern, Vater und Mutter zu sein.
@ Supi, dass ein Kind eine Beziehung retten kann, das glaub ich sowieso nicht. Denn ein Kind ist schon eine ganz schön große Belastungsprobe für ne Beziehung und wenn die nicht stabil ist, dann kann das doch nicht gutgehen.
Aber ich finde, dass ein Kind eine Beziehung, unsere auf jeden Fall, ganz schön umkrempelt. Zeit, Nähe, Themen, Nerven haben oder nicht, aufeinander zugehen wenn man Lust hat und nicht "Gelegenheit macht Liebe", das hat sich schon alles ganz schön geändert und so richtig zurechtgefunden haben wir uns in den neuen Umständen noch nicht.
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Das war das Beste was uns passieren konnte, wir fanden durch unsere Tochter wieder einen Weg zueinander. Wir hatten plötzlich wieder etwas das uns verbindet. Inzwischen haben wir 2 Kinder und sind nach 12 Jahren so glücklich wie nie. Wir unternehmen sehr viel als Familie und das stärkt auch die Partnerschaft.
Ich frage mich manchmal wo wir heute wären, wenn ich damals nicht überraschend schwanger geworden wäre. Ich glaube irgendwie nicht, dass wir noch zusammen wären.
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Ansonsten hat sich aber bei uns eigentlich nicht viel geändert. Klar, mal ins Kino gehen fehlt mir, überhaupt diese spontanen Sachen, einfach mal am Abend noch schnell was trinken gehen. Aber wir verstehen uns so gut wie vorher und auch die sonstigen Unternehmungen mit Kind sind gut. Unsere Gespräche kreisen nicht nur ums Kind, zum Glück. Beschweren könnte ich mich jedenfalls nicht. ;-) Mal sehn, was das zweite Kind bringt.
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die spontanität fehlt einfach - kino oder in ruhe essen gehen geht uns schon ab aber dafür gibts halt dann unternehmungen mit der ganzen familie. da wir aber leider kaum die gleichen interessen haben ist es nochum ein eck schwieriger.... aber im moment nach einer großen aussprache und einigen veränderungen meiner seits aber auch seinerseits läufts grad ziemlich gut :biggrin:
ich glaub bei uns scheitert es echt zum teil an der kompromissbereitschaft aber da sind wir grad dran ;-)
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Mit einem kind merkten wir da auf allen ebenen eigentlich keine grosse unterschiede. Mein mann studiert und das ziemlich intensiv, dh. 6 Uhr aufstehen und bis 6 Uhr abends lernen. Meist dann nach dem Nachtessen nochmals. Bei uns war es halt so, dass wir viele gemeinsame Themen haben und ich auch an seinem Studium interessiert bin. So haben wir abends immer etwas zum diskutieren. Da er daheim lernte, gab es auch oft spontane Situationen. Wir hatten aber auch das Glueck, dass unsere Tochter meist um acht schlief und dann mind. bis zwei Uhr. So hatten wir wirklich auch eine kinderfreie Zeit.
Mit zwei Kindern merke ich nun schon, dass ich ausgelaugter bin. Doch schaue ich, dass ich so zweimal am Tag eine halbe Stunde fuer mich habe, entweder wenn sie beide schlafen oder wenn sie gerade mal gemeinsam spielen.
Meist ist es jetzt halt schon spontan mit meinem Mann oder ich nehme mir vor nun wirklich etwas gutes zu kochen und kleide mich schoen, einfach um zu zeigen, dass er mir auch etwas wert ist. Ob daraus dann mehr wird... ist eigentlich zweitrangig. Hin und wieder sind es einfach auch kleine Aufmerksamkeiten, die dem Partner zeigen, ich hoere was du sagst und ich nehme dich auch noch wahr.
Manchmal ist dafuer wirklich keine Zeit und da gibt es dann, dass wir uns gegenseitig halt immer wieder Komentare machen und darauf warten, bis der Moment kommt, wo es ruhig ist... :oops:
Jetzt ist die Situation sowieso ziemlich anders, da ich in Aegypten lebe und mein Mann studienbedingt in der Schweiz. So sehen wir uns so ca. alle zwei Monate und dann meist auch nur fuer drei Tage bis eine Woche. Da muss man sich dann nicht viel Muehe geben, da man einfach gluecklich ist, mal wieder zusammen zu sein. Aber die Kinder wollen dann auch am liebsten 24 Stunden Baba. Aber Gott sei Dank findet sich auch da immer etwas Zeit um mal in Ruhe zu erzaehlen, ect.
Liebe Gruesse
Umm Nusaybah
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Aber wir waren da noch nie sehr kompliziert. Wenn wir Zeit haben, sind wir sofort in der Kiste!
Und das ist das beste, was man gegen Alltagstristesse oder üble Laune tun kann! ;-) Auch Stress lässt sich so vieeeel besser bewältigen und man tut was gegen den erweiterten Körperumfang... :biggrin:
Ich glaube man muss echt aufpassen, dass dieser Teil der Beziehung vor lauter Alltag nicht zu kurz kommt! Er ist sehr wichtig!
Das Problem ist nämlich, dass man auf die Dauer zu faul ist, etwas daran zu ändern, dass man Abens nur noch auf dem Sessel sitzt, und es ist ja auch "anstrengend" und braucht Zeit und und...
Aber man darf doch als Paar nicht nur noch funktionieren. Das finde ich sehr gefährlich.
Und da muss man auch mal über seinen eigenen Schatten springen und es einfach tun. Auch wenns vielleicht am Anfang ein bisschen schwer fällt.
Also Hintern vom Sofa und ab in die Kiste!!!
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Habt ihr nicht gemeinsame Hobbys oder so ? Das ist doch auch immer ein gutes Tehma für Gespräche.
Worüber habt ihr denn sonst so geredet, als noch kein kleines Kind da war ?
Und wenn ihr abends zusammen auf dem Sofa sitzt, dann nicht jeder für sich, sondern vielleicht mit nem Glas Wein zusammen unter der Wolldecke ? Das fällt mir dazu ein..das kann auch lockerer machen (muss ja nicht die ganze Flasche sein)
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Da finde ich schon, wenn es "nur" (das soll jetzt aber nicht abwertend klingen oder so) um die Zeit für einander und um den Sex geht, ist das eigentlich das kleinste Problem, denn das gibt sich wieder wenn die Kinder ein bißchen älter sind. Zeit nehmen kann man sich ja auch ganz intensiv, in dem man das Kind mal woanders übernachten lässt oder sowas. Und wenn die ganz stressige Zeit mit einem Baby überstanden ist, kommt die Lust auf Sex auch wieder von ganz allein. Außerdem finde ich, wenn es beiden Partnern so geht dass man keine Lust hat, ist es ja noch besser. Schlimmer wäre, der Mann hat Lust und die Frau nicht weil sie so gestresst ist. Auch dass man kaum andere Gesprächsthemen hat als das Kind, finde ich echt ok. Denn das Kind ist eben zu diesem Zeitpunkt ein sehr sehr wichtiger Punkt im Leben, und es kommen auch wieder andere Zeiten.... Und bei dir, Doro, scheint es ja so zu sein, dass dein Mann und du das gleich empfindet, also ihr habt beide kein anderes Thema als das Kind und ihr seid beide froh, wenn ihr einfach nur Ruhe habt und habt dann keine Lust auf Sex. Das ist doch gut!!!
Wie gesagt, die anderen Themen kommen schon wieder, auch die Lust weil man dann wieder weniger Stress hat. Solange es euch beiden gleich geht, versteht ja auch jeder den anderen oder? ;-)
Ich wäre nebenbei bemerkt froh, wenn mein Freund mal nur unsere Tochter als Thema hätte, aber ihm sind immer andere Sachen wichtiger...
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so viele Meinungen und man merkt an euren Postings, dass echt jede Beziehung einzigartig ist und jede Konstellation auch, obwohl sich die Probleme manchmal ähneln.
Also unglücklich bin ich nicht und ich find auch nicht, dass sich unsere Beziehung zum negativen verändert hat, aber ich sag mal so, wir stecken mittendrin in der Veränderung und wo das hinführt, weiß man ja immer erst, wenn man angekommen ist.
Und so lässig wie Du, July, kann ich das dann doch nicht so. Im Grunde genommen hast du völlig recht, wir verstehen uns und die Zeit, die jetzt knapp ist, wird schon wieder mehr werden und die werden wir dann bestimmt auch wieder mehr für uns nutzen.
Äh, aber ein bißchen nagen tuts ja schon an mir, sonst hätte ich ja nicht gepostet. Und was Tesoro schreibt, stimmt ja schon auch. Theoretisch unterschreib ich das, aber praktisch umgesetzt krieg ich das grad nicht so gut. Erstens müsste ich öfter mal über meinen Schatten springen, das fällt mir zugegebenermassen nicht immer so leicht. Und dann ist es auch so, mein Mann ist nicht besonders libidinös, und wenn ich dann 4mal ein Stelldichein initiiert hab, dann würde ich auch mal gern gefragt werden, das macht das über den Schatten springen nicht gerade einfacher.
Vielleicht sollte ich mich mal entspannen. Und ich weiß zwar, dass es völlig bescheuert ist, vom Partner zu erwarten, dass er eine Veränderung herbeiführt, wenn ich selber sie will und dass es besser ist, es selber in die Hand zu nehmen. Aber so ganz ohne seine Hilfe krieg ich das nicht hin.
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Bei mir ist nach einem langen Kind-Betreuungs-Tag einfach abends der Akku leer und Lust auf Sex habe ich dann nur bedingt. Aber da muss er durch !!! Denn er kann nachts durchschlafen - ich nicht.
Auch finde ich Paare, die einen Baby-freien Tag in der Woche haben, sehr bewundernswert. Bei uns geht das nicht. Jacqueline schreit zur Zeit nur, wenn ich abends mal den Müll rausbringen will.
Aber an solchen Situation wächst eine Partnerschaft und macht das Paar nur stärker. Und irgendwann klappt auch alls andere wieder. Denn die Kinder brauchen uns so intensiv doch wirklich nur die ersten Jahre, oder ???
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Aber sag mal, du hast doch auch schon ältere Kinder, wie war das denn damals für deine Beziehung? Aus einem anderen Thread habe ich entnommen, dass du mit deinem jetzigen Mann nicht schon immer zusammen warst und Paola euer erstes gemeinsames Kind ist !?
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Mit meinem Exmann war das total unproblematisch, obwohl sonst fast alles andere mit ihm schwierig war. Aber der hatte immer Lust zu kuscheln und ist ganz unbefangen auf mich zugegangen, hat mich oft einfach so in den Arm genommen und wir hatten die ganze Ehe über und das waren immerhin 15 Jahre ein ziemlich abwechslungsreiches, gut funktionierendes Liebesleben. Das war richtig klasse.
Mein jetziger Mann ist da total anders gestrickt. Für den muss alles stimmen, bevor er Lust auf Körperkontakt hat. Wir dürfen nicht gestritten haben, er muss geduscht sein, die Wohnung muss so einigermassen ordentlich sein usw., totaaaaaaal kompliziert. Dann ergreift er auch nicht gerne die Initiative und ist eher passiv und na ja, so wird da nie was draus, wenn ich nicht hin und wieder mal was anleiere. Wobei ich jetzt wie schon zuvor geschrieben, trotzdem nicht sagen kann, dass ich unglücklich bin. So hab ich ihn kennengelernt und das ist nix, was mich aus heiterem Himmel trifft. Aber in schwierigeren Situationen, wie z.B. Leben mit nem Kleinkind, kriegt man, was man vorher vielleicht locker hingekriegt hat, ja mitunter nicht mehr so gut hin.
Dass es bei euch "noch schlimmer" ist, das tut mir leid. Du hast geschrieben, dass er sich wenig für die Kinder interessiert, das stelle ich mir natürlich total blöd vor und da würde ich mich ganz schön einsam und allein gelassen fühlen.
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Liebe Grüße
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Aufgrund unserer beiden Vollzeitjobs (mein Mann ist selbständig und arbeitet auch oft abends oder am Wochenende) bleibt sehr wenig Zeit für uns und ich bin dann meist nicht sehr entspannt, weil ich vom Tag geschafft bin, meist noch dringend was im Haushalt zu tun ist, damit ich am Wochenende nicht nur putze und wasche und einkaufe, und ich bin auch kein Nachtmensch, im Gegensatz zu meinem Mann :roll: :oops: .
Wir versuchen aber weiter, uns unsere Liebe zu zeigen, indem wir auch mal eben nur kuscheln oder eben Verständnis haben, wenn der eine Partner nunmal um 22.30 Uhr ins Bett fällt, während der andere Partner vielleicht noch bis 1 Uhr Fernsehen schauen will, weil er noch nicht herunterschalten kann.
Von Zeit zu Zeit bekomme ich dann meinen "Koller", weil ich mich mit Haushalt, Kind (in der Regel bringe ich die Kleine zur Kita und hole sie ab, d.h. ich bin morgens und abends bereits 50 Minuten unterwegs ehe ich bei der Arbeit bzw. zuhause ankomme), Einkauf usw. oft alleine fühle. Da kann ich dann auch keine großen Zärtlichkeiten oder Sex austauschen, weil mir einfach nicht danach ist.
Es ist auch schwierig, weil ich mit seit der Geburt und dem Dammschnitt einfach nicht mehr so wohl fühle...obwohl das alles lt. FA verheilt ist. Mit der Zeit hoffe ich auch, dass sich das wieder "normalisieren" wird und wir einen Weg finden, auch diesen Part unseres Zusammenlebens wieder zu beleben...Druck nützt mir da nichts!
Geredet wird eigentlich schon über alles, so die Zeit dazu da ist, aber oft reicht es nur zum Austausch der Tagesgeschichten, Besprechungen wegen Natalie, organisatorische Dinge usw.
Wir hatten vorher auch nicht so viele "Ausgehabende", aber wir haben meist Sonntags gemütlich gefrühstückt und in aller Ruhe Zeitung gelesen usw. Das versuchen wir nun langsam wieder mit Natalie zu realisieren, d.h. wir frühstücken sonntags so lange es geht mit ihr gemeinsam, dann versuchen wir, dass sie eine halbe Stunde alleine spielt (also wir sind dann schon ansprechbar, aber bespielen sie halt nicht dauernd) und wir während der Zeit lesen und uns unterhalten. Das klappt inzwischen schon ganz gut und so sind wir dann auch schon ein wenig entspannter, weil wir unsere Interessen auch ein klein wenig einbringen konnten. Ausschlafen ist nicht mehr gegeben, maximal um 8.30 Uhr heißt es am Sonntag aufstehen und das ist schon gut von der Zeit her, finde ich.
Wie sagte ein Bekannter: "Ausschlafen im Sinne der Eltern will das Kind meist erst am ersten Schultag!" :biggrin:
LG!
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Nicht, dass ich Dich jetzt angreifen will, bin einfach nur neugierig. Aber wenn du sagst, Eure Beziehung hat sich schon durch das erste Kind total ins Negative verändert, warum habt ihr Euch dann noch ein zweites zugelegt? Und das eigentlich doch in kurzer Zeit, 2,5 Jahre oder so.
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