Wie ist euer Verhältnis zu eurer Mutter?

Caro2310Caro2310

20,547

bearbeitet 9. 07. 2008, 12:06 in Plauderecke
Hat es sich seitdem ihr selber Kinder habt geändert? Versteht ihr eure Mütter heute besser? Ehrlich gesagt ist mein Verhältnis zu meiner Mutter von Kind zu Kind schlechter geworden :oops: Es war ja dann immer ein Kind mehr bei dem ich alles falsch gemacht habe :sad: Heute bin ich froh, das ich sie nur noch zweimal im Jahr sehe.
Wie ist das bei Euch?

Kommentare

  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich habe ein sehr gutes verhältnis zu meiner mutter. unser verhältnis zueinander hat sich nicht wirklich geändert nach der geburt von lilly. es ist genauso gut und stabil wie vorher, vllt. sogar noch enger und fester. sie unterstützt mich in allem, was ich tue und ist interessiert an den informationen, die ich mir in der SS und stillzeit beschafft habe. kritik bekomme ich selten zu hören, manchmal macht sie so einen scherzigen kommentar wie "darf das kind denn auch mal einen keks haben ?!", aber das stört mich nicht. wir telefonieren meistens täglich miteinander und versuchen, uns auch einmal die woche zu sehen. ich bin froh, dass ich sie in meiner nähe habe und mich mit ihr austauschen kann. manchmal erzähle ich ihr sogar mehr über meinen alltag als meinem mann, da sie beruflich eine ähnliche tätigkeit ausübt wie ich. da bekomme ich immer auch nochmal den einen oder anderen tip. ich bin froh und glücklich, dass ich sie habe ;-).
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich verstehe eigentlich mich besser; ich glaube, ich hatte nie wirklich ein Problem meine Mutter zu verstehen. Unser Verhältnis war - wenn auch nicht immer spannungsfrei - immer sehr gut und ist es auch noch. Sie mischt sich nicht ein; wenn sie doch mal etwas sagt, was sie halt so von früher kennt, dann sage ich ihr freundlich, wie man es heute macht und denke mir ansonsten meinen Teil. Wir haben keine Reibungsflächen. Gut, wir wohnen 450 Kilometer auseinander, aber ich traue ihr zu, sich auch zurückzuhalten wenn wir weniger räumliche Distanz hätten. Wir telefonieren jede Woche.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wie man in meinen anderen Post ja schon lesen kann, ist mein Verhältnis zu meiner Mutter nicht immer so dolle.
    Vom Grundgerüst her haben wir zwar ein gutes Verhältnis, aber sie behandelt mich immer wie ein Kind, selten wie eine Erwachsene, die selber Mutter ist.
    Was unseren Sohn angeht, ist es schon so, dass sie mir oft versucht rein zu reden. Sei es bei den D-Flouretten, die ich nicht gebe, da schickt sie mir gleich zwei befreundete Kinderärzte auf mich, damit die mich bekehren.
    Geb die Dinger trotzdem nicht.
    Als sie in der SS hörte, dass ich einen Heizstrahler haben will, kam nur: "Den brauchst Du nicht, haben wir auch nicht gehabt. Oder kannst Du Dich daran erinnern, dass Du gefroren hast???"

    Beim Brei, den ich ja selber koche, Elias ihn aber trotzdem nicht isst, meint sie nur, dass sie meinen Brei auch nicht essen würde. Ich tue zwar Öl mit rein, aber eben keine Butter oder Salz und Co. so wie sie.
    Solche Sprüche kommen eben immer wieder. Zu minem Mann meint sie, dass ich unser Kind verziehe. Elias ist gerade mal 6,5 Monate alt. Bei richtiger Erziehung würde er schon durchschlafen.

    Dazu lommt, dass sie mich ständig für irgendwelche Arbeiten einteilt. Schließlich bin ich nit Kind zur Zeit zu Hause und kann mich dann besonders gut nach ihr richten. :flaming01:

    Das alles führt dann schon dazu, dass unser Verhältnis oft sehr gespannt ist.
    Elias ist bisher ihr erster und einziger Enkel. Das macht es alles nicht leichter.

    Ich kann nicht sagen, dass ich meine Mutter heute besser verstehe. Ich versteh sie eigentlich immer weniger. Ich hab mittlerweile das Gefühl, dass sie lieber meinen Sohn erziehen und verwöhnen würde und ich am Besten gar nicht da wäre. Zumindest ab und zu.
    Das finde ich schon sehr traurig.

    Gruß Steffi
  • NanakiNanaki

    3,896

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Unser Verhältnis ist prima und hat sich durch meine Kinder nicht geändert. Wir haben darüber geredet, wie das früher gehandhabt wurde und wie ich es machen will und sie hat es akzeptiert und unterstützt und in dem, was wir tun.

    Wir finden es beide total schade, dass uns 400km trennen, zumal meine beiden die einzigen Enkel sind und wohl von meinem Bruder auch keine dazukommen werden :sad:
  • maxi37maxi37

    5,192

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab mich immer super mit meiner Mutter verstanden und das ist auch heute noch so. Es hat sich nach der geburt von Tim nicht geändert. Und sie ist immer für mich da. Wenn ich sie nicht hätte, könnte ich nicht arbeiten gehen. Da ich auch spät und am WE arbeiten muß. Mein Freund ist viel auf Montage und da holt und betreut sie Tim. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Ich hab meine Mutter ganz doll lieb. ;-)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab meine Mutter auch ganz doll lieb- so grundsätzlich. Deshalb würde ich trotzdem nicht sagen, das wir das beste Verhältnis haben. Mit ihren unüberlegten Äußerungen macht sie schon viel kaputt... Einerseits reißt sie sich ein Bein aus, wenn wir mal zu besuch sind, und freut sich glaube ich auch riesig auf ihr erstes Enkelkind, andererseits jagt mit jedem Satz, den sie sagt, ein Vorwurf den anderen. Beispiel: war ich doch wegen vorzeitigen Wehen im Krankenhaus, das ganze passierte just in der Nacht, die auf einen Streit mit ihr folgte, in dessen Verlauf sie sagte "du tust alles, damit wir uns nicht für dich freuen können" (war auf das Baby bezogen). Weil erstens ich keine Lust hatte, daraufhin überhaupt so schnell wieder zu reden und mein Mann auch keine Lust hatte, dass ich mich noch mehr ärgere, haben wir ihr auch gar nichts von dem Krankenhausaufenthalt gesagt, darauf ist sie dann 3 Tage später von selbst gekommen (hat bei einem Anruf bei meinem mann gefragt, wies uns geht, er hat halt die Wahrheit gesagt)- und was sagt sie : "ja toll-wär ja schön, wenn ihr mir das auch mal sagt!". Wieder zuhause hab ich sie dann angerufen (hat mich ganz schön überwindung gekostet, weil ich ja so sauer bin, dass sie nie überlegt, wie ihre sätze so bei anderen leuten ankommen) durfte ich mir als ALLERERSTEN Satz anhören "ist ja schön, dass du anrufst, ich kann ja hier sterben vor angst " - ja mama, uns gehts auch gut...
    die beispiele belegen gut, wie das so mit meiner mutter ist. ich denke, mit dem Baby wirds nicht besser, weil sie ja jetzt schon findet, dass viel zu viel Trara über Kindererziehung (hatte mal über PEKiP erzählt und Babymassagekurse) gemacht wird, und früher wärs ja auch so gegangen... Sie sieht das nicht ein, dass sich die Menscheheit zum Glück auf allen Gebieten weiterentwickelt und man neue Erkenntnisse für sich und für ein angenehmeres Miteinander nutzen kann. Schließlich verzichtet ja auch keiner mehr auf Kopfschmerztabletten, obwohl es "früher" sicher auch ohne Schmerzmittel ging..
    Und heute morgen erfahr ich auch noch, dass die jetzt für eine Woche zum Urlaub machen hierher kommen.. "Schatz, komm ich putz deine Fenster, komm ich koch euch, komm ich geh einkaufen.." nur um mir dann bei nächster Gelegenheit wieder meine Undankbarkeit um die Ohren zu werfen.. Ich weiß gar nicht, wie ich ihr das begreiflich machen soll, dass ich nichts von ihr will und sie trotzdem wirklich lieb habe.. wenn sie nur diese Opfer-Tour und schlechtes-Gewissen-machen endlich mal sein lassen würde..
  • BibileinBibilein

    4,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :confuded: , schwierig. Also schwierig zu erklären. Meine Mutter ist... sie ist ein Fall für sich echt.
    Vorneweg: Sie würde alles für meine Kinder tun, ist hilfsbereit, teilt meine Erziehungseinstellung bzw. toleriert sie und setzt es für mich um und wenn sie nicht so einen kaputten Rücken hätte, würde sie Vincent wahrscheinlich sogar im Tragetuch für mich tragen.
    Sie schwätzt mir keine althergeholten Erziehungstips auf (weil sie es selbst nicht so gemacht hat) und hat immer ein offenes Ohr.

    Es gibt aber auch einen Punkt, der mich irgendwie stört. Haben Alex und ich mal Streit, dann hält sie fast immer irgendwie zu ihm. Es ist mir egal, ob ich im Recht bin oder nicht, aber ich würde mir manchmal wünschen, dass sie für mich Partei ergreift, einfach nur weil ich ihre Tochter bin. Ich will mich ja nur ausheulen. Ratschläge hole ich mir bei meinen Freundinnen :biggrin:
    Alex Mutter ist da total krass. Sie lässt absolut NICHTS auf ihre Kinder bringen. Meine Schwägerin darf sich ALLES erlauben (und das ist viel). Sie besucht ihre Eltern nie im Krankenhaus, kommt nur wenn sie was braucht, hilft nicht aufzuräumen, wenn die Kids wiedermal ALLES auf den Kopf gestellt habe etc. und Alex Mutter räumt voller Dankbarkeit hinterher und freut sich noch darüber. Neulich hat sie einen Kuchen gebacken, der war total lecker, dann hatte sie ihn nochmal gemacht, aber mit Rumaroma. Ich (und viele andere) sagten, dass er so NOCH besser schmecke. Dann sagte sie: "das ist egal, Alex sagt ich soll ihn anders machen, er mag es so nicht" :shock: Und jetzt wird er wieder ohne gemacht.

    ich weiß nicht, aber so in der Art würde ich mir das auch von meiner Mutter wünschen. Klar würde ich nie SOLCHE Sachen von ihr erwarten, aber es geht um dieses... naja, das Gefühl zu haben, ich KÖNNTE all das machen. Versteht ihr? Das fehlt mir irgendwie. Ihre Liebe ist irgendwie .... nicht so emotional. Sie zeigt es mir auf eine andere Weise, aber manchmal fehlt mir auch einfach ihre Nähe, mal eine Umarmung. Dass sie mir mal sagt, dass sie stolz ist auf mich und dass sie sich irgendwie mal sorgsam zeigt.
    Ich merke an mir, dass ich gegenüber Alex genauso kalt wirke und ich brauche mich nicht wundern warum.

    Meine Mutter und ich sind eher wie zwei beste Freundinnen. Das ist auch toll, aber manchmal möchte ich auch mal die heißgeliebte Tochter sein. Die Tochter, für die man gerne mal das Lieblingsessen kocht oder so.
    Ach, das ist so kompliziert. Vielleicht sehe ich das auch zu eng oder zu kindisch oder was weiß ich. Ich will ja keine Glucke haben oder so. Einfach ein bissle mehr "nähe" oder wie auch immer man das nennt.
  • bratenbraten

    2,538

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    im grunde verstehen wir uns gut, seit ich von zuhause ausgezogen bin...

    wir haben nicht immer die gleichen ansichten, was z.b. ein kleinkind an entscheidungsfreiheit haben sollte. aber sie hat mir auch schon mal ganz deutlich und nicht nur nebenbei gesagt, dass sie es ganz toll findet wie ich mit ihm umgehe. das fand ich schon klasse (sie ist nämlich auch noch erzieherin, zwar nicht mehr aktiv aber trotzdem...) ich habe ihr (nachdem ich für meinen exfreund eine weile ersatzmama gespielt hatte) auch mal gesagt, dass ich sehr dankbar für ihre erziehung bin.

    ich finde es klasse, dass sie sich so für den peter interessiert und so liebe sachen für ihn macht (z.b. haben sie im treppenhaus ein ganz schmales fenster mit fensterbrett, auf das gerade so ein kinderpopo passt. da vor dem fenster eine pferdeweide ist sitzt der peter natürlich gerne dort herum. und so liegt immer wenn wir kommen ein kissen und eine decke da ;-))

    neulich haben wir "zuhause" auf dem dachboden geräumt, da hat sie sich natürlich gefreut weil endlich mal der ganze kram sortiert war und zum teil entsorgt werden kann. wir haben die ganze zeit gequiekt, weil so niedliche sachen dabei waren. und beim letzten besuch kam dann kistenweise frisch gewaschene und zusammengelegte babykleidung hier an, dazu noch ein müllsack voll puppenkleider (auch gewaschen, aber nicht zusammengelegt...)

    wenn wir zu besuch kommen, dürfen wir natürlich essenswünsche äußern, werden verwöhnt etc. sie schreibt oft ganz niedliche sms oder e-mails. meiner schwester hat sie neulich original hessische wurst (woscht!) per paket nach münchen nachgeschickt. am wochenende fahren wir wieder zu besuch, mal sehen was und dann erwartet...
  • MiaofeliMiaofeli

    3,647

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Mama ist meine beste Freundin. Wir sind ehrlich gegenüber und grade das macht unser Verhältnis so gut. Ich bin meiner Ma auch sehr ähnlich und stolz deshalb.



    Gruß Feli
  • SandwichSandwich

    1,061

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich verstehe mich mit meiner Mama besser, seit dem ich nicht mehr zu Hause wohne. Das hat vieles vereinfacht. :roll: Nach der Geburt meiner Tochter kommen wir eigentlich immer besser aus. Ich kann mich 100% ig auf sie verlassen und hole mir auch den ein oder anderen Rat von ihr. Aber sie lässt mich soweit "selbstständig" mein Leben leben. Mama, ich hab Dich lieb. :knutsch01:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Leider lebt meine Mama nicht mehr, sie ist vor zwei Jahren Ostern gestorben.
    Das war eine sehr schlimme Zeit für mich. Es war, als wäre in mir etwas gestorben. Ich vermisse sie immer noch sehr. Greta war da gerade 6 Monate alt. Und was war sie für eine stolze Oma. Greta haben wir ein wenig nach ihr benannt, sie hieß Margarete. Als Greta geboren wurde, war sie auch mit im Krankenhaus und da es ja ein Not-KS mit Vollnarkose war, war mein Mann froh, daß er nicht alleine mit mir und dem Baby war. Sie war die ganze Zeit da und hat uns beigestanden. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.
    Ich habe viel von ihr: Ordnungssinn, Familiensinn, Pünktlichkeit, Umgang mit Geld etc.
    Wir hatten immer ein sehr gutes Verhältnis zu einander. Sie war nicht meine beste Freundin, nein, dieser Posten war anderweitig vergeben, aber sie war meine beste Mama.
    Oft denke ich heute, wie toll es für die Mädels wäre, wenn sie noch leben würde. Die hätten Spaß miteinander. Ich kann mir auch genau vorstellen, was für Gespräche sie führen würden. Naja...

    Ich danke ihr für das, was ich heute bin!

    schnief...sorry...

    P.S.: Ich habe das Glück eine wunderbare Schwiemu zu haben, die versucht, mir eine zweite Mama zu sein, und das auch sehr gut schafft.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sie ist meine Mutter. Nicht mehr und nicht weniger. Heute kann ich gut damit umgehen, als Kind und Jugendliche hat mich das sehr belastet.

    Meine Mutter kann keine Gefühle zeigen und ist auch sehr eifersüchtig auf mich - deshalb war unser Verhältnis noch nie gut. Bezugsperson war eher mein Vater, bis ich in die Pupertät kam/mein Bruder zur Welt kam (der leider auch nicht "viel besser" und sehr dominant und herrschsüchtig ist).

    Besser verstehen, seit ich ein Kind habe. NEIN, ich kann es nicht verstehen, dass man in der Schwangerschaft raucht, trinkt. Direkt nach 8 Wochen wieder arbeiten geht (es bestand keine finanzielle Not!). Stolz erzählt, dass man seine Tochter als Baby 2 Stunden im Bett hat schreien lassen. Sie hat mich nie in den Arm genommen, nie gesagt/gezeigt, dass sie mich gerne hat. Eben Dinge, die Muttis mit ihren Kindern machen... Ich kann mir heute erklären, weshalb sie und mein Vater solche starken Probleme mit Gefühlen haben. Aber das macht es für mich nicht besser.

    Bei den Dingen, die offensichtlich sind, versucht sie schon ihre Meinung kund zu tun. Aber das interessiert mich nicht wirklich und da wir uns nicht über "privates" unterhalten und ich sie niemals um Rat fragen würde, kommt es auch sehr selten zu solchen Gesprächen.

    Ich hoffe für Ben, dass sie ihm guten Großeltern sein werden. Und ich setze alles daran für meine Kinder ein bessere Mutter zu sein.
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Verhältnis zu meiner Mutter - das finde ich schwierig zu beschreiben.

    Oberflächlich gesehen haben wir ein gutes Verhältnis - wir telefonieren mehrmals die Woche, sehen uns mindestens einmal in der Woche (sie wohnen 30 km entfernt) und unterhalten uns auch viel ... aber so richtig emotional ist das nicht, und das war es auch nie.

    Meine Mutter ist irgendwie kein Typ für Körperkontakt - wir umarmen uns z.B. eigentlich nie ... ich kann mich auch nicht erinnern, wann wir uns das letzte Mal einfach gesagt hätten, dass wir uns lieb haben oder so ... als Kind/Jugendlichen habe ich immer gehofft, dass mal irgendwas kommt, oder habe versucht, das über Leistung zu erreichen - aber auch da kam immer nur ein trockenes "super" - also, schon freundlich, aber nicht so richtig herzlich (selbst als ich mein Abi als stufenbeste bestanden habe) ... mittlerweile habe ich das für mich abgehakt, weil ich weiß, sie meint es nicht so und kann nicht anders! Ihre Mutter war genauso, nur schlimmer - und je älter meine Mutter wird, desto ähnlicher wird sie ihr in mancher Hinsicht.
    Mir ist es daher auch immer schwer gefallen, Gefühle zu zeigen - weil ich es halt nie gelernt habe (mein Vater war immer arbeiten und ist auch nicht der emotionalste Typ ...). Mein Mann musste am Anfang unserer Beziehung sicher oft ganz schön leiden, und manchmal immer noch (aber habe mich sehr gebessert ;-)), weil ich mich auch schwer tue, Gefühle zu zeigen (zumindest, was mich persönlcih betrifft)

    Dadurch, dass diese emotionale Ebene irgendwo fehlt, streiten wir allerdings auch selten ;-) ... wir haben zwar manchmal (öfters) unterschiedliche Meinung, aber dann sagen wir das, und dann ist das gut - sie macht z.B. häufig Kommentare, was meine Kinder alles nicht dürfen (tonnenweise Süßigkeiten z.B. ;-) ) - dann kommentiere ich das kurz, und damit ist das abgehakt ... über grundlegende Erziehungsfragen hat sie aber noch nie etwas gesagt (wahrscheinlich ginge das auch zu emotional, was sie nicht kann). Was mich allerdings nervt, ist, dass sie immer mehr dazu tendiert, an allen möglichen Kleinigkeiten rumzumäkeln ... es ist halt nichts gravierendes, aber wenn irgendwer etwas nicht so macht wie sie, ist das schlecht, und das sagt sie dann auch ... genauso ist sie eifersüchtig, dass meine Schwiegereltern die Kinder öfter sehen (sie wohnen 5 Häuser weiter - ist also ganz logisch!!) - sie sagt es nicht, aber lässt sich anmerken, dass sie alles blöd findet, was von meinen Schwiegereltern kommt.

    Grundsätzlich ist sie auch hilfsbereit, und bietet an, in ihrem Urlaub mal vobei zu kommen um mir die Kinder abzunehmen oder so, aber letztendlich kommt nix bei rum, weil sie 1. mit beiden Kindern überfordert ist und 2. immer noch 100 andere Termine hat ... meistens bin ich es auch, die nachhakt, wann sie denn mal wieder vorbei kommen oder wir kommen können (bzw. ich - CArsten reicht ca. 1x monatlich ein Pflichtbesuch - er kommt mit der Art meiner Mutter nicht so gut klar) - mein Vater ist da anders - er kommt immer mal kurz vorbei, wenn er mit dem Motorrad durch die Gegend fährt.

    Den Kindern gegenüber ist sie allerdings anders - sie schmust mit ihnen und spielt mit ihnen (bzw. mit einem von ihnen - beide gleichzeitig kriegt sie irgendwie nicht hin) ... ich habe manchmal den Eindruck, dass sie bei ihren Enkeln das nachholen will, was sie bei ihren Kindern verpasst hat (also, ein emotionaleres Verhältnis aufzubauen).

    Ich könnte also nicht sagen, dass unser Verhältnis sich durch die Kinder geändert hätte ... es ist entspannter geworden, seit ich ausgezogen bin (allerdings haben wir vorher auch nicht sooo viel gestritten - ich bin da nicht der Typ für; eh ich streite toleriere ich lieber Sachen, die mir nicht passen), aber halt nicht wirklich das, was ich als warmes Verhältnis bezeichnen würde - eher ein gutes kaltes Verhätnis ;-)

    Ich versuche, das bei meinen Kindern anders zu machen - mehr Wärme und Emotionalität zu geben! Und ich hoffe, dass ich ihr nicht im Alter immer ähnlicher werde ...
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Und ich hoffe, dass ich ihr nicht im Alter immer ähnlicher werde ...
    ja davor habe ich auch angst :sad:
  • sandra_83sandra_83

    1,193

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    also ich und meine ma haben an sich ein gutes verhältniss.

    vom prinzip her ist es genauso wie es mikasmama beschrieben hat.
    sie macht viel für mich bzw. ihren enkel und ich denke das wird auch beim zweiten nicht anders.
    allerdings ist auch meine mutter kein mensch mit dem man die ganze zeit kuscheln kann, emotionale nähe gibt es nicht so richtig. ich bin aber sehr froh darüber, denn auch ich bin kein sehr emotionaler mensch. auf viele wirkt das immer sehr kühl, ich würde es jedoch als rational beschreiben.
    mein vater ist genauso (bin ihm sehr ähnlich) aber bei ihm merkt man es auch dem kleinen gegenüber. er ist einfach nicht der typ mit dem man kuscheln kann.
    meine eltern sind beide sehr materiell veranlagt und das spiegelte sich auch in der weise der erziehung wieder. das hat sich natürlich auch auf mich übertragen, aber ich finde es ok. und eigentlich möchte ich sogar mal dahin wo meine ma heute ist.
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