WARUM geht ihr arbeiten oder eben nicht...

sopie74sopie74

2,615

bearbeitet 22. 07. 2008, 17:24 in Plauderecke
Hi All,

inspiriert vom 'Geht ihr arbeiten! Seid ihr selbständig?'-Fred (http://www.hebamme4u.net/forum/viewtopic.php?f=18&t=45698) hier nun die Frage die mich brennend interessiert:

Warum geht ihr arbeiten? Sind es in der Hauptsache finanzielle Gründe, wollt ihr unabhängig sein, hängt ihr an eurem Beruf? Fehlt euch was, weil ich weniger Zeit mit eurem Kind verbringt?Käme es für euch auch in Frage, daheim zu bleiben, wenn die Umstände anders wären?

oder

Warum habt ihr euch (noch) dagegen entschieden wieder arbeiten zu gehen (wobei die Betonung ganz klar auf 'zu gehen' liegt, denn das die Arbeit mit den Kids und dem Haushalt mindestens so anstrengend, wenn nicht noch anstrengender ist als ein Büroalltag, stelle ich in keiner Weise in Frage... nur um das gleich mal klarzustellen ;-) ) Klappt das gut, füllt es euch aus, wie seht ihr berufstätige Mütter? Findet ihr, dass die Kinder darunter leiden?

So, Fragen über Fragen :biggrin: Freue mich auf eure Antworten... Sophie

Kommentare

  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na ja, ich hab ja auch vor dem Kind gearbeitet. Ich hab mit 19 ne Ausbildung gemacht und dann zehn Jahre lang gearbeitet. Die Option nicht arbeiten gibts für mich gar nicht, das wäre mir zu langweilig ;) Nun, und als dann nach dem Studium die Firma kam, war eh klar dass ich weitermache. Schließlich ist das auch meine Firma. Ich würde auch gerne wieder mehr arbeiten, aber wir finden einfach keine Tagesmutter und na ja, für die Kitas sind wir zu spät. Und mir würden drei Tage Betreuung reichen. Ich würde mir die Betreuung aber gar nicht nur für mich wünschen, damit ich arbeiten kann, sondern auch für sie, weil wir keine Großeltern oder andere Verwandten in der Nähe haben und ich möchte, dass sie mit anderen Menschen, besonders auch Kindern, in Kontakt kommt. Auf jeden Fall fällt mir immer, wenn ich mal nicht ins Büro kann weil mein Mann weg ist, die Decke aufn Kopf. Ich bin ja immer noch ich, also die, die ich vorher war - mit dem gleichen Beruf, mit den gleichen Interessen. :)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich gehe momentan nicht arbeiten, weil die Heilige Ursula zwar Elterngeld beschlossen hat, aber nicht an die ganzen Abzüge dachte, die man hat, wenn man wieder Teilzeit einsteigen will. Grrrr.
    Eigentlich wollte ich zum Weihnachtsgeschäft wieder im Laden stehen - ich scharre hier mit den Hufen.
    Bei Greta bin ich nach 5 Monaten wieder arbeiten gegangen, da wir kein Erziehungsgeld bekamen, wir verdienten einfach "zu viel" (nein, da will ich mich jetzt nicht drüber auslassen, nochmal grrrr).
    Ich werde wohl wieder nach dem Jahr Elternzeit als Teilzeitkraft einsteigen. Hoffentlich!
  • tesorotesoro

    4,431

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich werde arbeiten gehen müssen, weil es so dumme Sachen, wie Miete, Krankenversicherung, Strom, Benzin und Gas gibt...

    Mein Mann studiert noch und zwar Architektur :confuded: . d.h. ob und wen ja, wieviel er zum Familieneinkommen beitragen werden wird in Zukunft, ist noch dahingestellt...
    Ich muss das erst mal übernehmen und nein, der Familienplanung zuträglich ist das gewiss nicht.
    Das zweite Kind wird bei uns leider, leider noch eine ganze Weile warten müssen.

    Ich hatte nie eine Wahl und werde auch mittelfristig keine haben. :sad: Nicht, dass ich nicht gerne arbeiten würde, ich hätte aber auch gerne viele Kinder. Das eine wird das andere ausschließen, fürchte ich.
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nein ich werde in der nächsten Zeit nicht wieder arbeiten gehen. Bei den "Großen" bin ich auch arbeiten gegangen. Erziehungsurlaub gab es nur 6 Monate. Torben will ich doch mehr aufwachsen sehen . Außerdem sehe ich mich wirklich mehr als Familien-Managerin. Ich halte meinen Mann den Rücken frei (so weit es geht) damit er sich auf seine Firma konzentrieren kann und helfe lieber da mit z.B. bei der Buchhaltung.
    Die Decke fällt mir nicht auf den Kopf. Ich habe einen 7 Personen-Haushalt mit Haus, Garten und Hund.Dazu die Buchhaltung und wenn ich dann Freizeit habe auch das Forum. Über Langeweile kann ich nicht klagen
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mir war immer klar, dass ich wieder arbeiten gehen würde, weil ich das einfach gern mache und letztlich auch nicht anders kenne. "Nur" daheim zu sein, wäre nix für mich! (Wobei ich auch dazu sagen muss, dass wir in unserem Bekanntenkreis eigentlich auch keine Familien mit Kindern haben, mit denen man sich sonst treffen könnte. )

    Junior ist an 3 Vormittagen pro Woche in der Krippe und an einem Nachmittag bei seinen Grosseltern, und da er eh viel Trubel liebt, ist ihm das sehr recht und es gefällt ihm gut! Trotzdem haben wir auch noch genug Zeit miteinander. Das war mir eigentlich auch wichtig - ich möchte, dass er mehr Zeit zu Hause verbringt als auswärts!

    Von einer Doppelbelastung merke ich eigentlich nix, eher im Gegenteil - wenn ich im Geschäft bin, erhole ich mich von meinen Aufgaben daheim und wenn ich zu Hause bin, ist das Geschäft sooo weit weg, dass ich gar nicht mehr daran denke, sobald ich dort zur Tür raus bin ;-)
  • dieUrsidieUrsi

    1,510

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich werde erst wieder Teilzeit arbeiten gehen, wenn Leni 2 Jahre alt ist. Dann läuft nämlich mein Elterngeld aus (ich lasse es mir auf 2 Jahre auszahlen). Wir brauchen das Geld um unser Haus abbezahlen zu können. Ich bin auch lieber zu Hause bei meiner Kleinen und würde nicht arbeiten gehen, wenn ich es nicht aus finanziellen Gründen müsste.
  • MiaofeliMiaofeli

    3,647

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich werde Halbtags ( bis max. 13 Uhr ) Urlaubs- und Extras- Geld verdienen wenn Tom ( 2010 ) in den KiGa kommt. Je nachdem wie es mit Haushalt und Kidz in der nächsten Zeit klappt, hole ich mir bis dahin ein bis 2 Tageskinder ins Haus. Nur daheim sein mag ich nicht auf dauer aber nur in der Zeit wenn die Kinder eh nicht da sind.

    Gruß Feli
  • maxi37maxi37

    5,192

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich war schon immer arbeiten und könnte mir auch nicht vorstellen, nur zuhause und Mama zu sein. Ich brauch da auch die beruflichge Abwechslung. Des weiteren müßte ich auch gehen, selbst wenn ich nicht wollte. Da ich alleinerziehend und natürlich auf das Geld angewiesen bin. Alternative wäre Hartz 4. Doch wie gesagt, mir macht mein Job Spass. Und Tim fühlt sich in der Kita wohl, neuerdings möchte er sogar dort frühstücken, selbst wenn er erst um Neun dort sein müßte. Ich war eigentlich nur die 2 Jahre im Erziehungsurlaub heim, die habe ich aber auch genossen, doch so wie es jetzt läuft ist es ideal. ;-)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Schließe mich Maxi37 an, was die Arbeit angeht. Bin ja eine späte Mama und war vor der Kleinen schon 19 Jahre im Beruf. Mein Mann müsste seine Selbständigkeit aufgeben, da er dann nicht mehr liquide genug wäre, um auch noch die Wareneinkäufe für Wochen vorzufinanzieren.
    So bin ich schon mit einem lachenden und einem weinenden Auge wieder arbeiten gegangen, aber die Kleine entwickelt sich auch in der Kita gut und wir verbringen die gemeinsame freie Zeit dann umso intensiver und zufriedener zusammen. Zuhause bleiben hätte ich mir ohne finanziellen Engpass maximal ein Jahr vorstellen können, dann wäre aber auch meine Stelle weg gewesen, also haben wir diese Möglichkeit auch nicht näher analysiert. Selbst mit nur einem Tag weniger pro Woche hätte ich EUR 250,-- weniger Nettogehalt und es wäre alles superknapp also arbeite ich unter der Woche möglichst jeweils eine halbe h länger, dann kann ich freitags früher gehen und noch Haushalt erledigen soweit ich komme, das hilft dann schon viel.

    LG!
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich bin noch Vollzeitmama. Muss aber im Dezember wieder arbeiten gehen. Zur Zeit krieg ich Elterngeld. Würde ich anschließen zu Hause bleiben, würde mir das Geld fehlen und an die Rente (falls ich irgendwann mal welche kriege) muss auch gedacht sein.
    Ich würde sonst gerne zu Hause bleiben. Wir planen ja noch ein zweites Kind und da mein Mann Berufssoldat ist, bin ich eh hin und wieder alleine mit dem Kleinen. Da würde es mich nicht stören, das den ganzen Tag zu sein. Außerdem hab ich ja noch Hund und Pferd und die wollen auch versorgt sein.

    Gruß Steffi
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ehrlich gesagt, war ich vor der SS Studentin, ohne Berufsausbildung :oops: . Seit der Kleine da ist, bin ich zu Hause und werde es auch erst mal bleiben, bis er in den KiGa kommt. Was dann ist, weiß ich allerdings noch nicht. Das Studium kann ich aus einigen Gründen, die ich hier jetzt nicht ausbreiten möchte *Schäm*, nicht wieder aufnehmen. Was also dann??? Eigentlich hätt ich noch gerne noch ein zweites Kind, aber das ist so halt einfach nicht möglich :roll: . Will ja auch nicht ewig meinem Mann auf der Tasche liegen...
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich war noch mitten im STudium, als ich mit Joelle schwanger wurde ... da mein STudium zum Glück sehr kinderfreundlich ist, haben wir dann Nr. 2 auch noch während des Studiums geplant, so dass ich jetzt mit 2 Kindern studiere. Das klappt gut - ich muss nicht mehr zur Uni, "nur" noch Prüfungen machen, bzw. eine Prüfung noch, dann Diplomarbeit.

    Mit dem Studium pausieren, das kam für mich nicht in Frage - ich hab die Nase voll vom lernen und will endlich fertig werden - da möchte ich das ganze nicht unnötig in die LÄnge ziehen! Zum Glück haben wir gute Unterstützung von unseren Eltern, so dass das gut machbar ist!
    Ich könnte auch nicht sagen, dass ich studieren mit Kind stressiger fände als ohne ... im Gegenteil: seit die Kinder da sind, nutze ich die Zeit, die ich zum lernen habe, auch wirklcih zum lernen ;-) ... vorher hab ich definitiv weniger Zeit in die Uni investiert :oops: ...

    Was nach dem Studium kommt ... mal gucken!! Vollzeit werde ich nicht arbeiten - frühestens, wenn die Kinder 15/16 sind ... ich würde aber schon gerne Teilzeit arbeiten gehen - mal gucken, was sich findet - eigentlich gibt es in meinem Job viele Teilzeitangebote (nur ob ich eins davon kriege ... )!
    Finanziell sind wir nicht zwingend drauf angewiesen, aber es ist schon eine Erleichterung, wenn ich etwas dazu verdiene ...

    Ab und zu arbeiten, das tu ich auch jetzt - einmal wöchentlich 3 Stunden auf Honorarbasis und unregelmäßig gehe ich kellnern ... mir fehlen schon die Kinder, wenn ich arbeiten bin, aber andererseits ist es auch immer eine schöne Abwechslung ... ganz ohne Arbeit könnte ich mir nicht vorstellen - da würde mir glaube ich irgendwann die Decke auf den Kopf fallen, so schön es mit den Kindern auch ist!!33
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    imageassembly schrieb:
    Will ja auch nicht ewig meinem Mann auf der Tasche liegen...

    Siehst du das echt so, dass du deinem Mann auf der Tasche liegst :shock: Oder sieht er das so? Das find' ich komisch, das ist doch euer gemeinsames Kind (oder wären eure gemeinsamen Kinder...) und du bist gerade diejenigen, die ihn betreut und den Haushalt schmeißt, oder seh ich das falsch?
    Also ich kann verstehen, dass man sich nicht so gerne in eine völlige Abhängigkeit begibt, das ist für mich der Grund, warum ich nicht länger als für mich nötig aus dem Job ausgestiegen bin. Das hat aber damit zu tun, dass ich denke, ich sollte mir einfach nicht zu sicher sein, dass mein Mann mich/uns ein Leben lang versorgt. Die völlige Sicherheit im Job oder in der Beziehung gibt es aus meiner Sicht nicht. Solange aber alles ok ist, einer verdient und einer eben nicht, ist dessen Einkommen eben das Familieneinkommen, nix mit auf der Tasche liegen (außer du gehst regelmäßig Prada-Täschchen und Gucci-Klamotten shoppen ;-))

    Aber mich würde schon interessieren, wie ihr alle das Thema Abhängigkeit seht, gerade die Mamas, die ihren Beruf - mittel- oder langfristig - an den Nagel gehängt haben. Habt ihr manchmal Angst, später wieder in den Beruf einsteigen zu wollen/müssen und dann Probleme zu bekommen? Oder seht ihr das ganz gelassen?
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    sopie74 schrieb:

    Siehst du das echt so, dass du deinem Mann auf der Tasche liegst :shock:

    Mh, also das mit dem auf der Tasche liegen sehe ich schon auch so ... mein Mann nicht, aber ich denke z.B. 100x drüber nach, eh ich für mich persönlich etwas kaufe ... für die Kinder oder für uns alle habe ich da kein Problem, aber ich hab halt schon so ein kleines schlechtes Gewissen (wobei schlechtes Gewissen übertrieben ist - ich zögere halt immer erst mal), wenn ich von dem Geld, das mein Mann für uns verdient, "Luxus" für mich bezahle. Klar, dass ich auch ab und zu mit Freundinnen essen gehe oder so, aber z.B. wenn ich Klamotten sehe, die nicht ganz billig sind, denke ich halt schon "mh, soll ich wirklich??" (und oft kaufe ich dann halt auch nicht).

    Ich glaube, wenn ich auch selbst einen ordentlichen Teil zum Haushaltsgeld beitragen könnte, hätte ich diese "Hemmungen" nicht und könnte auch entspannter nach "Luxus" für mich gucken! (wobei für mich Luxus wirklich schon ein Paar Schuhe für 50 Euro sind).

    Ich bin schon froh, wenn ich (hoffentlich nächstes Jahr!!) auch etwas arbeiten kann und Geld verdiene!!
  • SandwichSandwich

    1,061

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Snoopy82 schrieb:

    Mh, also das mit dem auf der Tasche liegen sehe ich schon auch so ... mein Mann nicht, aber ich denke z.B. 100x drüber nach, eh ich für mich persönlich etwas kaufe ... für die Kinder oder für uns alle habe ich da kein Problem, aber ich hab halt schon so ein kleines schlechtes Gewissen (wobei schlechtes Gewissen übertrieben ist - ich zögere halt immer erst mal), wenn ich von dem Geld, das mein Mann für uns verdient, "Luxus" für mich bezahle. Klar, dass ich auch ab und zu mit Freundinnen essen gehe oder so, aber z.B. wenn ich Klamotten sehe, die nicht ganz billig sind, denke ich halt schon "mh, soll ich wirklich??" (und oft kaufe ich dann halt auch nicht).

    Ich glaube, wenn ich auch selbst einen ordentlichen Teil zum Haushaltsgeld beitragen könnte, hätte ich diese "Hemmungen" nicht und könnte auch entspannter nach "Luxus" für mich gucken! (wobei für mich Luxus wirklich schon ein Paar Schuhe für 50 Euro sind).

    Ich bin schon froh, wenn ich (hoffentlich nächstes Jahr!!) auch etwas arbeiten kann und Geld verdiene!!

    Ich kann Dich soooo gut verstehen. Mit ging es ähnlich. Ich gehe auch wieder arbeiten, seit Jacqueline 6 Monate alt ist. Es ist für mich einfach selbstverständlich, denn erstens Vollzeit-Mama liegt mir nicht, zweitens wollte ich "mein Geld" haben und drittens bin ich sonst komplett aus meinem Job raus, da es einfach zuviele Änderungen in kurzen Abständen gibt. Die zwei Tage in der Woche bringen mir soviel und ich glaube, dass Jacqueline mit einer arbeitenden, aber glücklichen Mami gut leben kann. ;-)
  • mudmud

    580

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich bin ja, als das Baby drei Monate alt war, wieder an drei Tagen pro Woche (plus das eine oder andere Blockseminar am Wochenende) zur Uni gefahren und habe das auch nie bereut. Erstens würde mir hier zuhause die Decke auf den Kopf fallen mit nur einem Kind und einer 2,5-Zimmer-Wohnung. Das wäre mir zu eintönig und ich würde mich nicht gefordert fühlen. Dazu kommt bei mir auch der Punkt, dass ich meinem Mann nicht auf der Tasche liegen will und endlich auch mal eigenes Geld nach Hause bringen möchte. Die letzten Jahre hatte ich neben dem Studium zwar noch einen 400-Euro-Job, aber alle Reisen, alle größeren Anschaffungen hat komplett er bezahlen müssen (auch als wir noch nicht verheiratet waren). Und das seit Jahren. Ich will endlich fertig werden, endlich Geld verdienen.
    Davon abgesehen ist die Uni auch wirklich gut geeignet, mal auf andere Gedanken zu kommen, mal mit Leuten zu sprechen, die mit Kindern und der Kinderthematik nichts am Hut haben, mal über andere Themen als die Konsistenz, Farbe und Häufigkeit des Stillstuhls zu sprechen :grin: .
    Ich bin zwar auch froh, dass jetzt Semesterferien sind, aber in spätestens 3 Wochen werde ich die Uni wieder herbeisehnen, weil dann hier alles geputzt ist, alle Freunde besucht sind usw.
    Und so gern ich mich auch mit meinem Kind beschäftige - genug ist mir das nicht!
  • BibileinBibilein

    4,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe das grooooße Glück, dass ich nicht arbeiten gehen muss. Aber ich möchte natürlich irgendwann auch wieder, aber nur Teilzeit.
    Warum ich daheim bleibe? Gut, die oben genannte Tatsache macht es mir da leicht. Ich möchte natürlich so viel Zeit wie möglich mit den Kindern verbringen. Gerade die ersten 3-6 Jahre rasen so dahin. Es ist auch für mich eine Zeit voller Entdeckungen und ein ganz besonderer Lebensabschnitt. Ich kann das gar nicht richtig erklären. ich bin einfach froh, nicht arbeiten gehen zu müssen und weiß das absolut zu schätzen. Andererseits sehnt sich tief in meinem Inneren auch etwas nach einer anderen Art der Bestätigung. Natürlich werde ich bestimmt irgendwann wieder mit Freude an die Arbeit gehen (wenn ich denn dann weiß was... :roll: :roll: :roll: )
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    MikasMama schrieb:
    Ich habe das grooooße Glück, dass ich nicht arbeiten gehen muss. Aber ich möchte natürlich irgendwann auch wieder, aber nur Teilzeit.
    Warum ich daheim bleibe? Gut, die oben genannte Tatsache macht es mir da leicht. Ich möchte natürlich so viel Zeit wie möglich mit den Kindern verbringen. Gerade die ersten 3-6 Jahre rasen so dahin. Es ist auch für mich eine Zeit voller Entdeckungen und ein ganz besonderer Lebensabschnitt. Ich kann das gar nicht richtig erklären. ich bin einfach froh, nicht arbeiten gehen zu müssen und weiß das absolut zu schätzen. Andererseits sehnt sich tief in meinem Inneren auch etwas nach einer anderen Art der Bestätigung. Natürlich werde ich bestimmt irgendwann wieder mit Freude an die Arbeit gehen (wenn ich denn dann weiß was... :roll: :roll: :roll: )

    Für mich hört sich das eher an, also ob du das aus Überzeugung tust und darin Erfüllung findest; dass du nicht arbeiten musst ist natürlich die Voraussetzung, oder?
    Ich verstehe dich so, dass das Einkommen deines Mannes ausreicht, das wäre bei uns auch der Fall - trotzdem will ich arbeiten, mom. 25h, später sicher mehr (wenn auch keine 50h mehr wie früher), weil ich mich damit identifizieren. Nicht zu arbeiten hieße für mich, einen Teil von mir aufzugeben und zu riskieren, dass ich zu abhänig werde. Nicht falsch verstehen, ich vertraue 100% darauf, dass ich mit meinem Mann für immer zusammenbleibe, doch wer garantiert mir das? Und was wäre dann, wenn ich keinen Beruf habe oder nicht mehr in meinen Beruf zurückkomme? Oder mein Mann wird arbeitslos oder kann nicht mehr arbeiten aus irgendeinem Grund.
    Macht dir das keine Sorgen? (Bitte bitte nicht als Angriff missverstehen, mich interessiert das wirklich)
  • carina79carina79

    520

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich gehe arbeiten um für mein Gehirn was zu tun und auch mal wieder was anders zu machen, als nur Mama und Hausfrau zu sein. Allerdings muss ich dabei sagen, das ich das auch nur kann, da mein Arbeitgeber mir angeboten hat, dies von zuhause aus zu tun und ich mir meine Stunden frei einteilen kann, wann ich diese tätige. Dies mach ich jetzt seit Mitte Mai und mir geht es richtig gut dabei. Ich merke, wie mein Gehirn wieder anfängt richtig zu arbeiten und ich viel, viel weniger vergesse. Vorher war es teilweise so das mir z.b. nicht die richtigen Wörter eingefallen sind, oder mein Mann mir was erzählt hat und ich es im nächsten Moment vergessen habe, was schon relativ Peinlich ist. Nebenbei ist es natürlich auch noch schön für die Familie was dazu zuverdienen und wir in etwa wieder soviel habe, wie vor der Schwangerschaft.

    Aja ich arbeite 10 Std. die Woche und mehr sollte es auch nicht sein. Damit komme ich ganz gut zurecht, da ja auch noch Jannik da ist und der Haushalt und Jannik dadurch auf keinenfall zu kurz kommen darf. So ist meistens Morgens Hausarbeit angesagt. In Janniks Mittagsschlaf Homeoffice und anschliessend ist der Nachmittag für Jannik und der Abend dann, wenn Jannik im Bett ist, meine Freizeit.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    viel neues kann ich auch nicht beitragen, da das meiste auch auf mich zutrifft.
    ich gehe arbeiten, weil ich viel zeit in meine ausbildung investiert habe, mir der meiste teil meiner jetzigen arbeit spaß macht und sie mich fordert, ich gern mit menschen arbeite, es spannend finde, wie sie sich während einer ausbildung entwickeln und verändern können, wir aber auch das geld benötigen, um unser haus zu finanzieren.
    nur mutter und hausfrau zu sein, würde mir mit der zeit zu wenig sein. ich merke schon seit längerer zeit, dass mir dann der input fehlt, ich wie abgeschnitten von der aussenwelt bin und fachliche weiterentwicklungen an mir vorbeigehen, weil ich nicht die nötige zeit habe, um mich reinzulesen und erfahrungen zusammeln.
    ich habe als lilly 8 monate alt war, eher als geplant wieder in teilzeit angefangen zu arbeiten, da ich den arbeitgeber gewechselt habe. ab september werde ich wieder vollzeit arbeiten, damit es uns finanziell besser geht und mein mann nicht den großteil unseres auskommens allein stemmen muss. innerlich bin ich schon sehr angespannt, wie das alle so laufen wird und mache mir sorgen, wie lilly das alles so verkraftet und habe angst, dass dann nur noch wenig zeit bleibt, um an ihrer entwicklung teilzuhaben. aber ich muss einfach abwarten und hoffen, dass wir bald einen rhythmus finden.
    ich muss gestehen, dass ich es mir nur sehr schwer vorstellen kann, wie andere paare/familien mit nur einem verdiener finanziell auskommen. ich denke, wir haben wirklich keinen überzogenen lebensstandard oder viel luxus, aber nur das gehalt meines, das wirklich gut ist, würde defnitiv nicht reichen. dabei haben wir nicht mal ein auto zu finanzieren, da mein mann einen dienstwagen hat und mein auto bereits abbezahlt ist. wir arbeiten wirklich nur für den lebensunterhalt :confuded:.
  • BibileinBibilein

    4,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @sophie74: hm, ganz so sehe ich es nicht. Also ... *nachdenrichtigenwortensuch*
    Also das 100%Mutterdassein hat mir soooooo viel neues beigebracht, nicht nur in bezug auf Erziehung oder so. Ich hab mich selbst wieder neu entdeckt (gut, ich bin noch dabei *pfeiff*) und ich habe vieles gelernt. Habe unseren Alltag etwas umgestellt (z.B. in Punkto Ernährung, Energie usw.), ich habe also meinen Horizont definitiv erweitert.
    Das soll aber eben eine Phase bleiben. Also ich genieße es, ich finde es richtig und wichtig ABER ich freue mich auch darauf in einigen Jahren wieder in einen (hoffentlich neuen) Beruf einsteigen zu können...

    ich könnt SOFORT morgen irgendwo einen gutbezahlten Vollzeitjob bekommen, der meinem alten gleicht. Ich habe Beziehungen und ich war/bin sehr gut. Da hätte ich überhaupt kein Problem. Aber ich muss nicht und ich WILL ehrlich gesagt meinen alten Job auch nicht mehr machen. Ich habe aber die Gewissheit, dass ich könnte, wenn ich wollte. Verstehst du? Also von daher, bin ich da eher locker. Was mir mehr Kopfzerbrechen bereitet, ist die Tatsache, was ich NEUES anfangen könnte, denn ich strebe beruflich eigentlich einen Neustart an.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Es kommt ja nicht von meinem Mann, das mit dem "Auf der Tasche liegen", sondern von mir. Für mich ist es einfach ein ungutes Gefühl sein, also eigentlich UNSER, Geld zu nehmen. Für mich kaufe ich gaaaanz selten mal etwas. Wenn dann für den Kleinen oder uns.
    Arbeiten gehen ist hier gar nicht so einfach, da ich leider niemanden habe, der mir den KLeinen mal abnhemen kann. Mein Mann ist selbständig und kommt daher auch oft erst spät nach Hause oder arbeitet Samstags...So ein paar Euro nebenher hätt ich schon gern für mich :confuded:

    Aber irgendwie möcht ich doch noch gerne ein kleines Mäusle ;-) . Mein Mann meint allerdings, daß wir uns das zur Zeit nicht leisten können, erst, wenn ich auch ne zeitlang gearbeitet bzw ne Ausbildung hab...Aber dann, nach so vielen Jahren nochmal ein Baby. Die ganze Geschichte ist noch nicht so recht ausdiskutiert :confuded:
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    MikasMama schrieb:
    @sophie74: hm, ganz so sehe ich es nicht. Also ... *nachdenrichtigenwortensuch*
    Also das 100%Mutterdassein hat mir soooooo viel neues beigebracht, nicht nur in bezug auf Erziehung oder so. Ich hab mich selbst wieder neu entdeckt (gut, ich bin noch dabei *pfeiff*) und ich habe vieles gelernt. Habe unseren Alltag etwas umgestellt (z.B. in Punkto Ernährung, Energie usw.), ich habe also meinen Horizont definitiv erweitert.
    Das soll aber eben eine Phase bleiben. Also ich genieße es, ich finde es richtig und wichtig ABER ich freue mich auch darauf in einigen Jahren wieder in einen (hoffentlich neuen) Beruf einsteigen zu können...

    ich könnt SOFORT morgen irgendwo einen gutbezahlten Vollzeitjob bekommen, der meinem alten gleicht. Ich habe Beziehungen und ich war/bin sehr gut. Da hätte ich überhaupt kein Problem. Aber ich muss nicht und ich WILL ehrlich gesagt meinen alten Job auch nicht mehr machen. Ich habe aber die Gewissheit, dass ich könnte, wenn ich wollte. Verstehst du? Also von daher, bin ich da eher locker. Was mir mehr Kopfzerbrechen bereitet, ist die Tatsache, was ich NEUES anfangen könnte, denn ich strebe beruflich eigentlich einen Neustart an.

    Hi Bianca,

    wow, da hast du ja echt Glück mit deinem 'alten' Job. Das ist bei mir leider nicht so, dass ich einfach aus- und wieder einsteigen könnte/konnte. Ich habe schon nach 8 Monaten, die ich weg war erst mal den ein oder anderen Geier vertreiben müssen :roll: Das war wirklich komisch... ich bekam zahlose: Was-du-schon-wieder-hier-Ansagen, so nach dem Motto, mit dir habn wir hier nicht mehr gerechnet :flaming01: Ich glaub' wenn ich länger weg gewesen wäre, hätten die sicher jemand anderen (also nicht nur in Vertretung) auf meine Stelle gesetzt... Bei uns streiten sich nämlich die Vorstände an wenn ich berichte und für wen ich arbeite. Mit meinem Chef ist alle knorke, nur der ander fühlt sich da wohl nicht ausreichend betüddelt. Da wäre es schon ein gutes Gefühl, sich auch ne länger Auszeit nehmen zu können, wenn ich wollte... aber na ja, ist ja kein Wunschkonzert.

    Was ich aber meinte ist zum einen, dass du gerade so wie du es beschreibst deine Erfüllung in der Mutterrolle findest. Das finde ich wunderbar, ist nur bei mir nicht in dem Außmaß so: ich liebe es Mutter zu sein, der sonstige Hausfrauenfilm ist aber so gar nicht meins. Und ein anderer Teil meiner Erfüllung ist eben mein Beruf. Und das brauche ich weiterhin. Hättest du vor deinen Kindern schon deinen 'Traumberuf' ausgeübt, wärst du vielleicht auch ein wenig hin und her gerissen?
    Na ja, ich bin auf jeden Fall ein bissl neidisch, dass du ganze locker angehen kannst ;-) Ist nämlich schon manchmal auch etwas anstrengend da an zwei Fronten kämpfen zu müssen...

    Viele Grüße
    Sophie
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich geh dann im Herbst wieder arbeiten... Weil mir das daheim tatsächlich zu viel wird :biggrin: Weil ich mit dem Geld meines Mannes nicht eine Tagesmutter zahlen will, nur um regelmäßig Sport betreiben zu können und ab und zu mein eigener Chef zu sein (= Kaffeehaus, Einkaufen, Friseur etc. ohne Kinder). Also gehe ich arbeiten, verdiene damit genug Geld um die Kinderbetreuung zu bezahlen und gewinne so die nötigen Stunden für meine Hobbies neben dem größten "Hobby" Kinder .

    Einfach eine Tagesmutter für diese Unabhängigkeit zu zahlen wäre zwar eine bequeme Alternative - aber das ist halt dann doch etwas zuviel Luxus (und würde auch in meinem Umfeld auf Unverständnis stoßen).

    In der Arbeit hab ich dann geregelte Arbeitszeit und nicht diesen unberechenbaren Haushalt- und Kinderwahnsinn! Und ich freu mich schon jetzt auf die Flexibilität, die der Job ausser Haus mit sich bringt ;-)
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