Ab wann in Kiga?

sweety05sweety05

3,384

bearbeitet 23. 07. 2008, 13:59 in Plauderecke
Ich habe heute auf dem Spielplatz eine Diskussion mit anderen Müttern gehabt, wann dann ihre Kinder in den Kiga kommen oder gekommen sind und da habe ich festgestellt, das es ja ganz unterschiedliche Meinungen darüber gibt.

Eine Mutti wollte ihre Tochter überhaupt nicht in den Kiga geben. Sie meinte, das es reicht, wenn sie mit ihrer Tochter auf den Spielplatz geht und sie ja da mit anderen Kindern spielen kann und sonst spielt sie halt zu Hause viel mit ihr. Die Kleine (3 1/2 Jahre) ist Einzelkind und hat somit zu Hause auch kein Geschwisterkind zum spielen. Ich persönlich finde es nicht so gut, denn meiner Meinung brauchen Kinder auch andere Kinder um sich gut zu entwickeln.
Dadurch das in Deutschland ja keine Kindergartenpflicht besteht, gibt es bestimmt einige Kinder die nicht in den Kiga gehen.

Mich würde mal interessieren, wann eure Kinder in den Kiga kommen oder gekommen sind?

Kommentare

  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich kann jetzt noch nicht mitreden, aber wir möchten schon, dass unsere Tochter mit 3 in den KiGa kommt. Diese Mutter, mit der du gesprochen hast... ich finde das nicht gut. Ich selbst war nicht im Kindergarten, angeblich wollte ich nicht oder so, ich erinnere mich nicht daran. Es wäre vermutlich sehr gut für mich gewesen, wenn ich doch in den Kindergarten gekommen wäre. Ich werfe das meiner Mutter zwar nicht vor, finde aber, dass sie damals nicht gut entschieden hat. Ich hatte später immer Kontaktschwierigkeiten und führe das auch auf die fehlende Kindergartenzeit zurück. Und das mit dem Spielplatz hinkt meiner Ansicht nach ein wenig. Schließlich sind die Kinder in dem Alter dann zu bestimmten Zeiten einfach nicht auf dem Spielplatz, sie sind ja im Kindergarten. Und da sie dadurch auch einen neuen Tagesablauf bekommen, fehlen sie möglicherweise auch sonst auf dem Spielplatz.
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also wenn es hier noch mehr Kinder geben würde, die nicht in eine Kita gehen, würde ich Torben auch nicht unbedingt hingeben. Bei meinen Großen galten KiTa Kinder schon fast als assozial, das hat mich wohl geprägt. Aber heutzutage gehen die meisten Kinder nunmal in eine KiTA und es gibt weit und breit keine Spielkamaraden in seinem alter auf dem Spielplatz. Und ich halte Kontakte zu anderen Kindern auch für sehr wichtig Also warte ich weiter auf einen KiTA-Platz :roll:
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich war im KIGA mit 3 Jahren meine Schwester war 12 Jahre später mit 3 Jahren im KIGA und es galt nicht als asozial bei uns sondern gehörte dazu. ;-)
    Allerdings war Krippe zwischen 0-3 Jahren nicht beliebt. Das galt als Vernachlässigung. Da kamen nur die "Schlüsselkinder hin..genauso Hort und Ganztagsschule.

    Felix geht seit er 2,5 Jahre ist in den KIGA und das war das beste was passieren konnte. Der fühlt sich pudelwohl.

    heißt er geht jetzt nach den Ferien schon das 3. Jahr dorthin. :shock: ( Mein gott wird der groß).
  • najonajo

    1,083

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mein Sohn ist mit zwei Jahren in einen Kinderladen gekommen (Elterninitiative). Dieser ist eingruppig und altersgemischt (5 Kinder unter 3, 10 über 3 Jahre alt). Für mich stellte sich die Kita-Frage insofern nicht, alsdass ich wieder arbeiten gehen musste. Diese Einrichtung war und ist für uns optimal, da dort sehr individuell auf die Kinder eingegangen wird und eine total liebevolle Betreuung stattfindet. So eine riesige städtische Einrichtung z.B. hätte ich auf keinen Fall gewollt! Zuerst hatte ich so meine Bedenken, ihn schon so früh in den Kindergarten zu geben, aber im Nachhinein war es genau der richtige Zeitpunkt und ist super gelaufen. Ich würds wieder so machen, bzw. kann mir sogar vorstellen, das sich ankündigende Geschwisterchen noch früher hinzuschicken- aufgrund der neuen Elterngeldregelung haben wir auch nicht wirklich viel Spielraum...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    hier ist es üblich, kinder auch schon in die krippe (0-3) zu geben und wird nicht als vernachlässigung angesehen ;-). übliches kita-alter ist hier 3 jahre. soziale interaktionen, tägliche routinen und generell sprachliche/geistige/soziale anregungen für die entwicklung gelten als die vorteile der kinderbetreuung in diesem rahmen.
  • sweety05sweety05

    3,384

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Was mir auch aufgefallen ist, das ich bis jetzt von niemanden die ich so kenne gehört habe, das sich ihre Kinder im Kiga nicht wohl gefühlt haben. Daran merkt man doch das die Kleinen das brauchen und so ein Spielplatzbesuch reicht meiner Meinung nicht aus, um den täglichen Bewegungsdrang die ein Kind braucht, auszugleichen.

    Achsoo was ich noch vergessen hatte, ich fragte sie, warum sie denn nicht möchte das die Kleine in den Kiga geht und da meinte sie, das sie Angst vor den Krankheiten, am meisten die Brechdurchfälle hätte, da sie sich einfach total davor ekelt wenn die Kleine sich übergibt. Ich meinte dann das das normal ist und sich ihre Tochter überall anstecken könnte, ebend auch auf dem Spielplatz. Sie sagte dazu nur, das aber die Wahrscheinlichkeit das es ebend im Kiga passiert viel größer ist und drehte sich dann weg. War ihr wohl unangenehm. :confuded: Und dann kam dann noch die Frage, wie oft Kinder im Kiga denn diese Brechdurchfälle bekommen "etwa jedes Jahr"? Was ist denn das für eine Frage und vor allem, was soll man denn auf so eine Frage antworten?
    Also meiner Meinung nach macht sie sich verrückt mit ihrer Kotz-panik.
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Der Versuch sein Kind von Krankheitskeimen fern zu halten kann meiner Meinung nach übel nach hinten losgehen. Nachher bekommt ihr Kind all diese Krankheiten dann in der Schulzeit. Da hat sie dann auch nicht mehr Freude dran und muss sich dann noch Gedanken um die versäumte Unterrichtszeit machen. Kindergartenkinder sind bis dahin mit Sicherheit ordentlich abgehärtet und haben ein starkes Immunsystem aufgebaut.
  • sweety05sweety05

    3,384

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Genau der Meinung bin ich auch, aber man kann ja auch niemanden zwingen sein Kind in den Kiga zu geben. Aber komisch ist so eine Angst doch schon, finde ich. Brechdurchfälle ist doch eine normale Krankheit bei Kindern.
    Sollte man der Frau irgendwie helfen?
  • stephuniestephunie

    880

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Mama hat mich immer extra in den KiGa geschickt wenn ne Krankheit, also Kinderkrankheit umging. Leider hat es nix genutzt. Ich hab alle Kinderkrankheiten erst in der Grundschule und der Realschule bekommen :confuded: , das letzte waren dann die Masern in der 7. Klasse.

    Eric haben wir schon in der KiTa angemeldet, da wird er dann ab Januar, wenn er zwei Jahre alt ist hingehen. Ursprünglich hatte ich ja nur zwei Jahre Erziehungsurlaub geplant und jetzt wo sich durch Finja das ja erstmal erledigt hat, soll er trotzdem so früh gehen. Geplant ist das er dann erstmal zwei oder drei Vormittage die Woche geht, mal gucken wies wird.

    Ich finds wichtig das die Kinder überhaupt in eine Gruppe gehen und da früh lernen wie sie soziale Kontakte knüpfen. Ich freu mich zwar auch nicht auf die ganzen Krankheiten die dann auf uns zu kommen, grad die Brecherei :groggy: , aber das gehört zu nem Kind auch dazu. So Leute kann ich nicht verstehen.
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    mein Sohn ist auch mit 3 in den Kiga gekommen und er liebt es. Was die da alles machen kann ich ihm nicht bieten und selbst wenn ist es doch was ganz anderes. Da ist er ohne Eltern, er sucht sich seine Freunde selber aus und kann sich so ohne mich nochmal ganz anders entfalten denke ich. Wenn die Mamas dabei sind benehmen sich die Kinder doch völlig anders. Er hat so auch seine Kontakte und Spielplatzbesuche aber ich finde das kann man gar nicht vergleichen. Kiga ist ja auch sowas regelmäßiges wie später die Schule.

    Bekannte von uns wollen ihren Sohn erst mit 5 in den Kiga geben weil sie meinen ein Jahr reicht sonst langweilen die sich bald. Der hat kaum Kinderkontakte und guckt zu 80% nur TV damit die Mutter Zeit fürs Baby hat oder sich. Tolle Lösung :groggy: , dem würde der Kiga sicher sehr gut tun aber die wollen das nicht.
  • knuddel21knuddel21

    527

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    also ich persönlich bin mit 1 jahr in die kinderkrippe gekommen und im anschluss mit 2 jahren in den kindergarten. Mein bruder hingegen kam erst mit 3 jahren in den kindergarten und meine kleine schwester kam mit 2 jahren in den kindergarten. ich könnte jetzt nicht behaupten das uns das geschadet hat :biggrin: im gegenteil wir sind alle drei gern gegangen...das war doch was anderes als zuhause bei der familie...weil man dort eben doch anders lernt als zuhause finde ich...meine mama sagte immer das die kinderkrippe bei mir damals viel ausgemacht hat bei meinem bruder der 2 jahre jünger ist hat es sich bemerkbar gemacht das er schlechter kontakte knüpfen kann...weiss nich ob das so stimmt aber sie meint es jedenfalls immer so
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    sweety05 schrieb:
    Also meiner Meinung nach macht sie sich verrückt mit ihrer Kotz-panik.

    Na, das hört sich für mich aber schon nach einer recht heftigen psychische Problematik seitens der Mutter an :confuded: Es gibt ne krankhafte Angst vor Erbrechen, hab den Fachbegriff vergessen. Ist halt schon heftig, wenn dem Kind durch das Problem der Mutter eine so wichtige Erfahrung genommen wird :confuded:
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Felix ist jetzt seit 2 Jahren im KIGA...

    Er hat noch nicht 1x seitdem gekübelt...

    dafür 1 Winter nur gehustet.. ;-)
  • MiaofeliMiaofeli

    3,647

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Elena kam mit 3 ( an ihrem Geburtstag ) in den KiGa da ich im Sozialhilfebezug stand und ich dazu verpflichtet war. Sie wäre sonst ein halbes Jahr später gekommen. Tom kommt mit fast 4 in den KiGa.

    Elena hat aus 2 verschiednen ( umzug ) KiGas nicht 1 mal Brechdurchfall mitgebracht. Den hatte sie bisher eh nur 1 mal in ihrem Leben. Letztes Jahr glaub ich 2 Tage....


    Gruß Feli
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    sweety05 schrieb:
    Genau der Meinung bin ich auch, aber man kann ja auch niemanden zwingen sein Kind in den Kiga zu geben. Aber komisch ist so eine Angst doch schon, finde ich. Brechdurchfälle ist doch eine normale Krankheit bei Kindern.
    Sollte man der Frau irgendwie helfen?

    Ich finde das auch sehr merkwürdig, zumal sie ja wirklich nur auf diese Durchfälle sich bezogen hat. Andererseits hat mir Victoria neulich folgendes erklärt, als ich sie fragte warum sie nach einer Woche noich immer nicht ihre Smartiesrolle aufgegessen hatte. (Ich hatte damit gerechnet, dass die in STunden verschwunden sein würde, der Zwerg hat sich aber jeden Tag nur ein paar rausgehollt und genüsslich geschlemmt.) Ok, sie erklärte mir, dass man nicht soviele Süßigkeiten essen dürfe, da einem davon schlecht werden würde und man sich übergeben müsse. Und, zugegeben, ihr erster schwerer Brechdurchfall kurz vor Ostern war tatsächlich traumatisch für sie. Sie stand völlig hilflos vor dem Klo und wußte nicht was mit ihr geschah. Sooo hilflos und verzweifelt. Seitdem ist sie bei Süßigkeiten extrem vorsichtig. Und normales Essen ißt sie ja eh nicht in Massen.

    Bei der Frau habe ich aber gerade spontan an Bulimie denken müssen, bei ihr oder jemand Nahestehendem. Reine Spekulation natürlich. Auf jede Fall würde ihr es nicht schaden, mal die Vorteile des KiGas vorgeführt zu bekommen und die tatsächliche Relevanz der Nachteile. Sie denkt ja überhaupt nicht an ihr Kind.
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    vielleicht ist das auch nur eine Ausrede mit den Krankheiten? Kommt mir zumindest sehr komisch vor.

    Gibt es eigentlich Fälle wo sich Familien den Kiga nicht leisten können? Da stand nämlich neulich ein Papa mit seinen 2 Kids vorm Zaun und die Kinder wollten unbedingt auch in den Kiga und er sagte dann das sie sich das nicht leisten können :shock:. Aber das bezahlt doch dann das Sozialamt wenn man nichts hat oder nicht?
  • MiaofeliMiaofeli

    3,647

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das Jugendamt zahlt. Aber sei mal nicht weit überm Limit und hab vielleicht Schulden abzuzahlen oder KU für ein weiteres Kind oder oder oder und schon ist Schicht im Schacht. Die Ausgaben sind bei der Beitragsberechnung nämlich egal....
  • sweety05sweety05

    3,384

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Susanne67 schrieb:
    Bei der Frau habe ich aber gerade spontan an Bulimie denken müssen, bei ihr oder jemand Nahestehendem. Reine Spekulation natürlich. Auf jede Fall würde ihr es nicht schaden, mal die Vorteile des KiGas vorgeführt zu bekommen und die tatsächliche Relevanz der Nachteile. Sie denkt ja überhaupt nicht an ihr Kind.

    Dazu kann ich leider nichts sagen, da ich so genau auch nicht kenne. Wir sehen uns nur auf dem Spielplatz und das war es dann auch schon. Wir kamen dann in der Runde auf dieses Thema und da äußerte sich die Mutti dann dazu, von daher kann ich nicht sagen ob da irgendwer Bulimie in der Familie hat. Ist ja immerhin ein intimes Thema und darüber sprechen die Betroffenen ja auch nicht so offen.
    Wir haben ihr gesagt, wie wichtig die Kigaerfahrung für die Kleine ist, aber es nützt nicht und sie bleibt dabei. Sie meint, sie kann ihrer Tochter alles bieten was sie braucht und schließlich hat sie ja durch den Spielplatz genug Kontakt zu anderen Kindern.
    Ich frag mich nur was sie dann in der Schule mit ihr macht. In die Schule muss sie und da kann sie sich genauso gut anstecken. Die Brechdurchfälle gibt es ja nicht nur im Kiga.


    Man bekommt aber auch keinen Platz, wenn man arbeitslos ist. Was auch eine dämliche Lösung ist, denn wie soll man denn zu einem Vorstellungsgespräch gehen, wenn man keinen für das Kind hat. Mit Kind zum Termin gehen, ist ja auch nicht gerade angebracht.
  • July78July78

    1,031

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich und alle meiner Geschwister sind mit einem Jahr in die Krippe gekommen, das war damals so. Ganz früher gab es nichtmal sowas, dass man Erziehungsurlaub machen kann, da hatte man nur die Mutterschutzfrist und mehr nicht.

    Melina ist auch mit einem Jahr hingekommen, wie ganz ganz viele andere Kinder in ihrer Gruppe auch. Es ist bei den meisten so, dass man sich das finanziell gar nicht leisten kann, länger zu Hause zu bleiben. Auch kann man froh sein, wenn man Arbeit hat und wenn man sich für ein Jahr abmeldet, geht das ja noch, aber sag mal hier deinem Chef du willst 3 Jahre zu Hause bleiben... Dann kannst du gleich deine Sachen packen. Wenn das Kind gar nicht in den Kindergarten soll, müsste man ja also Hausfrau werden, dann müsste der Mann so gut verdienen, dass er die ganze Familie allein ernähren kann. Das kann hier in unserer Region fast niemand.

    Ich war schon traurig, Melina mit einem Jahr weg geben zu müssen, aber wie gesagt hätten wir uns nichts anderes leisten können. Es hat ihr aber sehr gut getan, denn sie ist sehr offen und fröhlich und aufgeschlossen und mag andere Kinder. Vielleicht sollte man da von Kind zu Kind unterscheiden. Hier im Haus wohnt noch ein kleiner Junge, der erst mit 3 in den Kiga kam und das war für ihn auch gut so, mit einem Jahr wäre für ihn zu früh gewesen weil er von ganz anderer Mentalität ist.

    Aber Kinder gar nicht in den Kiga zu geben finde ich nicht so gut, schon gar nicht wenn die Kinder keine Geschwister haben. Und wenn man sich sagt, man geht ja schließlich mit dem kind auf den Spielplatz, wo es dann Kontakt zu anderen hat, finde ich das ist überhaupt nicht vergleichbar mit dem Kindergarten. Auf dem Spielplatz ist die Mutter immer dabei, im Kiga nicht. Da werden die Kinder viel selbstständiger. Außerdem geht es ja nicht nur um den Kontakt zu anderen Kindern, sondern auch um das was die Kinder im Kiga lernen. Und da sind nunmal geschulte Erzieherinnen, die dem Kind viel besser etwas beibringen können als man selbst. Ich beschäftige mich auch viel mit Melina und singe, male, bastle mit ihr usw. Aber was sie im Kiga schon alles gelernt hat, hätte sie hier zu Hause bei weitem nicht gelernt.

    Manche Eltern können ihrem Kind ja auch gar nicht so viel beibringen, wenn sie z.B. selbst nicht sehr gebildet sind oder z.B. mein Freund kennt kein einziges Kinderlied. Wenn er mit Melina den ganzen Tag zu Hause wäre, könnte sie kein einziges Lied singen.

    Hier in unserem Wohnviertel sind einige Kinder von Arbeitslosen, die nicht in den Kiga gehen. Die Kinder spielen den ganzen Tag draußen, die Eltern sind nicht dabei. Da ist nur Geschrei, die hauen sich nur und immerzu heult einer. Was lernen die Kinder dabei? Das finde ich echt nicht gut.
  • maxi37maxi37

    5,192

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Tim ist mit einem Jahr und 8 Monaten in die Krippe gekommen (ursprünglich sollte er erst mit 23 Monaten gehen, aber der Platz war schon frei und ich dachte, über den Winter ist das gut, das er dort spielt, weil ich da nicht soooo viel draußen bin wie im Sommer), jedenfalls gefiel und gefällt es ihm gut. Brauchte quasi keine Eingewöhnungszeit. Mit 3 Jahren ist er in den Kindergarten rüber gewechselt und ist immer noch begeistert. Er hat dort seine kleinen Freunde und ist happy ;-) . Und dann natürlich auch, das die dort basteln,mal wandern, Montag ist immer Sport und und dann gibt es diverse Projekte mit den Kindern.Diesmal ist es was über die Familie und wo man wohnt und so. Muß gestehen, hab mich da noch nicht mal schlau gemacht, nur ein Familienfoto abgegeben :roll: .
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    also hier kriegt jeder einen KIGA Platz egal ob arbeitslos oder nicht. Die arbeiten werden zwar bevorzugt erstmal weil die eben nicht zu Hause bleiben können aber hier muss man auch nicht lange warten auf einen Platz.

    Vielleicht will die Mutter auch einfach nicht loslassen? Für mich war die erste Zeit wo er im KIGA war auch ganz schlimm, das erste Mal wo er ganz alleine ohne mich bleibt...das ist schon ein großer Schritt für alle.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    So, beim Kramen in den Büchern (Umzugsvorbereitung :shock: ) ist mir mein Psychologisch Medizinisches Wörterbuch in die Hände gefallen:

    Es gibt eine Erkrankung (spezielle Phobie) die sich Emetophobie (von emesis, gr. sich übergeben). Die Betroffen haben panische Ängste vor Übergeben bei sich und anderen Menschen und/oder Tieren und meiden alle Situationen, in denen andere sich übergeben könnten und versuchen das Risiko sich übergeben zu müssen, zu minimieren. Das kann so weit ausarten, das z.B. Schwangere gemieden werden, aus Angst, diese könnte sich übergeben, Restaurantbesuche sind wegen der Gefahr von Lebensmittelvergiftungen nicht möglich etc. pp.

    So eine Erkrankung müsste natürlich behandelt werden, von allein kriegen Betroffene das nur selten in den Griff.

    Keine Ahnung ob sie wirklich so etwas hat, aber gerade ihre irrationale Erklärung deutet schon ein wenig in die Richtung.
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bei uns früher war es normal, dass man, wenn man 3 geworden war, im folgenden Sommer in den Kindergarten kam - 3 Jahre vor der Schule halt ... ich kenne auch keinen, der das nicht so gemacht hätte.

    Hier bei uns ist das eigenltich auch soweit üblich - ich kenne aber auch einige Mütter, deren Kinder schon mit 2 in den Kindergarten kamen, weil sie arbeiten mussten .... finde ich auch ok, allerdings ist es dann schwerer nen Platz zu bekommen!

    Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und ganz Geringverdiener können hier den "Köln-Pass" beantragen und sind damit dann von der Kindergartengebühr befreit - das Argument zählt also nicht ... schlimmer noch finde ich die, die jammern, dass sie den Höchstsatz zahlen müssen - dass die dann auch dementsprechend verdienen, wird dabei scheinbar ausgeblendet ...

    In meinem letzten Praktikum (Schulpsychologischer Dienst) habe ich allerdings auch viele Kinder in sozialen Brennpunkten gesehen, die in die Grundschule kamen und in ihrem Leben noch keinen Stift in der Hand hatten - dementsprechend motorisch und auch konzentrationstechnisch gar nicht in der Lage waren, dem Schulunterricht zu folgen - die haben doch schon verloren!! (dass sie sämtliche Tv-Sender und Play-Station-Spiele kannten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen ...) Genauso viele Migrantenkinder, die kaum deutsch sprachen, und in der Grundschule erst mal überhaupt die Sprache lernen müssen ... da kann man doch echt nur den Kopf schütteln, warum diese Eltern nicht ein klitzekleines Bisschen Verantwortungsbewusstsein für die Zukunft ihrer Kinder haben und sie (und wenn es nur 1 oder 2 Jahre wäre, optimal natürlich mindestens 3 Jahre) in den Kindergarten schicken!! :confuded:

    Eine Kindergartenpflicht (zumindest für 1 Jahr vor der Schule) fände ich persönlich sinnvoll!

    Bei unserem Kindergarten hat Arbeit der Eltern übrigens auch gar keinen einfluss, ob ein Kind einen Platz bekommen ... es zählt vorrangig das Alter des Kindes, die KOnfession (kath. Kiga) und ob Geschwisterkinder im Kiga sind.

    Joelle kommt jetzt im August in den Kindergarten - also auch mit 3. Ich finde das ein gutes Alter - ich merke halt zu Hause schon seit ca. 2-3 Monaten, dass sie sich zeitweise langweilt ... ich mache zwar auch viel mit ihr und fördere/fordere sie, aber in der Gemeinschaft mit Kindern sind sie doch noch ganz anders gefordert als man das zu Hause leisten kann! Sozialer Umgang etc. lernt man halt nur "by doing" - was ich ganz wichtig finde!!! Dabei ist es meiner Meinung nach egal, in welche Art Kindergarten die KInder gehen - hauptsache, sie gehen überhaupt!!!

    Jannik ist im September geboren, und ich hoffe, dass er dann in 2 Jahren reinkann, also nen Monat vor seinem 3. Geburtstag!! Bis kurz vor 4 zu warten, finde ich sehr lang - bei Joelle könnte ich es mir gar nicht vorstellen - die ist absolut Kindergartenreif und freut sich auch riesig drauf!!!
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich war nicht im Kindergarten, wobei ich das nicht schlimm fand, denn wir haben auf dem Dorf gewohnt in einer Straße, da lebten ca. 20 Kinder in meinem Alter und da ging fast niemand in den Kindergarten. Wir Kinder haben im Grunde von morgens bis abends allein draussen gespielt.

    Paola kommt mit 2,5 bis 3 in den Kindergarten.

    Was die Frau da betreibt find ich sonderbar.
  • dieUrsidieUrsi

    1,510

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bei mir als Kind war es so üblich, dass man mit 4 Jahren in den Kiga gekommen ist. Kita gab es bei uns nicht. Bei mir und bei meinen Freunden, war einfach die Mutter zu Hause, hat auf die Kinder aufgepasst, und der Vater ist arbeiten gegangen.

    Heute ist es hier immer noch so, dass die meisten Kinder mit 3-4 Jahren in den Kiga kommen. Eine Kita gibt es erst seit diesen (!) Jahr hier und wir nur von 5 Kindern besucht. Es gibt nicht mal eine Tagesmutter.
    Es ist hier einfach üblich, die Kinder so lange bis sie in den Kiga kommen, selbst zu betreuen bzw die Großeltern.
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