Ich weiß nicht, ob das hier in die Plauderecke passt, für Mecker- und Kummerecke ist es mir nicht "aufregend" genug. Also falls nötig, liebe Mods, bitte verschieben.
Wir wohnen jetzt seit zwei Jahren in einem Mehrfamilienhaus mit 6 anderen Parteien. Unsere unteren Nachbarn haben zwei Kinder, der Älteste ist 7 und der Jüngste 3 Monate älter als Fabian. Fabian war sich mit dem Jüngeren von Anfang an nicht wirklich grün, sie haben nie miteinander gespielt geschweige denn irgendwie miteinander kommuniziert. Mit dem Älteren kommt Fabian super klar und spielt auch ab und zu mal mit ihm.
Jetzt kommt aber mein eigentliches Problem, wir kommen mit den Eltern der beiden Kids nicht klar. Sie vertreten genau die Ansichten, mit denen mein Mann und ich ein Problem haben. Ein Klaps schadet nicht, das Eigentum der anderen Nachbarn wird nicht als solches angesehen, sie führen sich auf, als ob ihnen das ganze Grundstück allein gehören würde, reden schlecht über andere hinter deren Rücken, usw. Es sind nicht nur solche Ansichten, sondern deren gesamte Einstellung.
Nun gut, ich hab damit kein großes Problem, sollen sie so machen, wie sie wollen, ich muss da ja nicht mitmachen. Also gibt es von meiner Seite aus maximal ein "Hallo" und das wars. Lediglich mit dem Ältesten unterhalte ich mich gern und er ist auch mal bei uns zum Spielen, den mag ich wirklich gern.
Mein Mann vertritt eigentlich dieselbe Ansicht wie ich, kann aber nicht so tun wie er redet.
Ich möchte nun nicht unbedingt, das Fabian so einen "Umgang" hat. Vielleicht ist das auch etwas übertrieben, aber es liegt mir mehr als fern, mich neben diese verlogenen Menschen zu stellen, einen auf Schönwetter zu machen und gleichzeitig "Sorge" um mein Kind zu haben (Stichwort hauen z.B.). Könnt ihr das bis hierhin nachvollziehen?
Ich meine, Fabian ist ja noch in einem Alter, wo man ihn nicht alleine zu Nachbarskindern rüberschickt und mich dorthin zu stellen geht für mich eben nicht.
Nun ist es für mich aber auch schwierig, da Fabian gerne mal mit deren Spielzeug spielt, was quer im ganzen Hof verteilt rumliegt. Und da die Nachbarn ja auch draussen sind, bleibt da ein Kontakt nicht aus. Den würde ich aber gerne komplett vermeiden.
Ein Beispiel von eben: Wir Drei gehen über den Hof, wollten eigentlich nur noch eben im Garten das Spielzeug aufräumen und schon hat Fabian einen Ball von den Nachbarn in der Hand und läuft zum Vater und zu den zwei Kids. Der Vater zu Fabian: "Na, Du kleiner Wurm?! Sag mal Hallo!" und piekst Fabian in den Bauch. Sowas ist mir schon zuviel und ich bin gleich weitergegangen, in der Hoffnung, das mein Mann Fabian auch gleich mitnimmt, aber Pustekuchen. Der kann eben nicht zu seiner Meinung stehen und bleibt artig stehen und wartet, bis Fabian fertig ist. Da könnte ich in die Luft gehen!
Wenn ich mit Fabian alleine bin, dann sage ich meistens, das wir jetzt dies und das machen wollen und gehe mit ihm weiter- ohne jedes Problem. Somit kann ich den Kontakt auch in Grenzen halten, aber mein Mann? UUUhhhhaaaaa *Haarerauf*
Wie kann ich denn Fabian erklären oder beibringen, das wir den Kontakt zu denen, mit Ausnahme vom ältesten Sohn, nicht wollen? Ist das überhaupt in Ordnung? Wie macht ihr das mit euren Kindern, wenn ich mit bestimmten Leuten wirklich nichts zu tun haben wollt?
Oh man, hoffentlich sieht hier überhaupt jemand durch, irgendwie wollt ich das ganz anders schreiben... Danke auf jeden Fall schon mal fürs lesen.
Kommentare
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Also ich mein das nicht boese und ich kann deine Abneigung gut verstehen. Aber ein freundlicher Umgang ist doch normal. Also wenn jemand beim Baecker sich freundlich Fabian naehert und ihn z.Bsp. kitzelt hast du ja auch nicht solch eine Abneigung. Aber was dieser Person ihre Werte sind weisst du gar nicht.
Ich persoenlich finde es nicht gut, dem Kind zu vermitteln, mit diesen Leuten haben wir nichts am Hut. Ich wuerde ihm eher auf kindl. Weise aufzeigen, was du nicht magst... also die Klapse, das nicht Fragen, ect.
Aber dein Kleiner hat auch Menschenkenntnis. Und auf ein freundliches Hallo und den mann mit Fabia und dem Ball spielen lassen, wenn du auch aus etwas Entfernung noch zuschaust, finde ich total okay.
Stell dir mal vor, du hast nur noch Kontakt mit Leuten, die genau dir entsprechen. Das waere ja auch langweilig und gewisse Konflikte und Ablehnungen gibt es. Ich bin jedoch der Meinung, dass die Kinder das auch ausmachen koennen. Die Punkte die an der Familie nicht in Ordnung sind, kannst du ihm erklaeren und das wird er mit der Zeit auch verstehen.
Was machst du wenn er in die Schule kommt und dort sein bester Freund aus so einer Familie kommt? Ich meine als Mutter musst du da ja schon auch einen freundlichen aber distanzierten Kontakt herstellen. Das du die Kinder dann nicht alleine lassen moechtest ist klar. Aber z.bsp. auf dem Spielplatz, ect.
Fuehl dich nicht angegriffen. Waren nur meine Gedanken. ICh musste auch schon manchmal ueber meinen Schatten springen. Aber ich denke mir dann auch, dass das andere Kind enorm profitieren kann, wenn es erlebt, wie es auch sein kann. Und damit die Kinder einen guten Kontakt haben koennen muss ich mich mind. neutral den Eltern gegenueber verhalten.
Liebe Gruesse und das ihre eine gute Loesung finden moeget! Umm Nusaybah
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aber das habe ich erst lernen müssen. Bei Sarah hatte ich da auch erst wirklich Schwierigkeiten. :confuded:
Aber die Erfahrungen mit meinen Großen hat gezeigt, das kein Kontakt negative Auswirkungen hatte. Entweder haben sie sich selbst abgewendet oder aber die Freunde (bzw) die Familien waren nicht so wie ich gedacht hab.
Torben hat auch unseren Nachbarn als Freund auserkoren und auch da muß ich mich zurücknehmen, weil die und ihre Ansichten uns gar nicht liegen. Aber Torben kommt gut mit ihnen aus. Also vertraue ich auf Torben, grüße freundlich, wechsel ein paar belanglose Worte. Ich werde sie aber bestimmt nicht zu mir einladen
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Das in den Bauch pieken würde mich auch nerven (bei jmd. den man nicht mag), aber es ist ja prinzipiell schon eine Sache, die okay ist (zumindest solange Dein Sohn nicht signalisiert, dass er das nicht mag).
Ich fürchte, da musst Du durch :confuded: .
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Die Eltern sind auch nicht mein Fall, haben auch total die Ansichten die ich nicht vertrete wie klapsen, schreien lassen und vieles mehr. Aber es lässt sich nicht vermeiden mit denen zu reden weil wir eben dabeistehen wenn die Kinder "spielen". Glaub mir, ich habe total das schlechte Gefühl auch wegen dem Kiga und kann an nichts anderes mehr denken, ich habe richtige Angst das meinem Sohn was passiert (der andere wollte ihn mit einem Nagel in den Bauch stechen, vor uns...was macht der dann wenn wir nicht dabei sind)? Ich habe meinem Sohn auch schon erklärt das ich den Jungen nicht mag aus diesen Gründen eben und er aufpassen soll das er ihm nicht wehtut usw. mehr kann ich wohl nicht machen. Denke mir auch das es immer wieder Kinder oder Eltern gibt die mir nicht passen aber mein Sohn sucht sich seine Freunde aus egal was ich davon halte LEIDER!!!
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Aber offensichtlich ist das doch nicht so rübergekommen, wie ich es eigentlich meinte. Also versuche ich das nochmal.
Das Problem mit den Nachbarn ist eben nicht nur deren Einstellung zu so vielen Dingen, da könnte ich drüber wegsehen. Sie schaden uns auch. Sie spinnen richtig fiese Intrigen, erzählen irgendwelchen Mist bei unserem Vermieter, den wir angeblich gesagt hätten, und wir haben hinterher den Ärger. Sie spionieren alle anderen Nachbarn hier aus, stellen sich an geöffnete Fenster, um zu hören, was so geredet wird, usw.
Es geht also nicht nur um die Ansichten, sondern eben auch das Verhalten. Deswegen ist es mir ja so unmöglich, mich auch nur neben sie zu stellen und einen auf Schönwetter zu machen, versteht ihr?
Sicherlich sind all eure Ansichten richtig und ich kann sie auch sehr gut nachvollziehen, aber irgendwie denke ich, das unsere Familie in einer gewissen Art und Weise "gefährdet" ist und wir sie schützen müssen. Könnt ihr das verstehen?
Mir ist klar, das ich Fabian keine Freundschaften verbieten kann und ich will es ja auch nicht tun. Davon mal abgesehen, mag er ja von den Vieren sowieso nur den ältesten Sohn und mit dem hab ich ja auch kein Problem. Von den Eltern will Fabian nix wissen, als der Vater das zu ihm gesagt und in den Bauch gepiekst hat, hat er sich umgedreht und "nee" gesagt. Nur ist er eben nicht weggegangen, weil er ja mit dem Ball spielen wollte. Vielleicht hätte ich das besser dazuschreiben sollen.
Wobei der Vater das ja auch nicht freundlich meinte, sondern so -wie soll ich sagen- herablassend. So nach dem Motto, Du kleiner Wurm, Du hast mich gefälligst zu grüßen.... So ungefähr... Nur uns kann der Vater nicht grüßen, erwartet es aber von Fabian.
Ich möchte das nochmal betonen, ich möchte den Kontakt nicht nur wegen den Ansichten, sondern hauptsächlich wegen deren Verhalten uns gegenüber verhindern. Ich weiß ja, das man nie mit anderen immer auf den gleichen Nenner kommt und über ein paar Differenzen kann ich auch locker hinwegsehen, aber wenns eben meiner Familie schadet, dann geht das eben nicht so einfach und ehrlich gesagt, will ich das dann auch gar nicht.
Meine Schwägerin macht auch vieles ganz anders als ich, aber jeder respektiert des anderen Meinung und lässt ihn machen und wir haben trotzdem ein super herzliches Verhältnis. Eben weil wir uns auch nicht gegenseitig "eine reindrücken" oder gar schlecht über den anderen reden.
Ich hoffe, das ich nun verständlicher geschrieben hab. Falls nicht, bitte fragen :biggrin:
Und nochmals danke fürs lesen und antworten!!!
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Der Umzug ist eigentlich auch schon geplant, nur hat mich eben eure Meinung dazu wirklich sehr interessiert. Wie ihr euch eben verhaltet, wenn so etwas auftritt. Wo es eben nicht nur gewisse Differenzen sind, sondern mehr....
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Was mich aber kolossal in diesem Fred stört, sind so Verniedlichungen wie Klapsen. Klapsen ist für mich gelcihbbedeutend mit schlagen. Also ein Kind mit körperlicher Gewalt zu unterdrücken und zu demütigen, weil einem die verbalen Möglichkeiten fehlen, mit kritischen Situationen umzugehen. DAS GEHT M.E. GAR NIcHT. Und darüber mit so netten Worten wie Klapsen zu sprechen, verharmlost das Geschehen.
Ich möchte niemand angreifen und mir ist völlig beuwußt, dass einem in Extremsituation auch mal die Nerven durchgehen können. Aber trotzdem ist körperlilche Gewalt keine Lösung. Aber wahrscheinlich sind wir uns da eh alle einig. Ich wollte nur nochmal auf die unpassende Wortwahl hinweisen.
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Aber zurück zum Thema.
Susanne, aber genau das ist ja mein Problem. Deine Victoria ist ja nun schon etwas älter, sie würde evtl. schon verstehen, warum dieser Kontakt abgebrochen ist. Aber Fabian? Natürlich sag ich ihm, das ich diese Leute nicht mag, welches Verhalten ich falsch finde, aber verstehen tut er das nicht.
Hat denn niemand noch eine Idee oder einen Denkansatz?
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Aber das sich hier keiner findet, der damit schon mal konfrontiert wurde? Komisch....
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Ich komme allerdings auch eher nicht in solche Situationen weil ich sehr direkt auf Menschen zugehe und daher nicht lang/viel hinter meinem Rücken agiert wird... Nachbarn mit Kindern mit denen eines meiner spielen würde, haben mir bisher noch keine Probleme bereitet.
Gruß feli